Rechtsprechung
| OLG Köln, 06.05.2024 - 19 U 76/23 |
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Kurzfassungen/Presse
- iprspr.mpipriv.de (Auszüge)
EuGVVO 1215/2012 Art. 17; EuGVVO 1215/2012 Art. 18; Rom I-VO 593/2008 Art. 6
Zuständigkeit --> Versicherungs-, Verbraucher-, Arbeitsgerichtsstand; Vertragliche Schuldverhältnisse --> Verbraucherrecht
Wird zitiert von ... (15) Zitiert selbst (68)
- BGH, 22.03.2024 - I ZR 88/23
Online-Sportwette: Wirksamkeit des Wettvertrags; Rückerstattungsanspruch eines …
Auszug aus OLG Köln, 06.05.2024 - 19 U 76/23
Diese unionsrechtskonformen Regelungen stellen gesetzliche Verbote im Sinne des § 134 BGB dar (BGH, Beschluss vom 22.03.2024 - I ZR 88/23, juris, Rn. 12, 19 ff.).Eine Erklärung, dass die unerlaubten Internet-Glücksspielangebote der weiteren Anbieter akzeptiert würden, ist hiermit aber ersichtlich nicht verbunden (siehe zur fehlenden Legalisierungswirkung des Umlaufbeschlusses auch: BGH…, Urteil vom 22.07.2021 - I ZR 194/20, juris, Rn. 52 ff.; Beschluss vom 22.03.2024 - I ZR 88/23, juris, Rn. 25).
Rn. 86 Denn auch in einer solchen Konstellation hat es bei der Nichtigkeitsfolge nach § 134 BGB zu bleiben, wenn das in Frage stehende Sportwettenangebot auch in einem unionsrechtskonformen Konzessionsverfahren nicht ohne Weiteres erlaubnisfähig gewesen wäre (vgl. BGH, Beschluss vom 22.03.2024 - I ZR 88/23, juris, Rn. 45 ff.).
Sinn und Zweck der Verbote des GlüStV 2012 war insbesondere auch die Verhinderung der Entstehung von Spielsucht sowie der Jugend- und Spielerschutz (vgl. BGH, Beschluss vom 22.03.2024 - I ZR 88/23, juris, Rn. 28-31; OLG Karlsruhe…, Urteil vom 06.04.2023 - 14 U 256/21, juris, Rn. 59).
Diese Überlegung ist indes auf die Rechtsfolgen eines Verstoßes gegen das Verbot, unerlaubtes Glücksspiel zu betreiben, nicht zu übertragen (BGH, Beschluss vom 22.03.2024 - I ZR 88/23, juris, Rn. 39).
Entsprechend konnte dem gesetzlichen Verbot durch verwaltungs- und/oder strafrechtliche Maßnahmen gerade kein hinreichender Nachdruck verliehen werden, so dass es unabdingbar ist, im Falle unerlaubten Glücksspiels eine zivilrechtliche Nichtigkeit nach § 134 BGB anzunehmen (vgl. BGH, Beschluss vom 22.03.2024 - I ZR 88/23, juris, Rn. 30; OLG Karlsruhe…, Urteil vom 06.04.2023 - 14 U 256/21, juris, Rn. 87).
- OLG Karlsruhe, 06.04.2023 - 14 U 256/21
Rückzahlungsanspruch gegen Online-Casino
Auszug aus OLG Köln, 06.05.2024 - 19 U 76/23
Rn. 56 Die Vorschrift des § 4 Abs. 4 GlüStV 2012 war im fraglichen Zeitraum wirksam und auch materiell mit dem Unionsrecht vereinbar, insbesondere stellte sie keine inkohärente Beschränkung des freien Dienstleistungsverkehrs gemäß Art. 56 AEUV dar (vgl. hierzu ausführlich: BGH…, Urteil vom 28.09.2011 - I ZR 92/09, juris, Rn. 33 ff. zur gleichlautenden Norm des § 4 Abs. 4 GlüStV 2008; BGH…, Urteil vom 22.07.2021 - I ZR 194/20, juris, Rn. 45; BVerwG…, Urteil vom 26.10.2017 - 8 C 18/16, juris, Rn. 38 ff.; OLG Frankfurt…, Beschluss vom 08.04.2022 - 23 U 55/21, juris, Rn. 48; OLG Köln…, Urteil vom 10.05.2019 - 6 U 196/18, juris, Rn. 70, 82;… Senatsurteile vom 31.10.2022, 19 U 51/22, juris, Rn. 53 …und vom 17.11.2023, 19 U 123/22, juris, Rn. 28; OLG Karlsruhe, Urteil vom 06.04.2023 - 14 U 256/21, juris, Rn. 60-71; OLG Dresden…, Urteil vom 31.05.2023 - 13 U 1753/22, BeckRS 2023, 12231, Rn. 30ff.).Sinn und Zweck der Verbote des GlüStV 2012 war insbesondere auch die Verhinderung der Entstehung von Spielsucht sowie der Jugend- und Spielerschutz (vgl. BGH…, Beschluss vom 22.03.2024 - I ZR 88/23, juris, Rn. 28-31; OLG Karlsruhe, Urteil vom 06.04.2023 - 14 U 256/21, juris, Rn. 59).
Entsprechend konnte dem gesetzlichen Verbot durch verwaltungs- und/oder strafrechtliche Maßnahmen gerade kein hinreichender Nachdruck verliehen werden, so dass es unabdingbar ist, im Falle unerlaubten Glücksspiels eine zivilrechtliche Nichtigkeit nach § 134 BGB anzunehmen (vgl. BGH…, Beschluss vom 22.03.2024 - I ZR 88/23, juris, Rn. 30; OLG Karlsruhe, Urteil vom 06.04.2023 - 14 U 256/21, juris, Rn. 87).
Im Ergebnis ist die Zurückforderung der Spieleinsätze nicht treuwidrig (…so auch: Senatsurteile vom 31.10.2022 - 19 U 51/22, juris, Rn. 72;… vom 17.11.2023 - 19 U 123/22, juris, Rn. 45; OLG Braunschweig…, Beschluss vom 03.12.2021 - 8 W 20/21, BeckRS 2021, 55956, Rn. 17;… OLG Hamm Beschluss vom 12.11.2021 - 12 W 13/21, BeckRS 2021, 37639, Rn. 23; OLG Karlsruhe, Urteil vom 06.04.2023 - 14 U 256/21, juris, Rn. 107 ff.; OLG Dresden…, Urteil vom 31.05.2023 - 13 U 1753/22, BeckRS 2023, 12231, Rn. 52).
- OLG Köln, 31.10.2022 - 19 U 51/22
Teilnahme an Online-Glücksspielen - Rückzahlungsanspruch eines Spielers
Auszug aus OLG Köln, 06.05.2024 - 19 U 76/23
Rn. 56 Die Vorschrift des § 4 Abs. 4 GlüStV 2012 war im fraglichen Zeitraum wirksam und auch materiell mit dem Unionsrecht vereinbar, insbesondere stellte sie keine inkohärente Beschränkung des freien Dienstleistungsverkehrs gemäß Art. 56 AEUV dar (vgl. hierzu ausführlich: BGH…, Urteil vom 28.09.2011 - I ZR 92/09, juris, Rn. 33 ff. zur gleichlautenden Norm des § 4 Abs. 4 GlüStV 2008; BGH…, Urteil vom 22.07.2021 - I ZR 194/20, juris, Rn. 45; BVerwG…, Urteil vom 26.10.2017 - 8 C 18/16, juris, Rn. 38 ff.; OLG Frankfurt…, Beschluss vom 08.04.2022 - 23 U 55/21, juris, Rn. 48; OLG Köln…, Urteil vom 10.05.2019 - 6 U 196/18, juris, Rn. 70, 82; Senatsurteile vom 31.10.2022, 19 U 51/22, juris, Rn. 53 …und vom 17.11.2023, 19 U 123/22, juris, Rn. 28; OLG Karlsruhe…, Urteil vom 06.04.2023 - 14 U 256/21, juris, Rn. 60-71; OLG Dresden…, Urteil vom 31.05.2023 - 13 U 1753/22, BeckRS 2023, 12231, Rn. 30ff.).Diese Intention der Verbotsgesetze würde jedoch unterlaufen, wenn die Spieleinsätze kondiktionsfest wären, also dem Anbieter des verbotenen Glücksspiels dauerhaft verblieben (so auch Senatsurteile vom 31.10.2022 - 19 U 51/22, juris, Rn. 67 …und vom 17.11.2023 - 19 U 123/22, juris, Rn. 43;… OLG Dresden, Urteile vom 27.10.2022 - 10 U 736/22, juris, Rn. 56 ff. …und vom 31.05.2023 - 13 U 1753/22, BeckRS 2023, 12231, Rn. 51; OLG München…, Beschluss vom 20.09.2022 - 18 U 538/22, juris, Rn. 24).
Im Ergebnis ist die Zurückforderung der Spieleinsätze nicht treuwidrig (so auch: Senatsurteile vom 31.10.2022 - 19 U 51/22, juris, Rn. 72;… vom 17.11.2023 - 19 U 123/22, juris, Rn. 45; OLG Braunschweig…, Beschluss vom 03.12.2021 - 8 W 20/21, BeckRS 2021, 55956, Rn. 17;… OLG Hamm Beschluss vom 12.11.2021 - 12 W 13/21, BeckRS 2021, 37639, Rn. 23; OLG Karlsruhe…, Urteil vom 06.04.2023 - 14 U 256/21, juris, Rn. 107 ff.; OLG Dresden…, Urteil vom 31.05.2023 - 13 U 1753/22, BeckRS 2023, 12231, Rn. 52).
- BGH, 22.07.2021 - I ZR 194/20
Rundfunkhaftung - Prüfungspflicht eines Fernsehsenders beschränkt sich auf grobe …
Auszug aus OLG Köln, 06.05.2024 - 19 U 76/23
Rn. 56 Die Vorschrift des § 4 Abs. 4 GlüStV 2012 war im fraglichen Zeitraum wirksam und auch materiell mit dem Unionsrecht vereinbar, insbesondere stellte sie keine inkohärente Beschränkung des freien Dienstleistungsverkehrs gemäß Art. 56 AEUV dar (vgl. hierzu ausführlich: BGH…, Urteil vom 28.09.2011 - I ZR 92/09, juris, Rn. 33 ff. zur gleichlautenden Norm des § 4 Abs. 4 GlüStV 2008; BGH, Urteil vom 22.07.2021 - I ZR 194/20, juris, Rn. 45; BVerwG…, Urteil vom 26.10.2017 - 8 C 18/16, juris, Rn. 38 ff.; OLG Frankfurt…, Beschluss vom 08.04.2022 - 23 U 55/21, juris, Rn. 48; OLG Köln…, Urteil vom 10.05.2019 - 6 U 196/18, juris, Rn. 70, 82;… Senatsurteile vom 31.10.2022, 19 U 51/22, juris, Rn. 53 …und vom 17.11.2023, 19 U 123/22, juris, Rn. 28; OLG Karlsruhe…, Urteil vom 06.04.2023 - 14 U 256/21, juris, Rn. 60-71; OLG Dresden…, Urteil vom 31.05.2023 - 13 U 1753/22, BeckRS 2023, 12231, Rn. 30ff.).Eine Erklärung, dass die unerlaubten Internet-Glücksspielangebote der weiteren Anbieter akzeptiert würden, ist hiermit aber ersichtlich nicht verbunden (siehe zur fehlenden Legalisierungswirkung des Umlaufbeschlusses auch: BGH, Urteil vom 22.07.2021 - I ZR 194/20, juris, Rn. 52 ff.;… Beschluss vom 22.03.2024 - I ZR 88/23, juris, Rn. 25).
Der Bestand und die Durchsetzbarkeit eines zivilrechtlichen Anspruchs (hier aus § 812 Abs. 1 BGB) hängt nicht davon ab, ob mit einer Durchsetzung öffentlich-rechtlicher Verhaltenspflichten seitens der zuständigen Behörden zu rechnen ist, weshalb eine Berufung darauf, die zuständige Verwaltungsbehörde sei gegen einen Gesetzesverstoß nicht vorgegangen, zivilrechtlich nicht verfängt und insbesondere der Anwendung von § 134 BGB nicht entgegensteht (vgl. BGH, Urteil vom 22.07.2021 - I ZR 194/20, juris, Rn. 53; KG…, Urteil vom 06.10.2020 - 5 U 72/19, juris, Rn. 53; OLG Frankfurt…, Beschluss vom 08.04.2022 - 23 U 55/21, juris, Rn. 49; OLG Dresden…, Urteil vom 27.10.2022 - 10 U 736/22, juris, Rn. 48 ff.).
- OLG Köln, 17.11.2023 - 19 U 123/22
Online-Glücksspielanbieterin zur Rückzahlung von 181.000 Euro verurteilt
Auszug aus OLG Köln, 06.05.2024 - 19 U 76/23
Rn. 56 Die Vorschrift des § 4 Abs. 4 GlüStV 2012 war im fraglichen Zeitraum wirksam und auch materiell mit dem Unionsrecht vereinbar, insbesondere stellte sie keine inkohärente Beschränkung des freien Dienstleistungsverkehrs gemäß Art. 56 AEUV dar (vgl. hierzu ausführlich: BGH…, Urteil vom 28.09.2011 - I ZR 92/09, juris, Rn. 33 ff. zur gleichlautenden Norm des § 4 Abs. 4 GlüStV 2008; BGH…, Urteil vom 22.07.2021 - I ZR 194/20, juris, Rn. 45; BVerwG…, Urteil vom 26.10.2017 - 8 C 18/16, juris, Rn. 38 ff.; OLG Frankfurt…, Beschluss vom 08.04.2022 - 23 U 55/21, juris, Rn. 48; OLG Köln…, Urteil vom 10.05.2019 - 6 U 196/18, juris, Rn. 70, 82;… Senatsurteile vom 31.10.2022, 19 U 51/22, juris, Rn. 53 und vom 17.11.2023, 19 U 123/22, juris, Rn. 28; OLG Karlsruhe…, Urteil vom 06.04.2023 - 14 U 256/21, juris, Rn. 60-71; OLG Dresden…, Urteil vom 31.05.2023 - 13 U 1753/22, BeckRS 2023, 12231, Rn. 30ff.).Diese Intention der Verbotsgesetze würde jedoch unterlaufen, wenn die Spieleinsätze kondiktionsfest wären, also dem Anbieter des verbotenen Glücksspiels dauerhaft verblieben (…so auch Senatsurteile vom 31.10.2022 - 19 U 51/22, juris, Rn. 67 und vom 17.11.2023 - 19 U 123/22, juris, Rn. 43;… OLG Dresden, Urteile vom 27.10.2022 - 10 U 736/22, juris, Rn. 56 ff. …und vom 31.05.2023 - 13 U 1753/22, BeckRS 2023, 12231, Rn. 51; OLG München…, Beschluss vom 20.09.2022 - 18 U 538/22, juris, Rn. 24).
Im Ergebnis ist die Zurückforderung der Spieleinsätze nicht treuwidrig (…so auch: Senatsurteile vom 31.10.2022 - 19 U 51/22, juris, Rn. 72; vom 17.11.2023 - 19 U 123/22, juris, Rn. 45; OLG Braunschweig…, Beschluss vom 03.12.2021 - 8 W 20/21, BeckRS 2021, 55956, Rn. 17;… OLG Hamm Beschluss vom 12.11.2021 - 12 W 13/21, BeckRS 2021, 37639, Rn. 23; OLG Karlsruhe…, Urteil vom 06.04.2023 - 14 U 256/21, juris, Rn. 107 ff.; OLG Dresden…, Urteil vom 31.05.2023 - 13 U 1753/22, BeckRS 2023, 12231, Rn. 52).
- OLG Dresden, 31.05.2023 - 13 U 1753/22
Grundsatzurteil: Erstes positives OLG-Sportwetten-Urteil in Deutschland!
Auszug aus OLG Köln, 06.05.2024 - 19 U 76/23
Rn. 56 Die Vorschrift des § 4 Abs. 4 GlüStV 2012 war im fraglichen Zeitraum wirksam und auch materiell mit dem Unionsrecht vereinbar, insbesondere stellte sie keine inkohärente Beschränkung des freien Dienstleistungsverkehrs gemäß Art. 56 AEUV dar (vgl. hierzu ausführlich: BGH…, Urteil vom 28.09.2011 - I ZR 92/09, juris, Rn. 33 ff. zur gleichlautenden Norm des § 4 Abs. 4 GlüStV 2008; BGH…, Urteil vom 22.07.2021 - I ZR 194/20, juris, Rn. 45; BVerwG…, Urteil vom 26.10.2017 - 8 C 18/16, juris, Rn. 38 ff.; OLG Frankfurt…, Beschluss vom 08.04.2022 - 23 U 55/21, juris, Rn. 48; OLG Köln…, Urteil vom 10.05.2019 - 6 U 196/18, juris, Rn. 70, 82;… Senatsurteile vom 31.10.2022, 19 U 51/22, juris, Rn. 53 …und vom 17.11.2023, 19 U 123/22, juris, Rn. 28; OLG Karlsruhe…, Urteil vom 06.04.2023 - 14 U 256/21, juris, Rn. 60-71; OLG Dresden, Urteil vom 31.05.2023 - 13 U 1753/22, BeckRS 2023, 12231, Rn. 30ff.).Diese Intention der Verbotsgesetze würde jedoch unterlaufen, wenn die Spieleinsätze kondiktionsfest wären, also dem Anbieter des verbotenen Glücksspiels dauerhaft verblieben (…so auch Senatsurteile vom 31.10.2022 - 19 U 51/22, juris, Rn. 67 …und vom 17.11.2023 - 19 U 123/22, juris, Rn. 43;… OLG Dresden, Urteile vom 27.10.2022 - 10 U 736/22, juris, Rn. 56 ff. und vom 31.05.2023 - 13 U 1753/22, BeckRS 2023, 12231, Rn. 51; OLG München…, Beschluss vom 20.09.2022 - 18 U 538/22, juris, Rn. 24).
Im Ergebnis ist die Zurückforderung der Spieleinsätze nicht treuwidrig (…so auch: Senatsurteile vom 31.10.2022 - 19 U 51/22, juris, Rn. 72;… vom 17.11.2023 - 19 U 123/22, juris, Rn. 45; OLG Braunschweig…, Beschluss vom 03.12.2021 - 8 W 20/21, BeckRS 2021, 55956, Rn. 17;… OLG Hamm Beschluss vom 12.11.2021 - 12 W 13/21, BeckRS 2021, 37639, Rn. 23; OLG Karlsruhe…, Urteil vom 06.04.2023 - 14 U 256/21, juris, Rn. 107 ff.; OLG Dresden, Urteil vom 31.05.2023 - 13 U 1753/22, BeckRS 2023, 12231, Rn. 52).
- BGH, 10.01.2024 - I ZR 53/23
Erstattung von Verlusten bei verbotenen Online-Pokerspielen: Aussetzung bis …
Auszug aus OLG Köln, 06.05.2024 - 19 U 76/23
Rn. 151 Dass der Bundesgerichtshof u. a. in dem Verfahren I ZR 53/23 das Revisionsverfahren mit Beschluss vom 10.01.2024 in entsprechender Anwendung des § 148 Abs. 1 ZPO bis zu einer Entscheidung des Gerichtshofs der Europäischen Union in dem anhängigen Verfahren C-440/23 ausgesetzt hat, steht dem nicht entgegen, zumal der Beschluss keine Begründung enthält und die Aussetzung möglicherweise mit der Vorlagepflicht nach Art. 267 Abs. 3 AEUV zusammenhängt, die den Senat nicht trifft.Da der Bundesgerichtshof mit Beschluss vom 07.12.2023 (I ZR 53/23, abrufbar unter: https://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh& Art =pm&Datum=2024&nr=136090&linked=bes&Blank=1&file=dokument.pdf) in einem zumindest teilweise gleichgelagerten Verfahren (Casinospiele) die Revision zugelassen hat, erscheint eine Entscheidung des Revisionsgerichts zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung erforderlich.
- BGH, 10.02.2012 - V ZR 51/11
Sittenwidriges Rechtsgeschäft: Berücksichtigung nachträglicher Änderungen bei der …
Auszug aus OLG Köln, 06.05.2024 - 19 U 76/23
Voraussetzung für eine Bestätigung eines Vertrags nach § 141 Abs. 1 BGB ist nämlich, dass die Vertragsparteien den Grund der Nichtigkeit kennen oder zumindest Zweifel an dessen Rechtsbeständigkeit haben (…BGH, Urteile vom 10.05.1995 - VIII ZR 264/94, juris, Rn. 24;… vom 28.11.2008 - BLw 7/08, juris, Rn. 37 und vom 10.02.2012 - V ZR 51/11, juris, Rn. 11).Eine Bestätigung scheidet dagegen aus, wenn die Parteien - wie vorliegend - das Rechtsgeschäft bedenkenfrei für gültig halten (…BGH, Urteile vom 10.05.1995, a.a.O., vom 17.03.2008 - II ZR 239/06, juris, Rn. 15 und vom 10.02.2012, a.a.O.).
- OLG Dresden, 27.10.2022 - 10 U 736/22
1. Ein in Malta ansässiger Glückspielanbieter mit maltesischer Glückspiellizenz, …
Auszug aus OLG Köln, 06.05.2024 - 19 U 76/23
Der Bestand und die Durchsetzbarkeit eines zivilrechtlichen Anspruchs (hier aus § 812 Abs. 1 BGB) hängt nicht davon ab, ob mit einer Durchsetzung öffentlich-rechtlicher Verhaltenspflichten seitens der zuständigen Behörden zu rechnen ist, weshalb eine Berufung darauf, die zuständige Verwaltungsbehörde sei gegen einen Gesetzesverstoß nicht vorgegangen, zivilrechtlich nicht verfängt und insbesondere der Anwendung von § 134 BGB nicht entgegensteht (vgl. BGH…, Urteil vom 22.07.2021 - I ZR 194/20, juris, Rn. 53; KG…, Urteil vom 06.10.2020 - 5 U 72/19, juris, Rn. 53; OLG Frankfurt…, Beschluss vom 08.04.2022 - 23 U 55/21, juris, Rn. 49; OLG Dresden, Urteil vom 27.10.2022 - 10 U 736/22, juris, Rn. 48 ff.).Diese Intention der Verbotsgesetze würde jedoch unterlaufen, wenn die Spieleinsätze kondiktionsfest wären, also dem Anbieter des verbotenen Glücksspiels dauerhaft verblieben (…so auch Senatsurteile vom 31.10.2022 - 19 U 51/22, juris, Rn. 67 …und vom 17.11.2023 - 19 U 123/22, juris, Rn. 43; OLG Dresden, Urteile vom 27.10.2022 - 10 U 736/22, juris, Rn. 56 ff. …und vom 31.05.2023 - 13 U 1753/22, BeckRS 2023, 12231, Rn. 51; OLG München…, Beschluss vom 20.09.2022 - 18 U 538/22, juris, Rn. 24).
- BGH, 18.12.2008 - III ZR 132/08
Verjährung bei einem Bereicherungsanspruch auf Rückerstattung einer im Rahmen …
Auszug aus OLG Köln, 06.05.2024 - 19 U 76/23
Unter Berücksichtigung von Sinn und Zweck des in Rede stehenden Verbotsgesetzes kann eine einschränkende Auslegung der Vorschrift geboten sein (…vgl. BGH, Urteile vom 31.05.1990 - VII ZR 336/89, juris, Rn. 14 f. …und vom 10.11.2005 - III ZR 72/05, juris, Rn. 11 ff.), da der Schutzzweck der jeweiligen nichtigkeitsbegründenden Norm innerhalb der Leistungskondiktion nicht dadurch konterkariert werden darf, dass der durch sie zu verhindernde sittenwidrige Zustand über § 817 S. 2 BGB perpetuiert wird, wodurch überdies womöglich weiterem sitten- oder verbotswidrigen Handeln Vorschub geleistet würde (…vgl. BGH, Urteile vom 13.03.2008 - III ZR 282/07, juris, Rn. 10 und vom 18.12.2008 - III ZR 132/08, juris, Rn. 14).Rn. 124 Soweit die Beklagte im Ansatz zutreffend darauf verweist, dass es nach § 199 BGB nicht auf die Erlangung der Kenntnis von der zutreffenden rechtlichen Würdigung ankommt, sondern auf die Kenntnis des maßgeblichen Lebenssachverhaltes (vgl. BGH, Urteil vom 18.12.2008, III ZR 132/08, juris, Rn. 13), ergibt sich hieraus kein früherer Zeitpunkt.
- BGH, 10.05.1995 - VIII ZR 264/94
Behandlung eines mangels ordnungsgemäßer Widerrufsbelehrung schwebend unwirksamen …
- BGH, 08.11.2023 - I ZR 148/22
Wettbewerbsverstoß eines ausländischen Anbieters von Zweitlotterien im Internet: …
- OLG Frankfurt, 08.04.2022 - 23 U 55/21
Rückzahlungsverpflichtung von Online-Glückspieleinsätzen bei Fehlen der …
- BGH, 31.01.2018 - VIII ZR 39/17
Unmittelbarer Rückforderungsanspruch eines Jobcenters gegen Vermieter wegen …
- BGH, 14.01.2016 - III ZR 107/15
Abrechnung ärztlicher Wahlleistungen während eines Krankenhausaufenthalts: …
- BGH, 13.03.2018 - VI ZR 143/17
Kein Anspruch auf weibliche Personenbezeichnungen in Vordrucken und Formularen
- BGH, 13.10.2021 - VIII ZR 91/20
Fristlose und hilfsweise ordentliche Zahlungsverzugskündigung eines …
- EuGH, 04.02.2016 - C-336/14
Das Unionsrecht kann der Ahndung einer ohne Erlaubnis erfolgten …
- BGH, 06.12.2017 - XII ZR 95/16
Vermieterpfandrecht: Fahrzeug des Mieters als von dem Pfandrecht umfasster …
- BVerfG, 07.05.1998 - 2 BvR 1991/95
Kommunale Verpackungsteuer
- BGH, 13.03.2018 - II ZR 158/16
Liquidation einer GmbH: Haftung des Liquidators gegenüber einem bei der …
- BGH, 23.07.2019 - VI ZR 307/18
Bewertung des § 43a Abs. 5 Satz 2 BRAO als Schutzgesetz iSd § 823 Abs. 2 BGB …
- BGH, 14.12.2016 - IV ZR 7/15
Ausschluss bereicherungsrechtlicher Rückforderungsansprüche: Teilnichtigkeit von …
- BGH, 31.05.1990 - VII ZR 336/89
Wertersatz bei Schwarzarbeit
- OLG Hamm, 21.03.2023 - 21 U 116/21
Rückforderung verlorener Online-Glücksspieleinsätze wegen fehlender Konzession …
- BGH, 04.02.2016 - IX ZR 77/15
Insolvenzanfechtung: Anfechtung wegen unentgeltlicher Leistung gegenüber …
- BGH, 10.11.2005 - III ZR 72/05
Rückzahlung von im Rahmen eines" Schenkkreises" gezahltem Geld
- BGH, 13.09.2022 - XI ZR 515/21
Illegales Glücksspiel: Erstattung von autorisierten Kreditkartenzahlungen für ein …
- BGH, 01.10.2020 - IX ZR 247/19
Auslegung der Genussrechtsbedingungen hinsichtlich des Angebots einer Kombination …
- OLG Hamm, 12.11.2021 - 12 W 13/21
Ansprüche nach der Teilnahme an Online-Glücksspielen Verbotenes Veranstalten und …
- VGH Hessen, 29.05.2017 - 8 B 2744/16
Veranstalten von Sportwetten
- OVG Nordrhein-Westfalen, 23.01.2017 - 4 A 3244/06
Vermittlung von Sportwetten an im EU-Ausland konzessionierte Anbieter setzt in …
- BGH, 12.05.2011 - III ZR 107/10
Steuerberatervertrag: Wirksamkeit eines zwischen einem Steuerberater und seinem …
- BSG, 24.10.2019 - B 9 SB 1/18 R
Schwerbehindertenrecht - Merkzeichen Bl - Blindheit - Versorgungsmedizinische …
- OLG München, 20.09.2022 - 18 U 538/22
Rückzahlung von Verlusten aus Teilnahme an Onlineglücksspielen
- BGH, 12.07.1996 - V ZR 117/95
Begriff der Kenntnis vom Mangel des rechtlichen Grundes
- BGH, 17.03.2008 - II ZR 239/06
Vertretung des Aufsichtsrats einer Genossenschaft durch den …
- BGH, 22.06.2010 - VI ZR 212/09
Wertpapierhandel: Schutzgesetzcharakter der Pflicht zur getrennten …
- BGH, 22.07.2021 - I ZR 199/20
Unionsrechtliche Kohärenzprüfung beschränkender Maßnahmen im Glücksspielsektor, …
- BGH, 13.03.2008 - III ZR 282/07
Kondiktionssperre in Bezug auf Zuwendungen im Rahmen von "Schenkkreisen"
- EuGH, 15.09.2011 - C-347/09
Ein Monopol für Internet-Glücksspiele kann nur gerechtfertigt werden, wenn mit …
- BGH, 12.06.2006 - II ZB 21/05
Erstattung der Mehrwertsteuer auf die Gebühren des beigeordneten Rechtsanwalts …
- OLG Brandenburg, 16.10.2023 - 2 U 36/22
Erfolgreiche Klage gegen Online-Casino auf Rückzahlung von 60.595,95 EUR
- BGH, 30.04.1992 - III ZR 151/91
Nichtigkeit des Prüfungsauftrages bei früherer Mitwirkung des Abschlußprüfers
- BGH, 26.01.2006 - IX ZR 225/04
Erbringung von Hilfeleistungen in Steuersachen durch im Inland nicht berechtigte …
- BGH, 12.07.1962 - VII ZR 28/61
Spielbank I - § 134 BGB; § 762 Abs. 1 BGB; § 816 Abs. 1 Satz 2 BGB, …
- OLG Karlsruhe, 19.12.2023 - 19 U 48/23
Anspruch eines Spielers auf Rückzahlung von verlorenen Spieleinsätzen wegen der …
- KG, 06.10.2020 - 5 U 72/19
Wettbewerbsrechtlicher Unterlassungs- und Schadensersatzanspruch wegen Bewerbung …
- BGH, 26.01.2023 - I ZR 79/22
Angebot von Online-Zweitlotterien durch maltesische Betreiber
- OVG Nordrhein-Westfalen, 10.03.2021 - 4 A 3178/19
Erfolglose Berufung in Bezug auf eine glücksspielrechtliche Erlaubnis für den …
- OLG Köln, 23.06.2022 - 18 U 8/21
Glücksspiel im Internet: Zu Rückzahlungsansprüchen von Spielern gegen …
- BVerwG, 22.12.1999 - 11 C 9.99
Vergnügungssteuer, Spielautomatensteuer, Besteuerung von Gewaltspielautomaten; …
- BGH, 22.05.1978 - III ZR 153/76
Im Reisegewerbe vermittelter Darlehensvertrag
- LG Köln, 30.03.2023 - 36 O 290/20
Online-Glücksspiel ohne Lizenz bleibt auch für Sportwetten rechtswidrig
- BVerfG, 15.07.1969 - 1 BvR 457/66
Bilanzbündeltheorie
- BGH, 28.11.2008 - BLw 7/08
Wirksamkeit der auflösenden Übertragung einer LPG; Rechtstellung der Mitglieder
- EuGH, 07.12.2010 - C-585/08
Der Gerichtshof präzisiert die unionsrechtlichen Regeln über die gerichtliche …
- BGH, 19.09.2014 - V ZR 269/13
Mietvertrag mit einem Golfclub über ein städtisches Rennbahngelände: …
- BGH, 29.10.2020 - IX ZR 212/19
Bereicherungsanspruch des Zuwendenden bei einem Darlehen
- BVerwG, 27.07.2016 - 8 B 33.15
Internetverbot für drei Glücksspielarten bestätigt
- BGH, 28.09.2011 - I ZR 92/09
Sportwetten im Internet
- BGH, 25.02.2016 - IX ZR 146/15
Insolvenzverfahren: Ablehnung der Erfüllung eines noch nicht vollständig …
- BGH, 24.04.2001 - VI ZR 36/00
Bereicherungsausgleich in Drei-Personen-Verhältnis bei wirksamer Anweisung
- BGH, 05.11.2020 - I ZR 193/19
Rechtsstreit um bereicherungsrechtliche Ansprüche bezüglich Provisionen für die …
- BGH, 20.03.2001 - XI ZR 157/00
Umdeutung eines formnichtigen Schecks; Bereicherungsausgleich bei fehlender …
- OLG Köln, 10.05.2019 - 6 U 196/18
Unterlassungsanspruch nach der GlüStV
- BGH, 25.09.1986 - VII ZR 349/85
Provision des Modekontors - § 812 BGB, Dreiecksverhältnis, fehlende Anweisung, § …
- BGH, 16.07.1999 - V ZR 56/98
Rückabwicklung eines Grundstückskaufvertrages; Ausgleich für wertsteigernde …
- LG Hildesheim, 05.12.2025 - 5 O 138/24
Deutsches Glücksspielrecht auch bei (vorübergehendem) Auslandsaufenthalt des …
Verbraucher ist daher auch die Person, die einen Vertrag über die Teilnahme an Online-Sportwetten, Online-Poker oder anderen Online-Glücksspielen mit dem Ziel abschließt, daraus erhebliche Gewinne zu erwirtschaften (OLG Köln, Urteil vom 6. Mai 2024 - 19 U 76/23 -, Rn. 26, juris).Rn. 18 Die Anwendbarkeit deutschen Rechts folgt aus Art. 6 Abs. 1 lit. b VO (EG) Nr. 593/2008 - Rom I - (vgl. BGH…, Beschluss vom 22. März 2024 - I ZR 88/23 -, Rn. 10, juris; OLG Köln, Urteil vom 6. Mai 2024 - 19 U 76/23 -, Rn. 30, juris).
Die Beklagte musste die (ggf. durch Zahlungsdienstleister vermittelten) Überweisungen auf ihr Bankkonto als an sie gerichtete Zuwendungen verstehen, da sie erbracht wurden, um damit eine notwendige Vorbedingung für die Teilnahme an Online-Glücksspielen auf der Website der Beklagten zu erfüllen (vgl. OLG Köln, Urteil vom 6. Mai 2024 - 19 U 76/23 -, Rn. 35, juris).
Der Kammer erscheint ein Ausgang des Vorabentscheidungsverfahrens vor dem Gerichtshof der Europäischen Union im Sinne der Rechtsauffassung der Beklagten nicht in einem Maße als wahrscheinlich, welches es rechtfertigen könnte, dem Interesse an der Vermeidung einer Verfahrensverzögerung einen geringeren Stellenwert beizumessen (vgl. OLG Köln, Urteil vom 6. Mai 2024 - 19 U 76/23 -, Rn. 132, juris).
Diese Intention der Verbotsgesetze würde jedoch unterlaufen, wenn die Spieleinsätze kondiktionsfest wären, also dem Anbieter des verbotenen Glücksspiels dauerhaft verblieben (OLG Köln, Urteil vom 6. Mai 2024 - 19 U 76/23 -, Rn. 92, juris).
Rn. 71 Wendet der Bereicherungsschuldner ein, dass dem Leistenden ein Verstoß gegen ein gesetzliches Verbot oder gegen die guten Sitten zur Last fällt, so trägt er hierfür die Darlegungs- und Beweislast, da es sich bei § 817 S. 2 BGB um eine rechtshindernde Einwendung handelt (OLG Köln, Urteil vom 6. Mai 2024 - 19 U 76/23 -, Rn. 88, juris; OLG Stuttgart…, Urteil vom 24. Mai 2024 - 5 U 101/23 -, Rn. 129, juris).
Rn. 73 Insbesondere kann - zumal bei einem juristischen Laien - weder der Inhalt von § 4 GlüStV 2012 ohne weiteres als bekannt vorausgesetzt werden (OLG Köln, Urteil vom 6. Mai 2024 - 19 U 76/23 -, Rn. 90, juris; KG Berlin…, Beschluss vom 21. Juli 2023 - 18 U 37/22 -, Rn. 81-82, juris), noch kann als bekannt vorausgesetzt werden, dass die in einem anderen EU-Mitgliedsland erteilte Lizenz nicht zum Veranstalten und Vermitteln von Glücksspielen in Deutschland berechtigt.
Diese haben auch bei Zugrundelegung des Beklagtenvorbringens jedenfalls kein solches Ausmaß erreicht, dass eine allgemeine Kenntnis bei Spielern mit durchschnittlichem Medienkonsum nach der Lebenserfahrung zu erwarten wäre (OLG Köln, Urteil vom 6. Mai 2024 - 19 U 76/23 -, Rn. 91, juris).
In diesem Fall gelten die allgemeinen Regeln der §§ 812 ff BGB (BGH…, Urteil vom 10. November 2005 - III ZR 72/05 -, Rn. 13, juris; OLG Köln, Urteil vom 6. Mai 2024 - 19 U 76/23 -, Rn. 85, juris; OLG Karlsruhe…, Urteil vom 22. Dezember 2023 - 19 U 7/23 -, Rn. 84, juris; KG Berlin…, Beschluss vom 21. Juli 2023 - 18 U 37/22 -, Rn. 92, juris; OLG Köln…, Urteil vom 7. Februar 2006 - 15 U 157/05 -, Rn. 20, juris).
Rn. 95 Nach § 199 BGB kommt es dabei nicht auf die Erlangung der Kenntnis von der zutreffenden rechtlichen Würdigung an, sondern auf die Kenntnis des maßgeblichen Lebenssachverhaltes (vgl. BGH…, Urteil vom 18.12.2008, III ZR 132/08, juris, Rn. 13; OLG Köln, Urteil vom 6. Mai 2024 - 19 U 76/23 -, Rn. 107, juris).
Zu den anspruchsbegründenden Umständen gehört ebenfalls der Aspekt des Fehlens einer Lizenz (OLG Köln, Urteil vom 6. Mai 2024 - 19 U 76/23 -, Rn. 108, juris).
Den Anspruchsgläubiger trifft aber eine sekundäre Darlegungslast (OLG Köln, Urteil vom 6. Mai 2024 - 19 U 76/23 -, Rn. 108, juris).
Der Verweis auf Medienberichterstattung reicht hierfür jedenfalls nicht aus, ebenso wenig ein Hinweis auf eine ausländische Lizenz (OLG Köln, Urteil vom 6. Mai 2024 - 19 U 76/23 -, Rn. 109, juris).
Gerade auch der Schutz des einzelnen Spielers vor den genannten Gefahren des Glücksspiels liegt jedoch ebenfalls im Aufgabenbereich der Norm (OLG Köln, Urteil vom 6. Mai 2024 - I-19 U 76/23 -, Rn. 102, juris).
- LG Hildesheim, 07.11.2025 - 5 O 138/24
Online-Glücksspiel; Sportwetten; Glücksspielstaatsvertrag; Veranstaltungsort; …
Verbraucher ist daher auch die Person, die einen Vertrag über die Teilnahme an Online-Sportwetten, Online-Poker oder anderen Online-Glücksspielen mit dem Ziel abschließt, daraus erhebliche Gewinne zu erwirtschaften (OLG Köln, Urteil vom 6. Mai 2024 - 19 U 76/23 -, Rn. 26, juris).Die Anwendbarkeit deutschen Rechts folgt aus Art. 6 Abs. 1 lit. b VO (EG) Nr. 593/2008 - Rom I - (vgl. BGH…, Beschluss vom 22. März 2024 - I ZR 88/23 -, Rn. 10, juris; OLG Köln, Urteil vom 6. Mai 2024 - 19 U 76/23 -, Rn. 30, juris).
Die Beklagte musste die (ggf. durch Zahlungsdienstleister vermittelten) Überweisungen auf ihr Bankkonto als an sie gerichtete Zuwendungen verstehen, da sie erbracht wurden, um damit eine notwendige Vorbedingung für die Teilnahme an Online-Glücksspielen auf der Website der Beklagten zu erfüllen (vgl. OLG Köln, Urteil vom 6. Mai 2024 - 19 U 76/23 -, Rn. 35, juris).
Der Kammer erscheint ein Ausgang des Vorabentscheidungsverfahrens vor dem Gerichtshof der Europäischen Union im Sinne der Rechtsauffassung der Beklagten nicht in einem Maße als wahrscheinlich, welches es rechtfertigen könnte, dem Interesse an der Vermeidung einer Verfahrensverzögerung einen geringeren Stellenwert beizumessen (vgl. OLG Köln, Urteil vom 6. Mai 2024 - 19 U 76/23 -, Rn. 132, juris).
Diese Intention der Verbotsgesetze würde jedoch unterlaufen, wenn die Spieleinsätze kondiktionsfest wären, also dem Anbieter des verbotenen Glücksspiels dauerhaft verblieben (OLG Köln, Urteil vom 6. Mai 2024 - 19 U 76/23 -, Rn. 92, juris).
Wendet der Bereicherungsschuldner ein, dass dem Leistenden ein Verstoß gegen ein gesetzliches Verbot oder gegen die guten Sitten zur Last fällt, so trägt er hierfür die Darlegungs- und Beweislast, da es sich bei § 817 S. 2 BGB um eine rechtshindernde Einwendung handelt (OLG Köln, Urteil vom 6. Mai 2024 - 19 U 76/23 -, Rn. 88, juris; OLG Stuttgart…, Urteil vom 24. Mai 2024 - 5 U 101/23 -, Rn. 129, juris).
Insbesondere kann - zumal bei einem juristischen Laien - weder der Inhalt von § 4 GlüStV 2012 ohne weiteres als bekannt vorausgesetzt werden (OLG Köln, Urteil vom 6. Mai 2024 - 19 U 76/23 -, Rn. 90, juris; KG Berlin…, Beschluss vom 21. Juli 2023 - 18 U 37/22 -, Rn. 81 - 82, juris), noch kann als bekannt vorausgesetzt werden, dass die in einem anderen EU-Mitgliedsland erteilte Lizenz nicht zum Veranstalten und Vermitteln von Glücksspielen in Deutschland berechtigt.
Diese haben auch bei Zugrundelegung des Beklagtenvorbringens jedenfalls kein solches Ausmaß erreicht, dass eine allgemeine Kenntnis bei Spielern mit durchschnittlichem Medienkonsum nach der Lebenserfahrung zu erwarten wäre (OLG Köln, Urteil vom 6. Mai 2024 - 19 U 76/23 -, Rn. 91, juris).
In diesem Fall gelten die allgemeinen Regeln der §§ 812 ff BGB (BGH…, Urteil vom 10. November 2005 - III ZR 72/05 -, Rn. 13, juris; OLG Köln, Urteil vom 6. Mai 2024 - 19 U 76/23 -, Rn. 85, juris; OLG Karlsruhe…, Urteil vom 22. Dezember 2023 - 19 U 7/23 -, Rn. 84, juris; KG Berlin…, Beschluss vom 21. Juli 2023 - 18 U 37/22 -, Rn. 92, juris; OLG Köln…, Urteil vom 7. Februar 2006 - 15 U 157/05 -, Rn. 20, juris).
Nach § 199 BGB kommt es dabei nicht auf die Erlangung der Kenntnis von der zutreffenden rechtlichen Würdigung an, sondern auf die Kenntnis des maßgeblichen Lebenssachverhaltes (vgl. BGH…, Urteil vom 18.12.2008, III ZR 132/08, juris, Rn. 13; OLG Köln, Urteil vom 6. Mai 2024 - 19 U 76/23 -, Rn. 107, juris).
Zu den anspruchsbegründenden Umständen gehört ebenfalls der Aspekt des Fehlens einer Lizenz (OLG Köln, Urteil vom 6. Mai 2024 - 19 U 76/23 -, Rn. 108, juris).
Den Anspruchsgläubiger trifft aber eine sekundäre Darlegungslast (OLG Köln, Urteil vom 6. Mai 2024 - 19 U 76/23 -, Rn. 108, juris).
Der Verweis auf Medienberichterstattung reicht hierfür jedenfalls nicht aus, ebenso wenig ein Hinweis auf eine ausländische Lizenz (OLG Köln, Urteil vom 6. Mai 2024 - 19 U 76/23 -, Rn. 109, juris).
Gerade auch der Schutz des einzelnen Spielers vor den genannten Gefahren des Glücksspiels liegt jedoch ebenfalls im Aufgabenbereich der Norm (OLG Köln, Urteil vom 6. Mai 2024 - I-19 U 76/23 -, Rn. 102, juris).
- LG Hildesheim, 07.11.2025 - 5 O 218/24
Online-Glücksspiel; Sportwetten; Glücksspielstaatsvertrag; Veranstaltungsort; …
Verbraucher ist daher auch die Person, die einen Vertrag über die Teilnahme an Online-Sportwetten, Online-Poker oder anderen Online-Glücksspielen mit dem Ziel abschließt, daraus erhebliche Gewinne zu erwirtschaften (OLG Köln, Urteil vom 6. Mai 2024 - 19 U 76/23 -, Rn. 26, juris).Die Anwendbarkeit deutschen Rechts folgt aus Art. 6 Abs. 1 lit. b VO (EG) Nr. 593/2008 - Rom I - (vgl. BGH…, Beschluss vom 22. März 2024 - I ZR 88/23 -, Rn. 10, juris; OLG Köln, Urteil vom 6. Mai 2024 - 19 U 76/23 -, Rn. 30, juris).
Die Beklagte musste die (ggf. durch Zahlungsdienstleister vermittelten) Überweisungen auf ihr Bankkonto als an sie gerichtete Zuwendungen verstehen, da sie erbracht wurden, um damit eine notwendige Vorbedingung für die Teilnahme an Online-Glücksspielen auf der Website der Beklagten zu erfüllen (vgl. OLG Köln, Urteil vom 6. Mai 2024 - 19 U 76/23 -, Rn. 35, juris).
Der Kammer erscheint ein Ausgang des Vorabentscheidungsverfahrens vor dem Gerichtshof der Europäischen Union im Sinne der Rechtsauffassung der Beklagten nicht in einem Maße als wahrscheinlich, welches es rechtfertigen könnte, dem Interesse an der Vermeidung einer Verfahrensverzögerung einen geringeren Stellenwert beizumessen (vgl. OLG Köln, Urteil vom 6. Mai 2024 - 19 U 76/23 -, Rn. 132, juris).
Diese Intention der Verbotsgesetze würde jedoch unterlaufen, wenn die Spieleinsätze kondiktionsfest wären, also dem Anbieter des verbotenen Glücksspiels dauerhaft verblieben (OLG Köln, Urteil vom 6. Mai 2024 - 19 U 76/23 -, Rn. 92, juris).
Wendet der Bereicherungsschuldner ein, dass dem Leistenden ein Verstoß gegen ein gesetzliches Verbot oder gegen die guten Sitten zur Last fällt, so trägt er hierfür die Darlegungs- und Beweislast, da es sich bei § 817 S. 2 BGB um eine rechtshindernde Einwendung handelt (OLG Köln, Urteil vom 6. Mai 2024 - 19 U 76/23 -, Rn. 88, juris; OLG Stuttgart…, Urteil vom 24. Mai 2024 - 5 U 101/23 -, Rn. 129, juris).
Insbesondere kann - zumal bei einem juristischen Laien - weder der Inhalt von § 4 GlüStV 2012 ohne weiteres als bekannt vorausgesetzt werden (OLG Köln, Urteil vom 6. Mai 2024 - 19 U 76/23 -, Rn. 90, juris; KG Berlin…, Beschluss vom 21. Juli 2023 - 18 U 37/22 -, Rn. 81 - 82, juris), noch kann als bekannt vorausgesetzt werden, dass die in einem anderen EU-Mitgliedsland erteilte Lizenz nicht zum Veranstalten und Vermitteln von Glücksspielen in Deutschland berechtigt.
Diese haben auch bei Zugrundelegung des Beklagtenvorbringens jedenfalls kein solches Ausmaß erreicht, dass eine allgemeine Kenntnis bei Spielern mit durchschnittlichem Medienkonsum nach der Lebenserfahrung zu erwarten wäre (OLG Köln, Urteil vom 6. Mai 2024 - 19 U 76/23 -, Rn. 91, juris).
In diesem Fall gelten die allgemeinen Regeln der §§ 812 ff BGB (BGH…, Urteil vom 10. November 2005 - III ZR 72/05 -, Rn. 13, juris; OLG Köln, Urteil vom 6. Mai 2024 - 19 U 76/23 -, Rn. 85, juris; OLG Karlsruhe…, Urteil vom 22. Dezember 2023 - 19 U 7/23 -, Rn. 84, juris; KG Berlin…, Beschluss vom 21. Juli 2023 - 18 U 37/22 -, Rn. 92, juris; OLG Köln…, Urteil vom 7. Februar 2006 - 15 U 157/05 -, Rn. 20, juris).
Nach § 199 BGB kommt es dabei nicht auf die Erlangung der Kenntnis von der zutreffenden rechtlichen Würdigung an, sondern auf die Kenntnis des maßgeblichen Lebenssachverhaltes (vgl. BGH…, Urteil vom 18.12.2008, III ZR 132/08, juris, Rn. 13; OLG Köln, Urteil vom 6. Mai 2024 - 19 U 76/23 -, Rn. 107, juris).
Zu den anspruchsbegründenden Umständen gehört ebenfalls der Aspekt des Fehlens einer Lizenz (OLG Köln, Urteil vom 6. Mai 2024 - 19 U 76/23 -, Rn. 108, juris).
Den Anspruchsgläubiger trifft aber eine sekundäre Darlegungslast (OLG Köln, Urteil vom 6. Mai 2024 - 19 U 76/23 -, Rn. 108, juris).
Der Verweis auf Medienberichterstattung reicht hierfür jedenfalls nicht aus, ebenso wenig ein Hinweis auf eine ausländische Lizenz (OLG Köln, Urteil vom 6. Mai 2024 - 19 U 76/23 -, Rn. 109, juris).
Gerade auch der Schutz des einzelnen Spielers vor den genannten Gefahren des Glücksspiels liegt jedoch ebenfalls im Aufgabenbereich der Norm (OLG Köln, Urteil vom 6. Mai 2024 - I-19 U 76/23 -, Rn. 102, juris).
- OLG Düsseldorf, 02.12.2024 - 16 W 93/23
Online-Glücksspiel; pre-trial discovery; Auskunftsanspruch; materiell-rechtlicher …
Danach bestehen in Fällen der vorliegenden Art Ansprüche der sich an den Glücksspielen Beteiligenden gegen den Glücksspielanbieter aus § 812 Abs. 1 Satz 1 Alt. 1 BGB i.V.m. §§ 134 BGB, 4 Abs. 1 und Abs. 4 GlüStV 2012 (siehe OLG Braunschweig…, Urteil vom 23. Februar 2023 - 9 U 3/22, juris, Rn. 63 ff.; OLG Hamm…, Urteil vom 21. März 2023 - I-21 U 116/21, juris, Rn. 24 ff.; OLG Karlsruhe…, Urteil vom 19. Dezember 2023 - 19 U 44/23, juris, Rn. 57 ff.; KG…, Beschluss vom 21. Juli 2023 - 18 U 37/22, juris, Rn. 38 ff.; OLG Köln, Urteil vom 6. Mai 2024 - I-19 U 76/23, juris, Rn. 31 ff.; OLG Oldenburg…, Urteil vom 30. November 2023 - 1 U 14/23, juris, Rn. 27 ff.; OLG Stuttgart…, Urteil vom 24. Mai 2024 - 5 U 101/23, juris, Rn. 47 ff.;… siehe ferner BGH, Beschlüsse vom 22. März 2024 - I ZR 88/23, juris, Rn. 11, …und vom 25. Juli 2024 - I ZR 90/23, juris, Rn. 9) und aus §§ 823 Abs. 2, 31 BGB i.V.m. § 4 Abs. 4 GlüStV 2012 (OLG Köln, Urteil vom 6. Mai 2024 - I-19 U 76/23, juris, Rn. 98 ff.; OLG Stuttgart…, Urteil vom 24. Mai 2024 - 5 U 101/23, juris, Rn. 158 ff.; siehe ferner BGH…, Beschluss vom 25. Juli 2024 - I ZR 90/23, juris, Rn. 61 ff.).Mit der genannten oberlandesgerichtlichen Rechtsprechung geht der Senat - in Kenntnis und Würdigung der bei dem Gerichtshof der Europäischen Union anhängigen Vorabentscheidungsverfahren C-440/23 und C-530/24 sowie der aktuellen Vorlage- und Aussetzungsentscheidungen des Bundesgerichtshofs (vgl. z.B. BGH, Beschlüsse vom 27. Juni 2024 - I ZR 11/24, juris, und vom 7. November 2024 - I ZR 90/23, juris) - davon aus, dass es - was für eine Kostenentscheidung zulasten einer Partei im Rahmen des § 91a Abs. 1 ZPO ausreicht - überwiegend wahrscheinlich ist, dass dieses materiell-rechtliche Ergebnis auch mit europäischem Recht, insbesondere mit der Dienstleistungsfreiheit aus Art. 56 AEUV, vereinbar ist (vgl. z.B. OLG Karlsruhe…, Urteil vom 19. Dezember 2023 - 19 U 44/23, juris, Rn. 70 ff.; OLG Köln, Urteil vom 6. Mai 2024 - I-19 U 76/23, juris, Rn. 129 ff.; OLG Stuttgart…, Urteil vom 24. Mai 2024 - 5 U 101/23, juris, Rn. 110 ff.).
- OLG Köln, 17.07.2026 - 19 U 35/25
Online-Poker, Ansprüche bei Spielteilnahmen aus dem Ausland, …
Rn. 136 Abweichendes lässt sich auch nicht aus dem Grundsatz der Einheit der Rechtsordnung herleiten, da dieser einer unterschiedlichen Erfassung eines Lebenssachverhaltes im öffentlich-rechtlichen Regelungskontext gegenüber der Behandlung in Zusammenhang mit der Frage des Eingreifens einer zivilrechtlichen Anspruchsgrundlage nicht entgegensteht (Senat, Urteil vom 06.05.2024, 19 U 76/23, juris Rn. 62-66). - OLG Köln, 10.07.2026 - 19 U 9/25
Rückzahlung von finanziellen Verlusten eines Spielers und Verbrauchers aus der …
Rn. 237 Abweichendes lässt sich auch nicht aus dem Grundsatz der Einheit der Rechtsordnung herleiten, da dieser einer unterschiedlichen Erfassung eines Lebenssachverhaltes im öffentlich-rechtlichen Regelungskontext gegenüber der Behandlung in Zusammenhang mit der Frage des Eingreifens einer zivilrechtlichen Anspruchsgrundlage nicht entgegensteht (Senat, Urteil vom 06.05.2024, 19 U 76/23, juris Rn. 62-66). - LG Ellwangen/Jagst, 03.09.2024 - 6 O 65/24
Auskunftserteilung nach der DS-GVO - Stufenklage auf Auskunfterteilung zur …
Unabhängig von der Frage nach einem Bestehen etwaiger Rückforderungsansprüche in hiesiger Sache zeigt indes der Umstand, dass die überwiegende obergerichtliche Rechtsprechung (vgl. stattgebend zuletzt KG Berlin, Beschluss vom 21. Juli 2023 - 18 U 37/22; Brandenburgisches Oberlandesgericht, Urteil vom 16. Oktober 2023 - 2 U 36/22; Thüringer Oberlandesgericht, Urteil vom 17. Oktober 2023 - 7 U 1091/22; OLG Köln, Urteil vom 17. November 2023 - I-19 U 123/22; OLG Oldenburg (Oldenburg), Urteil vom 30. November 2023 - 1 U 14/23; OLG Karlsruhe, Urteil vom 19. Dezember 2023 - 19 U 14/23 ; OLG Karlsruhe, Urteil vom 22. Dezember 2023 - 19 U 7/23 ; OLG Karlsruhe, Urteil vom 19. Dezember 2023 - 19 U 48/23; OLG Bamberg, Urteil vom 27. Februar 2024 - 10 U 22/23 e; OLG Stuttgart, Urteil vom 12. April 2024 - 5 U 149/23; OLG Köln, Urteil vom 06. Mai 2024 - 19 U 70/23; OLG Köln, Urteil vom 06. Mai 2024 - 19 U 76/23; OLG Köln, Urteil vom 06. Mai 2024 - 19 U 82/23; OLG Köln, Urteil vom 06. Mai 2024 - 19 U 97/23; OLG Köln, Urteil vom 06. Mai 2024 - 19 U 112/23; OLG Köln, Urteil vom 06. Mai 2024 - 19 U 132/23; OLG Stuttgart, Urteil vom 24. Mai 2024 - 5 U 74/23 ; OLG Stuttgart, Urteil vom 24. Mai 2024 - 5 U 101/23 , jew. zit. nach juris) eine Rechtsmissbräuchlichkeit solcher Klagen bislang nicht angenommen hat, dass eine derartige Offensichtlichkeit nicht gegeben ist. - OLG Köln, 20.07.2026 - 19 U 63/25
Rückzahlung von Spielverlusten eines Spielers aus der Teilnahme an …
Rn. 143 Abweichendes lässt sich auch nicht aus dem Grundsatz der Einheit der Rechtsordnung herleiten, da dieser einer unterschiedlichen Erfassung eines Lebenssachverhaltes im öffentlich-rechtlichen Regelungskontext gegenüber der Behandlung in Zusammenhang mit der Frage des Eingreifens einer zivilrechtlichen Anspruchsgrundlage nicht entgegensteht (Senat, Urteil vom 06.05.2024, 19 U 76/23, juris Rn. 62-66). - LG Aachen, 30.04.2025 - 1 O 88/23 Rn. 86 § 4 Abs. 1 GlüStV 2012 ist ein Schutzgesetz im Sinne von § 823 Abs. 2 BGB (OLG Köln, Urteil vom 6. Mai 2024 - 19 U 76/23 -, Rn. 98 - 104, juris).
Rn. 91 Zwar dient die Norm hiernach vor allem auch Allgemeininteressen; gerade auch der Schutz des einzelnen Spielers vor den genannten Gefahren des Glücksspiels liegt jedoch ebenfalls im Aufgabenbereich der Norm (OLG Köln, Urteil vom 6. Mai 2024 - 19 U 76/23 -, Rn. 102, juris).
- LG Aachen, 27.05.2026 - 10 O 306/25
Sportwetten-Verluste: Wettverträge rechtlich unwirksam
Die Beklagte musste die Einzahlungen als an sie gerichtete Zuwendungen verstehen, da sie erbracht wurden, um damit eine notwendige Vorbedingung für die Teilnahme an Online-Sportwetten auf der Website der Beklagten zu erfüllen (vgl. OLG Köln, Urteil vom 6. Mai 2024, Az.: 19 U 76/23, juris Rn. 35). - OLG Brandenburg, 13.01.2025 - 2 U 27/24
Rückzahlung der auf Glücksspiele im Internet eingezahlten Spieleinsätze; Verstoß …
- LG Freiburg, 29.05.2026 - 8 O 203/24
Datenschutzrechtlicher Auskunftsanspruch als Wegbereiter für zivilrechtliche …
- LG Freiburg, 29.10.2025 - 8 O 262/24
§ 6c GlüStV gilt auch für Altspieler.
- LG Köln, 26.03.2025 - 16 O 195/23
- LG Hamburg, 25.08.2025 - 330 O 339/23
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