Rechtsprechung
| BFH, 24.04.2003 - VII R 47/02 |
Volltextveröffentlichungen (7)
- lexetius.com
FGO § 56 Abs. 1
- Judicialis
FGO § 56 Abs. 1
- IWW
- Simons & Moll-Simons
FGO § 56 Abs. 1
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
FGO § 56 Abs. 1
Fehlerhafte Faxübermittlung einer Klageschrift - ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
Verfahrensrecht - Wiedereinsetzung in den vorigen Stand
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse (2)
- Wolters Kluwer (Leitsatz)
Heraussuchen und Eingeben der Faxnummer in Faxgerät als Hilfstätigkeit; Eigenverantwortliche Überlassung an geschultes Kanzleipersonal ; Pflicht des Rechtsanwalts zur Überprüfung vor Unterzeichnung; "Vorab per Telefax" zu übermittelnde Rechtsmittelschrift
- datenbank.nwb.de (Leitsatz)
§ 56 Abs. 1 FGO
Finanzgerichtsordnung; Wiedereinsetzung in den vorigen Stand bei Anwahl einer falschen Faxnummer
Sonstiges
Verfahrensgang
- FG Sachsen-Anhalt, 12.09.2001 - 2 K 631/98
- BFH, 24.04.2003 - VII R 47/02
Papierfundstellen
- BFHE 202, 44
- NJW 2003, 2559
- NVwZ 2003, 1416 (Ls.)
- BB 2003, 1485
- BStBl 2003, 665
- BStBl II 2003, 665
Wird zitiert von ... (18) Zitiert selbst (7)
- BGH, 20.12.1999 - II ZB 7/99
Überprüfungspflicht des Rechtsanwalts hinsichtlich der Telefax-Nummer
Auszug aus BFH, 24.04.2003 - VII R 47/02
Sowohl der Bundesgerichtshof --BGH--(Beschlüsse vom 23. März 1995 VII ZB 19.94, Neue Juristische Wochenschrift --NJW-- 1995, 2105, und vom 20. Dezember 1999 II ZB 7/99, NJW 2000, 1043) als auch das Bundesverwaltungsgericht (Beschluss vom 6. August 1997 4 B 124.97, NJW 1998, 398) und die anderen obersten Bundesgerichte (…vgl. dazu die Hinweise im Senatsbeschluss in BFH/NV 1999, 1655, 1656) vertreten die Auffassung, dass sich der Anwalt bei der Übermittlung eines fristgebundenen Schriftsatzes durch Telefax grundsätzlich darauf verlassen darf, dass sein zuverlässiges Büropersonal bei einem richtig adressierten Schreiben die zutreffende Telefaxnummer ermittelt und in das Gerät eingibt.Er darf sich insoweit darauf beschränken, seinem Personal entsprechende Weisungen, auch über die notwendige Kontrolle dieser Vorgänge, zu erteilen und deren Beachtung stichprobenweise zu überwachen (vgl. dazu auch den BGH-Beschluss vom 10. Januar 2000 II ZB 14/99, NJW 2000, 1043, 1044).
- BFH, 12.07.1999 - VII B 81/99
Verfassungsmäßigkeit der Milch-Garantiemengen-Abgabe
Auszug aus BFH, 24.04.2003 - VII R 47/02
So heißt es im Senatsbeschluss vom 12. Juli 1999 VII B 81/99 (BFH/NV 1999, 1655), dass sich ein Rechtsanwalt bei der Übermittlung eines fristgebundenen Schriftsatzes durch Telefax grundsätzlich darauf verlassen darf, dass sein zuverlässiges Büropersonal bei einem richtig adressierten Schreiben die richtige Telefaxnummer ermittelt und in das Gerät eingibt.Sowohl der Bundesgerichtshof --BGH--(Beschlüsse vom 23. März 1995 VII ZB 19.94, Neue Juristische Wochenschrift --NJW-- 1995, 2105, und vom 20. Dezember 1999 II ZB 7/99, NJW 2000, 1043) als auch das Bundesverwaltungsgericht (Beschluss vom 6. August 1997 4 B 124.97, NJW 1998, 398) und die anderen obersten Bundesgerichte (vgl. dazu die Hinweise im Senatsbeschluss in BFH/NV 1999, 1655, 1656) vertreten die Auffassung, dass sich der Anwalt bei der Übermittlung eines fristgebundenen Schriftsatzes durch Telefax grundsätzlich darauf verlassen darf, dass sein zuverlässiges Büropersonal bei einem richtig adressierten Schreiben die zutreffende Telefaxnummer ermittelt und in das Gerät eingibt.
- BFH, 07.06.1991 - IV R 32/91
Unzulässigkeit einer Revision wegen Fristversäumung
Auszug aus BFH, 24.04.2003 - VII R 47/02
Zur Ablehnung des Wiedereinsetzungsantrags führte das FG unter Berufung auf den Beschluss des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 7. Juni 1991 IV R 32/91 (BFH/NV 1991, 761) aus, ein Prozessbevollmächtigter müsse prüfen, ob eine Rechtsmittelschrift alle notwendigen Angaben richtig enthalte und insbesondere auch richtig adressiert sei.Er muss jedenfalls prüfen, ob die Rechtsmittelschrift vollständig ist, alle notwendigen Angaben richtig enthält und an das richtige Gericht adressiert ist (BFH in BFH/NV 1991, 761, m.w.N.).
- BGH, 10.01.2000 - II ZB 14/99
Wiedereinsetzung bei Übermittlung fristwahrender Schriftsätze per Telefax
Auszug aus BFH, 24.04.2003 - VII R 47/02
Er darf sich insoweit darauf beschränken, seinem Personal entsprechende Weisungen, auch über die notwendige Kontrolle dieser Vorgänge, zu erteilen und deren Beachtung stichprobenweise zu überwachen (vgl. dazu auch den BGH-Beschluss vom 10. Januar 2000 II ZB 14/99, NJW 2000, 1043, 1044). - BGH, 14.07.1994 - VII ZB 7/94
Zurechnung eines Fehlers einer Auszubildenden im 2. Lehrjahr
Auszug aus BFH, 24.04.2003 - VII R 47/02
Auch insoweit kommt es ausschließlich darauf an, ob in der Kanzlei ausreichende organisatorische Anweisungen zur Überwachung der Tätigkeit des Lehrlings getroffen waren (vgl. BGH-Beschluss vom 14. Juli 1994 VII ZB 7/94, Höchstrichterliche Finanzrechtsprechung 1995, 279). - BFH, 02.07.2002 - VII B 292/01
NZB; grundsätzliche Bedeutung; Wiedereinsetzung in den vorigen Stand
Auszug aus BFH, 24.04.2003 - VII R 47/02
In dem erst kürzlich ergangenen Beschluss des Senats vom 2. Juli 2002 VII B 292/01 (BFH/NV 2002, 1338) hat er diese Aussage --ebenfalls nicht tragend-- unter Hinweis auf den Vorbeschluss wiederholt. - BVerwG, 06.08.1997 - 4 B 124.97
Verwaltungsprozeßrecht - Wiedereinsetzung in den vorigen Stand bei Verwechslung …
Auszug aus BFH, 24.04.2003 - VII R 47/02
Sowohl der Bundesgerichtshof --BGH--(Beschlüsse vom 23. März 1995 VII ZB 19.94, Neue Juristische Wochenschrift --NJW-- 1995, 2105, und vom 20. Dezember 1999 II ZB 7/99, NJW 2000, 1043) als auch das Bundesverwaltungsgericht (Beschluss vom 6. August 1997 4 B 124.97, NJW 1998, 398) und die anderen obersten Bundesgerichte (…vgl. dazu die Hinweise im Senatsbeschluss in BFH/NV 1999, 1655, 1656) vertreten die Auffassung, dass sich der Anwalt bei der Übermittlung eines fristgebundenen Schriftsatzes durch Telefax grundsätzlich darauf verlassen darf, dass sein zuverlässiges Büropersonal bei einem richtig adressierten Schreiben die zutreffende Telefaxnummer ermittelt und in das Gerät eingibt.
- BVerfG, 24.01.2008 - 2 BvR 1661/06
Sicherheitsmaßnahmen im Vollzug von Arrest während der Untersuchungshaft …
Auch das Heraussuchen und das Eingeben der Faxnummer in das Faxgerät sind als Hilfstätigkeiten einzuordnen, die in jedem Fall dem geschulten Kanzleipersonal eigenverantwortlich überlassen werden konnten (vgl. BFH, Urteil vom 24. April 2003 - VII R 47/02 -, NJW 2003, S. 2559 m.w.N.). - BGH, 14.10.2010 - IX ZB 34/10
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand: Ausgangskontrolle des Anwalts bei Entnahme …
Bei dem Heraussuchen und Eingeben der Faxnummer in das Faxgerät handelt es sich vielmehr um Hilfstätigkeiten, die in jedem Fall dem geschulten Kanzleipersonal eigenverantwortlich überlassen werden können (BGH, Beschl. v. 23. März 1995 - VII ZB 19/94, NJW 1995, 2105, 2106; Beschl. v. 20. Dezember 1999 - II ZB 7/99, NJW 2000, 1043; BFH, NJW 2003, 2559, 2560). - OLG Düsseldorf, 01.02.2010 - 24 U 214/09
Anforderungen an die Büroorganisation bei Übermittlung fristgebundener …
Zwar kann ein Rechtsanwalt eine Telefaxnummer durch sein Büropersonal heraussuchen lassen (BGH NJW 1995, 2105 f.; BFH NJW 2003, 2559), sie muss also nicht schon im Schriftsatz genannt werden (BFH NJW 2003, 2559).Ein Rechtsanwalt hat jedoch strikte Anordnungen zu treffen und zu diesen in dem Wiedereinsetzungsgesuch vortragen, nämlich wie die zutreffende Nummer festzustellen ist und deren Einhaltung überwacht wird (BFH NJW 2003, 2559 (2560);… Zöller/Greger, a.a.O., § 233 Rn. 23 "Telefax").
- VGH Bayern, 17.11.2015 - 12 ZB 15.1703
Anspruch auf Krippenplatz; Sekundäranspruch; Aufwendungsersatz; Herantragen des …
Rn. 16 Der Antrag auf Zulassung der Berufung bleibt ungeachtet der hinsichtlich der Versäumung der Frist für die Beantragung der Zulassung der Berufung (§ 124 a Abs. 4 Satz 1 VwGO) wohl zu gewährenden Wiedereinsetzung in den vorigen Stand (…vgl. hierzu im Einzelnen näher BVerwG, B. v. 6.8.1997 - 4 B 124/97 - juris, Rn. 1;… BGH, B.v. 23.3.1995 - VII ZB 19/94 - juris, Rn. 11; BFH, U. v. 24.4.2003 - VII R 47/02 - juris, Rn. 8 ff.) in der Sache ohne Erfolg. - BVerwG, 18.03.2004 - 6 PB 16.03
Rechtsmittelbegründung per Telefax; Verwechslung der Faxnummern; Verschulden des …
Das vom Oberverwaltungsgericht an die Rechtsanwälte gerichtete Gebot, durch generelle Maßnahmen der Büroorganisation für eine effiziente Ausgangskontrolle zu sorgen, damit Fehler bei der Verwendung der Faxnummern nach Möglichkeit vermieden werden, steht im Einklang mit der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (vgl. Beschluss vom 3. Dezember 1996 - XI ZB 20/96 - NJW 1997, 948; Beschluss vom 20. Dezember 1999 - II ZB 7/99 - NJW 2000, 1043; Beschluss vom 10. Januar 2000 - II ZB 14/99 - NJW 2000, 1043, 1044; Beschluss vom 28. März 2001 - XII ZB 32/01 - NJW-RR 2001, 1071; Beschluss vom 7. Mai 2001 - II ZB 16/00 - BGH-Report 2001, 809; Beschluss vom 12. März 2002 - IX ZR 220/01 - NJW-RR 2002, 860, 861; Beschluss vom 24. April 2002 - AnwZ 7/01 -) und des Bundesarbeitsgerichts (Urteil vom 30. März 1995 - 2 AZR 1020/94 - BAGE 79, 379, 382 f.; Urteil vom 25. Januar 2001 - 8 AZR 525/00 - AP Nr. 71 zu § 233 ZPO 1977; ebenso jetzt auch BFH, Urteil vom 24. April 2003 - VII R 47/02 - BFHE 202, 44, 48). - VGH Baden-Württemberg, 25.11.2014 - 10 S 1920/14
Übermittlung eines fristgebundenen Schriftsatzes per Telefax; Verlassen auf …
Daher darf sich ein Rechtsanwalt bei der Übermittlung eines fristgebundenen Antrags per Telefax hinsichtlich der Richtigkeit der Telefaxnummer des Gerichts auf sein zuverlässiges Personal verlassen (vgl. BGH, Beschluss vom 23.03.1995 - VII ZB 19/94 - NJW 1995, 2105; BFH, Urteil vom 24.04.2003 - VII R 47/02 - NJW 2003, 2559; BVerwG, Beschluss vom 06.08.1997 - 4 B 124.97 - NJW 1998, 398). - BVerwG, 21.12.2021 - 9 B 19.21
Fristversäumnis durch Faxversand an ein unzuständiges Gericht wegen Eingabe einer …
Bei der erforderlichen Ausgangskontrolle ist in der Regel ein Sendebericht auszudrucken und auf die Richtigkeit der verwendeten Empfängernummer zu überprüfen, wobei die Überprüfung insbesondere anhand eines Abgleichs mit einem aktuellen Verzeichnis oder einer anderen geeigneten Quelle sicherzustellen hat, dass die Faxnummer zutreffend ermittelt wurde (BVerwG…, Beschluss vom 9. Januar 2008 - 6 B 51.07 - Buchholz 310 § 60 VwGO Nr. 261 Rn. 2 f.; vgl. auch BGH, Beschluss vom 10. Januar 2000 - II ZB 14/99 - NJW 200o, 1043 ; BFH, Urteil vom 24. April 2003 - VII R 47/02 - BFHE 202, 44 ). - LAG Rheinland-Pfalz, 19.06.2009 - 9 Sa 143/09
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand - Berufungsfrist - falsche Telefaxnummer
Es handelt sich hierbei um einfache, büromäßige Aufgaben ohne rechtlichen Bezug (vgl. BFH Urteil vom 24.4.2003 -VII R 47/02- BB 2003, 1485 ff.; BGH Beschluss vom 10.1.2000 -II ZB 14/99- NJW 2000, 1043 f.). - OLG Brandenburg, 13.11.2007 - 13 U 103/07
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand: Anwaltspflichten nach Entdecken einer …
Das Fehlen jeder Sicherung und Kontrolle bedeutet einen entscheidenden Organisationsmangel (zur ständigen Rechtsprechung des BGH's vgl. NJW-RR 2004, 1361 f.; NJW 2004, 688 f.; 2003, 435 f.; 2002, 3782 f. m.w.N. sowie insgesamt zur ständigen höchstrichterlichen Rechtsprechung BVerwG NJW 1997, 3390, BFH NJW 2003, 2559 und BAGE 78, 184, 186 sowie Musielak-Grandel, ZPO, 5. Aufl., § 233 Rdnr. 18). - BGH, 03.02.2005 - IX ZB 49/04
Versäumung der Berufungsbegründungsfrist wegen unrichtiger Angabe der …
Das Urteil des Bundesfinanzhofs vom 24. April 2003 - VII R 47/02 (NJW 2003, 2559) betrifft einen anderen Fall; denn die dortige Klägerin hatte - anders als hier - vorgetragen, bei dem Vermerk "Vorab per Telefax" handele es sich lediglich um einen Hinweis an das empfangende Gericht. - OVG Niedersachsen, 13.12.2016 - 5 ME 150/16
Bewerbungsverfahrensanspruch; Hilfsperson; Kanzleikraft; …
- OLG Hamm, 31.05.2007 - 2 UF 11/07
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand, richtige Telefaxnummer
- BFH, 03.02.2005 - VII B 125/04
Rüge eines Verfahrensfehlers
- FG Berlin-Brandenburg, 24.01.2019 - 4 K 9126/16
Erlass einer Kindergeldrückforderung aus sachlichen Billigkeitsgründen
- OLG Stuttgart, 15.07.2015 - 2 U 39/15
Rechtsanwaltsverschulden bei Versäumung der Berufungsbegründungsfrist: Eigene …
- FG Sachsen-Anhalt, 31.03.2004 - 2 K 1072/03
Wiedereinsetzung; Organisationsverschulden bei Faxübersendung durch Lehrling; …
- OVG Berlin-Brandenburg, 28.02.2006 - 60 PV 8.05
Voraussetzung für die Annahme der Verletzung des Mitbestimmungsrechts der …
- FG München, 21.04.2009 - 13 K 296/09
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand: Sorgfaltsanforderungen an die …
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