Rechtsprechung
| BFH, 19.03.1996 - VIII S 1/96 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- Wolters Kluwer
- datenbank.nwb.de(kostenpflichtig)
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Leitsatz)
Prozeßkostenhilfe für im Ausland ansässige ausländische Staatsangehörige
Papierfundstellen
- Rpfleger 1997, 171
Wird zitiert von ... (7) Zitiert selbst (8)
- OLG Düsseldorf, 15.11.1993 - 20 W 67/93
Prozeßkostenhilfe für Ausländer
Auszug aus BFH, 19.03.1996 - VIII S 1/96
§ 114 ZPO knüpft die Bewilligung von PKH nicht an die deutsche Staatsangehörigkeit oder einen inländischen Wohnsitz des Antragstellers (…vgl. Philippi/Zöller, Zivilprozeßordnung, 19. Aufl., § 114 Rz. 5;… Baumbach/Lauterbach/Albers/Hartmann, Zivilprozeßordnung, 54. Aufl., § 114 Rz. 10; Beschluß des Oberlandesgerichts -- OLG -- Düsseldorf vom 15. November 1993 20 W 67/93, Monatsschrift für Deutsches Recht -- MDR -- 1994, 301, mit umfassenden Nachweisen zum Schrifttum; Schuster/Streinz, Die Sozialgerichtsbarkeit, Sozialgesetzbuch 1988, 534, 536; Grunsky, Neue Juristische Wochenschrift 1980, 2041, 2043; Schuster, Zeitschrift für Zivilprozeß 93 [1980], 361, 378).Einer weiteren Klärung bedarf die Rechtsfrage nicht, da die Wirtschafts- und Lebensverhältnisse im Wohnsitzstaat, dem Königreich Niederlande, und in der Bundesrepublik Deutschland als Bewilligungsstaat nicht in einer solchen Weise voneinander abweichen, daß die Anwendung der Tabelle in § 115 ZPO zu nicht mehr sachgerechten Ergebnissen führte (vgl. dazu OLG Düsseldorf, MDR 1994, 301 [OLG Düsseldorf 15.11.1993 - 20 W 67/93];… Schuster/Streinz, a.a.O., 1988, 534, 537;… gegen jegliche Einschränkung Philippi/Zöller, a.a.O., § 114 Rz. 5;… Baumbach/Lauterbach/Albers/Hartmann, a.a.O., § 114 Rz. 49).
- BFH, 09.01.1992 - III B 96/91
Prozesskostenhilfe bei Nachholung unterlassener Angaben über die persönlichen …
Auszug aus BFH, 19.03.1996 - VIII S 1/96
c) Da die für die Bewilligung der PKH erforderlichen Nachweise erst am 18. März 1996 ordnungsgemäß erbracht worden sind, war die PKH auch erst ab diesem Zeitpunkt zu gewähren (vgl. BFH-Beschluß vom 9. Januar 1992 III B 96/91, BFH/NV 1992, 834, 835;… Reiche/Beermann, Abgabenordnung und Finanzgerichtsordnung, § 142 FGO Rz. 100, m. w. N.;… Kopp, a.a.O., § 166 Rz. 4). - BFH, 22.05.1990 - VII S 28/89
Ablehnung eines Antrags auf Bewilligung von Prozesskostenhilfe
Auszug aus BFH, 19.03.1996 - VIII S 1/96
c) Der Antragsteller hat auf fernmündlichen Hinweis des Vorsitzenden des erkennenden Senats noch am 18. März 1996 per Telefax die vom Antragsteller eigenhändig unterschriebene Erklärung über seine persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse eingereicht (vgl. § 117 Abs. 4 ZPO; BFH- Beschluß vom 22. Mai 1990 VII S 28/89, BFH/NV 1991, 336).
- BFH, 07.07.1988 - V S 11/86
Nichtzulassungsbeschwerde - Zurückweisung - Prozeßkostenhilfe - Bevollmächtigter
Auszug aus BFH, 19.03.1996 - VIII S 1/96
In einem höheren Rechtszug ist grundsätzlich nicht zu prüfen, ob die Rechtsverfolgung hinreichende Aussicht auf Erfolg bietet oder mutwillig erscheint, wenn -- wie im Streitfall -- der Gegner das Rechtsmittel eingelegt hat (§ 142 Abs. 1 der Finanzgerichtsordnung -- FGO -- i. V. m. § 119 Satz 2 der Zivilprozeßordnung -- ZPO --; Beschluß des Bundesfinanzhofs -- BFH -- vom 7. Juli 1988 V S 11/86, BFHE 153, 510, BStBl II 1988, 896, 897 [BFH 07.07.1988 - V S 11/86]). - BFH, 29.10.1993 - XI B 42/93
Bewilligung von Prozesskostenhilfe
Auszug aus BFH, 19.03.1996 - VIII S 1/96
Der Senat legt jedoch den Antrag, auch wenn er von einem fachkundigen Prozeßbevollmächtigten gestellt worden ist, zugunsten des Antragstellers in dem Sinne aus, daß nicht lediglich PKH für die Teilnahme an der mündlichen Verhandlung, sondern -- unbeschadet der Frage der Rückwirkung der Bewilligung (vgl. dazu BFH-Beschluß vom 29. Oktober 1993 XI B 42/93, BFH/NV 1994, 655, 656, m. w. N.) -- für die gesamte Revisionsinstanz begehrt wird (…vgl. dazu Philippi/Zöller, a.a.O., § 114 ZPO Rz. 14). - BFH, 23.12.1993 - VIII B 98/93
Zeitnaher Nachweis der persönlichen Einkommensverhältnisse und …
Auszug aus BFH, 19.03.1996 - VIII S 1/96
In Verbindung mit der bereits dem Antrag vom 11. März 1996 beigefügten zeitnahen Bescheinigung des Sozialamtes der Wohnsitzgemeinde des Antragstellers (vgl. dazu BFH-Beschluß vom 23. Dezember 1993 VIII B 98/93, BFH/NV 1994, 657, 658) hat der Antragsteller damit die Bewilligungsvoraussetzungen formgerecht dargetan. - BFH, 13.09.1988 - V S 22/87
Gewährung von Prozesskostenhilfe für ein vom Gegner eingelegtes …
Auszug aus BFH, 19.03.1996 - VIII S 1/96
Auch im Falle des Obsiegens des Antragstellers in der Vorinstanz sind indessen die persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse nach § 114 ZPO i. V. m. § 142 Abs. 1 FGO zu prüfen (BFH-Beschluß vom 13. September 1988 V S 2/87, BFH/NV 1990, 185) und insbesondere eine Erklärung der Partei über ihre persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse auf amtlichen Vordruck nebst entsprechenden Belegen einzureichen (vgl. § 117 Abs. 2 und 3 ZPO i. V. m. § 142 Abs. 1 FGO). - BFH, 26.03.1987 - V S 2/87
Auszug aus BFH, 19.03.1996 - VIII S 1/96
Auch im Falle des Obsiegens des Antragstellers in der Vorinstanz sind indessen die persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse nach § 114 ZPO i. V. m. § 142 Abs. 1 FGO zu prüfen (BFH-Beschluß vom 13. September 1988 V S 2/87, BFH/NV 1990, 185) und insbesondere eine Erklärung der Partei über ihre persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse auf amtlichen Vordruck nebst entsprechenden Belegen einzureichen (vgl. § 117 Abs. 2 und 3 ZPO i. V. m. § 142 Abs. 1 FGO).
- BGH, 10.06.2008 - VI ZB 56/07
Anwendung der Vermögensfreibeträge für die Bewilligung von Prozesskostenhilfe bei …
Für die Bemessung des Abschlags wird in der vom Bundesministerium der Finanzen (BMF) durch Verwaltungsregelung vorgenommenen Ländergruppeneinteilung bei der Berücksichtigung von Unterhaltsleistungen nach § 33a Abs. 1 Satz 5 des Einkommensteuergesetzes (EStG) an im Ausland lebende Personen (Schreiben des BMF vom 17. November 2003 - BStBl I 2003, 637) eine geeignete Grundlage gesehen (BFH, JurBüro 1997, 201, 202). - FG Niedersachsen, 13.04.2007 - 10 S 28/06
Rechtmäßigkeit der Rückforderung von Kindergeld wegen Verlegung des tatsächlichen …
Dem Antrag steht nicht entgegen, dass der Antragsteller seinen Wohnsitz in Polen hat, weil § 114 ZPO die Bewilligung der PKH nach allgemeiner Ansicht nicht an einen inländischen Wohnsitz des Antragstellers knüpft (BFH-Beschluss vom 19. März 1996 VIII S 1/96, BFH/NV 1996, 781 mit umfangreichen Nachweisen zum Schrifttum).Die Anerkennung der Bewilligung von PKH dem Grunde nach auch für Rechtsstreitigkeiten, die im Ausland wohnende Personen vor deutschen Gerichten führen, besagt nichts hinsichtlich der weiteren Frage, nach welchen Maßstäben die Bedürftigkeit dieses Personenkreises festzustellen ist (BFH-Beschluss vom 19. März 1996 VIII S 1/96, BFH/NV 1996, 781).
aa) Soweit eine Umrechnung der Beträge in Euro erforderlich ist, ist diese anhand eines Durchschnittskurses geboten und stellt der Umrechnungskurs für die Umsatzsteuer einen geeigneten Bezug dar (vgl. BFH-Beschluss vom 19. März 1996 VIII S 1/96, BFH/NV 1996, 781).
- OLG Brandenburg, 17.01.2007 - 10 WF 193/06
Elterliche Sorge: Auskunftsrecht des Vaters über das Schicksal seines Kindes; …
Prozesskostenhilfe kann nämlich auch einem im Ausland lebenden Ausländer für die Rechtsverfolgung in Deutschland bewilligt werden (BFH, Beschluss vom 19.3.1996 - VIII S 1/96 -, JurBüro 1997, 201; OLG Düsseldorf, Beschluss vom 15.11.1993 -20 W 67/97 -, MDR 1994, 301;… Zöller/Philippi, a.a.O., § 114, Rz. 5).
- BFH, 17.08.2005 - III S 21/05
PKH: unvollständige Erklärung über die persönlichen und wirtschaftlichen …
In einem höheren Rechtszug ist zwar nicht zu prüfen, ob die Rechtsverfolgung hinreichende Aussicht auf Erfolg bietet oder mutwillig erscheint, wenn --wie hier-- der Prozessgegner das Rechtsmittel eingelegt hat (§ 142 der Finanzgerichtsordnung --FGO-- i.V.m. § 119 Satz 2 der Zivilprozessordnung --ZPO--; Beschluss des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 19. März 1996 VIII S 1/96, BFH/NV 1996, 781, m.w.N.).Auch im Falle des Obsiegens des Antragstellers in der Vorinstanz sind aber die persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse nach § 114 ZPO i.V.m. § 142 Abs. 1 FGO anhand der Erklärung der Partei über ihre persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse auf amtlichem Vordruck zu prüfen (vgl. Beschluss des BFH in BFH/NV 1996, 781, m.w.N.).
- LAG Hamm, 18.12.2023 - 5 Ta 159/23
Prozesskostenhilfe; Auslandsbezug; Unterlagen in polnischer Sprache; Übersetzung; …
Rn. 46 Für die Bemessung des Abschlags wird in der vom Bundesministerium der Finanzen (BMF) durch Verwaltungsregelung vorgenommenen Ländergruppeneinteilung bei der Berücksichtigung von Unterhaltsleistungen nach § 33a Abs. 1 Satz 5 des Einkommensteuergesetzes (EStG) an im Ausland lebende Personen eine geeignete Grundlage gesehen (BFH, JurBüro 1997, 201, 202). - LAG Sachsen, 07.07.2008 - 4 Ta 131/08 Die ganz überwiegende Ansicht führt jedoch aus, dass bei im Ausland Wohnenden aufgrund der geringeren Lebenshaltungskosten auch ein Abschlag zu den (nach deutschen Maßstäben gemessenen) Freibeträgen gerechtfertigt ist, so Entscheidungen des BFH, Beschluss vom 19.03.1996 - VIII S 1/96 - ( JurBüro 1997, S. 201 [BFH 19.03.1996 - VIII S 1/96] oder RPfleger 1997, S. 171), des Hessischen Landesarbeitsgerichts, Beschluss vom 23.08.2000 - 16 Ta 207/00 - (… MDR 2001, S. 478 [LAG Hessen 23.08.2000 - 16 Ta 207/00] ), des Niedersächsischen Finanzgerichts, Beschluss vom 13.04.2007 - 10 S 28/06 - (veröffentlicht in JURIS) und des Oberverwaltungsgerichts Saarland, Beschluss vom 14.06.2007 - 2 R 12/06 - Veröffentlicht in JURIS), denen sich die Beschwerdekammer anschließt.
- FG Niedersachsen, 06.01.1997 - IX 1/96
Antrag auf Prozesskostenhilfe bei Verfristung der Klage ; Pflicht zur genauen …
Für dieses jetzt auch Umsatzsteuer 1993 beinhaltende Verfahren beantragt der Antragsteller mit Schriftsatz vom 11. Januar 1996, ihm Prozeßkostenhilfe zu bewilligen und den Rechtsanwalt Dr. Burger als Prozeßbevollmächtigten gemäß § 142 Abs. 2 FGO i.V. mit § 121 Abs. 1 ZPO beizuordnen (vgl. Beschluß des BFH vom 19. März 1996 VIII S 1/96, BFH/NV 1996, 781, 782).
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Rechtsprechung
| OLG Düsseldorf, 13.11.1996 - 3 Wx 494/96 |
Volltextveröffentlichungen (2)
- rechtsportal.de
LöschG § 2 Abs. 1, 2; FGG § 12
Forderungen an die Feststellung der Vermögenslosigkeit durch das Registergericht - juris (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- LG Düsseldorf - 36 T 24/96
- OLG Düsseldorf, 13.11.1996 - 3 Wx 494/96
Papierfundstellen
- NJW-RR 1997, 870
- ZIP 1997, 201
- BB 1996, 2617
- DB 1997, 87
- Rpfleger 1997, 171
Wird zitiert von ... (12) Zitiert selbst (2)
- OLG Frankfurt, 06.01.1983 - 20 W 770/82
Vermögenslosigkeit einer Gesellschaft; Ermittlungen des Registergerichtes
Auszug aus OLG Düsseldorf, 13.11.1996 - 3 Wx 494/96
§ 2 Abs. 2 Satz 1 Löschungsgesetz geht demgegenüber ersichtlich davon aus, daß die Ankündigung der Löschungsabsicht erst nach Abschluß der zur Vermögenslosigkeit durchgeführten Ermittlungen erfolgt, wenn das Gericht über entsprechend gesicherte Erkenntnisse verfügt (OLG Frankfurt GmbHR 1983, 303;… Piorreck a.a.O.); denn die Absicht der Löschung setzt eine Überzeugungsbildung zur Vermögenslosigkeit durch Bewertung von Tatsachen voraus. - OLG Frankfurt, 13.12.1982 - 20 W 147/82
Auszug aus OLG Düsseldorf, 13.11.1996 - 3 Wx 494/96
Vermögenslosigkeit im Sinne des Löschungsgesetzes ist daher - unabhängig von den Verbindlichkeiten der Gesellschaft - nur dann anzunehmen, wenn nichts mehr vorhanden ist, was bei kaufmännischer Betrachtungsweise als Aktivposten in die Bilanz aufgenommen werden kann (vgl. u.a. OLG Frankfurt GmbHR 1983, 271; Piorreck Rpfl. 1978, 157).
- OLG Frankfurt, 29.01.2015 - 20 W 116/12
Handelsregister: Feststellung der Vermögenslosigkeit einer GmbH
Dabei genügt die bloße Überzeugung des Registergerichts von der Vermögenslosigkeit nicht, diese muss vielmehr auf ausreichenden Ermittlungen beruhen und kann sich nicht alleine auf die unterlassenen Darlegungen - insbesondere des Geschäftsführers - hinsichtlich noch vorhandenen Vermögens stützen (…vgl. u.a. Beschlüsse des erkennenden Senats vom 06.01.1983, Az. 20 W 770/82, ZIP 1983, 309 f., vom 04.08.1997, a.a.O., Rn. 31 und 10.10.2005, a.a.O., Rn. 3 m.w.N.; OLG Düsseldorf, Beschlüsse vom 13.11.1996, Az. 3 Wx 494/96, zitiert nach juris, Rn. 7;… vom 14.09.2012, a.a.O., …und vom 05.03.2014, a.a.O.; OLG Köln…, Beschluss vom 17.03.2011, a.a.O., Rn. 17;… OLG Karlsruhe, a.a.O. Rn. 14;… Heinemann, a.a.O., Rn. 7 m.w.N.;… Krafka in Münchener Kommentar zum FamFG, 2. Aufl., 2013, § 394, Rn. 9). - OLG Frankfurt, 29.01.2015 - 20 W 232/13
Löschungsvoraussetzungen nach § 394 I 1 FamFG
Dabei genügt die bloße Überzeugung des Registergerichts von der Vermögenslosigkeit nicht, diese muss vielmehr auf ausreichenden Ermittlungen beruhen und kann sich nicht alleine auf die unterlassenen Darlegungen - insbesondere des Geschäftsführers - hinsichtlich noch vorhandenen Vermögens stützen (…vgl. u.a. Beschlüsse des erkennenden Senats vom 06.01.1983, Az. 20 W 770/82, ZIP 1983, 309 f., vom 04.08.1997, a.a.O., Rn. 31 und 10.10.2005, a.a.O., Rn. 3 m.w.N.; OLG Düsseldorf, Beschlüsse vom 13.11.1996, Az. 3 Wx 494/96, zitiert nach juris, Rn. 7;… vom 14.09.2012, a.a.O., …und vom 05.03.2014, a.a.O.; OLG Köln…, Beschluss vom 17.03.2011, a.a.O., Rn. 17;… OLG Karlsruhe, a.a.O. Rn. 14;… Heinemann, a.a.O., Rn. 7 m.w.N.;… Krafka in Münchener Kommentar zum FamFG, 2. Aufl., 2013, § 394, Rn. 9). - OLG Frankfurt, 18.05.2017 - 20 W 170/16
Amtslöschung der Löschung einer Gesellschaft wegen Vermögenslosigkeit
Dabei genügt die bloße Überzeugung des Registergerichts von der Vermögenslosigkeit nicht; diese muss vielmehr auf ausreichenden Ermittlungen beruhen und kann sich nicht alleine auf die unterlassene Darlegungen - insbesondere des Geschäftsführers - hinsichtlich noch vorhandenen Vermögens stützen (…vgl. u.a. Beschlüsse des erkennenden Senats vom 06.01.1983, 04.08.1997, 10.10.2005 und 30.04.2015 jeweils a.a.O.; OLG Düsseldorf, Beschlüsse vom 13.11.1996, Az. 3 Wx 494/96, Rn. 7…, vom 14.09.2012, Az. 3 Wx 62/12, Rn. 15 …und vom 05.03.2014, a.a.O., jeweils zitiert nach juris; OLG Köln…, Beschluss vom 17.03.2011, a.a.O;… OLG Karlsruhe, a.a.O;… Heinemann, a.a.O., Rn. 7 m.w.N.;… Krafka in Münchener Kommentar zum FamFG, 2. Aufl., 2013, § 394, Rn. 9;… Müther in Bork/Jakoby/Schwab, FamFG, 2. Aufl., 2013, § 394, Rn. 3).Bereits die erforderliche Ankündigung der Löschungsabsicht durch Bekanntmachung nach § 394 Absatz 2 FamFG setzt eine vorherige gerichtliche Überzeugungsbildung zur Vermögenslosigkeit durch Bewertung von Tatsachen voraus, mit der Folge, dass diese Ankündigung erst nach Abschluss der zur Vermögenslosigkeit durchgeführten Ermittlungen, wenn das Gericht über entsprechend zumindest vorläufig gesicherte Erkenntnisse verfügt, erfolgen darf (vgl. u.a. OLG Düsseldorf…, Beschluss vom 14.09.2012, a.a.O., Rn. 15 und Beschluss vom 13.11.1996, Az. 3 Wx 494/96, zitiert nach juris, Rn. 7;… Nedden-Boeger, in Schulte-Bunert/Weinreich, FamFG, 4. Aufl., 2014, § 394, Rn. 19;… dieser Ansicht, auch wenn dort letztlich nicht entscheidungserheblich: Beschluss des erkennenden Senats vom 06.01.1983, a.a.O.).
- OLG Düsseldorf, 23.06.2017 - 3 Wx 35/17
Voraussetzungen der Löschung der vollzogenen Eintragung der Löschung einer …
Rn. 26 Daher setzt bereits die Ankündigung der Löschungsabsicht nach § 394 Abs. 2 FamFG eine gerichtliche Überzeugungsbildung zur Vermögenslosigkeit durch Bewertung von Tatsachen voraus und darf daher erst nach Abschluss der zur Vermögenslosigkeit durchgeführten Ermittlungen erfolgen, wenn das Gericht über entsprechendzumindest vorläufig - gesicherte Erkenntnisse verfügt (ständige Rechtsprechung des Senats; vgl. Senat 17. Oktober 2016, 3 Wx 215/16 = NJW-RR 2017, 27, 14. September 2012, 3 Wx 62/12 = FGPrax 2013, 33 und 13. November 1996, 3 Wx 494/96 = NJW-RR 1997, S. 870 m.w.N. und Keidel/Heinemann, FamFG, § 394 Rz. 7.). - OLG Düsseldorf, 14.09.2012 - 3 Wx 62/12
Amtslöschung der vollzogenen Löschung einer GmbH wegen Vermögenslosigkeit nur bei …
Auch Schulden oder eine fehlende Zahlungsmoral rechtfertigen für sich noch nicht die Annahme von Vermögenslosigkeit (Senat, NJW-RR 1997, S. 870;… OLG Frankfurt, jeweils a.a.O.;… OLG Köln Rpfleger 2011, S. 443 ff;… Keidel-Heinemann a.a.O., § 394 Rnr. 7 m.w.N.).Da bereits die Ankündigung der Löschungsabsicht nach § 394 Abs. 2 FamFG eine gerichtliche Überzeugungsbildung zur Vermögenslosigkeit durch Bewertung von Tatsachen voraussetzt, hat diese Ankündigung erst nach Abschluss der zur Vermögenslosigkeit durchgeführten Ermittlungen, wenn das Gericht über entsprechend zumindest vorläufig gesicherte Erkenntnisse verfügt, zu erfolgen (Senat, NJW-RR 1997, S. 870 m.w.N.).
Solche Werte können schon in einem geringen Vermögen liegen (…OLG Hamm NJW-RR 1993, S. 547 ff.; Senat, NJW-RR 1997, S. 870;… OLG Frankfurt, jeweils a.a.O.;… Keidel-Heinemann a.a.O., § 394 Rnr. 8 m.w.N.).
- OLG Frankfurt, 16.06.2005 - 20 W 408/04
GmbH & Co. KG: Amtslöschung der Komplementär-GmbH vor Abwicklung der KG
Es kann dahin stehen, ob die formal noch im Eigentum der KG stehenden Grundstücke trotz der über Wertgrenze hinaus eingetragenen Belastungen und Auflassungsvormerkungen als Vermögen im Sinne des § 141 a Abs. 1 FGG angesehen werden können (vgl. hierzu OLG Düsseldorf BB 1996, 2617 = ZIP 1997, 201 = DB 1997, 87 = GmbHR 1997, 131 = FGPrax 1997, 36 = Rpfleger 1997, 171; OLG Report Düsseldorf 1997, 113 = NJW-RR 1997, 80; vgl. auch Senatsbeschluss 20 W 359/96 = OLG Report Frankfurt 1997, 259 = BB 1997, 2077 = GmbHR 1997, 1004 = NJW-RR 1998, 612) und als solches der GmbH zugeordnet werden dürfen. - OLG Frankfurt, 10.10.2005 - 20 W 289/05
Registerrecht: Zulässigkeit der Löschung einer GmbH im Handelsregister bei noch …
Nach dieser Vorschrift kann eine Kapitalgesellschaft wegen Vermögenslosigkeit im Handelsregister gelöscht werden, wenn die von Amts wegen durchzuführenden Ermittlungen (§ 12 FGG) zu der positiven Feststellung geführt haben, dass kein Vermögen mehr vorhanden ist (vgl. hierzu OLG Düsseldorf BB 1996, 2617 = ZIP 1997, 201 = DB 1997, 87 = GmbHR 1997, 131 = FGPrax 1997, 36 = Rpfleger 1997, 171 = NJW-RR 1997, 80; vgl. auch Senatsbeschlüsse 20 W 359/96 = OLG Report Frankfurt 1997, 259 = BB 1997, 2077 = GmbHR 1997, 1004 = NJW-RR 1998, 612 sowie zum neuen Recht 20 W 243/99 vom 13. März 2000 und 20 W 48/02 vom 29. April 2002). - OLG Düsseldorf, 05.04.2006 - 3 Wx 222/05
Anforderungen an Amtslöschung einer GmbH in Liquidation wegen Vermögenslosigkeit
Wegen der schwerwiegenden Folgen der Löschung sind die Voraussetzungen für die Annahme einer Vermögenslosigkeit besonders genau und gewissenhaft zu prüfen und die erforderlichen Tatsachen von Amts wegen (§ 12 FGG) zu ermitteln (Senat NJW-RR 1997, 870;… OLG Karlsruhe aaO;… Keidel/Winkler aaO, § 141 a Rn. 8). - OLG Zweibrücken, 01.03.2002 - 3 W 38/02
Handelsregisterverfahren: Amtslöschung einer vorzeitigen Löschung einer GmbH als …
Dabei erst wird zu prüfen sein, ob die Voraussetzungen des § 141 a Abs. 1 Satz 1 FGG vorliegen, wobei an die Amtsermittlungspflicht gemäß § 12 FGG hohe Anforderungen gestellt werden (OLG Frankfurt am Main NJW-RR 1998, 612, 613; OLG Düsseldorf NJW-RR 1997, 870; OLG Hamm NJW-RR 1993, 547, 549). - OLG Frankfurt, 23.03.2000 - 20 W 283/99
Löschung; Firma; Gesellschaft; Handelsregister
Dabei hat die Prüfung, ob die Gesellschaft noch Vermögen besitzt, nach dem Amtsermittlungsgrundsatz des § 12FGG besonders sorgfältig zu erfolgen (vgl. hierzu zuletzt OLG Düsseldorf BB 1996, 2617 = ZiP 1997, 201 = DB 1997, 87 = GmbHR 1997, 131 = FGPrax 1997, 36 =Rpfleger 1997, 171 = OLG-Report Düsseldorf 1997, 113). - OLG Frankfurt, 20.03.2018 - 20 W 193/15
Amtslöschungsvorausetzungen nach § 394 Abs. 1 S. 1 FamFG
- OLG Frankfurt, 29.01.2015 - 20 W 249/12
Antrag auf Löschung einer Gesellschaft wegen Vermögenslosigkeit bei nicht …
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