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Weitere Entscheidung unten: BGH, 27.09.1990

Rechtsprechung
   BGH, 07.06.1990 - III ZR 142/89   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/1990,253
BGH, 07.06.1990 - III ZR 142/89 (https://dejure.org/1990,253)
BGH, Entscheidung vom 07.06.1990 - III ZR 142/89 (https://dejure.org/1990,253)
BGH, Entscheidung vom 07. Juni 1990 - III ZR 142/89 (https://dejure.org/1990,253)
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Frist NATO-Truppenstatut

Postulationsfähigkeit, § 253 ZPO, Bezugnahme, Genehmigung

Volltextveröffentlichungen (4)

  • Wolters Kluwer

    Klagefristwahrung - Prozeßgerichtszulassung - Anwaltspflicht - Nicht postulationsfähiger Anwalt - Unwirksame Prozeßhandlung

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Wahrung der Klagefrist durch einen nicht postulationsfähigen Rechtsanwalt; Genehmigung einer unwirksamen Prozeßhandlung

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • BGHZ 111, 339
  • NJW 1990, 3085
  • MDR 1991, 131
  • NZV 1990, 346
  • VersR 1990, 1019
 
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Wird zitiert von ... (51)Zitiert selbst (43)

  • BGH, 18.09.1989 - AnwZ (B) 24/89

    Geltung von europarechtlichen Bestimmungen für Rechtsanwälte in Deutschland

    Auszug aus BGH, 07.06.1990 - III ZR 142/89
    c) Die verfassungsrechtlichen Bedenken der Revision gegen den in § 78 Abs. 1 ZPO normierten Anwaltszwang und gegen das Prinzip der Lokalisierung (§ 18 BRAO) greifen 8 - nicht durch (zu § 78 ZPO: BVerfG Beschluß vom 10. November 1986 BRAK-Mitt. 1988, 214 und vom 14. Dezember 1989 1 BvR 151O/89, BGH Beschluß vom 8. Oktober 1986 IVb ZB 85/86 - FamRZ 1987, 57, 58; BVerwG NJW 1980, 1706; vgl. auch BGH Beschluß vom 18. September 1989 AnwZ (B) 24/89 - BGHR BRAO § 24 - Zweitzulassung 1 m.w.Nachw., zum Abdruck in BGHZ bestimmt; zu § 18 BRAO:.

    BVerfG AnwBl. 1989, 669; Beschluß vom 14. Dezember 1989 1 BvR 1510/89; BGH Beschluß vom 18. September 1989 aaO.).

    Der Revision kann auch nicht darin gefolgt werden, daß Anwaltszwang und Lokalisierungsgrundsatz im Blick auf die durch das europäische Gemeinschaftsrecht gewährleistete Niederlassungsfreiheit zu einer willkürlichen Benachteiligung inländischer Anwälte gegenüber Anwälten aus anderen Mitgliedsstaaten führe, die von ihrem Recht Gebrauch machten, vor Gerichten der Bundesrepublik Deutschland aufzutreten (BVerfG AnwBl. 1989, 669; BGH Beschluß vom 18. September 1989 aaO.; vgl. auch Senatsbeschlüsse vom 26. Oktober 1989 - III ZB 38/89 - und vom 5. April 1990 III ZB 7/90).

  • BGH, 21.09.1961 - III ZR 120/60

    Wahrung der Klagefrist durch Klageerhebung bei sachlich unzuständigem Gericht

    Auszug aus BGH, 07.06.1990 - III ZR 142/89
    b) Dem steht nicht entgegen, daß nach der Rechtsprechung des Senats die Klagefrist des Art. 12 Abs. 3 NTS-AG auch durch die rechtzeitige Erhebung der Klage beim örtlich oder sachlich unzuständigen Gericht gewahrt wird (Senatsurteil vom 5. April 1979 - III ZR 33/78 - VersR 1979, 738, 739;… Arndt aaO. S. 490; zu Art. 8 Abs. 10 des Finanzvertrages s. z.B. Senatsurteile BGHZ 34, 230, 235; 35, 374, 377 und vom 24. September 1962 - III ZR 61/61 - NJW 1962, 2154, 2155).

    Der Mangel der Postulationsfähigkeit kann in diesem Zusammenhang der Erhebung der Klage vor einem unzuständigen Gericht, die jedenfalls "keinen schlechthin wirkungslosen Versuch, Recht zu nehmen," darstellt (Senatsurteil BGHZ 35, 374, 377), nicht gleichgesetzt werden.

  • BGH, 24.05.1982 - VIII ZR 181/81

    Zulässigkeit der Bezugnahme auf Schriftsätze der Partei im Anwaltsprozeß

    Auszug aus BGH, 07.06.1990 - III ZR 142/89
    Das gilt sowohl für die Klageschrift (Senatsurteil BGHZ 22, 254, 255 f mit Anm. Pagendarm in LM ZPO § 295 Nr. 11; Senatsurteil vom 9. Mai 1957 - III ZR 129/55 - LM ZPO § 253 Nr. 16; vgl. auch BGHZ 84, 136, 138) [BGH 24.05.1982 - VIII ZR 181/81] wie für Rechtsmittelschriften (zur Berufungsbegründung: BGHZ 7, 170; BGH Urteil vom 28. März 1969 I ZR 10O/67 - VersR 1969, 617; Beschluß vom 18. Februar 1981 - IVb ZB 505/81 - NJW 1981, 1620; RGZ 145, 269; BVerwG NJW 1962, 218; zur Revisionsbegründung: RGZ 117, 168).

    Einer der von der Rechtsprechung anerkannten Ausnahmefälle (BGHZ 13, 244, 246 ff [BGH 11.05.1954 - I ZR 178/52]; Senatsurteil vom 20. Mai 1976 III ZR 84/74 - VersR 1976, 959; BGH Urteile vom 2. März 1979 - I ZR 29/77 - WM 1979, 786, 787 f; vom 20. November 1980 - VII ZR 298/79; vom 24. Mai 1982 VIII ZR 181/81 - NJW 1982, 2002 [BGH 24.05.1982 - VIII ZR 181/81]) liegt nicht vor.

  • OLG Schleswig, 28.08.2024 - 12 U 15/24

    Gesellschaft bürgerlichen Rechts im Zivilprozess: prozessuale Besonderheiten bei …

    Dieser "Genehmigung", die auch durch Bezugnahme auf die vorherigen Schriftsätze erfolgen kann, kommt anders als bei § 89 Abs. 2 Alt. 2 ZPO keine Rückwirkung zu (BGH, Urteil vom 01. März 1984 - IX ZR 33/83, BGHZ 90, 249 (253) = NJW 1984, 1559; BGH NJW-RR 1987, 322 (323)), so dass sie bei fristgebundenen Prozesshandlungen vor Fristablauf zu erfolgen hat (BGHZ 111, 342 (343 f.) = NJW 1990, 3085; BGH, Beschluss vom 31. Oktober 2006 - VI ZB 20/06, NJW-RR 2007, 278 (279)).

    Fehlt die Postulationsfähigkeit, ist die Prozesshandlung unwirksam (BGH, Urteil vom 07. Juni 1990 - III ZR 142/89, BGHZ 111, 339 (342) = NJW 1990, 3055).

    Dieser "Genehmigung", die auch durch Bezugnahme auf die vorherigen Schriftsätze erfolgen kann, kommt anders als bei § 89 Abs. 2 Alt. 2 ZPO keine Rückwirkung zu (BGHZ 90, 249 (253) = NJW 1984, 1559; BGH NJW-RR 1987, 322 (323)), so dass sie bei fristgebundenen Prozesshandlungen vor Fristablauf zu erfolgen hat (BGHZ 111, 342 (343 f.) = NJW 1990, 3085; BGH NJW-RR 2007, 278 (279)).

    Rn. 236 Fehlt die Postulationsfähigkeit, ist die Prozesshandlung unwirksam (BGHZ 111, 339 (342) = NJW 1990, 3055).

    Sie ist jedoch nicht nichtig, so dass etwa eine von der Naturalpartei erhobene Klage im Anwaltsprozess als unzulässig abzuweisen (BGHZ 90, 249 (253) = NJW 1984, 1559; BGHZ 111, 339 (342) = NJW 1990, 3085) oder ein Rechtsmittel als unzulässig zu verwerfen ist (BVerwG MDR 1976, 781; BFH v. 18.2.1987 - II R 7/98).

  • BGH, 22.05.1992 - V ZR 108/91

    Prozessualer Kostenanspruch bei Klage durch Prozeßunfähigen - Aufrechnung eines …

    Wird die Genehmigung - wie hier - vorbehaltlos erteilt, so wirkt sie - wie im Fall der vollmachtlosen Vertretung (RGZ 161, 350, 351; GmS-OGB NJW 1984, 2149) oder des Fehlens anderer persönlicher Prozeßhandlungsvoraussetzungen (vgl. BGHZ 111, 339 f;… MünchKomm-ZPO/Lüke, Einl. Rdn. 279) - auf den Zeitpunkt der Klageerhebung zurück (…Stein/Jonas/Leipold, ZPO 20. Aufl. § 56 Rdn. 3;… Zöller/Vollkommer, ZPO 17. Aufl. § 56 Rdn. 11), wenn diese - wie hier - nicht fristgebunden war (vgl. BGHZ 111, 339 f).
  • BGH, 03.03.2004 - IV ZR 458/02

    Einhaltung der Klagefrist durch nicht unterschriebene Klage

    a) Zutreffend ist das Berufungsgericht zunächst davon ausgegangen, daß die Klageschrift als bestimmender Schriftsatz im Anwaltsprozeß grundsätzlich keine wirksame Prozeßhandlung darstellt, solange sie nicht von dem postulationsfähigen Rechtsanwalt unterschrieben worden ist (§§ 253 Abs. 4, 130 Nr. 6 ZPO; vgl. BGHZ 92, 251, 254; 101, 134, 137 f.; 111, 339, 342).

    Der Mangel kann zwar geheilt werden, die unwirksame Prozeßhandlung wird aber erst von ihrer Heilung an wirksam; eine abgelaufene Frist kann mithin durch die Heilung nicht mehr gewahrt werden (vgl. BGHZ 111, 339, 343 f.; 90, 249, 253; BGH, Beschluß vom 6. Dezember 1979 - VII ZB 13/79 - VersR 1980, 331 unter 1 c;… Zöller/Greger, ZPO 24. Aufl., § 253 Rdn. 22;… Musielak/Foerste, ZPO 3. Aufl. § 253 Rdn. 10;… MünchKommZPO/Lüke, 2. Aufl. § 253 Rdn. 165;… Stein/Jonas/Leipold, ZPO 21. Aufl. § 129 Rdn. 29).

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