Rechtsprechung
| FG Saarland, 01.03.2001 - 2 V 400/00 |
Volltextveröffentlichungen (5)
- Finanzgerichtsbarkeit Saarland
Keine ernstlichen Zweifel an der Verfassungsmäßigkeit des § 23 Abs. 2 Satz 2 EStG in der für den Veranlagungszeitraum 1995 geltenden Fassung; Zurechnung von Gewinnausschüttungen an eine schweizerische Domizilgesellschaft; erhöhte Mitwirkungspflichten nach § 90 Abs. 2 AO.
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Verfassungsmäßigkeit der Regelung des § 23 Abs. 2 Satz 2 EStG; Zurechnung von Einkünften aus Gewinnausschüttungen einer GmbH an eine Domizilgesellschaft; Aussetzung der Vollziehung
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei)
Verfassungsmäßigkeit der Regelung des § 23 Abs. 2 Satz 2 EStG; Antragsbefugnis gem. § 42 Abs. 2 FGO als Zulässigkeitsvoraussetzung für einen Antrag auf Aussetzung der Vollziehung
- datenbank.nwb.de(kostenpflichtig, Leitsatz frei)
Verfassungsmäßigkeit der Regelung des § 23 Abs. 2 Satz 2 EStG - Zurechnung von Einkünften aus Gewinnausschüttungen einer GmbH an eine Domizilgesellschaft; Aussetzung der Vollziehung
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Wird zitiert von ... Zitiert selbst (13)
- BVerfG, 30.09.1998 - 2 BvR 1818/91
Verlustabzug
Auszug aus FG Saarland, 01.03.2001 - 2 V 400/00
Es trägt mithin dem Nettoprinzip und damit letztlich dem Prinzip der Besteuerung nach wirtschaftlichen und finanziellen Leistungsfähigkeit Rechnung (vgl. insoweit auch BVerfG, Beschluss vom 30. September 1998 2 BvR 1818/91, Neue Juristische Wochenschrift - NJW - 1998, 3769 = BVerfGE 99, 88).Nichts anderes ergibt sich aus dem Beschluss des BVerfG vom 30. September 1998 2 BvR 1818/91, NJW 1998, 3769 = BVerfGE 99, 88, wonach lediglich der völlige Ausschluss der Verlustverrechnung mit dem Prinzip der Besteuerung nach der Leistungsfähigkeit und damit mit dem Gleichheitssatz des Art. 3 Abs. 1 GG unvereinbar ist.
- BVerfG, 07.10.1980 - 1 BvL 50/79
Präklusion I
Auszug aus FG Saarland, 01.03.2001 - 2 V 400/00
Der allgemeine Gleichheitssatz des Art. 3 Abs. 1 Grundgesetz, der hier als einziger verfassungsrechtlicher Prüfungsmaßstab in Betracht kommt, ist nur dann verletzt, wenn eine Gruppe von Normadressaten im Vergleich zu anderen Normadressaten anders behandelt wird, obwohl zwischen beiden Gruppen keine Unterschiede von solcher Art und solchem Gewicht bestehen, dass sie die ungleiche Behandlung rechtfertigen könnten (so genannte neue Formel, vgl. grundlegend Bundesverfassungsgericht, Beschluss vom 7. Oktober 1980 1 BvL 50, 89/79, 1 BvR 240/79, BVerfGE 55, 72 [88], und aus neuerer Zeit Beschluss vom 10. Januar 1995 1 BvF 1/90, 1 BvR 342, 348/90, BVerfGE 92, 26 [52];… siehe hierzu Tipke/Lang, Steuerrecht 16 , § 4, Rdnr. 73; Rudolf Wendt, Neue Zeitschrift für Verwaltungsrecht - NVwZ - 1988, 778). - BVerfG, 10.01.1995 - 1 BvF 1/90
Zweitregister
Auszug aus FG Saarland, 01.03.2001 - 2 V 400/00
Der allgemeine Gleichheitssatz des Art. 3 Abs. 1 Grundgesetz, der hier als einziger verfassungsrechtlicher Prüfungsmaßstab in Betracht kommt, ist nur dann verletzt, wenn eine Gruppe von Normadressaten im Vergleich zu anderen Normadressaten anders behandelt wird, obwohl zwischen beiden Gruppen keine Unterschiede von solcher Art und solchem Gewicht bestehen, dass sie die ungleiche Behandlung rechtfertigen könnten (so genannte neue Formel, vgl. grundlegend Bundesverfassungsgericht, Beschluss vom 7. Oktober 1980 1 BvL 50, 89/79, 1 BvR 240/79, BVerfGE 55, 72 [88], und aus neuerer Zeit Beschluss vom 10. Januar 1995 1 BvF 1/90, 1 BvR 342, 348/90, BVerfGE 92, 26 [52];… siehe hierzu Tipke/Lang, Steuerrecht 16 , § 4, Rdnr. 73; Rudolf Wendt, Neue Zeitschrift für Verwaltungsrecht - NVwZ - 1988, 778).
- BFH, 21.02.1990 - II B 98/89
Hamburgische Spielgerätesteuer verfassungsgemäß
Auszug aus FG Saarland, 01.03.2001 - 2 V 400/00
Eine unbillige Härte im Sinne des § 69 Abs. 2 Satz 2 FGO liegt nach der Rechtsprechung des BFH vor, wenn durch die sofortige Vollziehung dem Steuerpflichtigen Nachteile drohen würden, die über die eigentliche Zahlung hinausgehen und nicht oder nur schwer wieder gutzumachen sind, oder wenn gar die wirtschaftliche Existenz des Steuerpflichtigen gefährdet wäre (BFH, Urteile vom 31. Januar 1967, VI S 9/66, BStBl. III 1967, 225; vom 19. April 1968, IV B 3/66, BStBl. II 1968, 538; vom 8. Mai 1968, I S 1/68, BStBl. II 1968, 485 [486];… vom 31. August 1987, V B 57/86, BFH/NV 1988, 175 [176]; vom 21. Februar 1990, II B 98/89, BStBl. II 1990, 510 [514]). - BVerfG, 17.10.1984 - 1 BvR 527/80
Einkommensteuer Alleinerziehende
Auszug aus FG Saarland, 01.03.2001 - 2 V 400/00
Unter dem Gesichtspunkt der Besteuerung nach der Leistungsfähigkeit ist dies nicht zu beanstanden (zum Leistungsfähigkeitsprinzip als Verfassungsprinzip siehe aus der Rechtsprechung des BVerfG beispielsweise BVerfG, Beschluss vom 17. Oktober 1984 1 BvR 527/80, 528/81 und 441/82, BVerfGE 68, 143 [152]; siehe hierzu aus der Literatur Paul Kirchhof, StuW 1984, 297 [305]; Rudolf Wendt, NVwZ 1988, 778 [783];… ders., in: Lang [Hrsg.], Festschrift für Klaus Tipke, S. 47 [50 ff.]; ders. BB 1987, 1257 [1260]; ders., FR 1993, 1 [4]; ablehnend Arndt, NVwZ 1988, 787 [790]). - BFH, 31.01.1967 - VI S 9/66
Aussetzung der Vollziehung eines angefochtenen Steuerbescheids
Auszug aus FG Saarland, 01.03.2001 - 2 V 400/00
Eine unbillige Härte im Sinne des § 69 Abs. 2 Satz 2 FGO liegt nach der Rechtsprechung des BFH vor, wenn durch die sofortige Vollziehung dem Steuerpflichtigen Nachteile drohen würden, die über die eigentliche Zahlung hinausgehen und nicht oder nur schwer wieder gutzumachen sind, oder wenn gar die wirtschaftliche Existenz des Steuerpflichtigen gefährdet wäre (BFH, Urteile vom 31. Januar 1967, VI S 9/66, BStBl. III 1967, 225; vom 19. April 1968, IV B 3/66, BStBl. II 1968, 538; vom 8. Mai 1968, I S 1/68, BStBl. II 1968, 485 [486];… vom 31. August 1987, V B 57/86, BFH/NV 1988, 175 [176]; vom 21. Februar 1990, II B 98/89, BStBl. II 1990, 510 [514]). - BFH, 28.11.1974 - V B 52/73
Vorläufiger Bescheid - Negative Steuerzahlungsschuld - Differenz - Endgültiger …
Auszug aus FG Saarland, 01.03.2001 - 2 V 400/00
Dabei brauchen die für die Rechtswidrigkeit des Verwaltungsaktes sprechenden Bedenken nicht zu überwiegen, das heißt, ein Erfolg des Steuerpflichtigen braucht nicht wahrscheinlicher zu sein als sein Misserfolg (BFH, Beschlüsse vom 30. Juni 1967 III B 21/66, BStBl. III 1967, 533, und vom 28. November 1974 V B 52/73, BStBl. II 1975, 239). - BFH, 19.04.1968 - IV B 3/66
Statthaftigkeit einer Anschlussbeschwerde im finanzgerichtlichen Verfahren und …
Auszug aus FG Saarland, 01.03.2001 - 2 V 400/00
Eine unbillige Härte im Sinne des § 69 Abs. 2 Satz 2 FGO liegt nach der Rechtsprechung des BFH vor, wenn durch die sofortige Vollziehung dem Steuerpflichtigen Nachteile drohen würden, die über die eigentliche Zahlung hinausgehen und nicht oder nur schwer wieder gutzumachen sind, oder wenn gar die wirtschaftliche Existenz des Steuerpflichtigen gefährdet wäre (BFH, Urteile vom 31. Januar 1967, VI S 9/66, BStBl. III 1967, 225; vom 19. April 1968, IV B 3/66, BStBl. II 1968, 538; vom 8. Mai 1968, I S 1/68, BStBl. II 1968, 485 [486];… vom 31. August 1987, V B 57/86, BFH/NV 1988, 175 [176]; vom 21. Februar 1990, II B 98/89, BStBl. II 1990, 510 [514]). - BFH, 31.08.1987 - V B 57/86
Antrag auf Aussetzung der Vollziehung - Bindung der Finanzverwaltung an Treu und …
Auszug aus FG Saarland, 01.03.2001 - 2 V 400/00
Eine unbillige Härte im Sinne des § 69 Abs. 2 Satz 2 FGO liegt nach der Rechtsprechung des BFH vor, wenn durch die sofortige Vollziehung dem Steuerpflichtigen Nachteile drohen würden, die über die eigentliche Zahlung hinausgehen und nicht oder nur schwer wieder gutzumachen sind, oder wenn gar die wirtschaftliche Existenz des Steuerpflichtigen gefährdet wäre (BFH, Urteile vom 31. Januar 1967, VI S 9/66, BStBl. III 1967, 225; vom 19. April 1968, IV B 3/66, BStBl. II 1968, 538; vom 8. Mai 1968, I S 1/68, BStBl. II 1968, 485 [486]; vom 31. August 1987, V B 57/86, BFH/NV 1988, 175 [176]; vom 21. Februar 1990, II B 98/89, BStBl. II 1990, 510 [514]). - BFH, 30.06.1967 - III B 21/66
Auslegung eines unterschiedlich bezeichneten Schriftstückes - Bezeichnung eines …
Auszug aus FG Saarland, 01.03.2001 - 2 V 400/00
Dabei brauchen die für die Rechtswidrigkeit des Verwaltungsaktes sprechenden Bedenken nicht zu überwiegen, das heißt, ein Erfolg des Steuerpflichtigen braucht nicht wahrscheinlicher zu sein als sein Misserfolg (BFH, Beschlüsse vom 30. Juni 1967 III B 21/66, BStBl. III 1967, 533, und vom 28. November 1974 V B 52/73, BStBl. II 1975, 239). - BFH, 03.03.1967 - III R 136/66
Verpflichtung des Beklagten zur Stellungnahme bezüglich eines Antrages auf …
- BFH, 08.05.1968 - I S 1/68
Voraussetzungen für das Vorliegen von ernstlichen Zweifeln an der Rechtmäßigkeit …
- BFH, 22.01.1991 - X S 1/91
Antragsberechtigung für einen Antrag auf Aussetzung der Vollziehung eines …
- BFH, 16.07.2002 - IX R 62/99
Zur Vereinbarkeit des § 23 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 Buchst. b EStG in der für den …
b) Verfassungsrechtliche Zweifel wurden in der finanzgerichtlichen Rechtsprechung hinsichtlich verschiedener durch das StEntlG 1999/2000/2002 in § 23 EStG eingefügter Neuregelungen geäußert (BFH-Beschluss vom 5. März 2001 IX B 90/00, BFHE 195, 205, BStBl II 2001, 405, zur rückwirkenden Verlängerung der Veräußerungsfrist für Grundstücke von zwei auf zehn Jahre; gl.A. FG Düsseldorf, Beschluss vom 28. Februar 2001 9 V 7770/00 A(E), EFG 2001, 695; FG Münster, Beschluss vom 18. Januar 2001 4 V 6735/00 E, EFG 2001, 294; im Ergebnis gl.A. FG Köln, Vorlagebeschluss vom 25. Juli 2002 13 K 460/01, EFG 2002, 1236, Az. des BVerfG 2 BvL 14/02; a.A. FG Münster, Beschluss vom 16. Oktober 2000 14 V 3087/00 E, EFG 2001, 71; FG Baden-Württemberg, Beschluss vom 26. Juni 2000 2 V 13/00, EFG 2000, 1004; s. auch BFH-Beschluss vom 15. Dezember 2000 IX B 128/99, BFHE 194, 157, BStBl II 2001, 411, zum Verlustausgleich- und -abzug; ebenso FG Düsseldorf, Beschluss vom 13. September 1999 17 V 4480/99 A(E), EFG 1999, 1128; s. ferner Thüringer FG, Urteil vom 13. Dezember 2000 III 1121/00, EFG 2001, 447, zur Unzulässigkeit des vertikalen Verlustausgleichs sowie des überperiodischen Verlustabzugs nach § 10d EStG; FG München, Urteil vom 29. Oktober 1999 8 K 3914/96, EFG 2000, 126; FG des Saarlandes, Beschluss vom 1. März 2001 2 V 400/00, juris).
Bitte loggen Sie sich ein, um diese Funktion zu nutzen. Falls Sie noch kein Benutzerkonto haben, können Sie sich in weniger als einer Minute eines kostenlos anlegen "Registrieren".