Rechtsprechung
| BGH, 09.05.1968 - II ZR 158/66 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- JLaw (App) | www.prinz.law
- Wolters Kluwer
Besondere Vereinbahrungen einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und ihrem geschäftsführenden Wirtschaftsprüfer - Berufsbeschränkende Wettbewerbsklauseln - Abwehr der Konkurrentenstellung nach Beendigung seines Anstellungsverhältnisses - Vergleichbarkeit einer ...
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- NJW 1968, 1717
- MDR 1968, 996
- GRUR 1969, 228
- DB 1968, 1263
Wird zitiert von ... (19)
- BGH, 14.07.1997 - II ZR 238/96
Wirksamkeit eines gesellschaftsvertraglichen Wettbewerbsverbots; Verbot der …
Ihre Rechtfertigung findet die wettbewerbsbeschränkende Abrede allein in dem anerkennenswerten Bestreben des von ihr begünstigten Teils, sich davor zu schützen, daß der andere Teil die Erfolge seiner Arbeit illoyal verwertet oder sich in sonstiger Weise zu seinen Lasten die Freiheit der Berufsausübung mißbräuchlich zunutze macht; soweit dieses Interesse nicht betroffen ist, beschränken derartige Abreden die Freiheit der Berufsausübung unangemessen und sind sittenwidrig (vgl. BGHZ 91, 1, 5 f.; Sen.Urt. v. 9.5.1968, II ZR 158/66, NJW 1968, 1717; BGH v. 13.3.1979, KZR 23/77, NJW 1978, 1605 - Frischbeton; v. 28.4.1986, II ZR 254/85, NJW 1986, 2944, WM 1986, 1251; v. 15.3.1989, VIII ZR 62/88, JR 1990, 20;v. 29.10.1990, II ZR 241/89, DStR 1991, 159, WM 1990, 2121; v. 19.10.1993, KZR 3/92, NJW 1994, 384 - Ausscheidender Gesellschafter; v. 29.1.1996, II ZR 286/94, DStR 1996, 1254, NJW-RR 1996, 741). - BGH, 26.03.1984 - II ZR 229/83
Nachvertragliches Wettbewerbsverbot
Nach der Rechtsprechung des erkennenden Senats unterliegen die von einer GmbH mit ihren Geschäftsführern vereinbarten Wettbewerbsklauseln im Sinne des § 74 Abs. 1 HGB nicht den für Handlungsgehilfen geltenden Beschränkungen der §§ 74 ff. HGB, weil der Geschäftsführer nicht Handlungsgehilfe, sondern Organmitglied ist (…vgl. Sen. Urt. v. 7.1.1965 - II ZR 187/63, WM 1965, 310; Sen. Urt. v. 9.5.1968 - II ZR 158/66, NJW 1968, 1717 [BGH 09.05.1968 - II ZR 158/66] = LM BGB § 138 (Cf) Nr. 5).Unter Heranziehung der in den §§ 74 ff. HGB zum Ausdruck gekommenen Rechtsgrundsätze hat er Wettbewerbsverbote nur als zulässig erachtet, wenn sie dem Schutze eines berechtigten Interesses des Gesellschaftsunternehmens dienen und nach Ort, Zeit und Gegenstand die Berufsausübung und wirtschaftliche Betätigung des Geschäftsführers nicht unbillig erschweren (Sen. Urt. v. 9.5.1968 aaO;… vgl. auch Sen. Urt. v. 19.11.1973 - II ZR 52/72, WM 1974, 74 zum nachvertraglichen Wettbewerbsverbot eines ausgeschiedenen Gesellschafters).
- BGH, 29.01.1996 - II ZR 286/94
Wirksamkeit einer Mandantenschutzklausel in einem Sozietätsvertrag
II ZR 2/89, NJW-RR 1990, 226, 227; v. 14. Juli 1986 II ZR 296/85, WM 1986, 1282; v. 19. November 1973 II ZR 52/72, WM 1974, 74, 76; v. 9. Mai 1968 II ZR 158/66, NJW 1968, 1717 [BGH 09.05.1968 - II ZR 158/66]; v. 7. Januar 1965 II ZR 187/63, WM 1965, 310; BGH, Urt. v. 19. Oktober 1993 KZR 3/92, ZIP 1994, 61, 64 f.).Diese Freiheit kann nicht nur durch ein Verbot, den Beruf auszuüben, verletzt werden, sondern auch dadurch, daß dem Betroffenen schwer erträgliche finanzielle Belastungen auferlegt werden (vgl. Sen.Urt. v. 9. Mai 1968 - II ZR 158/66, NJW 1968, 1717 [BGH 09.05.1968 - II ZR 158/66]).
- BGH, 28.04.1986 - II ZR 254/85
Vereinbarung eines Wettbewerbsverbots nach Übernahme einer Rechtsanwaltspraxis
Unter diesen Voraussetzungen hat der erkennende Senat in Bezug auf den Beruf des Wirtschaftsprüfers ausgesprochen, daß sich örtliche, zeitliche und gegenständliche Beschränkungen der Berufsausübung nur in begrenztem Umfang mit diesem Beruf vertragen und der Grundsatz der freien Berufsausübung durch Vereinbarung unter Wirtschaftsprüfern nur eingeengt werden darf, soweit besondere Umstände vorliegen, die ein anerkennenswertes Bedürfnis begründen, den Vertragspartner vor illoyaler Verwertung des Erfolges seiner Arbeit zu schützen (BGHZ 91, 1, 6 [BGH 26.03.1984 - II ZR 229/83]; Urt. v. 9. Mai 1968 - II ZR 158/66, NJW 1968, 1717 [BGH 09.05.1968 - II ZR 158/66] = WM 1968, 893 = LM BGB § 138, C f Nr. 5). - BGH, 16.10.1989 - II ZR 2/89
Gesellschaftsvertragliches Wettbewerbsverbot für den lediglich als …
Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes darf ein nachvertragliches Wettbewerbsverbot den Verpflichteten in seiner Berufsausübung nicht übermäßig beschränken und nach Ort, Zeit und Gegenstand nicht über die schutzwerten Interessen des begünstigten Unternehmens hinausgehen (BGHZ 91, 1, 5 [BGH 26.03.1984 - II ZR 229/83];… vgl. ferner Sen.Urt. v. 14. Juli 1986 - II ZR 296/85, WM 1986, 1282; v. 19. November 1973 - II ZR 52/72, WM 1974, 74, 76; v. 9. Mai 1968 - II ZR 158/66, NJW 1968, 1717 [BGH 09.05.1968 - II ZR 158/66]; v. 7. Januar 1965 - II ZR 187/63, WM 1965, 310). - OLG Düsseldorf, 22.08.1996 - 6 U 150/95
Vereinbarung eines nachträglichen Wettbewerbsverbots mit GmbH-Geschäftsführer
Das Wettbewerbsverbot muß vor allem dem Schutz eines berechtigten Unternehmerinteresses dienen und darf nach Ort, Zeit und Gegenstand die Berufsausübung und wirtschaftliche Betätigung des Geschäftsführers nicht unbillig erschweren (vgl. BGH NJW 1968, 1717; BGHZ 91, 1, 6 = NJW 1984, 2366, 2367; BGH GmbHR 1991, 310 ; OLG Hann GmbHR 989, 256 f.; OLG Düsseldorf (16. Zivilsenat) NJW-RR 1993, 35, 36;… Scholz/Schneider, aaO., § 43 GmbHG , Rdn. 135;… Hachenburg/Mertens, aaO., § 35 GmbHG , Rdn. 204).Während sich eine unmittelbare Anwendung der vorgenannten Normen nach allgemeiner Meinung, der zuzustimmen ist, schon vom Wortlaut her verbietet (vgl. BGH NJW 1968, 1717; BGHZ 91, 1, 3 = NJW 1984, 2366; OLG Frankfurt/Main GnbHR 1973, 58; OLG Koblenz WM 1985, 1484, 1485;… Scholz/Schneider, aaO., § 43 GmbHG , Rdn. 135 a;… Baumbach/Hueck/Zöllner, aaO., § 35 GmbHG , Rdn. 107 n.w.Nachw.;… Lutter/Hommelhoff, GmbHG , 14. Aufl., Anh. zu § 6 GmbHG , Rdn. 25;… Rowedder/Koppensteiner, aaO., § 35 GmbHG , Rdn. 91;… Hachenburg/Mertens, aaO., § 35 GmbHG , Rdn. 205), ist in Rechtsprechung und Literatur umstritten, ob die §§ 74 ff. HGB auf ein mit einem Organmitglied einer Kapitalgesellschaft vereinbartes Wettbewerbsverbot entsprechend anwendbar sind.
- BAG, 13.09.1969 - 3 AZR 138/68
Wettbewerbsverbot - Karenzentschädigung
Bürogehilfen eines Steuerberaters (BAGE 18, 291 ff. = AP Nr. 13, 62 ff. = AP Nr. 13 zu § 72 ArbGG Streitwertrevision), Buchhalter eines Helfers in Steuersachen (BAG, AP Nr. 20 zu Art. 12 GG ), Helferin Steuersachen (BAGE 6, 291 = AP Nr. 7 zu Art. 12 GG ; vgl. auch BAGE 10, 76 = AP Nr. 17 zu § 74 HGB ), Chemiker (BAG, AP Nr. 1 zu § 611 Konkurrenzklausel), Anwaltsassessor (Landgericht Schweinfurt, DRZ 1950, 520 mit Anm. von Weil), Apotheker (BGH, AP Nr. 3 zu § 611 BGB Konkurrenzklausel = NJW 1964, 2203 Nr. 1), Wirtschaftsprüfer (BGH, LM Nr. 5 zu § 138 [Cf] BGB = NJW 1968, 1717 Nr. 2 = MdR 1968, 996 Nr. 3 = BB 1968, 808), Schlagersänger (LAG Baden-Württemberg, AP Nr. 2 zu § 611 BGB Konkurrenzklausel), Schaufensterdekorateure (LAG Düsseldorf, AP Nr. 15 zu § 59 HGB ), eine minderjährige Buchhalterin eines Steuerberaters (LAG Berlin, AP Nr. 1 zu § 113 BGB ), eine minderjährige Friseuse (AP Nr. 23 zu § 138 BGB ). - BGH, 25.09.1975 - VII ZR 179/73
Auslegung eines Vertrages durch das Revisionsgericht
Jede Freizeichnungsklausel in Allgemeinen Geschäftsbedingungen ist sowohl im Zusammenhang mit deren weiteren Bestimmungen, als auch unter Berücksichtigung der Umstände des Einzelfalls daraufhin zu überprüfen, ob sie mit Treu und Glauben zu vereinbaren und somit als verbindlich anzuerkennen ist (BGHZ 33, 216, 219 [BGH 29.09.1960 - II ZR 25/59]; 38, 183, 185; 41, 151, 154 [BGH 17.02.1964 - II ZR 98/62]; 50, 200, 207 [BGH 29.05.1968 - VIII ZR 77/66]; BGH NJW 1963, 1148; 1968, 1718 [BGH 09.05.1968 - II ZR 158/66]; 1974, 272) [BGH 26.10.1973 - V ZR 194/72]. - LAG Düsseldorf, 28.06.2001 - 11 Sa 532/01
Wettbewerbsverbot eines angestellten Steuerberaters; Verhältnis von …
Eine solche Vereinbarung führt praktisch dazu, dass der ausgeschiedene Mitarbeiter von der Bearbeitung solcher Mandate Abstand nimmt (vgl. BGH 09.05.1968 - II ZR 158/66- NJW 1968, 1717).d) Dieses Ergebnis steht nicht im Widerspruch zu dem bereits in anderem Zusammenhang erwähnten Urteil des Bundesgerichtshofs vom 09.05.1968 (- II ZR 158/66 - NJW 1968, 1717).
- BAG, 27.09.1988 - 3 AZR 59/87
Auskunft eines Steuerberaters über Konkurrenz
Auch wenn der Kläger Angehöriger eines freien Berufs ist, den er nach wissenschaftlicher Vorbildung unter besonderer Verantwortung im öffentlichen Interesse ausübt, können Vorkehrungen getroffen werden, daß Arbeitnehmer die Erfolge der Berufsausübung nicht illoyal ausnutzen (BGH Urteil vom 9. Mai 1968 - II ZR 158/66 - AP Nr. 23 zu § 611 BGB Konkurrenzklausel = NJW 19.08.1717; BAGE 23, 382, 390 = AP Nr. 25, aa0, zu II 5 der Gründe). - BAG, 10.12.1985 - 3 AZR 242/84
Vereinbarung einer Mandantenschutzklausel zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer - …
- OLG Köln, 22.09.1999 - 13 U 47/99
Vertragsärztliche Versorgung; Übertragung eines Vertragsarztsitzes; …
- BAG, 09.08.1974 - 3 AZR 346/73
Konkurrenzklausel - Unzulässige Rechtsausübung - Intertemporales Richterrecht - …
- OLG Düsseldorf, 08.01.1993 - 16 U 73/92
Abberufung als Geschäftsführer ; Kündigung des …
- OLG Koblenz, 29.06.1989 - 5 U 1818/88
Verstoß gegen ein im Rahmen der Veräußerung einer Steuerberaterpraxis …
- OLG Celle, 07.02.1990 - 3 U 98/89
- OLG Stuttgart, 24.01.1986 - 2 U 243/85
Nichtigkeit eines Wettbewerbsverbotes wegen Verstoßes gegen die guten Sitten; …
- OLG Hamburg, 10.05.1984 - 3 U 12/84
Rechtswegeröffnung zu den Arbeitsgerichten oder den Zivilgerichten; Anspruch auf …
- OLG Köln, 20.12.1991 - 22 U 253/91
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Rechtsprechung
| BGH, 04.07.1968 - II ZR 47/68 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- JLaw (App) | www.prinz.law
- Wolters Kluwer
Absichtliche Verzögerung der Liquidation durch einen Gesellschafter - Auflösung einer offenen Handelsgesellschaft - Anspruch auf Auszahlung von Gewinnansprüchen - Auseinandersetzungsanspruch gegen die Gesellschaft - Persönlicher Anspruch eines Gesellschafters gegen einen ...
- juris (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- gesellschaftsrechtskanzlei.com (Leitsatz/Kurzinformation)
Papierfundstellen
- NJW 1968, 2005
- MDR 1968, 996
- WM 1968, 1086
- DB 1968, 1575
Wird zitiert von ... (13) Zitiert selbst (2)
- BGH, 02.07.1962 - II ZR 204/60
Rückständige Gewerbesteuer - § 110 HGB, subsidiäre Haftung der Mitgesellschafter, …
Auszug aus BGH, 04.07.1968 - II ZR 47/68
Diese Ausführungen stimmen an sich im Kernpunkt mit der vom erkennenden Senat in ständiger Rechtsprechung vertretenen Auffassung überein, daß einzelne auf dem Gesellschaftsverhältnis beruhende Ansprüche im Auflösungsstadium grundsätzlich nur als unselbständige Rechnungsposten der Auseinandersetzungsrechnung zu behandeln sind und deshalb nicht mehr selbständig geltend gemacht werden können [vgl. u.a. BGHZ 37, 299, 304 [BGH 02.07.1962 - II ZR 204/60] m.w.N.).Für solche unmittelbar zwischen den Gesellschaftern bestehende, auf dem Gesellschaftsverhältnis beruhende Ansprüche gilt aber grundsätzlich ebenso wie für Ansprüche zwischen Gesellschaft und Gesellschaftern, daß sie im Abwicklungsstadium nur im Rahmen der Auseinandersetzungsrechnung berücksichtigt werden können (BGHZ 37, 299, 305) [BGH 02.07.1962 - II ZR 204/60].
Der erkennende Senat hat schon mehrfach ausgesprochen, daß ein Gesellschafter wegen eines persönlichen Anspruchs gegen einen Mitgesellschafter trotz Auflösung der Gesellschaft nicht auf den Abschluß der Auseinandersetzung zu verweisen ist, sondern für eine selbständige Klage Raum bleibt, wenn ausnahmsweise schon vor der endgültigen Abrechnung mit Sicherheit feststeht, daß er seinen Mitgesellschaftern im Endergebnis in bestimmter Höhe in Anspruch nehmen kann (BGHZ 37, 299, 305 [BGH 02.07.1962 - II ZR 204/60] m.w.N.).
- BGH, 08.02.1962 - II ZR 205/60
Einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) entstandener Schaden auf Grund …
Auszug aus BGH, 04.07.1968 - II ZR 47/68
Es handelt sich daher, wie der Revision recht zu geben ist, um einen persönlichen Anspruch der Klägerin, den sie an sich unabhängig von der Gesellschaft gegen den Beklagten geltend machen könnte (vgl. BGH NJW 1962, 859 [BGH 08.02.1962 - II ZR 205/60].
- OLG Frankfurt, 15.02.2018 - 3 U 176/15
Gewinnanteile an einer in Form einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts …
aa) Ein Gesellschafter, der die Liquidation absichtlich verzögert, kann sich wegen eines gegen ihn gerichteten persönlichen Schadensersatzanspruches eines Mitgesellschafters nicht auf den im Regelfall geltenden Grundsatz berufen, ein solcher Anspruch sei seit der Auflösung der Gesellschaft nur noch ein Rechnungsposten der Auseinandersetzungsrechnung, der selbständig nicht mehr geltend gemacht werden könne (BGH, Urteil vom 4.7. 1968 - II ZR 47/68; NJW 1968, 2005, beck-online). - BGH, 17.02.1969 - II ZR 137/67
Anspruch auf Provisionsbeteiligung - Anspruch auf Schadensersatz wegen …
Diesen von der Beklagten bestrittenen Anspruch kann der Kläger nach der zutreffenden, mit der ständigen Rechtsprechung des Senats (vgl. zuletzt WM 1968, 1086) übereinstimmenden Auffassung des Berufungsgerichts zur Zeit nicht als selbständige Forderung geltend machen, da er Einzelposten aus einer zwischen den Parteien anstehenden Gesamtabrechnung betrifft und bei dem gegenwärtigen Stand der Sache noch nicht zu übersehen ist, ob dem Kläger nach dem Ergebnis dieser Abrechnung ein Guthaben in entsprechender Höhe zustehen wird.Ein Betrag in Höhe dieses mit Sicherheit bestehenden Guthabens könnte der betreffenden Partei alsdann vorweg zugesprochen werden (vgl. BGHZ 37, 299, 305 [BGH 02.07.1962 - II ZR 204/60]; BGH WM 1968 1086).
- OLG Jena, 26.02.2003 - 4 U 786/02
Rückabwicklung einer stillen Gesellschaft nach Widerruf der Beitrittserklärung
Bei Auflösung einer Gesellschaft werden im Rahmen der Auseinandersetzung zwar grundsätzlich alle Ansprüche aus dem Gesellschaftsverhältnis zwischen der Gesellschaft und dem Gesellschafter wie auch unter den Gesellschaftern zu unselbstständigen Rechnungsposten, die in die Auseinandersetzungsbilanz einzustellen sind; solche Ansprüche können dann nicht mehr selbstständig geltend gemacht werden (BGHZ 37, 299, 304; BGH NJW 1968, 2005, 2006; BGH ZIP 1984, 438 = NJW 1984, 1455, 1456;… Baumbach/Hopt , aaO, § 145 Rz. 6, § 235 Rz. 1;… MünchKomm- Ulmer , BGB, 3. Aufl., 1997, § 705 Rz. 285).
- BGH, 03.05.1976 - II ZR 92/75
Umwandlung von Einzelansprüchen eines Gesellschafters aus dem …
Von dem Grundsatz, daß nach Auflösung der Gesellschaft die auf dem Gesellschaftsverhältnis beruhenden Ansprüche nur noch im Rahmen einer abschließenden Auseinandersetzungsrechnung berücksichtigt werden können, gilt nach der ständigen Rechtsprechung des Senats jedoch dann eine Ausnahme, wenn schon vor der Beendigung der Auseinandersetzung mit Sicherheit feststeht, daß der eine Gesellschafter jedenfalls einen bestimmten Betrag verlangen kann (vgl. BGHZ 37, 299, 305 sowie die Urteile vom 4.7.1968 - II ZR 47/68 = WM 1968, 1086; vom 17.2.1969 - II ZR 137/67 = WM 1969, 591 Abschn. II 3; vom 24.5.1971 - II ZR 184/68 - WM 1971, 931 und vom 1.4.1974 - II ZR 95/72 = WM 1974, 749 Abschn. III 1 a). - OLG Jena, 26.02.2003 - 4 U 704/02
Anspruch auf Rückzahlung geleisteter Einlagen im Wege der Rückabwicklung einer …
Kontextvorschau leider nicht verfügbar - BGH, 04.07.1988 - II ZR 312/87
Fälligkeit eines Abfindungsanspruch nach Aufstellung einer Abfindungsbilanz - …
Nach ständiger Rechtsprechung des Senats kann der Ausgeschiedene aber dann ausnahmsweise einen Einzelposten isoliert geltend machen, wenn aufgrund besonderer Umstände feststeht, daß er einen auf diese Weise erlangten Betrag keinesfalls zurückzahlen muß (vgl. BGHZ 37, 299, 305; Sen. Urt. v. 4. Juli 1968 - II ZR 47/68, WM 1968, 1086; v. 14. Februar 1969 - II ZR 137/67, WM 1969, 591; v. 1. April 1974 - II ZR 95/72, WM 1974, 749, 751; v. 3. Mai 1976 - II ZR 92/75, WM 1976, 790; v. 20. Oktober 1977 - II ZR 92/76, WM 1978, 89, 90; v. 5. Februar 1979 - II ZR 210/76, WM 1979, 937, 938; v. 9. März 1981 - II ZR 70/80, WM 981, 487). - BGH, 20.10.1977 - II ZR 92/76
Verpflichtung des Auftragnehmers, das bei Baubetreuungsverträgen durch den …
Schon deshalb kann jedenfalls gegenwärtig nicht im Anschluß an das Senatsurteil vom 4. Juli 1968 - II ZR 47/68 = LM HOB § 145 Nr. 5 gesagt werden, die Beklagten müßten wegen ihres eigenen Verhaltens nach Treu und Glauben in Kauf nehmen, zunächst vielleicht mehr zu zahlen, als der Klägerin im Ergebnis zustehe. - OLG Frankfurt, 16.11.2017 - 3 U 176/15
Nach Beendigung einer GbR besteht kein Gewinnanspruch mehr!
aa) Ein Gesellschafter, der die Liquidation absichtlich verzögert, kann sich wegen eines gegen ihn gerichteten persönlichen Schadensersatzanspruches eines Mitgesellschafters nicht auf den im Regelfall geltenden Grundsatz berufen, ein solcher Anspruch sei seit der Auflösung der Gesellschaft nur noch ein Rechnungsposten der Auseinandersetzungsrechnung, der selbständig nicht mehr geltend gemacht werden könne (BGH, Urteil vom 4.7. 1968 - II ZR 47/68; NJW 1968, 2005, beck-online). - BGH, 10.11.1969 - II ZR 40/67
Persönliche Haftung für Verbindlichkeiten einer Kommanditgesellschaft (KG) - …
Dieser Rechtsprechung liegt der Gedanke zugrunde, daß es Treu und Glauben widerspräche, müßte ein Gesellschafter einem Mitgesellschafter eine Leistung gewähren, die dieser unter Umständen später ganz oder zum Teil wieder erstatten müßte (BGH NJW 1968, 2005/06). - OLG Jena, 26.02.2003 - 3 HKO 486/01 Bei Auflösung einer Gesellschaft werden im Rahmen der Auseinandersetzung zwar grundsätzlich alle Ansprüche aus dem Gesellschaftsverhältnis zwischen der Gesellschaft und dem Gesellschafter wie auch unter den Gesellschaftern zu unselbständigen Rechnungsposten, die in die Auseinandersetzungsbilanz einzustellen sind; solche Ansprüche können dann nicht mehr selbständig geltend gemacht werden (BGHZ 37, 299,304; NJW 1968, 2005, 2006; 1984, 1455, 1456;… Baumbach/Hopt, a.a.O., § 145 Rn. 6, § 235 Rn. 1;… MüKoBGB/Ulmer, 3. Aufl. 1997, § 705 Rn. 285).
- BGH, 17.09.1984 - II ZR 208/83
- BGH, 07.02.1974 - II ZR 140/72
Rechtmäßigkeit ener Geldentnahme aus dem Gesellschaftsvermögens - Ursächlichkeit …
- BGH, 01.03.1982 - II ZR 85/81
Anspruch einer Gesellschaft auf Rückzahlung einer Sondervergütung aufgrund …
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