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| BGH, 29.11.1965 - III ZR 198/63 |
Volltextveröffentlichungen (2)
- JLaw (App) | www.prinz.law
- Wolters Kluwer
Rechtsinhaberschaft eines Stiftungsvermögens - Territoriale Begrenzung staatlicher Hoheitsakte
Wird zitiert von ... (2) Zitiert selbst (17)
- BGH, 06.10.1960 - VII ZR 136/59
Rechtswirkungen der Handlungen eines vom Vormundschaftsgericht rechtswidrig …
Auszug aus BGH, 29.11.1965 - III ZR 198/63
Eine juristische Person, deren Vermögen in ihrem ausländischen Heimatstaat enteignet wird, besteht demnach grundsätzlich in der Bundesrepublik fort (vgl. u.a. das Urteil des IV. ZS im Vorprozeß IV ZR 204/57 vom 5. Februar 1958 S. 19-20 sowie BGHZ 23, 333, 336 [BGH 18.02.1957 - II ZR 287/54]; 25, 134 [BGH 11.07.1957 - VII ZR 226/56]; 32, 257 [BGH 05.05.1960 - VII ZR 92/58]; 33, 195) [BGH 06.09.1960 - VII ZR 136/59].Es ist sinnwidrig, den satzungsmäßigen Sitz in einem Land als fortbestehend anzusehen, das den Bestand und die Rechtsinhaberschaft der juristischen Person selbst nicht anerkennt und wo von der juristischen Person nichts mehr übrig geblieben ist (BGHZ 19, 102, 105 f [BGH 21.11.1955 - II ARZ 1/55]; 33, 195, 203 [BGH 06.09.1960 - VII ZR 136/59]; 38, 36, 40 [BGH 20.09.1962 - VII ZB 1/62]; 43, 51, 55 [BGH 21.01.1965 - II ZR 120/62]; BGH WM 1959, 322; Beitzke JZ 1963, 361 [BGH 20.09.1962 - VII ZB 1/62]).
Ob man der Stiftung einen faktischen Sitz, etwa in Bonn als dem Ort des Musikverlages zuerkennen will (…vgl. hierzu Beitzke a.a.O.), oder ob man, weil man für einen Sitz einen konstitutiven Akt z.B. einen Beschluß über die Verlegung oder Neubegründung des Sitzes fordert, die juristische Person bis zur Vornahme dieses Aktes ohne inländischen Sitz als existent betrachten will (vgl. hierzu BGHZ 33, 204 [BGH 06.09.1960 - VII ZR 136/59], BGH WM 1959, 322), kann auf sich beruhen bleiben.
- BGH, 24.07.1957 - I ZR 21/56
Carl Zeiss
Auszug aus BGH, 29.11.1965 - III ZR 198/63
Deshalb hat der I. Zivilsenat im Urteil vom 24. Juli 1957 I ZR 21/56 S. 56 = LM BGB § 12 Nr. 18 (vgl. auch Urt. I ZR 50, 150/57 vom 6. Februar 1959 S. 20 = LM UWG § 1 Nr. 79) auch entschieden, daß die in der Ostzone enteignete Carl Zeiss-Stiftung ihre Rechte in der Bundesrepublik geltend machen kann, unabhängig davon, ob sie ihren rechtlichen Sitz rechtswirksam in die Bundesrepublik verlegt oder hier einen zweiten Sitz begründet habe.Die Möglichkeit, eine innerhalb der Bundesrepublik bestehende Stiftung nach der Enteignung ihres ausländischen Vermögens als "werbende" Stiftung weiterbestehend anzusehen, hat im Gründe bereits der I. Zivilsenat für die Carl Zeiss-Stiftung in seinen genannten Urteilen vom 24. Juli 1957 I ZR 21/56, insbesondere S. 46, 49, 56 und vom 6. Februar 1959 I ZR 50, 150/57, insbesondere S. 21 bejaht.
Daß die Möglichkeit der Fortführung beschränkt war, ist rechtlich ohne Belang (vgl. das mehrfach erwähnte BGH-Urteil I ZR 21/56 vom 24. Juli 1957 S. 46).
- BGH, 18.02.1957 - II ZR 287/54
Ostenteignung
Auszug aus BGH, 29.11.1965 - III ZR 198/63
Eine juristische Person, deren Vermögen in ihrem ausländischen Heimatstaat enteignet wird, besteht demnach grundsätzlich in der Bundesrepublik fort (vgl. u.a. das Urteil des IV. ZS im Vorprozeß IV ZR 204/57 vom 5. Februar 1958 S. 19-20 sowie BGHZ 23, 333, 336 [BGH 18.02.1957 - II ZR 287/54]; 25, 134 [BGH 11.07.1957 - VII ZR 226/56]; 32, 257 [BGH 05.05.1960 - VII ZR 92/58]; 33, 195) [BGH 06.09.1960 - VII ZR 136/59].Im weiteren Verlauf setzte sich aber die Auffassung durch, Sinn und Inhalt des Territorialitätsprinzips sei vor allem, unberechtigte Eingriffe eines Staates in den Hoheitsbereich eines anderen Staates zu unterbinden und es zu verhindern, daß ein Staat Hilfestellung zu einem - bisher unvollständigen - Wirksamwerden von Maßnahmen eines anderen Staates leistet (vgl. BGHZ 23, 333, 337 f [BGH 18.02.1957 - II ZR 287/54]; 32, 256, 261) [BGH 05.05.1960 - VII ZR 92/58].
- BGH, 05.05.1960 - VII ZR 92/58
Spaltungstheorie bei Konfiskationen
Auszug aus BGH, 29.11.1965 - III ZR 198/63
Eine juristische Person, deren Vermögen in ihrem ausländischen Heimatstaat enteignet wird, besteht demnach grundsätzlich in der Bundesrepublik fort (vgl. u.a. das Urteil des IV. ZS im Vorprozeß IV ZR 204/57 vom 5. Februar 1958 S. 19-20 sowie BGHZ 23, 333, 336 [BGH 18.02.1957 - II ZR 287/54]; 25, 134 [BGH 11.07.1957 - VII ZR 226/56]; 32, 257 [BGH 05.05.1960 - VII ZR 92/58]; 33, 195) [BGH 06.09.1960 - VII ZR 136/59].Im weiteren Verlauf setzte sich aber die Auffassung durch, Sinn und Inhalt des Territorialitätsprinzips sei vor allem, unberechtigte Eingriffe eines Staates in den Hoheitsbereich eines anderen Staates zu unterbinden und es zu verhindern, daß ein Staat Hilfestellung zu einem - bisher unvollständigen - Wirksamwerden von Maßnahmen eines anderen Staates leistet (vgl. BGHZ 23, 333, 337 f [BGH 18.02.1957 - II ZR 287/54]; 32, 256, 261) [BGH 05.05.1960 - VII ZR 92/58].
- BGH, 29.01.1959 - II ZR 215/57
Rechtsmittel
Auszug aus BGH, 29.11.1965 - III ZR 198/63
Es ist sinnwidrig, den satzungsmäßigen Sitz in einem Land als fortbestehend anzusehen, das den Bestand und die Rechtsinhaberschaft der juristischen Person selbst nicht anerkennt und wo von der juristischen Person nichts mehr übrig geblieben ist (BGHZ 19, 102, 105 f [BGH 21.11.1955 - II ARZ 1/55]; 33, 195, 203 [BGH 06.09.1960 - VII ZR 136/59]; 38, 36, 40 [BGH 20.09.1962 - VII ZB 1/62]; 43, 51, 55 [BGH 21.01.1965 - II ZR 120/62]; BGH WM 1959, 322; Beitzke JZ 1963, 361 [BGH 20.09.1962 - VII ZB 1/62]).Ob man der Stiftung einen faktischen Sitz, etwa in Bonn als dem Ort des Musikverlages zuerkennen will (…vgl. hierzu Beitzke a.a.O.), oder ob man, weil man für einen Sitz einen konstitutiven Akt z.B. einen Beschluß über die Verlegung oder Neubegründung des Sitzes fordert, die juristische Person bis zur Vornahme dieses Aktes ohne inländischen Sitz als existent betrachten will (vgl. hierzu BGHZ 33, 204 [BGH 06.09.1960 - VII ZR 136/59], BGH WM 1959, 322), kann auf sich beruhen bleiben.
- BGH, 11.07.1957 - II ZR 318/55
Tschechoslowakische Enteignungsmaßnahmen (Genossenschaften)
Auszug aus BGH, 29.11.1965 - III ZR 198/63
Eine juristische Person, deren Vermögen in ihrem ausländischen Heimatstaat enteignet wird, besteht demnach grundsätzlich in der Bundesrepublik fort (vgl. u.a. das Urteil des IV. ZS im Vorprozeß IV ZR 204/57 vom 5. Februar 1958 S. 19-20 sowie BGHZ 23, 333, 336 [BGH 18.02.1957 - II ZR 287/54]; 25, 134 [BGH 11.07.1957 - VII ZR 226/56]; 32, 257 [BGH 05.05.1960 - VII ZR 92/58]; 33, 195) [BGH 06.09.1960 - VII ZR 136/59]. - BGH, 05.02.1958 - IV ZR 204/57
Rechtsmittel
Auszug aus BGH, 29.11.1965 - III ZR 198/63
Eine juristische Person, deren Vermögen in ihrem ausländischen Heimatstaat enteignet wird, besteht demnach grundsätzlich in der Bundesrepublik fort (vgl. u.a. das Urteil des IV. ZS im Vorprozeß IV ZR 204/57 vom 5. Februar 1958 S. 19-20 sowie BGHZ 23, 333, 336 [BGH 18.02.1957 - II ZR 287/54]; 25, 134 [BGH 11.07.1957 - VII ZR 226/56]; 32, 257 [BGH 05.05.1960 - VII ZR 92/58]; 33, 195) [BGH 06.09.1960 - VII ZR 136/59]. - BGH, 28.02.1963 - III ZR 207/61
Verkehrssicherungspflicht bei plötzlicher Verengung einer belebten Straße
Auszug aus BGH, 29.11.1965 - III ZR 198/63
Der Revisionsrichter kann das Ergebnis dieser Würdigung nur in beschränktem Umfang nachprüfen, daraufhin, ob wesentliche Umstände außer acht gelassen oder Verstöße gegen Denkgesetze oder Erfahrungssätze unterlaufen sind (Urteile vom 18. Januar 1962 III ZR 185/61 S. 6 und 28. Februar 1963 III ZR 207/61 S. 11). - BGH, 08.07.1954 - IV ZR 67/54
Rückwirkung der Gleichberechtigung
Auszug aus BGH, 29.11.1965 - III ZR 198/63
Wenn die Revision in diesem Zusammenhang beanstandet, das Berufungsgericht habe entgegen § 286 ZPO nicht die Bescheinigung des Kommissariats für Volksaufklärung vom 23. September 1918 an die Adresse von Artzibuscheff gewürdigt, aus der sich ergebe, daß die Stiftung nicht enteignet worden sei, so hat sie gegen sich: Einmal hat die Revision in der Revisionsbegründung entgegen § 554 Abs. 3 Nr. 2 b ZPO nicht aufgezeigt, auch in der Revisionsverhandlung nicht aufzuzeigen vermocht, an welcher Stelle der Akten sich die Bescheinigung befindet; das aber wäre bei so umfangreichen Akten, wie sie im vorliegenden Streitfall angefallen sind, unumgänglich gewesen, ebenso wie eine Revision aufzeigen muß, wo die Partei ihre angeblich vom Berufungsgericht zu Unrecht nicht erörterten Behauptungen aufgestellt hat (vgl. BGHZ 14, 205, 209 [BGH 08.07.1954 - IV ZR 67/54];… Urt. v. 28. November 1963 III ZR 52/62 S. 15). - BGH, 11.07.1957 - VII ZR 226/56
Enteignung und Überleitungsvertrag
Auszug aus BGH, 29.11.1965 - III ZR 198/63
Eine juristische Person, deren Vermögen in ihrem ausländischen Heimatstaat enteignet wird, besteht demnach grundsätzlich in der Bundesrepublik fort (vgl. u.a. das Urteil des IV. ZS im Vorprozeß IV ZR 204/57 vom 5. Februar 1958 S. 19-20 sowie BGHZ 23, 333, 336 [BGH 18.02.1957 - II ZR 287/54]; 25, 134 [BGH 11.07.1957 - VII ZR 226/56]; 32, 257 [BGH 05.05.1960 - VII ZR 92/58]; 33, 195) [BGH 06.09.1960 - VII ZR 136/59]. - BGH, 21.01.1965 - II ZR 120/62
Zentralkasse Sudetendeutscher Genossenschaften
- BGH, 21.11.1955 - II ARZ 1/55
Gerichtsstandsbestimmung
- BGH, 20.09.1962 - VII ZB 1/62
Vorlegung kraft Landesrecht
- BGH, 05.05.1956 - VI ZR 138/54
Rechtsmittel
- BGH, 18.01.1962 - III ZR 185/61
Amtspflichtwidriges Unterlassen der Bestellung von Wildschadenschätzern - …
- BGH, 28.11.1963 - III ZR 52/62
Schadensersatz wegen unrichtiger Prüfungsfeststellung des Bundesprüfers als …
- RG, 20.05.1930 - II 385/29
Kann eine nationalisierte russische Aktiengesellschaft als …
- BGH, 30.09.1991 - II ZR 47/91
Aktienumtausch bei Kapitalherabsetzung
Zwar war die Gesellschaft nach dem Beschluß der Aktionäre in der Hauptversammlung vom 15. November 1983 über ihre Fortsetzung keine Liquidationsgesellschaft (zur Beurteilung der Restgesellschaften insoweit vgl. BGH, Urt. v. 29. November 1965 - III ZR 198/63, IPRspr. 1964/65, Nr. 89, S. 567 f.;… MünchKomm./Ebenroth aaO.. Nach Art. 10 Rdn. 667 ff. m.w.N. in Fn. 2302 ff.;… Staudinger/Großfeld aaO. Rdn. 483 ff.). - BGH, 05.05.1977 - III ZR 2/75
Befugnis des Prozessgerichts zur Verneinung der Vertretungsbefugnis eines …
Ist dieser - wie im vorliegenden Fall - eine juristische Person, so gilt sie zu diesem Zweck als in ihrer bisherigen Gestalt fortbestehend (sog. Spaltgesellschaft; BGHZ 25, 134, 143 f; 32, 256, 261; 43, 51, 55 f; Senatsurteil vom 29.11.1965 - III ZR 198/63 = WM 66, 221, 222).
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