Rechtsprechung
| LAG Mecklenburg-Vorpommern, 24.05.2019 - 2 Sa 214/18 |
Volltextveröffentlichungen (8)
- openjur.de
- IWW
§ 823 Absatz 1 BGB, Art. ... 1 Absatz 1 GG, Art. 8 Absatz 1 EMRK, § 7 BDSG, § 4 BDSG, § 32 BDSG, § 28 BDSG, § 26 BDSG, § 32 Absatz 1 Satz 2 BDSG, § 4a BDSG, § 4a Absatz 1 Satz 2 BDSG, § 28 Absatz 1 Satz 1 Nr. 2 BDSG, Artikel 1 GG, § 6b Absatz 1, 3 BDSG, § 6b Absatz 1 BDSG, § 2 Absatz 4 Satz 1 BDSG, § 6b Absatz 1 Nr. 2 BDSG, § 6b Absatz 1 Nr. 3 BDSG, § 6b BDSG, § 97 ZPO, § 91 ZPO, § 72 ArbGG, § 33 RVG
- adresshandel-und-recht.de
Schadensersatz bei nicht erlaubter Videoüberwachung in Tankstelle
- datenschutz.eu
Schadensersatz bei nicht erlaubter Videoüberwachung in Tankstelle
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
EMRK Art. 8 Abs. 1 ; BDSG § 26
Geldentschädigung wegen nicht rechtmäßiger Videoüberwachung bei schwerer Persönlichkeitsverletzung - ZIP-online.de(Leitsatz frei, Volltext 3,90 €)
Entschädigungszahlung wegen nicht datenschutzrechtskonformer Videoüberwachung am Arbeitsplatz
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
- juris (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse (8)
- Justiz Mecklenburg-Vorpommern (Leitsatz)
§ 823 Abs 1 BGB, § 32 BDSG 1990, Art 2 GG, Art 1 GG
Entschädigungszahlung wegen nicht datenschutzrechtskonformer Videoüberwachung der Beschäftigten einer Tankstelle - ferner-alsdorf.de (Kurzinformation)
Entschädigung wegen rechtswidriger Videoüberwachung am Arbeitsplatz
- beckmannundnorda.de (Kurzinformation)
Nicht datenschutzkonforme Videoüberwachung von Beschäftigten - Anspruch auf Geldentschädigung in Höhe von 2000 EURO des Beschäftigten gegen Arbeitgeber nicht unangemes
- ratgeberrecht.eu (Kurzinformation)
Schadenersatz wegen unerlaubter Videoüberwachung
- dr-bahr.com (Kurzinformation)
Arbeitnehmer hat Anspruch auf 2.000,- EUR Schadensersatz bei unerlaubter Video-Überwachung
- rosepartner.de (Kurzinformation)
Videoüberwachung von Arbeitnehmern - 2.000 Euro Schadensersatz wegen Datenschutzverletzung
- anwalt.de (Kurzinformation)
Videoüberwachung am Arbeitsplatz - hoher Schadensersatz für Arbeitnehmer möglich
- bund-verlag.de (Kurzinformation)
1.500 EUR Schadensersatz wegen unzulässiger Videoüberwachung
Verfahrensgang
- ArbG Rostock, 30.08.2018 - 2 Ca 1213/17
- LAG Mecklenburg-Vorpommern, 24.05.2019 - 2 Sa 214/18
Papierfundstellen
- ZIP 2020, 90
Wird zitiert von ... (6) Zitiert selbst (1)
- BAG, 19.02.2015 - 8 AZR 1007/13
Verletzung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts - Observation durch einen …
Auszug aus LAG Mecklenburg-Vorpommern, 24.05.2019 - 2 Sa 214/18
Hierbei sind im Rahmen der gebotenen Gesamtwürdigung insbesondere die Bedeutung und Tragweite des Eingriffs, ferner der Anlass und die Beweggründe des Handelnden sowie der Grad des Verschuldens zu berücksichtigen (wie BAG 19. Februar 2015 - 8 AZR 1007/13 - NJW 2015, 2749 = AP Nr. 44 zu § 611 BGB Persönlichkeitsrecht = NZA 2015, 994).Beide Ansprüche bestehen unabhängig voneinander (vgl. dazu nur BAG 19. Februar 2015 - 8 AZR 1007/13 - NJW 2015, 2749 = AP Nr. 44 zu § 611 BGB Persönlichkeitsrecht = NZA 2015, 994 Randnummern 14 f mit umfangreichen weiteren Nachweisen).
Hierbei sind im Rahmen der gebotenen Gesamtwürdigung insbesondere die Bedeutung und Tragweite des Eingriffs, ferner der Anlass und die Beweggründe des Handelnden - hier der Beklagten - sowie der Grad des Verschuldens zu berücksichtigen (BAG 19. Februar 2015 aaO mit weiteren Nachweisen).
Es gehört zum Selbstbestimmungsrecht eines jeden Menschen darüber zu entscheiden, ob Filmaufnahmen von ihm gemacht und möglicherweise verwendet werden dürfen (BAG 19. Februar 2015 aaO mit weiteren Nachweisen).
Die Bestimmungen des Bundesdatenschutzgesetzes über die Anforderungen an eine zulässige Datenverarbeitung konkretisieren und aktualisieren den Schutz des Rechts auf informationelle Selbstbestimmung und am eigenen Bild (BAG 19. Februar 2015 aaO mit weiteren Nachweisen).
- LAG Hamm, 28.05.2025 - 18 SLa 959/24
Kameraüberwachung; Persönlichkeitsrecht; Geldentschädigung
Rn. 74 So hat das Landesarbeitsgericht Mecklenburg-Vorpommern (Urteil vom 25.05.2019 - 2 Sa 214/18) eine Überwachung des Arbeitnehmers durch drei Kameras im nicht öffentlich zugänglichen Bereich der Tankstelle für einen Zeitraum von mehr als acht Monaten für unzulässig gehalten und den Arbeitgeber zur Zahlung einer Geldentschädigung in Höhe von 2.000,00 EUR verurteilt. - VG Wiesbaden, 17.01.2022 - 6 K 1164/21
GPS-Tracking im Logistikbereich
Ein solches Interesse kann insbesondere bei Fällen der Aufklärung von Straftaten und insoweit zur Beweissicherung anzuerkennen sein (§ 26 Abs. 1 S. 2 BDSG; BAG, Urteil vom 28. März 2019 - 8 AZR 421/17 -, juris; BGH…, Urteil vom 04. Juni 2013 - 1 StR 32/13 -, juris Rn. 62ff; Landesarbeitsgericht Mecklenburg-Vorpommern, Urteil vom 24. Mai 2019 - 2 Sa 214/18 -, juris). - OLG Naumburg, 05.02.2026 - 9 U 124/24
Meta Business Tools - und der Schadensersatz wegen unerlaubter Datenverarbeitung
Rn. 368 ee) Für die Höhe des angemessenen Schadensersatzes bei Kontrollverlust bzw. dessen Befürchtung wegen Datenschutzverstößen zieht der Senat vergleichsweise das Urteil des EuG vom 8. Januar 2025, T-354/22 (400,00 EUR); das Urteil des BGH vom 18. November 2024, VI ZR 10/24 (100,00 EUR); das Urteil des Landesarbeitsgerichts Mecklenburg-Vorpommern, Urteil vom 24. Mai 2019, 2 Sa 214/18 (2.000,00 EUR); das Urteil des OLG Koblenz vom 18. Mai 2022, 5 U 2141/21 (500,00 EUR); das Urteil des OLG Dresden vom 30. November 2021, 4 U 1158/21 (5.000,00 EUR); das Urteil des OLG Hamburg vom 10. Januar 2024, 13 U 70/23 (4.000,000 EUR) sowie die Urteile des OLG München vom 18. Dezember 2025, 14 U 1314/25 e (500,00 EUR), 14 U 2300/25 e (750,00 EUR), 14 U 1068/25 e (750,00 EUR) und 14 U 881/25 e (250,00 EUR) heran.
- OLG Naumburg, 05.02.2026 - 9 U 44/25 Rn. 361 ee) Für die Höhe des angemessenen Schadenersatzes bei Kontrollverlust bzw. dessen Befürchtung wegen Datenschutzverstößen zieht der Senat vergleichsweise das Urteil des EuG vom 8. Januar 2025, T-354/22 (400 EUR); das Urteil des BGH vom 18. November 2024, VI ZR 10/24 (100 EUR); das Urteil des Landesarbeitsgerichts Mecklenburg-Vorpommern, Urteil vom 24. Mai 2019, 2 Sa 214/18 (2.000 EUR), das Urteil des OLG Koblenz vom 18. Mai 2022, 5 U 2141/21 (500 EUR), das Urteil des OLG Dresden vom 30. November 2021, 4 U 1158/21 (5.000 EUR), das Urteil des OLG Hamburg vom 10. Januar 2024, 13 U 70/23 (4.000 EUR) sowie die Urteile des OLG München vom 18. Dezember 2025, 14 U 1314/25 e (500 EUR), 14 U 2300/25 e (750 EUR), 14 U 1068/25 e (750 EUR) und 14 U 881/25 e (250 EUR) heran.
- ArbG Nordhausen, 15.02.2024 - 3 Ca 625/23
Bewusste, anlasslose Kameraüberwachung der Arbeitnehmer - Kündigungsgrund für den …
Rn. 34 b) Eine bewusste, anlasslose Kameraüberwachung der Belegschaft durch den Arbeitgeber zum Schutze vor Schädigungen seines Vermögens durch einzelne Beschäftigte ist verboten (vergl. LAG Mecklenburg-Vorpommern, Urteil vom 24.05.2019, Az: 2 Sa 214/18).Rn. 45 d) Damit liegt eine anlasslose Überwachung der Belegschaft durch die Klägerin zum Schutz vor Schädigung ihres Vermögens durch einzelne Beschäftigte vor, die aber nach § 26 Abs. 1 BDSG verboten ist (vergl. LAG Mecklenburg-Vorpommern, Urteil vom 24.05.2019, Az: 2 Sa 214/18).
- ArbG Aachen, 29.10.2020 - 2 Ca 3982/19
Darlegungs- und Beweislast für Betriebsgröße nach § 23 Abs. 1 KSchG; Darlegungs- …
Die Bestimmungen des Bundesdatenschutzgesetzes über die Anforderungen an eine zulässige Datenverarbeitung konkretisieren und aktualisieren den Schutz des Rechts auf informationelle Selbstbestimmung und am eigenen Bild (LAG Mecklenburg-Vorpommern, Urteil vom 24. Mai 2019 - 2 Sa 214/18).
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