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Rechtsprechung
   BGH, 07.05.2020 - V ZB 110/19   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2020,16851
BGH, 07.05.2020 - V ZB 110/19 (https://dejure.org/2020,16851)
BGH, Entscheidung vom 07.05.2020 - V ZB 110/19 (https://dejure.org/2020,16851)
BGH, Entscheidung vom 07. Mai 2020 - V ZB 110/19 (https://dejure.org/2020,16851)
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Volltextveröffentlichungen (15)

  • rechtsinformationen.bund.de

    Terminsgebühr für außergerichtlichen Vergleich in einem einstweiligen Verfügungsverfahren

  • rechtsprechung-im-internet.de

    Nr 3104 Abs 1 Nr 1 Alt 3 RVG-VV, § 278 Abs 6 ZPO, § 935 ZPO, § 935 ff ZPO

  • IWW
  • Wolters Kluwer

    Abschluss eines außergerichtlichen schriftlichen Vergleichs als ausreichend für die Terminsgebühr; Entstehen der Terminsgebühr auch bei Abschluss eines schriftlichen Vergleichs in einem einstweiligen Verfügungsverfahren

  • kanzlei.biz

    Terminsgebühr für Anwälte auch bei schriftlichem Vergleich im einstweiligen Verfügungsverfahren

  • Anwaltsblatt

    § 43 BRAO, § 51 BRAO
    Terminsgebühr gibt"s auch bei außergerichtlichen schriftlichen Vergleich

  • degruyter.com(kostenpflichtig, erste Seite frei)
  • BRAK-Mitteilungen

    Terminsgebühr auch für Vergleich im einstweiligen Verfügungsverfahren

  • anwaltsblatt-datenbank.de

    § 43 BRAO, § 51 BRAO

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Abschluss eines außergerichtlichen schriftlichen Vergleichs als ausreichend für die Terminsgebühr; Entstehen der Terminsgebühr auch bei Abschluss eines schriftlichen Vergleichs in einem einstweiligen Verfügungsverfahren

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)

    Terminsgebühr auch für Vergleich im einstweiligen Verfügungsverfahren!

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse (5)

  • Rechtslupe (Kurzinformation/Zusammenfassung)

    Terminsgebühr für einen außergerichtlichen Vergleich

  • beck-aktuell.de (Kurzinformation)

    Terminsgebühr für schriftlichen Vergleich im einstweiligen Verfügungsverfahren - Terminsgebühr für schriftlichen Vergleich im einstweiligen Verfügungsverfahren

  • Anwaltsblatt (Leitsatz und Entscheidungsanmerkung)

    § 43 BRAO, § 51 BRAO
    Terminsgebühr gibt"s auch bei außergerichtlichem schriftlichen Vergleich

  • anwaltverein.de (Kurzinformation)

    Terminsgebühr auch bei außergerichtlichem Vergleich

  • datenbank.nwb.de (Kurzinformation)

    Terminsgebühr für außergerichtlichen Vergleich

Besprechungen u.ä. (2)

  • Anwaltsblatt (Leitsatz und Entscheidungsanmerkung)

    § 43 BRAO, § 51 BRAO
    Terminsgebühr gibt"s auch bei außergerichtlichem schriftlichen Vergleich

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Entscheidungsbesprechung)

    Terminsgebühr auch für schriftlichen Vergleich im einstweiligen Verfügungsverfahren! (IBR 2020, 437)

Sonstiges

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Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • NJW 2020, 2474
  • MDR 2020, 954
  • MDR 2020, 969
  • FamRZ 2020, 1762
  • AnwBl 2020, 494
  • AnwBl Online 2020, 662
  • Rpfleger 2020, 683
 
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Wird zitiert von ... (12)Zitiert selbst (9)

  • BGH, 25.09.2007 - VI ZB 53/06

    Erfallen der Terminsgebühr bei Kostenentscheidungen nach § 91a ZPO

    Auszug aus BGH, 07.05.2020 - V ZB 110/19
    Rn. 8 3. Weitere Voraussetzung für die Entstehung einer Terminsgebühr nach Nr. 3104 Abs. 1 Nr. 1 Variante 3 VV RVG ist, dass dem schriftlichen Vergleich ein Verfahren zugrunde liegt, für das eine mündliche Verhandlung vorgeschrieben ist (vgl. BGH…, Beschluss vom 27. Oktober 2005 - III ZB 42/05, NJW 2006, 157 Rn. 9; Beschluss vom 25. September 2007 - VI ZB 53/06, NJW 2008, 668 Rn. 6).

    Rn. 12 aa) Richtig ist zwar, dass eine mündliche Verhandlung dann nicht "vorgeschrieben" im Sinne der Nr. 3104 Abs. 1 Nr. 1 RVG VV ist, wenn das Gericht nach seinem Ermessen aufgrund mündlicher Verhandlung durch Urteil oder ohne eine solche durch Beschluss entscheiden kann (BGH, Beschluss vom 25. September 2007 - VI ZB 53/06, NJW 2008, 668 Rn. 6).

    Mit der Regelung in Nr. 3104 Abs. 1 Nr. 1 VV RVG soll erreicht werden, dass der Prozessbevollmächtigte, der im Zivilprozess im Hinblick auf den Grundsatz der Mündlichkeit (§ 128 Abs. 1 ZPO) an sich erwarten kann, in der mündlichen Verhandlung eine Terminsgebühr zu verdienen, keinen Gebührennachteil erleidet, wenn durch eine andere Verfahrensgestaltung auf eine mündliche Verhandlung verzichtet wird (BGH, Beschluss vom 25. September 2007 - VI ZB 53/06, NJW 2008, 668 Rn. 6;… Beschluss vom 27. Oktober 2005 - III ZB 42/05, NJW 2006, 157 Rn. 8).

  • BGH, 27.10.2005 - III ZB 42/05

    Anwaltsgebühren bei Abschluss eines schriftlichen Vergleichs

    Auszug aus BGH, 07.05.2020 - V ZB 110/19
    Rn. 8 3. Weitere Voraussetzung für die Entstehung einer Terminsgebühr nach Nr. 3104 Abs. 1 Nr. 1 Variante 3 VV RVG ist, dass dem schriftlichen Vergleich ein Verfahren zugrunde liegt, für das eine mündliche Verhandlung vorgeschrieben ist (vgl. BGH, Beschluss vom 27. Oktober 2005 - III ZB 42/05, NJW 2006, 157 Rn. 9;… Beschluss vom 25. September 2007 - VI ZB 53/06, NJW 2008, 668 Rn. 6).

    Mit der Regelung in Nr. 3104 Abs. 1 Nr. 1 VV RVG soll erreicht werden, dass der Prozessbevollmächtigte, der im Zivilprozess im Hinblick auf den Grundsatz der Mündlichkeit (§ 128 Abs. 1 ZPO) an sich erwarten kann, in der mündlichen Verhandlung eine Terminsgebühr zu verdienen, keinen Gebührennachteil erleidet, wenn durch eine andere Verfahrensgestaltung auf eine mündliche Verhandlung verzichtet wird (BGH…, Beschluss vom 25. September 2007 - VI ZB 53/06, NJW 2008, 668 Rn. 6; Beschluss vom 27. Oktober 2005 - III ZB 42/05, NJW 2006, 157 Rn. 8).

    Mit der Ausweitung der Terminsgebühr wollte der Gesetzgeber - auch im Interesse der Entlastung der Gerichte - zudem vermeiden, dass die früher geübte Praxis fortgesetzt wird, einen gerichtlichen Verhandlungstermin nur um einer anwaltlichen Gebühr willen anzustreben (BGH…, Beschluss vom 10. Juli 2006 - II ZB 28/05, MDR 2007, 302 Rn. 7; Beschluss vom 27. Oktober 2005 - III ZB 42/05, NJW 2006, 157 Rn. 9).

  • OLG Düsseldorf, 16.10.2017 - 15 W 47/17

    Anwaltsgebühren bei Anerkenntnisurteil im schriftlichen Verfahren im …

    Auszug aus BGH, 07.05.2020 - V ZB 110/19
    Rn. 9 a) Nach überwiegender Meinung ist für das einstweilige Verfügungsverfahren nach §§ 935 ff. ZPO eine mündliche Verhandlung "vorgeschrieben" im Sinne von Nr. 3104 Abs. 1 VV RVG (OLG Düsseldorf, AGS 2017, 559, 560;… OLG Oldenburg, NJW 2017, 1250 Rn. 13; OLG Zweibrücken, AGS 2015, 16; AG Hildesheim, AGS 2009, 24; Thiel, AGS 2017, 177; Schneider, AGS 2017, 560; ders. NJW 2018, 523, 525; Hansens, RVGreport 2018, 19, 20;… AnwK-RVG/Onderka/N. Schneider, RVG, 8. Aufl., VV 3104 Rn. 24;… Zöller/Vollkommer, ZPO, 33. Aufl., § 922 Rn. 28 a.E., § 937 Rn. 3 f.).

    Dies werde mittelbar durch die Vorschrift des § 937 Abs. 2 ZPO bestätigt, wonach dem Gericht nur ausnahmsweise unter den dort normierten engen Voraussetzungen eine Entscheidung im schriftlichen Verfahren gestattet sei (OLG Düsseldorf, AGS 2017, 559, 560; Thiel, AGS 2017, 177; Schneider, AGS 2017, 560; ders. NJW 2018, 523, 525;… Hansens, RVGreport 2018, 19, 20, vgl. auch Zöller/Vollkommer, ZPO, 33. Aufl., § 922 Rn. 28 a.E., § 937 Rn. 3 f.;… Musielak/Voit/Huber, ZPO, 16. Aufl., § 937 Rn. 4).

  • OLG Oldenburg, 28.02.2017 - 6 W 12/17
    Auszug aus BGH, 07.05.2020 - V ZB 110/19
    Rn. 9 a) Nach überwiegender Meinung ist für das einstweilige Verfügungsverfahren nach §§ 935 ff. ZPO eine mündliche Verhandlung "vorgeschrieben" im Sinne von Nr. 3104 Abs. 1 VV RVG (OLG Düsseldorf, AGS 2017, 559, 560; OLG Oldenburg, NJW 2017, 1250 Rn. 13; OLG Zweibrücken, AGS 2015, 16; AG Hildesheim, AGS 2009, 24; Thiel, AGS 2017, 177; Schneider, AGS 2017, 560; ders. NJW 2018, 523, 525; Hansens, RVGreport 2018, 19, 20;… AnwK-RVG/Onderka/N. Schneider, RVG, 8. Aufl., VV 3104 Rn. 24;… Zöller/Vollkommer, ZPO, 33. Aufl., § 922 Rn. 28 a.E., § 937 Rn. 3 f.).

    Andere stellen darauf ab, dass die mündliche Verhandlung gegen eine im Beschlusswege ergangene einstweilige Verfügung gemäß §§ 936, 922, 925 ZPO erzwungen werde könne (OLG Oldenburg, NJW 2017, 1250 Rn. 13; OLG Zweibrücken, AGS 2015, 16).

  • BGH, 10.07.2006 - II ZB 28/05

    Anwaltsgebühren bei Abschluss eines Vergleichs im schriftlichen Verfharen; …

    Auszug aus BGH, 07.05.2020 - V ZB 110/19
    Mit der Ausweitung der Terminsgebühr wollte der Gesetzgeber - auch im Interesse der Entlastung der Gerichte - zudem vermeiden, dass die früher geübte Praxis fortgesetzt wird, einen gerichtlichen Verhandlungstermin nur um einer anwaltlichen Gebühr willen anzustreben (BGH, Beschluss vom 10. Juli 2006 - II ZB 28/05, MDR 2007, 302 Rn. 7;… Beschluss vom 27. Oktober 2005 - III ZB 42/05, NJW 2006, 157 Rn. 9).
  • OLG Köln, 06.04.2016 - 17 W 67/16

    Erfallen der Terminsgebühr bei außergerichtlichem Abschluss eines Vergleichs und …

    Auszug aus BGH, 07.05.2020 - V ZB 110/19
    Schließlich widerspräche es der Zielsetzung des Gesetzgebers, die Beilegung von Streitigkeiten möglichst ohne Inanspruchnahme der Gerichte zu fördern und den Anwälten einen diesbezüglichen Anreiz über die Gebühren zu geben, wenn eine Terminsgebühr nach Nr. 3104 Abs. 1 Nr. 1 Variante 3 VV RVG nur bei zusätzlicher Tätigkeit des Gerichts nach § 278 Abs. 6 ZPO entstünde (vgl. OLG Köln, Rpfleger 2016, 609 Rn. 7;… AnwK-RVG/Onderka/N. Schneider, RVG, 8. Aufl. 2017, Nr. 3104 VV Rn. 9 und 81;… Bischof in Bischof/Jungbauer, RVG, 8. Aufl., Nr. 3104 VV Rn. 54;… Gerold/Schmidt/Müller-Rabe, RVG, 24. Aufl., Nr. 3104 VV Rn. 69;… Zöller/Greger, ZPO, 33. Aufl., § 278 Rn. 41;… BeckOK ZPO/Bacher [1.3.2020], § 278 Rn. 46; Schneider, NJW 2018, 523, 524; Hansen, ZfSch 2016, 525, 526; Schons AGS 2016, 392;… vgl. auch Hartmann/Toussaint, Kostenrecht, 50. Aufl., RVG VV 3104;… aA Mayer in: Mayer/Kroiß, RVG, 7. Aufl., Nr. 3104 VV RVG Rn. 27;… Winkler in: Schneider/Volpert/Fölsch, Gesamtes Kostenrecht, 2. Aufl., Teil 1: Justiz, Anwaltschaft, Notariat Vergütungsverzeichnis VV RVG Nr. 3104 Rn. 17).
  • BVerfG, 13.12.2016 - 2 BvR 617/16

    Verwerfung eines Antrags auf Gegenstandswertfestsetzung im …

    Auszug aus BGH, 07.05.2020 - V ZB 110/19
    Die Entscheidung über den Verfügungsantrag aufgrund einer mündlichen Verhandlung stellt also den Regelfall dar; hiervon darf nur in den Ausnahmefällen des § 937 Abs. 2 ZPO abgewichen werden (…vgl. MüKo-ZPO/Drescher, 5. Aufl., § 937 Rn. 5;… Musielak/Voit/Huber, ZPO, 16. Aufl., § 937 Rn. 4;… Zöller/Vollkommer, ZPO, 33. Aufl., § 937 Rn. 3 f.;… PG/Fischer, ZPO, 11. Aufl., § 937 Rn. 3;… Stein/Jonas/Grunsky, ZPO, 23. Aufl., § 937 Rn. 4;… Becker in Baumbach/Lauterbach/Anders/Hartmann, ZPO, 79. Aufl., § 937 Rn. 5;… Löffel, WRP 2019, 8 Rn. 16; Sponheimer, FS für Geimer, 2017, 703, 709; Teplitzky, FS für Bornkamm, S. 1073, 1077; BVerfG vom 13. Dezember 2016 - 2 BvR 617/16, juris Rn. 12; vgl. auch BT-Drucks. 11/3621 S. 52).
  • OLG München, 31.08.2005 - 11 W 2045/05

    Vergütung eines Rechtsanwalts nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG); …

    Auszug aus BGH, 07.05.2020 - V ZB 110/19
    Rn. 10 b) Nach anderer Ansicht ist im einstweiligen Verfügungsverfahren eine mündliche Verhandlung nicht "vorgeschrieben", weil das Gericht gemäß §§ 936, 922 ZPO ohne mündliche Verhandlung durch Beschluss entscheiden könne (OLG München, AGS 2005, 486;… Hartmann/Toussaint, Kostenrecht, 50. Aufl., RVG VV 3104 Rn. 40;… Gerold/Schmidt/Müller-Rabe, RVG, 24. Aufl., 3104 VV Rn. 72, anders aber Rn. 46).
  • LAG München, 13.11.2008 - 10 Ta 460/08

    Anhörungsrüge - Kostenfestsetzung

    Auszug aus BGH, 07.05.2020 - V ZB 110/19
    Rn. 9 a) Nach überwiegender Meinung ist für das einstweilige Verfügungsverfahren nach §§ 935 ff. ZPO eine mündliche Verhandlung "vorgeschrieben" im Sinne von Nr. 3104 Abs. 1 VV RVG (OLG Düsseldorf, AGS 2017, 559, 560;… OLG Oldenburg, NJW 2017, 1250 Rn. 13; OLG Zweibrücken, AGS 2015, 16; AG Hildesheim, AGS 2009, 24; Thiel, AGS 2017, 177; Schneider, AGS 2017, 560; ders. NJW 2018, 523, 525; Hansens, RVGreport 2018, 19, 20;… AnwK-RVG/Onderka/N. Schneider, RVG, 8. Aufl., VV 3104 Rn. 24;… Zöller/Vollkommer, ZPO, 33. Aufl., § 922 Rn. 28 a.E., § 937 Rn. 3 f.).
  • BVerfG, 14.04.2026 - 1 BvR 2490/24

    Prozessuale Waffengleichheit - Erfolglose Verfassungsbeschwerde betreffend eine …

    Rn. 12 a) Sieht das Fachgericht die Sache - über das gemäß § 12 Abs. 1 UWG, § 140 Abs. 3 MarkenG vermutete Maß hinaus - als dringend im Sinne des § 937 Abs. 2 ZPO an, muss es ohne mündliche Verhandlung entscheiden (vgl. BGH, Beschluss vom 7. Mai 2020 - V ZB 110/19 -, NJW 2020, S. 2474 ;… Becker, in: Anders/Gehle, ZPO, 84. Aufl. 2026, § 937 Rn. 13;… Bruns, in: Stein/Jonas, ZPO, 23. Aufl. 2020, § 937 Rn. 6;… Drescher, in: MüKo ZPO, 7. Aufl. 2025, § 937 Rn. 6;… Kessen, in: Schuschke/Walker/Kessen/Thole, Kölner Kommentar Vollstreckung und Vorläufiger Rechtsschutz, 8. Aufl. 2024, § 937 ZPO Rn. 12).
  • FG Münster, 30.03.2022 - 15 Ko 158/22

    Anwaltliche Vergütung nach der Beendigung eines Klageverfahrens durch …

    Nach Abs. 1 Nr. 1 Hs. 2 der Anmerkung zu Nr. 3104 VV RVG aF entstand eine Terminsgebühr auch dann, wenn "[…] in einem solchen Verfahren ein schriftlicher Vergleich geschlossen wird." Maßgebend war auch insoweit, ob für das Verfahren, in dem ein Vergleich geschlossen wurde und das durch den abgeschlossenen Vergleich beendet wurde, eine mündliche Verhandlung vorgeschrieben war (bspw. BGH, Beschluss vom 22. Februar 2007 VII ZB 101/06, NJW Rechtsprechungsreport Zivilrecht - NJW-RR - 2007, 1149; BGH, Beschluss vom 10.7.2006 II ZB 28/05, NJW 2006, 157; OLG Köln, Beschluss vom 6.4.2016 17 W 67/16, juris; Landessozialgericht - LSG - Bayern, Beschluss vom 5.5.2020 L 12 SF 180/19, juris; LSG NRW, Beschluss vom 20.3.2020 L 11 SF 118/18 E, juris; LSG Baden-Württemberg, Beschluss vom 8.7.2019 L 10 SF 909/19 E-B, juris; OVG NRW, Beschluss vom 24.6.2009 5 E 728/09, juris; vgl. auch BGH, Beschluss vom 7.5.2020 V ZB 110/19, NJW 2020, 2474).

    In diesem Zusammenhang soll durch die Entstehung einer fiktiven Terminsgebühr verhindert werden, dass eine vorzeitige Beendigung des Rechtsstreits allein deshalb mit dem Ziel unterbleibt, die Durchführung der mündlichen Verhandlung und Entstehung der Terminsgebühr zu bewirken, in der sodann die unstreitige Erledigung des Verfahrens herbeigeführt wird (BGH, Beschluss vom 7.5.2020 V ZB 110/19, NJW 2020, 2474; BGH, Beschluss vom 10. Juli 2006 II ZB 28/05, juris; BGH, Beschluss vom 27.10.2005 III ZB 42/05, NJW 2006, 157; LSG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 13.9.2018 L 39 SF 302/17 B E; LSG Baden-Württemberg, Beschluss vom 8.7.2019 L 10 SF 909/19 E-B, juris; LSG NRW, Beschluss vom 11.3.2015 L 9 AL 277/14 B, juris; OVG NRW, Beschluss vom 24.6.2009 5 E 728/09, juris; vgl. auch BT-Drs.

    Demgemäß fehlt es an einer vorgeschriebenen mündlichen Verhandlung im kostenrechtlichen Sinne nur, wenn das Gericht nach seinem Ermessen aufgrund mündlicher Verhandlung durch Urteil oder ohne mündliche Verhandlung entscheiden könnte (vgl. aus der unter 2. b) dd) genannten Rechtsprechung insbesondere BGH, Beschluss vom 7.5.2020 V ZB 110/19, NJW 2020, 2474).

  • OLG Karlsruhe, 17.01.2024 - 18 WF 155/23

    Terminsgebühr bei Entscheidung ohne mündliche Verhandlung

    Rn. 19 aa) Eine mündliche Verhandlung ist dann nicht "vorgeschrieben" im Sinne der Nr. 3104 Abs. 1 Nr. 1 VV RVG, wenn es im Ermessen des Gerichts steht, ob es aufgrund mündlicher Verhandlung entscheidet (BGH vom 07.05.2020 - V ZB 110/19, juris Rn. 12).

    Zum anderen hat der Bundesgerichtshof in seiner späteren Entscheidung vom 07.05.2020 (V ZB 110/19, juris Rn. 12) ausgeführt, eine mündliche Verhandlung sei dann nicht "vorgeschrieben" im Sinne der Nr. 3104 Abs. 1 Nr. 1 VV RVG, wenn das Gericht nach seinem Ermessen aufgrund mündlicher Verhandlung durch Urteil oder ohne eine solche durch Beschluss entscheiden könne.

    Danach sei eine Entscheidung aufgrund mündlicher Verhandlung im Verfahren der einstweiligen Verfügung der Regelfall, sodass die mündliche Verhandlung im Verfahren der einstweiligen Verfügung "vorgeschrieben" sei im Sinne von Nr. 3104 Abs. 1 Nr. 1 RVG VV. Der Prozessbevollmächtigte, der im Hinblick auf den Grundsatz der Mündlichkeit an sich erwarten könne, in der mündlichen Verhandlung eine Terminsgebühr zu verdienen, solle nach der gesetzlichen Wertung keinen Gebührennachteil erleiden, wenn durch eine andere Verfahrensgestaltung auf eine mündliche Verhandlung verzichtet werde (BGH 07.05.2020 - V ZB 110/19, juris Rn. 13 m.w.N.).

  • OVG Berlin-Brandenburg, 30.11.2020 - 6 K 60.20

    Entstehen einer (fiktiven) Terminsgebühr; schriftlicher Vergleich - gerichtlicher …

    Rn. 6 Ob mit einem schriftlichen Vergleich im Sinne des Gebührentatbestands nur ein Prozessvergleich gemeint ist oder auch außergerichtliche Vergleiche erfasst werden, in deren Umsetzung durch Prozesserklärungen, seien es übereinstimmende Erledigungserklärungen oder wie hier eine Klagerücknahme, Erledigung eintritt, wird in der Rechtsprechung uneinheitlich beantwortet (siehe etwa die Darstellung bei LSG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 13. September 2018 - L 39 SF 302/17 B E - juris; vgl. aus jüngerer Zeit BGH, Beschluss vom 7. Mai 2020 - V ZB 110/19 - juris; Hessischer VGH, Beschluss vom 30. März 2020 - 1 E 1105/19 - juris; OVG Bremen, Beschluss vom 22. April 2020 - 1 F 55/20 - juris).

    In der Rechtsprechung der ordentlichen Gerichtsbarkeit ist anerkannt, dass insoweit ein privatschriftlicher Vergleich genügt und eine gerichtliche Protokollierung oder eine Feststellung nach § 278 Absatz 6 ZPO nicht erforderlich ist (siehe etwa BGH, Beschluss vom 7. Mai 2020 - V ZB 110/19; BGH Beschluss vom 27. Oktober 2005 - III ZB 42/05; OLG Köln, Beschluss vom 6. April 2016 - I-17 W 67/16).

  • BGH, 13.01.2026 - EnZR 22/24

    Gasnetz Salem

    Das Gericht hat zudem zur vollumfänglichen Wahrung der prozessualen Waffengleichheit und des Anspruchs der Beteiligten auf rechtliches Gehör (vgl. BVerfG…, Beschluss vom 30. September 2018 - 1 BvR 1783/17, NJW 2018, 3631 Rn. 15), im Hinblick auf die wirtschaftliche Bedeutung der in Rede stehenden Sachverhalte sowie angesichts der aus § 47 Abs. 5 EnWG folgenden Präklusionswirkung nach § 937 Abs. 2, § 128 Abs. 1, § 216 ZPO - und wie im Streitfall auch geschehen - in aller Regel eine mündliche Verhandlung anzuberaumen (BGH, Beschluss vom 7. Mai 2020 - V ZB 110/19, NJW 2020, 2474 Rn. 12 mwN).
  • OLG Düsseldorf, 21.01.2021 - 20 U 229/20

    Unberechtigte Abnehmerverwarnung; Rechtswidriger Eingriff in das Recht am …

    Rn. 40 Im Übrigen ist - worauf das Landgericht zu Recht maßgeblich abgestellt hat - die Durchführung einer mündlichen Verhandlung vor Erlass einer einstweiligen Verfügung nach §§ 935, 940, 128 Abs. 1 ZPO der gesetzliche Regelfall (BGH, NJW 2020, 2474).
  • OLG Frankfurt, 22.12.2020 - 4 WF 197/20

    Entstehen einer Terminsgebühr bei Einigung im Parallelverfahren

    Schließen die Beteiligten - wie hier - außerhalb des gerichtlichen Verfahrens einen Vergleich und erklären sie infolgedessen den Rechtsstreit in der Hauptsache für erledigt, so dass das Gericht nur noch eine Kostenentscheidung nach §§ 243, 91 a ZPO zu treffen hat, fällt grundsätzlich eine Terminsgebühr nach Nr. 3104 Abs. 1 Nr. 1, 3. Alt. VV RVG an (BGH NJW 2020, 2474; OLG Köln RVGreport 2016, 259;… Gerold/Schmidt/ Müller-Rabe RVG VV 3104 Rn. 69 mwN.; N. Schneider AGS 2004, 232).
  • LSG Nordrhein-Westfalen, 02.10.2020 - L 13 SB 195/20
    Der Senat gibt seine bisherige gegenteilige Rechtsprechung angesichts des Beschlusses des BGH vom 07.05.2020 (V ZB 110/19, juris Rn. 7) zur Parallelvorschrift Nr. 3104 VV-RVG und der in der Begründung des Regierungsentwurfs zum Kostenrechtsänderungsgesetz 2021 als Klarstellung bezeichneten Änderung von Nr. 3106 VV-RVG (vgl. Art. 7 Nr. 21 RegE KostRÄG 2021 und die zugehörige Begründung auf Seite 98 f.) im Sinne der Einheit der Rechtsordnung auf.
  • LSG Nordrhein-Westfalen, 20.07.2022 - L 9 BK 6/22

    Vergütung von Rechtsanwälten im sozialgerichtlichen Verfahren Anforderungen an …

    In der Rechtsprechung der ordentlichen Gerichtsbarkeit ist anerkannt, dass insoweit ein privatschriftlicher Vergleich genügt und eine gerichtliche Protokollierung oder eine Feststellung nach § 278 Absatz 6 ZPO nicht erforderlich ist (siehe etwa BGH, Beschluss vom 7. Mai 2020 - V ZB 110/19; BGH, Beschluss vom 27. Oktober 2005 - III ZB 42/05; OLG Köln, Beschluss vom 6. April 2016 - I17 W 67/16).
  • FG Niedersachsen, 29.02.2024 - 13 K 28/20

    Kostengrundentscheidung durch den Berichterstatter nach der Erledigung der …

    Schließlich werde auf die Entscheidung des BGH vom 7. Mai 2020 (V ZB 110/19) verwiesen, nach der für das Entstehen der Terminsgebühr der Abschluss eines außergerichtlichen schriftlichen Vergleichs genüge.
  • OLG Brandenburg, 06.01.2022 - 6 W 86/21

    Sofortige Beschwerde gegen einen Kostenfestsetzungsbeschluss; Anwaltliche …

  • FG Niedersachsen, 05.06.2023 - 13 K 28/20

    Zur Kostenentscheidung im Rahmen der Erinnerung gegen die Festsetzung der zu …

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