01.10.2018
Bundestag - Drucksache 19/4671
Gesetzentwurf, Urheber:Bundesregierung,BundesministeriumderJustizundfürVerbraucherschutz(federführend)
Deutscher BundestagGesetzgebung
| BGBl. I 2019 S. 1724 |
- Bundesgesetzblatt Jahrgang 2019 Teil I Nr. 41, ausgegeben am 25.11.2019, Seite 1724
- Gesetz zur Umsetzung der Richtlinie (EU) 2016/680 im Strafverfahren sowie zur Anpassung datenschutzrechtlicher Bestimmungen an die Verordnung (EU) 2016/679
- vom 20.11.2019
Gesetzestext
Gesetzesbegründung (2)
- Bundesgerichtshof (Weitergehende Gesetzgebungsmaterialien, u.a. Referentenentwurf)
- bundestag.de
Gesetz zur Umsetzung der Richtlinie (EU) 2016/680 im Strafverfahren sowie zur Anpassung datenschutzrechtlicher Bestimmungen an die Verordnung (EU) 2016/679
Nachrichten von Bundestag, Bundesrat und Bundesregierung (2)
- 01.10.2018 BT Regierung legt Entwurf zur Änderungen des Datenschutzrechts vor
- 18.02.2019 BT Anhörung zu Anpassungen an das europäische Datenschutzrecht
Wird zitiert von ... (20)
- BGH, 10.01.2024 - 2 StR 171/23
Eine Funkzellenabfrage setzt bei Erhebung geschäftlich gespeicherter …
Noch vor dem rechtskräftigen Abschluss des in Bezug genommenen Hauptsacheverfahrens (vgl. zunächst VG Köln, Urteil vom 20. April 2018 - 9 K 3859/16 , juris; nachfolgend BVerwG, Urteil vom 14. August 2023 - 6 C 22/22, NJW 2024, 98) reagierte der Gesetzgeber, indem er auf der Grundlage des Gesetzes zur Umsetzung der Richtlinie (EU) 2016/680 im Strafverfahren sowie zur Anpassung datenschutzrechtlicher Bestimmungen an die Verordnung (EU) 2016/679 vom 20. November 2019 (BGBl. I 1724) § 100g Abs. 1 Satz 3 StPO seine heutige Fassung verlieh.Noch vor dem rechtskräftigen Abschluss des in Bezug genommenen Hauptsacheverfahrens (vgl. zunächst VG Köln, Urteil vom 20. April 2018 - 9 K 3859/16 , juris; nachfolgend BVerwG, Urteil vom 14. August 2023 - 6 C 22/22, NJW 2024, 98) reagierte der Gesetzgeber, indem er auf der Grundlage des Gesetzes zur Umsetzung der Richtlinie (EU) 2016/680 im Strafverfahren sowie zur Anpassung datenschutzrechtlicher Bestimmungen an die Verordnung (EU) 2016/679 vom 20. November 2019 (BGBl. I 1724) § 100g Abs. 1 Satz 3 StPO seine heutige Fassung verlieh.
- OLG Hamm, 26.02.2021 - 1 VAs 77/20 Rn. 21 Das Gesetz zur Umsetzung der Richtlinie (EU) 2016/680 im Strafverfahren sowie zur Anpassung datenschutzrechtlicher Bestimmungen an die Verordnung (EU) 2016/679 ist am 26. November 2019 in Kraft getreten (BGBl. I 2019, S. 1724 ff.).
Rn. 52 Nach der neuen Rechtslage nach dem Inkrafttreten des Gesetzes zur Umsetzung der Richtlinie (EU) 2016/680 im Strafverfahren sowie zur Anpassung datenschutzrechtlicher Bestimmungen an die Verordnung (EU) 2016/670 am 26. November 2019 (BGBl. I, S. 1724 ff.) hat der Betroffene namentlich nach § 500 Abs. 2 Nr. 1 StPO i.V.m. § 489 Abs. 1 Nr. 2, Abs. 3 S. 2 Nr. 3, Abs. 5 StPO im Falle der "nicht nur vorläufigen Verfahrenseinstellung" einen Anspruch auf Überprüfung der Löschung bezüglich der Daten, die zum Zwecke künftiger Strafverfahren nach § 484 StPO gespeichert sind, nach Ablauf von drei Jahren ab dem Tag, an dem das letzte Ereignis eingetreten ist, das zur Speicherung der Daten geführt hat, d.h. nach Ablauf der Aussonderungsprüffrist.
- BFH, 07.04.2020 - II B 82/19
Rechtsweg im Datenschutzrecht
Rn. 21 Lediglich ergänzend wird angemerkt, dass die Anwendbarkeit des BDSG sich nach aktuellem Recht auch aus § 500 der Strafprozessordnung ergibt, der durch das Gesetz zur Umsetzung der Richtlinie (EU) 2016/680 im Strafverfahren sowie zur Anpassung datenschutzrechtlicher Bestimmungen an die Verordnung (EU) 2016/679 vom 20.11.2019 (BGBl I 2019, 1724) eingefügt wurde.
- BayObLG, 30.07.2024 - 204 VAs 36/24
Voraussetzungen und Umfang des Anspruches eines Strafmündigen auf Löschung seiner …
Seit Inkrafttreten des Gesetzes zur Umsetzung der Richtlinie (EU) 2016/680 im Strafverfahren sowie zur Anpassung datenschutzrechtlicher Bestimmungen an die Verordnung (EU) 2016/679 vom 20.11.2019 (BGBl. I 1724) am 26.11.2019 begründet § 58 Abs. 2 BDSG i.V.m. § 500 Abs. 1 und Abs. 2 Nr. 1, § 489 StPO als Ausprägung des Grundrechts auf informationelle Selbstbestimmung das subjektive Recht des Betroffenen auf Löschung personenbezogener Daten in Dateien der Strafjustizbehörden.Rn. 49 1. Seit Inkrafttreten des Gesetzes zur Umsetzung der Richtlinie (EU) 2016/680 im Strafverfahren sowie zur Anpassung datenschutzrechtlicher Bestimmungen an die Verordnung (EU) 2016/679 vom 20.11.2019 (BGBl. I 1724) am 26.11.2019 begründet § 58 Abs. 2 BDSG i.V.m. § 500 Abs. 1 und Abs. 2 Nr. 1, § 489 StPO als Ausprägung des Grundrechts auf informationelle Selbstbestimmung das subjektive Recht des Betroffenen auf Löschung personenbezogener Daten in Dateien der Strafjustizbehörden (Senat…, Beschluss vom 16.03.2023 - 204 VAs 494/22 -, juris Rn. 31; OLG Hamburg…, Beschluss vom 24.10.2008 - 2 VAs 5/08 -, NStZ 2009, 707, juris Rn. 16 speziell zum staatsanwaltlichen Verfahrensregister; OLG Hamm…, Beschluss vom 26.02.2021 - III-1 VAs 74/20 -, juris Rn. 17: § 500 Abs. 1 StPO i.V.m. §§ 75 Abs. 2, 58 Abs. 2 BDSG; VG Karlsruhe, Urteil vom 30.07.2013 - 3 K 3496/12 -, BeckRS 2013, 55207;… BeckOK StPO/Wittig, 50. Ed. 01.01.2024, § 489 Rn. 3; Schelzke, StraFo 2019, 353, 357 und 359; so im Ergebnis auch OLG Frankfurt…, Beschluss vom 20.12.2022 - 3 VAs 14/22 -, StV-Spezial 2023, 66, juris Rn. 14: § 75 Abs. 2 BDSG, ergänzt durch § 489 Abs. 1 StPO).
Rn. 58 An der Bedeutung dieser grundlegenden Ausführungen des Gesetzgebers hat sich durch die Neuregelung der §§ 483 ff. StPO durch das Gesetz vom 20.11.2019 (BGBl. I 1724) nichts geändert, da die Aussonderungsprüffristen für Strafunmündige, deren Daten nach § 484 StPO gespeichert wurden, in § 489 Abs. 3 Satz 2 Nr. 4 StPO inhaltsgleich geregelt wurden und von einer Änderung der gesetzgeberischen Intention nicht auszugehen ist (so zutreffend OLG Frankfurt…, Beschluss vom 22.06.2021 - 3 VAs 4/21 -, zitiert im Beschluss vom 20.12.2022 - 3 VAs 14/22 -, StV-Spezial 2023, 66, juris Rn. 21).
- OLG Hamm, 08.08.2022 - 1 VAs 48/22 Rn. 27 "Das Gesetz zur Umsetzung der Richtlinie (EU) 2016/680 im Strafverfahren sowie zur Anpassung datenschutzrechtlicher Bestimmungen an die Verordnung (EU) 2016/679 ist am 26. November 2019 in Kraft getreten (BGBl. I 2019, S. 1724 ff.).
- BayObLG, 08.01.2025 - 204 VAs 418/24
Strafrechtliches Ermittlungsverfahren, Verweisungsbeschluß, Verschulden des …
Seit Inkrafttreten des Gesetzes zur Umsetzung der Richtlinie (EU) 2016/680 im Strafverfahren sowie zur Anpassung datenschutzrechtlicher Bestimmungen an die Verordnung (EU) 2016/679 vom 20.11.2019 am 26.11.2019 (BGBl. I Seite 1724) bestimmt sich dieser nach § 480 Abs. 3 StPO, so dass unabhängig davon, ob die Gewährung von Akteneinsicht an Dritte noch als Justizverwaltungsakt im Sinne des § 23 Abs. 1 Satz 1 EGGVG einzuordnen ist, in den in § 480 Abs. 3 i.V.m. § 475 StPO genannten Fällen der Auskünfte und Akteneinsicht für Privatpersonen und sonstige Stellen der Rechtsweg nach §§ 23 ff. EGGVG nicht mehr eröffnet ist (§ 23 Abs. 3 EGGVG). - LG Hamburg, 06.06.2024 - 621 Qs 32/24
Voraussetzungen einer Funkzellenabfrage nach § 100g Abs. 3 S. 1 StPO
Rn. 40 Die Einführung des § 100g Abs. 1 S. 3 StPO erfolgte durch das Gesetz zur Umsetzung der Richtlinie (EU) 2016/680 im Strafverfahren sowie zur Anpassung datenschutzrechtlicher Bestimmungen an die Verordnung (EU) 2016/679 vom 20. November 2019 (BGBl. I, S. 1724). - OLG Hamm, 26.02.2021 - 1 VAs 74/20
Schriftformerfordernis; Datenspeicherung; Erforderlichkeit; Löschungsanspruch; …
Rn. 23 Das Gesetz zur Umsetzung der Richtlinie (EU) 2016/680 im Strafverfahren sowie zur Anpassung datenschutzrechtlicher Bestimmungen an die Verordnung (EU) 2016/679 ist am 26. November 2019 in Kraft getreten (BGBl. I 2019, S. 1724 ff.). - LG Regensburg, 05.09.2024 - 8 Qs 30/24
Funkzellenabfrage, Katalogtat, Einbruchdiebstahl
Die Einführung des § 100g Abs. 1 S. 3 StPO erfolgte durch das Gesetz zur Umsetzung der Richtlinie (EU) 2016/680 im Strafverfahren sowie zur Anpassung datenschutzrechtlicher Bestimmungen an die Verordnung (EU) 2016/679 vom 20. November 2019 (BGBl. I, S. 1724). - BayObLG, 18.11.2020 - 101 VA 124/20
Maßnahme der Justizverwaltung - Auskunft einer anfragenden Person außerhalb eines …
Die mit Wirkung vom 26. November 2019 durch das Gesetz zur Umsetzung der Richtlinie (EU) 2016/680 im Strafverfahren sowie zur Anpassung datenschutzrechtlicher Bestimmungen an die Verordnung (EU) 2016/679 vom 20. November 2019 (BGBl I S. 1724) eingeführte Vorschrift, mit der der Gesetzgeber in Bezug auf das Schuldnerverzeichnis von Art. 23 Abs. 1 Buchst. e und Buchst. j DS-GVO Gebrauch gemacht hat (vgl. BT-Drs. 19/4671 S. 80 f.), bestimmt in Abs. 1 Satz 1, dass das Auskunftsrecht nach Art. 15 Abs. 1 DS-GVO in Bezug auf die im Schuldnerverzeichnis eingetragenen personenbezogenen Daten dadurch gewährt wird, dass die betroffene Person Einsicht in das Schuldnerverzeichnis über die zentrale und länderübergreifende Abfrage im Internet nach § 882h Abs. 1 Satz 2 ZPO nehmen kann. - VerfG Schleswig-Holstein, 10.05.2023 - LVerfG 3/23
Eilantrag gegen die Anhebung der Mindestgröße von Fraktionen in kommunalen …
- StGH Niedersachsen, 09.09.2020 - StGH 3/20
Zu den Voraussetzungen des Ausschlusses vom Richteramt bzw zur Besorgnis der …
- StGH Niedersachsen, 09.09.2020 - StGH 1/20
- StGH Niedersachsen, 19.06.2020 - StGH 2/20
Erlass einer einstweiligen Anordnung wegen Verletzung der Unterrichtungspflicht …
- StGH Niedersachsen, 02.05.2024 - StGH 1/23
Organstreitverfahren um die Frage der ausreichenden Gelegenheit zur Stellungnahme …
- StGH Niedersachsen, 17.08.2022 - StGH 2/22
- StGH Niedersachsen, 17.08.2022 - StGH 3/22
Begründung; Frist; Nichtanerkennungsbeschwerde; Parteisatzung; …
- StGH Niedersachsen, 03.06.2022 - StGH 2/21
- StGH Niedersachsen, 16.01.2024 - StGH 12/23
Begründung der Anträge im Wahlprüfungsverfahren
- StGH Niedersachsen, 16.01.2024 - StGH 6/23
Bindung der Beschwerdeberechtigung im verfassungsgerichtlichen …
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