Rechtsprechung
| BGH, 02.04.2014 - VIII ZR 231/13 |
Volltextveröffentlichungen (19)
- Doctrine(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Mit KI-Zusammenfassung und KI-Dialogfeld, um Fragen zur Entscheidung stellen.
Doctrine ist die neue umfassende Rechts-KI-Plattform in Kooperation mit dejure.org. Mehr Informationen - lexetius.com
- openjur.de
- bundesgerichtshof.de
- rechtsinformationen.bund.de
Wohnraummiete: Offenlegung einer Vertreterstellung bei einem Mieterhöhungsverlangen
- rechtsprechung-im-internet.de
§ 164 Abs 1 S 2 BGB, § 558a Abs 1 BGB
Wohnraummiete: Offenlegung einer Vertreterstellung bei einem Mieterhöhungsverlangen - IWW
- Deutsches Notarinstitut
BGB §§ 164 Abs. 1 S. 2, 558a Abs. 1
Mieterhöhungsverlangen durch Hausverwaltung ohne ausdrücklichen Hinweis auf Vertreterhandeln - Kanzlei Prof. Schweizer
Auch bei einem Mieterhöhungsverlangen genügt es, wenn sich die Vertretung des Vermieters durch einen Bevollmächtigten aus den Umständen ergibt. Einer ausdrücklichen Offenlegung bedarf es nicht.
- JLaw (App) | www.prinz.law
- Wolters Kluwer
Rechtmäßigkeit eines schriftlichen Mieterhöhungsverlangens durch die Hausgesellschaft ohne ausdrücklichen Hinweis auf ein Vertreterhandeln für den Vermieter
- iurado.de (Kurzinformation und Volltext)
Hausverwaltung muss bei Mieterhöhungsbegehren keine Vollmacht vorlegen; §§ 164 Abs. 1 Satz 2, 558a Abs. 1 BGB
- grundeigentum-verlag.de(Abodienst, Leitsatz frei)
BGB § 164 Abs. 1 Satz 2, § 558 a Abs. 1
Mieterhöhungserklärung durch Hausverwaltung ohne Offenlegung der Bevollmächtigung und ohne Benennung des Vermieters - zfir-online.de(Leitsatz frei, Volltext 3,90 €)
BGB § 164 Abs. 1 Satz 2, § 558a Abs. 1
Keine ausdrückliche Offenlegung der Vertetung des Vermieters bei Mieterhöhungsverlangen durch bevollmächtigte Hausverwaltung - ra.de
- RA Kotz
Vertretung des Vermieters durch einen Bevollmächtigten bei Mieterhöhungsverlangen
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
BGB § 164 Abs. 1 S. 2; BGB § 558a Abs. 1
Rechtmäßigkeit eines schriftlichen Mieterhöhungsverlangens durch die Hausgesellschaft ohne ausdrücklichen Hinweis auf ein Vertreterhandeln für den Vermieter - ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
Mieterhöhung durch einen Vertreter des Vermieters
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse (15)
- Rechtslupe (Kurzinformation/Zusammenfassung)
Mieterhöhungsverlangen durch die Hausverwaltung
- anwaltonline.com (Kurzinformation)
Mieterhöhung durch die Hausverwaltung
- wolterskluwer-online.de (Kurzinformation)
Wirksames Mieterhöhungsverlangen durch Schreiben der Hausverwaltung möglich
- nwb.de (Kurzmitteilung)
Wirksamkeit einer Mieterhöhung durch Hausverwaltung
- vermieter-ratgeber.de (Kurzinformation/Auszüge)
Verwalter muss Vermieter nicht nennen
- Wolters Kluwer (Kurzinformation)
Wirksames Mieterhöhungsverlangen durch Schreiben der Hausverwaltung möglich
- haerlein.de (Kurzinformation)
Mieterhöhungsverlangen - Unter welchen Voraussetzungen kann es wirksam von einem Bevollmächtigten des Vermieters gestellt werden?
- anwaltauskunft.de (Kurzinformation)
Mieterhöhung durch Hausverwaltung zulässig
- st-sozien.de (Kurzinformation)
Nachweis der Vollmacht eines Hausverwalters
- haufe.de (Kurzinformation)
Verwalter muss Vermieter bei Mieterhöhung nicht namentlich nennen
- haufe.de (Kurzinformation)
Verwalter muss Vermieter bei Mieterhöhung nicht namentlich nennen
- schneideranwaelte.de (Kurzinformation)
Mieterhöhung durch Hausverwaltung - Wirksam oder nicht?
- anwalt.de (Kurzinformation)
Mieterhöhung durch Stellvertreter ausreichend
- anwalt.de (Kurzinformation)
Mieterhöhungserklärung der Hausverwaltung kann wirksam sein
- datenbank.nwb.de (Kurzinformation)
Wirksamkeit einer Mieterhöhung durch Hausverwaltung
Besprechungen u.ä.
- ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Entscheidungsbesprechung)
Mieterhöhungsverlangen: Konkludente Vertretung des Vermieters durch die Hausverwaltung? (IMR 2014, 227)
Verfahrensgang
Papierfundstellen
- NJW 2014, 1803
- MDR 2014, 644
- NZM 2014, 431
- ZMR 2014, 625
Wird zitiert von ... (9) Zitiert selbst (2)
- BGH, 08.01.2004 - VII ZR 12/03
Vergabe von Bauleistungen durch den Hausverwalter
Auszug aus BGH, 02.04.2014 - VIII ZR 231/13
Gibt eine Hausverwaltung, die nicht selbst Vermieterin ist, im Rahmen eines Mietverhältnisses eine Erklärung gegenüber dem Mieter ab, ist aus diesen Umständen - wie das Berufungsgericht zu Recht angenommen hat - regelmäßig zu entnehmen, dass sie im Namen des Vermieters handelt (LG Berlin, GE 1994, 1447;… Schmidt-Futterer/Blank, aaO, Vor § 535 BGB Rn. 294;… Erman/Maier-Reimer, BGB, 13. Aufl., § 164 Rn. 8; vgl. auch BGH, Urteil vom 8. Januar 2004 - VII ZR 12/03, NJW-RR 2004, 1017 unter II 2 a, zur Vergabe von Bauleistungen durch den Hausverwalter). - LG Potsdam, 21.11.2012 - 13 S 127/12
Wohnraummiete: Wirksamkeit eines Mieterhöhungsverlangens des Hausverwalters ohne …
Auszug aus BGH, 02.04.2014 - VIII ZR 231/13
Rn. 13 a) Allerdings wird in der mietrechtlichen Literatur und in der Rechtsprechung der Instanzgerichte teilweise die Auffassung vertreten, dass ein Mieterhöhungsverlangen, das durch einen Bevollmächtigten wie beispielsweise eine Hausverwaltung gestellt werde, nur wirksam sei, wenn die Stellvertretung ausdrücklich offen gelegt und der Vermieter darin namentlich benannt werde (LG Potsdam, GE 2013, 689 ff.; LG Berlin, GE 2013, 483; LG Berlin, GE 2011, 168; Schmidt-Futterer/Börstinghaus, Mietrecht, 11. Aufl., Vor § 558 BGB, Rn. 43; MünchKommBGB/Artz, 6. Aufl., § 558a BGB Rn. 12; Staudinger/Emmerich, BGB, Neubearb.
- AG Brandenburg, 13.02.2023 - 31 C 210/21
Gut Ding will Weile haben: Nicht bei Warmwasser!
Insofern ist nämlich anerkannt, dass die Vermittlung der Kenntnis von der Bevollmächtigung auch dadurch erfolgen kann, dass der Bevollmächtigte in eine Stellung berufen wird, mit der die Abgabe und der Erhalt bestimmter Willenserklärungen regelmäßig verbunden ist (BGH, Urteil vom 10.12.2014, Az.: VIII ZR 25/14, u.a. in: NJW 2015, Seiten 473 f.; BGH, Urteil vom 02.04.2014, Az.: VIII ZR 231/13, u.a. in: NJW 2014, Seite 1803; BGH, Beschluss vom 23.02.2000, Az.: XII ZR 77/98, u.a. in: NJW-RR 2000, Seiten 745 f.; BGH, Urteil vom 10.12.1997, Az.: XII ZR 119/96, u.a. in: NZM 1998, Seite 146; BAG, Urteil vom 06.02.1997, Az.: 2 AZR 128/96; OLG Düsseldorf, Urteil vom 29.02.2000, Az.: 5 U 121/99, u.a. in: BauR 2000, Seite 1210; KG Berlin, Beschluss vom 18.12.2019, Az.: 8 U 93/19, u.a. in: ZMR 2020, Seite 493; OLG Düsseldorf, Beschluss vom 18.11.2003, Az.: I-24 U 143/03; OLG Brandenburg, Urteil vom 18.09.1996, Az.: 3 U 99/96, u.a. in: NJWE-MietR 1997, Seite 135; OLG Frankfurt/Main, Urteil vom 17.03.1995, Az.: 10 U 98/94, u.a. in: NJW-RR 1996, Seite 10; LG Nürnberg-Fürth, Urteil vom 02.09.2020, Az.: 12 O 5227/19, u.a. in: ZWE 2021, Seite 212; AG Berlin-Schöneberg, Urteil vom 03.09.2014, Az.: 12 C 193/14).Die Kläger konnten somit vorliegend berechtigterweise davon ausgehen, dass die Hausverwaltung der Beklagten (d.h. die Firma BIVG Brandenburg/H. Immobilien Verwaltungsgesellschaft mbH, Havelstraße 6a, 14776 Brandenburg an der Havel) auch zum Empfang derartiger Kündigungsschreiben durch die Beklagte bevollmächtigt worden war; zumindest wurde dies konkludent so den Klägern zur Kenntnis gebracht (BGH, Urteil vom 10.12.2014, Az.: VIII ZR 25/14, u.a. in: NJW 2015, Seiten 473 f.; BGH, Urteil vom 02.04.2014, Az.: VIII ZR 231/13, u.a. in: NJW 2014, Seite 1803; BGH, Beschluss vom 23.02.2000, Az.: XII ZR 77/98, u.a. in: NJW-RR 2000, Seiten 745 f.; BGH, Urteil vom 10.12.1997, Az.: XII ZR 119/96, u.a. in: NZM 1998, Seite 146; OLG Düsseldorf, Urteil vom 29.02.2000, Az.: 5 U 121/99, u.a. in: BauR 2000, Seite 1210; KG Berlin, Beschluss vom 18.12.2019, Az.: 8 U 93/19, u.a. in: ZMR 2020, Seite 493; OLG Düsseldorf, Beschluss vom 18.11.2003, Az.: I-24 U 143/03; OLG Brandenburg, Urteil vom 18.09.1996, Az.: 3 U 99/96, u.a. in: NJWE-MietR 1997, Seite 135; OLG Frankfurt/Main, Urteil vom 17.03.1995, Az.: 10 U 98/94, u.a. in: NJW-RR 1996, Seite 10; LG Nürnberg-Fürth, Urteil vom 02.09.2020, Az.: 12 O 5227/19, u.a. in: ZWE 2021, Seite 212).
- OLG Dresden, 07.09.2022 - 5 U 816/22
Rückzahlung einer Mietkaution; Fälligkeit eines Rückzahlungsanspruchs; Auslegung …
a) Nach dem im Kern unstrittigen Sachverhalt und dem Inhalt des Übergabeprotokolls vom 30.12.2020 war aus den Umständen der Übergabe offenkundig, dass der Zeuge G...... für die Beklagte handelte als er das Übergabeprotokoll unterschrieb, weil es bei der Rückgabe des Mietobjektes an die Beklagte als Vermieterin um einen Vorgang im Rahmen des Mietverhältnisses zwischen den Parteien ging und der Zeuge G...... selbst offensichtlich nicht Vermieter war (ebenso für die Abgabe einer Erklärung im Rahmen des Mietverhältnisses durch die Hausverwaltung, welche nicht selbst Vermieterin ist: BGH, Urteil vom 02.04.2014, VIII ZR 231/13, NJW 2014, 1803 Rn. 14). - KG, 31.10.2019 - 8 U 93/19
Schriftformerfordernis bei neu begründeten Mietverhältnis nach vorheriger …
Gibt eine Hausverwaltung, die nicht selbst Vermieter ist, im Rahmen eines Mietverhältnisses eine Erklärung gegenüber dem Mieter ab, ist aus diesen Umständen regelmäßig zu entnehmen, dass sie im Namen des Vermieters handelt (vgl. BGH, Urteil vom 02.04.2014 - VIII ZR 231/13, Grundeigentum 2014, 658, Tz. 14 für Mieterhöhungsverlangen; vgl. auch BGH, Urteil vom 08.01.2004 - VII ZR 12/03, NJW-RR 2004, 1017 zur Vergabe von Bauleistungen durch den Hausverwalter).Hier ist es unschädlich, wenn der Verwalter nicht ausdrücklich erklärt, dass er im Namen des Vermieters handle (…vgl. Schmidt-Futterer/Blank, Mietrecht 14. Auflage, Vor § 535 BGB, Rdnr. 294 mHa BGH, Urteil vom 02.04.2014 - VIII ZR 231/13, a.a.O. mit weiteren Nachweisen).
- AG Berlin-Tempelhof/Kreuzberg, 15.05.2018 - 21 C 117/17
Mieterhöhungsverlangen bei Wohnraum in Berlin: Berücksichtigung von übernommenen …
Auch wenn in einem Mieterhöhungsverlangen, das durch eine Hausverwaltung erklärt wird, der Vermieter nicht zwingend namentlich benannt werden muss (vgl. BGH Grundeigentum 2014, 658), ergibt sich die Stellvertretung vorliegend aber auch nicht aus den Umständen i. S. d. § 164 Abs. 1 Satz 2 BGB. - LG Nürnberg-Fürth, 02.09.2020 - 12 O 5227/19
Vertretung der WEG durch den Verwalter bei Sanierungsauftrag
Dies gilt auch dann, wenn der Eigentümer überhaupt nicht genannt wird (Bundesgerichtshof, Urteil vom 02.04.2014, Az. VIII ZR 231/13, zitiert nach juris). - LSG Nordrhein-Westfalen, 22.10.2025 - L 11 KA 2/25 Die Fremdbezogenheit muss zumindest aus den Umständen erkennbar sein; entscheidend ist insoweit der objektive Erklärungsgehalt der Erklärung nach §§ 133, 157 BGB (Bundesgerichtshof , Urteil vom 2. April 2014 - VIII ZR 231/13 - juris, Rn. 14; BGH…, Urteil vom 7. Juni 2001 - I ZR 49/99 - juris, Rn. 38).
- LG München II, 24.02.2026 - 12 S 1472/25
Kündigung wegen fortlaufender Zutrittsverweigerung rechtens
Nach gefestigter Rechtsprechung (…vgl. AG München, Urt. v. 28.07.2020 - 473 C 6285/20; BGH, Urt. v. 15.04.2015 - VIII ZR 231/13) genügt es, dass der Mieter die Ausübung berechtigter Vermieterrechte, wie hier, nachhaltig verhindert. - AG Hamburg-Blankenese, 17.12.2014 - 531 C 116/14
Käufer kündigt vor Grundbuchänderung: Kündigung unwirksam!
Der anders lautenden Entscheidung des BGH vom 2.4.2014 VIII ZR 231/13, ZMR 2014, 625 - ergangen zum Mieterhöhungsverfahren - wird jedenfalls für eine einschneidende einseitige Willenserklärung, wie die Vertragskündigung wegen Eigenbedarfs nicht übernommen oder gar für richtig gehalten. - LG Berlin, 23.09.2014 - 63 S 43/14
Fehlender Balkon ist kein wohnwertminderndes Merkmal
Aber selbst wenn ein Verwalter das Verlangen erklärt hätte, würde dies nach § 164 Abs. 1 BGB für die Klägerin wirken (vgl. BGH, Urteil vom 02. April 2014 - VIII ZR 231/13 - MDR 2014, 644).
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