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| VGH Bayern, 02.09.2008 - 10 C 08.2087 |
Volltextveröffentlichungen (2)
- openjur.de
Erkennungsdienstliche Unterlagen; Löschungsanspruch
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Wird zitiert von ... (18) Zitiert selbst (3)
- VGH Bayern, 24.07.2008 - 10 C 08.1780
Vernichtung erkennungsdienstlicher Daten richtet sich nach Polizeiaufgabengesetz
Auszug aus VGH Bayern, 02.09.2008 - 10 C 08.2087
Aufgrund der Verweisung der §§ 481 Abs. 1, 484 Abs. 4 StPO richtet sich der Anspruch auf Löschung solcher Daten nach den Regelungen des Polizeiaufgabengesetzes (vgl. BayVGH vom 24.7.2008, 10 C 08.1780, RdNrn.Der Senat hat es in der oben genannten Entscheidung offen gelassen, ob zusätzlich auch der Löschungsanspruch nach Art. 38 Abs. 2 Satz 2 PAG besteht, wenn in dem Ermittlungsverfahren, in dem die erkennungsdienstlichen Unterlagen gewonnen worden sind, der für die strafrechtlichen Ermittlungen erforderliche Tatverdacht restlos entfallen ist (vgl. Beschluss vom 24.7.2008, 10 C 08.1780, RdNr. 18).
- BVerwG, 23.11.2005 - 6 C 2.05
Vorbeugende Verbrechensbekämpfung; Strafverfolgungsvorsorge; Rechtsweg; …
Auszug aus VGH Bayern, 02.09.2008 - 10 C 08.2087
Wie das Verwaltungsgericht Würzburg zutreffend ausgeführt hat, bemisst sich die Notwendigkeit der Aufbewahrung erkennungsdienstlicher Unterlagen danach, ob die Betroffenen künftig mit guten Gründen in den Kreis potentieller Beteiligter einer noch aufzuklärenden Straftat einbezogen werden und ob die erkennungsdienstlichen Unterlagen die dann zu führenden Ermittlungen - die Betroffenen überführend oder entlastend - fördern können (vgl. BVerwG vom 23.11.2005 NJW 2006 1225/1226). - BVerfG, 16.05.2002 - 1 BvR 2257/01
Zur Datenspeicherung trotz Freispruchs
Auszug aus VGH Bayern, 02.09.2008 - 10 C 08.2087
Daher kann die Aufbewahrung der polizeilichen Unterlagen selbst im Falle eines rechtskräftigen Freispruches zulässig bleiben, wenn ein Restverdacht fortbesteht (vgl. BVerfG vom 16.05.2002 NJW 2002, 3231).
- VGH Baden-Württemberg, 10.02.2015 - 1 S 554/13
Zulässigkeit der Speicherung, Veränderung und Nutzung personenbezogener Daten aus …
Selbst die Einstellung nach § 170 Abs. 2 StPO oder ein Freispruch schließt einen gegen den Beschuldigten fortbestehenden Tatverdacht nicht notwendig aus; sofern die Verdachtsmomente nicht ausgeräumt sind, ist eine Speicherung daher auch in diesen Fällen zulässig und mit der durch das Rechtsstaatsprinzip und Art. 6 Abs. 2 EMRK verbürgten Unschuldsvermutung vereinbar (…vgl. Senat, Urt. v. 26.05.1992 - 1 S 668/90 - ESVGH 42, 291 = VBlBW 1993, 13, m.w.N.; Urt v. 27.09.1999 - 1 S 1781/98 - NVwZ-RR 2000, 287; Beschl. v. 20.02.2001 - 1 S 2054/00 - NVwZ 2001, 1289; Beschl. v. 29.09.2003 - 1 S 2145/02 -, m.w.N.;… ähnlich BVerwG, Urt. v. 09.06.2010 - 6 C 5.09 - BVerwGE 137, 113, juris Rn. 26;… OVG Schles.-Holst., Urt. v. 05.05.1998 - 4 L 1/98 - juris;… HessVGH, Urt. 16.12.2004 - 11 UE 2982/02 - juris Rn. 39; BayVGH, Beschl. v. 02.09.2008 - 10 C 08.2087 - juris - und Beschl. v. 10.06.2013 - 10 C 13.62 - juris -). - VG München, 18.02.2020 - M 7 K 18.4570
Löschung personenbezogener Daten - Klageverfahren
Daher kann die Aufbewahrung der polizeilichen Unterlagen selbst im Falle eines rechtskräftigen Freispruchs zulässig bleiben, wenn ein Restverdacht fortbesteht (vgl. BayVGH, B.v. 2.9.2008 - 10 C 08.2087 - juris Rn. 5 unter Hinweis auf BVerfG, B.v. 16.5.2002 - 1 BvR 2257/01 - juris Rn. 10 ff.), etwa, wenn der Freispruch aus Mangel an Beweisen erfolgt ist (…vgl. BayVGH, B.v. 24.2.2015 - 10 C 14.1180 - juris Rn. 18).Dabei entfällt der für die Aufbewahrung personenbezogener Daten erforderliche polizeiliche Restverdacht erst dann, wenn der Verdacht einer Straftat oder der Tatbeteiligung des Betroffenen restlos ausgeräumt ist (vgl. BayVGH, B.v. 2.9.2008 - 10 C 08.2087 - juris Rn. 5).
- VG Saarlouis, 05.03.2010 - 6 K 691/09
Erkennungsdienstliche Behandlung bei Verkehrsdelikten
Rn. 35 vgl. BVerfG, Beschluss vom 16.05.2002 - 1 BvR 2257/01 -, NJW 2002, 3231; OVG Lüneburg, Beschluss vom 20.11.2008 - 11 ME 297/08 -, VGH München, Beschluss vom 02.09.2008 - 10 C 08.2087 -,bei Juris.Rn. 58 vgl. VGH München, Beschluss vom 02.09.2008 - 10 C 08.2087 -,bei Juris.
Rn. 61 vgl. BVerfG, Kammerbeschluss vom 01.06.2006 - 1 BvR 2293/03 - VGH München, Beschlüsse vom 02.09.2008 - 10 C 08.2087 -, und vom 24.07.2008 - 10 C 08.1780 - sowie VG Aachen, Urteil vom 15.06.2009 - 6 K 1979/08 -, jeweils bei Juris.
- VGH Bayern, 03.04.2013 - 10 C 11.1967
Prozesskostenhilfe; Löschungsanspruch; erkennungsdienstliche Unterlagen; …
Nach den danach maßgeblichen Regelungen von Art. 38 Abs. 2 Satz 2 und Art. 45 Abs. 2 PAG (…vgl. BayVGH, B.v. 24.7.2008 - 10 C 08.1780 - juris Rn. 18; B.v. 2.9.2008 - 10 C 08.2087 - juris Rn. 2) hat der Antragsteller jedoch keinen Anspruch auf Löschung der über ihn gespeicherten Lichtbilder und Fingerabdrücke.Rn. 11 Die Erforderlichkeit der weiteren Aufbewahrung erkennungsdienstlicher Unterlagen bemisst sich danach, ob der in dem oder den Strafverfahren gegenüber dem Betroffenen festgestellte Sachverhalt nach kriminalistischer Erfahrung angesichts aller Umstände des Einzelfalls ausreichende Anhaltspunkte für die Annahme bietet, dass der Betroffene künftig mit guten Gründen in den Kreis potentieller Beteiligter an einer noch aufzuklärenden strafbaren Handlung einbezogen werden kann und dass die erkennungsdienstlichen Unterlagen die dann zu führenden Ermittlungen den Betroffenen überführend oder entlastend fördern können (…vgl. BayVGH, B.v. 24.7.2008 - 10 C 08.1780 - juris Rn. 18; B.v. 2.9.2008 - 10 C 08.2087 - juris Rn. 6).
Außerdem ist der Verdacht im Sinne von Art. 38 Abs. 2 Satz 2 PAG erst dann entfallen, wenn der Verdacht, dass der Antragsteller die den Gegenstand des Ermittlungsverfahrens bildende Körperverletzung begangen hat, vollständig ausgeräumt ist (vgl. BayVGH, B.v. 2.9.2008 - 10 C 08.2087 - juris Rn. 5).
- OVG Niedersachsen, 26.02.2009 - 11 LB 431/08
Anordnung der erkennungsdienstlichen Behandlung zum Zweck der …
Gleiches gilt für Bestimmungen, die derartige Daten enthaltene Dateien der Polizeibehörden den Regelungen der Polizeigesetze der Länder unterstellen (§§ 481 Abs. 2, 483 Abs. 3, 484 Abs. 4 StPO); auch diese betreffen ersichtlich nicht die Datenerhebung (vgl. BayVGH, B. v. 2.9.2008 - 10 C 08.2087, juris;… Meyer-Goßner, Strafprozessordnung, 50. Auflage, § 481 Rn. 1, § 484 Rn. 1;… Pfeiffer, StPO, 5. Auflage, § 481 Rn. 1, § 484 Rn. 1). - VG Aachen, 15.06.2009 - 6 K 1979/08
Anspruch auf Löschung personenbezogener Daten in einer Kriminalakte wegen …
Rn. 24 Vgl. zum Löschungsanspruch: BVerfG, Kammerbeschluss vom 1. Juni 2006 - 1 BvR 2293/03 -, BVerfGK 8, 165ff; BVerwG, Beschluss vom 6. Juli 1988 - 1 B 61.88 -, NJW 1989, 2640, und Urteil vom 19. Oktober 1982 - 1 C 29.79 -, BVerwGE 66, 192 ff.; BayVGH, Beschlüsse vom 24. Juli 2008 - 10 V 08.1780 -, vom 2. September 2008 - 10 C 08.2087 -, und vom 29. Januar 2008 - 10 C 07.3123 - HessVGH, Urteil vom 16. Dezember 2004 - 11 UE 2982/02 -, NJW 2005, 2727ff.; VG Gießen, Urteil vom 12. September 2005; alle Entscheidungen auch in juris. - VG Augsburg, 19.05.2020 - Au 8 K 19.519
Erfolglose Klage auf Löschung einer Eintragung im Kriminalaktennachweis
Daher kann die Aufbewahrung der polizeilichen Unterlagen selbst im Falle eines rechtskräftigen Freispruchs zulässig bleiben, wenn ein Restverdacht fortbesteht (vgl. BayVGH, B.v. 2.9.2008 - 10 C 08.2087 - juris Rn. 5 unter Hinweis auf BVerfG, B.v. 16.5.2002 - 1 BvR 2257/01 - NJW 2002, 3231;… VG München, U.v. 18.2.2020 - M 7 K 18.4570 - juris Rn. 20), etwa, wenn der Freispruch aus Mangel an Beweisen erfolgt ist (…vgl. BayVGH, B.v. 24.2.2015 - 10 C 14.1180 - juris Rn. 18).Die Erforderlichkeit der Aufbewahrung erkennungsdienstlicher Unterlagen bemisst sich danach, ob der Betroffene künftig mit guten Gründen in den Kreis potentieller Beteiligter einer noch aufzuklärenden Straftat einbezogen werden und ob die gespeicherten Daten die dann zu führenden Ermittlungen - den Betroffenen überführend oder entlastend - fördern können (BayVGH, B.v. 2.9.2008 - 10 C 08.2087 - juris Rn. 6).
- OVG Nordrhein-Westfalen, 14.04.2010 - 5 A 479/09 Rn. 47 Die von dem Beklagten in Bezug genommene Entscheidung des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs vom 2. September 2008 (10 C 08.2087) gibt keinen Anlass zu einer abweichenden Bewertung der Wiederholungsgefahr.
- VGH Bayern, 20.02.2013 - 10 ZB 12.2455
Mitziehklausel des Art. 38 Abs. 2 Satz 6 PAG; Anfangsverdacht bezüglich der …
Der Verdacht einer Straftat des Klägers ist durch die Zeugenaussage also gerade nicht restlos ausgeräumt (vgl. BayVGH, B.v. 2.9.2008 - 10 C 08.2087 - juris Rn. 5). - VG München, 14.04.2021 - M 23 K 19.4483
Keine Löschung personenbezogener Daten beim Bayerischen Landeskriminalamt nach …
Daher kann die Aufbewahrung der polizeilichen Unterlagen selbst im Falle eines rechtskräftigen Freispruchs zulässig bleiben, wenn ein Restverdacht fortbesteht (vgl. BayVGH, B.v. 2.9.2008 - 10 C 08.2087 - juris Rn. 5 unter Hinweis auf BVerfG, B.v. 16.5.2002 - 1 BvR 2257/01 - juris Rn. 10 ff.), etwa, wenn der Freispruch aus Mangel an Beweisen erfolgt ist (…vgl. BayVGH, B.v. 24.2.2015 - 10 C 14.1180 - juris Rn. 18). - VG München, 07.09.2020 - M 7 K 19.2118
Löschung von Daten in Kriminalaktennachweisen
- VG München, 14.08.2013 - M 7 K 12.3618
- VG München, 07.07.2020 - M 7 K 19.1311
Zum Anspruch auf Löschung personenbezogener Daten im bayrischen …
- VG München, 15.02.2017 - M 7 K 15.5775
Löschung personenbezogener Daten
- VG Berlin, 29.01.2025 - 1 L 561.24
- VG Berlin, 20.12.2024 - 1 L 483.24
Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung einer Vorladung zur …
- VGH Bayern, 17.08.2010 - 10 C 09.3114
Prozesskostenhilfe; Klage auf Löschung von Eintragungen im polizeilichen …
- VG Berlin, 11.03.2024 - 1 L 49.24
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