Mutterschutzgesetz
| Abschnitt 5 - Durchführung des Gesetzes (§§ 26 - 31) |
(1) 1Die Aufsichtsbehörde kann abweichend von § 5 Absatz 1 Satz 1 auf Antrag des Arbeitgebers genehmigen, dass eine schwangere oder stillende Frau zwischen 20 Uhr und 22 Uhr beschäftigt wird, wenn
2Dem Antrag ist die Dokumentation der Beurteilung der Arbeitsbedingungen nach § 14 Absatz 1 beizufügen. 3Die schwangere oder stillende Frau kann ihre Erklärung nach Satz 1 Nummer 1 jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen.
(2) 1Solange die Aufsichtsbehörde den Antrag nicht ablehnt oder die Beschäftigung zwischen 20 Uhr und 22 Uhr nicht vorläufig untersagt, darf der Arbeitgeber die Frau unter den Voraussetzungen des Absatzes 1 beschäftigen. 2Die Aufsichtsbehörde hat dem Arbeitgeber nach Eingang des Antrags unverzüglich eine Mitteilung zu machen, wenn die für den Antrag nach Absatz 1 erforderlichen Unterlagen unvollständig sind. 3Die Aufsichtsbehörde kann die Beschäftigung vorläufig untersagen, soweit dies erforderlich ist, um den Schutz der Gesundheit der Frau oder ihres Kindes sicherzustellen.
(3) 1Lehnt die Aufsichtsbehörde den Antrag nicht innerhalb von sechs Wochen nach Eingang des vollständigen Antrags ab, gilt die Genehmigung als erteilt. 2Auf Verlangen ist dem Arbeitgeber der Eintritt der Genehmigungsfiktion (§ 42a des Verwaltungsverfahrensgesetzes) zu bescheinigen.
(4) Im Übrigen gelten die Vorschriften des Verwaltungsverfahrensgesetzes.
und Aufbewahrungs-
pflichten des Arbeitgebers, Offenbarungsverbot der mit der Überwachung beauftragten Personen § 28Behördliches Genehmigungs-
verfahren für eine Beschäftigung zwischen 20 Uhr und 22 Uhr § 29Zuständigkeit und Befugnisse der Aufsichtsbehörden, Jahresbericht § 30Ausschuss für Mutterschutz § 31Erlass von Rechtsverordnungen
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Querverweise
Auf § 28 MuSchG verweisen folgende Vorschriften:
- Mutterschutzgesetz (MuSchG)
- Gesundheitsschutz
- Arbeitszeitlicher Gesundheitsschutz
- § 5 (Verbot der Nachtarbeit)