Rechtsprechung
| BFH, 14.01.2000 - V B 182/99 |
Volltextveröffentlichungen (6)
- lexetius.com
- Judicialis
UStG 1980 § 4 Nr. 14; ; UStG 1980 § 4 Nr. 14 Satz 1; ; EStG § 18 Abs. 1 Nr. 1; ; FGO § 115 Abs. 2 Nr. 2
- Wolters Kluwer
Medizinischer Fußpfleger - Staatliche Anerkennung - Heilberufliche Tätigkeit - Steuerbefreiung - Umsatzsteuer
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
FGO § 115 Abs. 2
Nachträgliche Divergenz - datenbank.nwb.de
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Wird zitiert von ... (4) Zitiert selbst (7)
- BFH, 01.09.1992 - V B 69/92
Grundsätzliche Bedeutung der Rechtsfrage der umsatzsteuerrechtlichen Behandlung …
Auszug aus BFH, 14.01.2000 - V B 182/99
Die gegen die finanzgerichtliche Entscheidung erhobene Nichtzulassungsbeschwerde wies der Bundesfinanzhof (BFH) zurück (BFH-Beschluss vom 1. September 1992 V B 69/92, BFH/NV 1993, 334), weil die Rechtssache keine grundsätzliche Bedeutung habe; denn die Vorentscheidung entspreche gefestigten Grundsätzen zur Auslegung von § 4 Nr. 14 Satz 1 UStG 1980 und zu § 18 Abs. 1 Nr. 1 Satz 2 EStG.Nach der Aufhebung des Beschlusses des Senats in BFH/NV 1993, 334 und der Zurückverweisung des Verfahrens durch das BVerfG ist über die Nichtzulassungsbeschwerde des Klägers erneut zu entscheiden.
- BVerfG, 10.11.1998 - 2 BvR 1057/91
Familienlastenausgleich II
Auszug aus BFH, 14.01.2000 - V B 182/99
Bei einer nachträglich eingetretenen Divergenz besteht aber --ebenso wie bei einer Grundsatzrevision-- ein Bedürfnis, durch Zulassung der Revision die Rechtseinheit wiederherzustellen (vgl. BVerfG-Beschluss vom 10. November 1998 2 BvR 1057, 1226, 980/91, BVerfGE 99, 216, 245, BStBl II 1999, 182;… Gräber/Ruban, Finanzgerichtsordnung, 4. Aufl., § 115 Rz. 18, m.w.N.). - BVerfG, 29.10.1999 - 2 BvR 1264/90
Heileurythmisten
Auszug aus BFH, 14.01.2000 - V B 182/99
b) Im Streitfall ist dem Kläger der Zugang zur Revision aufgrund der Entscheidung des BVerfG vom 29. Oktober 1999 2 BvR 1264/90 (Umsatzsteuer-Rundschau 1999, 494) eröffnet.
- BVerfG, 10.11.1999 - 2 BvR 1820/92
Umsatzsteuerbefreiung für medizinische Fußpfleger
Auszug aus BFH, 14.01.2000 - V B 182/99
Es stellte durch Beschluss vom 10. November 1999 2 BvR 1820/92 fest, der Kläger sei durch das Urteil des FG und durch den Beschluss des BFH in seinem Grundrecht aus Art. 3 Abs. 1 des Grundgesetzes (GG) verletzt worden. - BFH, 29.07.1976 - V B 10/76
Zulassung der Revision - Beschwerde - Abweichung von Entscheidung - …
Auszug aus BFH, 14.01.2000 - V B 182/99
Unter diesen Umständen (…vgl. BFH-Beschluss vom 27. Januar 1995 VIII B 105/94, BFH/NV 1995, 808) ist die Revision zuzulassen, wenn die angegriffene finanzgerichtliche Entscheidung in einem tragenden Grund von einer Entscheidung des BVerfG oder BFH abweicht, die ein Beschwerdeführer bis zum Ablauf der Beschwerdefrist nicht kennen konnte (vgl. BFH-Beschluss vom 29. Juli 1976 V B 10/76, BFHE 119, 380, BStBl II 1976, 684). - BFH, 27.01.1995 - VIII B 105/94
Anforderungen an die Darlegung der grundsätzlichen Bedeutung der Rechtssache
Auszug aus BFH, 14.01.2000 - V B 182/99
Unter diesen Umständen (vgl. BFH-Beschluss vom 27. Januar 1995 VIII B 105/94, BFH/NV 1995, 808) ist die Revision zuzulassen, wenn die angegriffene finanzgerichtliche Entscheidung in einem tragenden Grund von einer Entscheidung des BVerfG oder BFH abweicht, die ein Beschwerdeführer bis zum Ablauf der Beschwerdefrist nicht kennen konnte (vgl. BFH-Beschluss vom 29. Juli 1976 V B 10/76, BFHE 119, 380, BStBl II 1976, 684). - FG Düsseldorf, 18.11.1991 - 5 K 368/87
Auszug aus BFH, 14.01.2000 - V B 182/99
Das Finanzgericht (FG) wies die Klage durch Urteil vom 18. November 1991 5 K 368/87 U ab, weil der Kläger als Fußpfleger keine nach § 4 Nr. 14 Satz 1 UStG 1980 steuerbefreite "ähnliche heilberufliche Tätigkeit" ausgeübt habe.
- BFH, 19.12.2002 - V R 28/00
Umsatzsteuerbefreiung für medizinische Fußpfleger
Nachdem das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) mit Urteil vom 10. November 1999 2 BvR 1820/92 (BStBl II 2000, 158) auf Verfassungsbeschwerde des Klägers den vorbezeichneten Beschluss des Senats aufgehoben und die Sache an den BFH zurückverwiesen hatte, ließ der Senat mit Beschluss vom 14. Januar 2000 V B 182/99 (BFH/NV 2000, 957) die Revision zu. - BFH, 31.10.2002 - IV B 126/01
Divergenz; Benennungsverlangen gem. § 160 AO
Bereits auf der Grundlage der früheren Fassung des § 115 Abs. 2 FGO war die nachträgliche Entstehung einer Divergenz wegen des Bedürfnisses nach einer Wiederherstellung der Rechtseinheit als Grund für die Zulassung der Revision angesehen worden (vgl. z.B. BFH-Beschlüsse vom 29. Juli 1976 V B 10/76, BFHE 119, 380, BStBl II 1976, 684, und vom 14. Januar 2000 V B 182/99, BFH/NV 2000, 957).Jetzt wird in § 115 Abs. 2 Nr. 2 FGO die Rechtsvereinheitlichung ausdrücklich als Revisionszulassungsgrund genannt, so dass im Fall nachträglicher Divergenz bei entsprechender Rüge und bei Vorliegen der weiteren Zulassungsvoraussetzungen die Revision zuzulassen ist (s. zur früheren Rechtslage den BFH-Beschluss in BFH/NV 2000, 957).
- BFH, 12.07.2006 - V B 213/05
Innergemeinschaftliche Lieferung; Belegnachweis; grundsätzliche Bedeutung
Mangels Entscheidungserheblichkeit dieses Umstands kommt eine Zulassung der Revision wegen sog. "nachträglicher Divergenz" (…vgl. dazu BFH-Beschlüsse vom 31. Oktober 2002 IV B 126/01, BFH/NV 2003, 291; vom 14. Januar 2000 V B 182/99, BFH/NV 2000, 957) jedoch nicht in Betracht: Selbst wenn man zugunsten der Klägerin diese Sachlage unterstellt, liegen die Voraussetzungen der § 4 Nr. 1 Buchst. b, § 6a Abs. 3 UStG 1999, § 17a UStDV 1999 nicht vor, weil das FG die Versandbestätigung des B für falsch gehalten hat. - FG Münster, 31.10.2000 - 5 K 4476/96
Umsätze aus der Begutachtung von Todesfällen nicht steuerfrei
Zweck der Norm des § 4 Nr. 14 Satz 1 UStG ist die Senkung der Kosten im Gesundheitswesen, um die Heilbehandlungen im Bereich der Humanmedizin, die im Rahmen der Ausübung der ärztlichen und arztähnlichen Berufe von der Umsatzsteuer zu befreien, vgl. BFH in BStBl II 1998, 453, 454 unter Nr. 111 1 der E-Gründe; BVerfG vom 29.10.1999, 2 Bv R 1264/90, UR 1999, 494, 496 Nr. 11 1 a. Auf die formale berufsrechtliche Regelung kommt es nicht an, wenn ein ähnlicher Beruf vorliegt, vgl. BVerfG in UR 1999, 494; ebenso BFH in BFH/NV 2000, 957 .
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