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Weitere Entscheidung unten: OLG Saarbrücken, 29.12.2003

Rechtsprechung
   OLG Koblenz, 18.09.2003 - 1 Verg 4/03   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2003,154
OLG Koblenz, 18.09.2003 - 1 Verg 4/03 (https://dejure.org/2003,154)
OLG Koblenz, Entscheidung vom 18.09.2003 - 1 Verg 4/03 (https://dejure.org/2003,154)
OLG Koblenz, Entscheidung vom 18. September 2003 - 1 Verg 4/03 (https://dejure.org/2003,154)
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Volltextveröffentlichungen (5)

  • openjur.de
  • oeffentliche-auftraege.de PDF

    Rüge: Vereinbarkeit von Präklusionsregelungen mit dem europäischen Recht

  • VERIS(Abodienst, Leitsatz ggf. frei)
  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)

    Länge der Rügefrist / vorsorgliche Rüge

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse (3)

  • Thüringer Oberlandesgericht (Leitsatz)

    Rügeobliegenheit gegenüber Auftraggeber

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Leitsatz)

    GWB § 107 Abs. 3 S. 1
    Frist für die Anbringung einer Rüge; Obliegenheiten der Bieter bei Wiederholung eines Verfahrensabschnitts

  • Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz)

    Voraussetzungen für das Vorliegen der Unverzüglichkeit einer Rüge; Beachtung der Obliegenheit zur unverzüglichen Rüge für einen in einem weiteren Durchgang entdeckten Vergabeverstoß; Notwendigkeit der Beachtung aller Vergabevorschriften bei Wiederholung eines ...

Besprechungen u.ä.

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Entscheidungsbesprechung)

    Rügefrist: In der Regel ein bis drei Tage! (IBR 2003, 695)

Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • NZBau 2004, 352 (Ls.)
  • BauR 2004, 142 (Ls.)
  • VergabeR 2003, 709
  • ZfBR 2003, 822
 
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Wird zitiert von ... (288)Zitiert selbst (12)

  • EuGH, 27.02.2003 - C-327/00

    Santex - "Richtlinie 93/36/EWG - Öffentliche Lieferaufträge - Richtlinie …

    Auszug aus OLG Koblenz, 18.09.2003 - 1 Verg 4/03
    Schließlich habe auch der Europäische Gerichtshof (Urteil vom 27. Februar 2003 Rs.C-327/00) darauf hingewiesen, dass Ausschlussfristen nach nationalem Recht nicht dazu führen dürften, eine effektive Überprüfung von Vergabeverstößen zu verhindern.

    Der für die Entscheidung über Fragen der Vereinbarkeit nationaler Rechtsvorschriften mit dem Gemeinschaftsrecht zuständige Europäische Gerichtshof hat jedoch bereits in zwei Entscheidungen klargestellt, dass die Festsetzung angemessener Ausschlussfristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen als Anwendungsfall des Prinzips der Rechtssicherheit grundsätzlich dem sich aus der Richtlinie ergebenden Effektivitätsgebot genügt und auch für den Fall der Fristversäumung vorgesehene Sanktionen wie die Präklusion mit den Zielen der Richtlinie und dem Grundsatz der Rechtssicherheit in Einklang stehen (…EuGH Rs.C-470/99 NZBau 2003, 162, 166 Rdn. 75 - 78; Rs.C-327/00 NZBau 2003, 284, 286 Rdn. 50 - 52).

    Nur für einen speziellen Ausnahmefall, in dem der öffentliche Auftraggeber durch sein Verhalten dem Bieter die Wahrnehmung der vorgesehenen Rechtsschutzmöglichkeit unmöglich gemacht oder übermäßig erschwert hat, hat der Europäische Gerichtshof eine Verpflichtung der nationalen Gerichte erkannt, die auf der Verletzung von Gemeinschaftsrecht beruhenden, zur Stützung eines Rechtsbehelfs geltend gemachten Rügen zuzulassen, indem sie ggf. von einer nach nationalem Recht bestehenden Möglichkeit Gebrauch machen, die nationalen, zum Ausschluss der Rügen führenden Präklusionsvorschriften außer Anwendung zu lassen (EuGH Rs.C-327/00 a.a.O.).

  • OLG Saarbrücken, 29.05.2002 - 5 Verg 1/01

    Fehlende Angaben nach der VOB/A und zwingender Ausschluss

    Auszug aus OLG Koblenz, 18.09.2003 - 1 Verg 4/03
    Das wäre dann anzunehmen, wenn die Vergabestelle von vornherein eindeutig zu erkennen gegeben hätte, dass sie unumstößlich an ihrer Entscheidung festhalten wird, sie also unter keinen Umständen, auch nicht auf Rüge eines der Bieter hin, gewillt ist, einen vorliegenden Verfahrensverstoß abzustellen (SaarlOLG VergabeR 2002, 493, 496; OLG Stuttgart NZBau 2001, 462, 463 m.w.N.).

    dd) Anders als ein von Anfang an nicht vorhandener Abhilfewillen der Vergabestelle ist der hier spätestens nach Erhalt des Vorabinformationsschreibens vom 8. April 2003 eingetretene Wegfall jeglicher Erfolg versprechenden Spekulationsmöglichkeit des Bieters kein Grund, unter dem Gesichtspunkt von Treu und Glauben oder durch eine Auslegung der Rügevorschrift nach ihrem Sinn und Zweck den Bieter von seiner Pflicht zur unverzüglichen Rüge zu entbinden (anders SaarlOLG VergabeR 2002, 493, 495 und Beschluss vom 8. Juli 2003 -5 Verg 5/02-).

  • OLG Saarbrücken, 08.07.2003 - 5 Verg 5/02

    Öffentliche Auftragsvergabe: Ausschluss eines Bieters wegen fehlender Eignung bei …

    Auszug aus OLG Koblenz, 18.09.2003 - 1 Verg 4/03
    dd) Anders als ein von Anfang an nicht vorhandener Abhilfewillen der Vergabestelle ist der hier spätestens nach Erhalt des Vorabinformationsschreibens vom 8. April 2003 eingetretene Wegfall jeglicher Erfolg versprechenden Spekulationsmöglichkeit des Bieters kein Grund, unter dem Gesichtspunkt von Treu und Glauben oder durch eine Auslegung der Rügevorschrift nach ihrem Sinn und Zweck den Bieter von seiner Pflicht zur unverzüglichen Rüge zu entbinden (anders SaarlOLG VergabeR 2002, 493, 495 und Beschluss vom 8. Juli 2003 -5 Verg 5/02-).

    Als unverzüglich i.S.d. § 107 Abs. 3 S. 1 GWB gelte der Nachprüfungsantrag dann, wenn er nicht später als zwei Wochen nach Erhalt der Vorabinformation bei der Vergabekammer eingehe und - wie sich aus der jüngsten der zitierten Entscheidungen des Saarländischen Oberlandesgerichts (Beschluss vom 8. Juli 2003 - 5 Verg 5/02 - S. 10, 2. Abs. a.E.) ergibt - darüber hinaus die Antragsschrift der Gegenseite noch innerhalb dieser Zweiwochenfrist zugestellt worden sei.

  • OLG Koblenz, 15.05.2003 - 1 Verg 3/03

    Vergaberecht: Leistungsverzeichnis keine Bekanntgabe; Präklusion einer …

    Auszug aus OLG Koblenz, 18.09.2003 - 1 Verg 4/03
    Sie ist gemäß den Ausführungen zu 1. präkludiert und darf damit auch von Amts wegen weder unmittelbar noch mittelbar wieder aufgegriffen werden (Senat, Beschluss vom 15. Mai 2003 - 1 Verg 3/03 - m.w.N.).
  • EuGH, 12.12.2002 - C-470/99

    Universale-Bau u.a. - "Richtlinie 93/37/EWG - Öffentliche Bauaufträge - Begriff …

    Auszug aus OLG Koblenz, 18.09.2003 - 1 Verg 4/03
    Der für die Entscheidung über Fragen der Vereinbarkeit nationaler Rechtsvorschriften mit dem Gemeinschaftsrecht zuständige Europäische Gerichtshof hat jedoch bereits in zwei Entscheidungen klargestellt, dass die Festsetzung angemessener Ausschlussfristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen als Anwendungsfall des Prinzips der Rechtssicherheit grundsätzlich dem sich aus der Richtlinie ergebenden Effektivitätsgebot genügt und auch für den Fall der Fristversäumung vorgesehene Sanktionen wie die Präklusion mit den Zielen der Richtlinie und dem Grundsatz der Rechtssicherheit in Einklang stehen (EuGH Rs.C-470/99 NZBau 2003, 162, 166 Rdn. 75 - 78;… Rs.C-327/00 NZBau 2003, 284, 286 Rdn. 50 - 52).
  • OLG Düsseldorf, 13.04.1999 - Verg 1/99

    Rechtsschutz für Bieter nach dem neuen Vergaberechtsänderungsgesetz: Erstes …

    Auszug aus OLG Koblenz, 18.09.2003 - 1 Verg 4/03
    Eine Rügefrist von zwei Wochen, die in der Rechtsprechung als Obergrenze anerkannt wird (OLG Düsseldorf NZBau 2000, 45), kann einem Unternehmen allenfalls dann zugestanden werden, wenn eine verständliche Abfassung der Rüge durch eine schwierige Sach- und/oder Rechtslage erschwert wird und die Inanspruchnahme fachkundiger Hilfe erfordert (…Senat a.a.O.; vgl. dazu auch Noch BB 1999, 1081).
  • OLG Koblenz, 25.05.2000 - 1 Verg 1/00

    Antragsbefugnis ohne Angebotsabgabe; Unverzüglichkeit der Rüge nach § 107 Abs. 3 …

    Auszug aus OLG Koblenz, 18.09.2003 - 1 Verg 4/03
    Es entspricht ständiger Rechtsprechung des Senats (vgl. nur Senatsbeschluss NZBau 2000, 445), dass angesichts der kurzen Fristen, die im Vergaberecht allgemein gelten, die Rüge grundsätzlich binnen ein- bis drei Tagen erfolgen muss (…Bechtold, GWB, § 107 Rdn. 2).
  • OLG Düsseldorf, 22.08.2000 - Verg 9/00

    Notwendigkeit der Hinzuziehung eines Rechtsanwalts

    Auszug aus OLG Koblenz, 18.09.2003 - 1 Verg 4/03
    Das Oberlandesgericht Düsseldorf (Beschluss vom 22. August 2000 - Verg 9/00 -) führt dazu in Übereinstimmung mit der Senatsrechtsprechung zutreffend aus:.
  • OLG Koblenz, 05.06.2003 - 1 Verg 2/03

    Vergabenachprüfungsverfahren: Verspätete Rüge des Vergaberechtsverstoßes

    Auszug aus OLG Koblenz, 18.09.2003 - 1 Verg 4/03
    Dass ein Zeitraum von zwei Wochen nur die äußerste Zeitgrenze für die Unverzüglichkeit einer Rüge bilden kann, ergibt sich im Übrigen auch aus § 13 VgV, der innerhalb einer Zweiwochenfrist ab Erhalt der Vorabinformation dem nicht berücksichtigten Bieter nicht nur die vorschriftsmäßige Rüge eines Vergabefehlers, sondern auch die Stellung eines Nachprüfungsantrags abverlangt und zwar so rechtzeitig, dass der Antrag vor Fristablauf noch zugestellt und damit der endgültige Rechtsverlust durch Zuschlagserteilung an einen Konkurrenten verhindert werden kann (vgl. Senatsbeschluss vom 5. Juni 2003 - 1 Verg 2/03 -).
  • BGH, 14.12.1999 - 5 AR (VS) 2/99

    Vorlagepflicht bei Abweichung; Gefährdung von Sicherheit und Ordnung der Anstalt

    Auszug aus OLG Koblenz, 18.09.2003 - 1 Verg 4/03
    Eine Entscheidungsdivergenz ergibt sich deshalb nicht (vgl. BGH NStZ 2000, 222).
  • OLG Stuttgart, 11.07.2000 - 2 Verg 5/00

    Vergaberecht: Inlaufsetzen der Beschwerdefrist, Fristverlängerung, …

  • BGH, 23.02.1977 - IV ARZ (Vz) 2/77

    Beibringung eines Ehefähigkeitszeugnisses - Abweichung von einer Entscheidung des …

  • OLG Düsseldorf, 13.04.2016 - Verg 52/15

    Ausschließung eines Angebots wegen eines Fehlers bei Anbringung der …

    Gibt der Auftraggeber danach zu erkennen, dass von seiner Entscheidung unter keinen Umständen abrücken zu wollen, kann die Rügeobliegenheit ausnahmsweise entfallen (…OLG Düsseldorf VergabeR 2005, 364, juris Rn. 48; OLG Koblenz VergabeR 2003, 709, 714).
  • KG, 01.03.2024 - Verg 11/22

    Sofortige Beschwerde im sog. S-Bahn Vergabeverfahren

    Einen präventiven Rechtsschutz im Vergabenachprüfungsverfahren gewährt das Kartellvergaberecht gerade nicht (OLG Koblenz, Beschluss vom 18. September 2003 - 1 Verg 4/03 -, juris Rn. 42 f.; OLG Düsseldorf…, Beschluss vom 4. Mai 2009 - VII-Verg 68/08 -, juris Rn. 71;… Hofmann in: Müller-Wrede, GWB-Vergaberecht, 2. Auflage 2023, § 160 Rn. 29 m.w.N.).
  • OLG Schleswig, 22.01.2019 - 54 Verg 3/18

    Wann führt ein Nebenangebot zu einer "gleichwertigen" Leistung?

    Insbesondere eine unterbliebene Rüge fehlender Mindestanforderungen zu (zugelassenen) Nebenangeboten führt dazu, dass ein Bieter unter diesem Gesichtspunkt die Erteilung des Zuschlags auf ein konkurrierendes Nebenangebot und die diesem vorausgegangene Wertung nicht mehr in zulässiger Weise zur Nachprüfung stellen kann (vgl. OLG Celle, Beschl. v. 11.02.2010, 13 Verg 16/09, VergabeR 2010, 669; OLG Koblenz, Beschl. v. 18.09.2003, 1 Verg 4/03, ZfBR 2003, 822).

    Eine Ausnahme mag gelten, wenn die Vergabestelle von vornherein jede Korrektur des Vergabeverfahrens ablehnt (vgl. OLG Koblenz, Beschl. v. 18.09.2003, 1 Verg 4/03, ZfBR 2003, 709 [Rn. 59]).

    Gerade dies kann von der Beschwerdegegnerin indes wegen der Rügepräklusion gem. § 160 Abs. 3 S. 1 Nr. 2 und Nr. 3 GWB nicht mehr in zulässiger Weise zur Nachprüfung gestellt werden (OLG Celle, Beschl. v. 11.02.2010, 13 Verg 16/09, VergabeR 2010, 669 ff.; OLG Koblenz, Beschl. v. 18.09.2003, 1 Verg 4/03, VergabeR 2003, 709; KG Berlin, Beschl. v. 17.10.2002, 2 KartVerg 13/02, VergabeR 2003, 50 ff. [Ls. 1];… Summa, a.a.O., Rn. 332).

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Rechtsprechung
   OLG Saarbrücken, 29.12.2003 - 1 Verg 4/03   

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https://dejure.org/2003,6587
OLG Saarbrücken, 29.12.2003 - 1 Verg 4/03 (https://dejure.org/2003,6587)
OLG Saarbrücken, Entscheidung vom 29.12.2003 - 1 Verg 4/03 (https://dejure.org/2003,6587)
OLG Saarbrücken, Entscheidung vom 29. Dezember 2003 - 1 Verg 4/03 (https://dejure.org/2003,6587)
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Volltextveröffentlichungen (8)

  • openjur.de

    Vergabe öffentlicher Aufträge: Ausschluss eines Bieters wegen mangelnder Zuverlässigkeit auf Grund einer schweren Verfehlung

  • oeffentliche-auftraege.de PDF

    Eignung: Nachweis schwerer Verfehlungen

  • VERIS

Kurzfassungen/Presse (4)

  • Thüringer Oberlandesgericht (Leitsatz)

    Straftatsverdacht und Bieterzuverlässigkeit

  • rechtsportal.de (Leitsatz)

    VOL/A § 7 Nr. 5 Abs. 1 lit. c
    Voraussetzungen des Ausschlusses wegen schwerer Verfehlungen

  • rechtsportal.de (Leitsatz)

    VOL/A § 7 Nr. 5 lit. c
    Ausschluss eines Bieters wegen schwerer Verfehlungen

  • Wolters Kluwer (Leitsatz)

    Voraussetzungen für einen Bieterausschluss wegen schwerer Verfehlungen; Anforderungen an die erforderliche Nachweisbarkeit einer schweren Verfehlung des Bieters; Vereinbarkeit der an die Nachweisbarkeit der schweren Verfehlungen des Bieters gestellten Anforderungen mit ...

Besprechungen u.ä. (2)

  • leinemann-partner.de (Entscheidungsbesprechung)

    Nachweis schwerer Verfehlungen als Ausschlussgrund

  • ibr-online (Entscheidungsbesprechung)

    Bieterausschluss auch bei Verdacht von Straftaten! (IBR 2004, 162)

Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • NZBau 2004, 346
  • ZfBR 2004, 490
 
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Wird zitiert von ... (16)Zitiert selbst (3)

  • BGH, 19.12.2000 - X ZB 14/00

    Anrufung der Vergabekammer nach Abschluß des Vergabeverfahrens

    Auszug aus OLG Saarbrücken, 29.12.2003 - 1 Verg 4/03
    Rn. 89 Die Kostenentscheidung für das Verfahren der sofortigen Beschwerde folgt aus einer analogen Anwendung des § 91 ZPO ( vgl. BGHZ 146, 202, 217 ;… Bechthold , Kartell -gesetz 3. Aufl. Rdn. 2 zu § 123 GWB ) .
  • BGH, 26.10.1999 - X ZR 30/98

    Erteilung des Zuschlags nach öffentlicher Ausschreibung

    Auszug aus OLG Saarbrücken, 29.12.2003 - 1 Verg 4/03
    Rn. 39 Mit Blick auf den Wortlaut des § 7 Nr. 5 lit. c VOL/A besteht in Rechtsprechung und Schrifttum Einigkeit , dass unspezifizierte Vorwürfe , Vermutungen oder vage Verdachtsgründe nicht ausreichen ( BGH NJW 2000, 661 ) .
  • BGH, 05.05.1975 - III ZR 43/73

    Verfahrensrecht - Gleichstellung von Urteilen und Beschlüssen

    Auszug aus OLG Saarbrücken, 29.12.2003 - 1 Verg 4/03
    Daraus folgt , dass Maßnahmen , die den vollen Nachweis der Schuld erfordern , nicht getroffen werden dürfen , bevor jener erbracht ist ( vgl. BGH NJW 75, 1829, 1831 ;… Meyer - Goßner , StPO , 46. Aufl. Rdn. 12 zu Art. 6 MRK ) .
  • OLG Düsseldorf, 14.11.2018 - Verg 31/18

    Nachforderung von Unterlagen: Frist von sechs Tagen ist angemessen!

    Rn. 85 Voraussetzung für die Nachweislichkeit im Sinne des § 124 Abs. 1 Nr. 3 GWB ist, dass konkrete, z.B. durch schriftlich fixierte Zeugenaussagen, sonstige Aufzeichnungen, Belege oder Schriftstücke nachweisbare objektivierte Anhaltspunkte für die in Rede stehenden Verfehlungen bestehen (OLG Saarbrücken, Beschluss v. 29.12.2003, 1 Verg 4/03;… Hausmann / von Hoff in: Kulartz / Kus / Portz / Prieß, Kommentar zum GWB-Vergaberecht, 4. Aufl., § 124 GWB Rn. 12).

    Eine bereits rechtskräftige Feststellung der Pflichtverletzung oder die Verurteilung wegen einer Straftat ist nicht erforderlich (vgl. OLG Saarbrücken, Beschluss v. 29.12.2003, 1 Verg 4/03;… Hausmann / von Hoff in: Kulartz / Kus / Portz / Prieß, Kommentar zum GWB-Vergaberecht, 4. Aufl., § 124 GWB Rn. 12).

  • OLG Celle, 09.01.2017 - 13 Verg 9/16

    Ausschluss wegen früherer Bauverzögerung: Anforderungen an den Nachweis der …

    Die im Zusammenhang mit der letzteren Norm angeführte Argumentation, es könne dem Auftraggeber mit dem Kriterium der "Nachweislichkeit" nicht zugemutet werden, in dem langen Zeitraum zwischen der Pflichtverletzung und einer rechtskräftigen Entscheidung vertragliche Beziehungen mit dem betreffenden Unternehmen aufzunehmen (…vgl. Conrad in: Müller-Wrede, GWB Vergaberecht Kommentar, 1. Aufl. 2016, § 124 Rn. 58; OLG Saarbrücken, Beschluss vom 18. Dezember 2003, 1 Verg 4/03), gilt erst recht für den vorliegenden Fall.
  • VK Niedersachsen, 13.05.2016 - VgK-10/16

    Vergabesperre und Ausschluss aus einem Vergabeverfahren; Ausschreibung der …

    Der Auftraggeber ist vielmehr bereits bei Vorliegen konkreter Anhaltspunkte zu einem Ausschluss berechtigt (vgl. OLG Saarbrücken, Beschluss vom 29.12.2003 - 1 Verg 4/03 = ZfBR 2004, S. 490; VK Düsseldorf, Beschluss vom 13.03.2006 - VK08/2006-L; für die Zulässigkeit einer über den konkreten Angebotsausschluss hinausgehenden Vergabesperre KG, Urteil vom 17.01.2010 - 2 U 4/06 Kart).

    Auch das Vorliegen einer Anklageschrift oder eines Eröffnungsbeschlusses muss daher nicht abgewartet werden (vgl. OLG Saarbrücken, Beschluss vom 29.12.2003 - 1 Verg 4/03; OLG Frankfurt, Beschluss vom 24.06.2004 - 11 Verg 6/04;… Müller-Wrede, a.a.O., § 6 EG, Rdnr. 67).

    Informationen müssen sich aus seriösen Quellen ergeben, so dass der Verdacht eine gewisse Erhärtung erfährt (vgl. BGH, Urteil vom 26.10.1999 - X ZR 30/98; Saarländisches OLG, Beschluss vom 29.12.2003 - 1 Verg 4/03;… Hausmann/von Hoff in: Kulartz/Marx/Portz/Prieß, VOL/A, 2. Auflage, § 6 EG, Rdnr. 111).

    Nach § 21 Abs. 2 SektVO ist ein Verhalten einem Unternehmen zuzurechnen, wenn eine Person, die für die Führung der Geschäfte dieses Unternehmens verantwortlich handelt, selbst gehandelt hat (vgl. OLG Düsseldorf, Beschluss vom 28.07.2005 - Verg 42/05; OLG Saarbrücken, Beschluss vom 29.12.2008 - 1 Verg 4/03;… Müller-Wrede, a.a.O., § 6 EG, Rdnr. 61).

  • VK Bund, 29.02.2016 - VK 1-138/15

    Nachprüfungsverfahren: Sicherungsleistungen

    Eine schwere Verfehlung muss zudem nachweislich vorliegen, d.h. es müssen die die schweren Verfehlungen belegenden Indiztatsachen einiges Gewicht haben und einer kritischen Prüfung durch ein mit der Sache befasstes Gericht standhalten (vgl. OLG Saarbrücken, Beschluss vom 18. Dezember 2003, 1 Verg 4/03).

    Tatverdacht voraussetzt, als ausreichender Nachweis der Verfehlung angesehen, da er nicht nur auf den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft, sondern auf der Prüfung und Entscheidung durch ein unabhängiges Gericht beruht (vgl. OLG München, Beschluss vom 22. November 2012, Verg 22/12; OLG Saarbrücken, Beschluss vom 18. Dezember 2003, 1 Verg 4/03); eine rechtskräftige Verurteilung oder Feststellung ist hingegen nicht erforderlich (vgl. EuGH, Urteil vom 13. Dezember 2012, Rs. C-465/11; OLG München, Beschluss vom 22. November 2012, Verg 22/12; KG, Urteil vom 17. Januar 2011, 2 U 4/06; OLG Saarbrücken, Beschluss vom 18. Dezember 2003, 1 Verg 4/03).

    Auch ist es nicht erforderlich, die Anklageerhebung oder Eröffnung des Hauptverfahrens abzuwarten (vgl. OLG Saarbrücken, Beschluss vom 18. Dezember 2003, 1 Verg 4/03).

    Sind die Indizien hingegen schwach bzw. zweifelhaft und bedürfen einer Erhärtung und Konkretisierung durch weitere Beweiserhebungen, reicht dies im Nachprüfungsverfahren mit Blick auf den Beschleunigungsgrundsatz nicht aus (vgl. OLG Saarbrücken, Beschluss vom 18. Dezember 2003, 1 Verg 4/03).

    Bloße Behauptungen, unspezifizierte Vorwürfe, Vermutungen oder vage Verdachtsgründe reichen nicht aus (vgl. KG, Urteil vom 17. Januar 2011, 2 U 4/06; OLG Saarbrücken, Beschluss vom 18. Dezember 2003, 1 Verg 4/03).

  • VK Niedersachsen, 18.10.2005 - VgK-47/05

    Vergabe von Entsorgungsdienstleistungen; Mangelnde Zuverlässigkeit bei …

    Der Grundsatz der Unschuldsvermutung als Ausprägung des Rechtsanspruchs auf ein faires Verfahren (Artikel 6 Abs. 2 EMRK) ist auch unter Berücksichtigung der Entscheidung des OLG Saarbrücken vom 18.12.2003, Az.: 1 Verg 4/03, nach wie vor ein sachlicher Grund, den die Auftraggeber im Rahmen ihrer Ermessensentscheidung nach § 25 Nr. 1 Abs. 2 lit. b VOL/A berücksichtigen durften.

    Insbesondere bleibt die von den Auftraggebern herangezogene Unschuldsvermutung als Ausprägung des Rechtsanspruchs auf ein faires Verfahren (Art. 6 Abs. 2 EMRK) auch unter Berücksichtigung der Entscheidung des OLG Saarbrücken vom 18.12.2003 (Az.: 1 Verg 4/03 = Europa kompakt 2/2004, S. 23 ff.) ein sachlicher Grund, den der öffentliche Auftraggeber bei der Beurteilung der Zuverlässigkeit eines Bieters zumindest mit hohem Gewicht berücksichtigen darf.

    Demgegenüber hat das OLG Saarbrücken mit Beschluss vom 29.12.2003 (Az.: 1 Verg 4/03, zitiert nach VERIS) entschieden, dass der Grundsatz der Unschuldsvermutung einem auf staatsanwaltliche Ermittlungsverfahren gestützten Angebotsausschluss wegen vermeintlicher Unzuverlässigkeit nicht entgegensteht.

  • VG Frankfurt/Main, 05.11.2020 - 7 K 3250/18

    Die behördliche Feststellung, dass ein von der Bundesanstalt für …

    Das gilt umso mehr, als es im Vergaberecht anerkannt ist, dass sich ein öffentlicher Auftraggeber für einen Nachweis einer Straftat wie einer Steuerhinterziehung wegen der strafrechtlichen Unschuldsvermutung nur auf Indizien stützen darf, die einer kritischen Überprüfung standhalten (OLG Saarbrücken, Beschluss vom 29.12.2003 - 1 Verg 4/03 -, NZBau 2004, 346, 347; Walter/ Glaßl, Löschan, BB 2020, 642, 648).

    Daraus folgt, dass die Vergabekammer und das Beschwerdegericht ihre Überzeugung davon, ob ein schwere Verfehlung "nachweislich" vorliegt, gegebenenfalls nur unter Heranziehung des Sonderprüfungsberichts bilden würden, nicht aber ohne eigene Prüfung ein dahingehendes Ergebnis des Berichts einfach übernehmen dürften (siehe beispielhaft die umfassende Beweiswürdigung bei OLG Saarbrücken, Beschluss vom 29.12.2003 - 1 Verg 4/03 -, NZBau 2004, 346, 348 ff.).

  • KG, 17.01.2011 - 2 U 4/06

    Überprüfung einer Vergabesperre

    So betrachtet, liegt die Anordnung einer Vergabesperre sogar im Interesse des potenziellen Auftragnehmers, weil sie ihm Klarheit verschafft: Hält er sie für ungerechtfertigt, kann er versuchen, sich ungeachtet der Vergabesperre an Ausschreibungen des Auftraggebers zu beteiligen und sich gegebenenfalls mit einem vergaberechtlichen Nachprüfungsantrag bereits gegen die Nichtübersendung der Verdingungsunterlagen wenden (vgl. Sachverhalt OLG Saarbrücken NZBau 2004, 346 ff).
  • LG Berlin, 22.03.2006 - 23 O 118/04

    Verhängung einer generellen Vergabesperre zulässig

    Der Verdacht muss einen gewissen Grad der Erhärtung erfahren haben (OLG Saarbrücken, NZBau 2004, 346).
  • VK Münster, 14.01.2010 - VK 24/09

    Prüfung der Zuverlässigkeit eines Bieters

    Die verdachtsbegründenden Umstände müssen aber aus seriösen Quellen stammen und der Verdacht muss einen gewissen Grad an ,,Erhärtung" erfahren haben, OLG Saarbrücken, 29.12.2003, 1 Verg 4/03.
  • VK Bund, 08.07.2015 - VK 2-53/15

    Nachprüfungsverfahren: Angaben zu Unternehmensverflechtungen

    Beschluss vom 18. Dezember 2003 - 1 Verg 4/03).
  • VK Saarland, 18.02.2026 - 3 VK 05/25

    Personal muss erst bei Leistungsbeginn zur Verfügung stehen!

  • VK Rheinland-Pfalz, 14.08.2012 - VK 2-17/12

    Angaben nicht eindeutig gefordert: Kein Ausschluss wegen fehlender Angaben!

  • VK Bund, 25.08.2015 - VK 1-51/15

    Nachprüfungsverfahren: Winterdienstleistungen

  • VK Nordbayern, 22.01.2007 - 21.VK-3194-44/06

    Ausschluss wegen schwerer Verfehlung

  • VG Berlin, 18.04.2008 - 4 A 329.07

    Klage auf Löschung der Eintragung im Korruptionsregister Berlin

  • VK Saarland, 01.10.2003 - 3 VK 03/03

    Sammlung und Beförderung von PKK-Abfällen Containergestellung

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