Rechtsprechung
| BGH, 29.10.1959 - III ZR 107/58 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- Wolters Kluwer
Rechtsmittel
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Papierfundstellen
- MDR 1960, 120
- DÖV 1961, 74
Wird zitiert von ... Zitiert selbst (12)
- BAG, 07.12.1956 - 1 AZR 431/55
Arbeitsentgelt: Rechtsnatur des Kinderzuschlags im öffentlichen Dienst
Auszug aus BGH, 29.10.1959 - III ZR 107/58
In dem Urteil vom 7. Dezember 1956 - 1 AZR 431/55 - hat das Bundesarbeitsgericht (NJW 57, 805) die Verfassungsmäßigkeit der auch für den vorliegenden Fall maßgebenden Bestimmungen des § 24 Abs. 2 RBesG und der Nr. 67 Abs. 6 RBesV bejaht.Der Senat kann die damit aufgeworfene Rechtsfrage ob Art. 6 Abs. 5 GG lediglich eine programmatische Richtlinie für den Gesetzgeber (so OGHZ 2, 123; BAG NJW 57, 805) oder bereits anwendbares Recht mit wenigstens interpretorischer Funktion ist, für die Entscheidung dahingestellt lassen, weil insoweit der Ausgangspunkt der Klägerin unzutreffend ist.
Insoweit kann sich der Senat dem Bundesarbeitsgericht (NJW 57, 805) anschließen.
- BGH, 13.06.1955 - III ZR 226/54
Kinderzuschläge, Gleichberechtigung
Auszug aus BGH, 29.10.1959 - III ZR 107/58
Zu Unrecht beruft sich die Klägerin für ihre Ansicht auf die Entscheidung in BGHZ 17, 360, wo der Senat die Regelung des Kinderzuschlages für eheliche Kinder einer Beamtin (§ 14 Abs. 8 RBesG) als dem Grundsatz der Gleichberechtigung (Art. 3 Abs. 2 GG) widersprechend für ungültig angesehen hat.Während - wie in BGHZ 17, 360 im einzelnen dargelegt ist - die Regelung des Kinderzuschlages für eheliche Kinder davon ausgehen muß, daß innerhalb der Familie Vater und Mutter nebeneinander gleichrangig für den Unterhalt der gemeinsamen Kinder aufzukommen haben, ist durch Art. 3 GG und durch das Gleichberechtigungsgesetz vom 18. Juni 1957 nichts daran geändert worden, daß der Vater des unehelichen Kindes vor der Mutter den Rollen Unterhalt bis zum vollendeten 16.
- BVerfG, 24.02.1953 - 1 BvL 21/51
Normenkontrolle II
Auszug aus BGH, 29.10.1959 - III ZR 107/58
Das Berufungsgericht hat diese Frage mit Recht selbst geprüft, ohne eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts nach Art. 100 GG einzuholen, da das Bundesverfassungsgericht Gesetze, die vor dem Inkrafttreten des Grundgesetzes verkündet worden sind, auf ihre Vereinbarkeit mit dem Grundgesetz nicht nachprüft (BVerfGE 2, 124).
- BGH, 16.02.1959 - III ZR 199/57
Verhältnis des § 36 DBG zu § 839 BGB
Auszug aus BGH, 29.10.1959 - III ZR 107/58
Der Senat hat wiederholt entschieden daß das Deutsche Beamtengesetz von dem Zeitpunkt an, zu dem der staatsrechtliche Aufbau des einzelnen Landes beendet war, in dem betreffenden Land höchstens als Landesrecht fortgegolten hat (LM Nr. 47 zu § 549 ZPO; Urteile vom 8. Mai 1958 - III ZR 25/57 - und vom 16. Februar 1959 - III ZR 199/57 -). - BGH, 15.10.1953 - III ZR 21/53
Revisibilität einer Rechtsnorm
Auszug aus BGH, 29.10.1959 - III ZR 107/58
Verweist ein nicht revisibles Gesetz auf ein revisibles, so ist das angewendete Gesetz grundsätzlich nur das nicht revisible Gesetz (BGHZ 10, 367). - BGH, 20.10.1958 - III ZR 121/57
Rechtsmittel
Auszug aus BGH, 29.10.1959 - III ZR 107/58
Das Berufungsgericht hat die Verfassungsmäßigkeit der früheren Regelung des Kinderzuschlages für uneheliche Kinder von Beamtinnen mit eingehender Begründung bejaht Der erkennende Senat hat § 14 Abs. 2 Nr. 4 RBesG in seinen Urteilen vom 2. Dezember 1957 - III ZR 142/56 - (LM Nr. 5 zu § 14 BesoldG) und vom 20. Oktober 1958 - III ZR 121/57 - angewendet, ohne daß damals Anlaß bestanden hätte, die Verfassungsmäßigkeit der Bestimmung zu prüfen. - BGH, 16.10.1952 - III ZR 87/51
Grenzen der Nachprüfung von Landesrecht
Auszug aus BGH, 29.10.1959 - III ZR 107/58
Schließlich läßt sich eine Revisibilität nicht daraus herleiten, daß die Rechtslage mit der anderer Bezirke tatsächlich übereinstimmte (BGHZ 7, 299) und nach dem Zusammenbruch auch in anderen Ländern inhaltsgleiche Regelungen fortlebten (BGH LM Nr. 47 zu § 549 ZPO). - BGH, 12.07.1955 - V ZR 51/54
Revisibilität von Landesrecht
Auszug aus BGH, 29.10.1959 - III ZR 107/58
Abgesehen davon, daß auch Landesgesetze, die unter der Geltung des Gesetzes über den Neuaufbau des Reiches vom 30. Januar 1934 erlassen wurden, nicht revisible Reichsgesetze im Sinne des § 549 ZPO sind (BGHZ 18, 128), belegt die Handhabung des Besoldungsrechts in Hamburg seit dem Zusammenbruch, daß Hamburg schon vor dem Erlaß des Grundgesetzes (23. Mai 1949) die Besoldung der Landesbeamten (mit Recht) als seine Materie ansah und behandelte. - BGH, 08.05.1958 - III ZR 25/57
Rechtsmittel
Auszug aus BGH, 29.10.1959 - III ZR 107/58
Der Senat hat wiederholt entschieden daß das Deutsche Beamtengesetz von dem Zeitpunkt an, zu dem der staatsrechtliche Aufbau des einzelnen Landes beendet war, in dem betreffenden Land höchstens als Landesrecht fortgegolten hat (LM Nr. 47 zu § 549 ZPO; Urteile vom 8. Mai 1958 - III ZR 25/57 - und vom 16. Februar 1959 - III ZR 199/57 -). - BGH, 02.12.1957 - III ZR 142/56
Rechtsmittel
Auszug aus BGH, 29.10.1959 - III ZR 107/58
Das Berufungsgericht hat die Verfassungsmäßigkeit der früheren Regelung des Kinderzuschlages für uneheliche Kinder von Beamtinnen mit eingehender Begründung bejaht Der erkennende Senat hat § 14 Abs. 2 Nr. 4 RBesG in seinen Urteilen vom 2. Dezember 1957 - III ZR 142/56 - (LM Nr. 5 zu § 14 BesoldG) und vom 20. Oktober 1958 - III ZR 121/57 - angewendet, ohne daß damals Anlaß bestanden hätte, die Verfassungsmäßigkeit der Bestimmung zu prüfen. - BVerwG, 31.03.1954 - II C 144.53
Rechtsmittel
- BAG, 21.11.1958 - 1 AZR 148/58
Tarifvertrag - Neuregelung der Kinderzuschläge - Angestellte - Öffentlicher …
- OLG Rostock, 13.07.2021 - 3 W 80/20
Nichteheliche Lebensgemeinschaft und Anwendbarkeit von § 2077 BGB
Rn. 24 § 2077 BGB, der keine widerlegliche Vermutung für den Erblasserwillen dokumentiert, sondern eine dispositive Auslegungsregel für die in der Norm festgestellten Fallgruppen enthält (BayObLG, Beschl. v. 10.09.1992, 1 Z BR 68/92, NJW-RR 1993, 12 = FamRZ 1993, 362 m.w.N.; BGH, Urt. v. 29.10.1959, III ZR 107/58, FamRZ 1960, 28; OLG Celle, Beschl. v. 23.06.2003, 6 W 45/03, NJW-RR 2003, 130 4 = FamRZ 2004, 310), ist seinem Wortlaut nach auf die nichteheliche Lebensgemeinschaft nicht unmittelbar anwendbar.
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