Rechtsprechung
| OLG Düsseldorf, 25.11.2025 - III-1 ORs 24/25 |
Volltextveröffentlichungen (4)
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Voraussetzung der Verurteilung wegen Volksverhetzung i.R.e. gerichteten Parole unmittelbar ausschließlich gegen den Staat Israel (hier: "From the river to the sea Palestine will be free"); Tatbestand der friedensstörenden Hetze; Parole als ein Kennzeichen der Hamas
Kurzfassungen/Presse
- lto.de (Pressebericht, 10.02.2026)
"From the River to the Sea" strafbar
Wird zitiert von ... Zitiert selbst (35)
- VGH Hessen, 22.03.2024 - 8 B 560/24
Rechtmäßigkeit einer versammlungsrechtlichen Beschränkung betreffend eine …
Auszug aus OLG Düsseldorf, 25.11.2025 - 1 ORs 24/25
Dies ist bei der von der Angeklagten im Rahmen der Demonstration skandierten Parole, die sich unmittelbar ausschließlich gegen den Staat Israel richtet und sich nur mittelbar auf in Deutschland lebende Juden auswirkt, nicht der Fall (vgl. Fischer, Ist Jubel über Terror strafbar?, in: Legal Tribune Online, 16. Oktober 2023; abrufbar unter https://www.lto.de/recht/meinung/m/frage-fische-jubel-terror-hamas, Schiemann, Bekämpfung von Antisemitismus, Terror, Hass und Hetze, in: ZRP 2024, 244;… Hippeli, a.a.O., 1536;… nach summarischer Prüfung im verwaltungsgerichtlichen Eilverfahren: OVG NRW, a.a.O.; Hessischer VGH, Beschluss vom 22. März 2024, 8 B 560/24; VG Bremen, Beschluss vom 29. April 2024, 5 V 1013/24; jeweils zitiert nach juris).Rn. 35 bb) Die rechtliche Bewertung des Amtsgerichts, dass es sich bei der verfahrensgegenständlichen Parole um ein tatbestandsmäßiges Kennzeichen der Hamas im Sinne des § 86a Abs. 1, 2 StGB handelt (so auch Landgericht Berlin I, Urteil vom 8. November 2024, 502 KLs 21/24, BeckRS 2024, 30717; jeweils nach summarischer Prüfung im verwaltungsgerichtlichen Eilverfahren: VGH Baden-Württemberg, Beschluss vom 21. Juni 2024, 14 S 956/24; Sächsisches OVG, Beschluss vom 27. Juli 2024, 1 B 116/24; VG Berlin, Beschluss vom 9. Juli 2024, 1 L 261/24; OVG Bremen, Beschluss vom 30. April 2024, 1 B 163/24; ablehnend Landgericht Mannheim, Beschluss vom 29. Mai 2024, 5 Qs 42/23; Amtsgericht Hamburg, Urteil vom 24. Juli 2024, 245 Cs 90/24; jeweils zitiert nach juris; ablehnend nach summarischer Prüfung im verwaltungsgerichtlichen Eilverfahren: Hessischer VGH, Beschluss vom 22. März 2024, 8 B 560/24; jeweils zitiert nach juris; differenzierend: Bayerischer VGH, Beschluss vom 26. Juni 2024, 10 Cs 24.1062, zitiert nach juris; offen gelassen: OVG NRW, Beschluss vom 21. November 24, 15 B 1300/25, jeweils zitiert nach juris) ist auch aus der Sicht des Senats zutreffend.
Ob das öffentliche Zeigen der Parole "From the river to the sea, Palestine will be free" ein Billigen in diesem Sinne darstellt, ist durch Auslegung zu ermitteln, bei der folgende Grundsätze gelten (vgl. VGH Kassel, Beschluss vom 22. März 2024, 8 B 560/24, zitiert nach juris m.w.N.):.
Rn. 58 Die Feststellung des Amtsgerichts, dass die plakative Äußerung der verfahrensgegenständlichen Parole durch die Angeklagte im Rahmen der pro-palästinensischen Versammlung vom 4. November 2023 nach dem zeitlichen und situativen Kontext und der konkreten Verwendungsform des Kennzeichens der Hamas ausschließlich als eine Billigung der von der Hamas am 7. Oktober 2023 begangenen Verbrechen auszudeuten ist (so auch Amtsgericht Berlin-Tiergarten, Urteil vom 6. August 2024, 261b Cs 1037/24; Amtsgericht Berlin-Tiergarten, Urteil vom 28. Oktober 2024, 426 Ds 1053/24; Landgericht München I, Beschluss vom 3. Januar 2024, 29 Qs 27/23, jeweils zitiert nach juris;… Fischer, in: Legal Tribune Online, a.a.O.; Peter/Janz: Israelfeindliche Versammlungen, Bauerndemos, das Z-Symbol und mehr, in: GSZ 2024, 125; nach summarischer Prüfung im verwaltungsgerichtlichen Eilverfahren ablehnend: VGH Kassel, Beschluss vom 22. März 2024, 8 B 560/24; OVG Bremen, Beschluss vom 30. April 2024, 1 B 163/24; jeweils zitiert nach juris; offen gelassen: OVG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 21. November 2025, 15 B 1300/25, zitiert nach juris) hat auch nach dem vorstehend genannten strengen Maßstab Bestand.
- OVG Nordrhein-Westfalen, 21.11.2025 - 15 B 1300/25
Bestreiten des Existenzrechts des Staates Israel darf nicht generell untersagt …
Auszug aus OLG Düsseldorf, 25.11.2025 - 1 ORs 24/25
Durch die sich gegen einen fremden Staat richtende Parole sind weder per se dessen in Deutschland lebende Staatsangehörige (schon) als Gruppe oder Teil der (hiesigen) Bevölkerung angegriffen noch Teile der deutschen Bevölkerung, die sich dem anderen Staat besonders verbunden fühlen (vgl. VG Düsseldorf, Beschluss vom 13. November 2025, 18 L 3700/25, nachfolgend OVG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 21. November 2025, 15 B 1300/25, zitiert nach juris m.w.N.).Rn. 35 bb) Die rechtliche Bewertung des Amtsgerichts, dass es sich bei der verfahrensgegenständlichen Parole um ein tatbestandsmäßiges Kennzeichen der Hamas im Sinne des § 86a Abs. 1, 2 StGB handelt (so auch Landgericht Berlin I, Urteil vom 8. November 2024, 502 KLs 21/24, BeckRS 2024, 30717; jeweils nach summarischer Prüfung im verwaltungsgerichtlichen Eilverfahren: VGH Baden-Württemberg, Beschluss vom 21. Juni 2024, 14 S 956/24; Sächsisches OVG, Beschluss vom 27. Juli 2024, 1 B 116/24; VG Berlin, Beschluss vom 9. Juli 2024, 1 L 261/24; OVG Bremen, Beschluss vom 30. April 2024, 1 B 163/24; ablehnend Landgericht Mannheim, Beschluss vom 29. Mai 2024, 5 Qs 42/23; Amtsgericht Hamburg, Urteil vom 24. Juli 2024, 245 Cs 90/24; jeweils zitiert nach juris; ablehnend nach summarischer Prüfung im verwaltungsgerichtlichen Eilverfahren: Hessischer VGH, Beschluss vom 22. März 2024, 8 B 560/24; jeweils zitiert nach juris; differenzierend: Bayerischer VGH, Beschluss vom 26. Juni 2024, 10 Cs 24.1062, zitiert nach juris; offen gelassen: OVG NRW, Beschluss vom 21. November 24, 15 B 1300/25, jeweils zitiert nach juris) ist auch aus der Sicht des Senats zutreffend.
Rn. 58 Die Feststellung des Amtsgerichts, dass die plakative Äußerung der verfahrensgegenständlichen Parole durch die Angeklagte im Rahmen der pro-palästinensischen Versammlung vom 4. November 2023 nach dem zeitlichen und situativen Kontext und der konkreten Verwendungsform des Kennzeichens der Hamas ausschließlich als eine Billigung der von der Hamas am 7. Oktober 2023 begangenen Verbrechen auszudeuten ist (so auch Amtsgericht Berlin-Tiergarten, Urteil vom 6. August 2024, 261b Cs 1037/24; Amtsgericht Berlin-Tiergarten, Urteil vom 28. Oktober 2024, 426 Ds 1053/24; Landgericht München I, Beschluss vom 3. Januar 2024, 29 Qs 27/23, jeweils zitiert nach juris;… Fischer, in: Legal Tribune Online, a.a.O.; Peter/Janz: Israelfeindliche Versammlungen, Bauerndemos, das Z-Symbol und mehr, in: GSZ 2024, 125; nach summarischer Prüfung im verwaltungsgerichtlichen Eilverfahren ablehnend: VGH Kassel, Beschluss vom 22. März 2024, 8 B 560/24; OVG Bremen, Beschluss vom 30. April 2024, 1 B 163/24; jeweils zitiert nach juris; offen gelassen: OVG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 21. November 2025, 15 B 1300/25, zitiert nach juris) hat auch nach dem vorstehend genannten strengen Maßstab Bestand.
- BGH, 20.12.2016 - 3 StR 435/16
Billigung von Straftaten durch nachträgliches Gutheißen von Tötungen Gefangener …
Auszug aus OLG Düsseldorf, 25.11.2025 - 1 ORs 24/25
Taugliches Objekt der Billigung im Sinne von § 140 Nr. 2 StGB ist jedoch auch eine nicht dem Anwendungsbereich des deutschen Strafrechts unterfallende Auslandskatalogtat, wenn sie zur Störung des inländischen öffentlichen Friedens geeignet ist (BGH, Beschluss vom 20. Dezember 2016, 3 StR 435/16, zitiert nach juris; vgl. nachfolgende Ausführungen unter II. 2. dd.).Für die Strafbarkeit wegen Billigung von Straftaten ist daher die kriminogene Inlandswirkung einer Auslandstat erforderlich, aber auch ausreichend (BGH, Beschluss vom 20. Dezember 2016, a.a.O.).
- OVG Bremen, 30.04.2024 - 1 B 163/24
Beschwerde - Versammlungsrecht (teilweise erfolgreich) - From the river to the …
Auszug aus OLG Düsseldorf, 25.11.2025 - 1 ORs 24/25
Rn. 35 bb) Die rechtliche Bewertung des Amtsgerichts, dass es sich bei der verfahrensgegenständlichen Parole um ein tatbestandsmäßiges Kennzeichen der Hamas im Sinne des § 86a Abs. 1, 2 StGB handelt (so auch Landgericht Berlin I, Urteil vom 8. November 2024, 502 KLs 21/24, BeckRS 2024, 30717; jeweils nach summarischer Prüfung im verwaltungsgerichtlichen Eilverfahren: VGH Baden-Württemberg, Beschluss vom 21. Juni 2024, 14 S 956/24; Sächsisches OVG, Beschluss vom 27. Juli 2024, 1 B 116/24; VG Berlin, Beschluss vom 9. Juli 2024, 1 L 261/24; OVG Bremen, Beschluss vom 30. April 2024, 1 B 163/24; ablehnend Landgericht Mannheim, Beschluss vom 29. Mai 2024, 5 Qs 42/23; Amtsgericht Hamburg, Urteil vom 24. Juli 2024, 245 Cs 90/24; jeweils zitiert nach juris; ablehnend nach summarischer Prüfung im verwaltungsgerichtlichen Eilverfahren: Hessischer VGH, Beschluss vom 22. März 2024, 8 B 560/24; jeweils zitiert nach juris; differenzierend: Bayerischer VGH, Beschluss vom 26. Juni 2024, 10 Cs 24.1062, zitiert nach juris; offen gelassen: OVG NRW, Beschluss vom 21. November 24, 15 B 1300/25, jeweils zitiert nach juris) ist auch aus der Sicht des Senats zutreffend.Rn. 58 Die Feststellung des Amtsgerichts, dass die plakative Äußerung der verfahrensgegenständlichen Parole durch die Angeklagte im Rahmen der pro-palästinensischen Versammlung vom 4. November 2023 nach dem zeitlichen und situativen Kontext und der konkreten Verwendungsform des Kennzeichens der Hamas ausschließlich als eine Billigung der von der Hamas am 7. Oktober 2023 begangenen Verbrechen auszudeuten ist (so auch Amtsgericht Berlin-Tiergarten, Urteil vom 6. August 2024, 261b Cs 1037/24; Amtsgericht Berlin-Tiergarten, Urteil vom 28. Oktober 2024, 426 Ds 1053/24; Landgericht München I, Beschluss vom 3. Januar 2024, 29 Qs 27/23, jeweils zitiert nach juris;… Fischer, in: Legal Tribune Online, a.a.O.; Peter/Janz: Israelfeindliche Versammlungen, Bauerndemos, das Z-Symbol und mehr, in: GSZ 2024, 125; nach summarischer Prüfung im verwaltungsgerichtlichen Eilverfahren ablehnend: VGH Kassel, Beschluss vom 22. März 2024, 8 B 560/24; OVG Bremen, Beschluss vom 30. April 2024, 1 B 163/24; jeweils zitiert nach juris; offen gelassen: OVG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 21. November 2025, 15 B 1300/25, zitiert nach juris) hat auch nach dem vorstehend genannten strengen Maßstab Bestand.
- VGH Bayern, 26.06.2024 - 10 CS 24.1062
Beschränkung einer Pro-Palästina-Demonstration im Einzelfall rechtswidrig
Auszug aus OLG Düsseldorf, 25.11.2025 - 1 ORs 24/25
Rn. 35 bb) Die rechtliche Bewertung des Amtsgerichts, dass es sich bei der verfahrensgegenständlichen Parole um ein tatbestandsmäßiges Kennzeichen der Hamas im Sinne des § 86a Abs. 1, 2 StGB handelt (so auch Landgericht Berlin I, Urteil vom 8. November 2024, 502 KLs 21/24, BeckRS 2024, 30717; jeweils nach summarischer Prüfung im verwaltungsgerichtlichen Eilverfahren: VGH Baden-Württemberg, Beschluss vom 21. Juni 2024, 14 S 956/24; Sächsisches OVG, Beschluss vom 27. Juli 2024, 1 B 116/24; VG Berlin, Beschluss vom 9. Juli 2024, 1 L 261/24; OVG Bremen, Beschluss vom 30. April 2024, 1 B 163/24; ablehnend Landgericht Mannheim, Beschluss vom 29. Mai 2024, 5 Qs 42/23; Amtsgericht Hamburg, Urteil vom 24. Juli 2024, 245 Cs 90/24; jeweils zitiert nach juris; ablehnend nach summarischer Prüfung im verwaltungsgerichtlichen Eilverfahren: Hessischer VGH, Beschluss vom 22. März 2024, 8 B 560/24; jeweils zitiert nach juris; differenzierend: Bayerischer VGH, Beschluss vom 26. Juni 2024, 10 Cs 24.1062, zitiert nach juris; offen gelassen: OVG NRW, Beschluss vom 21. November 24, 15 B 1300/25, jeweils zitiert nach juris) ist auch aus der Sicht des Senats zutreffend.Eine entsprechende Wiedergabe in einer Verbotsverfügung weist keinen regelnden Charakter auf und ist rein deklaratorischer Natur (VGH München, NVwZ 2024, 1187, 1188 f).
- BGH, 01.10.2008 - 3 StR 164/08
VSBD-Keltenkreuz als verfassungsfeindliches Kennzeichen
Auszug aus OLG Düsseldorf, 25.11.2025 - 1 ORs 24/25
Zur Begründung der Kennzeicheneigenschaft ist deshalb allein erforderlich, dass sich die Vereinigung ein bestimmtes Symbol durch einen Autorisierungsakt - sei es durch formale Widmung, sei es durch schlichte Übung - zu eigen gemacht hat, so dass dieses Symbol zumindest auch als Zeichen der verbotenen Vereinigung erscheint (BGH, Beschluss vom 1. Oktober 2008, 3 StR 164/08, zitiert nach juris).Im Hinblick auf den Charakter des Tatbestandes als abstraktes Gefährdungsdelikt reicht es aus, dass die verbotene Organisation sich ein bestimmtes Kennzeichen zu eigen gemacht hat (BGH, Beschluss vom 1. Oktober 2008, 3 StR 164/08).
- BVerfG, 10.10.1995 - 1 BvR 1476/91
"Soldaten sind Mörder"
Auszug aus OLG Düsseldorf, 25.11.2025 - 1 ORs 24/25
Dabei müssen, ausgehend vom Wortlaut, auch der Kontext und die sonstigen Begleitumstände einer Äußerung beachtet werden (BVerfG, Beschluss vom 7. Dezember 1976, 1 BvR 460/72; Beschluss vom 10. Oktober 1995, 1 BvR 1476/91, jeweils zitiert nach juris m.w.N.). - BGH, 15.03.2007 - 3 StR 486/06
Strafbarkeit der Darstellung durchgestrichener Hakenkreuze
Auszug aus OLG Düsseldorf, 25.11.2025 - 1 ORs 24/25
Rn. 46 (1) Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist eine aus Sinn und Zweck der Vorschrift erwachsende tatbestandliche Begrenzung auf solche Handlungen anzunehmen, welche nach den Umständen des Einzelfalls geeignet sind, bei objektiven Beobachtern den Eindruck einer Identifikation des Handelnden mit den Zielen der Organisation zu erwecken; umgekehrt die Tatbestandslosigkeit solcher Handlungen, die dem Schutzzweck der Norm erkennbar zuwiderlaufen (BGH, Beschluss vom 15. März 2008, 3 StR 486/06; Beschluss vom 20. August 2025, 3 StR 484/24; jeweils zitiert nach juris m.w.N.). - BGH, 20.08.2025 - 3 StR 484/24
Verurteilungen des thüringischen AfD-Fraktionsvorsitzenden wegen Verwendens von …
Auszug aus OLG Düsseldorf, 25.11.2025 - 1 ORs 24/25
Rn. 46 (1) Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist eine aus Sinn und Zweck der Vorschrift erwachsende tatbestandliche Begrenzung auf solche Handlungen anzunehmen, welche nach den Umständen des Einzelfalls geeignet sind, bei objektiven Beobachtern den Eindruck einer Identifikation des Handelnden mit den Zielen der Organisation zu erwecken; umgekehrt die Tatbestandslosigkeit solcher Handlungen, die dem Schutzzweck der Norm erkennbar zuwiderlaufen (BGH, Beschluss vom 15. März 2008, 3 StR 486/06; Beschluss vom 20. August 2025, 3 StR 484/24; jeweils zitiert nach juris m.w.N.). - OLG Karlsruhe, 11.05.2017 - 2 Rv 9 Ss 177/17
Billigung von Straftaten im Rahmen einer Internet-Veröffentlichung: "Billigen" …
Auszug aus OLG Düsseldorf, 25.11.2025 - 1 ORs 24/25
Das Tatbestandsmerkmal des Billigens ist damit nicht zuletzt im Hinblick auf das Bestimmtheitsgebot und den Ultima-ratio-Charakter des Strafrechts restriktiv auszulegen; tatbestandsmäßig sind dementsprechend nur solche Äußerungen, die aus sich heraus verständlich sind und die als solche eindeutig erkannt werden, indem die Bezugstat zum Beispiel als praktisch nötig, als moralisch gerechtfertigt oder als sittlich einwandfrei dargestellt wird (OLG Karlsruhe, Beschluss vom 11. Mai 2017, 2 Rv 9 Ss 177/17, zitiert nach juris). - BVerfG, 01.06.2015 - 2 BvR 67/15
Verfassungswidrige Bemessung der Tagessatzhöhe (Gebot schuldangemessenen …
- BVerfG, 07.04.2001 - 1 BvQ 17/01
Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung eines Widerspruchs gegen ein …
- BVerfG, 07.12.1976 - 1 BvR 460/72
Flugblatt
- BVerfG, 28.03.2017 - 1 BvR 1384/16
Erfolgreiche Verfassungsbeschwerde gegen die Verurteilung wegen Beihilfe zur …
- BVerwG, 10.01.2018 - 1 VR 14.17
Adressat; Anfechtungsklage; Antragsbefugnis; Auflösung; Bekanntgabe, öffentliche; …
- BVerfG, 25.01.2016 - 1 BvR 1373/15
Nichtannahmebeschluss: Keine Verletzung der Meinungsfreiheit durch Verurteilung …
- LG München I, 03.01.2024 - 29 Qs 27/23
Anfangsverdacht der Billigung von Straftaten im Zusammenhang mit dem Angriff der …
- BGH, 17.12.1968 - 1 StR 161/68
"Südtirol - wohin?" - Billigung von Straftaten Südtiroler Freiheitskämpfer in …
- BGH, 09.08.1977 - 1 StR 74/77
Schilderung von Verbrechen in grausamer oder sonst unmenschlicher Weise - …
- AG Berlin-Tiergarten, 06.08.2024 - 261b Cs 1037/24
"From the River to the Sea": Auf den Zeitpunkt kommt es an
- AG Berlin-Tiergarten, 28.10.2024 - 426 Ds 1053/24
Strafbarkeit des Verteilens von Flugblättern nach dem Terrorangriff der Hamas am …
- OLG Düsseldorf, 07.11.1996 - 5 Ss 333/96
- OLG Saarbrücken, 05.09.2011 - Ss 57/11
- BGH, 27.10.2015 - 3 StR 199/15
Keine Rechtfertigung oder Entschuldigung bei Tötung eines flüchtenden Räubers …
- BGH, 09.07.2015 - 3 StR 33/15
Das Tragen von "Rocker-Kutten", auf denen gleichzeitig Kennzeichen des …
- LG Mannheim, 29.05.2024 - 5 Qs 42/23
Strafbarkeit der Verwendung des Slogans "From the river to the sea - Palestine …
- BGH, 27.07.2017 - 3 StR 172/17
Beweiswürdigung beim Tötungseventualvorsatz (objektive Gefährlichkeit der …
- LG Berlin I, 08.11.2024 - 502 KLs 21/24
Staatsschutzkammer verurteilt Berlinerin wegen Verwendens der Parole From the …
- VGH Baden-Württemberg, 21.06.2024 - 14 S 956/24
Untersagung der Parole "From the river to the sea" bei einer Versammlung
- BGH, 07.10.1998 - 3 StR 370/98
Strafbarkeit der Verwendung eines durch geringfügige Veränderung in ein nicht …
- VG Düsseldorf, 13.11.2025 - 18 L 3700/25
Versammlungsrechtliche Beschränkungen, Verbot der Nutzung von Parolen, Leugnung …
- BGH, 06.12.2007 - 3 StR 342/07
Tatrichterliche Beweiswürdigung (Prüfungsdichte im Revisionsrechtszug)
- VG Bremen, 29.04.2024 - 5 V 1013/24
Versammlungsrecht - Auflage; From the river; Versammlungsauflage
- OVG Sachsen, 27.07.2024 - 1 B 116/24
- VG Berlin, 09.07.2024 - 1 L 261.24
- OLG Stuttgart, 27.07.2026 - 5 ORs 26 SRs 390/26 Rn. 26 Ist aber eine solche Auslegung möglich und gerade nicht fernliegend, so muss von dieser ausgegangen werden (OLG Düsseldorf, Urteil vom 25. November 2025 - 1 ORs 24/25 -, juris Rdnr. 54), zumal sich eine Kritik an der Haltung Israels auch im Gazastreifen vor dem 7. Oktober 2023 durchaus auf die Resolution 2334 (2016) des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen vom 23. Dezember 2016 berufen kann (vgl. dazu auch die Pressemitteilung des Auswärtigen Amtes vom 24. Dezember 2025 zur Erklärung Belgiens, Dänemarks, Deutschlands, Frankreichs, Irlands, Islands, Italiens, Japans, Kanadas, Maltas, der Niederlande, Norwegens, Spanien und des Vereinigten Königreichs zur Ausweitung israelischer Siedlungen im Westjordanland - abgerufen am 16. Juli 2026;… vgl. weiter VGH Kassel a.a.O.).
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Rechtsprechung
| OLG Celle, 06.01.2026 - 1 ORs 24/25 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- Burhoff online
StGB; Fahrerlaubnis, unberechtigte Erweiterung um Schlüsselzahlen, mittelbare Falschbeurkung
- Entscheidungsdatenbank Niedersachsen
§ 349 Abs. 2 StPO; § 44 Satz 1 StPO; § 271 StGB
Aufhebung des Ausspruchs der Einzelstrafe und Aufhebung des Einziehungsanspruchs aufgrund teilerfolgreicher Revision ; Zurückweisung an kleine Strafkammer; Kein Freispruch des Angeklagten trotz Aufhebung des Urteils hinsichtlich seiner Taten - rechtsportal.de
StPO § 349 Abs. 2 ; StPO § 44 S. 1; StGB § 271
Aufhebung des Ausspruchs der Einzelstrafe und Aufhebung des Einziehungsanspruchs aufgrund teilerfolgreicher Revision; Zurückweisung an kleine Strafkammer; Kein Freispruch des Angeklagten trotz Aufhebung des Urteils hinsichtlich seiner Taten
Kurzfassungen/Presse (2)
- ferner-alsdorf.de (Kurzinformation)
Urkundenfälschung und mittelbare Falschbeurkundung
- Burhoff online Blog (Kurzinformation und Auszüge)
StGB: Unberechtigte Erweiterung der Fahrerlaubnis, Mittelbare Falschbeurkundung
Verfahrensgang
- LG Stade, 31.07.2025 - 900 NBs 1/25
- OLG Celle, 06.01.2026 - 1 ORs 24/25
Wird zitiert von ... (0) Zitiert selbst (9)
- BGH, 11.04.2018 - 5 StR 595/17
Verurteilung wegen versuchten Betruges zum Nachteil des "IS" rechtskräftig
Auszug aus OLG Celle, 06.01.2026 - 1 ORs 24/25
Denn nach dem von der höchstrichterlichen Rechtsprechung vertretenen wirtschaftlichen Vermögensbegriff (vgl. BGH, Urteil vom 11. April 2018 - 5 StR 595/17, Rn. 21, juris) wird eine normative Einschränkung des Betrugstatbestandes bei Einsatz von Vermögenswerten, insbesondere Geld, zu sitten- oder rechtswidrigen Zwecken abgelehnt (…vgl. Matt/Renzikowski/Saliger, 2. Auflage 2020, StGB § 263, Rn. 177, Beck-Online m. w. N.).Die Rechtsordnung kennt im Bereich der Vermögensdelikte grundsätzlich kein wegen seiner Herkunft, Entstehung oder Verwendung schlechthin schutzunwürdiges Vermögen (vgl. BGH, Urteil vom 11. April 2018 - 5 StR 595/17, Rn. 21, juris).
- BGH, 10.11.2022 - 5 StR 283/22
Fälschung von Corona-Impfbescheinigungen auch nach altem Recht strafbar
Auszug aus OLG Celle, 06.01.2026 - 1 ORs 24/25
Urkunden im Sinne des Strafrechts sind verkörperte Erklärungen, die ihrem gedanklichen Inhalt nach geeignet und bestimmt sind, für ein Rechtsverhältnis Beweis zu erbringen, und die ihren Aussteller erkennen lassen (st. Rspr.; vgl. etwa BGH Urt. v. 10.11.2022 - 5 StR 283/22, BeckRS 2022, 31209 Rn. 36, beck-online;… BeckOK StGB/Weidemann, 67. Ed. 1.11.2025, StGB § 267 Rn. 3, beck-online). - BGH, 29.06.1994 - 2 StR 160/94
Urkundenfälschung in Form der Identitätstäuschung durch Angabe weiterer Vornamen, …
Auszug aus OLG Celle, 06.01.2026 - 1 ORs 24/25
Zwar kann auch die Unterzeichnung mit dem richtigen Namen zu einer Identitätstäuschung führen, sofern dadurch der Anschein erweckt wird, ihr Aussteller sei eine andere Person als diejenige, von der sie tatsächlich stammt (BGH, Urteil vom 29. Juni 1994 - 2 StR 160/94 -, BGHSt 40, 203-208, Rn. 17).
- BGH, 24.10.1990 - 3 StR 196/90
Umschreibung eines ausländischen Führerscheins; Beihilfe zur Vorteilsgewährung …
Auszug aus OLG Celle, 06.01.2026 - 1 ORs 24/25
Anders liegen die Dinge allein im Falle einer Nichtigkeit der Fahrerlaubniserteilung gemäß § 44 VwVfG (…MüKoStGB/Erb, 5. Aufl. 2025, StGB § 271 Rn. 32, beck-online; offengelassen in BGH NStZ 1991, 129 [BGH 24.10.1990 - 3 StR 196/90]), wofür sich aus den Gründen des angefochtenen Urteils indes mangels Offenkundigkeit eines schwerwiegenden Fehlers keine Anhaltspunkte ergeben. - BGH, 02.07.1968 - GSSt 1/68
Öffentlicher Glaube des Kraftfahrzeugscheins
Auszug aus OLG Celle, 06.01.2026 - 1 ORs 24/25
Eine Beweiswirkung für und gegen jedermann kann nur angenommen werden, wenn zweifelsfrei feststeht, dass dies unter Berücksichtigung der Verkehrsanschauung dem Sinn und Zweck des Gesetzes entspricht (vgl. BGH, Beschluss vom 2. Juli 1968 - GSSt 1/68 -, BGHSt 22, 201-206, Rn. 9). - BGH, 23.03.2010 - 5 StR 7/10
Urkundenfälschung (Authentizität; Täuschung über den Urheber; schriftliche Lüge; …
Auszug aus OLG Celle, 06.01.2026 - 1 ORs 24/25
Wenn jemand mit seinem eigenen Namen unterzeichnet, liegt regelmäßig nur eine schriftliche Lüge vor, wenn der Inhalt falsch ist, aber aus der Urkunde klar erkennbar ist, dass der Unterzeichner selbst der Aussteller ist (BGH, Beschluss vom 23. März 2010 - 5 StR 7/10 -, Rn. 4, juris). - OLG Hamm, 27.04.1987 - 4 Ss 240/87
Strafbarkeit des Fahrlehrers
Auszug aus OLG Celle, 06.01.2026 - 1 ORs 24/25
(vgl. LG Heilbronn, Beschluss vom 8. September 2025 - 2 Qs 13/25 -, juris; für den Fall einer fehlenden Fahrprüfung OLG Hamm, Beschluss vom 27. April 1987 - 4 Ss 240/87 -, juris). - LG Heilbronn, 08.09.2025 - 2 Qs 13/25
Mittelbare Falschbeurkundung bei Vorlage eines inhaltlich falschen …
Auszug aus OLG Celle, 06.01.2026 - 1 ORs 24/25
(vgl. LG Heilbronn, Beschluss vom 8. September 2025 - 2 Qs 13/25 -, juris; für den Fall einer fehlenden Fahrprüfung OLG Hamm, Beschluss vom 27. April 1987 - 4 Ss 240/87 -, juris). - OLG Düsseldorf, 04.02.1999 - 2 Ss 411/98
Auszug aus OLG Celle, 06.01.2026 - 1 ORs 24/25
Entgegen der Auffassung der Generalstaatsanwaltschaft ist zur Überzeugung des Senats vorliegend auch kein Fall gegeben, in dem das Unternehmen bzw. die Behörde als solche als Aussteller anzusehen ist (vergl. etwa OLG Düsseldorf, B. v. 04.02.1999 - 2 SS 411/98 - juris).
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