Rechtsprechung
| BGH, 15.10.1969 - VIII ZR 136/67 |
Volltextveröffentlichungen (2)
- JLaw (App) | www.prinz.law
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse (2)
- Wolters Kluwer (Leitsatz)
Klageänderung - Klagehäufung - Änderung des Klageantrags - Objektive Klagehäufung - Änderung des Klagegrundes - Hauptvorbringen - Hilfsvorbringen
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Leitsatz)
ZPO § 260; ZPO § 263
Begriff und Zulässigkeit einer Klageänderung
Papierfundstellen
- NJW 1970, 44
- MDR 1970, 229
- WM 1969, 1346
Wird zitiert von ... (20) Zitiert selbst (5)
- BGH, 11.11.1954 - IV ZR 64/54
Rechtsmittel
Auszug aus BGH, 15.10.1969 - VIII ZR 136/67
Die Beklagte haftet auf vollen V/ertersatz nach § 37 Abs. 1 KO, wobei der Anspruch auf dasjenige geht, was durch die anfechtbare Handlung de:u Vermögen des Gemeinschuldners entzogen worden, ist, und nicht auf das, was in das Vermögen des Anfechtungsgegners gelangt ist (BGH Urteil vom 11. November 1954 - IV ZR 64/54 - LM KO § 37 Nr. 3 = BB 1955, 236; Jaeger, KO 6. Auf1 o § 37 RN 8; Mentzel-Kuhn, KO 7" Aufl. § 37 Anm. 1). - BGH, 25.09.1952 - IV ZR 13/52
Auszug aus BGH, 15.10.1969 - VIII ZR 136/67
Auch der Umstand, daß die Bank für Gemeinv/irtschaft mit Kitteln der an die Beklagte abge tretenen Forderung befriedigt worden ist und insoweit nicht mehr Konkursgläubigerin ist, vermag der Revision nicht zum Erfolg zu verhelfen" Selbst wenn die Abtretung der Forderung im v/irtSchaft liehen Ergebnis der Konkursmasse auch Vorteile gebracht haben sollte, wäre das unerheblich" Nach übereinstimmender Auffassung von Rechtsprechung und Schrifttum wird weder die Entstehung des Anfechtungsrechtes des Konkursverwalters gehindert noch der Inhalt oder Umfang des nach § 37 KO entstehenden Rückgewähranspruches beeinflußt, wenn eine die Konkursgläubiger benachteiligende Rechtshandlung in adäquatem ursächlichem Zusammenhang mit anderen Ereignissen der Konkursmasse auch Vorteile gebracht hat, sofern diese nicht die Gegenleistung für die durch die Handlung bewirkte Vermögensminderung darstellen (BGH Urteil vom 25. September 1952 - IV ZR 13/52 - LM KO § 30 Nr. 1). - BGH, 31.05.1965 - VII ZR 114/63
Begründetheit einer Revision wegen Abstandnahme von einem zuvor anhängigen …
Auszug aus BGH, 15.10.1969 - VIII ZR 136/67
c) Das Berufungsgericht hat für den Fall, daß eine Klagänderung vorliegen sollte, diese nach § 264 ZPO aus drücklich für sachdienlich erklärt" Diese Entscheidung unterliegt nicht der Nachprüfung durch das Revisionsgerieht (RGZ 155, 227)= Das gilt selbst dann, wenn wie hier neues Vorbringen im Berufungsrechtszuge als Klagänderung zugelassen worden ist (Stein/Jonas/Pohle ZPO 19, ufl" § 270 Anrn" II 2 b)o Selbst wenn die Vorschriften über Klagänderung nicht unmittelbar anwendbar wären, so muß doch jedenfalls bei der Gleichheit der Interessenlage auch eine Entscheidung des Berufungsgerichts, daß eine objektive Klagehäufung zulässig sei, in entsprechender Anwendung des § 270 ZPO einer Nachprüfung durch das Revisionsgericht entzogen sein(vgl. zur Zulassung einer im Berufungsrechtszuge erklärten Aufrechnung BGH Urteil vom 13= Mai 1953 - VI ZR 206/52 - LM ZPO § 529 Nr" 4; zur Abstandnahme vom Urkundenproze(3 in der Berufungsinstanz BGH Urteil vom 31. Mai 1965 - VII ZR 114/63 - LM ZPO § 596 Nr. 2 = BGHWarn 1965 Nro 123)o. - BGH, 13.05.1953 - VI ZR 206/52
Rechtsmittel
Auszug aus BGH, 15.10.1969 - VIII ZR 136/67
c) Das Berufungsgericht hat für den Fall, daß eine Klagänderung vorliegen sollte, diese nach § 264 ZPO aus drücklich für sachdienlich erklärt" Diese Entscheidung unterliegt nicht der Nachprüfung durch das Revisionsgerieht (RGZ 155, 227)= Das gilt selbst dann, wenn wie hier neues Vorbringen im Berufungsrechtszuge als Klagänderung zugelassen worden ist (Stein/Jonas/Pohle ZPO 19, ufl" § 270 Anrn" II 2 b)o Selbst wenn die Vorschriften über Klagänderung nicht unmittelbar anwendbar wären, so muß doch jedenfalls bei der Gleichheit der Interessenlage auch eine Entscheidung des Berufungsgerichts, daß eine objektive Klagehäufung zulässig sei, in entsprechender Anwendung des § 270 ZPO einer Nachprüfung durch das Revisionsgericht entzogen sein(vgl. zur Zulassung einer im Berufungsrechtszuge erklärten Aufrechnung BGH Urteil vom 13= Mai 1953 - VI ZR 206/52 - LM ZPO § 529 Nr" 4; zur Abstandnahme vom Urkundenproze(3 in der Berufungsinstanz BGH Urteil vom 31. Mai 1965 - VII ZR 114/63 - LM ZPO § 596 Nr. 2 = BGHWarn 1965 Nro 123)o. - RG, 22.06.1937 - III 233/36
1. Müssen die Sachdienlichkeit einer Klagänderung und die Zulassung …
Auszug aus BGH, 15.10.1969 - VIII ZR 136/67
c) Das Berufungsgericht hat für den Fall, daß eine Klagänderung vorliegen sollte, diese nach § 264 ZPO aus drücklich für sachdienlich erklärt" Diese Entscheidung unterliegt nicht der Nachprüfung durch das Revisionsgerieht (RGZ 155, 227)= Das gilt selbst dann, wenn wie hier neues Vorbringen im Berufungsrechtszuge als Klagänderung zugelassen worden ist (Stein/Jonas/Pohle ZPO 19, ufl" § 270 Anrn" II 2 b)o Selbst wenn die Vorschriften über Klagänderung nicht unmittelbar anwendbar wären, so muß doch jedenfalls bei der Gleichheit der Interessenlage auch eine Entscheidung des Berufungsgerichts, daß eine objektive Klagehäufung zulässig sei, in entsprechender Anwendung des § 270 ZPO einer Nachprüfung durch das Revisionsgericht entzogen sein(vgl. zur Zulassung einer im Berufungsrechtszuge erklärten Aufrechnung BGH Urteil vom 13= Mai 1953 - VI ZR 206/52 - LM ZPO § 529 Nr" 4; zur Abstandnahme vom Urkundenproze(3 in der Berufungsinstanz BGH Urteil vom 31. Mai 1965 - VII ZR 114/63 - LM ZPO § 596 Nr. 2 = BGHWarn 1965 Nro 123)o.
- ArbG Stuttgart, 23.02.2023 - 25 Ca 956/22
Sekundäre Darlegungslast - Annahmeverzugslohn - etwaiger Zwischenverdienst - …
Jedoch sind die Vorschriften über die Klageänderung entsprechend anzuwenden, da die Verteidigung des Beklagten erschwert wird, die Erledigung des Rechtsstreits verzögert wird und die Befassung mit einem nachgeschobenen weiteren prozessualen Anspruch möglicherweise nicht sachdienlich ist (BGH…, Urteil vom 22.01.2015 - I ZR 127/13, NJW 2015, 652 Rn. 13; BGH…, Urteil vom 04.07.2014 - V ZR 298/13, NJW 2014, 3314 Rn. 16; BGH, Urteil vom 27.09.2006 - VIII ZR 19/04, NJW 2007, 2414 (2415); BGH, Urteil vom 19.03.2004 - V ZR 104/03, NJW 2004, 2152 (2154); BGH, Urteil vom 11.07.1996 - IX ZR 80/95, NJW 1996, 2869; BGH, Urteil vom 29.04.1981 - VIII ZR 157/80, BeckRS 1981, 31075318; BGH, Urteil vom 10.01.1985 - III ZR 93/83, NJW 1985, 1841 (1842); BGH, Urteil vom 15.10.1969 - VIII ZR 136/67, NJW 1970, 44 (45)). - BGH, 10.01.1985 - III ZR 93/83
Sachdienlichkeit einer Klageänderung
Eine solche nachträgliche Klagehäufung ist aber wie eine Klageänderung zu behandeln (BGH Urteile vom 5. Mai 1983 - VII ZR 117/82 = WM 1983, 1162, 1163; vom 29. April 1981 - VIII ZR 157/80 = WM 1981, 798, 799; vom 15. Oktober 1969 - VIII ZR 136/67 - WM 1969, 1346, 1347 - jeweils m.w.Nachw.). - BGH, 09.12.1993 - IX ZR 100/93
Anfechtung der Einräumung der formellen Rechtsstellung des Treuhänders
Zurückzugewähren ist deshalb das, was durch die anfechtbare Handlung aus dem Vermögen des Schuldners weggegeben worden ist, und nicht das, was in das Vermögen des Anfechtungsgegners gelangt ist (BGHZ 71, 61, 63;… BGH, Urt. v. 11. November 1954 - IV ZR 64/54, LM § 37 KO Nr/. 3; v. 15. Oktober 1969 - VIII ZR 136/67, NJW 1970, 44, 46;… Kuhn/Uhlenbruck, KO 10. Aufl. § 37 Rdnr. 1, 10;… Kilger/K. Schmidt, KO 16. Aufl. § 37 Anm. 2).Entsprechendes gilt für den Wertersatzanspruch (BGH, Urt. v. 15. Oktober 1969 - VIII ZR 136/67, aaO;… Kuhn/Uhlenbruck, aaO § 37 Rdnr. 21;… Kilger/K. Schmidt, aaO § 37 Anm. 8).
- BGH, 29.04.1986 - IX ZR 145/85
Zurückbehaltungsrecht des Anfechtungsgegners gegenüber Anspruch aus Anfechtung; …
Nur wenn und soweit sie unmöglich ist, ist Wertersatz zu leisten (BGH, Urt. v. 15. Oktober 1969 - VIII ZR 136/67, NJW 1970, 44, 45;Senatsurteil v. 27. März 1984 - IX ZR 49/83, ZIP 1984, 753). - BGH, 15.12.1994 - IX ZR 18/94
Anforderungen an Nachweis der Gläubigerbenachteiligungsabsicht; Vorabentscheidung …
Der Revision ist zwar zuzugeben, daß grundsätzlich dasjenige zurückzugewähren ist, was dem Vermögen des Gemeinschuldners entzogen worden ist, nicht dasjenige, was der Anfechtungsgegner erlangt hat (BGHZ 71, 61, 63; BGH, Urt. v. 15. Oktober 1969 - VIII ZR 137/67, NJW 1970, 44, 46). - BGH, 13.03.1978 - VIII ZR 241/76
Unentgeltliche Zuwendungen unter Ehegatten im Konkurs
Es ist dann das zur Konkursmasse zurückzugewähren, was durch die anfechtbare Handlung dem Vermögen des Gemeinschuldners entzogen worden (§ 37 Abs. 1 KO), nicht etwa das, was in das Vermögen des Anfechtungsgegners gelangt ist (Senatsurteil vom 15. Oktober 1969 - VIII ZR 136/67 = NJW 1970, 44, 46 = WM 1969, 1346, 1347;… Mentzel/Kuhn, KO, 8. Aufl., § 37 Rdn. 1). - BGH, 22.09.2005 - IX ZR 271/01
Umfang des Rückgewähranspruchs nach Konkursanfechtung
Es geht also um das, was dem Vermögen des Gemeinschuldners entzogen worden ist, nicht um das, was in das Vermögen des Anfechtungsgegners gelangt ist (BGHZ 71, 61, 63; BGH, Urt. v. 15. Oktober 1969 - VIII ZR 136/67, WM 1969, 1346, 1347; v. 15. Dezember 1994 - IX ZR 18/94, ZIP 1995, 297, 300). - BGH, 14.03.1979 - IV ZR 80/78
Sachdienlichkeit einer in der Berufungsinstanz vorgenommenen Klageänderung; …
In der hilfsweisen Einführung des Anspruchs nach § 323 ZPO lag eine Klageänderung (RG SeuffA 77, 246; BGHZ 1, 65, 70 [BGH 17.01.1951 - II ZR 16/50]; BGH LM BGB § 242 [A] Nr. 7;… Rosenberg, Lehrbuch 9. Aufl. § 93 I 2 b; derselbe ZZP 1953, 401;… im Ergebnis ebenso Rosenberg/Schwab, Zivilprozeßrecht, 11. Aufl. § 100 I 2 b;… Baumbach/Lauterbach/Albers/Hartmann, 37. Aufl. § 263 Anm. 2 A; BGH NJW 1970, 44). - BGH, 09.07.1987 - IX ZR 167/86
Berechnung des Wertersatzes bei einer Konkursanfechtung
Dabei handelt es sich nicht um einen Alternativ-, sondern um einen Ersatzanspruch (BGH, NJW 1970, 44 (45)). - BGH, 27.03.1984 - IX ZR 49/83
Ansprüche des Anfechtungsgegners auf Aufwendungsersatz bei Werterhöhung des …
Beide stellen verschiedene Streitgegenstände dar (vgl. BGH, Urteil vom 15. Oktober 1969 - VIII ZR 136/67 = NJW 1970, 44, 45 für den insoweit vergleichbaren Fall des § 41 KO). - BGH, 13.02.1984 - II ZR 2/83
Streit über den Zeitpunkt des Ausscheidens aus dem Vorstand und über den …
- BGH, 03.07.1990 - XI ZR 68/89
Berechnung des Beleihungswertes eines Wertpapierdepots
- AGH Bayern, 13.07.2011 - BayAGH I - 9/10
Anwaltsgerichtsverfahren: Nachschieben von Fällen zu einem Fachanwaltsantrag im …
- OLG Bamberg, 21.12.1993 - 7 UF 81/93
Anspruch auf Zugewinnausgleich ; Heranziehung des Substanzwertes bei …
- BAG, 26.02.1986 - 7 AZR 503/84
Vorliegenund Zulässigkeit einer Klageänderung bei Anspruch auf Wiedereinstellung
- BGH, 12.10.1984 - V ZR 31/83
Berücksichtigung einer nach Schluß der mündlichen Verhandlung vor dem …
- LG Essen, 25.04.2024 - 6 O 426/23
- OLG Hamm, 25.06.1992 - 27 U 257/91
Voraussetzungen der Durchsetzung eines Anspruchs einer Gemeinschuldnerin durch …
- BGH, 27.03.1984 - IX ZR 50/83
Inhalt des Rückgewähranspruchs nach § 7 Anfechtungsgesetz - Unterschied zwischen …
- BGH, 07.04.1983 - III ZR 72/81
Schadensersatz wegen erlittener Strafverfolgungsmaßnahmen - Amtspflichtverletzung …
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Rechtsprechung
| BGH, 24.11.1969 - VIII ZR 78/68 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- JLaw (App) | www.prinz.law
- Wolters Kluwer
Gewährung einer Ausfallbürgschaft für die Vergabe eines Flüchtlingsproduktiv-Kredites an einen Webereifabrikanten - Rechtskrafterstreckung eines Urteils auf Grund von Bestimmungen des materiellen Rechts für einen an dem Rechtsstreit unbeteiligten Dritten - Untergang ...
- juris (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- NJW 1970, 279
- MDR 1970, 229
- DB 1970, 291
Wird zitiert von ... (10) Zitiert selbst (1)
- BGH, 27.11.1964 - Ib ZR 16/63
Rechtsmittel
Auszug aus BGH, 24.11.1969 - VIII ZR 78/68
Der Bundesgerichtshof (I b Zivilsenat) hat durch Urteil vom 21. November 1964 (Ib ZR 16/63) die Klage der Sparkasse mit der Begründung abgewiesen, die vom Berufungsgericht als Anfechtung gewürdigten Erklärungen der Sparkasse gegenüber dem Hauptschuldner könnten nicht als Anfechtungserklärungen ausgelegt werden oder seien nicht unverzüglich (§ 121 BGB) abgegeben worden.Der klagende Staat verlangt nunmehr von der Sparkasse die im Jahre 1954 unter Vorbehalt gezahlten 18.000 DM zurück: Der Betrag sei ohne Rechtsgrund gezahlt; denn nach dem Urteil Ib ZR 16/63 vom 27. November 1964 sei die Kreditforderung der Sparkasse - und damit auch ihre Bürgschaftsforderung - durch den Vergleich vom 16. September 1953 erloschen.
Da aber nach den Vorprozeßakten (s. das Armenrechtsgesuch des Schuldners vom 27. Juli 1963 in Ib ZR 16/63 Bl. 41) jedenfalls nicht ausgeschlossen werden kann, daß in der Tat der Hauptschuldner sich nach seinem Zusammenbruch im Jahre 1952 wirtschaftlich nicht wieder so weit erholt hat, daß der Kläger bei ihm hätte Regreß nehmen können, ist für die Revisionsinstanz hiervon auszugehen.
- BGH, 14.06.2016 - XI ZR 242/15
Bürgschaft: Einredeverlust des Bürgen im Hinblick auf den Ablauf der …
Denn gemäß § 768 Abs. 1 Satz 1 BGB kann er die dem Hauptschuldner zustehenden Einreden, mithin auch geltend machen, dass dem Gläubiger seine Forderung gegen den Hauptschuldner rechtskräftig aberkannt worden ist (BGH, Urteile vom 17. Februar 1965 - VIII ZR 158/63, WM 1965, 579, 580 und vom 24. November 1969 - VIII ZR 78/68, WM 1970, 12;… Soergel/Gröschler, BGB, 13. Aufl., § 765 Rn. 67). - BGH, 04.12.1997 - IX ZR 247/96
Gerichtliche Entscheidung über in einer bestimmten Reihenfolge geltend gemachter …
Dieser neue Tatsachenvortrag ist erheblich; denn der Bürge kann sich gemäß § 768 Abs. 1 Satz 1 BGB auf das zugunsten des Hauptschuldners ergangene Urteil berufen (BGH, Urt. v. 24. November 1969 - VIII ZR 78/68, NJW 1970, 279; v. 11. Dezember 1986 - IX ZR 165/85, NJW-RR 1987, 683, 685). - BGH, 08.11.2004 - II ZR 362/02
Bindung an die Feststellungen eines Urteils im Kaduzierungsverfahren bei …
Nach § 768 Abs. 1 Satz 1 BGB kann sich der Bürge darauf berufen, daß die Forderung in dem zwischen dem Hauptschuldner und dem Gläubiger geführten Prozeß rechtskräftig aberkannt worden ist (BGH, Urt. v. 24. November 1969 - VIII ZR 78/68, NJW 1970, 279).
- BGH, 20.10.1995 - V ZR 263/94
Umfang der Rechtskraft eines von dem Drittschuldner gegen den Schuldner …
Dies setzt aber eine im Einzelfall, sei es ausdrücklich, sei es nach dem Sinn der Vorschrift gebotene Anordnung voraus, welche zudem Inhalt und Umfang der Bindungswirkung verschieden ausgestalten kann (vgl. z.B. §§ 129 Abs. 1, 161 Abs. 2 HGB zur Bindung der Gesellschafter an das gegen die Personengesellschaft ergangene Urteil; § 768 Abs. 1 Satz 1 BGB für den Bürgen im Falle des die Klage gegen den Hauptschuldner abweisenden Urteils, hierzu BGH, Urt. v. 24. November 1969, VIII ZR 78/68, NJW 1970, 279; ähnlich § 1137 Abs. 1 BGB für den Hypothekenschuldner und § 1211 Abs. 1 BGB für den Verpfänder; anders nach BGHZ 76, 222 bei einem Urteil zu Ungunsten des Hauptschuldners). - BGH, 11.12.1986 - IX ZR 165/85
Streitgegenstand und Rechtskraft bei Klage des Hauptschuldners gegen die …
Wird dort rechtskräftig festgestellt, daß die Hauptschuld nicht besteht, kann sich darauf auch der Bürge berufen (BGH, Urt. v. 24. November 1969 - VIII ZR 78/68, NJW 1970, 279). - BAG, 02.08.2006 - 10 AZR 688/05
Bürgenhaftung - Erklärung des Bürgen mit Nichtwissen
Die Rechtskraft einer dem Gläubiger ungünstigen Entscheidung gegen den Hauptschuldner wirkt zwar auch zu Gunsten des Bürgen (BGH 24. November 1969 - VIII ZR 78/68 - NJW 1970, 269; 17. Februar 1965 - VIII ZR 158/63 - WM 1965, 579). - OLG Stuttgart, 19.09.2017 - 10 U 48/15
VOB-Vertrag: Fristlose Kündigung des Auftraggebers aus wichtigem Grund; …
Der durch die Feststellung, dass die Beklagte keine Rechte aus den Bürgschaften herleiten kann, zu erlangende Rechtsschutz (vgl. BGH, Urteil vom 24. November 1969 - VIII ZR 78/68, juris Rn. 10) geht daher über den durch die bloße Herausgabe der Bürgschaften im Original zu erlangenden Rechtsschutz hinaus. - BAG, 17.09.1991 - 3 AZR 413/90
Insolvenzschutz bei unwirksamen
Im übrigen erstreckt sich die Rechtskraft eines Urteils auch auf Personen, die nicht Partei des Vorprozesses waren, sofern deren Haftung nach materiellem Recht in völliger Abhängigkeit zu dem bereits ausgeurteilten Anspruch steht (BGH Urteil vom 24. November 1969 - VIII ZR 78/68 - NJW 1970, 279 und weitere Nachweise bei Thomas/Putzo, ZPO, 16. Aufl., § 325 Anm. 1 f). - BGH, 10.02.1971 - VIII ZR 144/69
Verbürgung gegenüber einer Sparkasse für die Verbindlichkeiten einer …
Denn das den Hauptschuldner verurteilende Urteil bewirkt - anders als die Abweisung der Klage gegen den Hauptschuldner (BGB § 768; VIII ZR 78/68 vom 24. November 1969 = NJW 1970, 279 = JZ 1970, 140) - keine Rechtskraft gegenüber dem Bürgen. - BFH, 05.10.1983 - I S 13/81 NV: In einem vom Steuerschuldner betriebenen finanzgerichtlichen Erlaßverfahren ist der Bürge, der sich für die Steuerschuld verbürgt hat, auch dann nicht notwendig beizuladen, wenn er gleichzeitig die Stellung eines typischen bzw. atypischen stillen Gesellschafters hat (vgl. BGH-Urteil vom 24.11.1969 VIII ZR 78/68) zur präjudiziellen Wirkung eines Rechtsstreits zwischen Hauptschuldner und Gläubiger).
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