Rechtsprechung
| BVerwG, 27.12.2016 - 2 B 3.16 |
Volltextveröffentlichungen (10)
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- Bundesverwaltungsgericht
- rechtsinformationen.bund.de
Informationspflicht des Dienstherrn bei Dienstherrnwechsel; Dienstherrnwechsel gegen den Willen des betroffenen Beamten; Rechtsstellung nach Dienstherrnwechsel
- rechtsprechung-im-internet.de
§ 15 Abs 3 S 2 BeamtStG, Art 33 Abs 5 GG
Informationspflicht des Dienstherrn bei Dienstherrnwechsel; Dienstherrnwechsel gegen den Willen des betroffenen Beamten; Rechtsstellung nach Dienstherrnwechsel - Wolters Kluwer
Rechtmäßige Bemessung des Aufstiegs eines verbeamteten Lehrers nach Erfahrungsstufen
- ra.de
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Rechtmäßige Bemessung des Aufstiegs eines verbeamteten Lehrers nach Erfahrungsstufen
- datenbank.nwb.de
Informationspflicht des Dienstherrn bei Dienstherrnwechsel; Dienstherrnwechsel gegen den Willen des betroffenen Beamten; Rechtsstellung nach Dienstherrnwechsel
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- VG Mainz, 30.01.2015 - 4 K 690/14
- OVG Rheinland-Pfalz, 27.10.2015 - 2 A 10385/15
- BVerwG, 27.12.2016 - 2 B 3.16
Wird zitiert von ... (27) Zitiert selbst (16)
- BVerfG, 24.09.2007 - 2 BvR 1673/03
Verminderungen der Besoldungs- und Versorgungsanpassungen zur Bildung einer …
Auszug aus BVerwG, 27.12.2016 - 2 B 3.16
Der Gesetzgeber darf sie vielmehr kürzen, wenn dies aus sachlichen Gründen gerechtfertigt ist (vgl. BVerfG, Beschluss vom 24. September 2007 - 2 BvR 1673/03 u.a. - NVwZ 2008, 195 m.w.N.).Der Beamte hat auch keinen Anspruch darauf, dass die für die Bemessung der Bezüge maßgeblichen Regelungen, unter denen er in das Beamten- und Ruhestandsverhältnis eingetreten ist, unverändert erhalten bleiben (vgl. BVerfG, Beschluss vom 24. September 2007 - 2 BvR 1673/03 u.a. - NVwZ 2008, 195 m.w.N.).
- BVerwG, 11.02.1977 - VI C 105.74
Militärische Ausbildung - Studium - Ehemaliger Berufssoldat - Offizier auf Zeit - …
Auszug aus BVerwG, 27.12.2016 - 2 B 3.16
Rn. 10 Aufgrund der allgemeinen Fürsorgepflicht (§ 45 BeamtStG) ist der Dienstherr grundsätzlich nicht gehalten, seine Beamten generell und ohne Weiteres über sämtliche für ihre Rechtsstellung bedeutsamen Vorschriften zu belehren (BVerwG, Urteile vom 11. Februar 1977 - 6 C 105.74 - BVerwGE 52, 70 , vom 21. April 1982 - 6 C 34.79 - BVerwGE 65, 197 und vom 30. Januar 1997 - 2 C 10.96 - BVerwGE 104, 55 ).Als solche hat das Bundesverwaltungsgericht lediglich die ausdrückliche Bitte des Beamten um eine Auskunft, ferner den vom Dienstherrn erkannten oder erkennbaren Irrtum des Beamten in einem bedeutsamen Punkt sowie eine bestehende allgemeine Praxis, die Beamten über einschlägige Rechtsvorschriften zu belehren, anerkannt (BVerwG, Urteile vom 13. August 1973 - 6 C 26.70 - BVerwGE 44, 36 und vom 11. Februar 1977 - 6 C 105.74 - BVerwGE 52, 70 sowie Beschluss vom 6. März 2002 - 2 B 3.02 - Buchholz 232 § 79 BBG Nr. 120 S. 5).
- BVerfG, 05.05.2015 - 2 BvL 17/09
R 1-Besoldung der Jahre 2008 bis 2010 in Sachsen-Anhalt verfassungswidrig
Auszug aus BVerwG, 27.12.2016 - 2 B 3.16
Grundsätzlich hindert der Gleichheitssatz die Landesgesetzgeber aber nicht daran, von der Gesetzgebung anderer Länder abweichende Besoldungsregelungen zu treffen und dabei den unterschiedlichen wirtschaftlichen und finanziellen Verhältnissen der Länder Rechnung zu tragen (BVerfG, Urteil vom 5. Mai 2015 - 2 BvL 17/09 - BVerfGE 139, 64 Rn. 113).
- EuGH, 19.06.2014 - C-501/12
Specht u.a. - Vorabentscheidungsersuchen - Sozialpolitik - Richtlinie 2000/78/EG …
Auszug aus BVerwG, 27.12.2016 - 2 B 3.16
Diese Regelung ist wegen der mit der individuellen Feststellung von Vordienstzeiten verbundenen administrativen Schwierigkeiten unionsrechtlich nicht zu beanstanden (EuGH, Urteil vom 19. Juni 2014 - C-501/12 [ECLI:EU:C:2014:2005_1), Specht - NVwZ 2014, 1294 Rn. 78 ff.). - BVerwG, 30.01.1997 - 2 C 10.96
Abfindung einer Beamtin - Belehrung über befristete Rückzahlungsmöglichkeit bei …
Auszug aus BVerwG, 27.12.2016 - 2 B 3.16
Rn. 10 Aufgrund der allgemeinen Fürsorgepflicht (§ 45 BeamtStG) ist der Dienstherr grundsätzlich nicht gehalten, seine Beamten generell und ohne Weiteres über sämtliche für ihre Rechtsstellung bedeutsamen Vorschriften zu belehren (BVerwG, Urteile vom 11. Februar 1977 - 6 C 105.74 - BVerwGE 52, 70 , vom 21. April 1982 - 6 C 34.79 - BVerwGE 65, 197 und vom 30. Januar 1997 - 2 C 10.96 - BVerwGE 104, 55 ). - BVerwG, 30.10.2014 - 2 C 6.13
Besoldung; unmittelbare Altersdiskriminierung; Benachteiligungsverbot; …
Auszug aus BVerwG, 27.12.2016 - 2 B 3.16
Der Gesetzgeber musste das System der Beamtenbesoldung in Anknüpfung an die erreichten Dienstaltersstufen aufgeben, weil dieses - wegen der Diskriminierung jüngerer Beamter aufgrund ihres Lebensalters - unionsrechtswidrig ist (BVerwG, Urteil vom 30. Oktober 2014 - 2 C 6.13 - BVerwGE 150, 204 Rn. 30, 33). - BVerwG, 26.02.2015 - 2 C 1.14
Aussetzung des Verfahrens; analoge Anwendung; Übertritt eines Beamten kraft …
Auszug aus BVerwG, 27.12.2016 - 2 B 3.16
Vielmehr steht bereits der unfreiwillige Dienstherrnwechsel unter dem Vorbehalt, dass die beamtenrechtliche Rechtsstellung nur im Rahmen des Möglichen gewahrt bleiben muss und nur insoweit verändert und beeinträchtigt werden darf, als dies wegen der Umbildung und deren Folgen unumgänglich ist (…stRspr, BVerwG, Urteile vom 2. April 1981 - 2 C 35.78 - BVerwGE 62, 129 m.w.N., vom 28. April 2011 - 2 C 27.10 - Buchholz 240 § 46 BBesG Nr. 5 Rn. 30 …und vom 30. Januar 2014 - 2 C 27.12 - Buchholz 240 § 13 BBesG Nr. 6 Rn. 17 sowie Beschluss vom 26. Februar 2015 - 2 C 1.14 - Buchholz 11 Art. 91e GG Nr. 1 Rn. 23). - BVerfG, 17.12.2012 - 1 BvR 488/10
Nichtannahmebeschluss: Auswirkungen des Systemswechsels in der Zusatzversorgung …
Auszug aus BVerwG, 27.12.2016 - 2 B 3.16
Gesetzliche Stichtagsregelungen, die zwangsläufig für die von einer günstigen Regelung nicht mehr erfassten Personen Unbilligkeiten und Härten mit sich bringen, sind zulässig (BVerfG, Kammerbeschluss vom 17. Dezember 2012 - 1 BvR 488/10, 1 BvR 1047/10 - ZTR 2013, 668 Rn. 42 f. m.w.N.). - BVerwG, 21.04.1982 - 6 C 34.79
Antrag auf Umzugskostenvergütung - Beschränkung auf Teilleistungen - …
Auszug aus BVerwG, 27.12.2016 - 2 B 3.16
Rn. 10 Aufgrund der allgemeinen Fürsorgepflicht (§ 45 BeamtStG) ist der Dienstherr grundsätzlich nicht gehalten, seine Beamten generell und ohne Weiteres über sämtliche für ihre Rechtsstellung bedeutsamen Vorschriften zu belehren (BVerwG, Urteile vom 11. Februar 1977 - 6 C 105.74 - BVerwGE 52, 70 , vom 21. April 1982 - 6 C 34.79 - BVerwGE 65, 197 und vom 30. Januar 1997 - 2 C 10.96 - BVerwGE 104, 55 ). - BVerwG, 02.10.1961 - VIII B 78.61
Umfang der Darlegung der grundsätzlichen Bedeutung einer Rechtssache - …
Auszug aus BVerwG, 27.12.2016 - 2 B 3.16
Rn. 6 Grundsätzliche Bedeutung (§ 132 Abs. 2 Nr. 1 VwGO) hat eine Rechtssache nur dann, wenn sie eine - vom Beschwerdeführer zu bezeichnende - grundsätzliche, bisher höchstrichterlich nicht beantwortete Rechtsfrage aufwirft, die im Interesse der Einheitlichkeit der Rechtsprechung oder einer Weiterentwicklung des Rechts revisionsgerichtlicher Klärung bedarf und die für die Entscheidung des Revisionsgerichts erheblich sein wird (stRspr, BVerwG, Beschluss vom 2. Oktober 1961 - 8 B 78.61 - BVerwGE 13, 90 ). - BVerwG, 28.04.2011 - 2 C 27.10
Verwendungszulage; Zulage; vorübergehend vertretungsweise; Vakanzvertretung; …
- BVerwG, 13.08.1973 - VI C 26.70
Dienstunfall bei Teilnahme an einem Faustballspiel - Einladung zu einem Spiel als …
- BVerwG, 06.03.2002 - 2 B 3.02
Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision - Anforderungen an die …
- BVerwG, 30.01.2014 - 2 C 27.12
Ausgleichszulage; Besitzstandswahrung; dienstherrenübergreifende Versetzung; …
- BVerwG, 02.04.1981 - 2 C 35.78
Teilweiser Aufgabenübergang - Auswahl von Beamten - Amt im funktionellen Sinne - …
- BVerwG, 29.06.2016 - 2 B 118.15
Hinweispflicht des Dienstherrn bei möglichen Auswirkungen der Bewilligung von …
- BVerwG, 15.12.2021 - 2 C 9.21
Kein Disziplinarmaßnahmeverbot wegen Zeitablaufs während einer mangelbehafteten …
Eine Ausnahme gilt jedoch für den Fall eines vom Dienstherrn erkannten oder erkennbaren Irrtums des Beamten in einem bedeutsamen Punkt (BVerwG, Urteile vom 13. August 1973 - 6 C 26.70 - BVerwGE 44, 36 und vom 11. Februar 1977 - 6 C 105.74 - BVerwGE 52, 70 sowie Beschlüsse vom 6. März 2002 - 2 B 3.02 - Buchholz 232 § 79 BBG Nr. 120 S. 5 und vom 27. Dezember 2016 - 2 B 3.16 - Rn. 10). - VG Stuttgart, 19.05.2026 - 10 K 1372/24
Materiellrechtliche Ausschlussfrist bei Antrag auf Gewährung pauschaler Beihilfe; …
Eine solche Hinweispflicht besteht nur, wenn diese gesetzlich ausdrücklich angeordnet ist (vgl. BVerwG, Beschluss vom 27.12.2016 - 2 B 3.16 -, juris, Rn. 9).Demgemäß gebietet ihm die Fürsorgepflicht grundsätzlich auch nicht, seine Beamten von sich aus auf für sie etwa in Betracht kommende Möglichkeiten einer Antragstellung aufmerksam zu machen (vgl. BVerwG…, Urteil vom 30.01.1997 - 2 C 10.96 -, juris, Rn. 16;… Beschluss vom 06.03.2002 - 2 B 3.02 -, Rn. 5, juris;… Urteil vom 15.06.2006 - 2 C 14.05 -, juris, Rn. 28; Beschluss vom 27.12.2016 - 2 B 3.16 -, juris, Rn. 10).
Als solche hat das Bundesverwaltungsgericht lediglich die ausdrückliche Bitte des Beamten um eine Auskunft, ferner den vom Dienstherrn erkannten oder erkennbaren Irrtum des Beamten in einem bedeutsamen Punkt sowie eine bestehende allgemeine Praxis, die Beamten über einschlägige Rechtsvorschriften zu belehren, anerkannt (vgl. BVerwG, Beschluss vom 27.12.2016 - 2 B 3.16 -, juris, Rn. 10 m. w. N.).
- VGH Hessen, 25.01.2022 - 1 A 1749/18
Ausschlussfrist für die Beantragung von Beihilfeleistungen
Der Dienstherr ist grundsätzlich aufgrund der allgemeinen Fürsorgepflicht nicht gehalten, seine Beamten generell und ohne Weiteres auf sämtliche für ihre Rechtsstellung bedeutsamen Vorschriften hinzuweisen (vgl. BVerwG, Beschluss vom 27. Dezember 2016 - 2 B 3/16 -, juris Rn.10).Nur in eng begrenzten Ausnahmefällen, etwa bei einem Auskunftsersuchen oder einem erkennbaren Irrtum des Beihilfeberechtigten (vgl. hierzu BVerwG, Beschluss vom 27. Dezember 2016 - 2 B 3/16 -, juris Rn.10), gilt anderes.
- OVG Saarland, 16.03.2022 - 1 A 34/21
Rückforderung überzahlter Versorgungsbezüge nach Versorgungsausgleich
Dem Dienstherrn obliegt keine aus der beamtenrechtlichen Fürsorgepflicht abzuleitende allgemeine Pflicht zur Belehrung über alle für den Beamten einschlägigen Rechtsvorschriften; demgemäß gebietet es die Fürsorgepflicht grundsätzlich nicht, dass der Dienstherr seine Beamten von sich aus auf die Möglichkeit eines für sie in Betracht kommenden Antrags aufmerksam macht (Anschluss BVerwG, u.a. Urteil vom 27.12.2016 - 2 B 3.16 -, juris Rz. 9 f., m.w.N.).Dies vorausgeschickt hat das Verwaltungsgericht zutreffend ausgeführt, dass nach ständiger Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts[vgl. u.a. Urteile vom 30.1.1997 - 2 C 10.96 -, juris Rz. 16 ff., und vom 7.4.2005 - 2 C 5.04 -, juris Rz. 59, sowie Beschlüsse vom 6.3.2002 - 2 B 3.02 -, juris Rz. 5, und vom 27.12.2016 - 2 B 3.16 -, juris Rz. 9 f., je m.w.N.; darüber hinaus können sich Hinweispflichten des Dienstherrn aus gesetzlicher Anordnung ergeben, wie z.B. aus § 83 Abs. 7 SBG, vgl. hierzu Urteil des Senats vom 23.9.2015 - 1 A 219/14 -, nachgehend BVerwG, Beschluss vom 29.6.2016 - 2 B 118.15 -, beide juris][vgl. u.a. Urteile vom 30.1.1997 - 2 C 10.96 -, juris Rz. 16 ff., und vom 7.4.2005 - 2 C 5.04 -, juris Rz. 59, sowie Beschlüsse vom 6.3.2002 - 2 B 3.02 -, juris Rz. 5, und vom 27.12.2016 - 2 B 3.16 -, juris Rz. 9 f., je m.w.N.; darüber hinaus können sich Hinweispflichten des Dienstherrn aus gesetzlicher Anordnung ergeben, wie z.B. aus § 83 Abs. 7 SBG, vgl. hierzu Urteil des Senats vom 23.9.2015 - 1 A 219/14 -, nachgehend BVerwG, Beschluss vom 29.6.2016 - 2 B 118.15 -, beide juris] dem Dienstherrn keine aus der beamtenrechtlichen Fürsorgepflicht (§ 45 BeamtStG bzw. § 78 BBG) abzuleitende allgemeine Pflicht zur Belehrung über alle für den Beamten einschlägigen Rechtsvorschriften obliegt, und es die Fürsorgepflicht demgemäß grundsätzlich nicht gebietet, dass der Dienstherr seine Beamten von sich aus auf die Möglichkeit eines für sie in Betracht kommenden Antrags aufmerksam macht.
- OVG Saarland, 24.10.2025 - 1 A 190/24
Kürzung der laufenden Versorgung auf Grund des Versorgungsausgleichs - …
Rn. 20 In der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts[vgl. u.a. Beschlüsse vom 27.12.2016, 2 B 3.16, juris Rn. 9, und vom 29.06.2016, 2 B 118.15, juris Rn. 11][vgl. u.a. Beschlüsse vom 27.12.2016, 2 B 3.16, juris Rn. 9, und vom 29.06.2016, 2 B 118.15, juris Rn. 11] ist geklärt, dass der Dienstherr nicht generell verpflichtet ist, die Beamten auf die für ihre Rechtsstellung wesentlichen Regelungen hinzuweisen.Als solche hat das Bundesverwaltungsgericht indes lediglich die ausdrückliche Bitte des Beamten um eine Auskunft, ferner den vom Dienstherrn erkannten oder erkennbaren Irrtum des Beamten in einem bedeutsamen Punkt sowie eine bestehende allgemeine Praxis, die Beamten über einschlägige Rechtsvorschriften zu belehren, anerkannt.[vgl. BVerwG, Urteil vom 07.04.2005, 2 C 5.04, juris Rn. 59, sowie Beschluss vom27.12.2016, 2 B 3.16, juris Rn. 10, m.w.N.; ferner Urteil des Senats vom 16.03.2022, 1 A 34/21, juris Rn.27][vgl. BVerwG, Urteil vom 07.04.2005, 2 C 5.04, juris Rn. 59, sowie Beschluss vom27.12.2016, 2 B 3.16, juris Rn. 10, m.w.N.; ferner Urteil des Senats vom 16.03.2022, 1 A 34/21, juris Rn.27] Keinen dieser eine Belehrungs- bzw. Informationspflicht des Beklagten begründenden Umstände hat das Zulassungsvorbringen aufzuzeigen vermocht.
Abweichend von diesem Grundsatz können lediglich besondere Fallgestaltungen eine Belehrungspflicht auslösen, etwa die ausdrückliche Bitte des Beamten um eine Auskunft, der vom Dienstherrn erkannte oder erkennbare Irrtum des Beamten in einem bedeutsamen Punkt sowie die bestehende allgemeine Praxis, die Beamten über einschlägige Rechtsvorschriften zu belehren.[Vgl. BVerwG, u. a. Beschlüsse vom 27.12.2016, 2 B 3.16, juris Rn.10, sowie vom 06.03.2002, 2 B 3.02, juris Rn. 5][Vgl. BVerwG, u. a. Beschlüsse vom 27.12.2016, 2 B 3.16, juris Rn.10, sowie vom 06.03.2002, 2 B 3.02, juris Rn. 5] Die vom Bundesverwaltungsgericht insoweit aufgezeigten Grenzen der Fürsorgepflicht gelten in gleichem Maße auch für die Belehrung über die Möglichkeit eines Antrages auf Aussetzung der Kürzung der Versorgungsbezüge nach Maßgabe des § 35 VersAusglG.
- OVG Berlin-Brandenburg, 20.02.2026 - 4 N 56.23
Beamter auf Probe; fehlende gesundheitliche Eignung; Adipositas; …
Dies korrespondiert auch damit, dass dem Dienstherrn grundsätzlich keine allgemeine Pflicht zur Belehrung seiner Bediensteten über die für sie einschlägigen Vorschriften, den Ablauf von Fristen, den Anforderungen an die inhaltliche Begründung eines Antrags, oder die ihnen zustehenden Ansprüche obliegt (BVerwG…, Urteil vom 21. April 1982 - 6 C 34.79 - juris Rn. 9;… Urteil vom 17. September 2015 - 2 C 26.14 - juris Rn. 53;… Beschluss vom 28. Januar 2016 - 2 B 13.15 - juris Rn. 7; Beschluss vom 27. Dezember 2016 - 2 B 3.16 - juris Rn. 10 jeweils m.w.N.).Etwas anderes gilt erst im Rahmen besonderer Fallkonstellationen, etwa wenn sich der Beamte in einem erkennbaren Irrtum über einen bedeutsamen Punkt befindet (vgl. BVerwG, Beschluss vom 27. Dezember 2016 - 2 B 3.16 - juris Rn. 10).
- VG Minden, 22.04.2021 - 12 K 1478/18 Rn. 81 Vgl. BVerwG, Urteil vom 30. Januar 1997 - 2 C 10.96 -, juris Rn. 16, vom 29. Oktober 1992 - 2 C 19.90 -, juris Rn. 20, vom 21. April 1982 - 6 C 34.79 -, juris Rn. 24, Beschluss vom 27. Dezember 2016 - 2 B 3.16 -, juris Rn. 10; OVG NRW, Urteil vom 19. November 2004 - 6 A 2992/01 -, juris Rn. 48, Beschluss vom 13. November 2003 - 6 A 798/03 -, juris Rn. 7, und vom 7. Januar 2020 - 1 A 1379/18 -, juris Rn. 30.
Rn. 85 Vgl. BVerwG, Urteile vom 13. August 1973 - 6 C 26.70 -, juris Rn. 41; vom 11. Februar 1977 - 6 C 105.74 -, juris Rn. 3, und vom 30. Januar 1997 - 2 C 10.96 -, juris Rn. 16; Beschluss vom 27. Dezember 2016 - 2 B 3.16 -, juris Rn. 10.
- VG Minden, 22.04.2021 - 12 K 1792/18 Rn. 78 Vgl. BVerwG, Urteil vom 30. Januar 1997 - 2 C 10.96 -, juris Rn. 16, vom 29. Oktober 1992 - 2 C 19.90 -, juris Rn. 20, vom 21. April 1982 - 6 C 34.79 -, juris Rn. 24, Beschluss vom 27. Dezember 2016 - 2 B 3.16 -, juris Rn. 10; OVG NRW, Urteil vom 19. November 2004 - 6 A 2992/01 -, juris Rn. 48, Beschluss vom 13. November 2003 - 6 A 798/03 -, juris Rn. 7, und vom 7. Januar 2020 - 1 A 1379/18 -, juris Rn. 30.
Rn. 82 Vgl. BVerwG, Urteile vom 13. August 1973 - 6 C 26.70 -, juris Rn. 41; vom 11. G. 1977 - 6 C 105.74 -, juris Rn. 3, und vom 30. Januar 1997 - 2 C 10.96 -, juris Rn. 16; Beschluss vom 27. Dezember 2016 - 2 B 3.16 -, juris Rn. 10.
- VG Hamburg, 15.07.2025 - 14 B 7092/21
Einwand der unzureichenden Beamtenbesoldung muss grundsätzlich zeitnah geltend …
Rn. 162 Aufgrund der allgemeinen Fürsorgepflicht ist die Dienstherrin grundsätzlich nicht gehalten, ihre Beamten generell und ohne Weiteres über sämtliche für ihre Rechtsstellung bedeutsamen Vorschriften zu belehren (BVerwG, Beschl. v. 27.12.2016, 2 B 3/16, juris Rn. 10 m.w.N.;… vgl. dazu BVerwG, Beschl. v. 6.3.2002, 2 B 3/02, juris Rn. 5).Abweichend von diesem Grundsatz können nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts zwar besondere Fallgestaltungen - namentlich die ausdrückliche Bitte des Beamten um eine Auskunft, ferner der von der Dienstherrin erkannte oder erkennbare Irrtum des Beamten in einem bedeutsamen Punkt sowie eine bestehende allgemeine Belehrungspraxis - eine Belehrungspflicht auslösen (BVerwG, Beschl. v. 27.12.2016, 2 B 3/16, juris Rn. 10).
- VG Minden, 22.04.2021 - 12 K 1335/18 Rn. 80 Vgl. BVerwG, Urteil vom 30. Januar 1997 - 2 C 10.96 -, juris Rn. 16, vom 29. Oktober 1992 - 2 C 19.90 -, juris Rn. 20, vom 21. April 1982 - 6 C 34.79 -, juris Rn. 24, Beschluss vom 27. Dezember 2016 - 2 B 3.16 -, juris Rn. 10; OVG NRW, Urteil vom 19. November 2004 - 6 A 2992/01 -, juris Rn. 48, Beschluss vom 13. November 2003 - 6 A 798/03 -, juris Rn. 7, und vom 7. Januar 2020 - 1 A 1379/18 -, juris Rn. 30.
Rn. 84 Vgl. BVerwG, Urteile vom 13. August 1973 - 6 C 26.70 -, juris Rn. 41; vom 11. Februar 1977 - 6 C 105.74 -, juris Rn. 3, und vom 30. Januar 1997 - 2 C 10.96 -, juris Rn. 16; Beschluss vom 27. Dezember 2016 - 2 B 3.16 -, juris Rn. 10.
- VG Kassel, 08.04.2020 - 1 K 1016/19
Beamtenrechtlicher Schadensersatzanspruch nach Versetzung in den Ruhestand
- VG Hamburg, 15.07.2025 - 14 B 18/25
Einwand der unzureichenden Beamtenbesoldung muss grundsätzlich zeitnah geltend …
- VG Minden, 22.04.2021 - 12 K 2351/18
- VG Hamburg, 15.07.2025 - 14 B 7092/25
- OVG Saarland, 07.02.2018 - 1 A 517/16
Beamtenrechtliche Versorgung und Nachteilsausgleich nach unfreiwilligem …
- VG Gelsenkirchen, 10.12.2021 - 3 K 3565/18
Dienstrechtsanpassungsgesetz, Stufenzuordnung, Erfahrungsstufe, …
- VG Saarlouis, 15.12.2020 - 2 K 1019/18
Rückforderung überzahlter Versorgungsbezüge nach Wegfall des …
- OVG Niedersachsen, 28.01.2026 - 5 LC 61/23
Kein Zahlungsanspruch auf höhere Besoldung des Beamten während des …
- VG Frankfurt/Oder, 02.05.2022 - 2 K 8/20
- VG Augsburg, 12.03.2018 - Au 2 K 17.162
Festsetzung von Versorgungsbezügen
- VG Magdeburg, 26.10.2017 - 8 A 213/16
Verjährung von Anträgen nach AGG § 15 Abs 4 wegen Altersdiskriminierung
- VG Magdeburg, 17.01.2018 - 8 A 289/16
Beamter; diskriminierenden Besoldung nach dem Lebensalter; Ablauf der …
- VG Berlin, 05.09.2017 - 28 K 600.17
Anspruch eines Polizeibeamten auf Unfallruhegehalt; Geltendmachung einer aufgrund …
- VG Magdeburg, 26.10.2017 - 8 A 387/16
Entschädigung einer Bundesbeamtin wegen altersdiskriminierender Besoldung
- VG Magdeburg, 26.10.2017 - 8 A 209/16
Fristen für Anträge auf Entschädigung wegen einer altersdiskriminierenden …
- VGH Bayern, 04.04.2019 - 3 ZB 17.2484
Kein Anspruch auf Schadensersatz in Form einer Ausgleichszahlung bei Ausübung …
- VG Berlin, 07.07.2021 - 26 K 248.20
Beihilfe zu krankheitsbedingten Aufwendungen, Frist für Antragstellung
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