Rechtsprechung
| BGH, 06.12.2011 - II ZR 149/10 |
Volltextveröffentlichungen (16)
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AktG §§ 9, 36a Abs. 2, § 66 Abs. 1, §§ 183, 188 Abs. 2 Satz 1
- openjur.de
- bundesgerichtshof.de
- rechtsinformationen.bund.de
Aktienrechtlicher Differenzhaftungsanspruch: Fehlende Deckung des Aufgelds durch die Sacheinlage; Zulässigkeit eines Vergleichs ohne Zustimmung der Hauptversammlung; Wirksamkeit einer Aufrechnungsvereinbarung
- rechtsprechung-im-internet.de
§ 9 Abs 1 AktG, § 9 Abs 2 AktG, § 36a Abs 2 AktG, § 66 Abs 1 AktG, § 183 AktG
Aktienrechtlicher Differenzhaftungsanspruch: Fehlende Deckung des Aufgelds durch die Sacheinlage; Zulässigkeit eines Vergleichs ohne Zustimmung der Hauptversammlung; Wirksamkeit einer Aufrechnungsvereinbarung - IWW
- Deutsches Notarinstitut
AktG §§ 9, 36a Abs. 2, 66 Abs. 1, 183, 188 Abs. 2 S. 1
Kapitalaufbringung bei Aktiengesellschaft; Differenzhaftung bei Aufgeld; Aufrechnungsvereinbarung - JLaw (App) | www.prinz.law
- Wolters Kluwer
Bestehen des gesetzlichen Differenzhaftungsanspruchs bei der Aktiengesellschaft bei Deckung des Werts der Sacheinlage den geringsten Ausgabebetrag und nicht das Aufgeld
- zip-online.de(Leitsatz frei, Volltext 3,90 €)
Zum Differenzhaftungsanspruch bei der AG ("Babcock Borsig")
- Betriebs-Berater
Zulässigkeit von Vereinbarungen über den aktienrechtlichen Differenzhaftungsanspruch bei einer Kapitalerhöhung
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
AktG § 9 Abs. 1; AktG § 66 Abs. 1
Bestehen des gesetzlichen Differenzhaftungsanspruchs bei der Aktiengesellschaft bei Deckung des Werts der Sacheinlage den geringsten Ausgabebetrag und nicht das Aufgeld - datenbank.nwb.de
- ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
Kapitalanlage - Differenzhaftungsanspruch bei der Aktiengesellschaft
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse (10)
- bundesgerichtshof.de (Pressemitteilung)
Zur Zulässigkeit von Vereinbarungen über den aktienrechtlichen Differenzhaftungsanspruch bei einer Sachkapitalerhöhung
- lto.de (Kurzinformation)
Babcock darf weiter auf Millionenzahlung von Tui hoffen
- gesellschaftsrechtskanzlei.com (Leitsatz/Kurzinformation)
AktG §§ 9, 36a, 66, 183, 188
Aktienrecht, Einlagenrückgewähr, Gesellschaftsrecht, Gründungshaftung, Haftung, Hauptversammlung, Kapitalerhaltung, Sacheinlage
- zbb-online.com (Leitsatz)
AktG §§ 9, 36a Abs. 2, § 66 Abs. 1, §§ 183, 188 Abs. 2 Satz 1
Zum Differenzhaftungsanspruch bei der AG - Betriebs-Berater (Leitsatz)
Zur Zulässigkeit von Vereinbarungen über den aktienrechtlichen Differenzhaftungsanspruch bei einer Sachkapitalerhöhung
- nwb.de (Kurzmitteilung)
Vereinbarungen über aktienrechtlichen Differenzhaftungsanspruch
- haufe.de (Kurzinformation)
Vergleich über Differenzhaftung ohne Beteiligung der Hauptversammlung
- anwalt-suchservice.de (Kurzinformation)
Zulässigkeit von Vereinbarungen über den aktienrechtlichen Differenzhaftungsanspruch bei einer Sachkapitalerhöhung
- Betriebs-Berater (Kurzinformation)
Zur Zulässigkeit von Vereinbarungen über den aktienrechtlichen Differenzhaftungsanspruch bei einer Sachkapitalerhöhung
- pwc.de (Kurzinformation)
Aktienrechtlicher Differenzhaftungsanspruch
Besprechungen u.ä.
- handelsblatt.com (Entscheidungsbesprechung)
Zulässiger Vergleich über Differenzhaftungsanspruch
Verfahrensgang
- LG Frankfurt/Main, 07.12.2007 - 14 O 141/05
- OLG Frankfurt, 06.07.2010 - 5 U 205/07
- BGH, 06.12.2011 - II ZR 149/10
Papierfundstellen
- BGHZ 191, 364
- NJW-RR 2012, 866
- ZIP 2012, 73
- MDR 2012, 167
- DNotZ 2012, 623
- WM 2012, 39
- BB 2012, 129
- BB 2012, 405
- DB 2012, 41
- NZG 2012, 69
Wird zitiert von ... (9) Zitiert selbst (29)
- BGH, 09.07.2007 - II ZR 62/06
"Lurgi" - Zur Abgrenzung von Nachgründungsgeschäften und gemischten verdeckten …
Auszug aus BGH, 06.12.2011 - II ZR 149/10
Eine gemischte Sacheinlage liegt nach der Rechtsprechung des Senats jedenfalls vor, wenn die Sachleistung kraft Parteivereinbarung unteilbar ist (BGH…, Urteil vom 20. November 2006 - II ZR 176/05, BGHZ 170, 47 Rn. 17; Urteil vom 9. Juli 2007 - II ZR 62/06, BGHZ 173, 145 Rn. 15 - Lurgi;… Urteil vom 18. Februar 2008 - II ZR 132/06, BGHZ 175, 265 Rn. 14 - Rheinmöve).Wenn der Senat ausgeführt hat, dass § 183 AktG auch Sachübernahmen erfasse, soweit es sich nicht um Sachübernahmen von Nichtaktionären handelt (BGH, Urteil vom 9. Juli 2007 - II ZR 62/06, BGHZ 173, 145 Rn. 15 - Lurgi), bezog sich dies auf eine verdeckte gemischte Sacheinlage mit einer kraft Parteivereinbarung unteilbaren Leistung.
Eine gemischte Sacheinlage liegt nach der Rechtsprechung des Senats jedenfalls vor, wenn die Sachleistung kraft Parteivereinbarung unteilbar ist (BGH…, Urteil vom 20. November 2006 - II ZR 176/05, BGHZ 170, 47 Rn. 17; Urteil vom 9. Juli 2007 - II ZR 62/06, BGHZ 173, 145 Rn. 15 - Lurgi;… Urteil vom 18. Februar 2008 - II ZR 132/06, BGHZ 175, 265 Rn. 14 - Rheinmöve).
Wenn der Senat ausgeführt hat, dass § 183 AktG auch Sachübernahmen erfasse, soweit es sich nicht um Sachübernahmen von Nichtaktionären handelt (BGH, Urteil vom 9. Juli 2007 - II ZR 62/06, BGHZ 173, 145 Rn. 15 - Lurgi), bezog sich dies auf eine verdeckte gemischte Sacheinlage mit einer kraft Parteivereinbarung unteilbaren Leistung.
- BGH, 21.02.1994 - II ZR 60/93
Verdeckte Sacheinlage durch Tilgung einer Darlehensforderung eines …
Auszug aus BGH, 06.12.2011 - II ZR 149/10
Um zu verhindern, dass gleichartige, aber nicht gleichwertige Forderungen zur Aufrechnung gestellt werden und so der Sache nach eine Teilbefreiung eintritt, kann die Gesellschaft die Aufrechnung nur erklären, wenn die Forderung des Aktionärs gegen die Gesellschaft vollwertig, fällig und liquide ist (vgl. RGZ 94, 61, 63; 134, 262, 268;… Gehrlein in Großkomm. AktG, 4. Aufl., § 66 Rn. 35;… MünchKommAktG/ Bayer, 3. Aufl., § 66 Rn. 38; zur GmbH BGH, Urteil vom 21. Februar 1994 - II ZR 60/93, BGHZ 125, 141, 143;… einschränkend Cahn in Spindler/Stilz, AktG, 2. Aufl., § 66 Rn. 25).Das Hin- und Herzahlen steht einer Aufrechnung gleich, soweit - was hier ausscheidet - nicht schon die Grundsätze einer verdeckten Sacheinlage eingreifen (vgl. zur GmbH BGH, Urteil vom 21. Februar 1994 - II ZR 60/93, BGHZ 125, 141, 143;… Gehrlein in Großkomm. AktG, 4. Aufl., § 66 Rn. 52;… MünchKommAktG/Bayer, 3. Aufl., § 66 Rn. 40).
Um zu verhindern, dass gleichartige, aber nicht gleichwertige Forderungen zur Aufrechnung gestellt werden und so der Sache nach eine Teilbefreiung eintritt, kann die Gesellschaft die Aufrechnung nur erklären, wenn die Forderung des Aktionärs gegen die Gesellschaft vollwertig, fällig und liquide ist (vgl. RGZ 94, 61, 63; 134, 262, 268;… Gehrlein in Großkomm. AktG, 4. Aufl., § 66 Rn. 35;… MünchKommAktG/ Bayer, 3. Aufl., § 66 Rn. 38; zur GmbH BGH, Urteil vom 21. Februar 1994 - II ZR 60/93, BGHZ 125, 141, 143;… einschränkend Cahn in Spindler/Stilz, AktG, 2. Aufl., § 66 Rn. 25).
Das Hin- und Herzahlen steht einer Aufrechnung gleich, soweit - was hier ausscheidet - nicht schon die Grundsätze einer verdeckten Sacheinlage eingreifen (vgl. zur GmbH BGH, Urteil vom 21. Februar 1994 - II ZR 60/93, BGHZ 125, 141, 143;… Gehrlein in Großkomm. AktG, 4. Aufl., § 66 Rn. 52;… MünchKommAktG/Bayer, 3. Aufl., § 66 Rn. 40).
- RG, 22.10.1918 - II 158/18
Einzahlungspflicht eines Aktionärs bei Konkurs der Gesellschaft
Auszug aus BGH, 06.12.2011 - II ZR 149/10
Um zu verhindern, dass gleichartige, aber nicht gleichwertige Forderungen zur Aufrechnung gestellt werden und so der Sache nach eine Teilbefreiung eintritt, kann die Gesellschaft die Aufrechnung nur erklären, wenn die Forderung des Aktionärs gegen die Gesellschaft vollwertig, fällig und liquide ist (vgl. RGZ 94, 61, 63; 134, 262, 268;… Gehrlein in Großkomm. AktG, 4. Aufl., § 66 Rn. 35;… MünchKommAktG/ Bayer, 3. Aufl., § 66 Rn. 38; zur GmbH BGH, Urteil vom 21. Februar 1994 - II ZR 60/93, BGHZ 125, 141, 143;… einschränkend Cahn in Spindler/Stilz, AktG, 2. Aufl., § 66 Rn. 25).Eine Forderung ist zwar auch vollwertig, wenn sie in voller Höhe durch eine Sicherheit gedeckt ist (vgl. RGZ 94, 61, 63;… Fleischer in K. Schmidt/Lutter, AktG, 2. Aufl., § 66 Rn. 10;… MünchKommAktG/Bayer, 3. Aufl., § 66 AktG Rn. 41;… Gehrlein in Großkomm. AktG, 4. Aufl., § 66 AktG Rn. 37).
Um zu verhindern, dass gleichartige, aber nicht gleichwertige Forderungen zur Aufrechnung gestellt werden und so der Sache nach eine Teilbefreiung eintritt, kann die Gesellschaft die Aufrechnung nur erklären, wenn die Forderung des Aktionärs gegen die Gesellschaft vollwertig, fällig und liquide ist (vgl. RGZ 94, 61, 63; 134, 262, 268;… Gehrlein in Großkomm. AktG, 4. Aufl., § 66 Rn. 35;… MünchKommAktG/ Bayer, 3. Aufl., § 66 Rn. 38; zur GmbH BGH, Urteil vom 21. Februar 1994 - II ZR 60/93, BGHZ 125, 141, 143;… einschränkend Cahn in Spindler/Stilz, AktG, 2. Aufl., § 66 Rn. 25).
Eine Forderung ist zwar auch vollwertig, wenn sie in voller Höhe durch eine Sicherheit gedeckt ist (vgl. RGZ 94, 61, 63;… Fleischer in K. Schmidt/Lutter, AktG, 2. Aufl., § 66 Rn. 10;… MünchKommAktG/Bayer, 3. Aufl., § 66 AktG Rn. 41;… Gehrlein in Großkomm. AktG, 4. Aufl., § 66 AktG Rn. 37).
- BGH, 13.04.1992 - II ZR 277/90
BGB -Gesellschaft als AG-Gesellschafter - Haftung der BGB -Gesellschafter für …
Auszug aus BGH, 06.12.2011 - II ZR 149/10
Aus § 36a Abs. 2 AktG in Verbindung mit §§ 183, 188 Abs. 2 Satz 1 AktG, der mit der Übernahme bzw. mit der Zeichnung zwangsläufig verbundenen Kapitaldeckungszusage und dem Verbot in § 9 Abs. 1 AktG, Aktien für einen geringeren Betrag als den Nennbetrag oder den auf die einzelne Stückaktie entfallenden anteiligen Betrag des Grundkapitals auszugeben, sowie einer Analogie zu § 9 Abs. 1 GmbHG folgt, dass der Aktionär bei einer Überbewertung von Sacheinlagen den Differenzbetrag zwischen dem Wert der Sacheinlage und dem geringsten Ausgabebetrag in Geld zu leisten hat (BGH, Urteil vom 27. Februar 1975 - II ZR 111/72, BGHZ 64, 52, 62; Urteil vom 14. März 1977 - II ZR 156/75, BGHZ 68, 191, 195; Urteil vom 13. April 1992 - II ZR 277/90, BGHZ 118, 83, 101;… Urteil vom 12. März 2007 - II ZR 302/05, BGHZ 171, 293 Rn. 5).Der Differenzhaftungsanspruch verjährt bei der Aktiengesellschaft nicht nach den allgemeinen Verjährungsvorschriften, sondern entsprechend § 9 Abs. 2 GmbHG (vgl. BGH, Urteil vom 13. April 1992 - II ZR 277/90, BGHZ 118, 83, 101).
Aus § 36a Abs. 2 AktG in Verbindung mit §§ 183, 188 Abs. 2 Satz 1 AktG, der mit der Übernahme bzw. mit der Zeichnung zwangsläufig verbundenen Kapitaldeckungszusage und dem Verbot in § 9 Abs. 1 AktG, Aktien für einen geringeren Betrag als den Nennbetrag oder den auf die einzelne Stückaktie entfallenden anteiligen Betrag des Grundkapitals auszugeben, sowie einer Analogie zu § 9 Abs. 1 GmbHG folgt, dass der Aktionär bei einer Überbewertung von Sacheinlagen den Differenzbetrag zwischen dem Wert der Sacheinlage und dem geringsten Ausgabebetrag in Geld zu leisten hat (BGH, Urteil vom 27. Februar 1975 - II ZR 111/72, BGHZ 64, 52, 62; Urteil vom 14. März 1977 - II ZR 156/75, BGHZ 68, 191, 195; Urteil vom 13. April 1992 - II ZR 277/90, BGHZ 118, 83, 101;… Urteil vom 12. März 2007 - II ZR 302/05, BGHZ 171, 293 Rn. 5).
Der Differenzhaftungsanspruch verjährt bei der Aktiengesellschaft nicht nach den allgemeinen Verjährungsvorschriften, sondern entsprechend § 9 Abs. 2 GmbHG (vgl. BGH, Urteil vom 13. April 1992 - II ZR 277/90, BGHZ 118, 83, 101).
- BGH, 19.07.2004 - II ZR 402/02
Persönliche Haftung der Vorstandsmitglieder einer Aktiengesellschaft für …
Auszug aus BGH, 06.12.2011 - II ZR 149/10
Die Beweiswürdigung ist revisionsrechtlich darauf zu überprüfen, ob das Berufungsgericht sich mit dem Prozessstoff und den Beweisergebnissen umfassend und widerspruchsfrei auseinandergesetzt hat, die Würdigung also vollständig und rechtlich möglich ist und nicht gegen Denk- oder Erfahrungssätze verstößt (ständige Rechtsprechung, vgl. etwa BGH, Urteil vom 19. Juli 2004 - II ZR 402/02, BGHZ 160, 149, 152).Die Beweiswürdigung ist revisionsrechtlich darauf zu überprüfen, ob das Berufungsgericht sich mit dem Prozessstoff und den Beweisergebnissen umfassend und widerspruchsfrei auseinandergesetzt hat, die Würdigung also vollständig und rechtlich möglich ist und nicht gegen Denk- oder Erfahrungssätze verstößt (ständige Rechtsprechung, vgl. etwa BGH, Urteil vom 19. Juli 2004 - II ZR 402/02, BGHZ 160, 149, 152).
- BGH, 16.02.2009 - II ZR 120/07
Qivive - Keine Anwendung der Grundsätze der verdeckten Sacheinlage auf …
Auszug aus BGH, 06.12.2011 - II ZR 149/10
Die Rechtsordnung kann nachteilige Rechtsfolgen nicht an die Nichteinhaltung eines Verfahrens knüpfen, das sie für den betreffenden Vorgang nicht bereitstellt (BGH…, Urteil vom 1. Februar 2010 - II ZR 173/08, BGHZ 184, 158 Rn. 17 - Eurobike; Urteil vom 16. Februar 2009 - II ZR 120/07, BGHZ 180, 38 Rn. 11 - Qivive).Die Rechtsordnung kann nachteilige Rechtsfolgen nicht an die Nichteinhaltung eines Verfahrens knüpfen, das sie für den betreffenden Vorgang nicht bereitstellt (BGH…, Urteil vom 1. Februar 2010 - II ZR 173/08, BGHZ 184, 158 Rn. 17 - Eurobike; Urteil vom 16. Februar 2009 - II ZR 120/07, BGHZ 180, 38 Rn. 11 - Qivive).
- BGH, 01.02.2010 - II ZR 173/08
EUROBIKE
Auszug aus BGH, 06.12.2011 - II ZR 149/10
Die Rechtsordnung kann nachteilige Rechtsfolgen nicht an die Nichteinhaltung eines Verfahrens knüpfen, das sie für den betreffenden Vorgang nicht bereitstellt (BGH, Urteil vom 1. Februar 2010 - II ZR 173/08, BGHZ 184, 158 Rn. 17 - Eurobike;… Urteil vom 16. Februar 2009 - II ZR 120/07, BGHZ 180, 38 Rn. 11 - Qivive).Die Rechtsordnung kann nachteilige Rechtsfolgen nicht an die Nichteinhaltung eines Verfahrens knüpfen, das sie für den betreffenden Vorgang nicht bereitstellt (BGH, Urteil vom 1. Februar 2010 - II ZR 173/08, BGHZ 184, 158 Rn. 17 - Eurobike;… Urteil vom 16. Februar 2009 - II ZR 120/07, BGHZ 180, 38 Rn. 11 - Qivive).
- BGH, 23.06.2010 - XII ZR 52/08
Grundstücksmiete: Verjährungsfrist für Vermieteransprüche wegen Verschlechterung …
Auszug aus BGH, 06.12.2011 - II ZR 149/10
Ein Vergleich im Sinne von § 779 BGB hat grundsätzlich keine schuldumschaffende Wirkung und ändert das ursprüngliche Schuldverhältnis nur insoweit, als in ihm streitige oder ungewisse Punkte geregelt werden; im Übrigen besteht das ursprüngliche Rechtsverhältnis nach Inhalt und Rechtsnatur unverändert fort (BGH, Urteil vom 23. Juni 2010 - XII ZR 52/08, NJW 2010, 2652 Rn. 15; Urteil vom 7. März 2002 - III ZR 73/01, NJW 2002, 1503; Urteil vom 25. Juni 1987 - VII ZR 214/86, NJW-RR 1987, 1426, 1427).Ein Vergleich im Sinne von § 779 BGB hat grundsätzlich keine schuldumschaffende Wirkung und ändert das ursprüngliche Schuldverhältnis nur insoweit, als in ihm streitige oder ungewisse Punkte geregelt werden; im Übrigen besteht das ursprüngliche Rechtsverhältnis nach Inhalt und Rechtsnatur unverändert fort (BGH, Urteil vom 23. Juni 2010 - XII ZR 52/08, NJW 2010, 2652 Rn. 15; Urteil vom 7. März 2002 - III ZR 73/01, NJW 2002, 1503; Urteil vom 25. Juni 1987 - VII ZR 214/86, NJW-RR 1987, 1426, 1427).
- BGH, 07.03.2002 - III ZR 73/01
Nicht ohne weiteres Beeendigung eines Rechtsstreits durch außergerichtlichen …
Auszug aus BGH, 06.12.2011 - II ZR 149/10
Ein Vergleich im Sinne von § 779 BGB hat grundsätzlich keine schuldumschaffende Wirkung und ändert das ursprüngliche Schuldverhältnis nur insoweit, als in ihm streitige oder ungewisse Punkte geregelt werden; im Übrigen besteht das ursprüngliche Rechtsverhältnis nach Inhalt und Rechtsnatur unverändert fort (BGH…, Urteil vom 23. Juni 2010 - XII ZR 52/08, NJW 2010, 2652 Rn. 15; Urteil vom 7. März 2002 - III ZR 73/01, NJW 2002, 1503; Urteil vom 25. Juni 1987 - VII ZR 214/86, NJW-RR 1987, 1426, 1427).Ein Vergleich im Sinne von § 779 BGB hat grundsätzlich keine schuldumschaffende Wirkung und ändert das ursprüngliche Schuldverhältnis nur insoweit, als in ihm streitige oder ungewisse Punkte geregelt werden; im Übrigen besteht das ursprüngliche Rechtsverhältnis nach Inhalt und Rechtsnatur unverändert fort (BGH…, Urteil vom 23. Juni 2010 - XII ZR 52/08, NJW 2010, 2652 Rn. 15; Urteil vom 7. März 2002 - III ZR 73/01, NJW 2002, 1503; Urteil vom 25. Juni 1987 - VII ZR 214/86, NJW-RR 1987, 1426, 1427).
- BGH, 18.02.2008 - II ZR 132/06
Rheinmöve
Auszug aus BGH, 06.12.2011 - II ZR 149/10
Eine gemischte Sacheinlage liegt nach der Rechtsprechung des Senats jedenfalls vor, wenn die Sachleistung kraft Parteivereinbarung unteilbar ist (BGH…, Urteil vom 20. November 2006 - II ZR 176/05, BGHZ 170, 47 Rn. 17;… Urteil vom 9. Juli 2007 - II ZR 62/06, BGHZ 173, 145 Rn. 15 - Lurgi; Urteil vom 18. Februar 2008 - II ZR 132/06, BGHZ 175, 265 Rn. 14 - Rheinmöve).Eine gemischte Sacheinlage liegt nach der Rechtsprechung des Senats jedenfalls vor, wenn die Sachleistung kraft Parteivereinbarung unteilbar ist (BGH…, Urteil vom 20. November 2006 - II ZR 176/05, BGHZ 170, 47 Rn. 17;… Urteil vom 9. Juli 2007 - II ZR 62/06, BGHZ 173, 145 Rn. 15 - Lurgi; Urteil vom 18. Februar 2008 - II ZR 132/06, BGHZ 175, 265 Rn. 14 - Rheinmöve).
- BGH, 20.11.2006 - II ZR 176/05
Einbringung eines Warenlagers durch einen Gründungsaktionär; Aufspaltung in …
- BGH, 24.04.1987 - V ZR 228/85
Anforderungen an Bestimmtheit einer Klage auf Eintragung der Auflassung eines …
- BGH, 15.06.1992 - II ZR 229/91
Pfändung einer Einlageforderung im Liquidationsstadium
- BGH, 25.06.1987 - VII ZR 214/86
Verjährung der werkvertraglichen Gewährleistungsansprüche nach Abschluß eines …
- BGH, 21.09.1978 - II ZR 214/77
Anforderungen an die Wirksamkeit der Übernahme einer Stammanlage - Fälligkeit des …
- BGH, 13.10.1954 - II ZR 182/53
Aufrechnung gegen und mit Einlageforderung
- RG, 04.12.1931 - II 135/31
Zur Frage der Aufwertung kraft Rückwirkung bei Einlageforderungen auf Aktien.
- BGH, 26.04.2004 - II ZR 155/02
Gelatine - Ungeschriebene Hauptversammlungszuständigkeit bei grundlegenden …
- BGH, 09.11.2006 - IX ZR 285/03
Anfechtung eines Vergleichs durch den Insolvenzverwalter; Begriff der …
- BGH, 12.03.2007 - II ZR 302/05
Haftung der Aktionäre bei der Verschmelzung von Aktiengesellschaften im Wege der …
- BGH, 19.07.2004 - II ZR 65/03
Geltungsbereich einer Schiedsvereinbarung im Gesellschaftsvertrag einer GmbH
- OLG Schleswig, 08.12.2005 - 5 U 57/04
Aktiengesellschaft: Informationspflichten des Vorstands gegenüber der …
- BGH, 22.09.2011 - IX ZR 1/11
Rechtsbeständigkeit eines deklaratorischen Schuldanerkenntnisses: Anspruch aus …
- OLG Jena, 12.10.2006 - 6 W 452/06
Freigabeverfahren nach AktG
- OLG Frankfurt, 06.07.2010 - 5 U 205/07
Aktienrechtlicher Differenzhaftungsanspruch
- BGH, 27.02.1975 - II ZR 111/72
Haftung des Gründungsprüfers
- BGH, 22.05.1975 - KZR 9/74
Wettbewerbsbeschränkende Abreden im Vergleich
- BGH, 14.03.1977 - II ZR 156/75
GmbH: Überbewertung einer Sacheinlage
- RG, 23.04.1912 - II 19/12
Gesellschaft m. b. H. Vergleich über die Stammeinlage.
- BGH, 30.09.2025 - II ZR 154/23
Haftungsvergleiche im sog. "Dieselskandal"
Rn. 40 (a) Ein Vergleich, der unter § 66 Abs. 1 AktG fallende Ansprüche betrifft, ist nach der Rechtsprechung des Senats trotz des dort enthaltenen Verbots, die Aktionäre von ihren Leistungspflichten zu befreien, zulässig, wenn er wegen tatsächlicher oder rechtlicher Ungewissheit über den Bestand oder Umfang des Anspruchs geschlossen wird und sich dahinter nicht nur eine Befreiung in der Form eines Vergleichs versteckt (BGH, Urteil vom 6. Dezember 2011 - II ZR 149/10, BGHZ 191, 364 Rn. 22).Ein Vergleich, durch den die Ungewissheit darüber, was der Gesetzeslage entspricht, durch gegenseitiges Nachgeben beseitigt wird, wird trotz eines Widerspruchs zu zwingendem Recht wirksam, wenn der Vergleichsinhalt den Bereich nicht verlässt, der bei objektiver Beurteilung ernstlich zweifelhaft ist, wobei Zweifel an der Durchsetzbarkeit des Anspruchs nicht genügen (BGH, Urteil vom 6. Dezember 2011 - II ZR 149/10, BGHZ 191, 364 Rn. 23, 26).
Die entsprechende Beurteilung obliegt in erster Linie dem Tatrichter (vgl. BGH, Urteil vom 6. Dezember 2011 - II ZR 149/10, BGHZ 191, 364 Rn. 31).
- LG München I, 22.06.2022 - 5 HKO 16226/08
Grundsätze der angemessenen Barabfindung
Aus § 36 a Abs. 2 AktG i.V.m. §§ 183, 188 Abs. 2 Satz 1 AktG, der mit der Übernahme bzw. mit der Zeichnung zwangsläufig verbundenen Kapitaldeckungszusage und dem Verbot aus § 9 Abs. 1 AktG über eine Unterpari-Emission sowie einer Analogie zu § 9 Abs. 1 GmbHG folgt, dass der Aktionär bei einer Überbewertung von Sacheinlagen den Differenzbetrag zwischen dem Wert der Sacheinlage und dem geringsten Ausgabebetrag in Geld zu leisten hat (vgl. BGHZ 64, 52, 62 = NJW 1975, 974, 977; BGHZ 171, 293, 295 f. = NZG 2007, 513 = AG 2007, 487 = ZIP 2007, 1104, 1105 = WM 2007.1069 = DB 2007, 1241 = DB 2007, 1237, 1238 = Der Konzern 2007, 528 f. = NJW-RR 2007, 1487 = DNotZ 2007, 854, 855; BGHZ 191, 364, 370 f. = NZG 2012, 69, 71 = AG 2012, 87 f = ZIP 2012, 73, 74 = WM 2012, 39, 41 = DB 2012, 41, 42 = BB 2012, 405, 406 f. = Der Konzern 2013, 47, 48 = DNotZ 2012, 623, 626 = NJW 2012, 866, 868; LG München I NZG 2014, 498, 503 = AG 2014, 168, 174 = ZIP 2013, 1664, 1670;… Schürnbrand/Verse in: Münchener Kommentar zum AktG, a.a.O., § 183 Rdn. 92;… Koch, AktG, a.a.O., § 183 Rdn. 21;… Lieder in: Bürgers/Körber/Lieder, AktG, a.a.O., § 183 Rdn. 32;… Veil in: Schmidt/Lutter, AktG, 4. Aufl., § 183 Rdn. 8). - OLG Stuttgart, 19.09.2017 - 12 U 8/17
Insolvenz: Wirksamkeit einer Abtretung von Ansprüchen des Schuldners gegen den …
Einen Vergleich über unter § 66 Abs. 1 AktG fallende Ansprüche hat der Bundesgerichtshof trotz des dort enthaltenen Verbotes, die Aktionäre von ihren Leistungspflichten zu befreien, ebenfalls ausdrücklich für zulässig befunden, wenn er wegen tatsächlicher oder rechtlicher Ungewissheit über den Bestand oder Umfang des Anspruchs geschlossen wird und sich dahinter nicht nur eine Befreiung in der Form eines Vergleichs versteckt (BGH, Urteil vom 06. Dezember 2011 - II ZR 149/10 - , juris = BGHZ 191, 364-385, Rn. 22).Damit wäre die vom Bundesgerichtshof im Zusammenhang mit § 66 Abs. 1 AktG (dort für den Vorstand der Aktiengesellschaft) beschriebene Situation gegeben, dass der Insolvenzverwalter gegebenenfalls zu einem Prozess über eine von ihm als zweifelhaft erachtete Forderung gezwungen würde, was der Bundesgerichtshof ersichtlich ablehnt (Urteil vom 06.12.2011 - II ZR 149/10 - , juris Rn 24).
- BGH, 17.04.2012 - II ZR 95/10
Kapitalanlagegesellschaft: Quotale Haftung der Gesellschafter eines in Form einer …
Die Beweiswürdigung des Berufungsgerichts ist revisionsrechtlich lediglich darauf zu überprüfen, ob das Berufungsgericht sich mit dem Prozessstoff und den Beweisergebnissen umfassend und widerspruchsfrei auseinandergesetzt hat, die Würdigung also vollständig und rechtlich möglich ist und nicht gegen Denk- oder Erfahrungssätze verstößt (ständige Rechtsprechung, vgl. etwa BGH, Urteil vom 19. Juli 2004 - II ZR 402/02, BGHZ 160, 149, 152; Urteil vom 6. Dezember 2011 - II ZR 149/10, ZIP 2012, 73 Rn. 30). - OLG Saarbrücken, 20.05.2022 - 5 U 97/21
Klage eines Grundstücksnachbarn auf Geldentschädigung nach Abschluss eines …
Ein Vergleich im Sinne von § 779 BGB hat grundsätzlich keine schuldumschaffende Wirkung und ändert das ursprüngliche Schuldverhältnis nur insoweit, als in ihm streitige oder ungewisse Punkte geregelt werden; im Übrigen besteht das ursprüngliche Rechtsverhältnis nach Inhalt und Rechtsnatur unverändert fort (BGH, Urteil vom 7. März 2002 - III ZR 73/01, NJW 2002, 1503; Urteil vom 6. Dezember 2011 - II ZR 149/10, BGHZ 191, 364, 379). - OLG Köln, 13.01.2014 - 18 U 175/13
Sanierungskonzept der Solarworld AG ist freigegeben
Rn. 42 (4) Würde in der Hauptsache tatsächlich eine Überbewertung der Sacheinlagen festgestellt, könnte der Verwässerungsschaden zu Lasten der Altaktionäre im Übrigen ohne weiteres durch die Differenzhaftung der jeweiligen Sacheinlegers (zu Grund und Umfang dieses Anspruchs vgl. BGH, Urteil vom 06.12.2011 - II ZR 149/10, BGHZ 191, 364-385, zitiert nach juris, Rn. 16 mit weiteren Nachweisen) ausgeglichen werden. - BGH, 17.04.2012 - II ZR 198/10
Kapitalanlagegesellschaft: Quotale Haftung der Gesellschafter eines in Form einer …
Die Beweiswürdigung des Berufungsgerichts ist revisionsrechtlich lediglich darauf zu überprüfen, ob das Berufungsgericht sich mit dem Prozessstoff und den Beweisergebnissen umfassend und widerspruchsfrei auseinandergesetzt hat, die Würdigung also vollständig und rechtlich möglich ist und nicht gegen Denk- oder Erfahrungssätze verstößt (st.Rspr., vgl. etwa BGH, Urteil vom 19. Juli 2004 - II ZR 402/02, BGHZ 160, 149, 152; Urteil vom 6. Dezember 2011 - II ZR 149/10, ZIP 2012, 73 Rn. 30). - LG Düsseldorf, 12.09.2017 - 16 O 560/05 Sie wird jedoch im Schrifttum aus § 36 a Abs. 2 Satz 3 AktG sowie - für die Kapitalerhöhung - aus dem auf diese Vorschrift verweisenden § 188 Abs. 2 Satz 1 AktG gefolgert (vgl. BGH, Urteil vom 6.12.2011 - II ZR 149/10, DNotZ 2012, 623; BGH, Urteil vom 12. März 2007 - II ZR 302/05, BGHZ 171, 293-304;… Schürnbrand in Münchener Kommentar zum Aktiengesetz, 4. Auflage 2016 § 183 Rn. 69 m.w.N.).
- LG Frankfurt/Main, 26.02.2015 - 3 O 238/14 Ein Vergleich soll aber möglich sein - und den Beteiligten der Weg zu einer gütlichen Einigung nicht von vornherein abgeschnitten werden -, wenn eine aus der Sicht eines objektiven Betrachters bestehende Rechtsunsicherheit beseitigt werden soll und nicht lediglich ein Formenmissbrauch erfolgen soll, denn ein Vergleich, durch den die Ungewissheit darüber, was der Gesetzeslage entspricht, durch gegenseitiges Nachgeben beseitigt wird, ist trotz eines Widerspruchs zu zwingendem Recht wirksam, wenn der Vergleichsinhalt den Bereich nicht verlässt, der bei objektiver Beurteilung ernstlich zweifelhaft ist (BGH, Urt. v. 06.12.2011 - II ZR 149/10 Rn. 23 - zitiert nach juris; vgl. auch BGH GRUR 1976, 323, 325 - Thermalquelle).
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Rechtsprechung
| BGH, 23.11.2011 - XII ZR 210/09 |
Volltextveröffentlichungen (18)
- Doctrine
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BGB §§ 542 Abs. 1, 709 Abs. 1, 714; DDR: ZGB § 266; SchuldRAnpG §§ 1 Abs. 1 Nr. 1, 6 Abs. 1
- openjur.de
§§ 542 Abs. 1, 709 Abs. 1, 714 BGB; § 266 DDR_ZGB; §§ 6 Abs. 1, 1 Abs. 1 Nr. 1 SchuldRAnpG
- bundesgerichtshof.de
- rechtsinformationen.bund.de
Rechtsnatur einer Garagengemeinschaft nach DDR-Recht; Anforderungen an die Kündigung eines mit einer Außen-GbR geschlossenen Mietvertrags
- rechtsprechung-im-internet.de
§ 542 Abs 1 BGB, § 709 Abs 1 BGB, § 714 BGB, § 266 ZGB DDR, § 1 Abs 1 Nr 1 SchuldRAnpG
Rechtsnatur einer Garagengemeinschaft nach DDR-Recht; Anforderungen an die Kündigung eines mit einer Außen-GbR geschlossenen Mietvertrags - IWW
- Deutsches Notarinstitut
BGB § 542 Abs. 1; BGB § 709 Abs. 1; BGB § 714; SchuldRAnpG § 1 Abs. 1; SchuldRAnpG § 6 Abs. 1
Wirksame Kündigung gegenüber GbR; Einzelvertretung bei Passivvertretung auch bei gesellschaftsvertraglicher Gesamtvertretung - JLaw (App) | www.prinz.law
- Wolters Kluwer
Erkennbarkeit des Kündigungsempfängers bei einer Außen-GbR und Zugang an einen Gesellschafter bei mehreren vertretungsberechtigten Gesellschaftern als Voraussetzung an die Kündigungserklärung
- zip-online.de
Wirksamkeit der Kündigung eines mit Außen-GbR abgeschlossenen Mietvertrags mit Zugang an einen vertretungsberechtigten Gesellschafter
- zfir-online.de(Leitsatz frei, Volltext 3,90 €)
BGB §§ 542, 709, 714; SchuldRAnpG §§ 1, 6; ZGB-DDR § 266
Wirksame Kündigung eines mit Außen-GbR abgeschlossenen Mietvertrags mit Zugang an einen (gesamt-)vertretungsberechtigten Gesellschafter - grundeigentum-verlag.de(Abodienst, Leitsatz frei)
BGB §§ 542 Abs. 1, 709 Abs. 1, 714; DDR-ZGB § 266; SchuldRAnpG §§ 1 Abs. 1 Nr. 1, 6 Abs. 1
Rechtsnatur einer DDR-Garagengemeinschaft; Kündigung eines mit einer Außen-GbR abgeschlossenen Mietvertrages gegenüber einem Vertretungsberechtigten; gemeinschaftliche Vertretungsbefugnis; DDR-Nutzungsvertrag - ra.de
- rechtsportal.de
Erkennbarkeit des Kündigungsempfängers bei einer Außen-GbR und Zugang an einen Gesellschafter bei mehreren vertretungsberechtigten Gesellschaftern als Voraussetzung an die Kündigungserklärung
- datenbank.nwb.de
- ibr-online
Kündigung eines mit einer Außen-GbR abgeschlossenen Mietvertrags
- juris (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse (5)
- Rechtslupe (Kurzinformation/Zusammenfassung)
Kündigung eines mit einer Außen-GbR abgeschlossenen Mietvertrages
- Rechtslupe (Kurzinformation/Zusammenfassung)
Garagengemeinschaft
- Thüringer Oberlandesgericht (Leitsatz)
Garagengemeinschaft
- haus-und-grund-bonn.de (Kurzinformation)
Ist Mieterin eine "Außen-GbR", genügt es, wenn die Kündigung nur einem vertretungsberechtigen Gesellschafter zugeht
- mek-law.de (Kurzinformation/Entscheidungsbesprechung)
Kündigung eines mit einer Außen-GbR abgeschlossenen Mietvertrages
Besprechungen u.ä. (2)
- mek-law.de (Kurzinformation/Entscheidungsbesprechung)
Kündigung eines mit einer Außen-GbR abgeschlossenen Mietvertrages
- ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Entscheidungsbesprechung)
Kündigung: Zugang an einen vertretungsberechtigten BGB-Gesellschafter genügt! (IMR 2012, 63)
Verfahrensgang
- AG Frankfurt/Oder, 09.05.2008 - 2.2 C 4/08
- LG Frankfurt/Oder, 21.04.2009 - 6a S 65/08
- BGH, 23.11.2011 - XII ZR 210/09
Papierfundstellen
- ZIP 2012, 581
- MDR 2012, 79
- ZMR 2012, 261
- NJ 2012, 164
- WM 2012, 1087
- DB 2012, 109
- NZG 2012, 69
Wird zitiert von ... (6) Zitiert selbst (4)
- BGH, 29.01.2001 - II ZR 331/00
Gesellschaft bürgerlichen Rechts ist rechtsfähig und parteifähig
Auszug aus BGH, 23.11.2011 - XII ZR 210/09
Da die Rechtsvorgängerin der Beklagten zu 1 durch den Bau und die Unterhaltung der auf der Grundstücksfläche errichteten Garagenanlage am allgemeinen Rechtsverkehr teilgenommen hat, ist sie seit dem Inkrafttreten des Schuldrechtsanpassungsgesetzes als eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts zu qualifizieren, die nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs Rechtsfähigkeit besitzt, soweit sie - wie hier - durch Teilnahme am Rechtsverkehr eigene Rechte und Pflichten begründet (BGHZ 146, 341 = NJW 2001, 1056 ff.). - BGH, 17.09.2001 - II ZR 378/99
Niederlegung des Geschäftsführeramts bei Gesamtvertretung
Auszug aus BGH, 23.11.2011 - XII ZR 210/09
Aus den § 125 Abs. 2 Satz 3 HGB, § 78 Abs. 2 Satz 2 AktG, § 35 Abs. 2 Satz 3 GmbHG, § 25 Abs. 1 Satz 3 GenG und §§ 26 Abs. 2, 1629 Abs. 1 Satz 2 BGB wird zu Recht der allgemeine Rechtsgrundsatz abgeleitet, dass einer Personenmehrheit eine Willenserklärung durch Abgabe gegenüber einem der Gesamtvertreter zugeht (BGH Urteil vom 17. September 2001 - II ZR 378/99 - ZIP 2001, 2227 mwN;… MünchKommBGB/Schramm 5. Aufl. § 164 BGB Rn. 87;… Palandt/Ellenberger BGB 70. Aufl. § 167 Rn. 14). - BGH, 25.11.1998 - VIII ZR 380/96
Schuldrechtliche Anpassung eines anläßlich der Ausreise der Grundstückseigentümer …
Auszug aus BGH, 23.11.2011 - XII ZR 210/09
Denn mit § 6 Abs. 2 Satz 1 und 2 SchuldRAnpG beabsichtigte der Gesetzgeber, solche individuell vertraglichen Abreden zwischen Grundstückseigentümern und Nutzern aus der typisierten Übergangsregelung des Schuldrechtsanpassungsgesetzes auszunehmen, bei denen die Interessen der Beteiligten im Einzelfall angemessene Berücksichtigung gefunden haben und die Vereinbarung auch unter marktwirtschaftlichen Verhältnissen getroffen worden wäre (BGH Urteil vom 25. November 1999 - VIII ZR 380/96 - NZM 1999, 312, 316 f.; vgl. auch Begründung zum Regierungsentwurf des Schuldrechtsänderungsgesetzes- SchuldRÄndG, BT-Drucks. 12/7135 S. 40). - AG Strausberg, 29.05.2001 - 9 C 604/00
Auszug aus BGH, 23.11.2011 - XII ZR 210/09
Rn. 39 Unabhängig von der von der Revision angesprochenen Frage, wann der Entschädigungsanspruch nach § 12 SchuldRAnpG entsteht (vgl. dazu AG Strausberg VIZ 2001, 448), scheitert ein Zurückbehaltungsrecht der Beklagten zu 1 wegen eines möglichen Entschädigungsanspruchs für die von ihren Gesellschaftern errichteten Garagen jedenfalls an den §§ 578 Abs. 1, 570 BGB i.V.m. § 6 Abs. 1 SchuldRAnpG.
- OLG Düsseldorf, 21.07.2016 - 6 U 33/15
Voraussetzungen der Ausschließung eines Gesellschafters aus einer Gesellschaft …
Ob dementsprechend die Übersendung der Einladung an einen Gesellschafter der GbR genügt hätte, da auch bei der gemäß §§ 709 Absatz 1, 714 BGB nur gemeinschaftlichen Vertretungsbefugnis aller Gesellschafter dem einzelnen Gesellschafter analog § 125 Abs. 2 Satz 3 HGB eine Empfangsbefugnis für die Gesellschaft bürgerlichen Rechts zusteht (BGH, Urteil vom 23.11.2011 - XII ZR 210/09, Rz. 34), braucht nicht entschieden zu werden. - OLG Celle, 16.06.2026 - 7 W 27/26
Rechtsweg; Vorabentscheidungsgebot; Innen- und Außen-GbR; Ehegattenhof
Denn nur die Außengesellschaft besitzt - ohne juristische Person zu sein - als Teilnehmerin am Rechtsverkehr grundsätzlich Rechtsfähigkeit (BGH…, Urteil vom 29.01.2001 - II ZR 331/00, juris Rn. 5; Urteil vom 23.11.2011 - XII ZR 210/09, juris Rn. 33), während die Innengesellschaft als lediglich im Innenverhältnis zwischen den Gesellschaftern wirkendes Schuldverhältnis keine Rechte und Pflichten im Außenverhältnis begründen kann (…Heidel, in: Heidel GbR, 1. Aufl., § 705 BGB, Rn. 57 mwN). - LG Potsdam, 20.09.2017 - 6 S 26/17
Anspruch eines Grundstückseigentümers auf Herausgabe eines im Beitrittsgebiet …
Diese Fallgruppe tritt neben die in der ersten Alternative genannten "Datschengrundstücke", das heißt von Grundstücken, die zum Zwecke der kleingärtnerischen Nutzung, Erholung oder Freizeitgestaltung überlassen wurden (vgl. BGH, Urteil vom 23. November 2011 - XII ZR 210/09 -, Rn. 20).
- OLG Nürnberg, 28.08.2019 - 13 U 1305/19
Kündigung eines Belegarztvertrages
Lässt sich aus der Kündigungserklärung entnehmen, dass das Vertragsverhältnis mit der Gesellschaft bürgerlichen Rechts gekündigt werden soll, genügt es, wenn die Kündigung einem vertretungsberechtigten Gesellschafter zugeht (BGH, Urteil vom 23. November 2011 - XII ZR 210/09 - ZIP 2012, 581 Rn. 34). - OVG Schleswig-Holstein, 15.08.2024 - 4 MB 1/24
Vollstreckbarkeit einer tierschutzrechtlichen Untersagungsverfügung im …
In beiden Fällen ist die Bekanntgabe gegenüber einem vertretungsberechtigten Vorstandsmitglied ausreichend (vgl. für den Verein § 26 Abs. 2 Satz 2 BGB in entsprechender Anwendung bzw. für die Gesellschaft bürgerlichen Rechts vor der nunmehrigen Kodifizierung in § 720 Abs. 5 BGB nach dem allgemeinen Rechtsgrundsatz, dass einer Personenmehrheit eine Willenserklärung durch Abgabe gegenüber einem der Gesamtvertreter zugeht, vgl. dazu BGH, Urteil vom 23. November 2011 - XII ZR 210/09 -, juris Rn. 34 m. w. N.). - VG Schleswig, 10.11.2025 - 7 A 342/24 Schon nach alter im Zeitpunkt des Erlasses der Ordnungsverfügung geltender Rechtslage, wonach nach § 54 Satz 1 BGB a. F. auf nichtrechtsfähige Vereine die Vorschriften über die Gesellschaft anzuwenden waren, galt der allgemeine Rechtsgrundsatz, dass einer Personenmehrheit eine Willenserklärung durch Abgabe gegenüber einem der Gesamtvertreter zugeht (…vgl. BGH, Urt. v. 17. September 2011 - II ZR 378/99 - juris Rn. 10; BGH, Urt. v. 23. November 2011 - XII ZR 210/09 - juris Rn. 34).
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