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Rechtsprechung
   BAG, 23.01.1990 - 3 AZR 58/88   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/1990,379
BAG, 23.01.1990 - 3 AZR 58/88 (https://dejure.org/1990,379)
BAG, Entscheidung vom 23.01.1990 - 3 AZR 58/88 (https://dejure.org/1990,379)
BAG, Entscheidung vom 23. Januar 1990 - 3 AZR 58/88 (https://dejure.org/1990,379)
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Volltextveröffentlichungen (6)

  • JLaw (App) | www.prinz.law PDF
  • Wolters Kluwer

    Anwartschaft auf betriebliche Altersversorgung - Ablauf der Wartezeit - Wirksamkeit einer betrieblichen Versorgungsordnung - Benachteiligung aufgrund des Geschlechtes - Mittelbare Diskriminierung von Teilzeitbeschäftigten - Einhaltung des Lohngleichheitsgebotes - ...

  • archive.org (Volltext/Leitsatz)

    Mittelbare Diskriminierung in der Altersversorgung

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Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • NZA 1990, 778
  • VersR 1990, 1033
  • BB 1990, 1202
  • DB 1990, 1620
 
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Wird zitiert von ... (34)Zitiert selbst (21)

  • BAG, 14.10.1986 - 3 AZR 66/83

    Mittelbare Diskriminierung durch Versorgungsordnung

    Auszug aus BAG, 23.01.1990 - 3 AZR 58/88
    Der Klageantrag ist hinreichend bestimmt (vgl. BAGE 53, 162 [BAG 14.10.1986 - 3 AZR 66/77] = AP Nr. 11 zu Art. 119 EWG-Vertrag = NZA 1987, 445).

    Das entspricht der ständigen Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH Urteil vom 13. Mai 1986 - RS 170/84 - AP Nr. 10 zu Art. 119 EWG-Vertrag; BAGE 46, 71 [BAG 05.06.1984 - 3 AZR 66/83] = AP Nr. 3 zu Art. 119 EWG-Vertrag, zu II 1 der Gründe; 53, 161 = AP Nr. 11 zu Art. 119 EWG-Vertrag, zu II 1 der Gründe).

    Eine mittelbare Diskriminierung ist dann gegeben, wenn eine Regelung oder Maßnahme zwar unterschiedslos auf Männer oder Frauen anzuwenden ist, diese aber für die Personen eines Geschlechtes wesentlich nachteiligere Wirkungen entfaltet als bei Personen des anderen Geschlechtes und diese nachteiligen Wirkungen auf dem Geschlecht oder der Geschlechtsrolle beruhen (EuGH Urteil vom 13. Mai 1986 - RS 170/84 - AP Nr. 10 zu Art. 119 EWG-Vertrag; dazu dann BAGE 53, 161 [BAG 09.10.1986 - 2 AZR 650/85] = AP Nr. 11 zu Art. 119 EWG-Vertrag; vgl. auch Hanau/Preis, ZfA 1988, 177, 186 ff.).

    Ein die unterschiedliche Behandlung der Geschlechter rechtfertigender Grund ist nur dann gegeben, wenn die unterschiedliche Behandlung einem wirklichen Bedürfnis des Unternehmens dient, für die Erreichung der unternehmerischen Ziele geeignet und nach den Grundsätzen der Verhältnismäßigkeit erforderlich ist (BAGE 38, 232, 242 f. = AP Nr. 1 zu § 1 BetrAVG Gleichbehandlung, zu III 2 a der Gründe; 53, 161, 170 = AP Nr. 11 zu Art. 119 EWG-Vertrag, zu II 3 b der Gründe; dazu Hanau/Preis, ZfA 1988, 177, 190 ff.; Schaub, NZA 1984, 73, 75; Wank, RdA 1985, 1, 20).

    Nach ständiger Rechtsprechung und Lehre ist § 139 BGB, wonach die Teilnichtigkeit eines Rechtsgeschäftes in aller Regel zu seiner völligen Nichtigkeit führt, dann nicht anwendbar, wenn es sich um Arbeitnehmerschutzvorschriften handelt (vgl. BAGE 31, 67, 75 [BAG 31.08.1978 - 3 AZR 313/77] = AP Nr. 1 zu § 1 BetrAVG Gleichberechtigung, zu III 3 der Gründe; BAG Urteil vom 4. Oktober 1978 - 5 AZR 886/77 - AP Nr. 11 zu § 611 BGB Anwesenheitsprämie, zu 4 der Gründe; BAGE 53, 161, 174 [BAG 09.10.1986 - 2 AZR 650/85] = AP Nr. 11 zu Art. 119 EWG-Vertrag;… Wiedemann/Stumpf, TVG, 5. Aufl., § 4 Rz 202).

  • BAG, 05.06.1984 - 3 AZR 66/83

    Mittelbare Diskriminierung - Teilzeitarbeitnehmer - Benachteiligung - …

    Auszug aus BAG, 23.01.1990 - 3 AZR 58/88
    Das entspricht der ständigen Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH Urteil vom 13. Mai 1986 - RS 170/84 - AP Nr. 10 zu Art. 119 EWG-Vertrag; BAGE 46, 71 [BAG 05.06.1984 - 3 AZR 66/83] = AP Nr. 3 zu Art. 119 EWG-Vertrag, zu II 1 der Gründe; 53, 161 = AP Nr. 11 zu Art. 119 EWG-Vertrag, zu II 1 der Gründe).

    Der Senat hat den Europäischen Gerichtshof um die Vorabentscheidung gebeten, wann eine mittelbare Diskriminierung von Frauen angenommen werden kann (BAGE 46, 71 [BAG 05.06.1984 - 3 AZR 66/83] = AP Nr. 3 zu Art. 119 EWG-Vertrag).

  • BAG, 09.10.1986 - 2 AZR 650/85

    Wahlvorstand - Betriebsrat - Betriebsratswahl - Niederlegung des Amtes - …

    Auszug aus BAG, 23.01.1990 - 3 AZR 58/88
    Eine mittelbare Diskriminierung ist dann gegeben, wenn eine Regelung oder Maßnahme zwar unterschiedslos auf Männer oder Frauen anzuwenden ist, diese aber für die Personen eines Geschlechtes wesentlich nachteiligere Wirkungen entfaltet als bei Personen des anderen Geschlechtes und diese nachteiligen Wirkungen auf dem Geschlecht oder der Geschlechtsrolle beruhen (EuGH Urteil vom 13. Mai 1986 - RS 170/84 - AP Nr. 10 zu Art. 119 EWG-Vertrag; dazu dann BAGE 53, 161 [BAG 09.10.1986 - 2 AZR 650/85] = AP Nr. 11 zu Art. 119 EWG-Vertrag; vgl. auch Hanau/Preis, ZfA 1988, 177, 186 ff.).

    Nach ständiger Rechtsprechung und Lehre ist § 139 BGB, wonach die Teilnichtigkeit eines Rechtsgeschäftes in aller Regel zu seiner völligen Nichtigkeit führt, dann nicht anwendbar, wenn es sich um Arbeitnehmerschutzvorschriften handelt (vgl. BAGE 31, 67, 75 [BAG 31.08.1978 - 3 AZR 313/77] = AP Nr. 1 zu § 1 BetrAVG Gleichberechtigung, zu III 3 der Gründe; BAG Urteil vom 4. Oktober 1978 - 5 AZR 886/77 - AP Nr. 11 zu § 611 BGB Anwesenheitsprämie, zu 4 der Gründe; BAGE 53, 161, 174 [BAG 09.10.1986 - 2 AZR 650/85] = AP Nr. 11 zu Art. 119 EWG-Vertrag;… Wiedemann/Stumpf, TVG, 5. Aufl., § 4 Rz 202).

  • BVerfG, 16.12.1981 - 1 BvR 898/79

    Bekenntnis zum deutschen Volkstum

    Auszug aus BAG, 23.01.1990 - 3 AZR 58/88
    Ein schutzwürdiger Vertrauenstatbestand der Beklagten wäre aber selbst dann nicht erwachsen, wenn der Senat inzwischen seine Rechtsprechung hätte ändern müssen (BVerfGE 59, 128, 165 f.).
  • BVerfG, 12.03.1975 - 1 BvL 15/71

    Hinterbliebenenrente

    Auszug aus BAG, 23.01.1990 - 3 AZR 58/88
    Auch der Gesetzgeber sei erst aufgrund der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 12. März 1975 (BGBl 1, 748 = BVerfGE 39, 169) zur Neuordnung der Hinterbliebenenversorgung gezwungen worden.
  • BAG, 01.06.1978 - 3 AZR 79/77
    Auszug aus BAG, 23.01.1990 - 3 AZR 58/88
    Die Beklagte beruft sich zu Unrecht auf ein Urteil des Senats vom 1. Juni 1978 (- 3 AZR 79/77 -, das nicht zur Veröffentlichung vorgesehen war, jedoch in BB 19.09.1403 = BetrAV 1979, 200, 222 veröffentlicht wurde).
  • BAG, 15.01.1955 - 1 AZR 305/54

    Arbeitsentgelt: Gleichberechtigung von Mann und Frau beim Arbeitslohn

    Auszug aus BAG, 23.01.1990 - 3 AZR 58/88
    Aus dem Gleichberechtigungsgrundsatz und dem Benachteiligungsverbot hat das Bundesarbeitsgericht bereits am 15. Januar 1955, also lange vor der hier umstrittenen Versorgungsordnung, den Grundsatz der Lohngleichheit von Mann und Frau bei gleicher Arbeit abgeleitet (BAGE 1, 258 = AP Nr. 4 zu Art. 3 GG, mit zustimmender Anmerkung von Beitzke).
  • BAG, 10.03.1972 - 3 AZR 278/71

    Ruhegehalt - Billigkeitskontrolle - Fürsorgepflicht - Versorgungsversprechen - …

    Auszug aus BAG, 23.01.1990 - 3 AZR 58/88
    So ist zunächst vom Soziallohn gesprochen worden (RAG ARS 40, 151;… Hueck, Lehrbuch des Arbeitsrechts, 7. Aufl., Bd. I, S. 280, zu § 40 III 5 c) und später der Versorgungs- und Entgeltcharakter betont worden (vgl. vor allem BAG Urteil vom 3. April 1970 - 3 AZR 230/69 - AP Nr. 141 zu § 242 BGB Ruhegehalt; Urteil vom 12. Februar 1971 - 3 AZR 83/70 - AP Nr. 3 zu § 242 BGB Ruhegehalt-Unterstützungskassen, zu 2 b der Gründe; BAGE 24, 177, 183 = AP Nr. 156 zu § 242 BGB Ruhegehalt, zu A II 2 a der Gründe).
  • BAG, 06.04.1982 - 3 AZR 134/79

    Versorgungsordnung - Teilzeitbeschäftigung - Versorgungsleistung - Ausschluß - …

    Auszug aus BAG, 23.01.1990 - 3 AZR 58/88
    Ein die unterschiedliche Behandlung der Geschlechter rechtfertigender Grund ist nur dann gegeben, wenn die unterschiedliche Behandlung einem wirklichen Bedürfnis des Unternehmens dient, für die Erreichung der unternehmerischen Ziele geeignet und nach den Grundsätzen der Verhältnismäßigkeit erforderlich ist (BAGE 38, 232, 242 f. = AP Nr. 1 zu § 1 BetrAVG Gleichbehandlung, zu III 2 a der Gründe; 53, 161, 170 = AP Nr. 11 zu Art. 119 EWG-Vertrag, zu II 3 b der Gründe; dazu Hanau/Preis, ZfA 1988, 177, 190 ff.; Schaub, NZA 1984, 73, 75; Wank, RdA 1985, 1, 20).
  • BAG, 29.08.1989 - 3 AZR 370/88

    Benachteiligung teilzeitbeschäftigter Arbeitnehmer

    Auszug aus BAG, 23.01.1990 - 3 AZR 58/88
    In der Entscheidung vom 29. August 1989 (3 AZR 370/88, zur Veröffentlichung vorgesehen) hat der Senat den Ausschluß von Halbtagsbeschäftigten für unzulässig gehalten.
  • BAG, 04.10.1978 - 5 AZR 886/77

    Laufend gewährte Anwesenheitsprämie - Arbeitsentgelt - Entgeltfortzahlung im …

  • BAG, 14.03.1989 - 3 AZR 490/87

    Mittelbare Frauendiskriminierung in der Altersversorgung

  • BAG, 06.04.1955 - 1 AZR 365/54

    Arbeitsentgelt: Gleichbehandlung von Männern und Frauen

  • BAG, 31.08.1978 - 3 AZR 313/77

    Versorgungsordnung - Grundsatz der GLeichberechtigung - Eintrittsalter - Ruhegeld …

  • BAG, 02.03.1955 - 1 AZR 246/54

    Arbeitsentgelt: Gleichbehandlung von Männern und Frauen

  • BAG, 23.03.1957 - 1 AZR 326/56

    Verfassungssatz der Gleichberechtigung - Benachteiligung wegen des Geschlechts - …

  • EuGH, 21.01.1976 - 40/75

    Produits Bertrand / Kommission

  • BAG, 12.02.1971 - 3 AZR 83/70

    Ruhegeld - Altersversorgung - Versorgungseinrichtung - Unterstützungskasse

  • BAG, 03.04.1970 - 3 AZR 230/69

    Ruhegeld - Pflichtverletzung - Entlassung

  • BAG, 23.03.1957 - 1 AZR 64/56

    Lohnregelung für männliche Arbeitnehmer - Lohngruppe für weibliche Arbeiterinnen …

  • BAG, 23.03.1957 - 1 AZR 203/56

    Tarifklausel - Weibliche Arbeitnehmer - Mindestlohn - Verstoß gegen …

  • LAG Baden-Württemberg, 25.02.1991 - 10 Sa 35/90

    Anspruch des Arbeitnehmers auf Beachtung des Lohngleichheitsgebots seitens des …

    Die betreffenden Arbeitnehmer haben einen Anspruch darauf, daß ihre Arbeitgeber das Lohngleichheitsgebot befolgen (BAG, Urteil vom 23.1.1990 - 3 AZR 58/88 - zu B II 1 a der Entscheidungsgründe unter Hinweis auf die Urteile des Europäischen Gerichtshofes vom 8.4.1976 - RS 43/75 - Defrenne II - EuGHE 1976, 1. Teil, S. 455 = NJW 1976, 2068 ff, vom 31.3.1981 - RS 96/80 - = AP Nr. 2 zu Art. 119 EWG-Vertrag und vom 13.5.1986 - RS 170/84 - = AP Nr. 10 zu Art. 119 EWG-Vertrag).

    Dieses Lohngleichheitsgebot gilt sowohl nach dem arbeitsrechtlichen Gleichbehandlungsgebot des nationalen Rechts (vgl. hierzu Heither, DB 1991, 165 ff ) als auch nach Art. 119 EWG-Vertrag für betriebliche Versorgungsleistungen (BAG, Urteil vom 23.1.1990, aaO, zu B II 1 b der Gründe u. Hinw. auf das Urteil des EuGH vom 13.5.1986 - RS 170/84 - = AP Nr. 10 zu Art. 119 EWG-Vertrag und BAG 46, 71 = AP Nr. 3 zu Art. 119 EWG-Vertrag zu II 1 der Gründe und BAG, AP Nr. 11 zu Art. 119 EWG-Vertrag zu II 1 der Gründe).

    Vielmehr ist auch eine mittelbare Diskriminierung verboten (BAG, Urteil vom 23.1.1990, aaO, zu B II 2 der Gründe m.w.N.; Heither, DB 1991, 167).

    Ein die unterschiedliche Behandlung der Geschlechter rechtfertigender Grund ist nur dann gegeben, wenn die unterschiedliche Behandlung einem wirklichen Bedürfnis des Unternehmens dient, für die Erreichung der unternehmerischen Ziele geeignet und nach den Grundsätzen der Verhältnismäßigkeit erforderlich ist (BAG, Urteil vom 23.1.1990, aaO, zu B II 3 a der Gründe unter Hinw. auf BAG, AP Nr. 1 zu § 1 BetrAVG Gleichbehandlung zu III 2 a der Gründe u. BAG, AP Nr. 11 zu Art. 119 EWG-Vertrag zu II 3 b der Gründe).

    Insoweit wird unter Absehen von einer nochmaligen Darstellung auf die zutreffenden Ausführungen des Arbeitsgerichts gemäß S. 7 u. B seines Urteils vom 22.12.1989 (ABl 125 u. 126) gem. § 543 Abs. 1 ZPO Bezug genommen (zu den objektiv rechtfertigenden Gründen vgl. auch BAG, Urteil vom 23.1.1990, aaO, zu B II 3 b u. c der Gründe m.w.N.; Heither, DB 1991, 168).

    Diese Vorschrift ist aber dann nicht anwendbar, wenn es sich um Arbeitnehmerschutzvorschriften handelt (BAG, Urteil vom 23.1.1990, aaO, zu B III 1 der Gründe u. Hinw. auf BAG, AP Nr. 1 zu § 1 BetrAVG Gleichbehandlung zu III 3 der Gründe und BAG, Urteil vom 4.10.1978 - 5 AZR 886/77 - = AP Nr. 11 zu § 611 BGB Anwesenheitsprämie zu 4 der Gründe).

    Ist die Ausnahme vor einer Grundregel unwirksam, so gilt die Grundregel (BAG, Urteil vom 23.1.1990, aaO, zu B III 1 der Gründe).

    Das Bundesarbeitsgericht weist in seinem Urteil vom 23.1.1990 (a.a.O. unter B III 2 a der Gründe) zu Recht auf folgendes hin: "Der Grundsatz der Gleichbehandlung der Geschlechter ( Art. 3 Abs. 2 GG ) gilt bereits seit 23.5.1949.

    Bei dieser Rechtsprechung ist das BAG auch in der Folgezeit verblieben (BAG, Urteil vom 2.3.1955 - 1 AZR 246/54 - AP Nr. 6 zu Art. 3 GG; vgl. auch die weiteren Nachweise in dem Urteil des BAG vom 23.1.1990, aaO, zu B III 2 a der Gründe).

    So ist zunächst vom Soziallohn gesprochen worden (BAG, Urteil vom 23.1.1990, aaO, u. Hinw. auf RAG , ARS 40, 151;… Hueck, Lehrbuch des Arbeitsrechts, 7. Aufl., Bd. 1 S. 280 zu § 40, III 5 c) und später der Versorgungs- und Entgeltcharakter betont worden (BAG, Urteil vom 3.4.1970 - 3 AZR 230/69 - = AP Nr. 141 zu § 242 BGB Ruhegehalt; BAG, Urteil vom 12.2.1971 - 3 AZR 83/70 - = AP Nr. 3 zu § 242 BGB Ruhegehalt-Unterstützungskassen zu 2 b der Gründe).

    Folglich bestand damals - worauf das BAG in seinem Urteil vom 23.1.1990 (a.a.O. zu B III 2 c der Gründe) zu Recht hinweist - kein Grund, die unmittelbare oder mittelbare diskriminierende Wirkung der Regelung zu untersuchen.

    Im übrigen lassen sich die rechtsstaatlichen Grundsätze über die rückwirkende Änderung von Gesetzen nicht ohne weiteres auf die Änderung der höchstrichterlichen Rechtsprechung übertragen (vgl. hierzu BAG, Urteil vom 23.1.1990, aaO, zu B 111, 2 c der Gründe; Heither, DB 1991, 169).

  • BAG, 20.11.1990 - 3 AZR 613/89

    Mittelbare Diskriminierung durch Versorgungsordnung

    Vielmehr müssen erhebliche Kostenvor- oder -nachteile die differenzierende Regelung erfordern (Bestätigung der ständigen Rechtsprechung des Senats, vgl. zuletzt Urteil vom 23. Januar 1990 - 3 AZR 58/88 -, zur Veröffentlichung in der Fachpresse vorgesehen).

    Teil, 455 f. und 472 ff.; seitdem ständige Rechtsprechung; vgl. auch Urteil des Senats vom 23. Januar 1990 - 3 AZR 58/88 -, zur Veröffentlichung vorgesehen, mit weiteren Nachweisen).

    Diese Entscheidung bindet die Gerichte der Mitgliedstaaten (ständige Rechtsprechung, zuletzt BAG Urteil vom 23. Januar 1990, aaO, mit weiteren Nachweisen).

    Auch eine Versorgungsregelung, die eine Teilzeitarbeit für die Rentenhöhe unberücksichtigt läßt, kann diskriminierend wirken (vgl. BAGE 53, 161, 168 [BAG 09.10.1986 - 2 AZR 650/85] = AP Nr. 11 zu Art. 119 EWG-Vertrag, zu II 3a (1) der Gründe; Urteil vom 23. Januar 1990 - 3 AZR 58/88 - zur Veröffentlichung vorgesehen).

    Die unterschiedliche Behandlung der Geschlechter muß einem wirklichen Bedürfnis des Unternehmens dienen, für die Erreichung dieses Ziel geeignet und nach den Grundsätzen der Verhältnismäßigkeit erforderlich sein (Urteil vom 23. Januar 1990, aaO, mit weiteren Nachweisen).

    Abgesehen davon, daß sich dem Sachvortrag der Beklagten das Ausmaß der bei Teilzeitbeschäftigungen zu erwartenden zusätzlichen Kosten nicht entnehmen läßt, können die Kostenfaktoren nicht isoliert betrachtet werden (BAG Urteil vom 23. Januar 1990 - 3 AZR 58/88 -, aaO, zu B II 3b der Gründe).

    § 139 BGB ist nicht anwendbar, wenn ein Teil eines Rechtsgeschäftes wegen Verstoßes gegen Arbeitnehmerschutzvorschriften nichtig ist (vgl. BAGE 31, 67, 75 [BAG 31.08.1978 - 3 AZR 313/77] = AP Nr. 1 zu § 1 BetrAVG Gleichberechtigung, zu III 3a der Gründe; BAG Urteil vom 4. Oktober 1978 - 5 AZR 886/77 - AP Nr. 11 zu § 611 BGB Anwesenheitsprämie, zu 4 der Gründe;… BAGE 53, 161, 174 [BAG 09.10.1986 - 2 AZR 650/85] = AP, aaO, zu B III 1a der Gründe; Urteil vom 23. Januar 1990 - 3 AZR 58/88 -, aaO, zu B III 1 der Gründe; EuGH Urteil vom 27. Juni 1990 - Rs C-33/89 - DB 1991, 100;… Wiedemann/Stumpf, TVG, 5. Aufl., § 4 Rz 202).

  • LAG Düsseldorf, 09.06.2015 - 16 Sa 1279/14

    Altersdiskriminierung durch Ausschreibung einer offenen Stelle für …

    Objektiv rechtfertigende Gründe sind auch nicht schon sachliche Gründe, die zum Ausschluss des Willkürverbotes bei dem arbeitsrechtlichen Gleichbehandlungsgrundsatz ausreichen (vgl. BAG, 23.01.1990 - 3 AZR 58/88, Rn. 31, juris).
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