Rechtsprechung
| FG Saarland, 14.12.2011 - 2 K 1564/09 |
Volltextveröffentlichungen (6)
- openjur.de
- Rechtsprechungsdatenbank Saarland
§ 69 AO, § 34 AO, § 35 AO, § 160 Abs 1 S 1 AO
Keine haftungsbegründende Verletzung der Steuererklärungspflicht - Benennungsverlangen - rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
AO § 69; AO § 34; AO § 35; AO § 160 Abs. 1 S. 1
Nichtbefolgung des Geschäftsführers einer GmbH eines auf § 160 AO gestützten Benennungverlangens ist keine haftungsbegründende Verletzung der Steuererklärungspflicht
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei)
Rechtmäßigkeit einer haftungsweisen Inanspruchnahme des alleinvertretungsberechtigten Geschäftsführers einer GmbH für deren Steuerschulden
- datenbank.nwb.de(kostenpflichtig, Leitsatz frei)
Nichtbefolgung des Geschäftsführers einer GmbH eines auf § 160 AO gestützten Benennungverlangens ist keine haftungsbegründende Verletzung der Steuererklärungspflicht
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- Rechtslupe (Kurzinformation/Zusammenfassung)
Geschäftsführerhaftung wegen Nichterfüllens des Benennungsverlangens
Papierfundstellen
- EFG 2012, 478
Wird zitiert von ... (5) Zitiert selbst (7)
- BFH, 26.04.1984 - V R 128/79
GmbH - Haftung - Geschäftsführung
Auszug aus FG Saarland, 14.12.2011 - 2 K 1564/09
Ein Geschäftsführer einer GmbH verletzt seine ihm gegenüber dem Steuergläubiger obliegenden Pflichten deshalb auch dann, wenn er sich durch Vorwegbefriedigung anderer Gläubiger oder in sonstiger Weise (etwa durch Entnahme liquider Mittel) schuldhaft außerstande setzt, künftig fällig werdende Steuerschulden, deren - auch erst künftige (…vgl. BFH vom 5. Februar 1985 VII R 124/80, BFH/NV 1987, 2 m.w.N.) - Entstehung ihm bekannt ist, zu tilgen (BFH vom 26. April 1984 V R 128/79, BStBl II 1984, 776). - BFH, 24.06.1997 - VIII R 9/96
Schätzung von Betriebsausgaben und Empfängerbenennung
Auszug aus FG Saarland, 14.12.2011 - 2 K 1564/09
Der Steuerpflichtige wird dabei gleichsam als Haftender in Anspruch genommen (BFH vom 30. März 1983 I R 228/78, BStBl II 1983, 654, 655; vom 24. Juni 1997 VIII R 9/96, BStBl II 1998, 51). - BFH, 12.09.1985 - VIII R 371/83
Aufforderung zur Benennung von Gläubigern und Zahlungsempfängern kein …
Auszug aus FG Saarland, 14.12.2011 - 2 K 1564/09
Die Empfängerbenennung ist auch als solche nicht nach §§ 328 ff. AO erzwingbar (BFH vom 12. September 1985 VIII R 371/83, BStBl II 1986, 537).
- BFH, 30.03.1983 - I R 228/78
Benennung des Zahlungsempfängers - Mehrsteuer - Ausgaben des Steuerpflichtigen
Auszug aus FG Saarland, 14.12.2011 - 2 K 1564/09
Der Steuerpflichtige wird dabei gleichsam als Haftender in Anspruch genommen (BFH vom 30. März 1983 I R 228/78, BStBl II 1983, 654, 655; vom 24. Juni 1997 VIII R 9/96, BStBl II 1998, 51). - BFH, 05.02.1985 - VII R 124/80
Haftung für von einer GmbH geschuldete Umsatzsteuervorauszahlungen - Grob …
Auszug aus FG Saarland, 14.12.2011 - 2 K 1564/09
Ein Geschäftsführer einer GmbH verletzt seine ihm gegenüber dem Steuergläubiger obliegenden Pflichten deshalb auch dann, wenn er sich durch Vorwegbefriedigung anderer Gläubiger oder in sonstiger Weise (etwa durch Entnahme liquider Mittel) schuldhaft außerstande setzt, künftig fällig werdende Steuerschulden, deren - auch erst künftige (vgl. BFH vom 5. Februar 1985 VII R 124/80, BFH/NV 1987, 2 m.w.N.) - Entstehung ihm bekannt ist, zu tilgen (BFH vom 26. April 1984 V R 128/79, BStBl II 1984, 776). - FG Hamburg, 29.06.2007 - 1 V 59/07
Abgabenordnung: Haftung des GmbH-Gesellschafter-Geschäftsführers bei verdeckter …
Auszug aus FG Saarland, 14.12.2011 - 2 K 1564/09
Zwar wird - worauf der Beklagte in der mündlichen Verhandlung unter Berufung auf FG Hamburg vom 29. Juni 2007 1 V 59/07, EFG 2007, 1654 hingewiesen hat - die Sorgfalt eines ordentlichen Geschäftsmannes nach § 43 Abs. 1 GmbHG von einem Geschäftsführer nicht nur um der Gesellschafter willen, sondern auch wegen der Gesellschaftsgläubiger (vgl. §§ 7, 78, 9, 43 Abs. 3, §§ 64, 84 GmbHG) erwartet. - FG Düsseldorf, 05.12.1996 - 14 K 4740/92
Auszug aus FG Saarland, 14.12.2011 - 2 K 1564/09
Bis zu Versagung des Betriebsausgabenabzugs ist der Tatbestand, der Grundlage für die Mehrsteuer ist, nicht erfüllt (vgl. auch FG Düsseldorf vom 5. Dezember 1996 14 K 4740/92, EFG 1997, 588).
- FG Münster, 03.03.2016 - 1 K 2243/12
Rechtmäßigkeit eines gegenüber dem Geschäftsführer einer KG entstandenen …
Nach ständiger Rechtsprechung kann von den gesetzlichen Vertretern bereits vor Fälligkeit einer Steuer verlangt werden, vorausschauend zu planen und - insbesondere in Zeiten der Krise - die notwendigen finanziellen Mittel zur Entrichtung der geschuldeten Steuern bereitzuhalten (vgl. BFH, Urteile v. 26.04.1984, V R 128/79, juris; v. 26.07.1988, VII R 83/87, juris; v. 09.01.1997, VII R 51/96, juris; v. 28.06.2005, I R 2/04, juris; v. 19.09.2007, VII R 39/05, juris; v. 20.05.2014, VII R 12/12, juris; Beschluss v. 11.11.2015, VII B 74/15, juris; FG Berlin, Beschluss v. 12.09.2003, 9 B 9470/02, juris; FG Münster, Urteil v. 03.05.2000, 5 K 2907/99, juris; FG Köln, Urteil v. 17.06.2009, 11 K 3017/05, juris; FG Saarland, Urteil v. 14.12.2011, 2 K 1564/09, juris; FG München, Urteile v. 22.05.2012, 2 K 3459/09, juris; v. 22.02.2010, 14 K 3114/08, juris; FG Hamburg, Urteil v. 16.07.2014, 3 K 240/13, juris; Sächsisches FG, Urteil v. 24.09.2014, 8 K 1883/12, juris; aus dem Schrifttum: Loose in Tipke/Kruse, AO/FGO, § 69 AO Tz. 34 ff., 37 und 40; Jatzke in Beermann/Gosch, AO/FGO, § 69 AO Tz. 27 f.). - OVG Sachsen, 22.09.2010 - 4 B 214/10
Aufschiebende Wirkung eines Rechtsbehelfs gegen eine der Sachentscheidung …
Der Antragsteller und seine Frau erhoben Klage vor dem Verwaltungsgericht Dresden, die unter dem Az. 2 K 1564/09 geführt wird und über die noch nicht entschieden ist. - FG Münster, 03.03.2016 - 1 K 2245/12
Rechtmäßigkeit eines gegenüber dem Geschäftsführer einer KG entstandenen …
Nach ständiger Rechtsprechung kann von den gesetzlichen Vertretern bereits vor Fälligkeit einer Steuer verlangt werden, vorausschauend zu planen und - insbesondere in Zeiten der Krise - die notwendigen finanziellen Mittel zur Entrichtung der geschuldeten Steuern bereitzuhalten (vgl. BFH, Urteile v. 26.04.1984, V R 128/79, juris; v. 26.07.1988, VII R 83/87, juris; v. 09.01.1997, VII R 51/96, juris; v. 28.06.2005, I R 2/04, juris; v. 19.09.2007, VII R 39/05, juris; v. 20.05.2014, VII R 12/12, juris; Beschluss v. 11.11.2015, VII B 74/15, juris; FG Berlin, Beschluss v. 12.09.2003, 9 B 9470/02, juris; FG Münster, Urteil v. 03.05.2000, 5 K 2907/99, juris; FG Köln, Urteil v. 17.06.2009, 11 K 3017/05, juris; FG Saarland, Urteil v. 14.12.2011, 2 K 1564/09, juris; FG München, Urteile v. 22.05.2012, 2 K 3459/09, juris; v. 22.02.2010, 14 K 3114/08, juris; FG Hamburg, Urteil v. 16.07.2014, 3 K 240/13, juris; Sächsisches FG, Urteil v. 24.09.2014, 8 K 1883/12, juris; aus dem Schrifttum: Loose in Tipke/Kruse, AO/FGO, § 69 AO Tz. 34 ff., 37 und 40; Jatzke in Beermann/Gosch, AO/FGO, § 69 AO Tz. 27 f.). - OVG Sachsen, 25.09.2010 - 4 B 214/10 Der Antragsteller und seine Frau erhoben Klage vor dem Verwaltungsgericht Dresden, die unter dem Az. 2 K 1564/09 geführt wird und über die noch nicht entschieden ist.
- VG Köln, 16.01.2013 - 24 K 8301/09
Haftungsbescheid Festsetzungsverjährung Kausalität Sachverhaltsermittlung
Rn. 124 vgl. VG München, Beschluss vom 06. Mai 2009 - M 10 S 09.456 - FG Saarland, Urteil vom 14. Dezember 2011 - 2 K 1564/09 -, beide juris.
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