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Weitere Entscheidungen unten: OLG Düsseldorf, 28.10.1996 | OLG Karlsruhe, 11.07.1997

Rechtsprechung
   OLG Hamburg, 19.04.1996 - 14 U 111/95   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/1996,8958
OLG Hamburg, 19.04.1996 - 14 U 111/95 (https://dejure.org/1996,8958)
OLG Hamburg, Entscheidung vom 19.04.1996 - 14 U 111/95 (https://dejure.org/1996,8958)
OLG Hamburg, Entscheidung vom 19. April 1996 - 14 U 111/95 (https://dejure.org/1996,8958)
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Volltextveröffentlichungen (3)

  • riw-online.de(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz/Auszüge frei)

    Prozeßkostensicherheit eines US-Bürgers (Illinois)

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    ZPO § 101 Abs. 1, Abs. 2 Nr. 1
    Umfang der Prozesskostensicherheit

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
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Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • BB 1997, 688
 
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Wird zitiert von ... (0)Zitiert selbst (6)

  • BGH, 25.11.1987 - IVa ZR 135/86

    Anfechtbarkeit von Zwischenurteilen über die Zulässigkeit der Klage

    Auszug aus OLG Hamburg, 19.04.1996 - 14 U 111/95
    Während die überwiegende Meinung (BGHZ 102, 232 ;… Stein-Jonas-Bork, § 112 Rdn. 2;… MüKo- ZPO -Belz, § 113 Rdn. 13; Demharter, MDR 1986, 186;… Thomas-Putzo, § 113 Rdn. 3) ein- solches Zwischen-Urteil für nicht anfechtbar hält, haben mehrere Oberlandesgerichte den gegenteiligen Standpunkt eingenommen (OLG Bremen, NJW 1982, 2737; OLG Karlsruhe, MDR 1986, 593; OLG Hamburg, VersR 1979, 847; OLG Düsseldorf, IPRax 1991, 189;… ebenso Baumbach-Lauterbach-Hartmann, § 112 Rdn. 2 m.w.N.).
  • BGH, 09.12.1981 - VIII ZR 35/81

    Befreiung von der Sicherheitsleistung - Geltung für Ausländer - Ausnahmen

    Auszug aus OLG Hamburg, 19.04.1996 - 14 U 111/95
    Der BGH hat sich in der Entscheidung DB 1982, 802 mit der Frage der Höhe der Sicherheitsleistung nicht befasst.
  • OLG Bremen, 11.03.1982 - 2 U 144/81
    Auszug aus OLG Hamburg, 19.04.1996 - 14 U 111/95
    Während die überwiegende Meinung (BGHZ 102, 232 ;… Stein-Jonas-Bork, § 112 Rdn. 2;… MüKo- ZPO -Belz, § 113 Rdn. 13; Demharter, MDR 1986, 186;… Thomas-Putzo, § 113 Rdn. 3) ein- solches Zwischen-Urteil für nicht anfechtbar hält, haben mehrere Oberlandesgerichte den gegenteiligen Standpunkt eingenommen (OLG Bremen, NJW 1982, 2737; OLG Karlsruhe, MDR 1986, 593; OLG Hamburg, VersR 1979, 847; OLG Düsseldorf, IPRax 1991, 189;… ebenso Baumbach-Lauterbach-Hartmann, § 112 Rdn. 2 m.w.N.).
  • OLG Karlsruhe, 14.03.1986 - 10 U 8/86
    Auszug aus OLG Hamburg, 19.04.1996 - 14 U 111/95
    Während die überwiegende Meinung (BGHZ 102, 232 ;… Stein-Jonas-Bork, § 112 Rdn. 2;… MüKo- ZPO -Belz, § 113 Rdn. 13; Demharter, MDR 1986, 186;… Thomas-Putzo, § 113 Rdn. 3) ein- solches Zwischen-Urteil für nicht anfechtbar hält, haben mehrere Oberlandesgerichte den gegenteiligen Standpunkt eingenommen (OLG Bremen, NJW 1982, 2737; OLG Karlsruhe, MDR 1986, 593; OLG Hamburg, VersR 1979, 847; OLG Düsseldorf, IPRax 1991, 189;… ebenso Baumbach-Lauterbach-Hartmann, § 112 Rdn. 2 m.w.N.).
  • RG, 06.12.1889 - II 253/89

    Sicherheitsleistung; Versäumnisurteil

    Auszug aus OLG Hamburg, 19.04.1996 - 14 U 111/95
    Das Landgericht hat indessen in Übereinstimmung mit RGZ 24, 429 f., 435; Zöller-Herget, § 113 Rdn. 3; Stein-Jonas-Bork, § 113 Rdn. 9, MüKo- ZPO -Belz, § 113 Rdn. 21 gegen Baumbach-Lauterbach-Hartmann, vor § 330 Rdn. 11 i.V.m. § 113 Rdn. 4 ein End-Urteil erlassen, so dass dem Kläger jedenfalls nach dem Grundsatz der Meistbegünstigung (…vgl. Baumbach-Lauterbach-Albers, vor § 511 Rdn. 28 m.w.N.;… Zöller-Schneider, § 511 Rdn. 29) die Berufung offen steht.
  • OLG Hamburg, 10.05.1979 - 6 U 27/79
    Auszug aus OLG Hamburg, 19.04.1996 - 14 U 111/95
    Während die überwiegende Meinung (BGHZ 102, 232 ;… Stein-Jonas-Bork, § 112 Rdn. 2;… MüKo- ZPO -Belz, § 113 Rdn. 13; Demharter, MDR 1986, 186;… Thomas-Putzo, § 113 Rdn. 3) ein- solches Zwischen-Urteil für nicht anfechtbar hält, haben mehrere Oberlandesgerichte den gegenteiligen Standpunkt eingenommen (OLG Bremen, NJW 1982, 2737; OLG Karlsruhe, MDR 1986, 593; OLG Hamburg, VersR 1979, 847; OLG Düsseldorf, IPRax 1991, 189;… ebenso Baumbach-Lauterbach-Hartmann, § 112 Rdn. 2 m.w.N.).
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Rechtsprechung
   OLG Düsseldorf, 28.10.1996 - 2 W 55/96   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/1996,5674
OLG Düsseldorf, 28.10.1996 - 2 W 55/96 (https://dejure.org/1996,5674)
OLG Düsseldorf, Entscheidung vom 28.10.1996 - 2 W 55/96 (https://dejure.org/1996,5674)
OLG Düsseldorf, Entscheidung vom 28. Oktober 1996 - 2 W 55/96 (https://dejure.org/1996,5674)
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Volltextveröffentlichung

  • juris (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse

Papierfundstellen

  • NJW-RR 1997, 1064
 
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Wird zitiert von ... (16)

  • LG Hamburg, 19.03.2004 - 308 O 58/04

    Sofortiges Anerkenntnis: Veranlassung der Beantragung einer einstweiligen …

    In wettbewerbsrechtlichen wie auch in urheberrechtlichen Unterlassungsfällen besteht eine solche Veranlassung zur Erhebung der Klage bzw. zur Beantragung einer einstweiligen Verfügung regelmäßig erst, wenn der Beklagte bzw. Antragsgegner auf eine Abmahnung nicht oder negativ reagiert (z.B. OLG Düsseldorf NJW-RR 1997, 1064 m.w.N.).

    Bei der Geltendmachung derartiger Unterlassungsansprüche ist die Abmahnung daher nur dann entbehrlich, wenn sie aus der Sicht des Klägers bzw. Antragstellers zu der Zeit, zu der er entscheiden muss, ob er im betreffenden Einzelfall abmahnt oder dies unterlässt, bei Anlegung eines objektiven Maßstabs unzumutbar ist (OLG Düsseldorf NJW-RR 1997, 1064 m.w.N.).

    Eine Abmahnung bleibt daher nur dann erforderlich, wenn der Kläger bzw. Antragsteller aufgrund besonderer hinzutretender Umstände des Einzelfalls vernünftigerweise davon ausgehen kann, dass der Verletzer bereits einer außergerichtlichen Unterlassungsaufforderung nachkommen werde (OLG Düsseldorf NJW-RR 1997, 1064).

    Die Gefahr der Warenbeseitigung schied nicht schon wegen der Person des Antragsgegners aus (vgl. z.B. OLG Düsseldorf NJW-RR 1997, 1064: Abmahnung sei nicht entbehrlich bei Verletzung durch die öffentliche Hand).

    Zwar mag eine Abmahnung erforderlich sein, wenn z.B. dem Verletzer keine realistische Möglichkeit bleibt, die betroffenen Waren innerhalb der Abmahnungsfrist beiseite zu schaffen, etwa bei schwer zu transportierender oder erst aus Filialgeschäften zurückzurufender Ware (so z.B. OLG Düsseldorf NJW-RR 1997, 1064, 1065).

    Liegen dagegen solche besonderen Umstände nicht vor, sondern handelt es sich vielmehr um sog. flüchtige Ware, d.h. um eine solche, die man ganz leicht entfernen und beseitigen konnte (OLG Düsseldorf NJW-RR 1997, 1064, 1065 für einen Ohrstecker, der in einem einzelnen Schmuckgeschäft verkauft wird), so darf der Kläger bzw. Antragsteller nach der Lebenserfahrung grundsätzlich davon ausgehen, dass der Verletzer, wenn er zunächst abgemahnt wird, sei es auch nur kurzfristig, die Ware beiseite schafft oder andere Vernebelungsaktionen trifft, um einen wirtschaftlichen Schaden, der mit einer Sicherstellung verbunden sein kann, zu vermeiden oder zumindest zu reduzieren.

  • OLG Schleswig, 04.04.2000 - 6 W 7/00

    Voraussetzungen einer einstweiligen Verfügung wegen eines Wettbewerbsverstoßes

    In der zulässigen Beschränkung des Widerspruchs gegen die einstweilige Verfügung auf die Kostengrundentscheidung (sogenannter Kostenwiderspruch) unter gleichzeitigem Verzicht auf die Rechte aus § 924, 926 und 927 ZPO liegt ein Fall, der einem sofortigen Anerkenntnis vergleichbar ist (…vgl. OLG Schleswig, GRUR 1986, S. 840; OLG Düsseldorf, NJW-RR 1997, S. 1064).

    Zwar verkennt das Landgericht nicht, dass ein Verletzer regelmäßig erst dann Veranlassung zur Klage gibt, wenn er wegen des angegriffenen Wettbewerbsverstoßes zuvor abgemahnt und zur Abgabe einer Unterlassungserklärung aufgefordert wurde und darauf nicht oder negativ reagiert (vgl. OLG Düsseldorf NJW-RR 1997, S. 1064).

    Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn sich dem Verletzten im Zeitpunkt der Inanspruchnahme gerichtlicher Hilfe der Eindruck aufdrängen musste, der Verletzer werde sich einer Abmahnung ohnehin nicht unterwerfen, sondern auf die grundsätzliche Abmahnpflicht des Verletzten bauen, um ohne die Gefahr, mit einem teuren gerichtlichen Verfahren überzogen zu werden, mindestens eine gewisse Zeit wettbewerbswidrig handeln zu können (…vgl. OLG Düsseldorf DB 1985, S. 1076; OLG Düsseldorf NJW-RR 1997 S. 1064 ).

    Im Regelfall ist jedenfalls eine Abmahnung unter Zuhilfenahme moderner Telekommunikationsmittel, verbunden mit einer sehr kurzen Fristsetzung, zumutbar und sogar geboten (…vgl. OLG Dresden, NJWE-Wettbewerbsrecht, 1999, S. 16, 17;… KG Kammergericht NJW 1993, S. 3336 ; OLG München Betriebsberater 1987 S. 1494; OLG Düsseldorf NJW-RR 1997, S. 1064 ;… Pastor/Ahrens-Deutsch, a. a. O., Kapitel 9 Rdnr. 2;…Teplitzky a. a. O., Kapitel 41 RdNr. 33).

  • LG Düsseldorf, 30.09.2011 - 4b O 184/10

    Escitalopram II

    Es handele sich auch um keine "flüchtigen Waren" im Sinne der Rechtsprechung des OLG Düsseldorf (Beschluss vom 28.10.1996, Az. 2 W 55/96).

    Von einem derartigen Sachverhalt wird ausgegangen, wenn die in Verwahrung zu nehmende Sache aufgrund ihrer geringen Größe und ihrer Mobilität ohne weiteres beiseite geschafft und dadurch dem Zugriff des Gläubigers entzogen werden kann (OLG Düsseldorf, WRP 1997, 471, 472 - Ohrstecker).

    Maßgeblicher Beurteilungszeitpunkt ist hierbei, worauf die Antragstellerin zu Recht verweist, der Zeitpunkt der Antragstellung, mithin eine ex-ante- und nicht - wie die Antragsgegnerin meint -eine ex-post-Betrachtung (vgl. OLG Düsseldorf, NJW-RR 1997, 1064).

    Die Präparate sind von ihrer Größe her nicht wesentlich größer als Ohrstecker, welche Gegenstand der Entscheidung des OLG Düsseldorf, Beschluss vom 28.10.1996, Az. 2 W 55/96, waren.

  • OLG Karlsruhe, 11.01.2013 - 6 W 82/12

    Kosten des einstweiligen Verfügungsverfahrens bei Erlass einer Beschlussverfügung …

    Die Abmahnung zur Abwendung einer Kostenentscheidung nach § 93 ZPO ist allerdings dann entbehrlich, wenn sie aus Sicht des Gläubigers zu der Zeit, zu der er entscheiden muss, ob er im betreffenden Einzelfall abmahnt oder dies unterlässt, bei Anlegung eines objektiven Maßstabes unzumutbar ist (OLG Düsseldorf NJW-RR 1997, 1064 ; OLG Hamburg GRUR-RR 2004, 191; KG GRUR-RR 2008, 372 ).

    Dies ist regelmäßig dann der Fall, wenn mit der einstweiligen Verfügung nicht nur Unterlassung, sondern auch eine Sequestration begehrt wird (…Köhler/Bornkamm aaO; OLG Hamburg WRP 1978, 146; OLG Nürnberg WRP 1981, 342; KG WRP 1984, 325; OLG Düsseldorf WRP 1997, 471 ; OLG Stuttgart NJW-RR 2001, 257 ; OLG Hamburg WRP 2006, 1262; OLG Frankfurt GRUR 2006, 264).

  • LG Düsseldorf, 16.03.2010 - 4a O 238/09

    Infrarotthermometer

    Die Abmahnung könnte dem Verletzer die Möglichkeit eröffnen, zur Vermeidung wesentlicher Nachteile den vorhandenen angegriffenen Warenbestand beiseite zu schaffen und damit den Anspruch des Verletzten auf Vernichtung der Ware zu unterlaufen (KG GRUR 2008, 372 - Abmahnkosten; OLG Hamburg GRUR-RR 2007, 29 - Cerebro Card; GRUR-RR 2004, 191 - Flüchtige Ware; OLG Düsseldorf NJW-RR 1997, 1064;… Hefermehl/Bornkamm, UWG 28. Aufl.: § 12 Rn 1.48 m.w.N.).

    Maßgeblich ist, ob die Umstände des konkreten Einzelfalls geeignet sind, bei dem Berechtigten die ernste Besorgnis zu begründen, dass der Unterlassungsschuldner sich bei einer vorherigen Abmahnung um schnelle Beseitigung eines etwa vorhandenen Warenbestandes bemühen werde (KG GRUR 2008, 372 - Abmahnkosten; OLG Hamburg GRUR-RR 2004, 191 - Flüchtige Ware; OLG Düsseldorf NJW-RR 1997, 1064).

  • OLG Zweibrücken, 04.12.2006 - 7 W 40/06

    Einstweilige Verfügung: Ausschluss des Einwandes fehlender Veranlassung zur …

    Hierbei handelt es sich um Sequestrationsansprüche, die zusammen mit wettbewerbsrechtlichen, urheberrechtlichen oder markenrechtlichen Unterlassungsansprüchen geltend gemacht werden, bei denen eine vorherige Abmahnung regelmäßig gefordert wird (vgl. etwa OLG Frankfurt, Magazindienst 2006, 60 f.; OLG Braunschweig GRUR-RR 2005, 103; OLG Düsseldorf, NJW-RR 1997, 1064; LG Hamburg, GRUR-RR 2004, 191).
  • LG Düsseldorf, 13.02.2003 - 4a O 373/02

    Widerspruch gegen die Kostenfestsetzung des Beschlusses einer einstweiligen …

    Rn. 36 Eine Abmahnung ist allerdings entbehrlich, wenn sie aus der Sicht des Antragstellers zu der Zeit, zu der er entscheiden muss, ob er im jeweiligen Einzelfall abmahnt oder dies unterlässt, bei Anlegung eines objektiven Maßstabes unzumutbar ist (OLG Düsseldorf, WRP 1997, 471, 472 -Ohrstecker; OLG Düsseldorf, OLG-Report 1998, 271, 271).

    Rn. 37 Geht es nicht nur um die Geltendmachung wettbewerbsrechtlicher Unterlassungs-, sondern auch um die Durchsetzung von Sequestrationsansprüchen auf wettbewerbs-, oder - wie hier - markenrechtlicher Grundlage, so ist eine vorherige Abmahnung zur Abwendung der Kostensanktion nach § 93 ZPO nur dann erforderlich, wenn für den Antragsteller konkrete Anhaltspunkte vorliegen, die die zu vermutende Gefahr des Beiseiteschaffens der Waren und/oder anderer Vernebelungsaktionen ausnahmsweise ausschließen (OLG Düsseldorf, WRP 1997, 471, 472 -Ohrstecker).

  • LG Düsseldorf, 28.10.2003 - 4a O 223/03

    Erforderlichkeit einer vorherigen Abmahnung zur Abwendung der Kostensanktion nach …

    Rn. 35 Eine Abmahnung ist allerdings entbehrlich, wenn sie aus der Sicht des Antragstellers zu der Zeit, zu der er entscheiden muss, ob er im jeweiligen Einzelfall abmahnt oder dies unterlässt, bei Anlegung eines objektiven Maßstabes unzumutbar ist (OLG Düsseldorf, WRP 1997, 471, 472 -Ohrstecker; OLG Düsseldorf, OLG-Report 1998, 271, 271).

    Rn. 36 Geht es nicht nur um die Geltendmachung wettbewerbsrechtlicher Unterlassungs-, sondern auch um die Durchsetzung von Sequestrationsansprüchen auf wettbewerbs-, oder - wie hier - markenrechtlicher Grundlage, so ist eine vorherige Abmahnung zur Abwendung der Kostensanktion nach § 93 ZPO nur dann erforderlich, wenn für den Antragsteller konkrete Anhaltspunkte vorliegen, die die zu vermutende Gefahr des Beiseiteschaffens der Waren und/oder anderer Vernebelungsaktionen ausnahmsweise ausschließen (OLG Düsseldorf, WRP 1997, 471, 472 -Ohrstecker).

  • LG Düsseldorf, 10.11.2016 - 4b O 82/16

    Verfahrenskosten

    Die Abmahnung könnte dem Verletzer die Möglichkeit eröffnen, zur Vermeidung wesentlicher Nachteile den vorhandenen angegriffenen Warenbestand beiseite zu schaffen und damit den Anspruch des Verletzten auf Vernichtung der Ware zu unterlaufen (KG GRUR 2008, 372 - Abmahnkosten; OLG Hamburg GRUR-RR 2007, 29 - Cerebro Card; GRUR-RR 2004, 191 - Flüchtige Ware; OLG Düsseldorf NJW-RR 1997, 1064;… Köhler/Bornkamm, UWG 34. Aufl.: § 12 Rn 1.48 m.w.N.).

    Maßgeblich ist, ob die Umstände des konkreten Einzelfalls geeignet sind, bei dem Berechtigten die ernste Besorgnis zu begründen, dass der Unterlassungsschuldner sich bei einer vorherigen Abmahnung um schnelle Beseitigung eines etwa vorhandenen Warenbestandes bemühen werde (KG GRUR 2008, 372 - Abmahnkosten; OLG Hamburg GRUR-RR 2004, 191 - Flüchtige Ware; OLG Düsseldorf NJW-RR 1997, 1064).

  • OLG Braunschweig, 06.12.2004 - 2 W 237/04

    Bestehen eines Abmahnerfordernisses im einstweiligen Verfügungsverfahren bei …

    Rn. 3 Es besteht hier kein Anlass, die Rechtsprechung des Senats zu dieser Frage zu überprüfen, denn auch wenn man der Gegenansicht (vgl. z.B. OLG Düsseldorf WRP 1997, 471ff = NJW-RR 1064) folgt, dass eine Abmahnung nur dann erforderlich sei, wenn für den Gläubiger konkrete Anhaltspunkte dafür bestehen, dass keine Gefahr des Beiseiteschaffens der Waren besteht, war hier eine Abmahnung erforderlich.
  • KG, 25.04.2008 - 5 W 39/06

    Markenrechtliches Abmahnerfordernis trotz Sequestrationsantrags

  • LG Düsseldorf, 24.03.2011 - 4b O 249/10

    Escitalopram

  • LG Mannheim, 03.03.2006 - 2 O 29/06

    Einstweilige Verfügung wegen Patentverletzung: Entbehrlichkeit einer vorherigen …

  • LG Düsseldorf, 15.10.2024 - 4b O 94/23

    Wärmetherapiegerät

  • LG Düsseldorf, 16.06.2011 - 4a O 274/10

    Pramipexol

  • LG Düsseldorf, 19.03.2020 - 4b O 62/19

    Kostenwiderspruch

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Rechtsprechung
   OLG Karlsruhe, 11.07.1997 - 2 UF 32/97   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/1997,3804
OLG Karlsruhe, 11.07.1997 - 2 UF 32/97 (https://dejure.org/1997,3804)
OLG Karlsruhe, Entscheidung vom 11.07.1997 - 2 UF 32/97 (https://dejure.org/1997,3804)
OLG Karlsruhe, Entscheidung vom 11. Juli 1997 - 2 UF 32/97 (https://dejure.org/1997,3804)
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Volltextveröffentlichungen (3)

  • rechtsportal.de

    Berücksichtigung der selbst herbeigeführten Verminderung der Leistungsfähigkeit im Unterhaltsrecht

  • Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei)

    Wegfall der Leistungsfähigkeit des Unterhaltspflichtigen für die voraussichtliche Dauer einer Strafhaft; Zumutbarkeit der Aufnahme eines Kredites zur Sicherstellung der Leistungsfähigkeit; Beleihung eines Vergleichstitels; Verstoß gegen die Grundsätze von Treu und ...

  • juris (Volltext/Leitsatz)
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Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • NJW-RR 1997, 1165
  • FamRZ 1998, 45
 
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Wird zitiert von ... (2)Zitiert selbst (6)

  • BGH, 26.09.1984 - IVb ZR 17/83

    Leistungsfähigkeit des Unterhaltsschuldners nach Aufgabe des Arbeitsplatzes

    Auszug aus OLG Karlsruhe, 11.07.1997 - 2 UF 32/97
    Es entspricht daher der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, dass die Verminderung oder der Wegfall der Leistungsfähigkeit grundsätzlich auch dann zu beachten ist, wenn der auf Unterhalt Inanspruchgenommene seine Leistungsunfähigkeit selbst - auch schuldhaft - herbeigeführt hat und dass nur besondere, schwerwiegende Gründe dem Unterhaltspflichtigen im Einzelfall die Berufung auf seine Leistungsunfähigkeit nach den Grundsätzen von Treu und Glauben verwehren (vgl. BGH, NJW 1985, 732 = FamRZ 1985, 158, 159 ff.; NJW-RR 1987, 770 = FamRZ 1987, 372 ; NJW 1988, 2239 = FamRZ 1988, 597, 599 unter II. 4).

    Es bedarf vielmehr einer auf den Einzelfall bezogenen Wertung dahin, ob die der Tat zugrundeliegenden Vorstellungen und Antriebe sich auch auf die Verminderung der unterhaltsrechtlichen Leistungsfähigkeit als Folge des strafbaren Verhaltens erstreckt haben (vgl. dazu schon BGH, NJW 1985, 732 = FamRZ 1985, 158, 160).

  • BGH, 21.04.1982 - IVb ZR 696/80

    Leistungsunfähigkeit eines für längere Zeit in Strafhaft einsitzenden …

    Auszug aus OLG Karlsruhe, 11.07.1997 - 2 UF 32/97
    Das im Übrigen an ihn zur Auszahlung kommende Hausgeld nebst Eigengeld benötigt der Kläger dazu, seine notwendigen Ausgaben des täglichen Lebens, soweit sie nicht durch die Haftanstalt gedeckt werden, zu bestreiten (BGH, NJW 1982, 1812 = FamRZ 1982, 792 ff.) bzw. das notwendige Überbrückungsgeld weiter anzusparen.

    Auf der anderen Seite hat der BGH einem Strafgefangenen, soweit er nicht gerade wegen einer Verletzung seiner Unterhaltspflicht oder wegen schwerer Verfehlung gegen das Leben oder die Gesundheit des Unterhaltsberechtigten oder seiner Angehörigen eine Freiheitsstrafe verbüßt hat, die Berufung auf die durch die Haft eingetretene Leistungsunfähigkeit nicht verschlossen (BGH, NJW 1982, 1812 = FamRZ 1982, 792 ; NJW 1982, 2491 = FamRZ 1982, 913, 914).

  • BGH, 08.04.1981 - IVb ZR 566/80

    Unterhaltspflicht - Schwere Verfehlung - Leistungsfähigkeit - Freiwillige Aufgabe …

    Auszug aus OLG Karlsruhe, 11.07.1997 - 2 UF 32/97
    Unter diesem Gesichtspunkt ist einem Unterhaltspflichtigen die Berufung auf seine Leistungsunfähigkeit beispielsweise versagt worden, weil er eine gesicherte und einkömmliche Erwerbstätigkeit in seinem erlernten Beruf zu Gunsten einer weiteren Ausbildung aufgegeben hatte, ohne den Unterhalt seiner Angehörigen sicherzustellen (BGH, NJW 1981, 1609 = FamRZ 1981, 539, 540).
  • BGH, 21.01.1987 - IVb ZR 94/85

    Anspruch auf Erhöhung der vom leiblichen Vater gewährten Unterhaltsrente - …

    Auszug aus OLG Karlsruhe, 11.07.1997 - 2 UF 32/97
    Es entspricht daher der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, dass die Verminderung oder der Wegfall der Leistungsfähigkeit grundsätzlich auch dann zu beachten ist, wenn der auf Unterhalt Inanspruchgenommene seine Leistungsunfähigkeit selbst - auch schuldhaft - herbeigeführt hat und dass nur besondere, schwerwiegende Gründe dem Unterhaltspflichtigen im Einzelfall die Berufung auf seine Leistungsunfähigkeit nach den Grundsätzen von Treu und Glauben verwehren (vgl. BGH, NJW 1985, 732 = FamRZ 1985, 158, 159 ff.; NJW-RR 1987, 770 = FamRZ 1987, 372 ; NJW 1988, 2239 = FamRZ 1988, 597, 599 unter II. 4).
  • BGH, 09.06.1982 - IVb ZR 704/80

    Fortbestand der Unterhaltspflicht bei Herbeiführung der Leistungsunfähigkeit …

    Auszug aus OLG Karlsruhe, 11.07.1997 - 2 UF 32/97
    Auf der anderen Seite hat der BGH einem Strafgefangenen, soweit er nicht gerade wegen einer Verletzung seiner Unterhaltspflicht oder wegen schwerer Verfehlung gegen das Leben oder die Gesundheit des Unterhaltsberechtigten oder seiner Angehörigen eine Freiheitsstrafe verbüßt hat, die Berufung auf die durch die Haft eingetretene Leistungsunfähigkeit nicht verschlossen (BGH, NJW 1982, 1812 = FamRZ 1982, 792 ; NJW 1982, 2491 = FamRZ 1982, 913, 914).
  • BGH, 16.03.1988 - IVb ZR 41/87

    Unterhaltspflicht des arbeitsunfähigen Unterhaltsschuldners nach Kündigung des …

    Auszug aus OLG Karlsruhe, 11.07.1997 - 2 UF 32/97
    Es entspricht daher der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, dass die Verminderung oder der Wegfall der Leistungsfähigkeit grundsätzlich auch dann zu beachten ist, wenn der auf Unterhalt Inanspruchgenommene seine Leistungsunfähigkeit selbst - auch schuldhaft - herbeigeführt hat und dass nur besondere, schwerwiegende Gründe dem Unterhaltspflichtigen im Einzelfall die Berufung auf seine Leistungsunfähigkeit nach den Grundsätzen von Treu und Glauben verwehren (vgl. BGH, NJW 1985, 732 = FamRZ 1985, 158, 159 ff.; NJW-RR 1987, 770 = FamRZ 1987, 372 ; NJW 1988, 2239 = FamRZ 1988, 597, 599 unter II. 4).
  • OLG Hamm, 14.01.2004 - 11 UF 89/03

    Unterhaltsrecht: Selbstbehalt bei Erwerbstätigkeit im offenen Strafvollzug

    Dass auch längere Strafhaft zur Leistungsunfähigkeit i.S. von § 1603 I BGB führen kann, weil es dem Strafgefangenen im Regelfall - soweit er sich nicht im offenen Vollzug befindet - unmöglich ist, einer normalen Erwerbstätigkeit nachzugehen, entspricht herrschender Meinung und ist auch in der Rechtsprechung anerkannt (BGH MDR 1982, 1003; BGH FamRZ 2002, 813 ff; OLG Karlsruhe, FamRZ 1998, 45 ff; OLG Koblenz, FamRZ 1998, 44 f; OLG Zweibrücken, FamRZ 1990, 553 f;… Kalthoener/Büttner-Niepmann, 8. Aufl. Rz. 668;… Weinreich-Klein, Kompakt-Kommentar Familienrecht, § 1603 Rz. 36).

    Für den laufenden Unterhalt in der Zeit vor Haftentlassung ist die als Überbrückungsgeld gebildete Rücklage danach weder verfügbar noch von seiner Zweckbestimmung her gedacht (…vgl. Kalthoener/Büttner-Niepmann, aaO. Rz. 760; OLG Karlsruhe, FamRZ 1998, 45 ff).

    Von dem Kläger war weiterhin auch nicht zu verlangen, dass er zur vorübergehenden Sicherstellung bestehender Unterhaltsansprüche während der Dauer seiner Inhaftierung Kredite in Anspruch nahm (vgl. hierzu auch OLG Karlsruhe, FamRZ 1998, 45 f).

  • OLG Hamm, 22.03.2001 - 28 W 98/00

    Pfändbarkeit des durch eigene Arbeitskraft verdienten Hausgeldes eines …

    Auch wenn ein Teil des Unterhaltsbedarf des Strafgefangenen schon dadurch gedeckt ist, daß ihm die JVA Unterkunft, Verpflegung und Bekleidung stellt., ist in der höchstrichterlichen Rechtsprechung anerkannt, daß selbst bei gesteigerter Unterhaltspflicht eine keinen Bezug zur Unterhaltspflicht aufweisende Strafhaft des Unterhaltspflichtigen seine Leistungsfähigkeit iSd. § 1603 Abs. 1 BGB ausschließt, und er das zur Auszahlung kommende Hausgeld als ein Minimum benötigt, seine - Unterkunft, Verpflegung und Bekleidung übersteigenden - anderweitigen notwendigen Ausgaben des täglichen Lebens zu bestreiten (vgl. BGH in NJW 1982, 2491; BGH in NJW 1982, 1812; BGH in MDR 1983, 41; OLG Karlsruhe in NJW-RR 1997, 1165; OLG Koblenz in NJW 1997, 1588).
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