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Weitere Entscheidung unten: BGH, 31.10.1969

Rechtsprechung
   BGH, 12.06.1970 - V ZR 133/66   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/1970,1458
BGH, 12.06.1970 - V ZR 133/66 (https://dejure.org/1970,1458)
BGH, Entscheidung vom 12.06.1970 - V ZR 133/66 (https://dejure.org/1970,1458)
BGH, Entscheidung vom 12. Juni 1970 - V ZR 133/66 (https://dejure.org/1970,1458)
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Volltextveröffentlichungen (3)

  • Wolters Kluwer

    Urteil im Wege der schriftlichen Entscheidung trotz Widerruf eines Einverständnisses - Einverständniserklärung gemäß § 128 Abs. 2 ZPO (Zivilprozessordnung) - Bedingungsfeindlichkeit von Einverständniserklärungen - Vorliegen einer wesentlichen Änderung der Prozesslage als ...

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • NJW 1970, 1458
  • MDR 1970, 751
  • DB 1970, 1782
 
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Wird zitiert von ... (7)Zitiert selbst (11)

  • BGH, 29.10.1958 - V ZR 158/57

    Schriftliches Verfahren

    Auszug aus BGH, 12.06.1970 - V ZR 133/66
    An der Auffassung, daß das Einverständnis mit dem Erlaß einer Entscheidung ohne mündliche Verhandlung nicht frei widerruflich ist (BGHZ 28, 278), wird festgehalten.

    Was die hiernach zu entscheidende Frage angeht, ob das Einverständnis mit einer Entscheidung ohne mündliche Verhandlung nach § 128 Abs. 2 ZPO frei widerruflich ist, so hat der Senat diese Frage in seinen Urteil von 29. Oktober 1958, V ZR 158/57, BGHZ 28, 278 mit ausführlicher Begründung verneinte.

    Der erkennende Senat ist jedoch bei den in dem Urteil BGHZ 28, 278 eingenommenen-Standpunkt verblieben und hat durch Beschluß vom 31. Oktober 1969, auf dessen Inhalt Bezug genommen wird, nach §§ 2 und 11 des Gesetzes zur Wahrung der Einheitlichkeit der Rechtsprechung der obersten Gerichtshöfe des Bundes vom 19. Juni 1968, BGBl I S. 661 - RsprEinhG - den gemeinsamen Senat zur Entscheidung der Frage angerufen, ob eine Prozeßpartei ihr Einverständnis mit dem Erlaß einer Entscheidung ohne mündliche Verhandlung (§ 128 Abs. 2 ZPO) frei widerrufen könne.

    Der Senat hat, die Frage, ob eine wesentliche Änderung der Prozeßlage den Widerruf ermöglicht, in der Entscheidung BGHZ 28, 278, 285 [BGH 29.10.1958 - V ZR 158/57] ausdrücklich offen gelassene Ebenso wird in der bereits erwähnten BGH-Entscheidung NJW 1962, 1819 dazu nicht Stellung genommen.

    Müller (DVBl 1960, 100 [BGH 29.10.1958 - V ZR 158/57]) äußert dagegen Bedenken unter Hinweis darauf, daß eine sichere Abgrenzung, worin eine wesentliche Änderung zu erblicken sei, unmöglich sei und damit wiederum Ungewißheit in das Verfahren hineingetragen werde, die gerade vermieden werden solle.

  • BGH, 28.10.1953 - VI ZR 217/52

    Schriftliches Verfahren

    Auszug aus BGH, 12.06.1970 - V ZR 133/66
    Der Kläger hat dann jedoch mit Schriftsatz von 15. April 1966 sein Einverständnis unter Hinweis auf die Entscheidung BGHZ 11, 27, 31 mit der Begründung widerrufen, daß eine Veränderung der Prozeßlage eingetreten sei.

    Dagegen wird sie in der Entscheidung des II. Zivilsenats BGHZ 11, 27, 31 bejahte Dies entspricht der im Schrifttum - soweit dieses die freie Widerruflichkeit verneint - überwiegend vertretenen Auffassung (…vgl. etwa Stein/Jonas/Pohle, ZPO 19. Aufl. § 128 Anm. IX 3;… Rosenberg, Zivilprozeßrecht 9. Aufl. § 108 II 1 c, anders jedoch jetzt die 10. von Schwab bearbeitete Auflage § 110 III 4 c S. 546, wonach auch die Veränderung der Prozeßlage keinen Grund zum Widerruf bildet).

  • BGH, 12.07.1962 - VII ZR 22/61
    Auszug aus BGH, 12.06.1970 - V ZR 133/66
    Der in jenem Urteil vertretenen Auffassung hat der VII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs sich in seinem Urteil von 12. Juli 1962, VII ZR 22/61, NJW 1962, 1819, angeschlossen.

    Der Senat hat, die Frage, ob eine wesentliche Änderung der Prozeßlage den Widerruf ermöglicht, in der Entscheidung BGHZ 28, 278, 285 [BGH 29.10.1958 - V ZR 158/57] ausdrücklich offen gelassene Ebenso wird in der bereits erwähnten BGH-Entscheidung NJW 1962, 1819 dazu nicht Stellung genommen.

  • BGH, 02.04.1955 - IV ZR 261/54

    Schriftliches Verfahren nach Verhandlung

    Auszug aus BGH, 12.06.1970 - V ZR 133/66
    Der Hinweis der Revision auf die Entscheidung BGHZ 17, 118 (vgl. dort insbes. S. 119 unten und 120) geht daher fehl.
  • RG, 10.06.1921 - III 514/20

    Übergang von der Erfüllungsklage zur Schadensersatzklage

    Auszug aus BGH, 12.06.1970 - V ZR 133/66
    Bei ihren Angriffen gegen diese Ausführungen geht die Revision - insoweit zutreffend - davon aus, daß das Erfordernis, einer Fristsetzung nach § 326 BGB unter ändern dann entfällt, wenn der Schuldner die Vertragserfüllung bestimmt, ernstlich und endgültig verweigert (vgl. RGZ 102, 262; 109, 234, 236; 129, 143, 146).
  • BGH, 30.06.1955 - II ZR 95/54

    Schriftliche Entscheidung des Berufungsgerichts

    Auszug aus BGH, 12.06.1970 - V ZR 133/66
    Nach in Rechtsprechung und Schrifttum wohl einhelliger Auffassung sind Einverständniserklärungen nach § 128 Abs. 2 ZPO bedingungsfeindlich (BGHZ 18, 61 [BGH 30.06.1955 - II ZR 95/54]; RGZ 151, 193;… Stein/Jonas/Pohle, ZPO 19. Aufl. § 128 IX 2).
  • RG, 22.11.1924 - I 56/24

    Herausgabe oder Schadensersatz.

    Auszug aus BGH, 12.06.1970 - V ZR 133/66
    Bei ihren Angriffen gegen diese Ausführungen geht die Revision - insoweit zutreffend - davon aus, daß das Erfordernis, einer Fristsetzung nach § 326 BGB unter ändern dann entfällt, wenn der Schuldner die Vertragserfüllung bestimmt, ernstlich und endgültig verweigert (vgl. RGZ 102, 262; 109, 234, 236; 129, 143, 146).
  • BGH, 11.01.1961 - VIII ZR 86/60
    Auszug aus BGH, 12.06.1970 - V ZR 133/66
    Auch dieser Angriff der Revision geht fehle Bei der Prüfung der Frage, ob eine ernsthafte und endgültige Erfüllungsweigerung auf seiten des Schuldners vorliegt, ist ein strenger Maßstab anzulegen; die Zwecklosigkeit einer Nachfrist muß außer Zweifel gestellt sein (BGH-Urteil von 11. Januar 1961, VIII ZR 86/60, LM BGB § 326 - D c - Nr. 2 mit weiteren Nachweisen).
  • BAG, 23.11.1961 - 2 AZR 95/61

    Mündliche Verhandlung - Einverständnis zur Entscheidung - Freier Widerruf - …

    Auszug aus BGH, 12.06.1970 - V ZR 133/66
    Dagegen hatte sich der 20 Senat des Bundesarbeitsgerichts in seinem Urteil vom 23. November 1961, 2 AZR 95/61, NJW 1962, 509 auf den entgegengesetzten Standpunkt gestellt.
  • RG, 20.03.1936 - III 184/35

    1. Können die Parteien Entscheidung ohne mündliche Verhandlung unter dem …

    Auszug aus BGH, 12.06.1970 - V ZR 133/66
    Nach in Rechtsprechung und Schrifttum wohl einhelliger Auffassung sind Einverständniserklärungen nach § 128 Abs. 2 ZPO bedingungsfeindlich (BGHZ 18, 61 [BGH 30.06.1955 - II ZR 95/54]; RGZ 151, 193;… Stein/Jonas/Pohle, ZPO 19. Aufl. § 128 IX 2).
  • RG, 27.05.1930 - VII 486/29

    Bedarf es, wenn bei einem Wahlkauf der wahlberechtigte Käufer die Erfüllung des …

  • OLG Rostock, 08.04.2021 - 3 U 91/18

    Schadensersatzanspruch im Gewerberaummietverhältnis aufgrund eines Mangels bei …

    Dabei sind zwischenzeitliche Veränderungen des Sach- und Streitstands in Beziehung zu setzen zu Sinn und Zweck des § 128 Abs. 2 Satz 1 ZPO (BGH, Urt. v. 12.06.1970, V ZR 133/66, NJW 1970, 1458;… MünchKommZPO/Fritsche, 6. Aufl., § 128 Rn. 33;… für § 527 Abs. 4 ZPO, auf den § 128 Abs. 2 Satz 1 ZPO analog anzuwenden ist: BGH, Urt. v. 23.09.2020, XII ZR 86/18, GE 2020, 1619 = WuM 2021, 27 = MDR 2021, 189;… BGH, Urt. v. 19.10.1988, IVb ZR 10/88, BGHZ 105, 270 = FamRZ 1989, 164).

    Zweck des § 128 Abs. 2 ZPO ist es, die Gerichte zu entlasten und das Verfahren zu beschleunigen (BGH, Urt. v. 12.06.1970, V ZR 133/66, a.a.O.;… Stein/Jonas/Kern ZPO 23. Aufl. § 128 Rn. 50).

    Es kann nur eine solche Änderung der Prozesslage als wesentlich und die Voraussetzungen eines Widerrufes erfüllend angesehen werden, die gerade zur Frage des Erfordernisses einer mündlichen Verhandlung in Beziehung gesetzt werden kann (BGH, Urt. v. 12.06.1970, V ZR 133/66, a.a.O.).

    Auf insgeheim gehegte Hoffnungen der Partei bei Erteilung der Zustimmung zum Inhalt der Entscheidung kommt es nicht an (BGH, Urt. v. 12.06.1970, V ZR 133/66, a.a.O.).

  • BGH, 19.10.1988 - IVb ZR 10/88

    Widerruf des einmal erteilten Einverständnisses

    Wenn die Sache im Zeitpunkt des Widerrufs bei objektiver Betrachtung und nicht nur aus der subjektiven Sicht der Parteien einen derartigen Zuschnitt nicht mehr hat, ist eine wesentliche Veränderung der Prozeßlage, die den Widerruf rechtfertigt, zu bejahen (vgl. für § 128 Abs. 2 ZPO a.F. BGH, Urteil vom 12. Juni 1970 - V ZR 133/60 - NJW 1970, 1458, 1459).
  • BGH, 13.06.1975 - V ZR 171/73

    Beurteilung der Entbehrlichkeit einer Nachfristsetzung - Zumutbarkeit des …

    Sind Differenzen über den Vertragsinhalt aufgetreten und erklärt der Schuldner eine Leistungsbereitschaft zu anderen als den vertragsmäßigen Bedingungen oder bekundet er auch nur ein Interesse an weiteren Verhandlungen, liegt keine ernsthafte und endgültige Erfüllungsverweigerung vor und ist die Fristsetzung nicht entbehrlich (BGH LM BGB Nr. 2 zu § 326 (Dc) mit Nachweisen; BGH NJW 1971, 798; Urteil vom 12. Juni 1970 - V ZR 133/66 S 21/22 und BGH WM 1974, 199).
  • BGH, 16.10.1973 - X ZB 15/72

    Richterwechsel im patentgerichtlichen Verfahren

    Zu § 128 Abs. 2 ZPO ist das vom Bundesgerichtshof in BGHZ 11, 27, 31, 32 bejaht worden, in neueren Entscheidungen jedoch offen geblieben (vgl. BGHZ 28, 278, 285; BGH LM § 128 ZPO Nr. 16 und Nr. 23 = NJW 1970, 1458).
  • BFH, 26.11.1970 - IV R 131/69

    Mündliche Verhandlung - Verzicht - Widerruflichkeit

    Der 2. Senat des Bundesarbeitsgerichts (BAG), der im Urteil 2 AZR 95/61 vom 23. November 1961 (-- NJW 1962, 509 --) den gegenteiligen Standpunkt vertrat, schloß sich inzwischen im Verfahren der Anrufung des Gemeinsamen Senats der obersten Gerichtshöfe des Bundes der vom V. Senat des BGH im Urteil V ZR 158/57 vom 29. Oktober 1958 (BGHZ 28, 278 = NJW 1959, 244) vertretenen Auffassung an (vgl. BGH V ZR 133/66 vom 12. Juni 1970, NJW 1970, 1458), die mit der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (BVerwG) übereinstimmt (vgl. Urteil des BVerwG V C 85/55 vom vom 27. Juli 1956, Die Öffentliche Verwaltung 1957 S. 461 -- DÖV 1957, 461 --).
  • OLG Hamm, 29.10.1976 - 1 Ss OWi 1435/76
    In dieser, insbesondere vom BGH in seiner Entscheidung vom 4.6.1970 (NJW 70, 1458, 1459) für zulässig erachteten Weise ist das Amtsgericht jedoch nicht verfahren.
  • BSG, 23.05.1973 - 2 RU 34/72
    obersten Gerichtshöfen des Bundes nunmehr einheitlich vertretenen - Auffassung? daß das Einverständnis nicht frei widerruflich ist (vglo BGH, NJW 1970, 1458 fo)" nicht entgegen".
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Rechtsprechung
   BGH, 31.10.1969 - V ZR 133/66   

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https://dejure.org/1969,3136
BGH, 31.10.1969 - V ZR 133/66 (https://dejure.org/1969,3136)
BGH, Entscheidung vom 31.10.1969 - V ZR 133/66 (https://dejure.org/1969,3136)
BGH, Entscheidung vom 31. Oktober 1969 - V ZR 133/66 (https://dejure.org/1969,3136)
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Volltextveröffentlichungen (3)

  • Wolters Kluwer

    Freie Widerruflichkeit des Einverständnisses mit dem Erlass einer Entscheidung ohne mündliche Verhandlung - Sinn und Zweck der Einführung des schriftlichen Verfahrens - Entlastung der Gerichte und Beschleunigung des Verfahrens

  • ibr-online
  • juris (Volltext/Leitsatz)

Verfahrensgang

 
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Wird zitiert von ...Zitiert selbst (10)

  • BGH, 29.10.1958 - V ZR 158/57

    Schriftliches Verfahren

    Auszug aus BGH, 31.10.1969 - V ZR 133/66
    Der vorlegende Senat hat bereits in seinem Urteil vom 29. Oktober 1958, V ZR 158/57, BGHZ 28, 278 den Standpunkt vertreten, daß das Einverständnis der Parteien mit einer Entscheidung ohne mündliche Verhandlung nicht frei widerruflich sei.

    Da jedoch das Bundesarbeitsgericht in seinem Urteil vom 23. November 1961, 2 AZR 95/61, BAG 12, 56 (=NJW 1962, 509) insoweit unter Ablehnung des Urteils BGHZ 28, 278 den entgegengesetzten Standpunkt eingenommen hat - und zwar in Übereinstimmung mit seinem vorangegangenen, insoweit nicht näher begründeten Urteil vom 21. September 1961, 2 AZR 392/60, AP Nr. 11 zu § 72 ArbGG 1953 - Streitwertrevision -, ist für die Entscheidung der gemeinsame Senat der obersten Gerichtshöfe des Bundes zuständig (§ 2 des Gesetzes zur Wahrung der Einheitlichkeit der Rechtsprechung der obersten Gerichtshöfe des Bundes vom 19. Juni 1968, BGBl. I 661).

    Von den anderen obersten Gerichtshöfen des Bundes hat das Bundessozialgericht in einer Entscheidung zu § 124 Abs. 2 SGG, der "mit Einverständnis der Beteiligten" eine Entscheidung durch Urteil ohne mündliche Verhandlung zuläßt, die in dem Urteil BGHZ 28, 278 vertretene Auffassung ausdrücklich gebilligt (NJW 1966, 904).

    Die Formulierung dieser Voraussetzung entspricht in der Wahl der Wörter "mit Einverständnis ..." den Vorgängern der Vorschrift (§ 23 der Bekanntmachung zur Entlastung der Berichte vom 9. September 1915, RGBl. 562; geändert und als neuer § 23 a in die heutige Fassung des § 128 Abs. 2 ZPO gebracht durch Art. 1 A Nr. 2 der Verordnung zur Beschleunigung des Verfahrens in bürgerlichen Rechtsstreitigkeiten vom 22. Dezember 1923, RGBl. I 1239; in die Neufassung der Bekanntmachung zur Entlastung der Gerichte vom 13. Mai 1924, RGBl. I 552, als § 7 Satz 1 aufgenomnen; von dort durch Art. 2 Nr. 14 des Vereinheitlichungsgesetzes vom 12. September 1950, BGBl. 455, als § 128 Abs. 2 in die Zivilprozeßordnung aufgenommen; vgl. hierzu BGHZ 28, 278).

    Wie der Senat bereits in der wiederholt genannten Entscheidung BGHZ 28, 278 näher ausgeführt hat, ist dem Wortlaut der Formulierung "mit Einverständnis" nicht zu entnehmen, daß damit der - noch bei Erlaß der Entscheidung vorhandene - Zustand des Einverstandenseins der Parteien gemeint sei.

    Auf diese Ausführungen BGHZ 28, 278, 281 [BGH 29.10.1958 - V ZR 158/57] wird verwiesen.

    Denn sind auch nach Ablauf der Frist eingehende Schriftsätze zu berücksichtigen (BGHZ 11, 27, 31; 28, 278, 284 [BGH 29.10.1958 - V ZR 158/57];… Stein/Jonas, ZPO 19. Aufl. § 128 X 4 und Fußnote 92), so muß dies auch für einen darin enthaltenen Widerruf der Einverständniserklärung gelten, wenn man deren freien Widerruf zulaßt.

    Ob dies darüber hinaus ganz allgemein bei jeder wesentlichen Änderung der Prozeßlage gilt, wie dies die Entscheidung BGHZ 11, 27, 31 und das die freie Widerruflichkeit der Einverständniserklärungen im übrigen verneinde Schrifttum überwiegend annehmen, ist in den BGH-Entscheidungen BGHZ 28, 278, 285 [BGH 29.10.1958 - V ZR 158/57] und NJW 1962, 1819 offen geblieben und braucht auch hier nicht im einzelnen erörtert zu werden.

    Das Gleiche gilt für den Hinweis darauf, daß das Gericht von den durch § 128 Abs. 2 ZPO eröffneten Möglichkeiten einen unsachgemäßen Gebrauch machen könne, indem es den Erlaß der Entscheidungen unnötig verzögere (vgl. dazu BGHZ 28, 278, 284) [BGH 29.10.1958 - V ZR 158/57].

  • BGH, 28.10.1953 - VI ZR 217/52

    Schriftliches Verfahren

    Auszug aus BGH, 31.10.1969 - V ZR 133/66
    Denn sind auch nach Ablauf der Frist eingehende Schriftsätze zu berücksichtigen (BGHZ 11, 27, 31; 28, 278, 284 [BGH 29.10.1958 - V ZR 158/57];… Stein/Jonas, ZPO 19. Aufl. § 128 X 4 und Fußnote 92), so muß dies auch für einen darin enthaltenen Widerruf der Einverständniserklärung gelten, wenn man deren freien Widerruf zulaßt.

    Ob dies darüber hinaus ganz allgemein bei jeder wesentlichen Änderung der Prozeßlage gilt, wie dies die Entscheidung BGHZ 11, 27, 31 und das die freie Widerruflichkeit der Einverständniserklärungen im übrigen verneinde Schrifttum überwiegend annehmen, ist in den BGH-Entscheidungen BGHZ 28, 278, 285 [BGH 29.10.1958 - V ZR 158/57] und NJW 1962, 1819 offen geblieben und braucht auch hier nicht im einzelnen erörtert zu werden.

  • BGH, 12.07.1962 - VII ZR 22/61
    Auszug aus BGH, 31.10.1969 - V ZR 133/66
    An dieser Auffassung, der sich auch der VII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs in seinem Urteil vom 12. Juli 1962, VII ZR 22/61, NJW 1962, 1819 angeschlossen hat, möchte er festhalten.

    Ob dies darüber hinaus ganz allgemein bei jeder wesentlichen Änderung der Prozeßlage gilt, wie dies die Entscheidung BGHZ 11, 27, 31 und das die freie Widerruflichkeit der Einverständniserklärungen im übrigen verneinde Schrifttum überwiegend annehmen, ist in den BGH-Entscheidungen BGHZ 28, 278, 285 [BGH 29.10.1958 - V ZR 158/57] und NJW 1962, 1819 offen geblieben und braucht auch hier nicht im einzelnen erörtert zu werden.

  • BVerfG, 07.01.1959 - 1 BvR 100/57

    Arzneifertigwaren

    Auszug aus BGH, 31.10.1969 - V ZR 133/66
    (Für grundsätzliche Bejahung der freien Widerruflichkeit außer den eingangs bezeichneten Entscheidungen des Bundesarbeitsgerichts: KG JW 1932, 1981; OLG München HRR 1938, 696; anscheinend auch RGZ 151, 193, 196; Stein/Jonas, ZPO 18, Aufl. § 128 Anm. IX 3, anders jetzt die 19., von Pohle bearbeitete Auflage § 128 Anm. IX 3;… Rosenberg, Zivilprozeßrecht 7. Aufl. § 108 II 1 c S. 507, anders jetzt die 9. Aufl. § 108 II 1 c S. 526;… Zöller, ZPO 7. Aufl. § 128 Anm. 2, anders jetzt die 10. Aufl. § 128 Anm. B II; Wieczorek, ZPO § 128 Anm. J II c 5;… Sydow/Busch, ZPO 22. Aufl. § 7 EntlVO Anm. 2;… Seuffert/Walsmann, ZPO 12. Aufl. § 7 EntlVO Anm. 2 in Anhang zu § 128 ZPO; Heinsheimer, JW 1915, 1384; Volkmar JW 1924, 17; de Boor ZZP 51, 80; für grundsätzliche Verneinung der freien Widerruflichkeit - abgesehen von den oben in III 1 und 2 bezeichneten höchstrichterlichen Entscheidungen und den schon erwähnten neueren Auflagen von Stein/Jonas, ZPO; Zöller, ZPO und Rosenberg, Zivilprozeßrecht -: OLG Hamburg NJW 1954, 516 [OLG Hamburg 23.09.1953 - 3 U 206/52];… Baumbach/Lauterbach, ZPO 29. Aufl. § 128 Anm. 5 C;… Schönke/Schröder/Niese, Zivilprozeßrecht 8. Aufl. § 81 III 2 S. 366: Nikisch, Zivilprozeßrecht 2. Aufl. § 78 II 4 S. 308 i.V. mit § 54 V 3 S. 216; Goldschmidt, Die neue Zivilprozeßordnung vom 13. Mai 1924 § 7 EntlVO Anm. 2 S. 277, 278; Reinberger Recht 1924, 69, 76, 77; Bötticher Anm. zu dem genannten Urteil des Senats vom 29. Oktober 1958 MDR 1959, 566 und Anm. zu dem genannten Urteil des Bundesarbeitsgerichts vom 23. November 1961 AP Nr. 2 zu § 128 ZPO; Müller Anm. zu dem genannten Urteil des Senats DVBl. 1960, 100 mit zahlreichen Nachweisen zu entsprechenden verwaltungsprozessualen Vorschriften; Johannsen Anm, zu diesem Urteil LM ZPO § 128 Nr. 12; es mag ferner darauf hingewiesen werden, daß nach der Entscheidung BVerfGE 9, 73, 76 [BVerfG 07.01.1959 - 1 BvR 100/57] der nach § 25 Abs. 1 BVerfGG erklärte Verzicht auf mündliche Verhandldung eine nicht frei widerrufliche Prozeßhandlung ist).
  • BVerfG, 25.05.1956 - 1 BvR 128/56

    Verfassungsmäßigkeit des § 363 Abs. 2 StPO

    Auszug aus BGH, 31.10.1969 - V ZR 133/66
    In zwei Entscheidungen (DÖV 1956, 411 und DÖV 1957, 461) hat es die Einverständniserklärung als jedenfalls dann unwiderruflich angesehen, wenn auch der Proseßgegner eine solche Erklärung abgegeben hatte, während in einer weiteren Entscheidung (Sammel- und Nachschlagewerk der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts § 101 VerwGO Nr. 1) die Frage zwar angeschnitten, aber nicht abschließend beantwortet wird.
  • BAG, 02.06.1954 - 2 AZR 17/54

    Arbeitsgerichtsverfahren: Anforderungen an eine Divergenzrüge, Fristbeginn nach § …

    Auszug aus BGH, 31.10.1969 - V ZR 133/66
    Da jedoch das Bundesarbeitsgericht in seinem Urteil vom 23. November 1961, 2 AZR 95/61, BAG 12, 56 (=NJW 1962, 509) insoweit unter Ablehnung des Urteils BGHZ 28, 278 den entgegengesetzten Standpunkt eingenommen hat - und zwar in Übereinstimmung mit seinem vorangegangenen, insoweit nicht näher begründeten Urteil vom 21. September 1961, 2 AZR 392/60, AP Nr. 11 zu § 72 ArbGG 1953 - Streitwertrevision -, ist für die Entscheidung der gemeinsame Senat der obersten Gerichtshöfe des Bundes zuständig (§ 2 des Gesetzes zur Wahrung der Einheitlichkeit der Rechtsprechung der obersten Gerichtshöfe des Bundes vom 19. Juni 1968, BGBl. I 661).
  • BAG, 21.09.1961 - 2 AZR 392/60

    Schriftliches Verfahren - Eingang der letzten Einverständniserklärung - Schluß …

    Auszug aus BGH, 31.10.1969 - V ZR 133/66
    Da jedoch das Bundesarbeitsgericht in seinem Urteil vom 23. November 1961, 2 AZR 95/61, BAG 12, 56 (=NJW 1962, 509) insoweit unter Ablehnung des Urteils BGHZ 28, 278 den entgegengesetzten Standpunkt eingenommen hat - und zwar in Übereinstimmung mit seinem vorangegangenen, insoweit nicht näher begründeten Urteil vom 21. September 1961, 2 AZR 392/60, AP Nr. 11 zu § 72 ArbGG 1953 - Streitwertrevision -, ist für die Entscheidung der gemeinsame Senat der obersten Gerichtshöfe des Bundes zuständig (§ 2 des Gesetzes zur Wahrung der Einheitlichkeit der Rechtsprechung der obersten Gerichtshöfe des Bundes vom 19. Juni 1968, BGBl. I 661).
  • BAG, 23.11.1961 - 2 AZR 95/61

    Mündliche Verhandlung - Einverständnis zur Entscheidung - Freier Widerruf - …

    Auszug aus BGH, 31.10.1969 - V ZR 133/66
    Da jedoch das Bundesarbeitsgericht in seinem Urteil vom 23. November 1961, 2 AZR 95/61, BAG 12, 56 (=NJW 1962, 509) insoweit unter Ablehnung des Urteils BGHZ 28, 278 den entgegengesetzten Standpunkt eingenommen hat - und zwar in Übereinstimmung mit seinem vorangegangenen, insoweit nicht näher begründeten Urteil vom 21. September 1961, 2 AZR 392/60, AP Nr. 11 zu § 72 ArbGG 1953 - Streitwertrevision -, ist für die Entscheidung der gemeinsame Senat der obersten Gerichtshöfe des Bundes zuständig (§ 2 des Gesetzes zur Wahrung der Einheitlichkeit der Rechtsprechung der obersten Gerichtshöfe des Bundes vom 19. Juni 1968, BGBl. I 661).
  • RG, 20.03.1936 - III 184/35

    1. Können die Parteien Entscheidung ohne mündliche Verhandlung unter dem …

    Auszug aus BGH, 31.10.1969 - V ZR 133/66
    (Für grundsätzliche Bejahung der freien Widerruflichkeit außer den eingangs bezeichneten Entscheidungen des Bundesarbeitsgerichts: KG JW 1932, 1981; OLG München HRR 1938, 696; anscheinend auch RGZ 151, 193, 196; Stein/Jonas, ZPO 18, Aufl. § 128 Anm. IX 3, anders jetzt die 19., von Pohle bearbeitete Auflage § 128 Anm. IX 3;… Rosenberg, Zivilprozeßrecht 7. Aufl. § 108 II 1 c S. 507, anders jetzt die 9. Aufl. § 108 II 1 c S. 526;… Zöller, ZPO 7. Aufl. § 128 Anm. 2, anders jetzt die 10. Aufl. § 128 Anm. B II; Wieczorek, ZPO § 128 Anm. J II c 5;… Sydow/Busch, ZPO 22. Aufl. § 7 EntlVO Anm. 2;… Seuffert/Walsmann, ZPO 12. Aufl. § 7 EntlVO Anm. 2 in Anhang zu § 128 ZPO; Heinsheimer, JW 1915, 1384; Volkmar JW 1924, 17; de Boor ZZP 51, 80; für grundsätzliche Verneinung der freien Widerruflichkeit - abgesehen von den oben in III 1 und 2 bezeichneten höchstrichterlichen Entscheidungen und den schon erwähnten neueren Auflagen von Stein/Jonas, ZPO; Zöller, ZPO und Rosenberg, Zivilprozeßrecht -: OLG Hamburg NJW 1954, 516 [OLG Hamburg 23.09.1953 - 3 U 206/52];… Baumbach/Lauterbach, ZPO 29. Aufl. § 128 Anm. 5 C;… Schönke/Schröder/Niese, Zivilprozeßrecht 8. Aufl. § 81 III 2 S. 366: Nikisch, Zivilprozeßrecht 2. Aufl. § 78 II 4 S. 308 i.V. mit § 54 V 3 S. 216; Goldschmidt, Die neue Zivilprozeßordnung vom 13. Mai 1924 § 7 EntlVO Anm. 2 S. 277, 278; Reinberger Recht 1924, 69, 76, 77; Bötticher Anm. zu dem genannten Urteil des Senats vom 29. Oktober 1958 MDR 1959, 566 und Anm. zu dem genannten Urteil des Bundesarbeitsgerichts vom 23. November 1961 AP Nr. 2 zu § 128 ZPO; Müller Anm. zu dem genannten Urteil des Senats DVBl. 1960, 100 mit zahlreichen Nachweisen zu entsprechenden verwaltungsprozessualen Vorschriften; Johannsen Anm, zu diesem Urteil LM ZPO § 128 Nr. 12; es mag ferner darauf hingewiesen werden, daß nach der Entscheidung BVerfGE 9, 73, 76 [BVerfG 07.01.1959 - 1 BvR 100/57] der nach § 25 Abs. 1 BVerfGG erklärte Verzicht auf mündliche Verhandldung eine nicht frei widerrufliche Prozeßhandlung ist).
  • BGH, 11.03.1959 - V ZR 160/57

    Rechtsmittel

    Auszug aus BGH, 31.10.1969 - V ZR 133/66
    (Für grundsätzliche Bejahung der freien Widerruflichkeit außer den eingangs bezeichneten Entscheidungen des Bundesarbeitsgerichts: KG JW 1932, 1981; OLG München HRR 1938, 696; anscheinend auch RGZ 151, 193, 196; Stein/Jonas, ZPO 18, Aufl. § 128 Anm. IX 3, anders jetzt die 19., von Pohle bearbeitete Auflage § 128 Anm. IX 3;… Rosenberg, Zivilprozeßrecht 7. Aufl. § 108 II 1 c S. 507, anders jetzt die 9. Aufl. § 108 II 1 c S. 526;… Zöller, ZPO 7. Aufl. § 128 Anm. 2, anders jetzt die 10. Aufl. § 128 Anm. B II; Wieczorek, ZPO § 128 Anm. J II c 5;… Sydow/Busch, ZPO 22. Aufl. § 7 EntlVO Anm. 2;… Seuffert/Walsmann, ZPO 12. Aufl. § 7 EntlVO Anm. 2 in Anhang zu § 128 ZPO; Heinsheimer, JW 1915, 1384; Volkmar JW 1924, 17; de Boor ZZP 51, 80; für grundsätzliche Verneinung der freien Widerruflichkeit - abgesehen von den oben in III 1 und 2 bezeichneten höchstrichterlichen Entscheidungen und den schon erwähnten neueren Auflagen von Stein/Jonas, ZPO; Zöller, ZPO und Rosenberg, Zivilprozeßrecht -: OLG Hamburg NJW 1954, 516 [OLG Hamburg 23.09.1953 - 3 U 206/52];… Baumbach/Lauterbach, ZPO 29. Aufl. § 128 Anm. 5 C;… Schönke/Schröder/Niese, Zivilprozeßrecht 8. Aufl. § 81 III 2 S. 366: Nikisch, Zivilprozeßrecht 2. Aufl. § 78 II 4 S. 308 i.V. mit § 54 V 3 S. 216; Goldschmidt, Die neue Zivilprozeßordnung vom 13. Mai 1924 § 7 EntlVO Anm. 2 S. 277, 278; Reinberger Recht 1924, 69, 76, 77; Bötticher Anm. zu dem genannten Urteil des Senats vom 29. Oktober 1958 MDR 1959, 566 und Anm. zu dem genannten Urteil des Bundesarbeitsgerichts vom 23. November 1961 AP Nr. 2 zu § 128 ZPO; Müller Anm. zu dem genannten Urteil des Senats DVBl. 1960, 100 mit zahlreichen Nachweisen zu entsprechenden verwaltungsprozessualen Vorschriften; Johannsen Anm, zu diesem Urteil LM ZPO § 128 Nr. 12; es mag ferner darauf hingewiesen werden, daß nach der Entscheidung BVerfGE 9, 73, 76 [BVerfG 07.01.1959 - 1 BvR 100/57] der nach § 25 Abs. 1 BVerfGG erklärte Verzicht auf mündliche Verhandldung eine nicht frei widerrufliche Prozeßhandlung ist).
  • GemSOGB, 12.03.1970 - GmS-OGB 1/69

    Einverständnis einer Prozesspartei; Erlass einer Entscheidung; Mündliche …

    Der Zweite Senat des BAG schließt sich der vom V. Zivilsenat des BGH in seinem Vorlegungsbeschluß vom 31.10.1969 V ZR 133/66 = AP Nr. 6 zu § 128 ZPO vertretenen Auffassung an.
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