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Rechtsprechung
   BGH, 08.05.2018 - VI ZR 295/17   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2018,19055
BGH, 08.05.2018 - VI ZR 295/17 (https://dejure.org/2018,19055)
BGH, Entscheidung vom 08.05.2018 - VI ZR 295/17 (https://dejure.org/2018,19055)
BGH, Entscheidung vom 08. Mai 2018 - VI ZR 295/17 (https://dejure.org/2018,19055)
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Volltextveröffentlichungen (14)

  • rechtsinformationen.bund.de

    Schadensersatz bei Beschädigung eines Stromkabels: Anspruch des Netzbetreibers auf entgangenen Gewinn wegen eines Qualitätselement-Schadens

  • rechtsprechung-im-internet.de

    § 252 BGB, § 823 Abs 1 BGB, § 21a EnWG, § 18 ARegV, § 19 ARegV
    Schadensersatz bei Beschädigung eines Stromkabels: Anspruch des Netzbetreibers auf entgangenen Gewinn wegen eines Qualitätselement-Schadens

  • IWW

    § 9 Stromnetzentgeltverordnung (StromNEV), § 823 Abs. 1 BGB, §§ ... 249 ff. BGB, § 249 Abs. 1, § 252 Satz 1 BGB, §§ 249 Satz 1, 252 Satz 1 BGB, § 21 Abs. 2 Satz 1 EnWG, § 21a Abs. 1 EnWG, § 21a Abs. 6 Satz 1 Nr. 1 EnWG, § 21a Abs. 2 Satz 1 EnWG, § 21a Abs. 5 Satz 1 EnWG, § 21a Abs. 5 Satz 2 EnWG, § 21a Abs. 5 Satz 3 EnWG, § 21a Abs. 6 EnWG, § 21a Abs. 6 Satz 1 Nr. 2 EnWG, § 21a Abs. 6 Satz 2 Nr. 3 EnWG, § 18 ARegV, § 19, § 20 ARegV, § 21 ARegV, § 7 ARegV, § 19 Abs. 1 Satz 1 ARegV, § 19 Abs. 1 Satz 2 ARegV, § 19 Abs. 3 ARegV, § 20 Abs. 1 Satz 1 ARegV, § 20 Abs. 1 Satz 2 ARegV, § 20 Abs. 1 Satz 3 ARegV, § 20 Abs. 2 ARegV, § 20 Abs. 3 ARegV, § 19 Abs. 1 ARegV, § 4 Abs. 5 ARegV, § 19 Abs. 3 Satz 1 ARegV, § 20 Abs. 1 ARegV, § 276 Abs. 1 BGB, § 252 BGB, § 249 BGB, § 252 Satz 2 BGB, § 287 ZPO, § 287 Abs. 1 ZPO, § 5 ARegV, § 6 Abs. 1 Satz 1 ARegV, § 9 Abs. 1 Satz 1 Nr. 5 StromNEV, § 21 Abs. 2

  • Wolters Kluwer

    Anspruch des Betreibers eines Elektrizitätsverteilernetzes auf Schadensersatz für entgangenen Gewinn wegen der Verschlechterung ihres Qualitätselements und deren Auswirkung auf ihre von der Bundesnetzagentur festgesetzten Erlösobergrenzen; Schadensersatzanspruch bei ...

  • ponte-press.de PDF (Volltext/Auszüge)

    Zum Schadenersatz bei Erlösminderungen aufgrund von fremdverursachten Versorgungsunterbrechungen im Qualitätselement nach ARegV

  • erdigital.de(Abodienst, Leitsatz frei)

    §§ 252, 823 Abs. 1 BGB, § 21a EnWG, §§ 18, 19, 20 ARegV
    Schadensersatz für entgangenen Gewinn als Folge einer Versorgungsunterbrechung (Qualitätselement-Schaden)

  • ra.de
  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Anspruch des Betreibers eines Elektrizitätsverteilernetzes auf Schadensersatz für entgangenen Gewinn wegen der Verschlechterung ihres Qualitätselements und deren Auswirkung auf ihre von der Bundesnetzagentur festgesetzten Erlösobergrenzen; Schadensersatzanspruch bei ...

  • datenbank.nwb.de
  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)

    Stromkabel beschädigt: Tiefbauer muss auch den "Qualitätselement-Schaden" ersetzen!

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse (2)

Besprechungen u.ä.

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Entscheidungsbesprechung)

    Stromkabel beschädigt: Tiefbauer muss auch den "Qualitätselement-Schaden" ersetzen! (IBR 2018, 506)

Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • MDR 2018, 1118
  • VersR 2018, 1067
 
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Wird zitiert von ... (30)Zitiert selbst (31)

  • BGH, 22.07.2014 - EnVR 59/12

    Anreizregulierung: Gestaltungsspielraum der Regulierungsbehörde bei der …

    Auszug aus BGH, 08.05.2018 - VI ZR 295/17
    Diese Verordnungsermächtigung wird durch die Anreizregulierungsverordnung (ARegV) ausgefüllt (vgl. BGH, Beschluss vom 22. Juli 2014 - EnVR 59/12, RdE 2014, 495 Rn. 14 ff.).

    Schließlich bestimmt § 20 Abs. 3 ARegV, dass für die Gewichtung der Kennzahlen oder der Kennzahlenwerte sowie die Bewertung der Abweichungen in Geld zur Ermittlung der Zu- und Abschläge auf die Erlöse nach § 19 Abs. 1 ARegV (monetäre Bewertung) insbesondere die Bereitschaft der Kunden, für eine Änderung der Netzzuverlässigkeit niedrigere oder höhere Entgelte zu zahlen, als Maßstab herangezogen werden, analytische Methoden, insbesondere analytische Kostenmodelle, die dem Stand der Wissenschaft entsprechen müssen, oder eine Kombination von beiden Methoden verwendet werden können (vgl. BGH, Beschluss vom 22. Juli 2014 - EnVR 59/12, RdE 2014, 495 Rn. 16).

    Rn. 21 Erfolgt nach diesen Maßgaben eine Bestimmung des Qualitätselements, so hat die Regulierungsbehörde nach § 4 Abs. 5 ARegV von Amts wegen die Erlösobergrenze entsprechend anzupassen, wobei die Anpassung höchstens einmal jährlich zum 1. Januar des folgenden Kalenderjahres zulässig ist (vgl. BGH, Beschluss vom 22. Juli 2014 - EnVR 59/12, RdE 2014, 495 Rn. 17).

    Ziel einer Qualitätsregulierung nach § 18 ARegV ist es, eine Versorgungsunterbrechung unter den gegebenen Rahmenbedingungen nach Möglichkeit zu vermeiden und eine aufgetretene Störung so kurz wie möglich zu halten, also auf eine zeitnahe Wiederaufnahme der Energieversorgung hinzuwirken (vgl. BGH, Beschluss vom 22. Juli 2014 - EnVR 59/12, RdE 2014, 495 Rn. 72 ff.).

    In einem solchen Fall wäre es im Rahmen der Qualitätsregulierung nicht sachgerecht, wenn diese Versorgungsunterbrechung unberücksichtigt bliebe, weil als Störungsanlass "Einwirkungen Dritter" benannt würden (vgl. BGH, Beschluss vom 22. Juli 2014 - EnVR 59/12, RdE 2014, 495 Rn. 75 f.).

  • BGH, 22.09.2016 - VII ZR 14/16

    Schadensersatzpflicht eines Zuschauers gegenüber dem Verein für das Zünden eines …

    Auszug aus BGH, 08.05.2018 - VI ZR 295/17
    Eine Haftung besteht nur für diejenigen äquivalenten und adäquaten Schadensfolgen, die aus dem Bereich der Gefahren stammen, zu deren Abwendung die verletzte Norm erlassen wurde (…Senat, Urteile vom 20. Mai 2014 - VI ZR 381/13, BGHZ 201, 263 Rn. 10;… vom 26. Februar 2013 - VI ZR 116/12, NJW 2013, 1679 Rn. 12;… vom 10. Juli 2012 - VI ZR 127/11, NJW 2012, 2964 Rn. 13; BGH, Urteil vom 25. Januar 2018 - VII ZR 74/15, NJW 2018, 944; Versäumnisurteil vom 22. September 2016 - VII ZR 14/16, BGHZ 211, 375 Rn. 14 jeweils mwN).

    Wirken dagegen in dem Schaden die besonderen Gefahren fort, die durch die erste Ursache gesetzt wurden, kann der haftungsrechtliche Zurechnungszusammenhang nicht verneint werden (Senat…, Urteil vom 17. Dezember 2013 - VI ZR 211/12, BGHZ 199, 237 Rn. 55; BGH, Versäumnisurteil vom 22. September 2016 - VII ZR 14/16, BGHZ 211, 375 Rn. 15 jeweils mwN).

    Sie erfolgte nicht nur zufällig aus Anlass der Eigentumsverletzung und war von der Klägerin nicht zu vermeiden (vgl. BGH, Versäumnisurteil vom 22. September 2016 - VII ZR 14/16, BGHZ 211, 375 Rn. 15: Haftung eines Zuschauers wegen Zündens eines Sprengkörpers bei einem Fußballspiel für dem Verein vom Sportgericht auferlegte Geldstrafe).

  • BGH, 20.05.2014 - VI ZR 381/13

    Haftung eines Arztes für psychische Folgen der unerwünschten Mitteilung einer …

    Auszug aus BGH, 08.05.2018 - VI ZR 295/17
    Eine Haftung besteht nur für diejenigen äquivalenten und adäquaten Schadensfolgen, die aus dem Bereich der Gefahren stammen, zu deren Abwendung die verletzte Norm erlassen wurde (Senat, Urteile vom 20. Mai 2014 - VI ZR 381/13, BGHZ 201, 263 Rn. 10;… vom 26. Februar 2013 - VI ZR 116/12, NJW 2013, 1679 Rn. 12;… vom 10. Juli 2012 - VI ZR 127/11, NJW 2012, 2964 Rn. 13; BGH, Urteil vom 25. Januar 2018 - VII ZR 74/15, NJW 2018, 944;… Versäumnisurteil vom 22. September 2016 - VII ZR 14/16, BGHZ 211, 375 Rn. 14 jeweils mwN).

    Insoweit ist eine wertende Betrachtung geboten (vgl. Senat, Urteil vom 20. Mai 2014 - VI ZR 381/13, BGHZ 201, 263 Rn. 10 mwN).

  • BGH, 04.07.1994 - II ZR 126/93

    Umfang des Schadensersatzes wegen rechtswidrigem Ausschluß aus der …

    Auszug aus BGH, 08.05.2018 - VI ZR 295/17
    Dies gilt auch, wenn die Verwertung staatlich reguliert wird (vgl. BGH, Urteile vom 4. Juli 1994 - II ZR 126/93, NJW 1995, 126, 127; vom 29. Januar 1993 - V ZR 160/91, NJW-RR 1993, 626, 627 f.: Nichtzuteilung einer Milchreferenzmenge).

    Dabei ist unerheblich, ob Art und Inhalt der staatlichen Regulierung beim Eintritt des zum Ersatz verpflichtenden Umstands bereits absehbar waren (BGH, Urteil vom 4. Juli 1994 - II ZR 126/93, NJW 1995, 126, 127).

  • BGH, 09.07.1986 - GSZ 1/86

    Vorübergehende Unbenutzbarkeit eines Hauses als ersatzfähiger Vermögensschaden

    Auszug aus BGH, 08.05.2018 - VI ZR 295/17
    In dieses Konzept ordnet sich § 252 Satz 2 BGB ein mit seinem auch von § 287 ZPO verfolgten Ziel, den Geschädigten wegen dieser oft schwer nachzuweisenden Schäden nicht nur auf einen Mindestersatz zu verweisen (BGH, Beschluss vom 9. Juli 1986 - GSZ 1/86, BGHZ 98, 212, 219).
  • BGH, 17.12.2013 - VI ZR 211/12

    Persönlichkeitsrechtsverletzung durch Internetveröffentlichung: Zurechnung bei …

    Auszug aus BGH, 08.05.2018 - VI ZR 295/17
    Wirken dagegen in dem Schaden die besonderen Gefahren fort, die durch die erste Ursache gesetzt wurden, kann der haftungsrechtliche Zurechnungszusammenhang nicht verneint werden (Senat, Urteil vom 17. Dezember 2013 - VI ZR 211/12, BGHZ 199, 237 Rn. 55;… BGH, Versäumnisurteil vom 22. September 2016 - VII ZR 14/16, BGHZ 211, 375 Rn. 15 jeweils mwN).
  • BGH, 09.11.2017 - VII ZR 62/17

    Zünden eines Knallkörpers auf Fußballtribüne - hier: Höhe des Schadensersatzes …

    Auszug aus BGH, 08.05.2018 - VI ZR 295/17
    Soweit eine Zuordnung möglich ist, können deren Auswirkungen gegebenenfalls anteilig bemessen werden (vgl. zur abgrenzbaren Teilkausalität BGH, Urteil vom 9. November 2017 - VII ZR 62/17, NJW 2018, 394 Rn. 9 ff.;… Palandt/Grüneberg, BGB 77. Aufl., Vorb. v. § 249 Rn. 34;… Palandt/Sprau, BGB 77. Aufl., § 830 Rn. 1 jeweils mwN).
  • BGH, 19.09.2017 - VI ZR 530/16

    Bemessung des Erwerbsschadens eines selbständig tätigen Verkehrsunfallverletzten: …

    Auszug aus BGH, 08.05.2018 - VI ZR 295/17
    Sie ist revisionsrechtlich nur daraufhin überprüfbar, ob der Richter Rechtsgrundsätze der Schadensbemessung verkannt, wesentliche Bemessungsfaktoren außer Betracht gelassen oder seiner Schätzung unrichtige Maßstäbe zugrunde gelegt hat (Senat, Urteil vom 19. September 2017 - VI ZR 530/16, NJW 2018, 864 Rn. 12 mwN).
  • BGH, 19.12.2017 - VI ZR 577/16

    Schadensersatz bei Kfz-Unfall: Ersatzfähigkeit eines Rückstufungsschadens in der …

    Auszug aus BGH, 08.05.2018 - VI ZR 295/17
    Sollte eine Zuordnung nicht möglich sein, würde dies der Haftung nicht entgegenstehen, da eine - jedenfalls gegebene - Mitursächlichkeit einer Alleinursächlichkeit in vollem Umfang gleichsteht (vgl. Senat, Urteil vom 19. Dezember 2017 - VI ZR 577/16, VersR 2018, 314 Rn. 5 mwN).
  • BGH, 21.01.2016 - I ZR 90/14

    Deltamethrin II - Aufhebung des Urteils im Revisionsverfahren bei fehlender …

    Auszug aus BGH, 08.05.2018 - VI ZR 295/17
    Nur wenn mangels greifbarer Anhaltspunkte eine Grundlage für das Urteil nicht zu gewinnen ist und das richterliche Ermessen vollends in der Luft hängen würde, wenn also eine Schätzung nicht möglich ist, bleibt es bei der Regel, dass den Kläger die Beweislast für die klagebegründenden Tatsachen trifft und deren Nichterweislichkeit ihm schadet (BGH, Urteil vom 21. Januar 2016 - I ZR 90/14, WRP 2016, 1142 Rn. 26 mwN).
  • BGH, 14.08.2008 - KVR 39/07

    Vattenfall

  • BGH, 22.04.1958 - VI ZR 65/57

    Anklage nach Unfall - § 823 BGB, Schutzzweck, keine Haftung des Schädigers für …

  • BVerfG, 21.12.2009 - 1 BvR 2738/08

    Verfassungsbeschwerde gegen Abschöpfung übergangsbedingter Mehrerlöse im Bereich …

  • BGH, 31.01.2012 - EnVR 16/10

    Gemeindewerke Schutterwald

  • BGH, 21.07.2009 - EnVR 12/08

    Zulässigkeit der Rückwirkung einer Entgeltgenehmigung für den Netzzugang; …

  • BGH, 30.03.2011 - KZR 69/10

    Rückforderung von Netznutzungsentgelten: Ausschluss des Anspruchs im …

  • BGH, 26.02.2013 - VI ZR 116/12

    Haftungsrechtlicher Zurechnungszusammenhang: Sturz eines …

  • BGH, 25.01.2018 - VII ZR 74/15

    Kausalität eines Werkmangels für einen Wasserschaden bei längerer Abwesenheit des …

  • BGH, 10.07.2012 - VI ZR 127/11

    Schadenersatzanspruch bei Unfallverletzungen: Zurechnungszusammenhang zwischen …

  • BGH, 11.05.1989 - VII ZR 39/88

    Formularmäßiger Gewährleistungsausschluß bei Lieferung einer Wärmepumpe für ein …

  • BGH, 29.01.1993 - V ZR 160/91

    Entgangener Gewinn bei Ersatzanspruch des Rücktrittsberechtigten

  • BGH, 17.07.2001 - X ZR 65/99

    Berechnung des entgangenen Gewinns

  • LG Tübingen, 12.05.2017 - 5 O 76/16

    Deliktshaftung: Schadensersatz für entgangene Netzentgelte bei Beschädigung eines …

  • OLG Hamm, 30.06.2017 - 26 U 16/17

    Schadensersatzansprüche eines Energieversorgungsunternehmens wegen finanziellen …

  • LG Rostock, 24.06.2016 - 3 O 175/16
  • LG Hamburg, 15.11.2016 - 307 O 421/15

    Schadensersatz für entgangene Netzentgelte bei Beschädigung eines …

  • LG Hamburg, 19.10.2016 - 305 O 519/15

    Schadensersatz für entgangene Netzentgelte bei Beschädigung eines …

  • LG Paderborn, 21.12.2016 - 3 O 237/16

    Schadensersatzanspruch wegen Beschädigung eines Mittelspannungskabels nebst …

  • AG Hamburg, 28.05.2015 - 44 C 20/14
  • AG Köln, 20.05.2016 - 642 C 92/15
  • AG Hamburg-Barmbek, 17.01.2017 - 820 C 542/15

    Zur Berechnung des Schadensersatzes bei Beschädigung eines Stromverteilerschranks

  • OLG Karlsruhe, 19.11.2019 - 17 U 146/19

    Deliktische Haftung des Kfz-Herstellers im Rahmen des sog. Abgasskandals: …

    Schließlich sind die Kosten für den Kreditschutzbrief auch vom Schutzzweck des § 826 BGB umfasst, da sich insoweit keine Gefahr realisiert hat, die dem allgemeinen Lebensrisiko und damit dem Risikobereich des Klägers zuzurechnen ist (vgl. zur Begrenzung der Schadensersatzpflicht durch den Schutzzweck der Norm nur Schutzzweck nur BGH, Urteil vom 08. Mai 2018 - VI ZR 295/17 -, juris Rn. 30 mwN).
  • OLG Frankfurt, 25.09.2019 - 17 U 45/19

    Deliktische Haftung des Herstellers im Abgasskandal

    Eine Schadensersatzpflicht besteht nur, wenn die Tatfolgen, für die Ersatz begehrt wird, aus dem Bereich der Gefahren stammen, zu deren Abwendung die verletzte Norm erlassen oder die verletzte vertragliche oder vorvertragliche Pflicht übernommen worden ist (vgl. BGH…, Urteil vom 20. Mai 2014 - VI ZR 381/13 -, BGHZ 201, 263-271, Rn. 10 m.w.N.; Urteil vom 08. Mai 2018 - VI ZR 295/17 -, Rn. 30, juris).

    Der Schädiger kann nicht für solche Verletzungen oder Schäden haftbar gemacht werden, die der Betroffene in seinem Leben auch sonst üblicherweise zu gewärtigen hat (vgl. BGH…, Urteil vom 20. Mai 2014 - VI ZR 381/13 -, BGHZ 201, 263-271, Rn. 10 m.w.N.; BGH, Urteil vom 08. Mai 2018 - VI ZR 295/17 -, Rn. 30, juris).

  • BGH, 21.06.2023 - VIII ZR 303/21

    Wohnraummiete: Schadensersatzpflicht des Vermieters wegen schuldhafter …

    Wirken dagegen in dem Schaden die besonderen Gefahren fort, die durch die erste Ursache gesetzt wurden, kann der haftungsrechtliche Zurechnungszusammenhang nicht verneint werden (…vgl. BGH, Urteile vom 17. Dezember 2013 - VI ZR 211/12, BGHZ 199, 237 Rn. 55;… vom 22. September 2016 - VII ZR 14/16, BGHZ 211, 375 Rn. 15; vom 8. Mai 2018 - VI ZR 295/17, VersR 2018, 1067 Rn. 27; jeweils mwN).
  • BGH, 27.09.2022 - VI ZR 336/21

    Sachbeschädigung bzw. Eigentumsverletzung durch die Blockade einer …

    Insoweit ist eine wertende Betrachtung geboten (…vgl. Senat, Urteile vom 20. Mai 2014 - VI ZR 381/13, BGHZ 201, 263 Rn. 10; vom 8. Mai 2018 - VI ZR 295/17, VersR 2018, 1067 Rn. 12, 30;… vom 17. April 2018 - VI ZR 237/17, BGHZ 218, 220 Rn. 13).
  • OLG Brandenburg, 29.09.2021 - 4 U 285/20

    Ansprüche des Betreibers eines Stromnetzes wegen einer Versorgungsunterbrechung …

    a) Das Landgericht hat unter Berücksichtigung der insoweit maßgebenden Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs zutreffend ausgeführt, dass ein Netzbetreiber Ersatz des Gewinns verlangen kann, der ihm entging, weil die Beschädigung seines Stromkabels eine Versorgungsunterbrechung verursachte, die zu einer Verschlechterung seines Qualitätselements und - in der Folge - zu einer Herabsetzung der von der Bundesnetzagentur festgelegten Erlösobergrenzen führte, und dabei die von der Beklagten in erster Instanz aufgeworfenen Fragen, ob der hier in Rede stehende Schaden dem Schutzzweck der Norm unterfällt und ob die Geltendmachung derartiger Schäden dem Sinn und Zweck der Anreizregulierungsverordnung widerspricht, als bereits höchstrichterlich geklärt angesehen (vgl. BGH, Urteil vom 8. Mai 2018 - VI ZR 295/17, juris Rnrn. 11 und 29 ff.).

    Als Instrumente zur Gewährleistung der Qualitätsvorgabe werden nämlich nach § 18 der Verordnung über die Anreizregulierung der Energieversorgungsnetze (Anreizregulierungsverordnung - ARegV) Qualitätselemente benannt, welche Bestandteil der Regulierungsformel zur Festsetzung der Erlösobergrenzen in Anlage 1 zu § 7 ARegV sind und zu denen auch die Netzzuverlässigkeit nach § 19 ARegV gehört (vgl. BGH, Urteil vom 8. Mai 2018 - VI ZR 295/17, juris Rn. 20).

    Diese wiederum wird in § 19 Abs. 3 Satz 1 ARegV als die Fähigkeit des Energieversorgers beschrieben, Energie möglichst unterbrechungsfrei und unter Einhaltung der Produktqualität zu transportieren mit der Folge, dass im Ausgangspunkt jegliche Versorgungsunterbrechung zu berücksichtigen ist, weil sie für die Verbraucher zu Unannehmlichkeiten führt und eine Verschlechterung der Versorgungsqualität bedeutet (vgl. BGH, Urteil vom 8. Mai 2018 - VI ZR 295/17, juris Rn. 22).

    bb) Den - vom Schädiger zu erstattenden, adäquat kausal auf die Eigentumsverletzung zurückzuführenden (vgl. BGH, Urteil vom 8. Mai 2018 - VI ZR 295/17, juris Rn. 16 ff.) - entgangenen Gewinn für die Jahre 2017 bis 2020 in Form der Einnahmeausfälle hat das Landgericht rechtsfehlerfrei nach §§ 252, 287 ZPO auf 41.282,54 Euro geschätzt und damit in Höhe des - anhand der ihrerseits auf der Grundlage der Bescheide der Bundesnetzagentur beruhenden klägerischen Berechnung aus der Klageschrift - errechneten finanziellen Anteils des streitgegenständlichen Schadensereignisses am Zurückbleiben des klägerischen Erlöses hinter der ohne die Festsetzung eines Malus erzielbaren Erlösobergrenze für die Kalenderjahre 2017 bis 2020.

    Dies gilt auch dann, wenn der Schaden erst durch das (rechtmäßige oder - sogar - rechtswidrige) Dazwischentreten eines Dritten verursacht wird (vgl. BGH, Urteil vom 8. Mai 2018 - VI ZR 295/17, juris Rn. 26;… BGH, Versäumnisurteil vom 22. September 2016 - VII ZR 14/16, juris Rn. 15).

    Wirken dagegen in dem Schaden die besonderen Gefahren fort, die durch die erste Ursache gesetzt wurden, kann der haftungsrechtliche Zurechnungszusammenhang nicht verneint werden (vgl. BGH, Urteil vom 8. Mai 2018 - VI ZR 295/17, juris Rn. 26).

    Sie erfolgte nicht nur zufällig aus Anlass der Eigentumsverletzung und war von der Klägerin nicht zu vermeiden (vgl. BGH, Urteil vom 8. Mai 2018 - VI ZR 295/17, juris Rn. 27), weshalb es insoweit nicht darauf ankommt, ob der Bundesnetzagentur auf Tatsachenebene bei der Datenerhebung oder aber bei der Rechtsanwendung, insbesondere der Ermessensausübung, Fehler unterlaufen sind.

    Insoweit ist ihr zwar im Ausgangspunkt dahingehend zuzustimmen, dass allein die Herabsetzung der Erlösobergrenze der Klägerin nicht zu einem Gewinnentgang führt und dass es auf die ohne den Schadensfall erzielten Netzentgelte ankommt (vgl. BGH, Urteil vom 8. Mai 2018 - VI ZR 295/17, juris Rn. 39).

    Insoweit bedarf es zwar der Darlegung konkreter Anhaltspunkte für die Schadensermittlung, um eine ausreichende Grundlage für die sachlich-rechtliche Wahrscheinlichkeitsprognose des § 252 BGB und in der Folge für eine gerichtliche Schadensschätzung nach § 287 ZPO zu haben (vgl. BGH…, Urteil vom 23. Februar 2010 - VI ZR 331/08, NJW 2010, 1532 Rn. 13; Urteil vom 8. Mai 2018 - VI ZR 295/17, juris Rn. 37;… vgl. auch Brand, in beck-online.GROSSKOMMENTAR mit Stand 1. August 2021, § 252 Rn. 64).

    Nur wenn mangels greifbarer Anhaltspunkte eine Grundlage für das Urteil nicht zu gewinnen ist und das richterliche Ermessen vollends in der Luft hängen würde, wenn also eine Schätzung nicht möglich ist, bleibt es bei der Regel, dass den Kläger die Beweislast für die klagebegründenden Tatsachen trifft und deren Nichterweislichkeit ihm schadet (vgl. BGH, Urteil vom 8. Mai 2018 - VI ZR 295/17, juris Rn. 37).

    Das System der Anreizregulierung beruht nämlich - wie bereits das Landgericht zutreffend ausgeführt hat - auf der Prämisse, dass die Netzbetreiber ihre Erlösobergrenzen ausschöpfen wollen und können, zumal durch die Einrichtung eines Regulierungskontos nach § 5 ARegV auch sichergestellt werden soll, dass jeder Netzbetreiber den Gesamterlös einnehmen kann, der ihm nach § 21a Abs. 2 EnWG i.V.m § 4 ARegV als Obergrenze zusteht (vgl. BGH, Urteil vom 8. Mai 2018 - VI ZR 295/17, juris Rn. 39;… zur Zweckbestimmung von § 5 ARegV auch Held, in: Holznagel/Schütz, Anreizregulierungsrecht, 2. Aufl. 2019, § 5 Rn. 1).

  • OLG Stuttgart, 20.11.2025 - 2 U 263/21

    Praktiker Baumarkt: Insolvenzverwalter erstreitet 2.900.000 Euro Schadenersatz …

    Rn. 256 Dem für die Höhe des Schadens beweisbelasteten Geschädigten ist nach § 287 ZPO nicht nur die Beweisführung, sondern auch die Darlegung greifbarer Anknüpfungstatsachen für die Schadensschätzung erleichtert (BGH…, Beschluss vom 15. Oktober 2019 - VI ZR 377/18, juris Rn. 8; BGH, Urteil vom 8. Mai 2018 - VI ZR 295/17, juris Rn. 37; BGH…, Urteil vom 24. September 1986 - IVa ZR 236/84, juris Rn. 19).
  • OLG Stuttgart, 06.06.2019 - 2 U 218/18

    Rügen gegen Stromkonzessionsvergabe und zulässige Auswahlkriterien

    Dies gilt sowohl in Bezug auf eine Vermeidung solcher Störungen etwa durch öffentliche Informationen, Schulungsmaßnahmen und sorgfältige Planauskünfte als auch in Bezug auf die möglichst zeitnahe Beseitigung einer gleichwohl eingetretenen Versorgungsunterbrechung (BGH, Urteil vom 08. Mai 2018 - VI ZR 295/17, juris Rn. 23).

    Abweichungen von den vorgegebenen Referenzwerten führen mithin zu Einnahmeverlusten bei den Netzbetreibern (eingehend BGH, Urteil vom 08. Mai 2018 - VI ZR 295/17, juris Rn. 18 ff.).

  • BGH, 26.03.2024 - VIII ZR 89/23

    Gehörsverstoß in Form der Nichteinholung eines Sachverständigengutachtens

    Erst wenn die Klägerin die für eine Schätzung erforderlichen und bestrittenen Anknüpfungstatsachen, die ihre Gewinnerwartung wahrscheinlich machen sollen, bewiesen hat, kann auf der dann gesicherten Tatsachengrundlage die Schadensschätzung vorgenommen werden (vgl. BGH, Urteile vom 29. März 2000 - VIII ZR 81/99, NJW 2000, 2272 unter II B 2;… vom 21. Januar 2016 - I ZR 90/14, GRUR 2016, 860 Rn. 34; vom 8. Mai 2018 - VI ZR 295/17, VersR 2018, 1067 Rn. 37;… Beschluss vom 8. Februar 2023 - IV ZR 9/22, ZfSch 2023, 330 Rn. 21;… Wieczorek/Schütze/Ahrens, ZPO, 5. Aufl., § 287 Rn. 41).
  • BGH, 29.06.2022 - XII ZR 6/21

    Beurteilung der Vermögenslage bei Geltendmachung eines Schadensersatzanspruchs …

    Dieser umfasst alle Vermögensvorteile, die dem Geschädigten im Zeitpunkt des schädigenden Ereignisses zwar noch nicht zustanden, ohne dieses Ereignis aber angefallen wären (BGH Urteil vom 8. Mai 2018 - VI ZR 295/17 - VersR 2018, 1067 Rn. 16).
  • OLG München, 02.03.2022 - 20 U 7142/20

    Schadensersatz (entgangener Gewinn) wegen Beschädigung eines Netzkabels und …

    Denn insoweit handelt es sich um entgangenen Gewinn (vgl. BGH, Urteil vom 8. Mai 2018, VI ZR 295/17, juris Rn. 16 ff.).

    Der hier zu verzeichnende Einnahmeausfall ist adäquat kausal auf die Eigentumsverletzung zurückzuführen, denn die von dem Beklagten verursachte Versorgungsunterbrechung hat unstreitig zur Herabsetzung der Erlösobergrenzen der Klägerin durch die Bundesnetzagentur geführt (vgl. BGH, Urteil vom 8. Mai 2018, VI ZR 295/17, juris Rn. 24).

    Er ist auch vom Schutzzweck des § 823 Abs. 1 BGB umfasst (vgl. BGH, Urteil vom 8. Mai 2018, VI ZR 295/17, juris Rn. 29 ff.).

    Auf dieser Prämisse beruht im Übrigen auch das System der Anreizregulierung (vgl. BGH, Urteil vom 8. Mai 2018, VI ZR 295/17, juris Rn. 39); das von der Verordnung geschaffene Regulierungskontos macht dieses stetige Ausschöpfen der Erlösobergrenzen erst möglich.

    Denn dass das von dem Beklagten geforderte Rechtsmittel erfolgreich gewesen wäre, ist schon deshalb nicht ersichtlich, weil der Bundesgerichtshof die Vorgehensweise der Bundesnetzagentur bereits inzident gebilligt hat (vgl. BGH, Urteil vom 8. Mai 2018, VI ZR 295/17, juris).

  • BGH, 14.07.2020 - VI ZR 208/19

    Schadensersatz im Zusammenhang mit dem Erwerb einer Kapitalanlage wegen der …

  • OLG München, 22.05.2020 - 15 U 3037/19

    Beschränkung der Vertretungsmacht eines Stiftungsvorstandes auf den "engen" …

  • OLG Saarbrücken, 05.03.2021 - 5 U 37/20

    1. Ein Versicherungsmakler, der nicht angemessen verdeutlicht, dass sich der von …

  • OLG Hamm, 09.01.2024 - 21 U 45/23

    Rückerstattung geleisteter Einsätze für Online-Casino-Spiele; Verbot von …

  • LG Berlin, 20.09.2019 - 102a O 18/17

    Anspruch des Netzbetreibers auf Kompensation der durch den Versorgungsausfall …

  • OLG Hamm, 07.05.2024 - 7 U 109/23

    Ansprüche einer Betreiberin eines Verteilernetzes der allgemeinen Versorgung …

  • LG Landshut, 19.10.2020 - 53 O 4178/18

    Ersatz des Sachfolgeschadens wegen entgangenen Gewinns aufgrund Beschädigung …

  • OLG Stuttgart, 13.08.2020 - 2 U 92/17

    Schadensersatzanspruch eines Netzbetreibers aufgrund eines Stromkabelschadens

  • BGH, 07.07.2026 - VI ZR 248/25
  • OLG Nürnberg, 10.12.2020 - 13 U 4537/19

    Zulässigkeit der Schadensschätzung nach § 287 ZPO

  • AG Offenbach, 15.02.2023 - 320 C 71/21

    Tauben füttern verboten!

  • KG, 27.02.2019 - 24 U 148/18

    Schadensersatz bei Beschädigung eines Stromkabels durch Tiefbauarbeiten: Anspruch …

  • LG Essen, 11.03.2020 - 44 O 22/19

    Tiefbauer haftet auch für schadensbedingte Verschlechterung des …

  • LG Karlsruhe, 24.06.2026 - 6 O 46/24

    Zur Frage, ob ein Insolvenzverwalter bei sog. übertragender Sanierung wegen …

  • OLG Frankfurt, 09.02.2026 - 21 U 47/24

    Kirchliche Vorschriften über Errichtung gesiegelter Urkunden über Privatgeschäfte …

  • OLG Hamburg, 10.05.2019 - 1 U 259/16

    Schadensersatz des Stromnetzbetreibers bei Beschädigung eines Stromkabels: …

  • OLG Frankfurt, 05.11.2025 - 21 U 47/24

    Mehrere Sanierungsmaßnahmen möglich: Wie ist die Vorschusshöhe zu ermitteln?

  • OLG Hamburg, 07.01.2021 - 3 U 257/16

    Beschädigung eines Stromkabels bei Erdarbeiten: Ersatz des durch Verschlechterung …

  • KG, 20.01.2021 - 26 U 132/17

    Haftung des Schädigers eines Stromkabels für den Ersatz des entgangenen Gewinns …

  • KG, 30.01.2020 - 12 U 35/19

    Schadensersatz für Beschädigung eines Mittelspannungskabels: Anspruch des …

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