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| OLG Köln, 24.11.2023 - 19 U 146/22 |
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§ 86 a Abs. 1 HGB, § 87 Abs. 1 Satz 1, 2. Var. HGB, § 87 c Abs. 2 HGB, § 87 d HGB, § 89 b HGB, § 362 BGB, § 812 BGB
Telekommunikationsprodukte, Telekommunikationsdienstleistungen -, Absatz von Telefonieprodukten durch HV im stationären Vertrieb, stationärer Vertrieb, Anspruch auf Buchauszug, formularmäßiger Ausschluss des Anspruchs auf Provision für Nachbestellungen, ...
Verfahrensgang
- OLG Köln, 25.09.2023 - 19 U 146/22
- OLG Köln, 24.11.2023 - 19 U 146/22
Wird zitiert von ... (5) Zitiert selbst (29)
- BGH, 17.11.2016 - VII ZR 6/16
Handelsvertretervertrag: Kostenfreie Zuverfügungstellung von Unterlagen durch den …
Auszug aus OLG Köln, 24.11.2023 - 19 U 146/22
Rn. 137 Die Beklagte nimmt Bezug auf Ausführungen des Bundesgerichtshofs zur Zuordnung von Kosten eines Kassensystems einer Tankstelle (BGH, Urteil vom 17.11.2016 - VII ZR 6/16, juris, Rn. 31, 41; S. 48 f., 52 f. der Berufungserwiderungs- und -begründungsschrift der Beklagten, Bl. 255 f., 259 f. d. A.).Rn. 188 Der Begriff der Unterlagen im Sinne von § 86a Abs. 1 HGB ist weit auszulegen (BGH, Urteil vom 17.11.2016 - VII ZR 6/16, juris, Rn. 19; Senat…, Urteil vom 11.09.2009 - 19 U 64/09, juris, Rn. 6; OLG Hamm…, Urteil vom 09.11.2020 - 18 U 93/17, juris, Rn. 63).
Hiervon erfasst werden auch sonstige Sachen, die der Handelsvertreter speziell zur Anpreisung bei der Kundschaft benötigt, z.B. sonstiges Werbematerial, Musterstücke und Musterkollektion (BGH, Urteil vom 17.11.2016 - VII ZR 6/16, juris, Rn. 19).
Ist ein EDV-System für die Übermittlung der Preisdaten an den Handelsvertreter erforderlich, muss dieses System dem Handelsvertreter kostenfrei zur Verfügung gestellt werden (BGH, Urteil vom 17.11.2016 - VII ZR 6/16, juris, Rn. 29; Hübsch in: ZVertriebsR 2018, 88).
Zu den gemäß § 86a Abs. 1 HGB (kostenlos) vom Unternehmer zur Verfügung zu stellenden Unterlagen gehören deshalb nur die Hilfsmittel, die der Handelsvertreter spezifisch aus der Sphäre des Unternehmers benötigt, um seine Tätigkeit überhaupt ausüben zu können (BGH…, Urteil vom 04.05.2011 - VIII ZR 11/10, juris, Rn. 25; Urteil vom 17.11.2016 - VII ZR 6/16, juris, Rn. 23 ff.; OLG Hamm…, Urteil vom 17.06.2016 - 12 U 165/15, juris, Rn. 30 ff.).
Rn. 205 Soweit die Rechtsprechung in der Folge in den sog. Tankstellenfällen eine Beteiligung des Handelsvertreters an den Kosten eines Kassensystems angenommen hat, beruht dies nicht zuletzt auf der Erwägung, dass ihm dieses - neben der eigentlichen Vermittlungstätigkeit - wesentliche Vorteile bei der Abwicklung seines Eigengeschäfts bietet (vgl. BGH, Urteil vom 17.11.2016 - VII ZR 6/16, juris, Rn. 25; OLG Schleswig…, Urteil vom 03.12.2015 - 16 U 39/15, juris, Rn. 30 ff.; OLG Hamm…, Urteil vom 09.11.2020 - 18 U 93/17, juris, Rn. 75 ff.).
Demensprechend bezieht sich die Unwirksamkeit gemäß § 86a Abs. 3 i.V.m. Abs. 1 HGB in diesen Fällen zunächst nur auf denjenigen Teil der Gesamtvergütung (Kassenpacht), mit dem die entsprechende Teilfunktion des Kassensystems betreffend die Übermittlung der Preise der Agenturwaren abgegolten wird, nicht hingegen auf denjenigen Teil der Gesamtvergütung, bei dem es sich um die Gegenleistung für andere Funktionen des Kassensystems (z.B. Erstellung von Tagesabrechnungen, Umsatzsteuererklärungen, betriebswirtschaftliche Auswertungen etc.) handelt (BGH, Urteil vom 17.11.2016 - VII ZR 6/16, juris, Rn. 31).
Rn. 207 Selbst wenn man dies jedoch anders sehen wollte und der Auffassung wäre, es läge lediglich eine Teilunwirksamkeit der Vergütungsabrede vor, so würde die sodann vorzunehmende ergänzende Vertragsauslegung (vgl. BGH, Urteil vom 17.11.2016 - VII ZR 6/16, juris, Rn. 32) zu keinem abweichenden Ergebnis führen.
Rn. 212 Denn die Teilunwirksamkeit einer Vergütungsvereinbarung, mit der eine nicht aufgeschlüsselte Gesamtvergütung vereinbart wird, zieht die Gesamtunwirksamkeit der Vergütungsvereinbarung nach sich, wenn sich aus einer ergänzenden Vertragsauslegung nichts Abweichendes ergibt (BGH, Urteil vom 17.11.2016 - VII ZR 6/16, juris, Rn. 32).
- BGH, 04.05.2011 - VIII ZR 11/10
Zum Anspruch des Handelsvertreters auf kostenlose Überlassung von Hilfsmitteln
Auszug aus OLG Köln, 24.11.2023 - 19 U 146/22
Gleiches gilt für aus Software und Hardware bestehende Systeme (OLG Hamm…, Urteil vom 17.06.2016 - 12 U 165/15, juris, Rn. 24 ff.;… Lehmann in: BeckOK-HGB, 39. Edition, Stand: 15.07.2022, § 86a HGB, Rn. 2 m.w.N.) sowie für spezielle Software für den Zugang zu den für die Vermittlung erforderlichen aktuellen Unternehmensdaten (BGH, Urteil vom 04.05.2011 - VIII ZR 11/10, juris, Rn. 20 ff.; Senat…, Urteil vom 30.09.2005 - 19 U 67/05, juris, Rn. 30 ff.; OLG Bremen…, Beschluss vom 27.06.2011 - 2 U 21/11, juris, Rn. 9;… Hopt in: Hopt, Kommentar zum HGB, 42. Auflage 2023, § 86a HGB, Rn. 5).Zu den gemäß § 86a Abs. 1 HGB (kostenlos) vom Unternehmer zur Verfügung zu stellenden Unterlagen gehören deshalb nur die Hilfsmittel, die der Handelsvertreter spezifisch aus der Sphäre des Unternehmers benötigt, um seine Tätigkeit überhaupt ausüben zu können (BGH, Urteil vom 04.05.2011 - VIII ZR 11/10, juris, Rn. 25;… Urteil vom 17.11.2016 - VII ZR 6/16, juris, Rn. 23 ff.; OLG Hamm…, Urteil vom 17.06.2016 - 12 U 165/15, juris, Rn. 30 ff.).
Hierbei handelt es sich nach der Verkehrsauffassung um ein einheitliches Produkt, für das der Handelsvertreter nicht - auch nicht teilweise - ein Nutzungsentgelt schuldete (vgl. BGH, Urteil vom 04.05.2011 - VIII ZR 11/10, juris, Rn. 30; OLG Hamm…, Urteil vom 17.06.2016 - 12 U 165/15, juris, Rn. 36).
Werbemittel kommen nur dann als "erforderliche Unterlage" in Betracht, wenn sie einen unmittelbaren Produktbezug aufweisen (BGH, Urteil vom 04.05.2011 - VIII ZR 11/10, Rn. 29, juris) - hierfür ist nichts ersichtlich, auch nicht für die Erforderlichkeit für die Tätigkeit als Handelsvertreter.
- OLG Hamm, 17.06.2016 - 12 U 165/15
Begriff der Unterlagen i.S. von § 86a Abs. 1 HGB ; Anspruch eines …
Auszug aus OLG Köln, 24.11.2023 - 19 U 146/22
Gleiches gilt für aus Software und Hardware bestehende Systeme (OLG Hamm, Urteil vom 17.06.2016 - 12 U 165/15, juris, Rn. 24 ff.;… Lehmann in: BeckOK-HGB, 39. Edition, Stand: 15.07.2022, § 86a HGB, Rn. 2 m.w.N.) sowie für spezielle Software für den Zugang zu den für die Vermittlung erforderlichen aktuellen Unternehmensdaten (BGH…, Urteil vom 04.05.2011 - VIII ZR 11/10, juris, Rn. 20 ff.; Senat…, Urteil vom 30.09.2005 - 19 U 67/05, juris, Rn. 30 ff.; OLG Bremen…, Beschluss vom 27.06.2011 - 2 U 21/11, juris, Rn. 9;… Hopt in: Hopt, Kommentar zum HGB, 42. Auflage 2023, § 86a HGB, Rn. 5).Zu den gemäß § 86a Abs. 1 HGB (kostenlos) vom Unternehmer zur Verfügung zu stellenden Unterlagen gehören deshalb nur die Hilfsmittel, die der Handelsvertreter spezifisch aus der Sphäre des Unternehmers benötigt, um seine Tätigkeit überhaupt ausüben zu können (BGH…, Urteil vom 04.05.2011 - VIII ZR 11/10, juris, Rn. 25;… Urteil vom 17.11.2016 - VII ZR 6/16, juris, Rn. 23 ff.; OLG Hamm, Urteil vom 17.06.2016 - 12 U 165/15, juris, Rn. 30 ff.).
Hierbei handelt es sich nach der Verkehrsauffassung um ein einheitliches Produkt, für das der Handelsvertreter nicht - auch nicht teilweise - ein Nutzungsentgelt schuldete (vgl. BGH…, Urteil vom 04.05.2011 - VIII ZR 11/10, juris, Rn. 30; OLG Hamm, Urteil vom 17.06.2016 - 12 U 165/15, juris, Rn. 36).
- OLG Köln, 08.09.2023 - 19 U 73/22
Telekommunikationsprodukte, Telekommunikationsdienstleistungen -, Absatz von …
Auszug aus OLG Köln, 24.11.2023 - 19 U 146/22
Zutreffend ist das Landgericht davon ausgegangen, dass es sich insoweit um ein Entgelt für "erforderliche Unterlagen" im Sinne der Vorschrift handelt (Senat, Urteil vom 08.09.2023 - 19 U 73/22, NRWE).4.1.1 Anlage 2 TSP-Vertrag (Senat, Urteil vom 08.09.2023 - 19 U 73/22, NRWE).
Rn. 243 Der nach Ziffer 4.1 der Anlage 2 zum TSP-Vertrag und Ziffer 5.1 der Anlage 3 zum TSP-Vertrag vereinbarte Ausschluss von Provisionen nach § 87 Abs. 1 S. 1 Alt. 2 HGB ist auch wirksam (Senat, Urteil vom 08.09.2023 - 19 U 73/22, NRWE).
- LG Bonn, 11.11.2022 - 14 O 110/20
Auszug aus OLG Köln, 24.11.2023 - 19 U 146/22
Auf die Berufung der Beklagten wird das Teilurteil der 3. Kammer für Handelssachen des Landgerichts Bonn vom 11.11.2022 zum Az. 14 O 110/20 insoweit abgeändert, als mit dem Tenor zu Zif.Rn. 93 das Urteil des Landgerichts Bonn vom 11.11.2022, Az. 14 O 110/20 insoweit abzuändern, als dem Kläger die geltend gemachten Ansprüche nicht zugesprochen wurden und die Beklagte wie folgt zu verurteilen (unter Beibehaltung der ursprünglichen Nummerierung):.
Rn. 125 das Teil-Urteil des Landgerichts Bonn, Az. 14 O 110/20 vom 11.11.2022 unter Zurückweisung der Berufung des Klägers insgesamt aufzuheben und die Klage abzuweisen,.
- BGH, 21.02.2006 - VIII ZR 61/04
Kündigung des Handelsvertretervertrages durch den Unternehmer wegen Verweigerung …
Auszug aus OLG Köln, 24.11.2023 - 19 U 146/22
Insbesondere sind weniger strenge Anforderungen als an den wichtigen Grund nach § 89a Abs. 1 HGB zu stellen, weshalb auch ein unverschuldetes oder sogar rechtmäßiges Verhalten des Unternehmers genügen kann (vgl. BGH, Beschluss vom 21.02.2006 - VIII ZR 61/04, juris, Rn. 7;… Urteil vom 13.12.1995 - VIII ZR 61/95, juris Rn. 7;… Hopt a.a.O., Rn. 57;… Lehmann a.a.O., § 89b HGB, Rn. 98).Rn. 286 Erforderlich und ausreichend für einen begründeten Anlass im Sinne von § 89b Abs. 3 Nr. 1 HGB ist es, dass durch dem Unternehmer zuzurechnende Umstände eine für den Handelsvertreter nach Treu und Glauben nicht mehr hinnehmbare Situation entstanden ist (vgl. BGH, Beschluss vom 21.02.2006 - VIII ZR 61/04, juris, Rn. 7;… Urteil vom 13.08.2015 - VII ZR 90/14, juris, Rn. 34).
- OLG Köln, 30.11.2007 - 19 U 84/07
Ansprüche eines Handelsvertreters auf Rückerstattung von Zahlungen für …
Auszug aus OLG Köln, 24.11.2023 - 19 U 146/22
Rn. 198 Anderes lässt sich auch nicht aus dem Urteil des Senats vom 30.11.2007 (19 U 84/07, zitiert nach juris) herleiten.Denn der Laptop habe nicht nur für die Auftragsannahme, sondern für sämtliche geschäftlichen Belange seiner Handelsvertretertätigkeit verwendet werden können (Senat, Urteil vom 30.11.2007 - 19 U 84/07, juris, Rn. 12).
- OLG Köln, 11.09.2009 - 19 U 64/09
Belastungen eines Handelsvertreters von Finanzdienstleistungsprodukten mit …
Auszug aus OLG Köln, 24.11.2023 - 19 U 146/22
Rn. 188 Der Begriff der Unterlagen im Sinne von § 86a Abs. 1 HGB ist weit auszulegen (BGH…, Urteil vom 17.11.2016 - VII ZR 6/16, juris, Rn. 19; Senat, Urteil vom 11.09.2009 - 19 U 64/09, juris, Rn. 6; OLG Hamm…, Urteil vom 09.11.2020 - 18 U 93/17, juris, Rn. 63).Erforderlich ist, was objektiv zur Tätigkeit benötigt wird (vgl. Senat, Urteil vom 11.09.2009 - 19 U 64/09, juris, Rn. 6).
- OLG Hamm, 09.11.2020 - 18 U 93/17
Kassensystem als "erforderliche Unterlage" im Sinne von § 86a Abs. 1 HGB
Auszug aus OLG Köln, 24.11.2023 - 19 U 146/22
Rn. 188 Der Begriff der Unterlagen im Sinne von § 86a Abs. 1 HGB ist weit auszulegen (BGH…, Urteil vom 17.11.2016 - VII ZR 6/16, juris, Rn. 19; Senat…, Urteil vom 11.09.2009 - 19 U 64/09, juris, Rn. 6; OLG Hamm, Urteil vom 09.11.2020 - 18 U 93/17, juris, Rn. 63).Rn. 205 Soweit die Rechtsprechung in der Folge in den sog. Tankstellenfällen eine Beteiligung des Handelsvertreters an den Kosten eines Kassensystems angenommen hat, beruht dies nicht zuletzt auf der Erwägung, dass ihm dieses - neben der eigentlichen Vermittlungstätigkeit - wesentliche Vorteile bei der Abwicklung seines Eigengeschäfts bietet (vgl. BGH…, Urteil vom 17.11.2016 - VII ZR 6/16, juris, Rn. 25; OLG Schleswig…, Urteil vom 03.12.2015 - 16 U 39/15, juris, Rn. 30 ff.; OLG Hamm, Urteil vom 09.11.2020 - 18 U 93/17, juris, Rn. 75 ff.).
- OLG Bremen, 27.06.2011 - 2 U 21/11
Zum Umfang der dem Handelsvertreter nach § 86a HGB zur Verfügung zu stellenden …
Auszug aus OLG Köln, 24.11.2023 - 19 U 146/22
Auch EDV-Softwareprogramme können im konkreten Einzelfall zu den von der Norm erfassten Unterlagen gehören, wenn die Aufgaben des Handelsvertreters die Verwendung nötig machen und die Überlassung branchenüblich ist (OLG Bremen, Beschluss vom 27.06.2011 - 2 U 21/11, juris, Rn. 9).Gleiches gilt für aus Software und Hardware bestehende Systeme (OLG Hamm…, Urteil vom 17.06.2016 - 12 U 165/15, juris, Rn. 24 ff.;… Lehmann in: BeckOK-HGB, 39. Edition, Stand: 15.07.2022, § 86a HGB, Rn. 2 m.w.N.) sowie für spezielle Software für den Zugang zu den für die Vermittlung erforderlichen aktuellen Unternehmensdaten (BGH…, Urteil vom 04.05.2011 - VIII ZR 11/10, juris, Rn. 20 ff.; Senat…, Urteil vom 30.09.2005 - 19 U 67/05, juris, Rn. 30 ff.; OLG Bremen, Beschluss vom 27.06.2011 - 2 U 21/11, juris, Rn. 9;… Hopt in: Hopt, Kommentar zum HGB, 42. Auflage 2023, § 86a HGB, Rn. 5).
- BGH, 06.04.2009 - II ZR 255/08
Schiedsfähigkeit II
- BGH, 20.02.2019 - VIII ZR 7/18
Streit zwischen privaten Krankenversicherern und Krankenhäusern: Zu Unrecht für …
- BGH, 03.08.2017 - VII ZR 32/17
Provision des Handelsvertreters: Verjährung des Anspruchs auf Erteilung eines …
- BGH, 21.10.2009 - VIII ZR 286/07
Unwirksame Provisionsklausel in Handelsvertretervertrag
- BGH, 13.08.2015 - VII ZR 90/14
Versicherungsvertretervertrag: Haftende Versicherungsgesellschaft für den …
- BGH, 21.03.2001 - VIII ZR 149/99
Form und Umfang des Buchauszuges
- BGH, 20.09.2006 - VIII ZR 100/05
Wirksamkeit der Vereinbarung eines Einwendungsausschlusses gegen die Abrechnungen …
- BGH, 22.01.2015 - VII ZR 87/14
Handelsvertretervertrag: Grundlagen der Provisionsberechnung im Rahmen von …
- BGH, 20.12.2018 - VII ZR 69/18
Versicherungsvertreter: Provisionsanspruch bei Vermittlung dynamischer …
- BGH, 24.01.2008 - III ZR 79/07
Wirksamkeit der nachträglichen Beschränkung der Gültigkeitsdauer von …
- BGH, 28.04.1999 - VIII ZR 354/97
Ausgleichsanspruch eines im Rotationssystem eingesetzten Handelsvertreters
- OLG Köln, 30.09.2005 - 19 U 67/05
Schadensersatzansprüche des gekündigten Versicherungsvertreters bei Berufung auf …
- OLG Düsseldorf, 02.04.2020 - 16 U 6/19
Umfang des Anspruchs eines Handelsvertreters auf Erteilung eines Buchauszugs
- BGH, 13.12.1995 - VIII ZR 61/95
Voraussetzungen und Rechtsfolgen der Eigenkündigung des Handelsvertreters
- BGH, 23.02.1989 - I ZR 203/87
Rechtsmittelbeschwer bei Verurteilung des Geschäftsherrn zur Erteilung einer …
- EuGH, 23.03.2023 - C-574/21
02 Czech Republic - Vorlage zur Vorabentscheidung - Selbständige Handelsvertreter …
- OLG Schleswig, 03.12.2015 - 16 U 39/15
Tankstellenpachtvertrag: Entgelt für die Zurverfügungstellung eines …
- OLG Köln, 28.11.2014 - 19 U 71/14
Anrechnung einer Altersvorsorgeversicherung auf den Ausgleichsanspruch des …
- BGH, 13.05.1957 - II ZR 19/57
Berechnung des Ausgleichsanspruchs
- OLG Köln, 27.04.2026 - 19 U 143/23
Kein Anspruch des klägerischen Handelsvertreters auf Zahlung eines …
Dies folgt aus der Rechtsnatur des Ausgleichsanspruchs als Restvergütung für den Aufbau des Kundenstamms (…Senat, Urteile vom 19.06.2015, 19 U 109/14, juris Rn. 58;… vom 31.03.2025, 19 U 126/23, juris Rn. 40 f.; vom 24.11.2023, 19 U 146/22, juris Rn. 271).Das Erfordernis der Billigkeit ist eine selbständige Anspruchsvoraussetzung des Ausgleichsanspruchs neben dem Tatbestandsmerkmal der Unternehmervorteile (…vgl. Senat, Urteile vom 19.06.2015, 19 U 109/14, juris Rn. 67;… vom 31.03.2025, 19 U 126/23, juris Rn. 45; vom 24.11.2023, 19 U 146/22, juris Rn. 274).
Rn. 52 Gerade wegen der Vielfalt der Vertriebswege der Beklagten ist es realistisch, dass der Bestand einer Kundenverbindung über verschiedene Kommunikationswege für den Abschluss neuer Geschäfte (ggf. in anderen Sparten) sowie ggf. erweiternde Folgeverträge genutzt werden kann (vgl. Senat, Urteile vom 24.11.2023, 19 U 146/22, Rn. 272 …und vom 31.03.2025, 19 U 126/23, Rn. 51, jeweils zitiert nach juris), so dass hier von Unternehmervorteilen der Beklagten auszugehen ist.
- OLG Köln, 31.03.2025 - 19 U 126/23
Ausgleichsanspruch als Gegenleistung für die durch die Provision noch nicht voll …
Gerade wegen der Vielfalt der Vertriebswege der Beklagten ist es realistisch, dass der Bestand einer Kundenverbindung über verschiedene Kommunikationswege für den Abschluss neuer Geschäfte (ggf. in anderen Sparten) sowie ggf. erweiternde Folgeverträge genutzt werden kann (vgl. Senat, Urteil vom 24.11.2023, 19 U 146/22, juris Rn. 272), so dass hier von Unternehmervorteilen der Beklagten auszugehen ist.Ferner entfällt das Merkmal eines ihr zugeflossenen Vorteils nicht dadurch, dass sie sich dieses Vorteils durch unentgeltliche Weitergabe innerhalb des Konzerns entledigt zu haben wähnt (Senat, Urteil vom 24.11.2023, 19 U 146/22, juris Rn. 273).
- LG Düsseldorf, 12.06.2024 - 33 O 51/18
Telefondienstleistungsverträge, Mobilfunkverträge, AA des HV, …
Diese Bestimmung ist jedoch wirksam abdingbar (…Löwisch in Ebenroth/ Boujong / Joost / Strohn, HGB, 4. Auflage, § 87, Rz. 84;… Emde in Staub, HGB, 6. Auflage, § 87, Rz. 173;… Hopt in HGB, 42. Auflage, § 87 Rz. 48 (OLG Düsseldorf, Urteil vom 23. November 2023, I - 16 U 147/22; OLG Köln, Urteil vom 24.11.2023 - 19 U 146/22), was vorliegend erfolgt ist.Vielmehr ist dem Aspekt, dass die Vermittlungstätigkeit vertragsgemäß durch Einmalprovisionen vollständig hat abgegolten werden solle, erhebliche Bedeutung beizumessen (OLG Köln, Urteil vom 24.11.2023 - 19 U 146/22).
- OLG München, 06.08.2024 - 7 U 3608/22
Energielieferungsvertrag, Handelsvertreterrichtlinie, Auskunftsanspruch des …
Denn in der Rechtsprechung des BGH (…vgl. Urteil vom 01.06.2005 - VIII ZR 335/04, Rdnr. 22), in der obergerichtlichen Rechtsprechung (vgl. OLG Köln, Urteil vom 24.11.2023 - 19 U 146/22, Rdnr. 229) und im Schrifttum (…vgl. Hopt in ders. HGB, 43. Auflage, München 2024, Rdnr. 19 zu § 87 HGB, Ströbl in Münchener Kommentar zum HGB, 5. Auflage, München 2021, Rdnr. 71 zu § 87 HGB, Fröhlich in Flohr/Wauschkuhn, Vertriebsrecht, 3. Auflage, München 2023, Rdnr. 68 zu § 87 HGB) ist anerkannt, dass die Vereinbarung einer Einmalprovision und damit die Abbedingung des § 87 Abs. 1 S. 1 Var. 2 HGB, bei dem es sich um eine dispositive Vorschrift handelt, grundsätzlich zulässig ist.Die hier fraglichen Klauseln beinhalten indes keine Regelungen für den Fall der nicht oder nicht vertragsgemäßen Ausführung des Geschäfts, sondern für das Entstehen des Provisionsanspruchs unabhängig davon (vgl. OLG Köln, Urteile vom 08.09.2023 - 19 U 73/22, Rdnrn 280 f. und vom 24.11.2023 - 19 U 146/22, Rdnr. 249).
- LG Köln, 03.05.2024 - 89 O 16/23
DÄF 3, Berufsunfähigkeitsversicherungen, KlinikRente, AA des VV, kein …
Die Vermittlung von Produkten für die W. Lebensversicherung AG bzw. anderen Partnergesellschaften oblag dem Kläger nach Ziffer 2.1 des Agenturvertrages im Vertragsverhältnis zwischen den Parteien und prägte somit die ihm anvertraute Produktpalette, so dass es den Beklagten verwehrt bleibt, sich darauf zu berufen, dass ein relevanter Vorteil lediglich bei ihren Konsortialpartnern eingetreten sei (vgl. für das Verhältnis zu konzernangehörigen Gesellschaften OLG Köln, Urteil vom 24.11.2023, 19 U 146/22, Rz. 145).Gemeint mit "Provisionsverlusten" i.S.d. § 89b Abs. 1 Nr. 2 HGB sind nicht nur Provisionen aus bereits abgeschlossenen Geschäften, sondern auch zu erwartende Provisionen aus künftigen Geschäften mit von dem Handelsvertreter geworbenen Kunden, also solche, die der Kläger bei Fortbestand des Vertragsverhältnisses mit von ihm geworbenen Stammkunden - wiederum als Einmalprovisionen - durch die Vermittlung neuer provisionsrelevanter Verträge erzielt hätte (OLG Köln, Urteil vom 24.11.2023, 19 U 146/22, Rz. 146).
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