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Rechtsprechung
   BGH, 15.06.1998 - II ZR 318/96   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/1998,261
BGH, 15.06.1998 - II ZR 318/96 (https://dejure.org/1998,261)
BGH, Entscheidung vom 15.06.1998 - II ZR 318/96 (https://dejure.org/1998,261)
BGH, Entscheidung vom 15. Juni 1998 - II ZR 318/96 (https://dejure.org/1998,261)
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Volltextveröffentlichungen (10)

  • Wolters Kluwer

    Fristbeginn der außerordentlichen Kündigung nach § 626 Abs. 2 BGB - Kenntnis der Mitglieder der Gesellschafterversammlung - Lauf der Ausschlußfrist - Verzögerung der Einberufung der Gesellschafterversammlung einer GmbH - Billigerweise zumutbare Beschleunigung

  • gesellschaftsrechtskanzlei.com

    Anstellungsvertrag, Einberufung, Geschäftsführer, Gesellschafterversammlung, Gesellschaftsrecht, Kündigung, wichtiger Grund

  • Owlit(Abodienst, Leitsatz frei)

    Frist für außerordentliche Kündigung

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    BGB § 626 Abs. 2
    Beginn der Frist für die außerordentliche Kündigung des Geschäftsführers einer GmbH

  • rechtsportal.de

    BGB § 626 Abs. 2
    Fristbeginn für die Kündigung des Anstellungsvertrages eines Geschäftsführers einer GmbH

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse (2)

  • anwaltonline.com (Kurzinformation)

    Kündigungsfrist - Regelung für Geschäftsführer

  • datenbank.nwb.de (Leitsatz)

    Gesellschaftsrecht; außerordentliche Kündigung durch die Gesellschafterversammlung

Papierfundstellen

  • BGHZ 139, 89
  • NJW 1998, 3274
  • ZIP 1998, 1269
  • NZA 1998, 1005
  • NJ 1999, 88
  • NJ 1999, 89
  • WM 1998, 1537
  • BB 1998, 1808
  • DB 1998, 1608
  • NZG 1998, 634
 
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Wird zitiert von ... (66)Zitiert selbst (6)

  • BGH, 02.06.1997 - II ZR 101/96

    Fristlose Kündigung des Anstellungsvertrages des Geschäftsführers einer GmbH …

    Auszug aus BGH, 15.06.1998 - II ZR 318/96
    Daher löst nicht schon deren außerhalb der Gesellschafterversammlung, sondern erst die nach dem Zusammentritt erlangte Kenntnis der für die Kündigung maßgeblichen Tatsachen den Lauf der Ausschlußfrist aus (Abweichung von der bisherigen Senatsrechtsprechung, zuletzt: Urt. vom 2. Juni 1997 - II ZR 101/96, DStR 1997, 1338 f.).

    Bei juristischen Personen ist grundsätzlich die Kenntnis des zur Kündigung berechtigten Organs entscheidend, bei der GmbH also diejenige der Gesellschafterversammlung (st. Sen.Rspr., vgl. zuletzt Urt. v. 2. Juni 1997 - II ZR 101/96, DStR 1997, 1338 m.N.).

    Soweit der Senat bislang die Ansicht vertreten hat, die Frist zur Kündigung des GmbH-Geschäftsführers aus wichtigem Grund beginne spätestens mit der Kenntnis aller Gesellschafter, sofern die Gesellschafterversammlung innerhalb der Zwei-Wochen-Frist zusammentreten, wirksam beschließen und die Kündigungserklärung dem Geschäftsführer zugehen lassen könne (…vgl. Sen.Urt. v. 29. Januar 1976 - II ZR 3/74, WM 1976, 379, 380;… Sen.Urt. v. 17. März 1980 - II ZR 178/79, ZIP 1980, 661; ferner Sen.Urt. v. 2. Juni 1997 - II ZR 101/96, DStR 1997, 1338 f.), hält er daran nicht mehr fest.

  • BGH, 28.01.1985 - II ZR 79/84

    Einladung zur Gesellschafterversammlung durch einen Gesellschafter - …

    Auszug aus BGH, 15.06.1998 - II ZR 318/96
    Ein derartiges Selbsthilferecht setzt nämlich voraus, daß einem Verlangen des Gesellschafters, der mindestens 10 % des Stammkapitals hält, auf Einberufung der Gesellschafterversammlung nicht binnen angemessener Frist entsprochen worden ist (vgl. BGH, Urt. v. 28. Januar 1985 - II ZR 79/84, WM 1985, 567); dementsprechend muß vor berechtigter Ausübung des Selbsthilferechts grundsätzlich der zur Einberufung befugte Geschäftsführer (§ 49 Abs. 1 GmbHG) unter Angabe des Zwecks und der Gründe vergeblich ersucht worden sein, die Versammlung zu berufen, widrigenfalls ein auf einer gleichwohl durch den Gesellschafter einberufenen Gesellschafterversammlung gefaßter Beschluß nichtig wäre (BGHZ 87, 1, 3 m.w.N.).

    Der Senat hat im Urteil vom 28. Januar 1985 - II ZR 79/84, WM 1985, 567, 568 sieben Wochen in jedem Fall für ausreichend erachtet; regelmäßig wird ein Monat als hinreichend angesehen, vgl. Lutter/Hommelhoff aaO, § 50 Rdn. 7. Zu einer weiteren Verkürzung der Wartezeit bis zur Ausübung des Selbsthilferechts mußte sich die Stadt J. nicht etwa wegen des - insoweit gegenläufigen - Gesetzeszwecks der Frist des § 626 Abs. 2 BGB, alsbald Klarheit über die Reaktion des Kündigungsberechtigten eintreten zu lassen, veranlaßt sehen.

  • BGH, 18.06.1984 - II ZR 221/83

    Frist für die fristlose Kündigung des Vorstandsmitglieds einer Genossenschaft; …

    Auszug aus BGH, 15.06.1998 - II ZR 318/96
    Auf diese Weise bleibt - abweichend von dem bisher vom Senat angewandten Zurechnungsmodell - die Ausschlußfrist der Gesellschafterversammlung als dem zur Kündigung befugten Organ in vollem Umfang als Überlegungsfrist erhalten und wird nicht vorweg ganz oder teilweise durch die Zeit aufgezehrt, die die Einberufung der Versammlung erfordert (vgl. Sen.Urt. v. 18. Juni 1984, - II ZR 221/83, NJW 1984, 2689, 2690;… Hachenburg-Stein, GmbHG, 8. Aufl., § 38 Rdn. 75 m.w.N.).
  • BGH, 07.02.1983 - II ZR 14/82

    Einberufungsrecht der Gesellschafter

    Auszug aus BGH, 15.06.1998 - II ZR 318/96
    Ein derartiges Selbsthilferecht setzt nämlich voraus, daß einem Verlangen des Gesellschafters, der mindestens 10 % des Stammkapitals hält, auf Einberufung der Gesellschafterversammlung nicht binnen angemessener Frist entsprochen worden ist (…vgl. BGH, Urt. v. 28. Januar 1985 - II ZR 79/84, WM 1985, 567); dementsprechend muß vor berechtigter Ausübung des Selbsthilferechts grundsätzlich der zur Einberufung befugte Geschäftsführer (§ 49 Abs. 1 GmbHG) unter Angabe des Zwecks und der Gründe vergeblich ersucht worden sein, die Versammlung zu berufen, widrigenfalls ein auf einer gleichwohl durch den Gesellschafter einberufenen Gesellschafterversammlung gefaßter Beschluß nichtig wäre (BGHZ 87, 1, 3 m.w.N.).
  • BGH, 17.03.1980 - II ZR 178/79

    Frist zur Kündigung des GmbH-Geschäftsführers aus wichtigem Grund - Kenntnis …

    Auszug aus BGH, 15.06.1998 - II ZR 318/96
    Soweit der Senat bislang die Ansicht vertreten hat, die Frist zur Kündigung des GmbH-Geschäftsführers aus wichtigem Grund beginne spätestens mit der Kenntnis aller Gesellschafter, sofern die Gesellschafterversammlung innerhalb der Zwei-Wochen-Frist zusammentreten, wirksam beschließen und die Kündigungserklärung dem Geschäftsführer zugehen lassen könne (…vgl. Sen.Urt. v. 29. Januar 1976 - II ZR 3/74, WM 1976, 379, 380; Sen.Urt. v. 17. März 1980 - II ZR 178/79, ZIP 1980, 661;… ferner Sen.Urt. v. 2. Juni 1997 - II ZR 101/96, DStR 1997, 1338 f.), hält er daran nicht mehr fest.
  • BGH, 29.01.1976 - II ZR 3/74

    Unwirksamkeit einer im Zusammenhang mit der Abberufung als Geschäftsführer …

    Auszug aus BGH, 15.06.1998 - II ZR 318/96
    Soweit der Senat bislang die Ansicht vertreten hat, die Frist zur Kündigung des GmbH-Geschäftsführers aus wichtigem Grund beginne spätestens mit der Kenntnis aller Gesellschafter, sofern die Gesellschafterversammlung innerhalb der Zwei-Wochen-Frist zusammentreten, wirksam beschließen und die Kündigungserklärung dem Geschäftsführer zugehen lassen könne (vgl. Sen.Urt. v. 29. Januar 1976 - II ZR 3/74, WM 1976, 379, 380;… Sen.Urt. v. 17. März 1980 - II ZR 178/79, ZIP 1980, 661;… ferner Sen.Urt. v. 2. Juni 1997 - II ZR 101/96, DStR 1997, 1338 f.), hält er daran nicht mehr fest.
  • BGH, 09.01.2024 - II ZR 220/22

    Publizität des Handelsregisters: Berufung eines Dritten auf die fehlende …

    Rn. 17 Eine Beschlussnichtigkeit wäre in entsprechender Anwendung der § 121 Abs. 2, § 241 Nr. 1 AktG zwar anzunehmen, wenn die Versammlung von einer hierzu nicht berechtigten Person einberufen worden wäre (BGH…, Urteil vom 8. November 2016 II ZR 304/15, BGHZ 212, 342 Rn. 13), etwa weil die Voraussetzungen des Selbsthilferechts des Gesellschafters für die Einberufung nach § 50 Abs. 3 GmbHG nicht vorgelegen hätten (vgl. BGH, Urteil vom 16. Dezember 1953 - II ZR 167/52, BGHZ 11, 231, 236 f.; Urteil vom 7. Februar 1983- II ZR 14/82, BGHZ 87, 1, 3; Urteil vom 28. Januar 1985 - II ZR 79/84, WM 1985, 567, 568; Urteil vom 15. Juni 1998 - II ZR 318/96, BGHZ 139, 89, 94).
  • BGH, 09.04.2013 - II ZR 273/11

    Fristlose Kündigung eines Geschäftsführers wegen Abschlusses eines …

    Für die die Zweiwochenfrist in Lauf setzende Kenntnis im Sinn von § 626 Abs. 2 BGB kommt es allein auf den Wissensstand des zur Entscheidung über die fristlose Kündigung berufenen und bereiten Gremiums der Gesellschaft an (BGH, Urteil vom 10. September 2001 - II ZR 14/00, ZIP 2001, 1957, 1958; Urteil vom 10. Januar 2000 - II ZR 251/98, ZIP 2000, 508, 510; Urteil vom 15. Juni 1998 - II ZR 318/96, BGHZ 139, 89, 92).

    Wenn die Einberufung der Gesellschafterversammlung von den einberufungsberechtigten Mitgliedern unangemessen verzögert wird, muss sich die Gesellschaft so behandeln lassen, als wäre die Gesellschafterversammlung mit der zumutbaren Beschleunigung einberufen worden (BGH, Urteil vom 15. Juni 1998 - II ZR 318/96, BGHZ 139, 89, 92 f.).

  • OLG Hamm, 29.05.2019 - 8 U 146/18

    Fristlose Kündigung eines Geschäftsführer-Dienstvertrages

    Bei juristischen Personen ist grundsätzlich die Kenntnis des zur Kündigung berechtigten Organs entscheidend, bei der GmbH also grundsätzlich diejenige der Gesellschafterversammlung; st. Rspr.; BGH, NJW 2013, 2425 Rn. 12; NZG 2002, 46, 48; NJW 2000, 1864; NJW 1998, 3274; NZG 1998, 634 f.; DStR 1997, 1338.

    § 626 Abs. 2 BGB beruht auf dem Gedanken, dass der Berechtigte aus seiner Kenntnis die seiner Ansicht nach gebotenen Konsequenzen ziehen kann; hierzu sind die Gesellschafter, selbst wenn sie sämtlich als einzelne außerhalb einer Gesellschafterversammlung Kenntnis vom Kündigungssachverhalt erlangt haben, nicht ohne den Zusammentritt als Kollegialorgan in der Lage; BGH, NZG 1998, 634 f.

    Wird daher die Einberufung der Gesellschafterversammlung einer GmbH von ihren einberufungsberechtigten Mitgliedern nach Kenntniserlangung von dem Kündigungssachverhalt unangemessen verzögert, so muss sich die Gesellschaft so behandeln lassen, als wäre die Gesellschafterversammlung mit der billigerweise zumutbaren Beschleunigung einberufen worden; BGH, NZG 1998, 634, 635.

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