Rechtsprechung
   BVerfG, 27.05.2008 - 1 BvL 10/05   

Volltextveröffentlichungen (9)

  • Bundesverfassungsgericht
  • Jurion

    Anspruch auf rechtliche Anerkennung der Gruppe der Mann-zu-Frau-Transsexuellen zur Linderung ihres psychischen Leidensdrucks; Operativer Eingriff in die äußeren Geschlechtsmerkmale eines verheirateten Transsexuellen als Indiz für die Vermutung des Scheiterns der Ehe; Einordnung der Darlegungen zur Zerrüttung der Ehe i.F.d. Anerkennung des Anspruches eines Transsexuellen auf Anerkennung seiner neuen Geschlechtszugehörigkeit trotz beiderseitigem Fortsetzungswillen als Prozessbetrug; Gleichstellung einer Ehe mit Heterosexuellen Partnern mit der Ehe einer während der Ehezeit umoperierten Transsexuellen bei Willen beider Ehepartner zur Fortsetzung der Ehe; Anforderung der vorherigen Ehescheidung zur Anerkennung der Änderung des Personenstands als ungerechtfertigte Ungleichbehandlung mit unverheirateten Transsexuellen

  • ra-arnst.de

    Transsexuellengesetz

    Verfassungswidrigkeit des § 8 Abs 1 Nr 2 TSG: Erfordernis der Ehelosigkeit als Voraussetzung für die Feststellung und rechtliche Anerkennung des durch operativen Eingriff geänderten Geschlechts eines verheirateten Transsexuellen mit dem Recht auf Anerk

  • Juristenzeitung(kostenpflichtig)

    Personenstandsrechtliche Anerkennung verheirateter Transsexueller

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Personenstandsänderung eines verheirateten Transsexuellen nach geschlechtsändernder Operation

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse (7)

  • Bundesverfassungsgericht (Pressemitteilung)

    § 8 Abs. 1 Nr. 2 Transsexuellengesetz verfassungswidrig

  • ferner-alsdorf.de (Kurzinformation und Auszüge)

    § 8 Abs. 1 Nr. 2 Transsexuellengesetz verfassungswidrig

  • faz.net (Pressebericht, 13.08.2008)

    Transsexuelle in der Ehe: Das soll der Staat nicht trennen

  • jurawelt.com (Pressemitteilung)

    Transsexuellengesetz verfassungswidrig

  • juraforum.de (Kurzinformation)

    Transsexuelle können nach Geschlechtsumwandlung verheiratet bleiben

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Die gleichgeschlechtliche Ehe ...

  • 123recht.net (Pressemeldung, 23.7.2008)

    Transsexuelle dürfen nach Geschlechtsumwandlung verheiratet bleiben // Lesben- und Schwulenverband begrüßt Karlsruher Entscheidung

Besprechungen u.ä. (2)

  • zjs-online.com PDF (Entscheidungsbesprechung)

    § 8 Abs. 1 Nr. 2 TSG; § 173 Abs. 2 Satz 2 StGB
    Sexuelle Selbstbestimmung und ihre Grenzen (Prof. Dr. Matthias Cornils, Mainz; ZJS 2009, 85)

  • streit-fem.de PDF (Kurzanmerkung)

    Die gleichgeschlechtliche Ehe

Sonstiges (2)

  • Jurion (Literaturhinweis: Entscheidungsbesprechung)

    Zusammenfassung von "Anmerkung zum Beschluss des BVerfG vom 27.05.2008, Az.: 1 BvL 10/05 (Transsexuellengesetz)" von RegDir Dr. Stephan Stüber, original erschienen in: JZ 2009, 49 - 52.

  • Jurion (Literaturhinweis: Entscheidungsbesprechung)

    Kurznachricht zu "Anmerkung zum Beschluss es BVerfG vom 27.5.2008, Az.: 1 BvL 10/05 (§ 8 Abs. 1 Nr. 2 TSG ist verfassungswidrig)" von RA Georg Rixe, FAFamR, original erschienen in: FF 2008, 451 - 452.

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Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • BVerfGE 121, 175
  • NJW 2008, 3117
  • MDR 2008, 1102
  • FGPrax 2008, 200 (Ls.)
  • FamRZ 2008, 1593
  • DVBl 2008, 1116



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Wird zitiert von ... (11)  

  • BGH, 10.12.2014 - XII ZB 463/13  

    Anerkennung einer kalifornischen Gerichtsentscheidung zur Leihmutterschaft

    Nur in Ausnahmefällen kann eine Elternschaft gleichgeschlechtlicher Personen kraft Abstammung bestehen (vgl. BVerfG FamRZ 2008, 1593 sowie OLG Köln FamRZ 2010, 741, jeweils zur Transsexualität).
  • BVerfG, 22.10.2014 - 2 BvR 661/12  

    Vertraglich vereinbarte Loyalitätsobliegenheiten in kirchlichen

    Zum Gehalt der Ehe, wie er sich ungeachtet des gesellschaftlichen Wandels und der damit einhergehenden Änderungen ihrer rechtlichen Gestaltung bewahrt und durch das Grundgesetz seine Prägung bekommen hat, gehört, dass sie die Vereinigung eines Mannes mit einer Frau zu einer auf Dauer angelegten Lebensgemeinschaft ist, begründet auf freiem Entschluss unter Mitwirkung des Staates (vgl. BVerfGE 10, 59 ; 29, 166 ; 62, 323 ; 105, 313 ; 115, 1 ; 121, 175 ; 131, 239 ), in der Mann und Frau in gleichberechtigter Partnerschaft zueinander stehen (vgl. BVerfGE 37, 217 ; 103, 89 ; 105, 313 ) und über die Ausgestaltung ihres Zusammenlebens frei entscheiden können (vgl. BVerfGE 39, 169 ; 48, 327 ; 66, 84 ; 105, 313 ).
  • BVerfG, 11.01.2011 - 1 BvR 3295/07  

    Lebenspartnerschaft von Transsexuellen

    Art. 2 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 GG schützt mit der engeren persönlichen Lebenssphäre auch den intimen Sexualbereich des Menschen, der die sexuelle Selbstbestimmung und damit auch das Finden und Erkennen der eigenen geschlechtlichen Identität sowie der eigenen sexuellen Orientierung umfasst (vgl. BVerfGE 115, 1 ; 121, 175 ).

    Die ausschließlich am rechtlich zugewiesenen Geschlecht ausgerichtete Unterscheidung der beiden vom Gesetzgeber eröffneten Möglichkeiten für Paare, sich rechtlich zu binden, ist verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden (vgl. BVerfGE 115, 1 ; 121, 175 ).

    Die Realisierung des Rechts auf sexuelle Selbstbestimmung aus Art. 2 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 GG wird damit von der Preisgabe des Rechts auf körperliche Unversehrtheit abhängig gemacht, ohne dass Gründe von hinreichendem Gewicht vorliegen, die die hierdurch bei den betroffenen Transsexuellen entstehenden Grundrechtsbeeinträchtigungen rechtfertigen könnten (vgl. BVerfGE 121, 175 ).

  • LSG Sachsen, 04.01.2017 - L 3 AS 1222/15  

    Anspruch auf höhere Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhaltes nach dem SGB

    Vielmehr hänge sie wesentlich auch von der psychischen Konstitution eines Menschen und seiner nachhaltig selbst empfundenen Geschlechtlichkeit ab (vgl. BVerfG, Beschluss vom 6. Dezember 2005 - 1 BvL 3/03 [Transsexuellengesetz, Vornamensänderung, Namensänderung, Transsexueller, Geschlechtsumwandlung] - BVerfGE 115, 1 [15] = FamRZ 2006, 182 [184] = juris Rdnr. 49; vgl. auch BVerfG, Beschluss vom 27. Mai 2008 - 1 BvL 10/05 [Transsexuellengesetz] - BVerfGE 121, 175 [190] = NJW 2008, 3117 [3117] = juris Rdnr. 38; BVerfG, Beschluss vom 11. Januar 2011 - 1 BvR 3295/07 [Transsexuellengesetz] - BVerfGE 128, 109 [124 ] = NJW 2011, 909 [910] = juris Rdnr. 56).

    Im Beschluss vom 27. Mai 2008 hat sich das Bundessozialgericht mit Rechtsfragen in Bezug auf die Ehe und die zwischen den Ehegatten bestehende Verantwortungsgemeinschaft befasst, die auftreten, wenn sich ein verheirateter Transsexueller während der Ehe geschlechtsändernden Operationen unterzieht (vgl. BVerfG, Beschluss vom 27. Mai 2008, a. a. O, BVerfGE 121, 175 ff. = NJW 2008, 3117 ff.; zur Frage der Auflösung eines Eingetragenen Lebenspartnerschaft, wenn ein Partner seine Geschlechtszugehörigkeit und seinen Vornamen ändert und beide Partner sodann eine Ehe schließen: OLG Nürnberg, Beschluss vom 21. September 2015 - 11 W 1334/15 - NJW 2016, 255 ff. = FamRZ 2016 154 ff.; vgl. hierzu auch D. Kaiser, in: Erman, BGB [14. Aufl., 2014] § 1 LPartG Rdnr. 1, m. w. N.; Schausten, in: Herberger/Martinek/Rüßmann/Weth, jurisPK-BGB Bd. 4 [8. Aufl., 2017], § 1 LPartG Rdnr. 5).

  • VerfGH Rheinland-Pfalz, 15.12.2014 - VGH O 22/14  

    Keine Verletzung von Rechten der Piratenpartei (Landesverband Rheinland-Pfalz)

    In Bezug auf solche Mitglieder, denen aus individuell-persönlichen Gründen eine Geschlechtsangabe schlechterdings unmöglich ist, hat der Verfassungsgerichtshof bereits in seinen Beschlüssen vom 4. April 2014 und vom 13. Juni 2014 ausgeführt, dass die Regelungen des Kommunalwahlgesetzes im Hinblick auf das verfassungsrechtlich geschützte Recht auf Anerkennung der selbstbestimmten geschlechtlichen Identität (vgl. zu diesem BVerfG, Beschluss vom 27. Mai 2008 - 1 BvL 10/05 -, BVerfGE 121, 175) auch Spielraum für die Berücksichtigung besonderer Einzelfälle lassen, in denen ein biologisches Geschlecht eines Wahlbewerbers aus vorrangigen Gründen nicht angegeben werden kann (vgl. VerfGH RP, Beschluss vom 13. Juni 2014 - VGH N 14/14, VGH B 16/14 -, juris, Rn. 85).
  • LG Berlin, 21.01.2008 - 84 T 380/07  

    Personenstand: Eheschließung durch die Partner einer eingetragenen

    Die Beteiligte zu 1.) hat angeregt, das Verfahren im Hinblick auf das beim Bundesverfassungsgericht anhängige Verfahren 1 BvL 10/05 auszusetzen, in welchem das Gericht darüber entscheiden werde, ob § 8 Abs. 1 Nr. 2 Transsexuellengesetz (TSG), wonach die personenstandsrechtliche Änderung der Geschlechtszugehörigkeit nur möglich ist, wenn der Betroffene nicht verheiratet ist, mit Art. 1 Abs. 1, Art. 2 Abs. 1, Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 GG vereinbar ist, wenn bei einem verheirateten Transsexuellen die Voraussetzungen für eine Ehescheidung nicht vorliegen.

    Eine Aussetzung des Verfahrens wegen des vor dem Bundesverfassungsgericht anhängigen Verfahrens 1 BvL 10/05 sei nicht angezeigt, da diesem Verfahren ein anderer Sachverhalt zu Grunde liege.

    Zutreffend hat das Amtsgericht das Verfahren auch nicht im Hinblick auf das beim Bundesverfassungsgericht anhängige Verfahren 1 BvL 10/05 ausgesetzt.

  • OLG Köln, 05.07.2010 - 16 Wx 64/10  

    Eintragung einer im Ausland geschlossenen gleichgeschlechtlichen Ehe in das

    Das Institut der Ehe setzt nach deutscher Auffassung als unantastbaren Ordnungskern voraus, dass die Partner verschiedenen Geschlechts sind (statt aller BVerfG, NJW 2008, 3117 Rn 45; Staudinger/ Mankowski , BGB; Neubearbeitung 2004, Art. 13 EGBGB Rn 178 m.w.Nachw.).

    Auch aus der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 27.5.2008 (NJW 2008, 3117) zur Verfassungswidrigkeit von § 8 Abs. 1 Nr. 2 TSG lässt sich die generelle Zulässigkeit gleichgeschlechtlicher Ehen nicht herleiten.

  • OLG Nürnberg, 21.09.2015 - 11 W 1334/15  

    Erlöschen der Lebenspartnerschaft durch Eheschließung nach Geschlechtsumwandlung

    Der Senat schließt sich im Ergebnis der Auffassung von Kissner an, der unter Hinweis auf die Entscheidung des BVerfG vom 27. Mai 2008 (StAZ 2008, 312/315) zu § 8 TSG die Auffassung vertritt, es sei den Betroffenen nicht zumutbar, ein förmliches Verfahren auf Aufhebung ihrer Partnerschaft nach § 15 LPartG zu betreiben.
  • KG, 14.10.2014 - 1 W 554/13  

    Ehe von Personen gleichen Geschlechts nach niederländischem Recht: Bestimmung

    Ehe bedeutet im Einführungsgesetz zum Bürgerlichen Gesetzbuch, im Bürgerlichen Gesetzbuch und im Personenstandsgesetz - wie auch in Art. 6 Abs. 1 GG (BVerfG, NJW 2002, 2543, 2547 f.; 2008, 3117, 3118) - eine rechtliche Verbindung zwischen einem Mann und einer Frau, während der Begriff der Lebenspartnerschaft auf eine gleichgeschlechtliche Personenkonstellation verweist (vgl. zu Art. 17b EGBGB Senat, StAZ 2011, 181; OLG Zweibrücken, NJW-RR 2011, 1156, OLG München, FGPrax 2011, 249).
  • KG, 03.01.2012 - 1 VA 12/11  

    Ehefähigkeitszeugnis: Registrierte Partnerschaft als Ehehindernis nach

    Die Abweichung des niederländischen von dem deutschen Recht beruht darauf, dass sowohl Ehe als auch registrierte Partnerschaft unabhängig vom Geschlecht der Eheleute bzw. Partner geschlossen werden können, Art. 30 Abs. 1 und 80a Abs. 1 BW, während in Deutschland nur Personen verschiedenen Geschlechts die Ehe eingehen (vgl. BVerfG, NJW 2008, 3117, 3118) bzw. nur Personen des gleichen Geschlechts eine Lebenspartnerschaft begründen können, § 1 Abs. 1 S. 1 LPartG.
  • VG Berlin, 15.06.2010 - 23 A 242.08  

    Kanadische Ehe zwischen Männern ist im Melderegister als Lebenspartnerschaft

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