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Rechtsprechung
   AGH Nordrhein-Westfalen, 21.04.2023 - 2 AGH 10/22   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2023,11651
AGH Nordrhein-Westfalen, 21.04.2023 - 2 AGH 10/22 (https://dejure.org/2023,11651)
AGH Nordrhein-Westfalen, Entscheidung vom 21.04.2023 - 2 AGH 10/22 (https://dejure.org/2023,11651)
AGH Nordrhein-Westfalen, Entscheidung vom 21. April 2023 - 2 AGH 10/22 (https://dejure.org/2023,11651)
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Volltextveröffentlichungen (2)

Papierfundstellen

  • NJW 2023, 2206
 
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Wird zitiert von ... (7)Zitiert selbst (1)

  • AGH Nordrhein-Westfalen, 02.03.2012 - 2 AGH 21/11
    Auszug aus AGH Nordrhein-Westfalen, 21.04.2023 - 2 AGH 10/22
    Im Anschluss daran ist zu fragen, welche Maßnahme erforderlich ist, um zu erreichen, dass der Rechtsanwalt künftig seinen beruflichen Pflichten nachkommen wird und von ihm keine weiteren Gefahren für das rechtssuchende Publikum und die Rechtspflege mehr ausgehen (Senat, Urteil vom 02.03.2012 zu 2 AGH 21/11, BeckRS 2013, 01051;… Henssler/Prütting, BRAO § 114, Rn. 5).
  • AGH Berlin, 18.09.2024 - II AGH 14/23

    Berufung im anwaltgerichtliches Verfahren: Pflicht des betroffenen Rechtsanwalts …

    § 32d S. 2 StPO ist gemäß § 116 Abs. 1 S. 2 BRAO für das anwaltsgerichtliche Verfahren sinngemäß anzuwenden (entgegen Anwaltsgerichtshof Hamm, Urteil vom 21. April 2023 - 2 AGH 10/22, NJW 2023, 2206).

    Rn. 6 3. Entgegen der Rechtsprechung des Anwaltsgerichtshofes Hamm (Urteil vom 21. April 2023 - 2 AGH 10/22 -, Rn. 4, juris) kann der BRAO auch keine Regelung entnommen werden, wonach § 32d Satz 2 StPO im anwaltsgerichtlichen Verfahren keine Anwendung finde.

    Es ist daher falsch, wenn der Anwaltsgerichtshof Hamm zur Begründung seiner Auffassung darauf verweist, der Gesetzgeber habe "gerade davon abgesehen, in den Allgemeinen Teil der BRAO (statt des § 37 BRAO) eine dem § 32d S. 2 StPO entsprechende Regelung aufzunehmen, so wie dies in anderen Verfahrensordnungen (z.B. ZPO, VwGO, ArbGG etc.) erfolgt ist" (Urteil vom 21. April 2023 - 2 AGH 10/22 -, Rn. 4, juris).

    Rn. 20 Insbesondere hält der Senat die vom Anwaltsgerichtshof Hamm in seinem Urteil vom 21. April 2023 (2 AGH 10/22, juris) aufgeworfene Frage, ob § 37 BRAO eine Anwendung von § 32d Satz 2 StPO im anwaltsgerichtlichen Verfahren ausschließe, für geklärt.

  • AGH Nordrhein-Westfalen, 05.09.2025 - 2 AGH 8/25

    Berufung; Schriftform; Beschränkung; beA; Berufspflicht; technische …

    Der Zulässigkeit einer Berufung gegen ein Urteil des Anwaltsgerichts zum AGH steht nicht entgegen, dass sie ausschließlich schriftlich und nicht per beA ("besonderes elektronisches Anwaltspostfach") eingelegt worden ist, weil insofern - in verfassungskonformer Auslegung von § 143 Abs. 2 BRAO - die Bestimmung des § 37 BRAO und nicht §§ 32d S. 2 StPO, 116 Abs. 1 S. 2 BRAO anzuwenden ist (Bestätigung v. Senat, Urteil vom 21.04.2023 - 2 AGH 10/22, BeckRS 2023, 11385 Rn. 4; a.A.: AGH Berlin…, Urteil vom 18.09.2024 - AGH 14/23, BeckRS 2024, 32836 Rn. 6 ff.).

    Für jeden Rechtsanwalt ergibt sich die anwaltliche Berufspflicht aus §§ 43, 31a Abs. 6 BRAO, als Inhaber eines besonderen elektronischen Anwaltspostfachs die für dessen Nutzung erforderlichen technischen Einrichtungen vorzuhalten sowie Zustellungen und den Zugang von Mitteilungen über das besondere elektronische Anwaltspostfach zur Kenntnis zu nehmen unabhängig davon, ob noch neue Mandate angenommen werden, denn die rein faktische Ausgestaltung/Beschränkung der anwaltlichen Tätigkeit bzw. der faktische (vollumfängliche) Verzicht auf neue Mandate hat keinen Einfluss darauf, dass der Rechtsanwalt sämtlichen Berufspflichten weiterhin unterliegt und im Falle einer Verletzung mit Maßnahmen nach §§ 113 Abs. 1, 114 BRAO zu rechnen hat (Bestätigung v. Senat, Urteil vom 21.04.2023 - 2 AGH 10/22, BeckRS 2023, 11385 Rn. 16-17; Anschluss an: AGH Nordrhein-Westfalen…, Urteil vom 14.02.2025 - 1 AGH 43/24, NJOZ 2025, 604, 606 Rn. 29).

    Der Zulässigkeit der Berufung steht nicht entgegen, dass sie innerhalb der Wochenfrist nach Zustellung des schriftlichen Urteils - ausschließlich - schriftlich und nicht per beA ("besonderes elektronisches Anwaltspostfach") eingelegt worden ist, weil insofern die Bestimmung des § 37 BRAO und nicht §§ 32d S. 2 StPO, 116 Abs. 1 S. 2 BRAO anzuwenden ist (Senat, Urteil v. 21.4.2023 - 2 AGH 10/22, BeckRS 2023, 11385 Rn. 4;… a.A.: AGH Berlin, Urteil v. 18.9.2024 - AGH 14/23, BeckRS 2024, 32836 Rn. 6 ff.;… Henssler/Prütting/Thole, 6. Aufl. 2024, BRAO § 116 Rn. 16;… BeckOK BRAO/Beyme, 27. Ed. 1.5.2025, BRAO § 37 Rn. 3a).

    Dagegen hat die rein faktische Ausgestaltung/Beschränkung der anwaltlichen Tätigkeit bzw. der faktische (vollumfängliche) Verzicht auf neue Mandate keinen Einfluss darauf, dass der Rechtsanwalt/ die Rechtsanwältin sämtlichen Berufspflichten weiterhin unterliegt und im Falle einer Verletzung mit Maßnahmen nach §§ 113 Abs. 1, 114 BRAO zu rechnen hat (Senat, Urteil v. 21.4.2023 - 2 AGH 10/22, BeckRS 2023, 11385 Rn. 16-17;… AGH Nordrhein-Westfalen, Urteil v. 14.2.2025 - 1 AGH 43/24, NJOZ 2025, 604, 606 Rn. 29).

  • LG Nürnberg-Fürth, 19.05.2026 - 18 StL 1/25

    Berufspflichtverletzung, Kammerbeiträge, Nichtabgabe Steuererklärungen, …

    Rn. 54 2. Durch die Nichteinrichtung des beSt verstieß der Betroffene gegen die §§ 57 Abs. 1 Satz 1, 86d Abs. 6 StBerG, 4 Abs. 1, 10 Abs. 2 BOStB und verhielt sich berufsrechtswidrig (vgl. jeweils hinsichtlich der identischen Regelung zum beA nach § 31a Abs. 6 BRAO bei Rechtsanwälten: Anwaltsgerichtshof Hamm, Urteil vom 5. September 2025 - 2 AGH 8/25; Anwaltsgericht Hamburg, Urteil vom 2. Dezember 2024 - II 13/24 EV 111/23; Anwaltsgerichtshof Stuttgart, Urteil vom 18. Oktober 2024 - AGH 9/2023 III; Anwaltsgerichtshof Hamm, Urteil vom 21. April 2023 - 2 AGH 10/22; Anwaltsgericht Nürnberg, Urteil vom 6. März 2020 - AnwG I - 13/19; [...];… a. A. (keine ahndungsfähige Berufspflichtverletzung): BeckOK BRAO/Jähne, 31. Ed. 01.05.2026, BRAO § 31a Rn. 3).

    Dagegen hat die rein faktische Ausgestaltung und Beschränkung der steuerberatenden Tätigkeit bzw. der faktische (vollumfängliche) Verzicht auf neue Mandate keinen Einfluss darauf, dass der Steuerberater sämtlichen Berufspflichten weiterhin unterliegt (vgl. Anwaltsgerichtshof Hamm, Urteil vom 5. September 2025 - 2 AGH 8/25; Anwaltsgerichtshof Hamm, Urteil vom 21. April 2023 - 2 AGH 10/22; jeweils für Rechtsanwälte).

  • LG Nürnberg-Fürth, 08.09.2026 - 18 StL 6/26

    Nichteinrichtung des besonderen elektronischen Steuerberaterpostfaches (beSt); …

    Rn. 35 1. Durch die Nichteinrichtung des beSt verstieß die Betroffene gegen die §§ 57 Abs. 1 Satz 1, 86d Abs. 6 StBerG, 4 Abs. 1, 10 Abs. 2 BOStB und verhielt sich berufsrechtswidrig (vgl. Landgericht Nürnberg-Fürth, Urteil vom 19.05.2026 - 18 StL 1/25; jeweils hinsichtlich der identischen Regelung zum beA nach § 31a Abs. 6 BRAO bei Rechtsanwälten: Anwaltsgerichtshof Hamm, Urteil vom 17. April 2026 - 2 AGH 13/23; Anwaltsgerichtshof Hamm, Urteil vom 5. September 2025 - 2 AGH 8/25; Anwaltsgericht Hamburg, Urteil vom 2. Dezember 2024 - II 13/24 EV 111/23; Anwaltsgerichtshof Stuttgart, Urteil vom 18. Oktober 2024 - AGH 9/2023 III; Anwaltsgerichtshof Hamm, Urteil vom 21. April 2023 - 2 AGH 10/22; Anwaltsgericht Nürnberg, Urteil vom 6. März 2020 - AnwG I - 13/19; Anwaltsgericht Nürnberg, Urteil vom 6. März 2020 - AnwG I - 13/19;… a. A. (keine ahndungsfähige Berufspflichtverletzung): BeckOK BRAO/Jähne, 32 Ed. 01.06.2026, BRAO § 31a Rn. 3).

    Dagegen hat die rein faktische Ausgestaltung und Beschränkung der steuerberatenden Tätigkeit bzw. der faktische (vollumfängliche) Verzicht auf neue Mandate keinen Einfluss darauf, dass der Steuerberater sämtlichen Berufspflichten weiterhin unterliegt (vgl. Anwaltsgerichtshof Hamm, Urteil vom 5. September 2025 - 2 AGH 8/25; Anwaltsgerichtshof Hamm, Urteil vom 21. April 2023 - 2 AGH 10/22; jeweils für Rechtsanwälte).

  • AGH Nordrhein-Westfalen, 19.09.2025 - 1 AGH 23/25

    Elektronische Klageeinreichung in verwaltungsrechtlicher Anwaltssache

    Die Verpflichtung zur Einreichung in elektronischer Form nach § 55d VwGO gilt auch für das vorliegende Verfahren in verwaltungsrechtlichen Anwaltssachen (§§ 112a ff. BRAO), bei dem eine anwaltliche Vertretung gem. § 112 c Abs. 1 S. 3 BRAO, § 67 Abs. 4 VwGO vorgeschrieben ist (BGH…, Beschluss vom 15. Dezember 2023 - AnwZ (Brfg) 10/23, NJOZ 2024, 253 Rn. 8; BGH, Beschluss vom 22.09.2025, AnwZ (Brfg) 27/25 Rn 5; AGH Hamm - 1.Senat, Urteil vom 25.4.25, 1 AGH 1/25, juris; vgl. auch BGH, Beschluss vom 9. August 2022 - 6 StR 268/22 -, Rn. 3, juris; a.A. zu § 116 Abs. 1 BRAO, § 32d StPO: AGH Hamm - 2. Senat, Urteil vom 21. April 2023 - 2 AGH 10/22 -, Rn. 4, juris).
  • AGH Nordrhein-Westfalen, 20.02.2026 - 1 AGH 45/25

    Erfolglose Klage der Rechtsanwältin gegen Versagung ihrer Rechtsanwaltszulassung …

    Entgegen der Auffassung des 2. Senats des Anwaltgerichtshofs (AGH Nordrhein-Westfalen, Urteil vom 21.4.2023, 2 AGH 10/22), der die Pflicht zur Nutzung des beA jedenfalls in Verfahren, die auf Grundlage der StPO geführt werden, für nicht erforderlich hält, ist in verwaltungsrechtlichen Verfahren die Nutzung des beA jedenfalls verpflichtend (BGH, Beschluss vom 12.01.2024, AnwZ (Brfg) 37/23; BGH, Beschluss vom 15.12.2023, AnwZ (Brfg) 10/23).
  • AGH Nordrhein-Westfalen, 19.09.2025 - 1 AGH 19/25
    Entgegen der Auffassung des 2. Senats des Anwaltgerichtshofs (AGH Nordrhein-Westfalen Urteil vom 21.4.2023 - 2 AGH 10/22), der die Pflicht zur Nutzung des beA jedenfalls in Verfahren, die auf Grundlage der StPO geführt werden, für nicht erforderlich hält, ist in verwaltungsrechtlichen Verfahren die Nutzung des beA verpflichtend (BGH Beschl. v. 12.1.2024 - AnwZ (Brfg) 37/23; BGH, Beschluss vom 15.12.2023 - AnwZ (Brfg) 10/23).
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