Rechtsprechung
| BFH, 27.06.2017 - IX R 3/17 |
Volltextveröffentlichungen (11)
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- Bundesfinanzhof
EStG § 15, EStG § 17, EStG § 18 Abs 1 Nr 1, AO § 14 S 3, EStG VZ 2014
Einordnung des Handels mit Vorratsgesellschaften
- rechtsinformationen.bund.de
Einordnung des Handels mit Vorratsgesellschaften
- rechtsprechung-im-internet.de
§ 15 EStG 2009, § 17 EStG 2009, § 18 Abs 1 Nr 1 EStG 2009, § 14 S 3 AO, EStG VZ 2014
Einordnung des Handels mit Vorratsgesellschaften - IWW
§ 17 des Einkommensteuergesetzes (EStG... ), § 15 EStG, § 17 EStG, § 17 Abs. 3 EStG, § 118 Abs. 1 Satz 1 der Finanzgerichtsordnung, § 126 Abs. 2 FGO, § 14 Satz 3 der Abgabenordnung, § 14 Satz 3 AO, § 118 Abs. 2 FGO, § 15 Abs. 1 Satz 1 EStG, § 18 Abs. 1 Nr. 1 EStG, § 15 Abs. 3 Nr. 1 EStG, § 135 Abs. 2 FGO
- Deutsches Notarinstitut
EStG §§ 15, 17, 18 Abs. 1 Nr. 1; AO § 14 S. 3
Steuerliche Behandlung wiederholter Gründungen und Veräußerungen sog. Vorratsgesellschaften - Wolters Kluwer
Ertragsteuerliche Behandlung von Einkünften aus der Gründung und Veräußerung sogenannter Vorratsgesellschaften
- ra.de
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Ertragsteuerliche Behandlung von Einkünften aus der Gründung und Veräußerung sogenannter Vorratsgesellschaften
- juris (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- datenbank.nwb.de (Kurzinformation)
Zur Einordnung des Handels mit sog. Vorratsgesellschaften
In Nachschlagewerken
- smartsteuer.de | Lexikon des Steuerrechts
- Vermögensverwaltung
- Abgrenzung gewerblicher Betätigung zur privaten Vermögensverwaltung (§ 14 AO)
- Sonstige (gewerbliche) »Grenzaktivitäten«
Sonstiges (2)
Verfahrensgang
- FG Niedersachsen, 06.12.2016 - 8 K 123/16
- BFH, 27.06.2017 - IX R 3/17
Wird zitiert von ... (2) Zitiert selbst (8)
- BFH, 11.10.2012 - IV R 32/10
Abgrenzung von Gewerbebetrieb und privater Vermögensverwaltung bei …
Auszug aus BFH, 27.06.2017 - IX R 3/17
Sie wird in der Rechtsprechung des BFH letztlich negativ danach bestimmt, "ob die Tätigkeit dem Bild entspricht, das nach der Verkehrsauffassung einen Gewerbebetrieb ausmacht" (BFH-Urteile vom 25. Juli 2001 X R 55/97, BFHE 195, 402, BStBl II 2001, 809, unter II.2.d, und vom 11. Oktober 2012 IV R 32/10, BFHE 239, 248, BStBl II 2013, 538, unter B.II.2.c cc (1) (a), jeweils m.w.N.).In Zweifelsfällen ist die gerichtsbekannte und nicht beweisbedürftige Auffassung darüber maßgebend, ob die Tätigkeit, soll sie in den gewerblichen Bereich fallen, dem Bild entspricht, das nach der Verkehrsanschauung einen Gewerbebetrieb ausmacht und einer privaten Vermögensverwaltung fremd ist (ständige Rechtsprechung, z.B. Beschluss des Großen Senats des BFH in BFHE 197, 240, BStBl II 2002, 291, unter C.II., und BFH-Urteile in BFHE 239, 248, BStBl II 2013, 538, unter B.II.2.c cc (1) (b), und in BFHE 255, 12, BStBl II 2017, 175, unter II.3.a bb (1)).
Zu diesen gehören die --selbständig und nachhaltig ausgeübten-- Tätigkeiten der Produzenten, der Dienstleister und der Händler (vgl. zuletzt BFH-Urteile vom 19. Januar 2017 IV R 50/14, BFHE 257, 35, BStBl II 2017, 456, unter B.I.1.b bb, und in BFHE 239, 248, BStBl II 2013, 538, unter B.II.2.c cc (1) (b), jeweils m.w.N.).
Hierzu gehören auch Unternehmen sowie Beteiligungen an Unternehmen (vgl. BFH-Urteile in BFHE 195, 402, BStBl II 2001, 809, unter II.2.f, und in BFHE 239, 248, BStBl II 2013, 538, unter B.II.2.c cc (1) (b)).
- BFH, 25.07.2001 - X R 55/97
Der Handel mit GmbH-Geschäftsanteilen unterliegt der Gewerbesteuer
Auszug aus BFH, 27.06.2017 - IX R 3/17
Sie wird in der Rechtsprechung des BFH letztlich negativ danach bestimmt, "ob die Tätigkeit dem Bild entspricht, das nach der Verkehrsauffassung einen Gewerbebetrieb ausmacht" (BFH-Urteile vom 25. Juli 2001 X R 55/97, BFHE 195, 402, BStBl II 2001, 809, unter II.2.d, und vom 11. Oktober 2012 IV R 32/10, BFHE 239, 248, BStBl II 2013, 538, unter B.II.2.c cc (1) (a), jeweils m.w.N.).Hierzu gehören auch Unternehmen sowie Beteiligungen an Unternehmen (vgl. BFH-Urteile in BFHE 195, 402, BStBl II 2001, 809, unter II.2.f, und in BFHE 239, 248, BStBl II 2013, 538, unter B.II.2.c cc (1) (b)).
Stattdessen wurden von der Klägerin individuell Kapitalgesellschaften gegründet und an Interessenten veräußert (vgl. BFH-Urteil in BFHE 195, 402, BStBl II 2001, 809, unter II.2.f).
- FG Niedersachsen, 06.12.2016 - 8 K 123/16
Rechtsstreit um die Versteuerung von Gewinnen aus der Gründung und Veräußerung …
Auszug aus BFH, 27.06.2017 - IX R 3/17
Die Revision der Klägerin gegen das Urteil des Niedersächsischen Finanzgerichts vom 6. Dezember 2016 8 K 123/16 wird als unbegründet zurückgewiesen.Rn. 4 Das Finanzgericht (FG) wies mit Urteil vom 6. Dezember 2016 8 K 123/16 (Entscheidungen der Finanzgerichte --EFG-- 2017, 462) die Klage als unbegründet ab.
das Urteil des FG vom 6. Dezember 2016 8 K 123/16 und die Einspruchsentscheidung vom 19. April 2016 aufzuheben und den Einkommensteuerbescheid 2014 vom 28. Dezember 2015 dahingehend abzuändern, dass die Einkünfte aus Gewerbebetrieb mit 0 EUR angesetzt werden.
- BFH, 10.12.2001 - GrS 1/98
gewerblicher Grundstückshandel
Auszug aus BFH, 27.06.2017 - IX R 3/17
Rn. 11 a) Die Grenze der privaten Vermögensverwaltung zum Gewerbebetrieb wird überschritten, wenn nach dem Gesamtbild der Betätigung und unter Berücksichtigung der Verkehrsauffassung die Ausnutzung substantieller Vermögenswerte durch Umschichtung gegenüber der Nutzung der Vermögenswerte i.S. einer Fruchtziehung aus zu erhaltenden Substanzwerten entscheidend in den Vordergrund tritt (ständige Rechtsprechung, vgl. z.B. Beschluss des Großen Senats des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 10. Dezember 2001 GrS 1/98, BFHE 197, 240, BStBl II 2002, 291, unter C.III.1., sowie BFH-Urteil vom 14. Juli 2016 IV R 34/13, BFHE 255, 12, BStBl II 2017, 175, unter II.3.a bb (1), jeweils m.w.N.).In Zweifelsfällen ist die gerichtsbekannte und nicht beweisbedürftige Auffassung darüber maßgebend, ob die Tätigkeit, soll sie in den gewerblichen Bereich fallen, dem Bild entspricht, das nach der Verkehrsanschauung einen Gewerbebetrieb ausmacht und einer privaten Vermögensverwaltung fremd ist (ständige Rechtsprechung, z.B. Beschluss des Großen Senats des BFH in BFHE 197, 240, BStBl II 2002, 291, unter C.II., und BFH-Urteile in BFHE 239, 248, BStBl II 2013, 538, unter B.II.2.c cc (1) (b), und in BFHE 255, 12, BStBl II 2017, 175, unter II.3.a bb (1)).
- BFH, 14.07.2016 - IV R 34/13
Vermietung eines Einkaufszentrums kein Gewerbebetrieb - Berücksichtigung …
Auszug aus BFH, 27.06.2017 - IX R 3/17
Rn. 11 a) Die Grenze der privaten Vermögensverwaltung zum Gewerbebetrieb wird überschritten, wenn nach dem Gesamtbild der Betätigung und unter Berücksichtigung der Verkehrsauffassung die Ausnutzung substantieller Vermögenswerte durch Umschichtung gegenüber der Nutzung der Vermögenswerte i.S. einer Fruchtziehung aus zu erhaltenden Substanzwerten entscheidend in den Vordergrund tritt (ständige Rechtsprechung, vgl. z.B. Beschluss des Großen Senats des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 10. Dezember 2001 GrS 1/98, BFHE 197, 240, BStBl II 2002, 291, unter C.III.1., sowie BFH-Urteil vom 14. Juli 2016 IV R 34/13, BFHE 255, 12, BStBl II 2017, 175, unter II.3.a bb (1), jeweils m.w.N.).In Zweifelsfällen ist die gerichtsbekannte und nicht beweisbedürftige Auffassung darüber maßgebend, ob die Tätigkeit, soll sie in den gewerblichen Bereich fallen, dem Bild entspricht, das nach der Verkehrsanschauung einen Gewerbebetrieb ausmacht und einer privaten Vermögensverwaltung fremd ist (ständige Rechtsprechung, z.B. Beschluss des Großen Senats des BFH in BFHE 197, 240, BStBl II 2002, 291, unter C.II., und BFH-Urteile in BFHE 239, 248, BStBl II 2013, 538, unter B.II.2.c cc (1) (b), und in BFHE 255, 12, BStBl II 2017, 175, unter II.3.a bb (1)).
- BFH, 19.01.2017 - IV R 50/14
Abgrenzung des physischen Goldhandels von privater Vermögensverwaltung - keine …
Auszug aus BFH, 27.06.2017 - IX R 3/17
Zu diesen gehören die --selbständig und nachhaltig ausgeübten-- Tätigkeiten der Produzenten, der Dienstleister und der Händler (vgl. zuletzt BFH-Urteile vom 19. Januar 2017 IV R 50/14, BFHE 257, 35, BStBl II 2017, 456, unter B.I.1.b bb, und in BFHE 239, 248, BStBl II 2013, 538, unter B.II.2.c cc (1) (b), jeweils m.w.N.). - BFH, 30.07.2003 - X R 7/99
Gewerblicher Wertpapierhandel
Auszug aus BFH, 27.06.2017 - IX R 3/17
Dies gilt auch dann, wenn die Größe des Vermögens beachtlich ist und dessen Verwaltung häufige und ständige Umschichtungen erfordert (vgl. BFH-Urteil vom 30. Juli 2003 X R 7/99, BFHE 204, 419, BStBl II 2004, 408, unter II.2.c;… Schmidt/Wacker, a.a.O., § 15 Rz 91;… Bitz in Littmann/Bitz/Pust, a.a.O., § 15 Rz 135;… Desens/Blischke, in: Kirchhof/Söhn/Mellinghoff, EStG, § 15 Rz B 79; Fischer, Deutsches Steuerrecht 2009, 398, 399). - FG Baden-Württemberg, 23.06.2016 - 3 K 3089/13
Besteuerungsrecht für Einkünfte aus unselbständiger Arbeit eines unbeschränkt …
Auszug aus BFH, 27.06.2017 - IX R 3/17
Es geht der Klägerin auf der Grundlage der Feststellungen des FG daher nicht in ihrem eigenen Interesse um das bloße Umschichten von Anteilen oder das Ausnutzen von Wertsteigerungen in der Folge von Kursänderungen, sondern allein darum, funktionslose Mantelgesellschaften für interessierte Erwerber zu gründen und zu veräußern (so auch Hennigfeld, EFG 2017, 464).
- FG Baden-Württemberg, 14.12.2023 - 3 K 2355/20
Dem Progressionsvorbehalt unterliegende Einkünfte aus privatem …
Das "Bild des Handels" ist durch die Ausnutzung substantieller Werte durch Umschichtung von Vermögenswerten gekennzeichnet; es unterscheidet sich von der "Vermögensumschichtung im Rahmen privater Vermögensverwaltung" durch den marktmäßigen Umschlag von Sachwerten (…z.B. BFH-Urteile vom 30. November 2023 IV R 10/21, BFH/NV 2024, 334; vom 27. Juni 2017 IX R 3/17, BFH/NV 2018, 20; vom 31. Mai 2007 IV R 17/05, BStBl II 2007, 768 und vom 17. Juni 2020 X R 18/19, BStBl II 2021, 213, jeweils m.w.N.).Maßgebliche und im Einzelfall zu gewichtende Kriterien für die Beurteilung, ob eine gewerbliche Tätigkeit i.S. des § 15 Abs. 2 EStG vorliegt, können nach der Rechtsprechung des BFH insbesondere die Anzahl der Geschäfte und die zeitlichen Abstände zwischen Anschaffung und Veräußerung des gehandelten Wirtschaftsguts, der hohe Einsatz von Fremdmitteln zur Erreichung einer Hebelwirkung, die konkrete Ausgestaltung des Geschäftsbetriebs, der Einsatz beruflicher Erfahrungen, das Volumen der einzeln oder insgesamt getätigten Geschäfte, die Hinwendung an eine breite Öffentlichkeit und die unmittelbare Teilnahme am Marktgeschehen oder die Abwicklung aller Geschäfte nur über einen Handelspartner sein (…vgl. BFH-Urteile vom 19. Januar 2017 IV R 50/13, BFH/NV 2017, 751 und in BStBl II 2017, 456 zum Handel mit physischem Gold; in BFH/NV 2018, 20 zum Handel mit Vorratsgesellschaften; vom 11. Oktober 2012 IV R 32/10, BStBl II 2013, 538 zum Erwerb von Forderungen; vom 30. Juli 2003 X R 7/99, BStBl II 2004, 408 zum Wertpapierhandel;… in BFH/NV 2021, 314 zum Internethandel und vom 9. April 2003 X R 21/00, BStBl II 2003, 520 zur kurzfristigen Vermietung).
- FG Münster, 15.09.2021 - 13 K 3818/18
Die Verwertung von Markenrechten und Internetdomains stellt eine gewerbliche …
Die gewerbliche Produktion als nachhaltige Wertschöpfung steht der Vermögensverwaltung ferner als An- und Verkaufsvorgänge ohne zwischenzeitliche werterhöhende Maßnahmen (vgl. BFH-Urteile vom 25.7.2001 X R 55/97, BFHE 195, 402, BStBl II 2001, 809; BFH-Urteil vom 27.6.2017 IX R 3/17, BFH/NV 2018, 20, jeweils zum Handel mit Vorratsgesellschaften).
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