Rechtsprechung
| BGH, 13.12.1993 - II ZR 89/93 |
Volltextveröffentlichungen (6)
- Deutsches Notarinstitut
AktG 1965 §§ 17, 302, 303
Natürliche Person als herrschendes Unternehmen - JLaw (App) | www.prinz.law
- Wolters Kluwer
Qualifizierter faktischer Konzern - GmbH - Natürliche Person - Herrschendes Unternehmen
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
AktG (1965) §§ 17, 302, 303
Begriff des herrschenden Unternehmens - ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- Deutsches Notarinstitut (Leitsatz)
AktG §§ 17, 302, 303
Haftung im qualifizierten faktischen Konzern
Papierfundstellen
- NJW 1994, 446
- NJW 1994, 447
- ZIP 1994, 207
- MDR 1994, 259
- DNotZ 1994, 629
- WM 1994, 203
- BB 1994, 303
- DB 1994, 370
Wird zitiert von ... (60) Zitiert selbst (5)
- BGH, 29.03.1993 - II ZR 265/91
Haftung des eine GmbH beherrschenden Unternehmensgesellschafters
Auszug aus BGH, 13.12.1993 - II ZR 89/93
Herrschendes Unternehmen im Sinne der Haftungsgrundsätze im qualifizierten faktischen Konzern kann auch eine natürliche Person sein, deren anderweitige unternehmerische Betätigung sich in der Einflußnahme auf andere Gesellschaften erschöpft, an denen sie maßgeblich beteiligt ist (im Anschluß an Senatsurt. v. 29.3. 1993, II ZR 265/91, ZIP 1993, 589, DStR 1993, 572).*).Auf dieser Grundlage haftet nach der Rechtsprechung des Senats der eine GmbH beherrschende Gesellschafter, der sich auch außerhalb der Gesellschaft unternehmerisch betätigt, entsprechend den §§ 302, 303 AktG, wenn er die Konzernleitungsmacht in einer Weise ausübt, die keine angemessene Rücksicht auf die eigenen Belange der abhängigen Gesellschaft nimmt, ohne daß sich der ihr insgesamt zugefügte Nachteil durch Einzelausgleichsmaßnahmen kompensieren ließe (so zuletzt Senatsurt. v. 29.3. 1993, II ZR 265/91, DStR 1993, 572ff.).
a) Die Anwendung der Konzernhaftungsregeln scheitert allerdings nicht daran - wegen dieser vom Senat in den Urteilen vom 23.9.1992 (BGHZ 115, 187, 190 f.) und vom 29.3.1993 (a.a.O., 592) offengelassenen Frage hat das Berufungsgericht die Revision zugelassen -, daß B kein eigenes Unternehmen betrieb, sondern seine unternehmerischen Aktivitäten lediglich als Allein- oder Mehrheitsgesellschafter nicht nur in den beiden deutschen Gesellschaften mit beschränkter Haftung, sondern, wie für die Revisionsinstanz mangels gegenteiliger Feststellungen des Berufungsgerichts zu unterstellen ist, auch in den beiden ausländischen Gesellschaften ausübte.
Nach der st. Rechtsprechung des Senats kann auch eine natürliche Person Unternehmen im konzernrechtlichen Sinne sein (Senatsurt. v. 29.3. 1993, a.a.O., 592 m.w.N.).
Dies würde jedenfalls keinen Grund darstellen, den Gesellschafter aus seiner Verantwortung gegenüber den Gläubigern und etwaigen Minderheitsgesellschaftern zu entlassen, die ihn dann trifft, wenn er bei der Ausübung seiner Leitungsmacht keine angemessene Rücksicht auf die Belange einer abhängigen Gesellschaft nimmt und damit seine beherrschende Gesellschafterstellung mißbraucht (Senatsurt. v. 29.3. 1993, a.a.O., 593).
d) Die Sache ist an das Berufungsgericht zurückzuverweisen, damit die Parteien Gelegenheit erhalten, ihren Sachvortrag auf der Grundlage der vom Senat im Urteil vom 29.3.1993 (a.a.O., 592 f.) aufgestellten, ihnen bislang nicht bekannten Grundsätze zu ergänzen.
Das Berufungsurteil, welches der II. Zivilsenat durch das vorstehende Urteil aufgehoben hat, ist in der Zeit zwischen den beiden unter den Kürzeln "Video" (BGHZ 115, 187, DStR 1991, 1394) und "TBB" (DStR 1993, 572; dazu Goette, DStR 1993, 568ff.; Limmer, DStR 1993, 765ff.) ergangenen Entscheidungen des BGH erlassen worden.
- BGH, 23.09.1991 - II ZR 135/90
Haftung des Einmanngesellschafters im qualifizierten faktischen GmbH-Konzern - …
Auszug aus BGH, 13.12.1993 - II ZR 89/93
a) Die Anwendung der Konzernhaftungsregeln scheitert allerdings nicht daran - wegen dieser vom Senat in den Urteilen vom 23.9.1992 (BGHZ 115, 187, 190 f.) und vom 29.3.1993 (…a.a.O., 592) offengelassenen Frage hat das Berufungsgericht die Revision zugelassen -, daß B kein eigenes Unternehmen betrieb, sondern seine unternehmerischen Aktivitäten lediglich als Allein- oder Mehrheitsgesellschafter nicht nur in den beiden deutschen Gesellschaften mit beschränkter Haftung, sondern, wie für die Revisionsinstanz mangels gegenteiliger Feststellungen des Berufungsgerichts zu unterstellen ist, auch in den beiden ausländischen Gesellschaften ausübte.Das Berufungsurteil, welches der II. Zivilsenat durch das vorstehende Urteil aufgehoben hat, ist in der Zeit zwischen den beiden unter den Kürzeln "Video" (BGHZ 115, 187, DStR 1991, 1394) und "TBB" (DStR 1993, 572; dazu Goette, DStR 1993, 568ff.; Limmer, DStR 1993, 765ff.) ergangenen Entscheidungen des BGH erlassen worden.
In "TBB" hatte der II. Zivilsenat die Frage noch unentschieden lassen können, ob eine natürliche Person, die nach den früheren Entscheidungen "Unternehmen" im Sinne der konzernrechtlichen Schutzbestimmungen sein kann (BGHZ 69, 334, 338; BGHZ 95, 330, 337; BGHZ 115, 187, 189, DStR 1991, 1394), auch dann nach den Haftungsgrundsätzen im qualifiziert faktischen GmbH-Konzern in Anspruch genommen werden kann, wenn sie nicht einzelunternehmerisch tätig ist, sondern ihre unternehmerischen Aktivitäten auf die Leitung mehrerer als Allein- oder Mehrheitsgesellschafter geführter Gesellschaften beschränkt.
- BGH, 16.09.1985 - II ZR 275/84
Persönliche Inanspruchnahme der Gesellschafter einer GmbH wegen der Vermischung …
Auszug aus BGH, 13.12.1993 - II ZR 89/93
Der Senat ist auch bereits in seiner Entscheidung vom 23.9.1985 davon ausgegangen, daß dies nicht voraussetzt, daß der beherrschende Gesellschafter seine anderweitigen wirtschaftlichen Interessen in einem eigenen einzelkaufmännischen Unternehmen verfolgt (BGHZ 95, 330, 337).In "TBB" hatte der II. Zivilsenat die Frage noch unentschieden lassen können, ob eine natürliche Person, die nach den früheren Entscheidungen "Unternehmen" im Sinne der konzernrechtlichen Schutzbestimmungen sein kann (BGHZ 69, 334, 338; BGHZ 95, 330, 337; BGHZ 115, 187, 189, DStR 1991, 1394), auch dann nach den Haftungsgrundsätzen im qualifiziert faktischen GmbH-Konzern in Anspruch genommen werden kann, wenn sie nicht einzelunternehmerisch tätig ist, sondern ihre unternehmerischen Aktivitäten auf die Leitung mehrerer als Allein- oder Mehrheitsgesellschafter geführter Gesellschaften beschränkt.
- BGH, 20.09.1993 - II ZR 292/91
Begrenzung des Schadensersatzanspruchs auf dem Quotenschaden; Vorlage an den …
Auszug aus BGH, 13.12.1993 - II ZR 89/93
Soweit erforderlich, wird das Berufungsgericht den Klageanspruch auch unter dem Gesichtspunkt der Haftung wegen Konkursverschleppung (§ 64 Abs. 1 GmbHG i.V.m. § 823 Abs. 2 BGB) zu prüfen haben, auf den die Klage ebenfalls gestützt ist (vgl. dazu den Vorlagebeschl. des Senats v. 20.9. 1993, II ZR 292/91, ZIP 1993, 1543, DStR 1993, 1714).Der II. Zivilsenat verweist in diesem Zusammenhang auf seinen Vorlagebeschluß an den Gemeinsamen Senat der Obersten Gerichtshöfe des Bundes (II ZR 292/91, DStR 1993, 1714, 1716), in welchem er dafür eingetreten ist, die Beschränkung der Haftung auf den sog. "Quotenschaden" bei Neugläubigern aufzugeben.
- BGH, 13.10.1977 - II ZR 123/76
Eingliederung der Gelsenberg AG - 17 AktG, Bundesrepublik Deutschland als …
Auszug aus BGH, 13.12.1993 - II ZR 89/93
In "TBB" hatte der II. Zivilsenat die Frage noch unentschieden lassen können, ob eine natürliche Person, die nach den früheren Entscheidungen "Unternehmen" im Sinne der konzernrechtlichen Schutzbestimmungen sein kann (BGHZ 69, 334, 338; BGHZ 95, 330, 337; BGHZ 115, 187, 189, DStR 1991, 1394), auch dann nach den Haftungsgrundsätzen im qualifiziert faktischen GmbH-Konzern in Anspruch genommen werden kann, wenn sie nicht einzelunternehmerisch tätig ist, sondern ihre unternehmerischen Aktivitäten auf die Leitung mehrerer als Allein- oder Mehrheitsgesellschafter geführter Gesellschaften beschränkt.
- BGH, 17.03.1997 - II ZB 3/96
Vorstand der Volkswagen AG zur Erstellung eines Abhängigkeitsberichts …
Grundsätzlich ist ein Gesellschafter - ohne Rücksicht auf seine Rechtsform - dann Unternehmer im konzernrechtlichen Sinne, wenn er neben der Beteiligung an der Aktiengesellschaft anderweitige wirtschaftliche Interessenbindungen hat, die nach Art und Intensität die ernsthafte Sorge begründen, er könne wegen dieser Bindung seinen aus der Mitgliedschaft folgenden Einfluß auf die Aktiengesellschaft zu deren Nachteil ausüben (BGHZ 69, 334, 337; Sen.Urt. v. 13. Dezember 1993 - II ZR 89/93, ZIP 1994, 207, 208;… Hüffer, AktG aaO., § 15 Rdn. 8;… KK/Koppensteiner aaO., § 15 Rdn. 7;… Karsten Schmidt, Gesellschaftsrecht, 2. Aufl., § 31 II 1 a).Das ist u.a. regelmäßig dann der Fall, wenn er maßgeblich an einer anderen Gesellschaft beteiligt ist und somit die Möglichkeit besteht, daß er sich unter Ausübung von Leitungsmacht auch in anderen Gesellschaften unternehmerisch betätigt (BGHZ 69, 334, 346; Sen.Urt. v. 13. Dezember 1993 aaO., S. 208;… Hüffer, AktG aaO., § 15 Rdn. 9;… KK/Koppensteiner aaO., § 15 Rdn. 21 f. und 27 f.).
- BAG, 17.06.2014 - 3 AZR 298/13
Betriebsrentenanpassung - Rentnergesellschaft - Betriebsübergang
Rn. 70 Zwar galten für einen Berechnungsdurchgriff im Rahmen der Anpassungsprüfung nach § 16 BetrAVG nach der Rechtsprechung des Senats seit dem Urteil vom 28. April 1992 (- 3 AZR 244/91 - zu III 2 der Gründe, BAGE 70, 158; vgl. auch 14. Dezember 1993 - 3 AZR 519/93 - zu III 2 der Gründe) ua. die Grundsätze entsprechend, die der Bundesgerichtshof zur Haftung des herrschenden Unternehmens für Verbindlichkeiten des beherrschten Unternehmens im qualifiziert faktischen Konzern aufgestellt hatte (vgl. etwa BGH 13. Dezember 1993 - II ZR 89/93 - 29. März 1993 - II ZR 265/91 - [TBB] BGHZ 122, 123; 23. September 1991 - II ZR 135/90 - [Video] BGHZ 115, 187; 20. Februar 1989 - II ZR 167/88 - [Tiefbau] BGHZ 107, 7; 16. September 1985 - II ZR 285/84 - [Autokran] BGHZ 95, 330). - BAG, 14.02.2007 - 7 ABR 26/06
Konzernbetriebsrat - Konzernspitze im Ausland
Herrschendes Unternehmen im konzernrechtlichen Sinn kann zB auch eine natürliche Person sein (BAG 22. November 1995 - 7 ABR 9/95 - AP BetrVG 1972 § 54 Nr. 7 = EzA BetrVG 1972 § 54 Nr. 5, zu B II 1 a der Gründe; 13. Oktober 2004 - 7 ABR 56/03 - BAGE 112, 166 = AP BetrVG 1972 § 54 Nr. 9 = EzA BetrVG 2001 § 54 Nr. 1, zu B IV 1 b der Gründe; BGH 13. Dezember 1993 - II ZR 89/93 - AP AktG § 303 Nr. 5, zu 1 a der Gründe).
- BAG, 08.03.1994 - 9 AZR 197/92
Haftung im qualifiziert faktischen Konzern
Das setzt voraus, daß er die Konzernleitungsmacht in einer Weise ausübt, die keine Rücksicht auf die Belange der abhängigen Gesellschaft nimmt, ohne daß sich die dadurch zugefügten Nachteile durch andere Maßnahmen kompensieren ließen (im Anschluß an BGH Urteil vom 13. Dezember 1993 -- II ZR 89/93 und Urteil vom 29. März 1993 -- II ZR 265/92).Eine natürliche Person kann Unternehmen im konzernrechtlichen Sinn sein (ständige Rechtsprechung des BGH, Urteile vom 13. Dezember 1993 - II ZR 89/93 - NJW 1994, 446; vom 29. März 1993 - II ZR 265/92 - AP Nr. 2 zu § 303 AktG "TBB"; vom 23. September 1991 - II ZR 135/90 - AP Nr. 1 zu § 303 AktG "Video"; vom 16. September 1985 - II ZR 275/84 - BGHZ 95, 330 [BGH 16.09.1985 - II ZR 275/84] "Autokran" und vom 13. Oktober 1977 - II ZR 123/76 - BGHZ 69, 334, 338) [BGH 13.10.1977 - II ZR 123/76].
Die Bestimmungen des Konzernrechts sind auch dann anzuwenden, wenn die natürliche Person als beherrschender Gesellschafter kein eigenes Unternehmen betreibt, sondern ihre unternehmerischen Aktivitäten lediglich als Allein- oder Mehrheitsgesellschafter in anderen Gesellschaften ausübt (BGH Urteil vom 13. Dezember 1993, aaO).
Das trifft dann zu, wenn der eine GmbH beherrschende Unternehmensgesellschafter die Konzernleitungsmacht in der Weise ausübt, die keine Rücksicht auf die eigenen Belange der abhängigen Gesellschaft nimmt, ohne daß sich der ihr insgesamt zugefügte Nachteil durch Einzelmaßnahmen kompensieren ließe (BGH Urteile vom 13. Dezember 1993 - II ZR 89/93 - aaO …und vom 29. März 1993 - II ZR 265/92 - aaO "TBB").
b) Nach der neueren Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (Urteile vom 13. Dezember 1993 - II ZR 89/93 - aaO …und vom 29. März 1993 - II ZR 265/92 - aaO "TBB"), der sich der erkennende Senat anschließt, ist für den konzernrechtlichen Tatbestand nicht mehr die dauernde und umfassende Leitung der abhängigen Gesellschaft maßgebend (…so noch mißverständlich BGH Urteile vom 23. September 1991 - II ZR 135/90 - aaO "Video"; vom 20. Februar 1989 - II ZR 167/88 - BGHZ 107, 7 "Tiefbau" …und vom 16. September 1985 - II ZR 275/84 - aaO "Autokran" und BAG Urteil vom 14. Dezember 1993 - 3 AZR 519/93 - zur Veröffentlichung in der Fachpresse bestimmt).
- BAG, 03.09.1998 - 8 AZR 189/97
Haftung des Gesellschafter-Geschäftsführers bei Insolvenz der GmbH
Kommt es dem nicht nach, ist das Vorbringen des Gläubigers gem. § 138 Abs. 3 ZPO zugestanden (…BAG Urteil vom 8. März 1994 - 9 AZR 197/92 -, aaO, zu II 2 der Gründe; BGH Urteil vom 13. Dezember 1993 - II ZR 89/93 - AP Nr. 5 zu § 303 AktG, zu 1 c der Gründe).Für eine unternehmerische Tätigkeit reicht es aus, daß eine natürliche Person in einer anderen Gesellschaft auf der Grundlage maßgeblicher Beteiligung eine Leitungsmacht ausübt (BGH Urteil vom 13. Dezember 1993 - II ZR 89/93 -, aaO, zu 1 a der Gründe).
b) Der Kläger hat nichts dafür vorgetragen, die Tätigkeit der GmbH sei von vornherein eine Spekulation auf Kosten der Gläubiger gewesen (vgl. zu diesem Aspekt BGH Urteil vom 13. Dezember 1993 - II ZR 89/93 -, aaO, zu 1 d der Gründe).
- BAG, 15.01.2013 - 3 AZR 638/10
Anpassung der Betriebsrente - Berechnungsdurchgriff
Rn. 32 aa) Für einen Berechnungsdurchgriff im Rahmen der Anpassungsprüfung nach § 16 BetrAVG galten nach der Rechtsprechung des Senats seit dem Urteil vom 28. April 1992 (- 3 AZR 244/91 - zu III 2 der Gründe, BAGE 70, 158; vgl. auch BAG 14. Dezember 1993 - 3 AZR 519/93 - zu III 2 der Gründe, AP BetrAVG § 16 Nr. 29 = EzA BetrAVG § 16 Nr. 26) ua. die Grundsätze entsprechend, die der BGH zur Haftung des herrschenden Unternehmens für Verbindlichkeiten des beherrschten Unternehmens aufgestellt hatte (vgl. etwa BGH 13. Dezember 1993 - II ZR 89/93 - AP AktG § 303 Nr. 5; 29. März 1993 - II ZR 265/91 - [TBB] BGHZ 122, 123; 23. September 1991 - II ZR 135/90 - [Video] BGHZ 115, 187; 20. Februar 1989 - II ZR 167/88 - [Tiefbau] BGHZ 107, 7; 16. September 1985 - II ZR 275/84 - [Autokran] BGHZ 95, 330). - OLG Dresden, 09.08.2005 - 2 U 897/04
Regionale Organisationen des Kolpingwerks haften für insolventes …
(3.1) Dahinstehen kann dabei, ob die im Urteil des I. Zivilsenats des Bundesgerichtshofs vom 29.09.1982 - I ZR 88/80 - (BGHZ 85, 84 [88]) zum Vereinsrecht dargelegten Grundsätze in Anbetracht der zwischenzeitlichen Entwicklung der gesellschaftsrechtlichen Konzern-Rechtsprechung des II. Zivilsenats des Bundesgerichtshofs (vgl. BGHZ 122, 123 [126 ff.]; BGHZ 115, 187 [189 ff.]; BGH ZIP 1997, 416 [417 ff.]; BGH ZIP 1994, 1690 [1691 ff.]; BGH ZIP 1994, 207 [208]) und der Haftungsprinzipien zum Existenz vernichtenden Eingriff (vgl. BGH NZG 2005, 214 [215]; BGH NJW-RR 2005, 335 [336]; BGHZ 151, 181 [186 f.]; BGHZ 150, 61 [67 f.]; BGHZ 140, 10 [16 f.]) überhaupt noch Geltung beanspruchen können (so allerdings: LG München DB 2003, 1316 [1317 f.]; Gesetzentwurf des Bundesministeriums der Justiz zur Novellierung des Vereinsrechts vom 25.08.2004, S. 17 [www. - BSG, 27.09.1994 - 10 RAr 1/92
Haftung des Alleingesellschafters - Beitragsansprüche - Konzernhaftung - …
Es beruht auf einer Rechtsprechung des BGH, die dieser anhand von mehreren Leitentscheidungen entwickelt hat (BGHZ 95, 330 [BGH 16.09.1985 - II ZR 275/84] - "Autokran"; BGHZ 107, 7 - "Tieftau"; BGHZ 115, 187 [BGH 23.09.1991 - II ZR 135/90] - "Video"; BGHZ 122, 123 [BGH 29.03.1992 - II ZR 265/91] - "TBB" sowie BGH ZIP 1994, 207; dem BGH folgend auch das BAG: AP Nr. 21 zu § 113 BetrVG 1972 - "Warmwassergeräte"; BAG AP Nr. 5 zu § 1 Ges.Er kann auch als Einzelperson herrschendes Unternehmen im Sinne der konzernrechtlichen Haftung sein (so zuletzt BGH ZIP 1994, 207 mwN).
Der BGH hat insoweit gefordert, daß diese Betätigung (zumindest) "auf der Grundlage maßgeblicher Beteiligung an anderen Gesellschaften ausgeübt wird; das gilt jedenfalls dann, wenn die unternehmerische Betätigung in der Ausübung von Leitungsmacht - auch - in jenen anderen Gesellschaften besteht" (so in der neuesten Entscheidung zur Haftung im qualifizierten faktischen GmbH-Konzern: BGH ZIP 1994, 207, 208).
- BAG, 13.10.2004 - 7 ABR 56/03
Konzernbetriebsrat - Gemeinschaftsunternehmen
Das gilt selbst dann, wenn die natürliche Person kein eigenes Unternehmen betreibt, sondern ihre unternehmerischen Interessen auf der Grundlage maßgeblicher Beteiligung an mehreren anderen Gesellschaften verfolgen kann (BAG 22. November 1995 - 7 ABR 9/95 - AP BetrVG 1972 § 54 Nr. 7 = EzA BetrVG 1972 § 54 Nr. 5, zu B II 1 a der Gründe; BGH 13. Dezember 1993 - II ZR 89/93 - NJW 1994, 446, zu 1 a der Gründe;… allgM im konzernrechtlichen Schrifttum, zB Hüffer Aktiengesetz 6. Aufl. § 15 Rn. 8;… Koppensteiner in KK-AktG 3. Aufl. § 15 Rn. 32;… Emmerich/Sonnenschein/Habersack Konzernrecht 7. Aufl. § 2 II 1;… ErfK/Oetker 4. Aufl. § 15 AktG Rn. 3 mwN). - BAG, 23.08.2006 - 7 ABR 51/05
Konzernbetriebsrat - Wegfall der Errichtungsvoraussetzungen - …
Dies gilt selbst dann, wenn die natürliche Person kein eigenes Unternehmen betreibt, sondern ihre unternehmerischen Interessen auf der Grundlage maßgeblicher Beteiligung an mehreren anderen Unternehmen verfolgen kann (BAG 22. November 1995 - 7 ABR 9/95 - AP BetrVG 1972 § 54 Nr. 7 = EzA BetrVG 1972 § 54 Nr. 5, zu B II 1 a der Gründe; 13. Oktober 2004 - 7 ABR 56/03 - BAGE 112, 166 = AP BetrVG 1972 § 54 Nr. 9 = EzA BetrVG 2001 § 54 Nr. 1, zu B IV 1 b der Gründe; BGH 13. Dezember 1993 - II ZR 89/93 - AP AktG § 303 Nr. 5, zu 1 a der Gründe). - BAG, 22.11.1995 - 7 ABR 9/95
Konzernbetriebsrat im qualifiziert faktischen Konzern
- OLG Düsseldorf, 14.11.2006 - 24 U 266/03
Darlegungs- und Beweislast des Rechtsanwalts hinsichtlich seines Auftraggebers
- BAG, 21.10.2014 - 3 AZR 1027/12
Betriebliche Altersversorgung - Anpassung einer Betriebsrente - …
- OLG Bremen, 18.05.1999 - 3 U 2/98
- BSG, 27.10.1994 - 10 RAr 1/92
Rechtmäßigkeit der Heranziehung zur Zahlung von Sozialversicherungsbeiträgen - …
- BAG, 21.04.2015 - 3 AZR 102/14
Betriebliche Altersversorgung - Betriebsrentenanpassung - wirtschaftliche Lage …
- AG Ibbenbüren, 22.06.2015 - 3 C 26/15
Ersatzfähigkeit der Gebühren eines eingeschalteten Sachverständigen im Rahmen der …
- BAG, 21.04.2015 - 3 AZR 729/13
Betriebsrentenanpassung - konzerninterne Verrechnungspreisabrede - …
- LAG Hamm, 27.01.1995 - 5 Sa 845/94
Vermögenslosigkeit einer konzernabhängigen GmbH
- BGH, 25.11.1996 - II ZR 352/95
Haftung im qualifiziert-faktischen GmbH-Konzern nach kurzfristiger Beendigung der …
- BAG, 01.08.1995 - 9 AZR 378/94
Ausfallhaftung im qualifiziert faktischen Konzern
- OLG Hamm, 11.04.2000 - 29 U 114/99
Faktische Konzernhaftung für eine Mietgarantie
- BAG, 28.07.2005 - 3 AZR 463/04
Betriebsrentenanpassung - Haftung im Konzern
- LAG Hamm, 12.12.1996 - 4 Sa 1206/96
Durchgriffshaftung im sog. qualifiziert faktischen Konzern: Haftung des …
- BAG, 18.03.2014 - 3 AZR 899/11
Betriebsrentenanpassung - wirtschaftliche Lage des Versorgungsschuldners
- BAG, 21.04.2015 - 3 AZR 726/13
Betriebliche Altersversorgung - Betriebsrentenanpassung - wirtschaftliche Lage …
- BAG, 22.02.1995 - 10 ABR 21/94
Sozialplan neugegründeter Unternehmen
- BAG, 21.04.2015 - 3 AZR 14/14
Betriebliche Altersversorgung - Betriebsrentenanpassung - wirtschaftliche Lage …
- BAG, 18.03.2014 - 3 AZR 900/11
Betriebsrentenanpassung - wirtschaftliche Lage des Versorgungsschuldners
- BAG, 21.04.2015 - 3 AZR 728/13
Betriebliche Altersversorgung - Betriebsrentenanpassung - wirtschaftliche Lage …
- BAG, 21.04.2015 - 3 AZR 107/14
Betriebliche Altersversorgung - Betriebsrentenanpassung - wirtschaftliche Lage …
- BAG, 21.04.2015 - 3 AZR 11/14
Betriebliche Altersversorgung - Betriebsrentenanpassung - wirtschaftliche Lage …
- BAG, 21.04.2015 - 3 AZR 104/14
Betriebliche Altersversorgung - Betriebsrentenanpassung - wirtschaftliche Lage …
- BAG, 21.04.2015 - 3 AZR 13/14
Betriebliche Altersversorgung - Betriebsrentenanpassung - wirtschaftliche Lage …
- BAG, 21.04.2015 - 3 AZR 730/13
Betriebliche Altersversorgung - Betriebsrentenanpassung - wirtschaftliche Lage …
- BAG, 21.04.2015 - 3 AZR 105/14
Betriebliche Altersversorgung - Betriebsrentenanpassung - wirtschaftliche Lage …
- BAG, 21.04.2015 - 3 AZR 106/14
Betriebliche Altersversorgung - Betriebsrentenanpassung - wirtschaftliche Lage …
- BAG, 21.04.2015 - 3 AZR 12/14
Betriebliche Altersversorgung - Betriebsrentenanpassung - wirtschaftliche Lage …
- LAG Baden-Württemberg, 21.07.2004 - 20 Sa 8/04
Betriebsrentenanpassung - Auslegung der Versorgungsordnung - Vertrauensschutz - …
- LAG Niedersachsen, 24.11.2016 - 4 Sa 50/16
Berücksichtigung der wirtschaftlichen Lage einer anderen Gesellschaft als der …
- LAG Hamburg, 22.01.2003 - 4 TaBV 1/02
Sozialplan - wirtschaftliche Vertretbarkeit - Berechnungsdurchgriff - …
- LAG Niedersachsen, 24.11.2016 - 4 Sa 1099/15
Betriebsrentenanpassung
- OLG Köln, 18.12.2008 - 18 U 162/06
Pflicht der Konzernmutter zur Bereitstellung von Liquidität
- FG Münster, 10.08.2021 - 2 K 49/21
Rechtmäßigkeit der Anordnung einer steuerlichen Außenprüfung
- BAG, 25.01.1995 - 7 ABN 41/94
Konzernbetriebsrat: Voraussetzungen der Bildung
- OLG Dresden, 19.12.1996 - 7 U 872/96
Haftung des Übernehmers nach sog. Asset-Deal
- AG Halle/Saale, 12.06.2019 - 102 C 311/19
Erstattung der Kosten eines Sachverständigengutachtens als auszugleichende …
- OLG Köln, 06.06.1997 - 3 U 139/96
Konkursanfechtung; Konzernhaftung; internationale Zuständigkeit
- FG Münster, 10.08.2021 - 2 K 58/21
Rechtmäßigkeit der Anordnung einer steuerlichen Außenprüfung
- FG Niedersachsen, 10.01.2001 - 13 K 424/95
Keine Rückstellung im Einzelunternehmen eines GmbH-Geschäftsführers, der sich …
- AG Ibbenbüren, 17.06.2015 - 3 C 91/15
Ausgleich von Vermögensnachteilen i.R.e. Schadensersatzanspruchs aufgrund eines …
- OLG München, 21.04.1994 - 29 U 3177/93
Begriff des qualifizierten faktischen GmbH-Konzerns - Mißbräuchliche Ausübung der …
- LG Bonn, 14.12.1993 - 4 T 734/93
Eintragungsfähigkeit einer Regelung über die Kosten- und Lastenverteilung unter …
- BAG, 23.10.1996 - 3 AZR 924/94
Versorgungsansprüche aus einer Lebensversicherung nach Betriebsaufspaltung - …
- AG St. Goar, 07.06.2004 - 4 C 12/03
- OLG München, 03.12.1997 - 7 U 4428/97
Haftung des qualifizierten faktischen Konzerns für Einzelausgleich bei Konkurs …
- AG Esslingen, 02.03.2010 - 7 C 1765/09
Erstattungsfähigkeit vorgerichtlicher Rechtsanwaltskosten nach Verkehrsunfall
- AG Kleve, 21.02.2020 - 35 C 111/19
- OLG Hamm, 08.12.1998 - 26 U 59/97
- OLG Köln, 14.12.2000 - 18 U 99/00
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Rechtsprechung
| BGH, 30.11.1993 - XI ZR 8/93 |
Volltextveröffentlichungen (6)
- JLaw (App) | www.prinz.law
- Wolters Kluwer
Wechselakzept - Wirksamkeitsbeurteilungen - Umstände aus Urkunde - Umdeutung in Schuldversprechen - Bedingung
- FIS Money Advice (Volltext/Auszüge)
- rechtsportal.de
BGB §§ 140, 780; WG Art. 26 Abs. 1, Abs. 2 Satz 2
Wirksamkeit eines Wechselakzepts - ibr-online
- juris (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- BGHZ 124, 263
- NJW 1994, 447
- ZIP 1994, 24
- MDR 1994, 565
- MDR 1996, 565
- WM 1994, 56
- BB 1994, 170
Wird zitiert von ... (4) Zitiert selbst (21)
- BGH, 24.04.1974 - VIII ZR 211/72
Beweisbedürftigkeit von Tatsachen
Auszug aus BGH, 30.11.1993 - XI ZR 8/93
Das angefochtene Urteil hebt andererseits zutreffend hervor, daß ein Verstoß gegen Treu und Glauben in Betracht käme, wenn nachgewiesen wäre, daß die zugrundeliegenden Lieferungen ordnungsgemäß erbracht, aber noch nicht bezahlt seien (vgl. BGHZ 62, 286, 292).Es trifft zwar zu, daß der Beweis durch Urkunden im Urkundenprozeß auch für solche klagebegründenden Tatsachen entbehrlich ist, die gemäß § 138 Abs. 3 ZPO als zugestanden gelten (BGHZ 62, 286, 289 ff.; BGH, Urteil vom 4. Februar 1985 - II ZR 142/84, WM 1985, 738 (739 unter 2.)).
- BGH, 18.10.1976 - II ZR 194/75
Unterschrift auf Vorderseite eines Wechels als Bürgschaftserklärung - …
Auszug aus BGH, 30.11.1993 - XI ZR 8/93
Für die Auslegung von Wechselerklärungen können daher neben der Urkunde nur solche Umstände herangezogen werden, die einem am Begebungsvertrag nicht beteiligten Dritten mutmaßlich bekannt sind oder von ihm ohne Schwierigkeiten erkannt werden können (BGHZ 21, 155, 161 f.; 64, 11, 14; BGH, Urteil vom 18. Oktober 1976 - II ZR 194/75 - WM 1976, 1244, (1245 unter I.)).Die Grundsätze über die Einbeziehung außerhalb der Urkunde liegender Umstände bei der Auslegung im Verhältnis zwischen den Parteien des Begebungsvertrages (vgl. dazu BGH, Urteil vom 29. Januar 1981 - II ZR 73/80 - WM 1981, 375; BGHZ 22, 148, 152 f.; BGH, Urteil vom 18. Oktober 1976 - II ZR 194/75 - WM 1976, 1244 (1245 unter II., und unter I. a.E.); Reinicke DB 1960, 344 (345 f.);… Baumbach-Hefermehl, Wechselgesetz und Scheckgesetz 18. Aufl. Einleitung WG Rdn. 57; Pflug, ZHR 148 (1984) S. 1, 21; ferner Senat, Urteile vom 23. Oktober 1990 - XI ZR 113/89 - NJW-RR 1991, 229 (230 unter II. 1.) und vom 28. Januar 1992 - XI ZR 149/91 - NJW 1992, 1380 [BGH 28.01.1992 - XI ZR 149/91] (unter II. 2.), jeweils zum Scheck) sind für die Beurteilung der Wirksamkeit eines Akzepts ohne Bedeutung.
- BGH, 03.02.1975 - II ZR 128/73
Anwendung der Auslegungsregel bei möglichem Handeln im fremden Namen
Auszug aus BGH, 30.11.1993 - XI ZR 8/93
Für die Auslegung von Wechselerklärungen können daher neben der Urkunde nur solche Umstände herangezogen werden, die einem am Begebungsvertrag nicht beteiligten Dritten mutmaßlich bekannt sind oder von ihm ohne Schwierigkeiten erkannt werden können (BGHZ 21, 155, 161 f.; 64, 11, 14; BGH, Urteil vom 18. Oktober 1976 - II ZR 194/75 - WM 1976, 1244, (1245 unter I.)).
- BGH, 17.10.1984 - VIII ZR 181/83
Beweislast für Abschluß eines Vertrages unter aufschiebender Bedingung
Auszug aus BGH, 30.11.1993 - XI ZR 8/93
Im Fall einer Umdeutung hätte nämlich die Klägerin beweisen müssen, daß ein Angebot der Beklagten nicht unter einer aufschiebenden Bedingung abgegeben (BGH, Urteil vom 17. Oktober 1984 - VIII ZR 281/83, NJW 1985, 497) oder die etwa vereinbarte Bedingung eingetreten war (BGH, Urteil vom 29. Juni 1981 - VII ZR 299/80, BB 1981, 1732). - BGH, 28.01.1992 - XI ZR 149/91
Scheckrechtliche Verpflichtung einer Gesellschaft bei Ausstellung eines auf das …
Auszug aus BGH, 30.11.1993 - XI ZR 8/93
Die Grundsätze über die Einbeziehung außerhalb der Urkunde liegender Umstände bei der Auslegung im Verhältnis zwischen den Parteien des Begebungsvertrages (vgl. dazu BGH, Urteil vom 29. Januar 1981 - II ZR 73/80 - WM 1981, 375; BGHZ 22, 148, 152 f.; BGH, Urteil vom 18. Oktober 1976 - II ZR 194/75 - WM 1976, 1244 (1245 unter II., und unter I. a.E.); Reinicke DB 1960, 344 (345 f.);… Baumbach-Hefermehl, Wechselgesetz und Scheckgesetz 18. Aufl. Einleitung WG Rdn. 57; Pflug, ZHR 148 (1984) S. 1, 21; ferner Senat, Urteile vom 23. Oktober 1990 - XI ZR 113/89 - NJW-RR 1991, 229 (230 unter II. 1.) und vom 28. Januar 1992 - XI ZR 149/91 - NJW 1992, 1380 [BGH 28.01.1992 - XI ZR 149/91] (unter II. 2.), jeweils zum Scheck) sind für die Beurteilung der Wirksamkeit eines Akzepts ohne Bedeutung. - BGH, 29.06.1981 - VII ZR 299/80
Beweis für die Einhaltung einer Zusicherung
Auszug aus BGH, 30.11.1993 - XI ZR 8/93
Im Fall einer Umdeutung hätte nämlich die Klägerin beweisen müssen, daß ein Angebot der Beklagten nicht unter einer aufschiebenden Bedingung abgegeben (BGH, Urteil vom 17. Oktober 1984 - VIII ZR 281/83, NJW 1985, 497) oder die etwa vereinbarte Bedingung eingetreten war (BGH, Urteil vom 29. Juni 1981 - VII ZR 299/80, BB 1981, 1732). - BGH, 07.12.1981 - II ZR 187/81
Gemischtsprachiger Wechsel
Auszug aus BGH, 30.11.1993 - XI ZR 8/93
Zwar kann in diesem Punkt die Abweisung als unbegründet nicht aufrechterhalten werden (BGHZ 82, 200, 208). - BGH, 24.03.1992 - XI ZR 142/91
Entstehung und Umfang der Wechselverpflichtung bei Blankoakzept
Auszug aus BGH, 30.11.1993 - XI ZR 8/93
b) Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, von der auch der Senat ausgeht, beruht die Haftung des Annehmers auf rechtsgeschäftlicher Verpflichtung (vgl. BGH, Urteile vom 26. Juni 1975 - II ZR 35/74 - WM 1975, 1002 und 7. November 1977 - II ZR 67/76 - WM 1978, 83, 84; ferner Senat, Urteil vom 24. März 1992 - XI ZR 142/91 - WM 1992, 907 zum Blankoakzept). - BGH, 26.06.1975 - II ZR 35/74
Entstehen einer Wechselverpflichtung - Gutgläubiger Erwerb der Rechte aus einem …
Auszug aus BGH, 30.11.1993 - XI ZR 8/93
b) Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, von der auch der Senat ausgeht, beruht die Haftung des Annehmers auf rechtsgeschäftlicher Verpflichtung (vgl. BGH, Urteile vom 26. Juni 1975 - II ZR 35/74 - WM 1975, 1002 und 7. November 1977 - II ZR 67/76 - WM 1978, 83, 84; ferner Senat, Urteil vom 24. März 1992 - XI ZR 142/91 - WM 1992, 907 zum Blankoakzept). - BGH, 20.04.1967 - III ZR 59/65
Inanspruchnahme aus einem selbstständigen Schuldversprechen - Auslegung einer …
Auszug aus BGH, 30.11.1993 - XI ZR 8/93
Eine derartige Bedingung ist mit dem Wesen des abstrakten Schuldversprechens vereinbar (vgl. BGH, Urteile vom 20. April 1967 - III ZR 59/65 - WM 1967, 824, 825 und vom 16. Juni 1977 - III ZR 45/75 - WM 1977, 1025, 1027; RG Warneyers Rechtsprechung 1910 Nr. 277;… RGRK BGB-Steffen, aaO § 780 Rdn. 4;… MünchKomm BGB Hüffer, aaO § 780 Rdn. 14). - BGH, 28.06.1956 - II ZR 12/55
Wechsel mit Klausel der Scheckzahlung
- BGH, 04.02.1985 - II ZR 142/84
Anforderungen an Substantiiertheit des Beklagtenvortrags - Entbehrlichkeit des …
- BGH, 23.10.1990 - XI ZR 113/89
Grenzen der Beweiswürdigung - Auslegung einer Scheckurkunde
- BGH, 16.06.1977 - III ZR 45/75
Anerkenntnis eines Honoraranspruchs - Wirksamkeit eines bestätigenden …
- BGH, 29.01.1981 - II ZR 73/80
Voraussetzungen der wirksamen Vertretung trotz Unterzeichnung ohne einen die …
- BGH, 15.11.1956 - II ZR 163/56
Auslegung einer Wechselbürgschaft
- BGH, 07.11.1977 - II ZR 67/76
Inanspruchnahme eines Wechselbürgen auf Zahlung - Anforderungen an die Erwirkung …
- BGH, 04.02.1960 - II ZR 133/59
Bindungswirkung eines von einem vertretungsbefugten Gesellschafter …
- BGH, 23.06.1955 - II ZR 348/53
Rechtsmittel
- RG, 13.05.1932 - II 464/31
1. Ist ein Wechsel gültig, der an Order lautet, aber keinen Remittenten angibt? …
- RG, 17.01.1928 - II 396/27
Bedingte Wechselerklärungen; Sichtwechsel
- BSG, 30.09.2015 - B 3 KR 40/15 B
Krankenversicherung - Bescheinigung der Arbeitsunfähigkeit - Auslegung des …
Auch bei formbedürftigen Erklärungen sind die Umstände außerhalb der Urkunde bei der Auslegung mit zu berücksichtigen (…vgl Reichold in: Herberger/Martinek/Rüßmann ua, jurisPK-BGB, 7. Aufl 2014, § 133 BGB RdNr 25). Nur wenn es sich um Erklärungen an eine größere Anzahl oder unbestimmte Vielzahl von Adressaten handelt (Allgemeine Geschäftsbedingungen uä), muss die Auslegung mit Rücksicht auf den durchschnittlichen Empfängerhorizont der Zielgruppe einheitlich und objektiv erfolgen(vgl BGHZ 124, 263; BGHZ 113, 237), und es dürfen - außer dem Text der Erklärung - nur solche Umstände berücksichtigt werden, die jedermann bzw jedem Angehörigen der jeweiligen Adressatengruppe bekannt oder erkennbar sind (…vgl Ellenberger in: Palandt, aaO, § 133 RdNr 12). - OLG Dresden, 30.04.2003 - 2 W 388/03
Klauselerteilungsverfahren
Wenn in diesem unstreitige Tatsachen nicht ohne Weiteres einer Beweisführung durch Urkunden bedürfen (vgl. BGHZ 62, 286 [289 ff.]; BGH ZIP 1994, 24 [25]), rechtfertigt sich dies daraus, dass der Urkundenprozess als Streitverfahren ausgestaltet ist und lediglich hinsichtlich des Beweisrechts Besonderheiten unterliegt. - LSG Berlin-Brandenburg, 28.07.2016 - L 32 AS 288/14 Deren Auslegung muss als allgemeine Geschäftsbedingung mit Rücksicht auf den durchschnittlichen Empfängerhorizont der Zielgruppe einheitlich und objektiv erfolgen (BSG, Beschluss vom 30.09.2015 - B 3 KR 40/15 unter Hinweis auf BGHZ 124, 263).
- BSG, 23.06.2016 - B 3 KR 7/16 B Nur wenn es sich um Erklärungen an eine größere Anzahl oder unbestimmte Vielzahl von Adressaten handelt (zB Allgemeine Geschäftsbedingungen), muss die Auslegung mit Rücksicht auf den durchschnittlichen Empfängerhorizont der Zielgruppe einheitlich und objektiv erfolgen (vgl BGHZ 124, 263; BGHZ 113, 237), und es dürfen - außer dem Text der Erklärung - nur solche Umstände berücksichtigt werden, die jedermann bzw jedem Angehörigen der jeweiligen Adressatengruppe bekannt oder erkennbar sind (…vgl Ellenberger in: Palandt, aaO, § 133 RdNr 12).
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