Rechtsprechung
| BGH, 28.05.2002 - XI ZR 336/01 |
Volltextveröffentlichungen (13)
- Doctrine(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Mit KI-Zusammenfassung und KI-Dialogfeld, um Fragen zur Entscheidung stellen.
Doctrine ist die neue umfassende Rechts-KI-Plattform in Kooperation mit dejure.org. Mehr Informationen - lexetius.com
- openjur.de
- bundesgerichtshof.de
- Judicialis
- JLaw (App) | www.prinz.law
- Wolters Kluwer
Kostentragungsbeschluss - Schadensersatzanspruch - Effektenkommissionär - Auftragsgemäßer Erwerb von Aktien - Naturalrestitution - Mitverschulden - Kommittent - Schadensminderung - Deckungskauf - Wertpapierdienstleistungsunternehmen - Verspätete Weiterleitung von ...
- ra.de
- FIS Money Advice (Volltext/Auszüge)
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
BGB §§ 249 254; HGB § 383
Inhalt und Umfang des Schadensersatzanspruchs gegen einen Effektenkommissionär - datenbank.nwb.de
- ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
Wertpapierrecht - Haftung des Effektenkommissionärs
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse (2)
- zbb-online.com (Leitsatz)
BGB §§ 249, 254; HGB § 383
Anspruch auf Naturalrestitution gegen Effektenkommissionär wegen verspätet weitergeleiteter Aufträge zum Aktienerwerb - Verbraucherzentrale Bundesverband (Kurzinformation)
Schadensersatz wegen fehlerhafter Ausführung eines Aktienkaufs
Besprechungen u.ä.
- beck.de (Entscheidungsanmerkung)
Schadenswiedergutmachung durch den Effektenkommissionär, der den Kaufauftrag verspätet ausgeführt hat
Papierfundstellen
- NJW-RR 2002, 1272
- ZIP 2002, 1292
- MDR 2002, 1121
- VersR 2003, 513
- WM 2002, 1502
- DB 2002, 2709
Wird zitiert von ... (13) Zitiert selbst (5)
- BGH, 24.07.2001 - XI ZR 164/00
Ausführung eines Wertpapierverkaufsauftrags nach Ablauf der Geltungsdauer
Auszug aus BGH, 28.05.2002 - XI ZR 336/01
Die Frage, ob der Kläger es schuldhaft unterlassen hat, den Schaden durch Abschluß eines Deckungskaufs am 22. Dezember 1999 zu mindern, oder ob ihm dies wegen der nicht vorhersehbaren weiteren Kursentwicklung unzumutbar war (vgl. hierzu Senat, Urteil vom 24. Juli 2001 - XI ZR 164/00, WM 2001, 1716, 1717; OLG Köln WM 1989, 1529, 1531 f.), bedarf keiner Entscheidung.Jedenfalls ergibt die - auch im Rahmen des § 254 Abs. 2 Satz 1 BGB gebotene (Senat, Urteil vom 24. Juli 2001 aaO) - Abwägung der Verursachungs- und Verschuldensbeiträge beider Parteien, daß der Anspruch des Klägers nicht wegen eines Mitverschuldens zu mindern war.
Sie hat sich trotz der Beanstandung des Klägers vom 16. Dezember 1999 rechtswidrig und grob schuldhaft geweigert, den Kläger schadlos zu stellen, obwohl sie nach ihrem vorangegangenen Fehlverhalten die Rechtslage besonders sorgfältig prüfen und ihre Pflicht, dem Kläger Schadensersatz zu leisten, unbedingt erkennen mußte (vgl. Senatsurteil vom 24. Juli 2001 - XI ZR 164/00, WM 2001, 1716, 1717).
- BGH, 08.07.1986 - VI ZR 47/85
Haftung einer juristischen Person für unerlaubte Handlungen eines …
Auszug aus BGH, 28.05.2002 - XI ZR 336/01
a) Die Abwägung ist zwar grundsätzlich dem Tatgericht vorbehalten und kann vom Revisionsgericht nur eingeschränkt überprüft werden (BGHZ 98, 148, 158; BGH, Urteil vom 6. Dezember 1983 - VI ZR 60/82, WM 1984, 126). - BGH, 06.12.1983 - VI ZR 60/82
Gewährung eines Darlehens zur Durchführung eines größeren Bauvorhabens - Verstoß …
Auszug aus BGH, 28.05.2002 - XI ZR 336/01
a) Die Abwägung ist zwar grundsätzlich dem Tatgericht vorbehalten und kann vom Revisionsgericht nur eingeschränkt überprüft werden (BGHZ 98, 148, 158; BGH, Urteil vom 6. Dezember 1983 - VI ZR 60/82, WM 1984, 126). - BGH, 18.12.1986 - IX ZR 62/86
Inanspruchnahme aus einer befristeten Bürgschaft
- BGH, 16.03.1994 - VIII ZR 261/92
Schadensersatzanspruch aus positiver Vertragsverletzung (pVV) wegen - Verschulden …
Auszug aus BGH, 28.05.2002 - XI ZR 336/01
Der Kläger war so zu stellen, wie er gestanden hätte, wenn die Beklagte ordnungsgemäß erfüllt hätte (vgl. für Ansprüche wegen positiver Vertragsverletzung: BGH, Urteil vom 16. März 1993 - VIII ZR 261/92, NJW 1994, 1653, 1654 und für § 385 Abs. 1 Halbs. 1 HGB: Krüger aaO Rdn. 3).
- BGH, 12.09.2017 - XI ZR 590/15
Unwirksamkeit mehrerer Entgeltklauseln einer Sparkasse
Rn. 58 (2) Der Kommissionsvertrag zwischen Bank und Kunde ist ein Geschäftsbesorgungsvertrag (§ 675 Abs. 1 BGB) mit dienstvertraglichem Charakter (vgl. Senatsbeschluss vom 28. Mai 2002 - XI ZR 336/01, WM 2002, 1502, 1503;… Seiler/Geier in Schimansky/Bunte/Lwowski, Bankrechts-Handbuch, 5. Aufl., § 104 Rn. 48 ff.;… MünchKommHGB/Ekkenga, 3. Aufl., Effektengeschäft, Rn. 70).Hauptleistungspflicht und damit die durch eine Preishauptabrede abzugeltende Hauptleistung des Kommissionärs ist das mit der gebotenen Sorgfalt zu erbringende Bemühen, dem Auftrag des Kommittenten entsprechende Kaufverträge abzuschließen (vgl. Senatsbeschluss vom 28. Mai 2002 - XI ZR 336/01, aaO;… Seiler/Geier, aaO, § 104 Rn. 49 f.).
- BGH, 08.05.2013 - IV ZR 84/12
BGH erklärt zwei Ausschlussklauseln in der Rechtsschutzversicherung für unwirksam
Allein die wiederholte Verwendung des Begriffs in zahlreichen gerichtlichen Entscheidungen, auch des Bundesgerichtshofs (Urteile vom 28. Mai 2002 - XI ZR 336/01, WM 2002, 1502, 1503; vom 30. November 2004 - XI ZR 200/03, BGHZ 161, 189, 191, 193 f.; vom 30. November 2004 - XI ZR 49/04, NJW-RR 2005, 1135, 1136;… vom 19. Dezember 2006 - XI ZR 56/05, BGHZ 170, 226 Rn. 23;… vom 27. September 2011 - XI ZR 178/10, NJW-RR 2012, 43 Rn. 53;… vom 27. September 2011 - XI ZR 182/10, NJW 2012, 66 Rn. 50), genügt ebenfalls nicht, um den Ausdruck zu einem fest umrissenen Begriff der Rechtssprache zu machen, zumal in diesen Entscheidungen regelmäßig keine Definition oder Abgrenzung des Begriffs nach juristischen Kriterien vorgenommen, sondern er allenfalls im Sinne eines im Bankwesen geschäftsüblichen Fachbegriffs verwendet wird. - BGH, 13.11.2012 - XI ZR 334/11
Schadenersatzanspruch bei fehlerhafter Beratung eines Kapitalanlegers: Umwandlung …
In einem solchen Fall kann es nach der gebotenen Abwägung der Verursachungs- und Verschuldensbeiträge beider Parteien angemessen sein, auch den Geschädigten mit einem Teil seines Schadens zu belasten (vgl. dazu Senat, Urteile vom 24. Juli 2001 - XI ZR 164/00, WM 2001, 1716, 1718 und vom 28. Mai 2002 - XI ZR 336/01, WM 2002, 1502, 1503 f.).
- OLG Nürnberg, 24.11.2003 - 8 U 36/03
Kein Mitverschulden des wegen Nichtausführung einer Online-Order …
Vielmehr blieb die Beklagte bis zum Ablauf der vom Kläger durch Erteilung eines tagesgültigen Auftrags gesetzten Frist verpflichtet, die Kursentwicklung zu überwachen und bei einem etwaigen Unterschreiten der Preisobergrenze Kaufaufträge zu erteilen (BGH ZIP 2002, 1292 , dazu EWiR 2002, 955 (Schäfer) ).Hat die Beklagte durch verspätete Weiterleitung des vom Kläger ereilten Kaufauftrages ihre Pflicht zur sorgfältigen Ausführung des Kommissionsauftrages verletzt, schuldet sie dem Kläger deshalb nicht Schadensersatz wegen Nichterfüllung infolge zu vertretender Unmöglichkeit (§ 325 BGB a.F.), sondern Schadensersatz wegen positiver Vertragsverletzung (BGH ZIP 2002, 1292; Balzer , EWiR 2000, 515).
Der Senat vermag daher -- auch unter Berücksichtigung der Ausführungen des BGH im Beschluss vom 28.5.2002 (ZIP 2002, 1292) -- der Auffassung des Landgerichts nicht zu folgen, das Verschulden des Klägers übrwiege bei Weitem dasjenige der Beklagten.
- BGH, 08.05.2013 - IV ZR 174/12
BGH erklärt zwei Ausschlussklauseln in der Rechtsschutzversicherung für unwirksam
Allein die wiederholte Verwendung des Begriffs in zahlreichen gerichtlichen Entscheidungen, auch des Bundesgerichtshofs (Urteile vom 28. Mai 2002 - XI ZR 336/01, WM 2002, 1502, 1503; vom 30. November 2004 - XI ZR 200/03, BGHZ 161, 189, 191, 193 f.; vom 30. November 2004 - XI ZR 49/04, NJW-RR 2005, 1135, 1136;… vom 19. Dezember 2006 - XI ZR 56/05, BGHZ 170, 226 Rn. 23;… vom 27. September 2011 - XI ZR 178/10, NJW-RR 2012, 43 Rn. 53;… vom 27. September 2011 - XI ZR 182/10, NJW 2012, 66 Rn. 50), genügt ebenfalls nicht, um den Ausdruck zu einem fest umrissenen Begriff der Rechtssprache zu machen, zumal in diesen Entscheidungen regelmäßig keine Definition oder Abgrenzung des Begriffs nach juristischen Kriterien vorgenommen, sondern er allenfalls im Sinne eines im Bankwesen geschäftsüblichen Fachbegriffs verwendet wird. - BGH, 25.11.2014 - XI ZR 169/13
Bankenhaftung bei Anlageberatung: Aufklärungspflicht gegenüber dem an …
Rn. 35 1. Die im Rahmen des § 254 Abs. 2 Satz 1 BGB gebotene Abwägung der Verursachungs- und Verschuldensbeiträge ist grundsätzlich dem Tatrichter vorbehalten und kann vom Revisionsgericht nur eingeschränkt daraufhin überprüft werden (BGH, Urteile vom 8. Juli 1986 - VI ZR 47/85, BGHZ 98, 148, 158 und vom 28. Mai 2002 - XI ZR 336/01, WM 2002, 1502, 1503), ob der Tatrichter alle in Betracht kommenden Umstände vollständig und richtig berücksichtigt und seiner Abwägung rechtlich zulässige Erwägungen zugrunde gelegt hat (BGH, Urteil vom 25. März 2003 - VI ZR 161/02, NJW 2003, 1929, 1931 mwN). - BGH, 15.05.2008 - III ZR 170/07
Geldausgleich bei Verlust vertretbarer Sachen
Nur wenn es im Einzelfall von der Sache her geboten und ihm auch zumutbar ist, hat er diesen Weg der Schadensbegrenzung zu beschreiten (Senatsurteil vom 26. Mai 1988 - III ZR 42/87 - NJW 1989, 290, 291; BGH, Urteil vom 29. Januar 1993 - V ZR 160/91 - NJW-RR 1993, 626, 627 = WM 1993, 1155, 1156; siehe auch BGH, Urteile vom 24. Juli 2001 - XI ZR 164/00 - NJW 2001, 3257, 3258; vom 18. Februar 2002 - II ZR 355/00 - NJW 2002, 2553, 2555 und vom 28. Mai 2002 - XI ZR 336/01 - NJW-RR 2002, 1272 = WM 2002, 1502, 1503). - OLG Braunschweig, 03.06.2022 - 4 U 264/21
Ansprüche aus einem Avalkreditvertrag zur Ablösung eines anderen …
Rn. 214 Die streitgegenständliche Stopp-Loss-Vereinbarung stellt in ihrem konkreten Kontext kein absolutes Fixgeschäft dar (vgl. auch BGH, Beschluss vom 28. Mai 2002 - XI ZR 336/01 -, Rn. 8, juris). - OLG Hamm, 30.08.2004 - 8 U 15/04
Anwendbarkeit des Haustürwiderrufsgesetzes auf Beitritt zu Immobilienfonds
Der Widerruf führt zur Anwendung der Regeln über den fehlerhaften Beitritt mit der Folge einer gesellschaftsrechtlichen Auseinandersetzung; dem Kläger steht das Auseinandersetzungsguthaben zu (BGH NJW 2001, 2718, 2720; NJW 2003, 2821, 2823; OLG Dresden, ZIP 2002, 1292, 1293; OLG Braunschweig, ZIP 2004, 28 f.; OLG Frankfurt, ZIP 2004, 32, 35; Senat, Urteil vom 20.11.2002, 8 U 68/02, OLGR 2003, 100, 103 - jeweils m.w.N. -). - LG Düsseldorf, 04.09.2025 - 8 O 329/21
Zur Frage der Haftung eines Online-Brokers wegen vermeintlicher Vereitelung eines …
Rn. 35 Der Kläger hat gegen die Beklagte unter keinem rechtlichen Gesichtspunkt einen Anspruch auf Schadensersatz, insbesondere folgt ein solcher Anspruch nicht aus § 280 Abs. 1 BGB i.V.m. dem zwischen den Parteien geschlossenen Effektenkommissionsvertrag oder § 385 Abs. 1, 1. HS HGB (vgl. BGH, Beschluss vom 28.05.2022 - XI ZR 336/01, juris Rn. 6).Die primär geschuldete Auftragsausführung umfasst zum einen das Bemühen um die Herbeiführung eines dem Kommissionsauftrag inhaltlich entsprechenden Ausführungsgeschäfts (BGH, Urteil vom 28.05.2021, XI ZR 336/01 - juris Rn. 7) und zum anderen die Wahrnehmung einer sich am Kapital- bzw. Terminmarkt bietenden Abschlussgelegenheit (…Ekkenga, in: MüKo, HGB, 5. Aufl., 2024, Teil 2, Rn. 521 m. w. N.).
- KG, 20.08.2004 - 25 U 1/04
Bankenhaftung: Informationspflichten bei Kapitalanlageberatung
- OLG Bamberg, 25.07.2007 - 8 U 28/07
- OLG München, 04.07.2012 - 19 U 3467/11
Kommissionsgeschäft: Schadensersatzanspruch bei pflichtwidrigem Verkauf von …
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