Rechtsprechung
| BayObLG, 22.12.1999 - 3Z BR 378/99 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- Deutsches Notarinstitut
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
BNotO § 15 § 23 § 24; ZPO § 829
Auszahlung eines Betrages von einem Notaranderkonto - juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- Deutsches Notarinstitut (Kurzinformation/Zusammenfassung)
BNotO §§ 15, 23, 24; BeurkG § 54a ff.
Pfändung von Zahlungsanspruch bei hinterlegtem Geld
Verfahrensgang
- LG München I - 13 T 6722/99
- BayObLG, 22.12.1999 - 3Z BR 378/99
Papierfundstellen
- NJW-RR 2000, 945
- DNotZ 2000, 376
- FGPrax 2000, 79
- BB 2000, 588
Wird zitiert von ... (6) Zitiert selbst (4)
- BGH, 19.03.1998 - IX ZR 242/97
Rechte des Verkäufers bei Abwicklung eines Grundstückskaufvertrages über das …
Auszug aus BayObLG, 22.12.1999 - 3Z BR 378/99
Selbst wenn der Auszahlungsanspruch gegen den Notar wirksam gepfändet sein sollte, wäre die Pfändung unwirksam, weil zu ihrer Wirksamkeit die gleichzeitige Pfändung des Rückzahlungsanspruchs des Schuldners gegen seinen Vertragspartner erforderlich sei (sog. Doppelpfändung BGH NJW 1998, 2134 ff.).Streitigkeiten über die Abwicklung von Notaranderkonten sind durch die Beschwerde nach § 15 BNot0 auszutragen (BGH NJW 1990, 1733; NJW 1998, 2134/2135) .
aa) Mit der Überweisung auf das Notaranderkonto erwarben die Beteiligten zu 2-einen Anspruch gegen den Notar auf Auskehrung des Erlöses (BGH NJW 1998, 2134/2135; DN0tI-Report 11/1996 S 93/94).
cc) Ob die erforderliche Zustellung des Pfändungsbeschlusses an den Notar als Drittschuldner (§ 829 Abs. 3 ZPO) erfolgt ist, kann dahinstehen; ebenso, ob, wie das Landgericht unter Hinweis auf die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ausführt, zur Wirksamkeit der Pfändung auch der Zahlungsanspruch der Beteiligten zu 2 gegen die Eheleute H. hätte gepfändet werden müssen ist (vgl. BGH NJW 1998, 2134/2135).
- BGH, 29.11.1984 - X ZR 39/83
Pfändbarkeit einer Erfindervergütung
Auszug aus BayObLG, 22.12.1999 - 3Z BR 378/99
) Nach ständiger Rechtsprechung (BGHZ 13, 42 ff.; 93, 82/83) muß der Pfändungs- und Überweisungsbeschluß aus Gründen der Rechts- und Verkehrssicherheit die zu pfändende Forderung so bestimmt bezeichnen, daß bei verständiger Auslegung des Beschlusses unzweifelhaft feststeht, welche Forderung Gegenstand der Zwangsvollstreckung sein soll. - BGH, 18.03.1954 - IV ZR 160/53
Pfändung von Geldforderungen
Auszug aus BayObLG, 22.12.1999 - 3Z BR 378/99
) Nach ständiger Rechtsprechung (BGHZ 13, 42 ff.; 93, 82/83) muß der Pfändungs- und Überweisungsbeschluß aus Gründen der Rechts- und Verkehrssicherheit die zu pfändende Forderung so bestimmt bezeichnen, daß bei verständiger Auslegung des Beschlusses unzweifelhaft feststeht, welche Forderung Gegenstand der Zwangsvollstreckung sein soll. - BGH, 14.12.1989 - IX ZR 119/88
Rechtsweg für Klage gegen einen Notar auf Rückzahlung zu Unrecht von einem …
Auszug aus BayObLG, 22.12.1999 - 3Z BR 378/99
Streitigkeiten über die Abwicklung von Notaranderkonten sind durch die Beschwerde nach § 15 BNot0 auszutragen (BGH NJW 1990, 1733; NJW 1998, 2134/2135) .
- BayObLG, 08.05.2024 - 101 VA 18/24
Keine Rechtswegverweisung nach übereinstimmender Erledigungserklärung
Neben dem Schuldner ist auch der Drittschuldner so anzugeben, dass Verwechslungen ausgeschlossen sind (vgl. BayObLG, Beschluss vom 22. Dezember 1999, 3Z BR 378/99, NJW-RR 2000, 945 [juris Rn. 11] m. w. N.;… Smid in Münchener Kommentar zur ZPO, § 829 Rn. 21). - OLG Zweibrücken, 03.11.2003 - 3 W 198/03
Unzulässiger Vorbescheid des Notars über bestimmte Vorfragen und Annahme einer …
In den bisher entschiedenen Fällen ging es daher immer um bestimmte, vom Notar angekündigte Amtshandlungen (…vgl. z.B. Senat aaO; MittBayNot 1995, 162; BayObLGZ 1995, 204; BayObLG FGPrax 1998, 78, 79; NJW-RR 2000, 945; 1231; OLG Schleswig DNotZ 1993, 67, 68; OLG Frankfurt ZNotP 1999, 83; OLG Jena FGPrax 2001, 32, 33; LG Frankenthal [Pfalz] MittBayNot 1996, 321, 322; LG Stuttgart MittBayNot 2003, 158, 159; Beschluss vom 23. November 2001 - 1 T 36/01 - ). - OLG Zweibrücken, 30.07.2004 - 3 W 152/04
Amtspflichtverletzung des Notars: Amtspflichtgemäße Weigerung des Notars zur …
Die Zivilkammer ist zunächst zutreffend davon ausgegangen, dass die Beschwerdemöglichkeit nach § 15 Abs. 2 Satz 1 BNotO auch gegen die Weigerung eines Notars eröffnet ist, in bestimmter Weise über Geld zu verfügen, das auf einem von ihm geführten Anderkonto hinterlegt ist (vgl. BGH NJW 1998, 2134, 2135; BGH DNotZ 1991, 682; BayObLG NJW-RR 2000, 945; BayObLG FGPrax 1997, 240 = BayObLGR 1998, 8 = MittBayNot 1998, 120;… Renner in Huhn/von Schuckmann, BeurkG, § 54 d Rdnr. 19;… Winkler, BeurkG, 15. Aufl., § 54 d Rdnr. 18;… Schippel, BNotO, 7. Aufl., § 23 Rdnr. 44;… Arndt/Lerch/Sandkühler, BNotO, 5. Aufl., § 23 Rdnr. 154).
- OLG Zweibrücken, 13.12.2000 - 3 W 208/00
Beschwerdefähiger Vorbescheid des Notars - Auszahlung hinterlegter Geldbeträge
In solchen Fällen ergeht nach ganz überwiegender Ansicht in Rechtsprechung und Literatur ein beschwerdefähiger Vorbescheid (vgl. dazu BayObLG NJW-RR 2000, 945 = DNotZ 2000, 376; FGPrax 1998, 78, 79; BayObLGZ 1995, 205, 208; OLG Hamm FGPrax 1995, 171; OLG Frankfurt/M DNotZ 1992, 61; ZNotP 1999, 83; OLG Schleswig DNotZ 1993, 67; LG Frankenthal MittBayNot 1996, 321, 322;… Elymann/Vaasen/Frenz aaO § 15 Rdnr. 20 und Hertel § 23 Rdnr. 50;… Schippel/Reithmann, BNotO 7. Aufl. § 15 Rdnr. 79;… Arndt/Lerch/Sandkühler, BNotO 4. Aufl., § 15 Rdnr. 91; Haug, DNotZ 1992, 18, 22 auch mit Nw. zur vereinzelt gebliebenen Gegenmeinung des LG Frankfurt/M). - VerfGH Berlin, 04.03.2009 - VerfGH 14/05
Verletzung des rechtlichen Gehörs iSv Art 15 Abs 1 Verf BE durch …
Die Fachgerichte sind daher bei der Auslegung und Anwendung derartiger Vorschriften einer strengeren verfassungsrechtlichen Kontrolle unterworfen, als dies üblicherweise bei der Anwendung einfachen Rechts geschieht (vgl. für das Bundesrecht: BVerfG, NJW-RR 2000, 945 m. w. N.). - BayObLG, 17.12.2004 - 1Z BR 64/04
Aussetzung der Kaufpreisauszahlung von Notaranderkonto bei einseitiger …
Das Verfahren nach § 15 BNotO ist auch dann eröffnet, wenn der Notar sich weigert, in bestimmter Weise über Geld zu verfügen, das auf einem von ihm geführten Anderkonto hinterlegt ist (vgl. BayObLGZ 1995, 204/207 f. m.w.N.; BayObLG FGPrax 2000, 79).
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