Rechtsprechung
| BGH, 20.01.1977 - II ZR 217/75 |
Volltextveröffentlichungen (6)
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- Wolters Kluwer
Gesellschafterausschluss ohne Vorliegen eines wichtigen Grunds durch Gesellschafterbeschluss auf Grundlage des Gesellschaftsvertrags - Abänderung des gesetzlich vorgesehenen Ausschließungsverfahrens - Rechtliche Bedenklichkeit eines an wichtige Gründe nicht gebundenen ...
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Kurzfassungen/Presse
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Papierfundstellen
- BGHZ 68, 212
- NJW 1977, 1292
- MDR 1977, 732
- DNotZ 1977, 680
- WM 1977, 685
- BB 1977, 768
- DB 1977, 1132
Wird zitiert von ... (40) Zitiert selbst (2)
- BGH, 07.05.1973 - II ZR 140/71
Voraussetzungen des rechtmäßigen Ausschlusses eines Gesellschafters aus der …
Auszug aus BGH, 20.01.1977 - II ZR 217/75
Die gesellschaftsvertragliche Bestimmung, durch Gesellschafterbeschluß könne ein Gesellschafter ohne Vorliegen eines wichtigen Grundes aus der Gesellschaft ausgeschlossen werden, ist nur dann zulässig, wenn für eine solche Regelung wegen außergewöhnlicher Umstände sachlich gerechtfertigte Gründe bestehen (Ergänzung zum SenUrt. v. 7.5.73 - II ZR 140/71, LM HGB § 161 Nr. 30).Soweit das Berufungsgericht meint, der erkennende Senat habe (vgl. Urt. v. 7.5.73 - II ZR 140/71, WM 1973, 842) den Entzug der Gesellschafterstellung ohne wichtigen Grund allgemein als zulässig erachtet, übersieht es, daß in den bisher entschiedenen Fällen außergewöhnliche personelle und sonstige Verhältnisse und damit besondere Gründe vorlagen, aus denen eine sachliche Rechtfertigung in dem dargelegten Sinne hergeleitet werden konnte.
- BGH, 30.06.1966 - II ZR 149/64
Klage auf Feststellung der Nichtigkeit eines Gesellschafterbeschlusses gegen eine …
Auszug aus BGH, 20.01.1977 - II ZR 217/75
Bei der Beurteilung dieser Frage ist allerdings - in Übereinstimmung mit der Auffassung des Berufungsgerichts - davon auszugehen, daß die Gesellschafter rechtswirksam festlegen können, die Nichtigkeit eines Gesellschafterbeschlusses dürfe nur innerhalb einer bestimmten Frist gerichtlich geltend gemacht werden (vgl. SenUrt. v. 30.6.66 - II ZR 149/64; Fischer in Großkomm. HGB § 119 Anm. 18).
- BGH, 19.10.2009 - II ZR 240/08
"Sanieren oder Ausscheiden"
a) Zwar ist im Gesellschaftsvertrag der Klägerin, was nach der ständigen Rechtsprechung des Senats bei Publikumsgesellschaften wie der Klägerin grundsätzlich zulässig ist (siehe nur BGHZ 68, 212, 216;… Sen. Urt. v. 13. Februar 1995 - II ZR 15/94, ZIP 1995, 460; v. 17. Juli 2006 - II ZR 242/04, WM 2006, 1627 Tz. 14), das kapitalgesellschaftsrechtliche Beschlussmängelrecht teilweise adaptiert worden. - BGH, 10.02.2026 - II ZR 71/24
Nichtigkeit freier Hinauskündigungsklauseln in Personengesellschaften und der …
Rn. 29 (2) Eine freie Hinauskündigungsklausel enthält für sich genommen einen schwerwiegenden, von der gesetzlichen Regelung abweichenden und die wirtschaftliche und persönliche Freiheit einschränkenden Eingriff in die Gesellschafterstellung des betroffenen Gesellschafters, der der Gefahr einer Willkürherrschaft der Ausschlussberechtigten Vorschub leistet (vgl. BGH, Urteil vom 20. Januar 1977 - II ZR 217/75, BGHZ 68, 212, 215; Urteil vom 13. Juli 1981 - II ZR 56/80, BGHZ 81, 263, 266 f.). - BGH, 07.06.1999 - II ZR 278/98
Frist für die gerichtliche Geltendmachung der Unwirksamkeit von …
Allerdings steht es den Gesellschaftern auch in einer Personengesellschaft frei, die Berufung auf Beschlußmängel durch materielle Ausschlußfristen für die Klageerhebung im Gesellschaftsvertrag zu beschränken (…Sen.Urt. v. 13. Februar 1995 - II ZR 15/94, ZIP 1995, 460; BGHZ 68, 212, 216).
- OLG Nürnberg, 20.12.2013 - 12 U 49/13
Zweigliedrige Personen- oder Kapitalgesellschaft: Wirksamkeit einer sog. …
Rn. 45 a) Gesellschaftsvertragliche Regelungen in Personengesellschaften, die einem Gesellschafter, einer Gruppe von Gesellschaftern oder der Gesellschaftermehrheit das Recht einräumen, einen Mitgesellschafter ohne sachlichen Grund aus der Gesellschaft auszuschließen (sog. "Hinauskündigungsklauseln") sind grundsätzlich wegen Verstoßes gegen die guten Sitten nach § 138 Abs. 1 BGB nichtig (BGH, Urteil vom 20.01.1977 - II ZR 217/75, BGHZ 68, 212; Urteil vom 13.07.1981 - II ZR 56/80, BGHZ 81, 263; Urteil vom 09.07.1990 - II ZR 194/89, BGHZ 112, 103; Urteil vom 19.09.2005 - II ZR 342/03, BGHZ 164, 107 - Mitarbeitermodell; Urteil vom 19.09.2005 - II ZR 173/04, BGHZ 164, 98 - Managermodell; Urteil vom 19.03.2007 - II ZR 300/05, NJW-RR 2007, 913; Urteil vom 07.05.2007 - II ZR 281/05, NJW-RR 2007, 1256). - BGH, 08.03.2004 - II ZR 165/02
Zulässigkeit der Ausschließung eines Gesellschafters ohne sachlichen Grund
Durchbrechungen hat der Senat, auch wenn er zunächst keinen Anlaß hatte, deren Voraussetzungen im einzelnen festzulegen (vgl. BGHZ 68, 212, 215; BGHZ 81, 213, 269) als möglich erörtert, sie später für den Fall des Ausschlusses des Erben eines Mitgesellschafters (BGHZ 105, 213 ff.) und für den Fall ausdrücklich anerkannt, daß der ausschließungsberechtigte GmbH-Gesellschafter mit Rücksicht auf die enge persönliche Beziehung zu seiner Mitgesellschafterin die volle Finanzierung der Gesellschaft übernommen und der Partnerin die Mehrheitsbeteiligung und die Geschäftsführung eingeräumt hatte (BGHZ 112, 103 ff.). - BGH, 10.12.2024 - II ZR 37/23
Beschlussnichtigkeitsfeststellungsklage gegen Gesellschafterbeschlüsse
Rn. 65 aa) Gegen die Wirksamkeit dieser Fristvereinbarung und ihre Geltung für den Ausschließungsbeschluss (vgl. dazu BGH, Urteil vom 20. Januar 1977 - II ZR 217/75, BGHZ 68, 212, 216; Urteil vom 13. Februar 1995 - II ZR 15/94, ZIP 1995, 460, 461;… Urteil vom 21. Juni 2011 - II ZR 262/09, ZIP 2011, 1508 Rn. 15 mwN) bestehen keine Bedenken.Rn. 153 Die von der Klägerin zur Begründung herangezogene Rechtsprechung des Senats (BGH, Urteil vom 20. Januar 1977 - II ZR 217/75, BGHZ 68, 212, 216 f.) ist auf den vorliegenden Fall nicht übertragbar.
- BGH, 09.07.1990 - II ZR 194/89
Ausschließungsrecht gegenüber einem GmbH-Gesellschafter
Sie begründen die Gefahr, daß die von der jederzeitigen Ausschließungsmöglichkeit bedrohten Gesellschafter von ihren Rechten keinen Gebrauch machen und die ihnen obliegenden Pflichten nicht ordnungsgemäß erfüllen, sondern sich den Wünschen des oder der durch das Ausschließungsrecht begünstigten Gesellschafter beugen; damit wird einer nicht zu billigenden Willkürherrschaft der Mehrheit oder der mit dem Ausschließungsrecht ausgestatteten Gesellschafter Vorschub geleistet (BGHZ 68, 212, 215; BGHZ 81, 263, 266 f.; BGHZ 105, 213, 216 f.;… Sen. Urt. v. 25. März 1985 - II ZR 240/84, WM 1985, 772, 773).Eine an keine Voraussetzungen geknüpfte Hinauskündigungsklausel ist gleichwohl wirksam, wenn sie wegen besonderer Umstände sachlich gerechtfertigt ist (BGHZ 68, 212, 215; BGHZ 81, 263, 269; BGHZ 105, 213, 217).
- BGH, 21.06.2011 - II ZR 262/09
Ausschließung von Gesellschaftern: Auslegung des Gesellschaftsvertrages einer KG …
Es hat sich dabei auf die Rechtsprechung des erkennenden Senats bezogen, nach der angesichts der schwerwiegenden Rechtsbeeinträchtigung, die mit dem Entzug der Gesellschafterstellung verbunden ist, eine im Gesellschaftsvertrag festgelegte Klagefrist einschränkend auszulegen ist, soweit sie für Ausschließungsbeschlüsse gelten soll (BGH, Urteil vom 20. Januar 1977 - II ZR 217/75, BGHZ 68, 212, 216). - BGH, 14.03.2005 - II ZR 153/03
Ausschließung eines GmbH-Gesellschafters ohne wichtigen Grund
Durchbrechungen hat der Senat, auch wenn er zunächst keinen Anlaß hatte, deren Voraussetzungen im einzelnen festzulegen (vgl. BGHZ 68, 212, 215; BGHZ 81, 263, 269) als möglich erörtert, sie später für den Fall des Ausschlusses des Erben eines Mitgesellschafters (BGHZ 105, 213 ff.) sowie für den Fall ausdrücklich anerkannt, daß der ausschließungsberechtigte GmbH-Gesellschafter mit Rücksicht auf die enge persönliche Beziehung zu seiner Mitgesellschafterin die volle Finanzierung der Gesellschaft übernommen und der Partnerin die Mehrheitsbeteiligung und die Geschäftsführung eingeräumt hatte (BGHZ 112, 103 ff.). - BGH, 11.10.2011 - II ZR 242/09
Liquidation eines geschlossenen Immobilienfonds in Form einer OHG: …
Eine solche Regelung im Gesellschaftsvertrag einer Publikumspersonengesellschaft ist nach der ständigen Rechtsprechung des Senats zulässig (siehe nur BGH, Urteil vom 20. Januar 1977 - II ZR 217/75, BGHZ 68, 212, 216; Urteil vom 13. Februar 1995 - II ZR 15/94, ZIP 1995, 460, 461;… Urteil vom 17. Juli 2006 - II ZR 242/04, WM 2006, 1627 Rn. 14). - OLG Hamm, 05.10.2009 - 8 U 11/09
Ausschließung eines Kommanditisten aus einer Kommanditgesellschaft
- BGH, 13.07.1981 - II ZR 56/80
Gesellschaftersausschließung nach freiem Ermessen
- BGH, 19.09.1988 - II ZR 329/87
Hinauskündigung eines Gesellschafters aus Anlaß des Todes eines anderen …
- BGH, 15.09.1997 - II ZR 97/96
Ausschluß eines Gesellschafters wegen gesellschaftsfeindlichen Verhaltens
- BGH, 05.06.1989 - II ZR 227/88
Ausschließung von Gesellschaftern nach freiem Ermessen eines Gesellschafters
- OLG Düsseldorf, 16.01.2004 - 17 U 50/03
Mögliche Sittenwidrigkeit einer Hinauskündigungsklausel
- BGH, 11.10.1995 - XII ZR 62/94
Rechte und Pflichten in einer Ehegattengesellschaft; Rechte des Sicherungsgebers …
- BGH, 29.05.1978 - II ZR 52/77
Nichtigkeit einer Abfindungsklausel - Begriff der Buchwertabfindung - Anspruch …
- OLG Brandenburg, 28.04.2016 - 5 U 79/13
Grundbuchverfahren: Erforderliche Bewilligungen bei Änderungen im …
- BGH, 03.02.1997 - II ZR 71/96
Ausschließungsverfahren nach § 140 HGB ist dispositiv
- BGH, 15.06.1987 - II ZR 261/86
Einhaltung der Frist zur Klage gegen Gesellschafterbeschlüsse
- BFH, 16.05.1989 - VIII R 196/84
Keine Mitunternehmerstellung bei schenkweiser Übertragung von Kommanditanteilen …
- BGH, 12.12.1994 - II ZR 206/93
Ausschließung eines Kommanditisten wegen persönlicher Spannungen und …
- OLG Nürnberg, 30.04.2014 - 12 U 914/13
- LG Stuttgart, 10.10.2018 - 40 O 26/18
- OLG Nürnberg, 30.01.2013 - 12 U 726/11
Kommanditgesellschaft: Folgen der Nichtigkeit eines Gesellschafterbeschlusses für …
- BFH, 29.04.1981 - IV R 131/78
Zur Frage der Mitunternehmerschaft von Kommanditisten, die ohne weiteres zum …
- OLG Düsseldorf, 10.07.2015 - 16 U 169/13
Zulässigkeit der Anfechtung von Beschlüssen der Gesellschafterversammlung einer …
- OLG Brandenburg, 07.02.2007 - 7 U 206/05
Nichtigkeit des Gesellschaftsbeschlusses zur Änderung des Gesellschaftsvertrages …
- BGH, 11.10.2011 - II ZR 248/09
Treuhandvermittelter Beitritt eines Kapitalanlegers zu einem geschlossenen …
- OLG Stuttgart, 19.04.2000 - 20 U 96/99
Anforderungen an die Legitimation eines Mehrheitsbeschlusses in einer KG; …
- OLG Jena, 29.06.2011 - 1 U 146/11
- LG Köln, 28.02.2013 - 15 O 576/11
Schadensersatzanspruch wegen mittelbarer Beteiligung an einem Filmfonds aufgrund …
- BFH, 11.07.1989 - VIII R 41/84
Besonderheiten bei der Besteuerung einzelner Gesellschafter - Bestimmung der …
- BFH, 09.10.1986 - IV R 259/84
Steuerliche Behandlung von Gewinnanteilen eines Kommanditisten - Voraussetzungen …
- OLG Stuttgart, 11.12.1989 - 8 W 378/89
Gesellschafter-Ausschließungen; Abschluss gerichtlicher Klärung; Hinausschieben …
- FG Hamburg, 28.09.1999 - I 29/99
Auslösung von Grunderwerbssteuer durch die Veräußerung von Gesellschaftsanteilen; …
- OLG München, 02.07.2009 - 23 U 4240/08
Geschlossener Immobilienfonds in Form einer OHG: Anforderungen an eine wirksame …
- BFH, 21.11.1989 - VIII R 70/84
Einkommensteuerveranlagung eines faktischen Mitunternehmers
- BGH, 26.10.1978 - II ZR 119/77
Wirksamkeit der Kündigung einer stillen Gesellschaft - Zulässigkeit der Kündigung …
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