Rechtsprechung
| VG Oldenburg, 12.07.2007 - 12 A 3689/06 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- openjur.de
Namensänderung: Kein Anspruch auf dreigliedrigen Familiennamen
- Entscheidungsdatenbank Niedersachsen
§ 3 Abs 1 NamÄndG; Art 10 BGBEG; § 1355 Abs 4 S 3 BGB; § 1355 Abs 4 S 1 BGB; Art 2 Abs 1 GG; Art 1 Abs 1 GG
Ausland; Begleitname; Ehename; Familienname; Geburtsname; Geburtsurkunde; Heirat; Mehrgliedrigkeit ; Name; Namenskette; Namensänderung; Änderung - juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- VG Oldenburg, 12.07.2007 - 12 A 3689/06
- OVG Niedersachsen, 26.03.2008 - 11 LA 345/07
- BVerfG, 17.09.2008 - 1 BvR 1173/08
Wird zitiert von ... Zitiert selbst (8)
- BVerfG, 30.01.2002 - 1 BvL 23/96
Ausschluß vom Doppelnamen
Auszug aus VG Oldenburg, 12.07.2007 - 12 A 3689/06
Der Geburtsname wird zwar vom Schutzbereich des allgemeinen Persönlichkeitsrechts umfasst (BVerfG, Urteil vom 30. Januar 2002 - 1 BvL 23/96 -, BVerfGE 104, 373).Diese Einschränkung fügt sich in das in § 1355 BGB verwirklichte Gesamtkonzept des Gesetzgebers ein, Namensketten nicht entstehen zu lassen, die die Identifikationskraft des Namens abschwächen und die Praktikabilität im Rechts- und Geschäftsverkehr belasten können (vgl. auch BVerfG, Urteil vom 30. Januar 2002 , a. a. O.; BayObLG, Beschluss vom 29. April 2003 - 1Z BR 23/03 -, FamRZ 2004, 374 zu § 1355 Abs. 4 Satz 2 BGB).
- BayObLG, 29.04.2003 - 1Z BR 23/03
Verfassungsmäßigkeit des Ausschlusses eines Begleitnamens
Auszug aus VG Oldenburg, 12.07.2007 - 12 A 3689/06
Dies ergebe sich aus einem Beschluss des Bayerischen Obersten Landesgerichts (BayObLG) vom 29. April 2003 (1 Z BR 23/03 -, FamRZ 2004, 374).Diese Einschränkung fügt sich in das in § 1355 BGB verwirklichte Gesamtkonzept des Gesetzgebers ein, Namensketten nicht entstehen zu lassen, die die Identifikationskraft des Namens abschwächen und die Praktikabilität im Rechts- und Geschäftsverkehr belasten können (vgl. auch BVerfG…, Urteil vom 30. Januar 2002 , a. a. O.; BayObLG, Beschluss vom 29. April 2003 - 1Z BR 23/03 -, FamRZ 2004, 374 zu § 1355 Abs. 4 Satz 2 BGB).
- BVerfG, 18.12.1953 - 1 BvL 106/53
Gleichberechtigung
Auszug aus VG Oldenburg, 12.07.2007 - 12 A 3689/06
Nachdem das Bundesverfassungsgericht mit Urteil vom 18. Dezember 1953 (1 BvL 106/53 -, BVerfGE 3, 225) festgestellt hatte, dass der Gleichberechtigungsgrundsatz des Art. 3 Abs. 2 GG geltendes Recht sei und alle entgegenstehenden Vorschriften auf dem Gebiet des Ehe- und Familienrechts mit Ablauf des 31. März 1953 außer Kraft getreten seien, hat der Gesetzgeber § 1355 BGB durch das Gleichberechtigungsgesetz vom 18. Juni 1957 (BGBl. I S. 609) dahingehend geändert, dass die Frau das Recht erhielt, ihren Mädchennamen dem Familiennamen anzufügen (§ 1355 Satz 2 BGB).
- BVerfG, 05.03.1991 - 1 BvL 83/86
Ehenamen
Auszug aus VG Oldenburg, 12.07.2007 - 12 A 3689/06
Das Bundesverfassungsgericht erklärte § 1355 Abs. 2 Satz 2 BGB in dieser Fassung mit Beschluss vom 5. März 1991 (- 1 BvL 83/86, 1 BvL 24/88 -, BVerfGE 84, 9) ebenfalls für mit Art. 3 Abs. 2 GG unvereinbar und verpflichtete den Gesetzgeber zur Schaffung einer das Gleichberechtigungsgebot achtenden Neuregelung. - BVerfG, 08.03.1988 - 1 BvL 9/85
Gemeinsamer Familienname
Auszug aus VG Oldenburg, 12.07.2007 - 12 A 3689/06
Der Einzelne kann daher verlangen, dass die Rechtsordnung seinen Namen respektiert und schützt (BVerfG, Beschluss vom 8. März 1988 - 1 BvL 9/85 u.a. -, BVerfGE 78, 38). - BVerfG, 18.02.2004 - 1 BvR 193/97
Ausschluss des infolge einer Ehenamenswahl geführten Namens bei der Bestimmung …
Auszug aus VG Oldenburg, 12.07.2007 - 12 A 3689/06
Das allgemeine Persönlichkeitsrecht schützt den Namensträger deshalb vor Entzug und auferlegter Änderung seines geführten Namens (BVerfG, Urteil vom 18. Februar 2004 - 1 BvR 193/97 -, BVerfGE 109, 256). - LG Koblenz, 20.03.1996 - 2 T 162/96
Auszug aus VG Oldenburg, 12.07.2007 - 12 A 3689/06
Da die Hinzufügung eines Begleitnamens zum Ehenamen ohnehin zu einem "neuen" Namen führt, erscheint es zuträglich, dass dieser - um dem Postulat der Rechtsklarheit zu dienen - um einen frei wählbaren Teil gekürzt wird (LG Koblenz, Beschluss vom 20. März 1996 - 2 T 162/96 -, RPfleger 1996, 509). - AG Berlin-Schöneberg, 07.05.2001 - 70 III 95/01
- BVerfG, 17.09.2008 - 1 BvR 1173/08
Nichtannahme der Verfassungsbeschwerde gegen die Ablehnung einer Namensänderung
1. unmittelbar gegen a) den Beschluss des Niedersächsischen Oberverwaltungsgerichts vom 26. März 2008 - 11 LA 345/07 -, b) das Urteil des Verwaltungsgerichts Oldenburg vom 12. Juli 2007 - 12 A 3689/06 -, 2. mittelbar gegen.
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