Rechtsprechung
| OLG Köln, 31.10.1984 - 26 U 38/84 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- FIS Money Advice (Volltext/Auszüge)
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei)
Kreditgebühren oder Zinsen als Vergütung für die Zurverfügungstellung des Kapitals für eine bestimmte Zeit; Nichtigkeit eines Darlehensvertrags wegen einer vereinbarten Ballonrate ; Gesamtwürdigung des Rechtsgeschäfts, die sich an dessen Inhalt, Beweggrund und Zweck ...
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- AG Köln, 08.08.1983 - 102 B 8272/83
- LG Köln, 08.02.1984 - 23 O 476/83
- OLG Köln, 31.10.1984 - 26 U 38/84
Papierfundstellen
- ZIP 1985, 22
Wird zitiert von ... (4) Zitiert selbst (23)
- BGH, 02.12.1982 - III ZR 90/81
Nichtigkeit eines Darlehensvertrages - Umfang der Bereicherung bei Nichtigkeit …
Auszug aus OLG Köln, 31.10.1984 - 26 U 38/84
Nach gefestigter Ansicht in der Rechtsprechung bemißt sich die Beantwortung der Frage, ob eine Vertragsgestaltung nicht mehr mit den guten Sitten vereinbar ist, gegen das Anstandsgefühl aller billig und gerecht Denkenden verstößt und damit die Grenzen der im Rahmen der Privatautonomie grundsätzlich bestehenden Vertragsgestaltungsfreiheit überschreitet, nach einer Gesamtwürdigung des Rechtsgeschäfts, die sich an dessen Inhalt, Beweggrund und Zweck unter Berücksichtigung der Umstände zu orientieren hat (vgl. BGH in NJW 1981, 1206;… NJW 1982, S. 1455 [BGH 10.03.1982 - VIII ZR 74/81] ; NJW 1982, 2436; NJW 1983, 1420 [BGH 02.12.1982 - III ZR 90/81] ; NJW 83, 2692).Der Wert ist jedoch nicht mit der vollen Versicherungsprämie gleichzusetzen (…a.A. Canaris in WM 1981, S. 984), da bei sachgerechter Betrachtungsweise eine Minderung des Risikos auf Seiten beider Parteien zu erkenne ist (…vgl. BGH in NJW 1981, S. 1206) und sich der auf die Hälfte zu schätzende Anteil auch im Fall der Nichtigkeit des Darlehensvertrages nicht wesentlich verschiebt (so BGH in NJW 1983, S. 1422 [BGH 02.12.1982 - III ZR 90/81] ).
Weil die sittenwidrige Leistung des Kreditgebers gerade in der Kapitalüberlassung auf Zeit besteht, muß er aus § 817 S. 2 BGB dem Kreditnehmer den Kredit auf die (rechtsunwirksam) vereinbarte Zeit überlassen (ständige Rechtsprechung; vgl. BGH in NJW 1983, S. 1420 [BGH 02.12.1982 - III ZR 90/81] m.w.N.;… Palandt, a.a.O., § 817 Anm. 3c bb).
Nach ständiger Rechtsprechung kann bei sittenwidrigen und deshalb nichtigen Darlehensgeschäften der Darlehengeber auch nicht über § 818 Abs. 2 BGB die Verzinsung der im Wege des Bereicherungsausgleichs zurückerstattenden Valuta verlangen, da auch insofern die Sperrwirkung des § 817 S. 2 BGB entgegensteht (vgl. BGH in NJW 1983, S. 1420 [BGH 02.12.1982 - III ZR 90/81] m.w.N.;… 1983, S. 2692).
Da jedoch diese Auffassung zur Konsequenz hat, daß der Wucherer insofern risikolos arbeiten könnte, weil ihm dann der übliche Zinssatz regelmäßig zugesprochen werden müßte und dies im Widerspruch steht zum Schutz, der dem Darlehennehmer aus §§ 138, 817 BGB zuteil werden soll, muß den sittenwidrig handelnden Kreditgeber jeder Zinsanspruch aus Bereicherungsrecht versagt werden (vgl. BGH in NJW 1983, S. 1420 [BGH 02.12.1982 - III ZR 90/81] ;… in WM 1975, S. 128).
Auch im vorliegenden Fall eines wucherähnlichen Darlehens nach § 138 Abs. 1 BGB verbietet § 817 BGB einen Wertersatzanspruch der Klägerin (vgl. BGH in NJW 1983, S. 1420 [BGH 02.12.1982 - III ZR 90/81] ; 1983,S. 2692).
Zwar ist § 817 S. 2 BGB regelmäßig nur anzuwenden, wenn dem Gläubiger der Verstoß gegen ein gesetzliches Verbot oder die Sittenwidrigkeit seines Handelns bewußt gewesen ist (…vgl. BGH in NJW 1968, S. 1329; 1980,S. 452;… in WM 1978, S. 949; in NJW 1983, S. 1420 [BGH 02.12.1982 - III ZR 90/81] m.w.N. der RG Rspr.;… Palandt, a.a.O., § 817 Anm. 2c, 3a ee, 3c bb), weil es nur bei einem persönlichen Verschulden gerechtfertigt ist, dem Gläubiger den Rechtsschutz zu verweigern (…vgl. RGZ 151, S. 70;… Palandt, a.a.O., § 817 Anm. 1a, 3a;… dazu auch Canaris in WM 1981, S. 978;… Dauner in JZ 1980, S. 495;… Bunte in NJW 1983, S. 2674 [BGH 30.06.1983 - III ZR 114/82] ).
Wie beim wucherähnlichen Tatbestand ist aber auch im Rahmen des § 817 S. 2 BGB ein leichtfertiges Handeln einem vorsätzlichen Tun gleichzusetzen (so BGH in NJW 1983, S. 1420 [BGH 02.12.1982 - III ZR 90/81] ;… vgl. RGZ 150, S. 1 Palandt, a.a.O., § 817 Anm. 2 c), denn wer - wie hier die Klägerin - in Kenntnis der wirtschaftlichen Lage der Beklagten aufgrund vorhergehender Verträge dennoch in subjektiv zurechenbarer Weise die zur Sittenwidrigkeit führenden Konditionen auferlegt, muß es sich gefallen lassen, wie ein bewußt Handelnder behandelt zu werden (vgl. BGH in NJW 1983, S. 1420 [BGH 02.12.1982 - III ZR 90/81] ).
Da der Kreditnehmer den valutierenden Betrag trotz Sittenwidrigkeit des Darlehensvertrages grundsätzlich zu den vertraglich festgelegten Terminen zurückzuzahlen hat, gerät er gem. § 284 Abs. 2 BGB mit den auf diese entfallenden Ratenanteilen in gleicher Weise in Verzug wie bei Wirksamkeit des Vertrages (…vgl. BGH in WM 1979, S. 966; in NJW 1983, S. 1420 [BGH 02.12.1982 - III ZR 90/81] ; 1983,S. 2692;… LG Bonn in WM 1977, S. 1341;… Canaris in WM 1981, S. 978).
Voraussetzung dafür ist aber, daß sie wenigstens die Größenordnung des Zinsverlustes angibt und so Anhaltspunkte für eine Schätzung gibt (so BGH in NJW 1983, S. 1420 [BGH 02.12.1982 - III ZR 90/81] ), was die Klägerin aber hier nicht getan hat.
Sie hätte jedoch weitere Angaben machen müssen, ohne daß es eines Hinweises nach § 139 Abs. 1 ZPO bedurft, da bereits in der ersten Instanz die Frage der Sittenwidrigkeit des Darlehensvertrages erörtert worden ist und die Klägerin aus diesem Grunde damit rechnen mußte, sich gegebenenfalls mit gesetzlichen Ansprüchen begnügen zu müssen (vgl. BGH in NJW 1983, S. 1420 [BGH 02.12.1982 - III ZR 90/81] ;… Reifner, a.a.O., S. 644).
- BGH, 22.05.1978 - III ZR 153/76
Im Reisegewerbe vermittelter Darlehensvertrag
Auszug aus OLG Köln, 31.10.1984 - 26 U 38/84
Rechtlich und wirtschaftlich wurde das Geld nicht Bestandteil des Vermögens der Beklagten (vgl. dazu BGH in NJW 1978, S. 1971 [BGH 22.05.1978 - III ZR 153/76] ; 1979,S. 1597;… 1980, S. 938;… 1980, S. 1155).Die Valutierung unmittelbar an die Händlerfirma kann aber auch nicht einer Leistung an die Beklagte gleichgesetzt werden, weil sowohl aus Sinn und Zweck der zu einem finanzierten Abzahlungskauf zusammengezogenen Kauf- und Darlehensverträge, als auch tatsächlich die Beklagte über das Kapital zu keinem Zeitpunkt verfügen sollte und konnte (vgl. BGH in NJW 1978, S. 1970; 1980,S. 938;… 1980, S. 1155).
Im übrigen müssen nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes (vgl. BGH in NJW 1978, S. 1970; 1979,S. 1597;… 1980, S. 938;… 1980, S. 1155;… 1980, S. 2076) bei der bereicherungsrechtlichen Abwicklung im Mehrpersonenverhältnis des finanzierten Abzahlungskaufs insbesondere die Schutzzwecke der zur Nichtigkeit des Vertrages führenden Norm und des Abzahlungsgesetzes berücksichtigt werden, was im Wege einer Risikozurechnung ausschließt, daß die Auszahlung der Darlehensvaluta an den Verkäufer als Leistung der Kreditbank an den Käufer behandelt wird Dieser Gedanke ist auch hier anzuwenden.
- BGH, 30.06.1983 - III ZR 114/82
Bestimmung der Sittenwidrigkeit eines Rechtsgeschäfts nach den im Zeitpunkt …
Auszug aus OLG Köln, 31.10.1984 - 26 U 38/84
Nach gefestigter Ansicht in der Rechtsprechung bemißt sich die Beantwortung der Frage, ob eine Vertragsgestaltung nicht mehr mit den guten Sitten vereinbar ist, gegen das Anstandsgefühl aller billig und gerecht Denkenden verstößt und damit die Grenzen der im Rahmen der Privatautonomie grundsätzlich bestehenden Vertragsgestaltungsfreiheit überschreitet, nach einer Gesamtwürdigung des Rechtsgeschäfts, die sich an dessen Inhalt, Beweggrund und Zweck unter Berücksichtigung der Umstände zu orientieren hat (vgl. BGH in NJW 1981, 1206;… NJW 1982, S. 1455 [BGH 10.03.1982 - VIII ZR 74/81] ; NJW 1982, 2436; NJW 1983, 1420 [BGH 02.12.1982 - III ZR 90/81] ; NJW 83, 2692).Demgegenüber wird zwar in der Literatur teilweise die Ansicht vertreten, § 817 S. 2 BGB stehe einem Wertersatzanspruch auf einen angemessenen, am Kapitalmarkt orientierten Zins nicht entgegen, da nach den Grundsätzen des prima facie Beweises anzunehmen sei, daß der Kreditnehmer anderwärts ein Darlehen zu marktüblichen Zinsen aufgenommen hätte, wenn er den Kredit zu den sittenwidrigen Konditionen nicht bekommen hatte (…vgl. Canaris in WM 1981, S. 978;… Dauner in JZ 1980, S. 495; Larenz, Lehrbuch des Schuldrechts, Band 11, 12. Auflage. § 69 IIIb m.w.N.; Bunte in NJW 1983, S. 2674 [BGH 30.06.1983 - III ZR 114/82] ;… zum weiteren Meinungsstand: vgl. Reifner, a.a.O., S. 638 Gl. m. w. N.).
Zwar ist § 817 S. 2 BGB regelmäßig nur anzuwenden, wenn dem Gläubiger der Verstoß gegen ein gesetzliches Verbot oder die Sittenwidrigkeit seines Handelns bewußt gewesen ist (…vgl. BGH in NJW 1968, S. 1329; 1980,S. 452;… in WM 1978, S. 949;… in NJW 1983, S. 1420 [BGH 02.12.1982 - III ZR 90/81] m.w.N. der RG Rspr.;… Palandt, a.a.O., § 817 Anm. 2c, 3a ee, 3c bb), weil es nur bei einem persönlichen Verschulden gerechtfertigt ist, dem Gläubiger den Rechtsschutz zu verweigern (…vgl. RGZ 151, S. 70;… Palandt, a.a.O., § 817 Anm. 1a, 3a;… dazu auch Canaris in WM 1981, S. 978;… Dauner in JZ 1980, S. 495; Bunte in NJW 1983, S. 2674 [BGH 30.06.1983 - III ZR 114/82] ).
- BGH, 10.03.1982 - VIII ZR 74/81
Abschluss eines Aussteueranschaffungsvertrages - Nichtigkeit eines Vertrages …
Auszug aus OLG Köln, 31.10.1984 - 26 U 38/84
Nach gefestigter Ansicht in der Rechtsprechung bemißt sich die Beantwortung der Frage, ob eine Vertragsgestaltung nicht mehr mit den guten Sitten vereinbar ist, gegen das Anstandsgefühl aller billig und gerecht Denkenden verstößt und damit die Grenzen der im Rahmen der Privatautonomie grundsätzlich bestehenden Vertragsgestaltungsfreiheit überschreitet, nach einer Gesamtwürdigung des Rechtsgeschäfts, die sich an dessen Inhalt, Beweggrund und Zweck unter Berücksichtigung der Umstände zu orientieren hat (vgl. BGH in NJW 1981, 1206; NJW 1982, S. 1455 [BGH 10.03.1982 - VIII ZR 74/81] ; NJW 1982, 2436; NJW 1983, 1420 [BGH 02.12.1982 - III ZR 90/81] ; NJW 83, 2692).Vorschloß sich die Klägerin hier zudem leichtfertig der sich aufdrängenden Möglichkeit, daß die Beklagte zur Erfüllung der Verbindlichkeit nicht in der Lage sein konnte, so ist der Darlehensvertrag im gesamten, weil mit den Anschauungen eines redlichen rechtsgeschäftlichen Verfahrens nicht mehr zu vereinbaren, als wucherähnliches Geschäft wegen Sittenwidrigkeit nichtig (vgl. BGH in NJW 1982, S. 1455 [BGH 10.03.1982 - VIII ZR 74/81] ; 1966,S. 1451;… OLG Hamm in Justizministerialblatt NRW 1974, S. 32).
Dabei ist nicht erforderlich, daß die Klägerin im Zeitpunkt des Vertragsschlusses das Bewußtsein der Sittenwidrigkeit hatte; es reicht aus, daß sie sich der Umstände, aus denen sich die Sittenwidrigkeit ergibt, bewußt war (BGH NJW 1982, 1455 [BGH 10.03.1982 - VIII ZR 74/81] ).
- RG, 27.03.1936 - VII 336/35
1. Kann bei einem wucherischen Darlehen der Zweck der Leistung des …
Auszug aus OLG Köln, 31.10.1984 - 26 U 38/84
Zwar ist in § 817 BGB nicht ausdrücklich der Fall geregelt, daß das verwerfliche Handeln ausschließlich auf Seiten des Leistenden liegt, jedoch sieht die Rechtsprechung in Übereinstimmung mit der Literatur in § 817 S. 2 BGB eine allgemeine Regelung für alle Bereicherungsansprüche (vgl. RGZ 151, S. 70 m. w.N.;… BGH in NJW 1962, S. 1148;… in WM 1969, S. 857;… Palandt, a. a. O., § 817 Anm. 1 m.w.N.; Reifner , Die Rückabwicklung sittenwidriger Ratenkreditverträge, in JZ 1984, 637 Gl).Zwar ist § 817 S. 2 BGB regelmäßig nur anzuwenden, wenn dem Gläubiger der Verstoß gegen ein gesetzliches Verbot oder die Sittenwidrigkeit seines Handelns bewußt gewesen ist (…vgl. BGH in NJW 1968, S. 1329; 1980,S. 452;… in WM 1978, S. 949;… in NJW 1983, S. 1420 [BGH 02.12.1982 - III ZR 90/81] m.w.N. der RG Rspr.;… Palandt, a.a.O., § 817 Anm. 2c, 3a ee, 3c bb), weil es nur bei einem persönlichen Verschulden gerechtfertigt ist, dem Gläubiger den Rechtsschutz zu verweigern (vgl. RGZ 151, S. 70;… Palandt, a.a.O., § 817 Anm. 1a, 3a;… dazu auch Canaris in WM 1981, S. 978;… Dauner in JZ 1980, S. 495;… Bunte in NJW 1983, S. 2674 [BGH 30.06.1983 - III ZR 114/82] ).
- OLG Celle, 28.11.1968 - 7 U 70/68
Auszug aus OLG Köln, 31.10.1984 - 26 U 38/84
Die Rechtsprechung stellt überwiegend auf die im Einzelfall getroffenen oder aus den Umständen zu entnehmenden Vereinbarungen der Parteien ab (…vgl. BGH in WM 1972, S. 698;… KG in NJW 1971, S. 1193; OLG Celle in BB 1969, S. 558;… OLG Karlsruhe in MDR 1957, S. 161), was im Hinblick auf die unterschiedlichen Zwecke und Gestaltungsmöglichkeiten derartiger Verträge sachgerecht ist.Aufgrund der Gesamtumstände stand fest, daß die Beklagte selbst den Kaufpreis nicht zahlen konnte und auch ohne Finanzierung das Fahrzeug nicht kaufen wollte; denn sonst wäre die Finanzierurgsklausel nicht notwendig gewesen (…vgl. dazu KG in NJW 1971, S. 1139; OLG Celle in BB 1969, S. 558; OLG Karlsruhe in MDR 1957, S: 161).
- BGH, 12.03.1981 - III ZR 92/79
Sittenwidriger Teilzahlungs- oder Ratenkreditvertrag
Auszug aus OLG Köln, 31.10.1984 - 26 U 38/84
Nach gefestigter Ansicht in der Rechtsprechung bemißt sich die Beantwortung der Frage, ob eine Vertragsgestaltung nicht mehr mit den guten Sitten vereinbar ist, gegen das Anstandsgefühl aller billig und gerecht Denkenden verstößt und damit die Grenzen der im Rahmen der Privatautonomie grundsätzlich bestehenden Vertragsgestaltungsfreiheit überschreitet, nach einer Gesamtwürdigung des Rechtsgeschäfts, die sich an dessen Inhalt, Beweggrund und Zweck unter Berücksichtigung der Umstände zu orientieren hat (vgl. BGH in NJW 1981, 1206;… NJW 1982, S. 1455 [BGH 10.03.1982 - VIII ZR 74/81] ; NJW 1982, 2436; NJW 1983, 1420 [BGH 02.12.1982 - III ZR 90/81] ; NJW 83, 2692).Der Wert ist jedoch nicht mit der vollen Versicherungsprämie gleichzusetzen (…a.A. Canaris in WM 1981, S. 984), da bei sachgerechter Betrachtungsweise eine Minderung des Risikos auf Seiten beider Parteien zu erkenne ist (vgl. BGH in NJW 1981, S. 1206) und sich der auf die Hälfte zu schätzende Anteil auch im Fall der Nichtigkeit des Darlehensvertrages nicht wesentlich verschiebt (…so BGH in NJW 1983, S. 1422 [BGH 02.12.1982 - III ZR 90/81] ).
- BGH, 01.02.1974 - IV ZR 2/72
Berechnung entgangenen Bankgewinns
Auszug aus OLG Köln, 31.10.1984 - 26 U 38/84
Zwar ist bei einer Bank regelmäßig davon auszugehen, daß sie die ihr zufließenden Gelder gewinnbringend nutzt, (vgl. BGH in NJW 1974, S. 895) und ihr deshalb bei Vorenthalten ein Schaden entstellt, der gem. § 287 ZPO unter Berücksichtigung der Umstände zu schätzen ist (…vgl. BGH in VersR 1980, S. 194;… in NJW 1981, S. 1732). - BGH, 09.04.1981 - IVa ZR 144/80
Berechnung des Pflichtteils - Voraussetzungen für die Geltendmachung des …
Auszug aus OLG Köln, 31.10.1984 - 26 U 38/84
Zwar ist bei einer Bank regelmäßig davon auszugehen, daß sie die ihr zufließenden Gelder gewinnbringend nutzt, (…vgl. BGH in NJW 1974, S. 895) und ihr deshalb bei Vorenthalten ein Schaden entstellt, der gem. § 287 ZPO unter Berücksichtigung der Umstände zu schätzen ist (…vgl. BGH in VersR 1980, S. 194; in NJW 1981, S. 1732). - BGH, 29.06.1979 - III ZR 156/77
Rechtswirkungen eines Geständnisses
Auszug aus OLG Köln, 31.10.1984 - 26 U 38/84
Da der Kreditnehmer den valutierenden Betrag trotz Sittenwidrigkeit des Darlehensvertrages grundsätzlich zu den vertraglich festgelegten Terminen zurückzuzahlen hat, gerät er gem. § 284 Abs. 2 BGB mit den auf diese entfallenden Ratenanteilen in gleicher Weise in Verzug wie bei Wirksamkeit des Vertrages (vgl. BGH in WM 1979, S. 966;… in NJW 1983, S. 1420 [BGH 02.12.1982 - III ZR 90/81] ; 1983,S. 2692;… LG Bonn in WM 1977, S. 1341;… Canaris in WM 1981, S. 978). - BGH, 10.07.1980 - III ZR 177/78
Sittenwidrigkeit eines Darlehensvertrages zur Finanzierung des Kaufs eines PKW - …
- BGH, 20.02.1967 - III ZR 40/66
Finanzierter Abzahlungskauf. Anfechtung durch Käufer
- BGH, 18.04.1962 - VIII ZR 245/61
- BGH, 17.11.1960 - VII ZR 56/59
Finanzierter Abzahlungskauf
- BGH, 07.02.1980 - III ZR 141/78
- BGH, 08.02.1979 - III ZR 14/78
Abschluss eines Produktionsvertrages über die Herstellung von Polyäthylen-Beuteln …
- BGH, 17.04.1980 - III ZR 96/78
Sittenwidrigkeit eines Darlehensvertrages wegen eines wucherähnlichen Tatbestands …
- BGH, 12.04.1978 - IV ZR 157/75
Unwirksamkeit eines Vertrages wegen unerlaubter Arbeitsvermittlung - …
- BGH, 14.04.1969 - III ZR 65/68
Geldhingabe als Darlehen bzw. als gesellschaftliche Beteiligung - Anspruch auf …
- OLG Frankfurt, 12.07.1977 - 5 U 96/76
Finanzierter Abzahlungskauf; Unwirksamkeit des Kaufvertrages; Abschluß des …
- KG, 11.01.1971 - 12 U 1565/70
- BGH, 08.07.1982 - III ZR 35/81
Sittenwidrigkeit eines Ratenkreditvertrages wegen der Höhe des effektiven …
- BGH, 10.03.1982 - VIII ZR 222/81
Zustandekommen eines Aussteueranschaffungsvertrags über Bettwäschegarnituren - …
- BGH, 01.12.1988 - III ZR 175/87
Sittenwidrigkeit eines Ratenkreditvertrages bei Einplanung der Übergangsbeihilfe
Es kann dahinstehen, ob die Grenze der freien Vertragsgestaltung überschritten ist, wenn die Blockrate so bemessen wird, daß aufgrund der wirtschaftlichen Verhältnisse des Kreditnehmers im Zeitpunkt des Vertragsabschlusses damit zu rechnen ist, daß er sie nicht wird aufbringen können (bejahend OLG Köln ZIP 1985, 22 mit Anm. Hübner in EWiR § 8 .12 I 1 BGB 1/85 S. 87; vgl. auch OLG Karlsruhe NJW-RR 1987, 299, 302 mit Anm. Geißler in EWiR § 138 BGB 6/87 S. 439; s. ferner Senatsbeschlüsse vom 25. Februar 1988 - III ZR 132/87 - WM 1988, 1085 und vom 14. Juli 1988 - III ZR 229/87 -). - OLG Karlsruhe, 17.12.1986 - 13 U 150/84
Nichtigkeit eines Blockraten-Kreditvertrages wegen Sittenwidrigkeit; …
Das war jedoch unter den gegebenen Umständen sittenwidrig, da aufgrund der wirtschaftlichen Verhältnisse des Klägers, die der Beklagten völlig bekannt waren, mit hoher Wahrscheinlichkeit damit zu rechnen wer, daß der Kläger am Ende der Laufzeit die letzte hohe Rate nicht würde aufbringen können; wenn die Beklagte dies nicht bereits bei Vertragsschluß positiv erkannte, hat sie sich dieser Einsicht zumindest leichtfertig verschlossen (vgl. hierzu OLG Köln ZIP 1985, 22). - OLG Frankfurt, 06.01.2011 - 17 U 184/10
Zu den Voraussetzungen der Sittenwidrigkeit eines Darlehensvertrages
Rn. 13 Der Beklagte kann insoweit die Entscheidungen des Oberlandesgerichts Köln (Urteil vom 31.10.1984, 26 U 38/84, abgedruckt in ZIP 1985, Seite 22 - 27) und des Bundesgerichtshofs vom 10. März 1982, VIII ZR 74/81 (u. a. abgedruckt in NJW 1982, Seite 1455) nicht für sich fruchtbar machen. - OLG Frankfurt, 27.05.2011 - 19 U 221/10
Zur den Voraussetzungen der Haftung einer kreditfinanzierenden Bank
Zwar kann ein Darlehensvertrag, zumindest aber hinsichtlich der auferlegten sog. Ballonrate, dann sittenwidrig sein, wenn der Kreditgeber unter den gegebenen Umständen damit rechnen musste, dass der Darlehensnehmer die am Ende der Laufzeit fällige Ballonrate nicht aufbringen kann (Urt. v. 31.10.1984, 26 U 38/84, Rn. 29, 36 m.w.N.).
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