Rechtsprechung
| OLG Frankfurt, 04.06.2025 - 9 U 16/23 |
Volltextveröffentlichungen (2)
- Justiz Hessen
Art 17 Abs 1c) EuGVVO, Art 18 Abs 1 EuGVVO, Art 27 Abs 1 EGBGB, § 864a öABGB, § 920 öABGB, § 1295 Abs 1 öABGB, § 1333 öABGB, § 1334 öABGB, § 1000 öABGB
Haftung englischer Limited auf Rückzahlung von Einlage im Zusammenhang mit Genussrechtsbeteiligung - rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
ÖABGB § 1295 Abs. 1
Ersatz des Schätzwerts des Schadens bei Unmöglichkeit der Wiederherstellung der Genussrechte i.R.d. Erwerbs und einer grenzüberschreitenden Verschmelzung
Kurzfassungen/Presse
- iprspr.mpipriv.de (Auszüge)
ABGB (Österr.) § 864a; ABGB (Österr.) § 920; ABGB (Österr.) § 1000; ABGB (Österr.) § 1295; ABGB (Österr.) § 1298; ABGB (Österr.) § 1323; ABGB (Österr.) § 1333; ABGB (Österr.) § 133... 4; AEUV Art. 216; AktG (Österr.) § 226; BrexitAbk Art. 67; BrexitAbk Art. 126; EGBGB Art. 27; EGBGB Art. 29; EGBGB Art. 31; EU-VerschG (Österr.) § 14; EuGVVO 1215/2012 Art. 17; EuGVVO 1215/2012 Art. 18; KSchG (Österr.) § 13a; ZPO § 513
Zuständigkeit ---> Versicherungs-, Verbraucher-, Arbeitsgerichtsstand; Allgemeine Lehren ---> Rechtswahl; Vertragliche Schuldverhältnisse ---> Allgemeines Vertragsrecht
Verfahrensgang
- LG Gießen, 14.03.2023 - 3 O 439/21
- LG Gießen, 14.03.2025 - 3 O 439/21
- OLG Frankfurt, 04.06.2025 - 9 U 16/23
- BGH, 15.10.2025 - II ZR 102/25
Papierfundstellen
- WM 2025, 1604
Wird zitiert von ... (4) Zitiert selbst (15)
- OLG Köln, 02.03.2023 - 18 U 189/21
Zulässigkeit und Begründetheit der Klage gegen eine englische Limited auf …
Auszug aus OLG Frankfurt, 04.06.2025 - 9 U 16/23
Entgegen der beiden Urteilen des Oberlandesgerichts München zugrundeliegenden rechtlichen Bewertung (OLG München…, Urteil vom 16.9.2024 - 17 U 1521/24e, juris Rn. 16 ff.; OLG München, Urteil vom 16.9.2024 - 17 U 2936/23e, nicht veröffentlicht, Bl. 379 ff. d.A.) ergibt sich nach Auffassung des Senats aus Art. 67 Abs. 1 a) und Art. 126 des Abkommens über den Austritt des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland aus der Europäischen Union und der Europäischen Atomgemeinschaft 2019 (im Folgenden: Austrittsabkommen) nicht, dass Art. 17 Abs. 1 c), 18 Abs. 1 EuGVVO nach Ablauf des 31.12.2020 nicht mehr zu Gunsten eines Verbrauchers mit Wohnsitz in einem Mitgliedsstaat Anwendung findet (so auch OLG Köln…, Urteil vom 27.3.2025 - 18 U 71/24, juris Rn. 19 ff.; OLG Frankfurt am Main…, Urteil vom 26.11.2021 - 24 U 222/20 , juris Rn. 17 ; OLG Köln, Urteil vom 2.3.2023 - 18 U 189/21, juris Rn. 53 ff.; OLG Bremen…, Urteil vom 1.7.2021 - 3 U 39/20, juris Rn. 31).Denn für bis einschließlich 16.12.2009 geschlossene Verträge gilt das EVÜ bzw. dessen Inkorporation durch die Art. 27 ff. EGBGB a.F. weiter (OLG Stuttgart…, Urteil vom 31.3.2021 - 20 U 24/20, juris Rn. 51; OLG Köln, Urteil vom 2.3.2023 - I-18 U 189/21, juris Rn. 80; OLG Bremen…, Urteil vom 1.7.2021- 3 U 39/30, juris Rn. 37).
Nach diesen Maßgaben sind der Klägerin vorliegend keine wirtschaftlich gleichwertigen Rechte gewährt worden ( OLG Frankfurt am Main…, Urteil vom 26.11.2021 - 24 U 222/20 , juris Rn. 22 ; OLG Köln, Urteil vom 2.3.2023 - 18 U 189/21, juris Rn. 115 ff.; OLG Bremen…, Urteil vom 1.7.2021 - 3 U 39/20, juris Rn. 48).
Auf den Stichtag der Verschmelzung kommt es aber auch nach österreichischem Recht für die Frage der Gleichwertigkeit an (…Ledineg, Die Schutzvorschriften für Inhaber von Sonderrechten bei grenzüberschreitenden Verschmelzungen und Spaltungen nach österreichischem Recht und ihre Vereinbarkeit mit dem Unionsrecht, Diplomarbeit, eingereicht bei der Universität Graz, Ziffer 4.3.2.4, S. 44; OLG Köln, Urteil vom 2.3.2023 - I-18 U 189/21, juris Rn. 122).
Denn die Beklagte trägt als Rechtsnachfolgerin der X GmbH insoweit eine sekundäre Darlegungslast, der sie nicht nachgekommen ist, mit der Folge, dass die von der Klägerin aufgestellte Behauptung, ein zur Minderung des geltend gemachten Nennbetrages führender Verlustanteil sei nicht gegeben, gemäß § 138 Abs. 3 ZPO als zugestanden anzusehen ist (OLG Köln, Urteil vom 2.3.2023 - I-18 U 189/21, juris Rn. 93; OLG Celle…, Urteil vom 29.1.2021 - 9 U 66/20, juris Rn. 24; OLG Frankfurt am Main, Urteil vom 26.11.2021 - 24 U 222/20 , juris Rn, 24; OLG Zweibrücken…, Urteil vom 20.5.2021 - 4 U 34/20, juris Rn. 27; OLG Stuttgart…, Urteil vom 31.3.2021 - 20 U 24/20, juris Rn. 103).
Der von der Beklagten vorgelegte Auszug aus der Bilanz zum 31.12.2017 (Bl. 133 f. d.A.) ist allein deshalb untauglich, weil die Bilanz nicht die nach § 5 Abs. 1 der Genussrechtsbedingungen maßgebliche Rechnungsunterlage ist und sie im Übrigen eine Position "Jahresfehlbetrag" nicht ausweist (OLG Köln, Urteil vom 2.3.2023 - I-18 U 189/21, juris Rn. 101).
Denn diese Position ist mit 0 EUR ausgewiesen (OLG Köln, Urteil vom 2.3.2023 - I-18 U 189/21, juris Rn. 102).
- OLG Bremen, 01.07.2021 - 3 U 39/20
Ermittlung des Vertragsstatuts nach einer Rechtswahlklausel in allgemeinen …
Auszug aus OLG Frankfurt, 04.06.2025 - 9 U 16/23
Entgegen der beiden Urteilen des Oberlandesgerichts München zugrundeliegenden rechtlichen Bewertung (OLG München…, Urteil vom 16.9.2024 - 17 U 1521/24e, juris Rn. 16 ff.; OLG München, Urteil vom 16.9.2024 - 17 U 2936/23e, nicht veröffentlicht, Bl. 379 ff. d.A.) ergibt sich nach Auffassung des Senats aus Art. 67 Abs. 1 a) und Art. 126 des Abkommens über den Austritt des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland aus der Europäischen Union und der Europäischen Atomgemeinschaft 2019 (im Folgenden: Austrittsabkommen) nicht, dass Art. 17 Abs. 1 c), 18 Abs. 1 EuGVVO nach Ablauf des 31.12.2020 nicht mehr zu Gunsten eines Verbrauchers mit Wohnsitz in einem Mitgliedsstaat Anwendung findet (so auch OLG Köln…, Urteil vom 27.3.2025 - 18 U 71/24, juris Rn. 19 ff.; OLG Frankfurt am Main…, Urteil vom 26.11.2021 - 24 U 222/20 , juris Rn. 17 ; OLG Köln…, Urteil vom 2.3.2023 - 18 U 189/21, juris Rn. 53 ff.; OLG Bremen, Urteil vom 1.7.2021 - 3 U 39/20, juris Rn. 31).Verletzt sie diese Pflicht, kann eine vertragliche Schadensersatzverpflichtung entstehen (BGH…, Urteil vom 24.10.2023 - II ZR 211/21, juris Rn. 22; OLG Bremen, Urteil vom 1.7.2021 - 3 U 39/20, juris Rn. 45).
Nach diesen Maßgaben sind der Klägerin vorliegend keine wirtschaftlich gleichwertigen Rechte gewährt worden ( OLG Frankfurt am Main…, Urteil vom 26.11.2021 - 24 U 222/20 , juris Rn. 22 ; OLG Köln…, Urteil vom 2.3.2023 - 18 U 189/21, juris Rn. 115 ff.; OLG Bremen, Urteil vom 1.7.2021 - 3 U 39/20, juris Rn. 48).
Zudem betrifft die Beteiligung der Klägerin jetzt eine britische Limited, was wegen des Austritts des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union mit zusätzlichen Anlegerrisiken verbunden ist (OLG Bremen, Urteil vom 1.7.2021 - 3 U 39/20, juris Rn. 49).
- OLG Frankfurt, 26.11.2021 - 24 U 222/20
Rückzahlung von Genussrechten
Auszug aus OLG Frankfurt, 04.06.2025 - 9 U 16/23
Entgegen der beiden Urteilen des Oberlandesgerichts München zugrundeliegenden rechtlichen Bewertung (OLG München…, Urteil vom 16.9.2024 - 17 U 1521/24e, juris Rn. 16 ff.; OLG München, Urteil vom 16.9.2024 - 17 U 2936/23e, nicht veröffentlicht, Bl. 379 ff. d.A.) ergibt sich nach Auffassung des Senats aus Art. 67 Abs. 1 a) und Art. 126 des Abkommens über den Austritt des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland aus der Europäischen Union und der Europäischen Atomgemeinschaft 2019 (im Folgenden: Austrittsabkommen) nicht, dass Art. 17 Abs. 1 c), 18 Abs. 1 EuGVVO nach Ablauf des 31.12.2020 nicht mehr zu Gunsten eines Verbrauchers mit Wohnsitz in einem Mitgliedsstaat Anwendung findet (so auch OLG Köln…, Urteil vom 27.3.2025 - 18 U 71/24, juris Rn. 19 ff.; OLG Frankfurt am Main, Urteil vom 26.11.2021 - 24 U 222/20 , juris Rn. 17 ; OLG Köln…, Urteil vom 2.3.2023 - 18 U 189/21, juris Rn. 53 ff.; OLG Bremen…, Urteil vom 1.7.2021 - 3 U 39/20, juris Rn. 31).Nach diesen Maßgaben sind der Klägerin vorliegend keine wirtschaftlich gleichwertigen Rechte gewährt worden ( OLG Frankfurt am Main, Urteil vom 26.11.2021 - 24 U 222/20 , juris Rn. 22 ; OLG Köln…, Urteil vom 2.3.2023 - 18 U 189/21, juris Rn. 115 ff.; OLG Bremen…, Urteil vom 1.7.2021 - 3 U 39/20, juris Rn. 48).
Denn die Beklagte trägt als Rechtsnachfolgerin der X GmbH insoweit eine sekundäre Darlegungslast, der sie nicht nachgekommen ist, mit der Folge, dass die von der Klägerin aufgestellte Behauptung, ein zur Minderung des geltend gemachten Nennbetrages führender Verlustanteil sei nicht gegeben, gemäß § 138 Abs. 3 ZPO als zugestanden anzusehen ist (OLG Köln…, Urteil vom 2.3.2023 - I-18 U 189/21, juris Rn. 93; OLG Celle…, Urteil vom 29.1.2021 - 9 U 66/20, juris Rn. 24; OLG Frankfurt am Main, Urteil vom 26.11.2021 - 24 U 222/20 , juris Rn, 24; OLG Zweibrücken…, Urteil vom 20.5.2021 - 4 U 34/20, juris Rn. 27; OLG Stuttgart…, Urteil vom 31.3.2021 - 20 U 24/20, juris Rn. 103).
- OLG Brandenburg, 27.09.2023 - 7 U 107/22
Definition atypisch stiller Gesellschafter Rückzahlung Namens-Genussrechte an …
Auszug aus OLG Frankfurt, 04.06.2025 - 9 U 16/23
ff) Dass das Oberlandesgericht Brandenburg in zwei Fällen einer fristlosen Kündigung nach Verschmelzung davon ausgegangen ist, dass der Anleger die vorgetragene bilanzielle Entwicklung zum 31.12.2017 konkret angreifen müsse, da er es als Genussrechtsinhaber in der Hand habe, sich durch Auskunftsverlangen nähere Erkenntnis über einzelne Bilanzpositionen zu verschaffen und diese im Einzelnen zu bestreiten (OLG Brandenburg…, Urteil vom 8.11.2023 - 7 U 102/22, juris Rn. 83 ff.; OLG Brandenburg, Urteil vom 27.9.2023 - 7 U 107/22, juris Rn. 40 ff.), führt entgegen der Ansicht der Beklagten zu keiner anderen rechtlichen Bewertung.Zudem war nicht die Erforderlichkeit einer "temporären Abwertung" mitgeteilt worden (OLG Brandenburg, Urteil vom 27.9.2023 - 7 U 107/22, juris Rn. 48).
- OLG Zweibrücken, 09.05.2023 - 8 U 161/21
Rückzahlung von Genussrechtsbeteiligungen nach Kündigung; Umwandlung in Aktien …
Auszug aus OLG Frankfurt, 04.06.2025 - 9 U 16/23
Hinzu kommt, dass die Behauptung eines den Nennbetrag aufzehrenden Verlustanteils in nicht aufgelöstem Widerspruch zur Darstellung des rechnerischen Wertes der Beteiligungen in den beiden Schreiben der Beklagten vom Februar 2019 steht (OLG Zweibrücken, Urteil vom 11.5.2023 - 8 U 161/21, juris Rn. 52).Hinzu kommt, dass die Behauptung eines den Nennbetrag aufzehrenden Verlustanteils in nicht aufgelöstem Widerspruch zur eigenen Darstellung des rechnerischen Wertes der Beteiligungen in den beiden Schreiben vom Februar 2019 steht (OLG Zweibrücken, Urteil vom 11.5.2023 - 8 U 161/21, juris Rn. 52).
- OLG Stuttgart, 31.03.2021 - 20 U 24/20
Anspruch auf Rückzahlung aus einer Genussrechtsbeteiligung; …
Auszug aus OLG Frankfurt, 04.06.2025 - 9 U 16/23
Denn für bis einschließlich 16.12.2009 geschlossene Verträge gilt das EVÜ bzw. dessen Inkorporation durch die Art. 27 ff. EGBGB a.F. weiter (OLG Stuttgart, Urteil vom 31.3.2021 - 20 U 24/20, juris Rn. 51; OLG Köln…, Urteil vom 2.3.2023 - I-18 U 189/21, juris Rn. 80; OLG Bremen…, Urteil vom 1.7.2021- 3 U 39/30, juris Rn. 37).Denn die Beklagte trägt als Rechtsnachfolgerin der X GmbH insoweit eine sekundäre Darlegungslast, der sie nicht nachgekommen ist, mit der Folge, dass die von der Klägerin aufgestellte Behauptung, ein zur Minderung des geltend gemachten Nennbetrages führender Verlustanteil sei nicht gegeben, gemäß § 138 Abs. 3 ZPO als zugestanden anzusehen ist (OLG Köln…, Urteil vom 2.3.2023 - I-18 U 189/21, juris Rn. 93; OLG Celle…, Urteil vom 29.1.2021 - 9 U 66/20, juris Rn. 24; OLG Frankfurt am Main, Urteil vom 26.11.2021 - 24 U 222/20 , juris Rn, 24; OLG Zweibrücken…, Urteil vom 20.5.2021 - 4 U 34/20, juris Rn. 27; OLG Stuttgart, Urteil vom 31.3.2021 - 20 U 24/20, juris Rn. 103).
- EuGH, 07.04.2016 - C-483/14
KA Finanz - Vorlage zur Vorabentscheidung - Übereinkommen von Rom - Anwendbares …
Auszug aus OLG Frankfurt, 04.06.2025 - 9 U 16/23
Auch das Unionsrecht ist in dem Sinne auszulegen, dass nach einer grenzüberschreitenden Verschmelzung durch Aufnahme auf die Auslegung, die Erfüllung der Verpflichtungen und die Arten des Erlöschens eines von der übertragenden Gesellschaft geschlossenen Anleihevertrags dasselbe Recht anzuwenden ist, wie es vor der Verschmelzung auf diesen Vertrag anzuwenden war (EuGH, Urteil vom 7.4.2016 - C-483/14, juris Rn. 59). - BGH, 20.04.2021 - VI ZR 521/19
Voraussetzungen des Annahmeverzuges bei der Haftung eines Automobilherstellers …
Auszug aus OLG Frankfurt, 04.06.2025 - 9 U 16/23
Denn es liegt kein Fall vor, in dem die geltend gemachten Zinsansprüche in erheblichem Umfang nicht zugesprochen wurden (BGH, Urteil vom 20.4.2021 - VI ZR 521/19, juris Rn. 8). - OLG Brandenburg, 08.11.2023 - 7 U 102/22
Auszug aus OLG Frankfurt, 04.06.2025 - 9 U 16/23
ff) Dass das Oberlandesgericht Brandenburg in zwei Fällen einer fristlosen Kündigung nach Verschmelzung davon ausgegangen ist, dass der Anleger die vorgetragene bilanzielle Entwicklung zum 31.12.2017 konkret angreifen müsse, da er es als Genussrechtsinhaber in der Hand habe, sich durch Auskunftsverlangen nähere Erkenntnis über einzelne Bilanzpositionen zu verschaffen und diese im Einzelnen zu bestreiten (OLG Brandenburg, Urteil vom 8.11.2023 - 7 U 102/22, juris Rn. 83 ff.; OLG Brandenburg…, Urteil vom 27.9.2023 - 7 U 107/22, juris Rn. 40 ff.), führt entgegen der Ansicht der Beklagten zu keiner anderen rechtlichen Bewertung. - BGH, 25.01.2005 - XI ZR 78/04
Zulässigkeit einer Rechtswahl im Rahmen der Vermittlung von Termingeschäften
Auszug aus OLG Frankfurt, 04.06.2025 - 9 U 16/23
Nach gemäß Art. 27 Abs. 4 i.V.m. Art. 31 Abs. 1 EGBGB a.F. für die Beurteilung der Wirksamkeit der Rechtswahlklausel maßgebenden österreichischem Recht (BGH, Urteil vom 25.1.2005 - XI ZR 78/04, juris Rn. 13) ist die Vereinbarung der Anwendung österreichischen Rechts wirksam erfolgt. - BGH, 24.10.2023 - II ZR 211/21
Auslegung der Rücknahmeerklärung über die Kündigung einer …
- OLG Celle, 29.01.2021 - 9 U 66/20
Internationale Zuständigkeit der deutschen Gerichte für eine Klage auf …
- OLG Schleswig, 06.03.2024 - 9 U 11/23
Abfindungsguthaben aus Vertrag über die Errichtung einer atypisch stillen …
- OLG Köln, 27.03.2025 - 18 U 71/24
Zahlungsansprüche im Zusammenhang mit einer atypischen stillen Beteiligung und …
- OLG Zweibrücken, 20.05.2021 - 4 U 34/20
Auszahlungs- und Abrechnungsanspruch aus Genussrechtsbeteiligung nach …
- BGH, 07.10.2025 - II ZR 112/24
Der Gerichtsstand des Verbrauchers - nach dem Brexit
Vielmehr sieht das Austrittsabkommen Großbritannien nach Austritt im Verhältnis zur Europäischen Union als Drittstaat an (BGH…, Beschluss vom 15. Juni 2021 - II ZB 35/20, NJW-RR 2021, 1207 Rn. 42; OLG Frankfurt, WM 2025, 1604, 1605; OLG Hamburg, Urteil vom 19. Juni 2024 - 8 U 20/24, S. 9 n.v.; OLG Köln, AG 2025, 202 mwN; OLG Karlsruhe, NZG 2023, 1032, 1033; OLG Celle, NZG 2021, 562; OLG Stuttgart…, Urteil vom 31. März 2021 - 20 U 24/20, juris Rn. 39 ff; Steinbrück/Liebeknecht, EuZW 2021, 517, 518 f; Hau, MDR 2021, 521, 522; Tintemann/Ali, VuR 2022, 336). - OLG Frankfurt, 13.01.2026 - 8 U 111/24
Genussrechte bei gesellschaftlichen Umstrukturierungsmaßnahmen
Bereits vor einer höchstrichterlichen Entscheidung des Bundesgerichtshofs zu dieser Frage haben zahlreiche Oberlandesgerichte in vergleichbaren Fallgestaltungen die jeweils gleichlautenden Angriffe der Beklagten gegen die internationale Zuständigkeit deutscher Gerichte zurückgewiesen (vgl. nur: OLG Köln, Urteil vom 23.11.2023, Az. 18 U 73/23; OLG Köln, Urteil vom 27.03.2025, Az. 18 U 27/24; OLG Karlsruhe, Urteil vom 14.05.2024, Az. 13 U 343/23; OLG Celle, Urteil vom 07.02.2024, Az. 9 U 62/23; OLG Frankfurt am Main, Urteil vom 04.06.2025, Az. 9 U 16/23 ; OLG Stuttgart, Urteil vom 31.03.2021, Az. 20 U 24/20; OLG München, Urteil vom 23.11.2023, Az. 18 U 73/23; OLG Zweibrücken, Urteil vom 11.05.2023, Az. 8 U 161/21; OLG Brandenburg, Hinweis-beschluss vom 12.09.2025, Az. 12 U 77/25, jeweils zitiert nach BeckRS).Da die Genussrechte durch die Verschmelzung auf die Beklagte in Stammaktien B umgewandelt wurden und als solche mit dem Wirksamwerden der Verschmelzung zum 31.12.2018 nicht mehr bestehen, spricht aus Sicht des hiesigen Senats viel dafür, dass eine unmittelbare Erfüllung dieses vertraglichen Anspruchs gemäß § 902 öABGB nicht mehr möglich ist, zumal das für die Beklagte geltende britische Recht keine Genussrechte kennt (vgl. OLG Frankfurt am Main, Urteil vom 04.06.2025, Az. 9 U 16/23 ; OLG Köln, Urteil vom 27.03.2025, Az. 18 U 27/24, jeweils zitiert nach BeckRS).
Auf den Stichtag der Verschmelzung kommt es aber auch nach österreichischem Recht für die Frage der Gleichwertigkeit an ( OLG Frankfurt am Main, Urteil vom 04.06.2025, Az. 9 U 16/23 , a.a.O.).
Ergänzend wird zur Vermeidung von Wiederholungen auf die entsprechenden Erwägungen im Urteil des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main vom 04.06.2025 (Az. 9 U 16/23 , zitiert nach BeckRS, dort Rz. 35) Bezug genommen.
Anders als etwa zum Zeitpunkt der Entscheidung des OLG Frankfurt am Main vom 04.06.2025 (Az. 9 U 16/23 ) ist die Frage der internationalen Zuständigkeit deutscher Gerichte durch das zeitlich nachfolgende Urteil des Bundesgerichtshofs vom 07.10.2025 (II ZR 112/24) geklärt.
- BGH, 07.10.2025 - II ZR 109/24
Internationale Zuständigkeit der deutschen Gerichtsbarkeit
Rn. 9 Damit ist für den Fall, dass ein Beklagter keinen Wohnsitz im Hoheitsgebiet eines Mitgliedsstaats hat, Art. 18 Abs. 1 EuGVVO auf einen Kläger mit Wohnsitz in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union anwendbar, so dass sich aus der Vorschrift ein innerstaatlicher Gerichtsstand ergeben kann (OLG Frankfurt, WM 2025, 1604).Vielmehr sieht das Austrittsabkommen mit Großbritannien nach Austritt im Verhältnis zur Europäischen Union als Drittstaat an (BGH…, Beschluss vom 15. Juni 2021 - II ZB 35/20, NJW-RR 2021, 1207 Rn. 42; OLG Frankfurt, WM 2025, 1604, 1605; OLG Hamburg, Urteil vom 19. Juni 2024 - 8 U 20/24, S. 9; OLG Köln, AG 2025, 202 mwN; OLG Karlsruhe, NZG 2023, 1032, 1033; OLG Celle, NZG 2021, 562; OLG Stuttgart…, Urteil vom 31. März 2021 - 20 U 24/20, juris Rn. 39 ff; Steinbrück/Liebeknecht, EuZW 2021, 517, 518 f; Hau, MDR 2021, 521, 522; Tintemann/Ali, VuR 2022, 336).
- OLG Brandenburg, 12.09.2025 - 12 U 77/25
Rückzahlung eines Guthabens aus einer Genussrechtsbeteiligung nach Kündigung
Anders als das OLG München (…vgl. Urteile vom 16.09.2024 - 17 U 1521/24 e -, Rn. 20, und 17 U 2936/23 e) sieht der Senat mit den zitierten oberlandesgerichtlichen Entscheidungen nicht nur einen "apodiktischen" Verweis auf die Vorschriften der EuGVVO unter Missachtung des Austrittsabkommens als völkerrechtlichen Vertrag, sondern vielmehr in den das Verhältnis zu Drittstaaten betreffenden Regelungen der EuGVVO eine innerstaatliche Zuständigkeitsbestimmung, die der Senat zu berücksichtigen hat (so auch OLG Frankfurt, Urteil vom 04.06.2025 - 9 U 16/23, Rn. 20; Tönies-Bambalska, jurisPR-IWR 6/2024 Anm. 6;… vgl. auch BeckOK ZPO/Antomo, 56. Ed. 1.3.2025, Brüssel Ia-VO Art. 1 Rn. 11.3).
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