Rechtsprechung
| BVerwG, 01.07.1959 - VIII C 59.59 |
Volltextveröffentlichung
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- DVBl 1959, 886
Wird zitiert von ... (7)
- BVerwG, 11.05.1960 - VIII C 233.59
Rechtsmittel
Es kann dahingestellt bleiben, ob jene Vorschriften Rechts- oder bloße Verwaltungsvorschriften gewesen sind; wären sie Rechtsvorschriften gewesen, dann handelte es sich gleichwohl nicht um die Anwendung von Bundesrecht, weil dann über die Anwendung einer reichsrechtlichen Bestimmung auf einen beamtenrechtlichen Tatbestand entschieden würde, der vor dem Inkrafttreten des Grundgesetzes lag(Urteil vom 18. Juni 1959 - BVerwG VIII C 64.59 -, DVBl. 1959 S. 703 = NJW/RzW 1959 S. 522, vgl. auchUrteil vom 1. Juli 1959 - BVerwG VIII C 59.59 -, DVBl. 1959 S. 886 = NJW/RzW 1959 S. 523).Nach dessen allgemeinem Beamtenversorgungsrecht ist deshalb die Entscheidung über die Höhe des Grundgehalts zu treffen und zu bestimmen, ob der Berechnung der Versorgungsbezüge dasjenige Grundgehalt zugrunde zu legen ist, das dem geschädigten Zeitbeamten im Zeitpunkt des Eintritts des Versorgungsfalls oder in einem späteren oder früheren Zeitpunkt zustand (vgl. dieUrteile vom 12. Januar 1960 - BVerwG VIII C 92.59 -, NJW/RzW 1960 S. 284, undvom 13. Januar 1960 - BVerwG VIII C 59.59 -, NJW/RzW 1960 S. 328 = ZBR 1960 S. 160).
- BVerwG, 11.05.1960 - VIII C 63.59
Max Brauer
Das Bundesverwaltungsgericht ist auch gebunden an die Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts, § 40 BRÄndG sei geltendes Recht gewesen und habe insbesondere nicht gegen Art. 129 der Weimarer Reichsverfassung verstoßen, weil auch diese Vorschriften jedenfalls insoweit, als sie sich nicht auf Bundesbeamte beziehen, nicht Bundesrecht geworden sind (BVerwGE 1, 57 sowie das Urteil vom 1. Juli 1959 - BVerwG VIII C 59.59 -, DVBl. 1959 S. 886 = NJW/RzW 1959 S. 523). - BVerwG, 08.09.1960 - II C 100.58
Rechtsmittel
An diese Auslegung der Erlasse ist das Revisionsgericht gemäß §§ 137 Abs. 1, 173 VwGO in Verbindung mit § 562 ZPO gebunden; denn das frühere Besoldungsrecht des Reiches wird auf einen unter das Gesetz zu Art. 131 GG fallenden, nicht im Bundesdienst wiederverwendeten früheren Angehörigen des Öffentlichen Dienstes nicht als Bundesrecht angewendet (BVerwG, Urteil vom 1. Juli 1959 - BVerwG VIII C 59.59 - [DVBl. 1959, 886]); dies gilt auch für eine das BDA betreffende frühere Sonderregelung.
- BVerwG, 17.08.1960 - VI C 165.58
Rechtsmittel
Denn die Straffreiheits-Verordnung 1947 ist nach Art. 125 Ziff. 1 GG Bundesrecht geworden (vgl. Urteil des erkennenden Senats vom 24. Februar 1958 - BVerwG VI C 236.57 -, Buchholz BVerwG 231, § 53 DBG Nr. 2; Urteil des VIII. Senats vom 1. Juli 1959 - BVerwG VIII C 59.59 - [DVBl. 1959 S. 886 = NJW/RzW 1959 S. 523]). - BVerwG, 08.12.1960 - II C 151.58
Rechtsmittel
An die auf der Anwendung dieses Gesetzes beruhende Rechtsansicht des Berufungsgerichts, der Kläger sei infolge eines Formmangels seiner Ernennungsurkunde am 8. Mai 1945 nur Beamter auf Widerruf gewesen, ist das Revisionsgericht gemäß §§ 137 Abs. 1, 173 VwGO in Verbindung mit § 562 ZPO gebunden; denn das als Reichsrecht erlassene Deutsche Beamtengesetz ist nur revisibel, soweit es für Beamte des Bundes fortgegolten hat (vgl. BVerwGE 1, 57 und Bundesverwaltungsgericht , Urteil vom 1. Juli 1959 - BVerwG VIII C 59.59 -, DVBl. 1959, 886). - BVerwG, 20.12.1960 - II C 90.58
Rechtsmittel
Sie beruht vielmehr auf der Anwendung des § 27 des Deutschen Beamtengesetzes vom 26. Januar 1937 (RGBl. I S. 39) und des § 36 Abs. 2 Satz 3 DGO; diese ursprünglich dem Reichsrecht zugehörigen Vorschriften sind jedenfalls dann nicht Bundesrecht im Sinne des § 137 Abs. 1 VwGO geworden, wenn sie die Rechtsverhältnisse von Personen betreffen, die - wie der Kläger - nicht Bundesbeamte geworden sind (vgl. Bundesverwaltungsgericht, Urteil vom 1. Juli 1959 - BVerwG VIII C 59.59 -, DVBl. 1959, 886). - BVerwG, 14.07.1960 - VIII CB 496.59
Rechtsmittel
Im Revisionsverfahren könnte nicht nachgeprüft werden, ob das Berufungsgericht die früheren reichsrechtlichen Vorschriften richtig angewandt hat; denn die Revision kann nur auf die Verletzung von Bundesrecht gestützt werden (§ 56 Abs. 1 Satz 1 BVerwGG = § 137 Abs. 1 VwGO), und Vorschriften, die dem Reichsrecht angehörten, rechnen jedenfalls dann nicht zum Bundesrecht, wenn sie Rechtsverhältnisse von Beamten betreffen, die nicht Bundesbeamte geworden sind (Urteil vom 1. Juli 1959 - BVerwG VIII C 59.59 - DVBl. 1959 S. 886 = NJW/RzW 1959 S. 523).
Bitte loggen Sie sich ein, um diese Funktion zu nutzen. Falls Sie noch kein Benutzerkonto haben, können Sie sich in weniger als einer Minute eines kostenlos anlegen "Registrieren".