Rechtsprechung
| OLG Düsseldorf, 18.12.2009 - I-23 U 187/08 |
Volltextveröffentlichungen (6)
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
BGB § 635 a.F.; ZPO § 322
Bestimmung des Umfangs der Rechtskraft eines Feststellungsurteils; Haftung des Architekten wegen nicht genehmigungsfähiger Planung - ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
Haftung wegen nicht genehmigungsfähigen Planung
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse (3)
- baunetz.de (Kurzinformation)
Genehmigungsplanung: Architekt schuldet auch Prüfung einer früher erteilten Nachbarzustimmung.
- baunetz.de (Kurzinformation)
Haftungsfreizeichnung: Wie muss der Architekt den Bauherrn aufklären?
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz)
Schadensersatzanspruch besteht bei einer vom Architekten mangelhaft erstellten Baugenehmigungsplanung und Unterschreitung des Grenzabstandes zum Nachbargrundstück; Bestimmung des Umfangs der Rechtskraft eines Feststellungsurteils; Haftung des Architekten wegen nicht ...
Besprechungen u.ä. (2)
- ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Entscheidungsbesprechung)
Mangelhafte Genehmigungsplanung: Wann wird Architekt ausnahmsweise von Haftung frei? (IBR 2010, 1370)
- ibr-online (Entscheidungsbesprechung)
Architektenvertrag: Fünfjährige Verjährung beginnt (auch) mit Abnahmeverweigerung! (IBR 2010, 701)
Verfahrensgang
- LG Düsseldorf, 31.10.2008 - 14e O 170/05
- LG Düsseldorf, 18.12.2009 - 14e O 170/05
- OLG Düsseldorf, 18.12.2009 - I-23 U 187/08
- BGH, 10.02.2011 - VII ZR 8/10
- OLG Düsseldorf, 20.12.2011 - 23 U 187/08
Papierfundstellen
- BauR 2010, 1255
- BauR 2010, 1795
Wird zitiert von ... (5) Zitiert selbst (51)
- BGH, 25.02.1999 - VII ZR 190/97
Erfüllung eines Architektenauftrags auf Erstellung einer genehmigungsfähigen …
Auszug aus OLG Düsseldorf, 18.12.2009 - 23 U 187/08
Der Architekt, der sich - wie der Beklagte - zur Erstellung einer Genehmigungsplanung verpflichtet, schuldet als Werkerfolg eine dauerhaft genehmigungsfähige Planung (BGH Urt.v. 25.2.1999, VII ZR 190/97, BauR 1999, 934; BGH Urt.v. 25.3.1999, VII ZR 397/97, BauR 1999, 1195; BGH Urt.v. 26.9.2002, VII ZR 290/01, BauR 2002, 1872;… vgl. auch Werner/Pastor, Der Bauprozess, 12. Auflage 2008, Rn 1481/1482 mwN in Fn 162/166/167; Kuffer/Wirth-Leupertz, Handbuch des Fachwanwalts für Bau- und Architektenrecht, 2. Auflage 2008, 19, Kap., Teil C , Rn 85-90 mwN).).Die Unterschrift der Kläger unter dem vom Beklagten gefertigten Bauantrag nebst Plänen beinhaltet weder eine solche Vereinbarung noch eine Abnahme oder Billigung der Architektenleistungen des Beklagten als vertragsgemäß (BGH, Urteil vom 25.02.1999, VII ZR 190/97, BauR 1999, 934;… auch Werner/Pastor, a.a.O., Rn 1482 mwN in Fn 168/169 und Fn 188/189).
Der Architekt muss die Planung so erstellen, dass keine Verwaltungsbehörde Anlass hat, eine einmal erteilte Baugenehmigung aus wie immer gearteten Gründen zurückzunehmen; er schuldet - wie oben bereits ausgeführt - eine dauerhaft genehmigungsfähige Planung (vgl. BGH, Urteil vom 19.02.1992, III ZR 117/90, VersR 1992, 698; BGH, Urteil vom 25.02.1999, VII ZR 190/97, BauR 1999, 934; OLG Celle, Urteil vom 09.08.2007, 13 U 48/07, NZBau 2008, 328; OLG München, Urteil vom 02.07.1990, 28 U 6783/89, BauR 1992, 534;… vgl. Werner/Pastor, a.a.O., Rn 1482 mwN in Fn 172-174; Kuffer/Wirth-Leupertz, Handbuch des Fachwanwalts für Bau- und Architektenrecht, 2. Auflage 2008, 10.
Diese Aufklärungs- und Hinweispflicht des Architekten ist aber mit seiner vertraglichen Hauptpflicht, eine dauerhaft genehmigungsfähige Planung zu erbringen, derart eng verknüpft, dass sie als eine leistungsbezogene Nebenpflicht anzusehen ist, für die nach den o.a. Grundsätzen regelmäßig eine fünfjährige Verjährungsfrist gilt (vgl. BGH, Urteil vom 25.02.1999, VII ZR 190/97, BauR 1999, 934, dort zu 2.; vgl. auch Senat, Urteil vom 30.03.2004, I-23 U 65/03, BauR 2004, 1331).
Für die Abnahme gelten auch beim Architektenwerk im Wesentlichen die allgemeinen Grundsätze des Bauvertragsrechts (vgl. BGH, Urteil vom 25.02.1999, VII ZR 190/97, BauR 1999, 934;… Kniffka/Koeble, a.a.O., 12. Teil, Rn 387;… Werner/Pastor, a.a.O., Rn 2397).
- BGH, 25.03.1999 - VII ZR 397/97
Beauftragung eines Architekten mit genehmigungsfähiger Planung
Auszug aus OLG Düsseldorf, 18.12.2009 - 23 U 187/08
Der Architekt, der sich - wie der Beklagte - zur Erstellung einer Genehmigungsplanung verpflichtet, schuldet als Werkerfolg eine dauerhaft genehmigungsfähige Planung (BGH Urt.v. 25.2.1999, VII ZR 190/97, BauR 1999, 934; BGH Urt.v. 25.3.1999, VII ZR 397/97, BauR 1999, 1195; BGH Urt.v. 26.9.2002, VII ZR 290/01, BauR 2002, 1872;… vgl. auch Werner/Pastor, Der Bauprozess, 12. Auflage 2008, Rn 1481/1482 mwN in Fn 162/166/167; Kuffer/Wirth-Leupertz, Handbuch des Fachwanwalts für Bau- und Architektenrecht, 2. Auflage 2008, 19, Kap., Teil C , Rn 85-90 mwN).).Die Kenntnis des Auftraggebers vom Genehmigungsrisiko bietet allein keine hinreichende Grundlage für die Annahme, dass dieser das Genehmigungsrisiko übernommen hat (vgl. BGH, Urteil vom 25.03.1999, VII ZR 397/97, BauR 1999, 1195; BGH, Urteil vom 21.04.1994, VII ZR 244/92, BauR 1994, 533; BGH…, Urteil vom 26.09.2002, VII ZR 290/01, BauR 2002, 1872, vgl. auch Werner/Pastor, a.a.O., Rn 1482 mwN in Fn 168/169 und Fn 188/189).
Erforderlich ist, dass sich der Auftraggeber bewusst über die Vorschriften des öffentlichen Baurechts hinwegsetzen oder diese an die Grenze des Möglichen "ausreizen" will (BGH, Urteil vom 25.03.1999, a.a.O.) oder der Architekt den Auftraggeber unter Ablehnung seiner Gewährleistungspflicht über die Bedeutung und Tragweite des Verstoßes gegen die Bestimmungen des öffentlichen Baurechts aufgeklärt und belehrt hat und dann der Versuch, eine Baugenehmung zu erhalten, auf Anweisung des Auftraggebers dennoch unternommen werden soll (KG, Urteil vom 11.01.2000, 27 U 5302/99, BauR 2002, 111).
Selbst für den Fall, dass der Bauherr und der Architekt bewusst eine "riskante" Planung (z.B. mit dem Ziel einer "Maximalbebauung", vgl. OLG Köln, Urteil vom 21.10.1992, 11 U 84/92, BauR 1993, 358; OLG Stuttgart, Urteil vom 17.12.1996, 1o U 130/96, BauR 1997, 681) eingehen und damit die Gefahr einer Ablehnung des Bauantrages in Kauf nehmen (vgl. BGH, Urteil vom 25.03.1999, VII ZR 397/97, BauR 1999, 1195; BGH, Urteil vom 25.10.1984, III ZR 80/83, NJW 1985, 1692; OLG Düsseldorf, Urteil vom 30.04.1985, 23 U 208/84, BauR 1986, 469), so dass der Auftrag des Bauherrn an den Architekten nur auf den Versuch gerichtet ist, eine Baugenehmigung zu erhalten (vgl. OLG Düsseldorf, Urteil vom 12.12.1995, 21 U 53/95, BauR 1996, 287), setzt die Annahme der Übernahme des Risikos einer Ablehnung des Bauantrages durch den Bauherrn voraus, dass der Architekt den Bauherrn hinreichend über die Risiken der Genehmigungsfähigkeit (und ggf. die Möglichkeit einer Bauvoranfrage) aufgeklärt hat (vgl. OLG Düsseldorf, Urteil vom 20.06.2000, 21 U 162/99, BauR 2000, 1515; OLG Düsseldorf, Urteil vom 12.12.1995, 21 U 53/95, BauR 1996, 287; OLG Oldenburg, Urteil vom 21.11.2006, 12 U 48/06, BauR 2008, 702; OLG Hamm, Urteil vom 21.12.1995, 21 U 15/95, BauR 1996, 578; OLG Köln, Urteil vom 21.10.1992, 11 U 84/92, BauR 1993, 358; Werner/Pastor, a.a.O., Rn 1482 mwN in Fn 191-194; Rn 791 mwN in Fn 137; Kuffer/Wirth-Leupertz, Handbuch des Fachwanwalts für Bau- und Architektenrecht, 2. Auflage 2008, 10.
- BGH, 11.07.1960 - III ZR 104/59
Auszug aus OLG Düsseldorf, 18.12.2009 - 23 U 187/08
Die fehlende förmliche Zustellung ist - trotz Rücknahme des Antrages aus dem klägerischen Schriftsatz vom 06.06.2005 vom Termin vom 07.09.2006 (596 BA) - aufgrund rügeloser Einlassung des Beklagten gemäß § 295 ZPO in diesem Termin mit Wirkung ex-tunc (entsprechend § 167 ZPO) geheilt worden, da der Rügeverlust von der Art der Verhandlung und dem Inhalt der gestellten Anträge (hier: Klagerücknahme) unabhängig ist (BGH, Urteil vom 11.07.1960, III ZR 104/59; NJW 1960, 1947; vgl. auch BGH, Urteil vom 17.01.1967, VI ZR 62/65, VersR 1967, 395;… Palandt-Heinrichs, a.a.O., § 204, Rn 6;… Zöller-Greger, a.a.O., § 253, Rn 26/26a;… Münchener Kommentar.-Becker-Eberhard, 3. Auflage 2008, § 253, Rn 171-173 mwN).Es genügt eine Verhandlung, in der jedenfalls der fragliche Zustellungsmangel hätte gerügt werden können, z.B. auch eine Verhandlung nur über einen Vertagungsantrag oder eine prozesshindernde Einrede (BGH, Urteil vom 11.07.1960, III ZR 104, 59, NJW 1960, 1947).
Die Heilung des Formverstoßes wirkt verjährungsrechtlich - jedenfalls durch entsprechende Anwendung des § 167 ZPO - auf den Zeitpunkt der formwidrigen Übermittlung des Schriftsatzes zurück (vgl. BGH, Urteil vom 11.07.1960, III ZR 104, 59, NJW 1960, 1947 unter Bezugnahme auf RGZ 87, 271; BGHZ 25, 66; BGH …
Als "verzichtbare Norm" erfasst § 295 ZPO die unterbliebene Zustellung einer Klageschrift und auch die formlose Übersendung eines klageerweiternden Schriftsatzes i.S.v. § 261 Abs. 2 ZPO (vgl. BGH, Urteil vom 11.07.1960, III ZR 104/59, VersR 1967, 395; BGH, Urteil vom 24.02.1960, V ZR 119/58, NJW 1960, 820; Zöller/Geimer-Greger, § 295, Rn 3, § 253, Rn 26a).
- BGH, 26.09.2002 - VII ZR 290/01
Pflichten des Architekten bei Erstellung einer Genehmigungsplanung; Risiko der …
Auszug aus OLG Düsseldorf, 18.12.2009 - 23 U 187/08
Der Architekt, der sich - wie der Beklagte - zur Erstellung einer Genehmigungsplanung verpflichtet, schuldet als Werkerfolg eine dauerhaft genehmigungsfähige Planung (BGH Urt.v. 25.2.1999, VII ZR 190/97, BauR 1999, 934; BGH Urt.v. 25.3.1999, VII ZR 397/97, BauR 1999, 1195; BGH Urt.v. 26.9.2002, VII ZR 290/01, BauR 2002, 1872;… vgl. auch Werner/Pastor, Der Bauprozess, 12. Auflage 2008, Rn 1481/1482 mwN in Fn 162/166/167; Kuffer/Wirth-Leupertz, Handbuch des Fachwanwalts für Bau- und Architektenrecht, 2. Auflage 2008, 19, Kap., Teil C , Rn 85-90 mwN).).Die Kenntnis des Auftraggebers vom Genehmigungsrisiko bietet allein keine hinreichende Grundlage für die Annahme, dass dieser das Genehmigungsrisiko übernommen hat (vgl. BGH, Urteil vom 25.03.1999, VII ZR 397/97, BauR 1999, 1195; BGH, Urteil vom 21.04.1994, VII ZR 244/92, BauR 1994, 533; BGH, Urteil vom 26.09.2002, VII ZR 290/01, BauR 2002, 1872, vgl. auch Werner/Pastor, a.a.O., Rn 1482 mwN in Fn 168/169 und Fn 188/189).
Rn. 92 Soweit der BGH im Urteil vom 30.09.1999 (VII ZR 162/97, NJW 2000, 133 = BauR 2000, 128) ausgeführt hat, dass bei einem nicht nachbesserungsfähigen Mangel eines Architektenwerks der Bauherr vor Abnahme einen Anspruch auf Schadensersatz gemäß § 635 BGB habe, welcher der dreißigjährigen Verjährungsfrist unterliege, die gemäß § 638 Abs. 1 Satz 2 BGB (a.F.) mit der Abnahme, der Vollendung des Werks oder der endgültigen (berechtigten oder unberechtigten) Abnahmeverweigerung beginne (vgl. auch OLG Rostock, Urteil vom 11.07.2006, 4 U 128/04, BauR 2006, 2092; Nichtzulassungsbeschwerde zurückgewiesen durch BGH, Beschluss vom 11.03.2006, VII ZR 164/06, IBR 2009, 277 mit Anm. Löffelmann), folgt daraus entgegen den Berufungseinwänden des Beklagten nicht, dass der BGH damit eine nicht sachgerechte Verkürzung der gesetzlichen Verjährungsfrist für Leistungsmängel nach endgültiger Abnahmeverweigerung herbeiführen wollte (…vgl. Kniffka/Koeble, Kompendium des Baurechts, 3. Auflage 2008, Rn 506; Kniffka, ibr-online-Kommentar, Stand 05/2009, § 634 a, Rn 47/220/221; Kuffer/Wirth-Leupertz, Handbuch des Fachwanwalts für Bau- und Architektenrecht, 2. Auflage 2008, 10. Kap., Teil C, Rn 191 mwN), jedenfalls wenn es sich - wie hier - um nicht nachbesserungsfähige Leistungsmängel der Genehmigungsplanung als Architektenwerk handelt (vgl. BGH, Urteil vom 21.12.2000, VII ZR 17/99, BauR 2001, 785; BGH, Urteil vom 26.09.2002, VII ZR 290/01, BauR 2002, 1872; vgl. auch Senat, Urteil vom 30.04.1985, 23 U 208/84, BauR 1986, 469;… Werner/Pastor, a.a.O., Rn 1482 mwN in Fn 179/180 und 186/187; Kuffer/Wirth-Leupertz, Handbuch des Fachwanwalts für Bau- und Architektenrecht, 2. Auflage 2008, 19, Kap., Teil C , Rn 86 mwN in Fn 209).
- OLG Düsseldorf, 30.04.1985 - 23 U 208/84
Architektenvertrag; Vertrauensverhältnis; Vertrauensmißbrauch; Fristlose …
Auszug aus OLG Düsseldorf, 18.12.2009 - 23 U 187/08
Selbst für den Fall, dass der Bauherr und der Architekt bewusst eine "riskante" Planung (z.B. mit dem Ziel einer "Maximalbebauung", vgl. OLG Köln, Urteil vom 21.10.1992, 11 U 84/92, BauR 1993, 358; OLG Stuttgart, Urteil vom 17.12.1996, 1o U 130/96, BauR 1997, 681) eingehen und damit die Gefahr einer Ablehnung des Bauantrages in Kauf nehmen (vgl. BGH, Urteil vom 25.03.1999, VII ZR 397/97, BauR 1999, 1195; BGH, Urteil vom 25.10.1984, III ZR 80/83, NJW 1985, 1692; OLG Düsseldorf, Urteil vom 30.04.1985, 23 U 208/84, BauR 1986, 469), so dass der Auftrag des Bauherrn an den Architekten nur auf den Versuch gerichtet ist, eine Baugenehmigung zu erhalten (vgl. OLG Düsseldorf, Urteil vom 12.12.1995, 21 U 53/95, BauR 1996, 287), setzt die Annahme der Übernahme des Risikos einer Ablehnung des Bauantrages durch den Bauherrn voraus, dass der Architekt den Bauherrn hinreichend über die Risiken der Genehmigungsfähigkeit (und ggf. die Möglichkeit einer Bauvoranfrage) aufgeklärt hat (vgl. OLG Düsseldorf, Urteil vom 20.06.2000, 21 U 162/99, BauR 2000, 1515; OLG Düsseldorf, Urteil vom 12.12.1995, 21 U 53/95, BauR 1996, 287; OLG Oldenburg, Urteil vom 21.11.2006, 12 U 48/06, BauR 2008, 702; OLG Hamm, Urteil vom 21.12.1995, 21 U 15/95, BauR 1996, 578; OLG Köln, Urteil vom 21.10.1992, 11 U 84/92, BauR 1993, 358;… Werner/Pastor, a.a.O., Rn 1482 mwN in Fn 191-194; Rn 791 mwN in Fn 137;… Kuffer/Wirth-Leupertz, Handbuch des Fachwanwalts für Bau- und Architektenrecht, 2. Auflage 2008, 10.Rn. 49 Der Architekt ist darlegungs- und beweispflichtig dafür, dass er von seiner grundsätzlichen Haftung wegen Erstellung einer nicht genehmigungspflichtigen Planung ausnahmsweise befreit ist (Senat
, Urteil vom 30.04.1985, 23 U 208/84, BauR 1986, 469; OLG Düsseldorf…, Urteil vom 20.06.2000, 21 U 162/99, BauR 2000, 1515).Rn. 92 Soweit der BGH im Urteil vom 30.09.1999 (VII ZR 162/97, NJW 2000, 133 = BauR 2000, 128) ausgeführt hat, dass bei einem nicht nachbesserungsfähigen Mangel eines Architektenwerks der Bauherr vor Abnahme einen Anspruch auf Schadensersatz gemäß § 635 BGB habe, welcher der dreißigjährigen Verjährungsfrist unterliege, die gemäß § 638 Abs. 1 Satz 2 BGB (a.F.) mit der Abnahme, der Vollendung des Werks oder der endgültigen (berechtigten oder unberechtigten) Abnahmeverweigerung beginne (vgl. auch OLG Rostock
, Urteil vom 11.07.2006, 4 U 128/04, BauR 2006, 2092; Nichtzulassungsbeschwerde zurückgewiesen durch BGH…, Beschluss vom 11.03.2006, VII ZR 164/06, IBR 2009, 277 mit Anm. Löffelmann), folgt daraus entgegen den Berufungseinwänden des Beklagten nicht, dass der BGH damit eine nicht sachgerechte Verkürzung der gesetzlichen Verjährungsfrist für Leistungsmängel nach endgültiger Abnahmeverweigerung herbeiführen wollte (vgl. Kniffka/Koeble, Kompendium des Baurechts, 3. Auflage 2008, Rn 506; Kniffka, ibr-online-Kommentar, Stand 05/2009, § 634 a, Rn 47/220/221; Kuffer/Wirth-Leupertz, Handbuch des Fachwanwalts für Bau- und Architektenrecht, 2. Auflage 2008, 10. Kap., Teil C, Rn 191 mwN), jedenfalls wenn es sich - wie hier - um nicht nachbesserungsfähige Leistungsmängel der Genehmigungsplanung als Architektenwerk handelt (vgl. BGH, Urteil vom 21.12.2000, VII ZR 17/99, BauR 2001, 785; BGH, Urteil vom 26.09.2002, VII ZR 290/01, BauR 2002, 1872; vgl. auch Senat, Urteil vom 30.04.1985, 23 U 208/84, BauR 1986, 469;… Werner/Pastor, a.a.O., Rn 1482 mwN in Fn 179/180 und 186/187; Kuffer/Wirth-Leupertz, Handbuch des Fachwanwalts für Bau- und Architektenrecht, 2. Auflage 2008, 19, Kap., Teil C , Rn 86 mwN in Fn 209). - BGH, 20.04.2000 - VII ZR 116/99
Demnächst erfolgte Zustellung
Auszug aus OLG Düsseldorf, 18.12.2009 - 23 U 187/08
Bei sowohl von der Partei als auch vom Gericht verursachten Verzögerungen, ist indes nach der Rechtsprechung des BGH eine differenzierte Betrachtung und auch Berechnung erforderlich (vgl. BGH, Urteil vom 20.04.2000, VII ZR 116/99, NJW 2000, 2282;… kritisch: Zöller-Greger, a.a.O., § 167, Rn 12, Schuschke EWiR 2000, 1677).Dies gilt auch im vorliegenden Fall, da der Kläger für den Verlust des (ersten) Schecks und Irrlauf des (zweiten) Schecks zwar nicht verantwortlich ist, aber gleichwohl - schon im Hinblick auf die Möglichkeit der späteren Geltendmachung von Amtshaftungsansprüchen (vgl. BGH, Urteil vom 07.04.1983, III ZR 193/81, VersR 1983, 831;… Zöller-Greger, a.a.O.) - gehalten war, erneute Anforderungen von (auf dem Postweg oder sonstwie verlorengegangenen oder vom Gericht irregeleiteten) Schecks in angemessener Zeit, den der BGH mit zwei Wochen bemisst (vgl. BGH, Urteil vom 20.04.2000, VII ZR 116/99, NJW 2000, 2282; BGH, Urteil vom 25.11.1985, II ZR 236/84, NJW 1986, 1347), zu reagieren, um die von der Scheckzahlung abhängige Auslandszustellung sicherzustellen (vgl. auch BGH, Urteil vom 11.07.2003, V ZR 414/02, NJW 2003, 2830;… Zöller-Greger, a.a.O., § 167, Rn 15).
- BGH, 30.09.1999 - VII ZR 162/97
Schadensersatzanspruch gegen Architekten
Auszug aus OLG Düsseldorf, 18.12.2009 - 23 U 187/08
Rn. 92 Soweit der BGH im Urteil vom 30.09.1999 (VII ZR 162/97, NJW 2000, 133 = BauR 2000, 128) ausgeführt hat, dass bei einem nicht nachbesserungsfähigen Mangel eines Architektenwerks der Bauherr vor Abnahme einen Anspruch auf Schadensersatz gemäß § 635 BGB habe, welcher der dreißigjährigen Verjährungsfrist unterliege, die gemäß § 638 Abs. 1 Satz 2 BGB (a.F.) mit der Abnahme, der Vollendung des Werks oder der endgültigen (berechtigten oder unberechtigten) Abnahmeverweigerung beginne (vgl. auch OLG Rostock, Urteil vom 11.07.2006, 4 U 128/04, BauR 2006, 2092; Nichtzulassungsbeschwerde zurückgewiesen durch BGH, Beschluss vom 11.03.2006, VII ZR 164/06, IBR 2009, 277 mit Anm. Löffelmann), folgt daraus entgegen den Berufungseinwänden des Beklagten nicht, dass der BGH damit eine nicht sachgerechte Verkürzung der gesetzlichen Verjährungsfrist für Leistungsmängel nach endgültiger Abnahmeverweigerung herbeiführen wollte (…vgl. Kniffka/Koeble, Kompendium des Baurechts, 3. Auflage 2008, Rn 506; Kniffka, ibr-online-Kommentar, Stand 05/2009, § 634 a, Rn 47/220/221; Kuffer/Wirth-Leupertz, Handbuch des Fachwanwalts für Bau- und Architektenrecht, 2. Auflage 2008, 10. Kap., Teil C, Rn 191 mwN), jedenfalls wenn es sich - wie hier - um nicht nachbesserungsfähige Leistungsmängel der Genehmigungsplanung als Architektenwerk handelt (vgl. BGH, Urteil vom 21.12.2000, VII ZR 17/99, BauR 2001, 785; BGH, Urteil vom 26.09.2002, VII ZR 290/01, BauR 2002, 1872; vgl. auch Senat, Urteil vom 30.04.1985, 23 U 208/84, BauR 1986, 469;… Werner/Pastor, a.a.O., Rn 1482 mwN in Fn 179/180 und 186/187; Kuffer/Wirth-Leupertz, Handbuch des Fachwanwalts für Bau- und Architektenrecht, 2. Auflage 2008, 19, Kap., Teil C , Rn 86 mwN in Fn 209).Soweit der Auftraggeber die Abnahme ernsthaft und endgültig ablehnt, beginnt die Verjährungsfrist auch beim vorzeitig beendeten Architektenvertrag bereits im Zeitpunkt der Abnahmeverweigerung (BGH, Urteil vom 03.03.1998, X ZR 4/95, NJW-RR 1998, 1027; BGH, Urteil vom 30.09.1999, VII ZR 162/97, NJW 2000, 133 = BauR 2000, 128; OLG Köln, Urteil vom 29.06.1999, 22 U 249/98, BauR 2000, 134;… Kuffer/Wirth-Bearb., Handbuch des Fachwanwalts für Bau- und Architektenrecht, 2. Auflage 2008, Kap., 10, Teil C, Rn 191).
- OLG Düsseldorf, 20.06.2000 - 21 U 162/99
Aufklärungspflicht des Architekten
Auszug aus OLG Düsseldorf, 18.12.2009 - 23 U 187/08
Selbst für den Fall, dass der Bauherr und der Architekt bewusst eine "riskante" Planung (z.B. mit dem Ziel einer "Maximalbebauung", vgl. OLG Köln, Urteil vom 21.10.1992, 11 U 84/92, BauR 1993, 358; OLG Stuttgart, Urteil vom 17.12.1996, 1o U 130/96, BauR 1997, 681) eingehen und damit die Gefahr einer Ablehnung des Bauantrages in Kauf nehmen (vgl. BGH, Urteil vom 25.03.1999, VII ZR 397/97, BauR 1999, 1195; BGH, Urteil vom 25.10.1984, III ZR 80/83, NJW 1985, 1692; OLG Düsseldorf, Urteil vom 30.04.1985, 23 U 208/84, BauR 1986, 469), so dass der Auftrag des Bauherrn an den Architekten nur auf den Versuch gerichtet ist, eine Baugenehmigung zu erhalten (vgl. OLG Düsseldorf, Urteil vom 12.12.1995, 21 U 53/95, BauR 1996, 287), setzt die Annahme der Übernahme des Risikos einer Ablehnung des Bauantrages durch den Bauherrn voraus, dass der Architekt den Bauherrn hinreichend über die Risiken der Genehmigungsfähigkeit (und ggf. die Möglichkeit einer Bauvoranfrage) aufgeklärt hat (vgl. OLG Düsseldorf, Urteil vom 20.06.2000, 21 U 162/99, BauR 2000, 1515; OLG Düsseldorf, Urteil vom 12.12.1995, 21 U 53/95, BauR 1996, 287; OLG Oldenburg, Urteil vom 21.11.2006, 12 U 48/06, BauR 2008, 702; OLG Hamm, Urteil vom 21.12.1995, 21 U 15/95, BauR 1996, 578; OLG Köln, Urteil vom 21.10.1992, 11 U 84/92, BauR 1993, 358;… Werner/Pastor, a.a.O., Rn 1482 mwN in Fn 191-194; Rn 791 mwN in Fn 137;… Kuffer/Wirth-Leupertz, Handbuch des Fachwanwalts für Bau- und Architektenrecht, 2. Auflage 2008, 10.Rn. 49 Der Architekt ist darlegungs- und beweispflichtig dafür, dass er von seiner grundsätzlichen Haftung wegen Erstellung einer nicht genehmigungspflichtigen Planung ausnahmsweise befreit ist (Senat
, Urteil vom 30.04.1985, 23 U 208/84, BauR 1986, 469; OLG Düsseldorf, Urteil vom 20.06.2000, 21 U 162/99, BauR 2000, 1515). - BGH, 17.01.1967 - VI ZR 62/65
Unterbrechung der Verjährung durch formlose Übergabe eines eine Klageerweiterung …
Auszug aus OLG Düsseldorf, 18.12.2009 - 23 U 187/08
Die fehlende förmliche Zustellung ist - trotz Rücknahme des Antrages aus dem klägerischen Schriftsatz vom 06.06.2005 vom Termin vom 07.09.2006 (596 BA) - aufgrund rügeloser Einlassung des Beklagten gemäß § 295 ZPO in diesem Termin mit Wirkung ex-tunc (entsprechend § 167 ZPO) geheilt worden, da der Rügeverlust von der Art der Verhandlung und dem Inhalt der gestellten Anträge (hier: Klagerücknahme) unabhängig ist (BGH, Urteil vom 11.07.1960, III ZR 104/59; NJW 1960, 1947; vgl. auch BGH, Urteil vom 17.01.1967, VI ZR 62/65, VersR 1967, 395;… Palandt-Heinrichs, a.a.O., § 204, Rn 6;… Zöller-Greger, a.a.O., § 253, Rn 26/26a;… Münchener Kommentar.-Becker-Eberhard, 3. Auflage 2008, § 253, Rn 171-173 mwN).Als "verzichtbare Norm" erfasst § 295 ZPO die unterbliebene Zustellung einer Klageschrift und auch die formlose Übersendung eines klageerweiternden Schriftsatzes i.S.v. § 261 Abs. 2 ZPO (vgl. BGH, Urteil vom 11.07.1960, III ZR 104/59, VersR 1967, 395; BGH, Urteil vom 24.02.1960, V ZR 119/58, NJW 1960, 820; Zöller/Geimer-Greger, § 295, Rn 3, § 253, Rn 26a).
- BGH, 23.01.1979 - VI ZR 199/77
Entscheidung über Haftungsbeschränkungen im Rahmen einer Direktklage
Auszug aus OLG Düsseldorf, 18.12.2009 - 23 U 187/08
Neben der Urteilsformel selbst sind ergänzend die Gründe eines Feststellungsurteils zur Abgrenzung des Umfangs der Rechtskraft heranzuziehen (BGH, Urteil vom 23.01.1979, VI ZR 199/77, NJW 1979, 1046, Rn 13 mwN).Ob die Verfahrensweise des 5. Zivilsenats hinsichtlich der Entscheidung von zwei Streitgegenständen vor rechtskräftigem Abschluss der maßgeblichen verwaltungsgerichtlichen Verfahren und hinsichtlich der Klärung der drei o.a. Streitgegenstände in zwei getrennten Zivilprozessen unter Berücksichtigung aller prozessrechtlichen bzw. materiellrechtlichen Gesichtspunkte zulässig und sachdienlich war, ist im vorliegenden Verfahren nicht entscheidungserheblich (vgl. BGH, Urteil vom 23.01.1979, VI ZR 199/77, NJW 1979, 1046, Rn 8).
- BGH, 11.07.2003 - V ZR 414/02
Pflichten des Klägers bei Zustellung der Klageschrift im Ausland
- BGH, 25.11.1985 - II ZR 236/84
Unterbrechung der Verjährung bei Klagezustellung "demnächst"
- BGH, 07.04.1983 - III ZR 193/81
Übersetzung der für die Auslandszustellung einer Wechselklage erforderlichen …
- BGH, 24.01.2006 - XI ZR 384/03
Zur Schadensersatzfeststellungsklage von Dr. Kirch gegen die Deutsche Bank AG und …
- BGH, 06.11.2008 - IX ZR 158/07
Beendigung der Verjährungshemmung durch "Einschlafenlassen" der Verhandlung
- BGH, 26.10.2006 - VII ZR 194/05
Begriff des Verhandelns
- BGH, 28.09.2004 - IX ZR 155/03
Hemmung der Verjährung des Anfechtungsanspruchs durch Antrag des …
- BGH, 11.11.2004 - VII ZR 128/03
Pflicht des Architekten zur Vornahme von Kostenschätzungen, -berechnungen und …
- BGH, 07.05.2004 - V ZR 77/03
Haftungsausfüllende Kausalität bei Bodenkontaminierung durch mehrere Ereignisse
- BGH, 24.06.1999 - VII ZR 196/98
Zustandekommen eines Architektenvertrages bei Übermittlung der …
- BGH, 07.02.1992 - V ZR 246/90
Sachmängelgewährleistung für Bebaubarkeit eines Kaufgrundstücks, orientiert am …
- BGH, 03.03.1998 - X ZR 4/95
Übernahme der Aufsicht über die Herstellung einer Segelyacht; Verjährung von …
- BGH, 19.03.1992 - III ZR 117/90
Amtshaftung wegen Erteilung rechtswidriger Baugenehmigung
- BGH, 17.10.2000 - X ZR 169/99
Ersatzansprüche gegen Gutachter bei unrichtiger Wertermittlung
- BGH, 22.01.1998 - VII ZR 259/96
Mängel des Architektenwerks; Prüffähigkeit der Honorarrechnung des Architekten
- BGH, 21.12.2000 - VII ZR 17/99
Haftung des Bauunternehmers bei fehlender Genehmigungsfähigkeit des …
- BGH, 19.11.1997 - IV ZR 357/96
Verjährung des Schadensersatzanspruchs bei Verhandlungen über einen abtrennbaren …
- BGH, 19.02.1992 - VIII ARZ 5/91
Allgemein üblicher Zustand vermieteter Räume
- OLG Rostock, 11.07.2006 - 4 U 128/04
Schadensersatz wegen Verletzung der Objektüberwachungspflicht
- BGH, 10.03.2009 - VII ZR 164/06
Zurückweisung der Nichtzulassungsbeschwerde betreffend den Beginn der Verjährung …
- BGH, 14.06.1988 - VI ZR 279/87
Umfang der Rechtskraft eines Feststellungsurteils
- OLG Stuttgart, 17.12.1996 - 10 U 130/96
Offenbarungspflicht d. Nicht-Architekten bei Planungsvertrag
- BGH, 25.10.1984 - III ZR 80/83
Mitverantwortung des Architekten und des Bauherrn bei voreiligem Baubeginn; …
- BGH, 25.06.1985 - VI ZR 60/84
Begrenzung der verjährungshemmenden Wirkung von Verhandlungen
- OLG Celle, 09.08.2007 - 13 U 48/07
Dauerhaft genehmigungsfähige Planung als geschuldeter Werkerfolg eines sich zur …
- OLG Oldenburg, 21.11.2006 - 12 U 48/06
Pflicht eines Architekten zur Abgabe eines Hinweises auf ein Genehmigungsrisiko …
- BGH, 29.06.1957 - IV ZR 88/57
Anforderungen an den Rügeverzicht
- OLG Düsseldorf, 30.03.2004 - 23 U 65/03
Zulässigkeit eines Grundurteils bei einem unbezifferten Feststellungsantrag; …
- OLG München, 02.07.1990 - 28 U 6783/89
Baugenehmigung; Genehmigungsplanung; Beauftragter Architekt; Kenntnisse der …
- BGH, 21.04.1994 - VII ZR 244/92
Haftung des Architekten für fehlerhafte Maße
- OLG Düsseldorf, 12.12.1995 - 21 U 53/95
Schadensersatz bei nichtgenehmigter Planung
- OLG München, 12.09.2007 - 27 U 154/07
Genehmigungsriskante intensive Bebauung
- OLG Köln, 21.10.1992 - 11 U 84/92
- OLG Hamm, 21.12.1995 - 21 U 15/95
- KG, 11.01.2000 - 27 U 5302/99
Architekt schuldet bei der Planung die Einhaltung der Genehmigungsvoraussetzungen …
- OLG Köln, 29.06.1999 - 22 U 249/98
Verjährung von Gewährleistungsansprüchen; Unterbrechung durch 2 Beweisverfahren?
- BGH, 24.02.1960 - V ZR 119/58
- RG, 05.11.1915 - II 343/15
Ist die Verjährung einer Forderung wirksam unterbrochen, wenn, nachdem ein Gesuch …
- BGH, 10.02.2011 - VII ZR 8/10
Haftung des Architekten: Mitverschulden des Bauherrn bei Kenntnis der …
- BGH, 06.12.2001 - VII ZR 440/00
Bestimmtheit eines Feststellungsantrages
- BGH, 03.05.1983 - VI ZR 79/80
Zulässigkeit einer negativen Feststellungsklage
- BGH, 10.02.2011 - VII ZR 8/10
Haftung des Architekten: Mitverschulden des Bauherrn bei Kenntnis der …
Rn. 11 Das Berufungsgericht, dessen Urteil in BauR 2010, 1255 veröffentlicht ist, bejaht die Zulässigkeit des Feststellungsantrags (§ 256 ZPO). - OLG Oldenburg, 13.11.2019 - 5 U 108/18
Schadensersatz wegen Falschbehandlung im Zusammenhang mit einer Geburt; …
BGHZ 160, 259 (263); BGH NJW 2008, 2429 Rn. 19; 2011, 2193 (2194); OLG Naumburg FamRZ 2001, 1006; OLG Düsseldorf BauR 2010, 1795 (1800); OLG Celle NJOZ 2012, 1107; Staudinger/Peters/Jacoby, BGB, § 204 Rn. 24). - OLG Düsseldorf, 14.12.2021 - 23 U 81/21
Abrechnung der Leistungen mit zwei Schlussrechnungen i.R.e. Anspruchs auf …
Auf grundlegende Änderungen der Planung zwecks Herstellung der Genehmigungsfähigkeit muss der Bauherr sich nachträglich nicht einlassen (vgl. zum Vorstehenden: BGH, Urteil v. 19.02.1998 - VII ZR 236/96, NJW-RR 1998, 952, 953; Urteil v. 26.09.2002 - VII ZR 290/01, NJW 2003, 287; Urteil v. 10.02.2011 - VII ZR 8/10, NJW 2011, 1442, 1443 f.; OLG Düsseldorf, Urteil v. 23.07.2004 - 22 U 137/02, BeckRS 2005, 12461; Urteil v. 18.12.2009 - 23 U 187/08, BeckRS 2010, 14375; OLG Hamm, Urteil v. 01.12.2005 - 24 U 89/05, BeckRS 2006, 6792; OLG Karlsruhe, Urteil v. 17.02.2015 - 19 U 32/13, BeckRS 2016, 10712; OLG Nürnberg, Urteil v. 16.06.2021 - 2 U 2751/19, NJW-RR 2021, 1105, 1106; jew. m.w.Nw.). - OLG Karlsruhe, 26.01.2018 - 14 U 9/14
Muss ein Reihenhaus für sich allein standsicher sein?
Soweit eine Planung als riskant bezeichnet werden müsse, weil sie nicht nach dem anerkannten Stand der Technik, sondern nach einem Ersatzverfahren auf dem Stand von Wissenschaft und Technik erfolgt sei, obliege es dem Tragwerksplaner, den Auftraggeber über das Risiko der Genehmigungsfähigkeit aufzuklären, damit er entscheiden könne, ob er dieses Risiko eingehen wolle (OLG Düsseldorf, BauR 2010, 1255).Die Frage, ob der Planer eine dauerhaft genehmigungsfähige Anlage schuldet oder zumindest auf das Risiko der Genehmigungsfähigkeit hinweisen muss, kann sich allerdings auch im Zusammenhang mit seiner Haftung stellen: Wird eine Baugenehmigung zu Unrecht erteilt und später wirksam zurückgenommen und muss der ohne Einhaltung des erforderlichen Grenzabstandes zum Nachbargrundstück errichtete Anbau deshalb abgerissen werden, haftet der Architekt für den hierdurch entstandenen Schaden, weil er eine dauerhaft genehmigungsfähige Planung schuldete (OLG Düsseldorf, BauR 2010, 1255).
- OLG Dresden, 23.07.2020 - 10 U 1863/19
Auch die Sachverständigenkosten zur Ermittlung der Schadenshöhe sind …
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Rechtsprechung
| OLG Düsseldorf, 20.12.2011 - I-23 U 187/08 |
Volltextveröffentlichungen (5)
- openjur.de
- NRWE (Rechtsprechungsdatenbank NRW)
- rechtsportal.de
- Wolters Kluwer
- juris (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- LG Düsseldorf, 31.10.2008 - 14e O 170/05
- LG Düsseldorf, 18.12.2009 - 14e O 170/05
- OLG Düsseldorf, 18.12.2009 - 23 U 187/08
- BGH, 10.02.2011 - VII ZR 8/10
- OLG Düsseldorf, 20.12.2011 - I-23 U 187/08
Papierfundstellen
- BauR 2012, 1117
Wird zitiert von ... (2) Zitiert selbst (44)
- BGH, 19.03.1992 - III ZR 117/90
Amtshaftung wegen Erteilung rechtswidriger Baugenehmigung
Auszug aus OLG Düsseldorf, 20.12.2011 - 23 U 187/08
So berücksichtigte der BGH nicht, dass er früher (vgl. BGH, Urteil vom 11.10.2001, III ZR 63/00, ZFBR 2002, 141; BGH, Urteil vom 19.03.1992, III ZR 117/90, VersR 1992, 698) ausgeführt habe, die Erteilung der Baugenehmigung schaffe für den Bauherrn einen ganz besonderen Vertrauenstatbestand.Dies gelte auch für Fragen des Bauwichs bzw. der Nachbarzustimmung, die das Bauaufsichtsamt als zuständige Fachbehörde - ebenso wie der Architekt (vgl. BGH, Urteil vom 09.10.2003, III ZR 414/02, NZBau 2004, 103; BGH, Urteil vom 25.02.1999, VII ZR 190/97, NJW 1999, 2112) - beherrschen müsse (vgl. BGH, Urteil vom 19.03.1992, III ZR 117/90, VersR 1992, 698).
Dabei gelte der Grundsatz, dass sie - die Kläger - als Bauherren (anders als der Beklagte als Architekt, vgl. BGH BauR 1997, 159; BGH VersR 1992, 698) - nicht klüger zu sein brauchen als die Bauaufsichtsbehörde (BGH, Urteil vom 24.04.2008, III ZR 252/06, NJW 2008, 2502; BGH, Urteil vom 09.10.2003, III ZR 414/02, NZBau 2004, 103; BGH, Urteil vom 29.03.1990, III ZR 145/88, VersR 1990, 789).
Der Architekt muss die Planung so erstellen, dass keine Verwaltungsbehörde Anlass hat, eine einmal erteilte Baugenehmigung aus wie immer gearteten Gründen zurückzunehmen; er schuldet - wie im Senatsurteil vom 18.12.2009 und im Urteil des BGH vom 09.12.2009 bereits im Einzelnen ausgeführt - eine dauerhaft genehmigungsfähige Planung (vgl. BGH, Urteil vom 19.02.1992, III ZR 117/90, VersR 1992, 698; BGH, Urteil vom 25.02.1999, VII ZR 190/97, BauR 1999, 934; OLG Celle, Urteil vom 09.08.2007, 13 U 48/07, NZBau 2008, 328; OLG München, Urteil vom 02.07.1990, 28 U 6783/89, BauR 1992, 534;… vgl. Werner/Pastor, a.a.O., Rn 1482 mwN in Fn 172-174; Kuffer/Wirth-Leupertz, Handbuch des Fachwanwalts für Bau- und Architektenrecht, 2. Auflage 2008, 10.
Soweit die Kläger darauf verweisen, dass der BGH früher (vgl. BGH, Urteil vom 11.10.2001, III ZR 63/00, ZfBR 2002, 141; BGH, Urteil vom 19.03.1992, III ZR 117/90, VersR 1992, 698) ausgeführt habe, die Erteilung der Baugenehmigung schaffe für den Bauherrn einen ganz besonderen Vertrauenstatbestand, der auch für Fragen des Bauwichs bzw. der Nachbarzustimmung gelte, verkennen sie, dass ein Vertrauensschutz durch Erteilung der Baugenehmigung zugunsten des Bauherrn nicht bedingungs- bzw. grenzenlos anzunehmen ist.
Rn. 80 Die Kläger können sich insoweit auch nicht mit Erfolg darauf stützen, das Bauaufsichtsamt müsse als zuständige Fachbehörde - ebenso wie der Architekt (vgl. BGH, Urteil vom 09.10.2003, III ZR 414/02, NZBau 2004, 103; BGH, Urteil vom 25.02.1999, VII ZR 190/97, NJW 1999, 2112) - das öffentliche Baurecht beherrschen (vgl. BGH, Urteil vom 19.03.1992, III ZR 117/90, VersR 1992, 698), wozu auch Fragen des Bauwichs bzw. der Nachbarzustimmung gehörten.
Entsprechendes gilt für den Einwand der Kläger, sie hätten als Bauherren (anders als der Beklagte als Architekt, vgl. BGH BauR 1997, 159; BGH VersR 1992, 698) grundsätzlich nicht klüger zu sein brauchen als die Bauaufsichtsbehörde (vgl. BGH, Urteil vom 24.04.2008, III ZR 252/06, NJW 2008, 2502; BGH, Urteil vom 09.10.2003, III ZR 414/02, NZBau 2004, 103; BGH, Urteil vom 29.03.1990, III ZR 145/88, VersR 1990, 789).
- BGH, 25.02.1999 - VII ZR 190/97
Erfüllung eines Architektenauftrags auf Erstellung einer genehmigungsfähigen …
Auszug aus OLG Düsseldorf, 20.12.2011 - 23 U 187/08
Rn. 6 Damit hätten die Kläger die eigentliche Schadensursache gesetzt, indem sie von der erkennbar rechtswidrig erteilten Baugenehmigung ohne Rücksicht auf Verluste Gebrauch gemacht hätten (vgl. BGH, Urteil vom 25.02.1999, VII ZR 190/97, NJW 1999, 2112; BGH, Urteil vom 28.06.1984, III ZR 182/83, NJW 1985, 265).Dies gelte auch für Fragen des Bauwichs bzw. der Nachbarzustimmung, die das Bauaufsichtsamt als zuständige Fachbehörde - ebenso wie der Architekt (vgl. BGH, Urteil vom 09.10.2003, III ZR 414/02, NZBau 2004, 103; BGH, Urteil vom 25.02.1999, VII ZR 190/97, NJW 1999, 2112) - beherrschen müsse (vgl. BGH, Urteil vom 19.03.1992, III ZR 117/90, VersR 1992, 698).
Der Architekt muss die Planung so erstellen, dass keine Verwaltungsbehörde Anlass hat, eine einmal erteilte Baugenehmigung aus wie immer gearteten Gründen zurückzunehmen; er schuldet - wie im Senatsurteil vom 18.12.2009 und im Urteil des BGH vom 09.12.2009 bereits im Einzelnen ausgeführt - eine dauerhaft genehmigungsfähige Planung (vgl. BGH, Urteil vom 19.02.1992, III ZR 117/90, VersR 1992, 698; BGH, Urteil vom 25.02.1999, VII ZR 190/97, BauR 1999, 934; OLG Celle, Urteil vom 09.08.2007, 13 U 48/07, NZBau 2008, 328; OLG München, Urteil vom 02.07.1990, 28 U 6783/89, BauR 1992, 534;… vgl. Werner/Pastor, a.a.O., Rn 1482 mwN in Fn 172-174;… Kuffer/Wirth-Leupertz, Handbuch des Fachwanwalts für Bau- und Architektenrecht, 2. Auflage 2008, 10.
Rn. 80 Die Kläger können sich insoweit auch nicht mit Erfolg darauf stützen, das Bauaufsichtsamt müsse als zuständige Fachbehörde - ebenso wie der Architekt (vgl. BGH
, Urteil vom 09.10.2003, III ZR 414/02, NZBau 2004, 103; BGH, Urteil vom 25.02.1999, VII ZR 190/97, NJW 1999, 2112) - das öffentliche Baurecht beherrschen (vgl. BGH, Urteil vom 19.03.1992, III ZR 117/90, VersR 1992, 698), wozu auch Fragen des Bauwichs bzw. der Nachbarzustimmung gehörten.Im Urteil vom 25.02.1999, VII ZR 190/97 (NJW 1999, 2112) hat der BGH im Rahmen der dort erfolgten Aufhebung des Berufungsurteils und Zurückverweisung an das Berufungsgericht darauf hingewiesen, dass nur bei vollständiger Bestätigung des dort unter Rn 18 dargestellten und vom vorliegenden Sachverhalt abweichenden Beklagtenvorbringens (dem Bauherrn sei die Möglichkeit von Nachbarwidersprüchen bereits bewusst gewesen, er sei ein langjährig erfahrener Makler und Mitgesellschafter einer Bauträgergesellschaft, er sei von der Archtitektin auf das Erfordernis einer Ausnahmegenehmigung für die beabsichtigte Nutzung des Grundstücks besonders hingewiesen worden und habe daraufhin erklärt, er werde dies seinerseits un.a. auch mit den Nachbarn regeln) eine Architektenhaftung wegen überwiegenden Eigenverschuldens des Bauherrn ausgeschlossen sei, weil er den geltend gemachten Schaden insoweit selbst verursacht habe, als er mit dem Umbau begonnen habe, obwohl er um die Klärungsbedürtigkeit der Nachbarrechte gewusst und gegenüber dem Architekten die entsprechenden Regelungen mit den Nachbarn übernommen habe (Hervorhebung durch den Senat).
- BGH, 12.06.1975 - III ZR 34/73
Verfahrensrecht - Revision gegen Grundurteil; Mitverschulden eines Bauherrn
Auszug aus OLG Düsseldorf, 20.12.2011 - 23 U 187/08
Auch die vom BGH auf Seite 20 des Revisionsurteils in Bezug genommene Entscheidung (vgl. BGH, Urteil vom 12.06.1975, III ZR 34/73, NJW 1975, 1968) betreffe eine mit dem vorliegenden Fall nicht vergleichbaren Sachverhalt, bei dem wegen mehrfacher Bedenken von Dritten bereits während des Genehmigungsverfahrens der Bauschein mit der Auflage erteilt worden sei, bis zur Entscheidung über die Drittwidersprüche nicht mit den Bauarbeiten zu beginnen.Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs könnten auch dort bauordnungsrechtliche Bedenken von solchem Gewicht gegen die Zulässigkeit des Bauvorhabens bestehen, dass der Bauherr ihretwegen nicht ohne weiteres auf die Rechtmäßigkeit der erteilten Baugenehmigung vertrauen darf (BGH, Urteil vom 12.06.1975, III ZR 34/73, NJW 1975, 1968).
Ein Bauherr trägt deshalb auch dann zur Entstehung des Schadens schuldhaft bei, wenn er mit den Bauarbeiten beginnt, obwohl er weiß - oder mindestens damit rechnen muss -, dass die von ihm geplante Erweiterung seines Bauvorhabens geeignet ist, die Rechte der Nachbarn erheblich zu stören (vgl. BGH, Urteil vom 12.06.1975, III ZR 34/73, a.a.O.; Revisionsurteil des BGH vom 10.02.2011, dort Rn 47).
Rn. 82 Auch für den weiteren Einwand der Kläger, auch die vom BGH auf Seite 20 des Revisionsurteils in Bezug genommene Entscheidung (BGH, Urteil vom 12.06.1975, III ZR 34/73, NJW 1975, 1968) betreffe eine mit dem vorliegenden Fall nicht vergleichbaren Sachverhalt, bei dem wegen mehrfacher Bedenken von Dritten bereits während des Genehmigungsverfahrens der Bauschein mit der Auflage erteilt worden sei, bis zur Entscheidung über die Drittwidersprüche nicht mit den Bauarbeiten zu beginnen, gelten die vorstehenden Feststellungen zur Vergleichbarkeit der Sachverhalte entsprechend.
- BGH, 09.10.2003 - III ZR 414/02
Pflicht der Baubehörde zur Unterrichtung des Bauherrn über einen …
Auszug aus OLG Düsseldorf, 20.12.2011 - 23 U 187/08
Dies gelte auch für Fragen des Bauwichs bzw. der Nachbarzustimmung, die das Bauaufsichtsamt als zuständige Fachbehörde - ebenso wie der Architekt (vgl. BGH, Urteil vom 09.10.2003, III ZR 414/02, NZBau 2004, 103; BGH, Urteil vom 25.02.1999, VII ZR 190/97, NJW 1999, 2112) - beherrschen müsse (vgl. BGH, Urteil vom 19.03.1992, III ZR 117/90, VersR 1992, 698).Dabei gelte der Grundsatz, dass sie - die Kläger - als Bauherren (anders als der Beklagte als Architekt, vgl. BGH BauR 1997, 159; BGH VersR 1992, 698) - nicht klüger zu sein brauchen als die Bauaufsichtsbehörde (BGH, Urteil vom 24.04.2008, III ZR 252/06, NJW 2008, 2502; BGH, Urteil vom 09.10.2003, III ZR 414/02, NZBau 2004, 103; BGH, Urteil vom 29.03.1990, III ZR 145/88, VersR 1990, 789).
Rn. 80 Die Kläger können sich insoweit auch nicht mit Erfolg darauf stützen, das Bauaufsichtsamt müsse als zuständige Fachbehörde - ebenso wie der Architekt (vgl. BGH, Urteil vom 09.10.2003, III ZR 414/02, NZBau 2004, 103; BGH, Urteil vom 25.02.1999, VII ZR 190/97, NJW 1999, 2112) - das öffentliche Baurecht beherrschen (vgl. BGH, Urteil vom 19.03.1992, III ZR 117/90, VersR 1992, 698), wozu auch Fragen des Bauwichs bzw. der Nachbarzustimmung gehörten.
Entsprechendes gilt für den Einwand der Kläger, sie hätten als Bauherren (anders als der Beklagte als Architekt, vgl. BGH BauR 1997, 159; BGH VersR 1992, 698) grundsätzlich nicht klüger zu sein brauchen als die Bauaufsichtsbehörde (vgl. BGH, Urteil vom 24.04.2008, III ZR 252/06, NJW 2008, 2502; BGH, Urteil vom 09.10.2003, III ZR 414/02, NZBau 2004, 103; BGH, Urteil vom 29.03.1990, III ZR 145/88, VersR 1990, 789).
- BGH, 24.04.2008 - III ZR 252/06
Amtshaftungsansprüche des Bauherrn gegen die Baugenehmigungsbehörde bei …
Auszug aus OLG Düsseldorf, 20.12.2011 - 23 U 187/08
Dabei gelte der Grundsatz, dass sie - die Kläger - als Bauherren (anders als der Beklagte als Architekt, vgl. BGH BauR 1997, 159; BGH VersR 1992, 698) - nicht klüger zu sein brauchen als die Bauaufsichtsbehörde (BGH, Urteil vom 24.04.2008, III ZR 252/06, NJW 2008, 2502; BGH, Urteil vom 09.10.2003, III ZR 414/02, NZBau 2004, 103; BGH, Urteil vom 29.03.1990, III ZR 145/88, VersR 1990, 789).Dies komme nur ab dem Zeitpunkt in Betracht, ab dem der Bauherr wisse, dass bereits während des Genehmigungsverfahrens eine Drittanfechtung erhoben worden sei (vgl. BGH, Urteil vom 24.04.2008, III ZR 252/06, NJW 2008, 2502) oder nach Erteilung der Genehmigung eine Drittanfechtung erhoben worden sei (vgl. BGH, Urteil vom 28.06.1994, III ZR 182/83, NJW 1985, 265) oder wenn er von der Verweigerung einer notwendigen Nachbargenehmigung oder dem Widerspruch der Nachbarn gegen das Bauvorhaben Kenntnis habe (vgl. BGH, Urteil vom 25.10.1984, III ZR 80/83, NJW 1985, 1692).
Entsprechendes gilt für den Einwand der Kläger, sie hätten als Bauherren (anders als der Beklagte als Architekt, vgl. BGH BauR 1997, 159; BGH VersR 1992, 698) grundsätzlich nicht klüger zu sein brauchen als die Bauaufsichtsbehörde (vgl. BGH, Urteil vom 24.04.2008, III ZR 252/06, NJW 2008, 2502; BGH, Urteil vom 09.10.2003, III ZR 414/02, NZBau 2004, 103; BGH, Urteil vom 29.03.1990, III ZR 145/88, VersR 1990, 789).
Rn. 81 Die Kläger stützen sich insoweit auch ohne Erfolg darauf, dass in den vom BGH bislang entschiedenen Fällen zur Amtshaftung für rechtswidrige Baugenehmigungen ein Mitverschulden des Bauherrn jeweils nur ausnahmsweise bei besonderen Fallkonstellationen angenommen worden sei, insbesondere bei Beginn (bzw. Fortsetzung) der Bauarbeiten, obwohl der Bauherr wisse, dass bereits während des Genehmigungsverfahrens (vgl. BGH, Urteil vom 24.04.2008, III ZR 252/06, NJW 2008, 2502) oder nach Erteilung der Genehmigung eine Drittanfechtung erhoben worden sei (vgl. BGH, Urteil vom 28.06.1994, III ZR 182/83, NJW 1985, 265) bzw. wenn er von der Verweigerung einer notwendigen Nachbargenehmigung oder dem Widerspruch der Nachbarn gegen das Bauvorhaben Kenntnis habe (vgl. BGH, Urteil vom 25.10.1984, III ZR 80/83, NJW 1985, 1692).
- BGH, 28.06.1984 - III ZR 182/83
Auszug aus OLG Düsseldorf, 20.12.2011 - 23 U 187/08
Rn. 6 Damit hätten die Kläger die eigentliche Schadensursache gesetzt, indem sie von der erkennbar rechtswidrig erteilten Baugenehmigung ohne Rücksicht auf Verluste Gebrauch gemacht hätten (vgl. BGH, Urteil vom 25.02.1999, VII ZR 190/97, NJW 1999, 2112; BGH, Urteil vom 28.06.1984, III ZR 182/83, NJW 1985, 265).Dies komme nur ab dem Zeitpunkt in Betracht, ab dem der Bauherr wisse, dass bereits während des Genehmigungsverfahrens eine Drittanfechtung erhoben worden sei (vgl. BGH, Urteil vom 24.04.2008, III ZR 252/06, NJW 2008, 2502) oder nach Erteilung der Genehmigung eine Drittanfechtung erhoben worden sei (vgl. BGH, Urteil vom 28.06.1994, III ZR 182/83, NJW 1985, 265) oder wenn er von der Verweigerung einer notwendigen Nachbargenehmigung oder dem Widerspruch der Nachbarn gegen das Bauvorhaben Kenntnis habe (vgl. BGH, Urteil vom 25.10.1984, III ZR 80/83, NJW 1985, 1692).
Rn. 81 Die Kläger stützen sich insoweit auch ohne Erfolg darauf, dass in den vom BGH bislang entschiedenen Fällen zur Amtshaftung für rechtswidrige Baugenehmigungen ein Mitverschulden des Bauherrn jeweils nur ausnahmsweise bei besonderen Fallkonstellationen angenommen worden sei, insbesondere bei Beginn (bzw. Fortsetzung) der Bauarbeiten, obwohl der Bauherr wisse, dass bereits während des Genehmigungsverfahrens (vgl. BGH, Urteil vom 24.04.2008, III ZR 252/06, NJW 2008, 2502) oder nach Erteilung der Genehmigung eine Drittanfechtung erhoben worden sei (vgl. BGH, Urteil vom 28.06.1994, III ZR 182/83, NJW 1985, 265) bzw. wenn er von der Verweigerung einer notwendigen Nachbargenehmigung oder dem Widerspruch der Nachbarn gegen das Bauvorhaben Kenntnis habe (vgl. BGH, Urteil vom 25.10.1984, III ZR 80/83, NJW 1985, 1692).
Im Urteil vom 28.06.1984 (III ZR 182/83, NJW 1985, 265) hat der BGH lediglich Ausführungen zu einem vom vorliegenden Fall deutlich abweichenden Sachverhalt getroffen, in dem der Bauherr trotz einer bereits angefochtenen (und nur vorläufig für sofort vollziehbar erklärten) Baugenehmigung mit den Bauarbeiten begonnen hatte.
- BGH, 20.01.1998 - VI ZR 59/97
Freistellung des Geschädigten von der Mithaftung trotz Verstoßes gegen die …
Auszug aus OLG Düsseldorf, 20.12.2011 - 23 U 187/08
Rn. 92 Nach der Fassung des Gesetzes ("... insbesondere ...") ist bei der Abwägung gemäß § 254 BGB in erster Linie auf das Maß der beiderseitigen Verursachung abzustellen (BGH, Urteil vom 20.01.1998, VI ZR 59/97, NJW 1998, 1137; BGH, Urteil vom 25.03.2003, VI ZR 161/02, NJW 2003, 1931; BGH, Urteil vom 13.12.2005, VI ZR 68/04, NJW 2006, 896).Dagegen kann dem Verstoß gegen eine Rechtspflicht höheres Gewicht zukommen als einer bloßen Sorgfaltspflichtverletzung (BGH, Urteil vom 20.01.1998, VI ZR 59/97, NJW 1998, 1137;… Palandt-Heinrichs, a.a.O.).
Rn. 124 Bei der Abwägung fällt zu Lasten des Beklagten als weiterer Umstand ins Gewicht, dass bei der Frage der Verschuldensanteile auch die Art der verletzten Rechtsposition (Vertragspflicht bzw. Obliegenheit) dahingehend zu berücksichtigen ist, dass die grob fahrlässige Verletzung einer Vertragspflicht (i.S. einer Rechtspflicht) grundsätzlich schwerer wiegt als die grob fahrlässige Verletzung einer Obliegenheit (i.S. einer bloßen Sorgfaltsanforderung in eigenen Dingen bzw."gegen sich selbst", vgl. BGH, Urteil vom 20.01.1998, VI ZR 59/97, NJW 1998, 1138;… Palandt-Grünberg, a.a.O., § 254, Rn 61 mwN; Vor § 241, Rn 13 mwN).
- BGH, 27.11.2008 - VII ZR 206/06
Zurechenbarkeit eines Verschuldens des vom Bauherrn eingesetzten Planers i.R.d. …
Auszug aus OLG Düsseldorf, 20.12.2011 - 23 U 187/08
Er beinhaltet vielmehr in einem weiteren, uneigentlichen Sinn den vorwerfbaren Verstoß gegen Gebote des eigenen Interesses, d.h. die Verletzung einer sich selbst gegenüber bestehenden Obliegenheit als "Verschulden gegen sich selbst" (vgl. BGH, Urteil vom 27.11.2008, VII ZR 206/06, NJW 2009, 582, dort Rn 30), d.h. das Unterlassen solcher Maßnahmen zur Schadensabwendung bzw. -minderung, die ein ordentlicher und verständiger Mensch ergreifen würde (vgl. BGH, Urteil vom 13.12.1951, III ZR 83/51, NJW 1952, 299) im Sinne einer weiteren gesetzlichen Ausprägung des Grundsatzes von Treu und Glauben (§ 242 BGB) und des daraus entwickelten Verbots eines widersprüchlichen Verhaltens ("venire contra factum proprium", vgl. BGH, Urteil vom 18.04.1997, V ZR 28/96, NJW 1997, 2234; BGH…, Urteil vom 14.03.1961, VI ZR 189/59, NJW 1961, 655, Palandt-Grüneberg, BGB, 70. Auflage 2011, § 254, Rn 1/8, 36 mwN; § 242, Rn 55 mwN; zum Begriff der Obliegenheit: Vor § 241, Rn 13 mwN;… hinsichtlich des Rückgriffs auf § 242 BGB z.T. kritisch: Münchener Kommentar-Oetker, BGB, 5. Auflage 2007, § 254, Rn 4 mwN).Rn. 53 Der Geschädigte muss die ihm im vorgenannten Sinne in eigenen Angelegenheiten obliegende Sorgfalt vorsätzlich oder fahrlässig verletzt haben, so dass insoweit grundsätzlich Vorhersehbarkeit (vgl. BGH, Urteil vom 27.11.2008, VII ZR 206/06, NJW-RR 2006, 965) und Vermeidbarkeit der Schädigung Voraussetzung ist.
- BGH, 12.07.2006 - X ZR 157/05
Verzug durch Überschreitung der kalendermäßig bestimmten Leistungszeit bei …
Auszug aus OLG Düsseldorf, 20.12.2011 - 23 U 187/08
Entschuldigt ist ein Rechtsirrtum nur dann, wenn der Betroffene bei Anwendung der im Verkehr erforderlichen Sorgfalt mit einer anderen rechtlichen Beurteilung nicht zu rechnen brauchte (vgl. BGH, Urteil vom 12.07.2006, X ZR 157/05, BB 2006, 1819;… Weinreich/Schmidt-Kessel, a.a.O., § 276, Rn 10 mwN;… juris-PK-Alpmann, a.a.O.,§ 276, Rn 11 mwN;… Münchener Kommentar-Grundmann, a.a.O., § 276, Rn 73 ff. mwN).Diese nachbarrechtlichen Folgen musste sich sich vielmehr beiden Parteien aufdrängen (vgl. Revisionsurteil des BGH vom 10.02.2011, dort Rn 44) bzw. diese Frage zu bejahen, lag - und zwar für beide Parteien - fern (vgl. Revisionsurteil des BGH vom 10.02.2011, dort Rn 46; vgl. auch BGH, Urteil vom 25.10.2006, VIII ZR 102/06, NJW 2007, 428; BGH, Urteil vom 12.07.2006, X ZR 157/05, BB 2006, 1819;… Weinreich/Schmidt-Kessel, a.a.O., § 276, Rn 10 mwN;… juris-PK-Alpmann, a.a.O.,§ 276, Rn 11 mwN;… Münchener Kommentar-Grundmann, a.a.O., § 276, Rn 73 ff. mwN).
- BGH, 25.10.2006 - VIII ZR 102/06
Kündigung nach unsorgfältiger Beratung durch den Mieterschutzverein
Auszug aus OLG Düsseldorf, 20.12.2011 - 23 U 187/08
Der Betroffene darf sich dem Risiko einer etwaig zweifelhaften Rechtslage nicht entziehen, sondern muss die Rechtslage sorgfältig prüfen, soweit erforderlich Rechtsrat einholen und die höchstrichterliche Rechtsprechung sorgfältig beachten (vgl. BGH, Urteil vom 25.10.2006, VIII ZR 102/06, NJW 2007, 428).Diese nachbarrechtlichen Folgen musste sich sich vielmehr beiden Parteien aufdrängen (vgl. Revisionsurteil des BGH vom 10.02.2011, dort Rn 44) bzw. diese Frage zu bejahen, lag - und zwar für beide Parteien - fern (vgl. Revisionsurteil des BGH vom 10.02.2011, dort Rn 46; vgl. auch BGH, Urteil vom 25.10.2006, VIII ZR 102/06, NJW 2007, 428; BGH, Urteil vom 12.07.2006, X ZR 157/05, BB 2006, 1819;… Weinreich/Schmidt-Kessel, a.a.O., § 276, Rn 10 mwN;… juris-PK-Alpmann, a.a.O.,§ 276, Rn 11 mwN;… Münchener Kommentar-Grundmann, a.a.O., § 276, Rn 73 ff. mwN).
- BGH, 14.03.2006 - X ZR 46/04
Berücksichtigung des Schutzzwecks der Norm im Rahmen des Mitverschuldens
- BGH, 11.10.2001 - III ZR 63/00
Reichweite des Vertrauensschutzes und mitwirkendes Verschulden des Bauherrn bei …
- BGH, 25.10.1984 - III ZR 80/83
Mitverantwortung des Architekten und des Bauherrn bei voreiligem Baubeginn; …
- BGH, 29.03.1990 - III ZR 145/88
Amtspflichtverletzung durch Erteilung einer Baugenehmigung - Schutzwürdige …
- OLG Düsseldorf, 31.05.1996 - 22 U 176/95
Haftung des Architekten bei Rücknahme der Baugenehmigung
- BGH, 13.01.2004 - XI ZR 355/02
Beratungspflichten der Bank bei Empfehlung eines Bauherrenmodells; Rechtsnatur …
- BGH, 18.04.1997 - V ZR 28/96
Berücksichtigung eines Mitverschuldens im Rahmen des Beseitigungsanspruchs
- BGH, 25.03.2003 - VI ZR 161/02
Begriff der kritischen Verkehrssituation; Haftunsgverteilung bei Kollision …
- BGH, 13.12.2005 - VI ZR 68/04
Inanspruchnahme mehrerer Nebentäter durch den Geschädigten
- BGH, 14.03.1961 - VI ZR 189/59
Einwilligung in Körperverletzung bei Mitfahrt mit einem als fahruntüchtig …
- BGH, 18.06.1980 - VIII ZR 119/79
Abtretungsverbot in Einkaufsbedingungen - § 455 BGB <Fassung bis 31.12.01> …
- BGH, 24.06.1986 - VI ZR 222/85
Verletzung der Schadensminderungspflicht durch den Geschädigten
- BGH, 03.07.2008 - I ZR 218/05
Umfang des Schadensersatzes beim Verlust von Luftfrachtgut
- BGH, 23.01.1990 - VI ZR 209/89
Treppensturz - § 823 Abs. 1 BGB, Verkehrssicherungspflicht, § 426 BGB, gestörte …
- BGH, 05.02.1998 - III ZR 103/97
Durchsetzung einer in einem gerichtlichen Vergleich vereinbarten …
- BGH, 25.06.1991 - X ZR 103/89
Mitverschulden bei Verletzung einer Kontrollpflicht
- BGH, 12.07.1988 - VI ZR 283/87
Gewichtung der Verursachungsbeiträge von Schädiger und Geschädigtem
- BGH, 08.10.1985 - VI ZR 114/84
Selbsttötungsversuch während stationärer Behandlung
- BGH, 14.06.1988 - VI ZR 279/87
Umfang der Rechtskraft eines Feststellungsurteils
- BGH, 13.12.1951 - III ZR 83/51
Schadensminderungspflicht der Witwe des Getöteten
- BGH, 29.11.1977 - VI ZR 51/76
Gemeinschaftliche Schwarzfahrt - Haftung eines führerscheinlosen Jugendlichen - …
- BGH, 30.09.1982 - III ZR 110/81
Verletzung einer Pflicht aus dem öffentlich-rechtlichen Benutzungsverhältnis - …
- BGH, 29.10.1970 - VII ZR 14/69
Delegierung der Pflicht zur Vermeidung von Planungsfehlern auf den Bauunternehmer
- OLG Celle, 09.08.2007 - 13 U 48/07
Dauerhaft genehmigungsfähige Planung als geschuldeter Werkerfolg eines sich zur …
- BGH, 16.02.1971 - VI ZR 125/69
Architektenhaftung - Schadensausgleich - Bauaufsicht - Unglück auf Baustelle - …
- BGH, 22.04.1980 - VI ZR 134/78
Ausgleich unter mehreren Schädigern
- BGH, 29.03.1988 - VI ZR 311/87
Eintrittspflicht des Kfz-Haftpflichtversicherers beim Einsatz eines Kranwagens
- BGH, 28.10.1993 - IX ZR 252/92
Haftung des Steuerberaters wegen Verletzung der Aufklärungspflicht; …
- OLG München, 02.07.1990 - 28 U 6783/89
Baugenehmigung; Genehmigungsplanung; Beauftragter Architekt; Kenntnisse der …
- OLG Jena, 05.08.1997 - 3 U 1489/96
Haftung wegen schuldhafter Amtspflichtverletzung; Verstoß gegen die, einer …
- BGH, 16.10.1956 - VI ZR 162/55
Rechtsmittel
- BGH, 07.02.1968 - VIII ZR 139/66
- BGH, 03.06.1969 - VI ZR 38/68
Voraussetzungen für eine Verletzung der Verkehrssicherungspflicht - Anspruch auf …
- OLG Hamm, 18.12.1970 - 20 U 114/70
- OLG Rostock, 19.09.2023 - 4 U 141/19
Beginn der Verjährung von Mängelansprüchen bei nicht genehmigungsfähigem …
Rn. 133 (b) Vor diesem Hintergrund wird von einer Mitverantwortung des Bauherrn an der Entstehung eines Schadens aufgrund des Beginns mit einem genehmigten Bauvorhaben im Falle der anschließenden Aufhebung der Baugenehmigung auf den Rechtsbehelf eines Dritten im Rahmen des Architektenhaftungsrechts allein in Ausnahmefällen ausgegangen werden können, in denen dem Bauherrn solche Umstände bekannt sind, aufgrund derer sich bereits bei einer laienhaften Bewertung das Risiko der Fehlerhaftigkeit der Planung und damit der Baugenehmigung nicht nur ableiten lässt, sondern vielmehr "aufdrängt" bzw. eine positive Einschätzung der nachbarrechtlichen bzw. öffentlich-rechtlichen Situation zugunsten des Bauherrn "fernliegt"; eine Kenntnis des Bauherrn von derartigen Risikoumständen für einen Nachbarwiderspruch bzw. eine Drittanfechtung der erteilten Baugenehmigung steht seiner Kenntnis von einem bereits erfolgten Rechtsbehelf durch den Nachbarn gleich (vgl. OLG Düsseldorf, Urteil vom 20.12.2011, Az.: 23 U 187/08, - zitiert nach juris -, Rn. 70 ff. m. w. N., mit dort bejahtem Mitverschulden der Bauherren aufgrund des Wissens um eine Unterschreitung des vorgeschriebenen Grenzabstandes, einer deshalb erforderlichen Nachbarzustimmung sowie des Gebrauchs einer Baugenehmigung zur Umsetzung einer Ausführung des Vorhabens, welche von der ursprünglich geplanten abwich). - OLG Brandenburg, 10.02.2022 - 12 U 28/21
Ingenieurhonorar für die Planung einer Abwasseranlage; Kostenvorschussanspruch …
Auch bei einer bestehenden eigenen Sachkunde des Auftraggebers kann, da nicht ersichtlich ist, dass er sich - mangels Aufklärung durch die Klägerin - der Tragweite seiner Entscheidung bewusst war, von der Aufklärung nicht Abstand genommen werden (…vgl. BGH, Urt. v. 10.02.2011 - VII ZR 8/10, NJW 2011, 1442 Rn. 33, beck-online; OLG Düsseldorf, Urteil vom 20. Dezember 2011 - I-23 U 187/08 -, Rn. 55, juris;… Kniffka/Koeble, a.a.O. Rn. 66, beck-online).Der Geschädigte muss die ihm in eigenen Angelegenheiten obliegende Sorgfalt im Sinne eines vorwerfbaren Verstoßes gegen Gebote des eigenen Interesses vorsätzlich oder fahrlässig verletzt haben, d.h. erforderlich ist ein Unterlassen solcher Maßnahmen zur Schadensabwendung bzw. -minderung, die ein ordentlicher und verständiger Mensch ergreifen würde, so dass insoweit auch die Vorhersehbarkeit und Vermeidbarkeit der Schädigung Voraussetzung ist (OLG Düsseldorf, Urteil vom 20. Dezember 2011 - I-23 U 187/08 -, Rn. 45 - 46, juris).
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