Rechtsprechung
| OLG Frankfurt, 13.12.1990 - 20 REMiet 2/90 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- grundeigentum-verlag.de(Abodienst, Leitsatz frei)
Rechtsentscheid; Vorlagezulässigkeit; Einzelfallentscheidung; Kündigung; Mietermehrheit; Zugang der Kündigungserklärung bei nur einem Mieter; Ehewohnung
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- NJW-RR 1991, 459
Wird zitiert von ... (7) Zitiert selbst (22)
- OLG Schleswig, 25.06.1982 - 6 REMiet 1/82
Räumungsklage; Gesamtschuldnerisch haftende Mieter; Rechtsschutzbedürfnis ; …
Auszug aus OLG Frankfurt, 13.12.1990 - 20 REMiet 2/90
In erweiternder Auslegung des vom Oberlandesgericht Schleswig unter dem erlassenen Rechtsentscheids (NJW 1982, 2672 = MDR 1982, 1019 mit abl.Anm. Boiczenko in MDR 1983, 895 = WuM 1982, 264 = ZMR 1983, 15 = DWW 1982, 275 = RES II § 556 BGB Nr. 3), wonach bei Beendigung eines Wohnraummietverhältnisses mit mehreren gesamtschuldnerisch verpflichteten Mietern ein Mitmieter auf Rückgabe der Wohnung nicht in Anspruch genommen werden könne, wenn er den Besitz an der Wohnung endgültig aufgegeben und den Vermieter davon in Kenntnis gesetzt hat, erscheine es als unnötiger Formalismus, wenn man von einem Vermieter verlange, auch an denjenigen Mitmieter die Kündigung zu richten, der sich bereits längere Zeit nicht mehr in der Wohnung aufhalte.
- OLG Hamm, 01.10.1981 - 4 REMiet 6/81
Verspätete Zwangsvollstreckung aus einem wegen Zahlungsverzuges erwirkten …
Auszug aus OLG Frankfurt, 13.12.1990 - 20 REMiet 2/90
103/80">ZMR 1982, 84 = DWW 1982, 121 = RES I § 536 BGB Nr. 1 für den Einwand der unzulässigen Rechtsausübung; OLG Karlsruhe WuM 1989, 124 unter II 4 = ZMR 1989, 144 = DWW 1989, 83 = RES VII 3. MietRÄndG Nr. 92; siehe auch OLG Hamm NJW 1982, 341 unter II 2 a E = MDR 1982, 147 = WuM 1981, 257 = ZMR 1982, 13 = DWW 1981, 293 = RES I § 554 BGB Nr. 1 für den Fall der Verwirkung). - OLG Koblenz, 13.10.1983 - 4 W RE 171/83
Auszug aus OLG Frankfurt, 13.12.1990 - 20 REMiet 2/90
Nach überwiegender Meinung stellt die fragliche Klausel allerdings eine wechselseitige Empfangsbevollmächtigung der Mitmieter untereinander dar, wobei für Willenserklärungen des Vermieters, die auf die Beendigung des Mietverhältnisses abzielen (also für die Kündigung), die Klausel jedoch nicht gelten soll, weil mangels abweichender ausdrücklicher Vereinbarung nichts dafür spreche, daß die Vollmacht auch so weit gehen sollte, ihre eigene Rechtsgrundlage - nämlich den Mietvertrag - zu beseitigen (OLG Hamburg BlGWB 1961, 334; Schulz WuM 1980, 110;… Erman/Schopp aaO. § 564 Rdn. 13; Sonnenschein PiG 26 (1987), 45/48;… Derleder in AK BGB § 564 Rdn. 3; Schläger ZMR 1985, 225 und 1986, 421/422;… Sternel aaO. I 15 und 403 mit weiteren Nachweisen; vgl. auch OLG Schleswig NJW 1983, 1862 = MDR 1983, 670 = WuM 1983, 130 = ZMR 1983, 249 = RES III § 2 MHG Nr. 42; OLG Koblenz NJW 1984, 244 = DWW 1984, 19 = WuM 1984, 18 = ZMR 1984, 30 = RES III § 2 MHG Nr. 45).
- OLG Schleswig, 22.03.1983 - 6 REMiet 4/82
Mieterhöhung; Mitmieter; Mietvertrag ; Verbindlichkeit; Willenserklärung; Abgabe …
Auszug aus OLG Frankfurt, 13.12.1990 - 20 REMiet 2/90
Nach überwiegender Meinung stellt die fragliche Klausel allerdings eine wechselseitige Empfangsbevollmächtigung der Mitmieter untereinander dar, wobei für Willenserklärungen des Vermieters, die auf die Beendigung des Mietverhältnisses abzielen (also für die Kündigung), die Klausel jedoch nicht gelten soll, weil mangels abweichender ausdrücklicher Vereinbarung nichts dafür spreche, daß die Vollmacht auch so weit gehen sollte, ihre eigene Rechtsgrundlage - nämlich den Mietvertrag - zu beseitigen (OLG Hamburg BlGWB 1961, 334; Schulz WuM 1980, 110;… Erman/Schopp aaO. § 564 Rdn. 13; Sonnenschein PiG 26 (1987), 45/48;… Derleder in AK BGB § 564 Rdn. 3; Schläger ZMR 1985, 225 und 1986, 421/422;… Sternel aaO. I 15 und 403 mit weiteren Nachweisen; vgl. auch OLG Schleswig NJW 1983, 1862 = MDR 1983, 670 = WuM 1983, 130 = ZMR 1983, 249 = RES III § 2 MHG Nr. 42; OLG Koblenz NJW 1984, 244 = DWW 1984, 19 = WuM 1984, 18 = ZMR 1984, 30 = RES III § 2 MHG Nr. 45). - KG, 25.10.1984 - 8 REMiet 4148/84
Mietvertrag; Klausel; Mieterhöhung; Mitmieter; Adressat
Auszug aus OLG Frankfurt, 13.12.1990 - 20 REMiet 2/90
Folgt man dem Kammergericht (Rechtsentscheid vom 25.10.1984 = WuM 1985, 12 = RES IV § 2 MHG Nr. 56), wonach es sich dabei um eine Vereinbarung besonderer Art handelt, durch die § 425 BGB dahingehend modifiziert wird, daß die rechtsgeschäftlichen Erklärungen des Vermieters nicht Einzelwirkung, sondern Gesamtwirkung haben, so könnte im Streitfall die Wirkung der dem Beklagten gegenüber ausgesprochenen Kündigung der Klägerin vom 20.11.1989 gleichwohl nicht auf die geschiedene Ehefrau des Beklagten erstreckt werden, weil die Gründe des Rechtsentscheids des Kammergerichts erkennen lassen, daß für Kündigungen etwas anderes gelten soll (…vgl. dazu Schmidt/Futterer/Blank aaO. B 44 b). - OLG Karlsruhe, 08.02.1989 - 3 REMiet 1/88
Rechtsentscheid; Vereinbarkeit; Abweichen; Vorlage
Auszug aus OLG Frankfurt, 13.12.1990 - 20 REMiet 2/90
103/80">ZMR 1982, 84 = DWW 1982, 121 = RES I § 536 BGB Nr. 1 für den Einwand der unzulässigen Rechtsausübung; OLG Karlsruhe WuM 1989, 124 unter II 4 = ZMR 1989, 144 = DWW 1989, 83 = RES VII 3. MietRÄndG Nr. 92; siehe auch OLG Hamm NJW 1982, 341 unter II 2 a E = MDR 1982, 147 = WuM 1981, 257 = ZMR 1982, 13 = DWW 1981, 293 = RES I § 554 BGB Nr. 1 für den Fall der Verwirkung). - BayObLG, 11.12.1984 - REMiet 10/83
Auszug aus OLG Frankfurt, 13.12.1990 - 20 REMiet 2/90
Sind wie hier Gesichtspunkte von Treu und Glauben (Rechtsmißbrauch, Verwirkung und dergleichen) für die zu treffende Entscheidung von ausschlaggebender Bedeutung, steht also ersichtlich die umfassende Prüfung und Würdigung aller Umstände des Einzelfalles im Vordergrund, dann besteht kein Anlaß, einen Rechtsentscheid wegen grundsätzlicher Bedeutung der Rechtsfrage herbeizuführen (vgl. OLG Karlsruhe WuM 1981, 271 = ZMR 1982, 184 = RES I 3. MietRÄndG Nr. 9 für den Fall der Verwirkung; OLG Hamm WuM 1983, 107 = ZMR 1983, 41 = DWW 1983, 100 = RES III 3. MietRÄndG Nr. 21 für den Fall der Verwirkung; BayObLG WuM 185, 51 = ZMR 1985, 98 = RES IV 3. MietRÄndG Nr. 63 für den Einwand des Rechtsmißbrauchs; … - OLG Karlsruhe, 07.07.1981 - 9 REMiet 2/81
Auszug aus OLG Frankfurt, 13.12.1990 - 20 REMiet 2/90
Sind wie hier Gesichtspunkte von Treu und Glauben (Rechtsmißbrauch, Verwirkung und dergleichen) für die zu treffende Entscheidung von ausschlaggebender Bedeutung, steht also ersichtlich die umfassende Prüfung und Würdigung aller Umstände des Einzelfalles im Vordergrund, dann besteht kein Anlaß, einen Rechtsentscheid wegen grundsätzlicher Bedeutung der Rechtsfrage herbeizuführen (vgl. OLG Karlsruhe WuM 1981, 271 = ZMR 1982, 184 = RES I 3. MietRÄndG Nr. 9 für den Fall der Verwirkung; OLG Hamm WuM 1983, 107 = ZMR 1983, 41 = DWW 1983, 100 = RES III 3. MietRÄndG Nr. 21 für den Fall der Verwirkung; BayObLG WuM 185, 51 = ZMR 1985, 98 = RES IV 3. MietRÄndG Nr. 63 für den Einwand des Rechtsmißbrauchs; … - OLG Hamm, 21.02.1983 - 4 REMiet 15/82
Auszug aus OLG Frankfurt, 13.12.1990 - 20 REMiet 2/90
Sind wie hier Gesichtspunkte von Treu und Glauben (Rechtsmißbrauch, Verwirkung und dergleichen) für die zu treffende Entscheidung von ausschlaggebender Bedeutung, steht also ersichtlich die umfassende Prüfung und Würdigung aller Umstände des Einzelfalles im Vordergrund, dann besteht kein Anlaß, einen Rechtsentscheid wegen grundsätzlicher Bedeutung der Rechtsfrage herbeizuführen (vgl. OLG Karlsruhe WuM 1981, 271 = ZMR 1982, 184 = RES I 3. MietRÄndG Nr. 9 für den Fall der Verwirkung; OLG Hamm WuM 1983, 107 = ZMR 1983, 41 = DWW 1983, 100 = RES III 3. MietRÄndG Nr. 21 für den Fall der Verwirkung; BayObLG WuM 185, 51 = ZMR 1985, 98 = RES IV 3. MietRÄndG Nr. 63 für den Einwand des Rechtsmißbrauchs; … - LG München I, 19.12.1979 - 14 S 5433/79
Auszug aus OLG Frankfurt, 13.12.1990 - 20 REMiet 2/90
Nach überwiegender Meinung stellt die fragliche Klausel allerdings eine wechselseitige Empfangsbevollmächtigung der Mitmieter untereinander dar, wobei für Willenserklärungen des Vermieters, die auf die Beendigung des Mietverhältnisses abzielen (also für die Kündigung), die Klausel jedoch nicht gelten soll, weil mangels abweichender ausdrücklicher Vereinbarung nichts dafür spreche, daß die Vollmacht auch so weit gehen sollte, ihre eigene Rechtsgrundlage - nämlich den Mietvertrag - zu beseitigen (OLG Hamburg BlGWB 1961, 334; Schulz WuM 1980, 110;… Erman/Schopp aaO. § 564 Rdn. 13; Sonnenschein PiG 26 (1987), 45/48;… Derleder in AK BGB § 564 Rdn. 3; Schläger ZMR 1985, 225 und 1986, 421/422;… Sternel aaO. I 15 und 403 mit weiteren Nachweisen; vgl. auch OLG Schleswig NJW 1983, 1862 = MDR 1983, 670 = WuM 1983, 130 = ZMR 1983, 249 = RES III § 2 MHG Nr. 42; OLG Koblenz NJW 1984, 244 = DWW 1984, 19 = WuM 1984, 18 = ZMR 1984, 30 = RES III § 2 MHG Nr. 45). - BGH, 27.11.1985 - VIII ZR 316/84
Anfechtung der Übernahme der Rechte und Pflichten aus dem Kaufvertrag über das …
- BayObLG, 04.02.1987 - REMiet 2/86
Mietzinsminderung bei Baulärm auf Nachbargrundstück
- BGH, 26.11.1957 - VIII ZR 92/57
Kündigungsrecht des Vermieters nach § 19 KO
- BGH, 01.12.1971 - VIII ZR 88/70
Abschluss eines Pachtvertrages über Grundstück und Unternehmen - Vorliegen der …
- RG, 19.06.1917 - III 25/17
Kündigungsrecht eines Erben bei dem Tod eines von mehreren Mietern
- BayObLG, 21.02.1983 - Allg. Reg. 112/81
Mietvertrag; Vollmacht; Vollmachtsklausel; Mieterhöhung; Mieter; Mitmieter
- BayObLG, 12.10.1989 - REMiet 1/89
- OLG Düsseldorf, 02.07.1987 - 10 U 23/87
Kündigung durch Konkursverwalter eines Mitmieters bei Mehrheit von Mietern
- RG, 28.11.1932 - VIII 371/32
1. Kann der Untermieter, der nach dem 15. Juli 1931 in den vor diesem Tage …
- OLG Frankfurt, 03.12.1985 - 20 REMiet 6/85
Unzureichende Substantiierung eines Vorlagebeschlusses
- AG Essen-Steele, 29.11.1985 - 11 C 582/85
- RG, 11.07.1933 - VII 70/33
Löst die Kündigung eines Jagdpachtvertrages durch den Verwalter im Konkurse über …
- OLG Frankfurt, 25.06.1992 - 20 REMiet 7/91
Kündigung wegen Eigenbedarfs, wenn der Selbstnutzungswunsch Umbaumaßnahmen …
Da aber bei der Entscheidung der Frage, ob und wann solche Zweifel gegeben sind, stets die umfassende Prüfung und Würdigung aller tatsächlichen Umstände des Einzelfalles im Vordergrund stehen, liegt diese Frage auf tatsächlichem Gebiet und ist daher einem Rechtsentscheid nicht zugänglich (vgl. Senat in 20 REMiet 2/90 vom 13.12.1990 = ZMR 1991, 103/104 = NJW-RR 1991, 459 ; BayObLGZ 1983, 50/53 = WuM 1983, 129 = ZMR 1983, 352 = GE 1983, 431 = RES III 3. MietRÄndG Nr. 22; siehe auch Degen WuM 1984, 18 ). - LG Frankfurt/Main, 11.06.2018 - 11 S 9/18
Kündigung muss nicht immer gegenüber allen Mietern erklärt werden!
Bei Vorliegen besonderer Umstände nach Treu und Glauben kann es ausnahmsweise zulässig sein, wenn die Kündigung nur gegenüber dem in der Wohnung verbliebenen Mitmieter erklärt worden ist (OLG Frankfurt, Beschluss vom 30.12.1990, Az.: 20 REMiet 2/90). - LG Darmstadt, 29.04.2025 - 30 S 59/25
Familiengründung als Eigenbedarf?
Eine Ausnahme wird dann angenommen, wenn sich das Berufen auf die Unwirksamkeit der Kündigung als treuwidrig darstellt (BGH, Hinweisbeschluss vom 14.09.2010, VIII ZR 83/10, NZM 2010, 815; LG Berlin, Urteil vom 04.07.2016, 67 S 33/16; OLG Frankfurt, Beschluss vom 13.12.1990 - 20 REMiet 2/90, NJW-RR 1991, 459).
- OLG Zweibrücken, 11.07.1996 - 3 W-RE 81/96
Verstoß des Vermieters gegen Treu und Glauben verstößt bei Ablehnung der …
Sie muß sich in der Praxis immer wieder stellen und darf sich nicht auf die Rechtsbeziehungen der Parteien oder auf wenige vorhersehbare Fälle beschränken (vgl. BayObLG ZMR 1988, 384, 385; OLG Frankfurt NJW-RR 1991, 459, 460;… Zöller/Gummer aaO. § 541 Rdn. 40;… MüKo zur ZPO /Rimmelspacher aaO. § 541 Rdn. 18;… Stein-Jonas/Grunsky aaO. § 541 Rdn. 15, jeweils m.w.N.). - LG Düsseldorf, 21.03.2007 - 5 O 618/04
Gerichtlich beschränkte Überprüfbarkeit des Gesellschafterbeschlusses aufgrund …
Vor der endgültigen Auseinandersetzung sollen die Gesellschafter einer Abwicklungsgesellschaft ausnahmsweise nur dann Zahlung verlangen können, wenn und soweit feststeht, dass ihnen Ansprüche in diesem Umfang mindestens zustehen bzw. dass sie den auf diese Weise erlangten Betrag keinesfalls zurückzahlen müssen.(vgl. BGH NJW-RR 1991, 459;… Münchener Kommentar-Ulmer, § 730, Rn. 49 mwN). - AG Paderborn, 09.08.2011 - 51 C 240/11
Bei der getrennten Abrechnung von Nebenkosten durch den Vermieter sprechen die …
Dieser kann auch konkludent geschlossen werden (BayObLG, Beschluss vom 21.02.1983, Az.: Allg Reg 112/81; OLG Frankfurt, Beschluss vom 13.12.1990, Az.: 20 REMiet 2/90, zitiert nach juris, Rn. 16). - LG Berlin, 14.05.1991 - 64 S 482/90 Bei einem mit Ehegatten abgeschlossenen Mietvertrag ist die allein in der Ehewohnung zurückgebliebene Ehefrau zumindest dann allein zur Geltendmachung von Mängelbeseitigungsansprüchen aktivlegitimiert, wenn die Ehe bereits seit längerem geschieden ist und der Ehemann die Wohnung mit unbekanntem Aufenthalt im Ausland bereits seit längerem verlassen hat (im Anschluß an OLG Frankfurt/Main GE 1991, 89).
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