Neue Kooperation: dejure.org × Doctrine bringen KI-Power für Aktenanalyse, Recherche und Texterstellung. Doctrine entdecken
×

Rechtsprechung
   OVG Sachsen-Anhalt, 06.10.2004 - 3 L 96/02   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2004,13643
OVG Sachsen-Anhalt, 06.10.2004 - 3 L 96/02 (https://dejure.org/2004,13643)
OVG Sachsen-Anhalt, Entscheidung vom 06.10.2004 - 3 L 96/02 (https://dejure.org/2004,13643)
OVG Sachsen-Anhalt, Entscheidung vom 06. Oktober 2004 - 3 L 96/02 (https://dejure.org/2004,13643)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2004,13643) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.

Volltextveröffentlichungen (3)

  • Judicialis

    KiBeVO § 7 1; ; KiBeG § 17 I; ; KiBeG § 17 II; ; KiBeG § 17 III; ; KiBeG § 17 IV; ; KiBeG § 17 V; ; KiBeG § 17 VI; ; KiBeG § 17 VII; ; KiBeG § 20 III; ; LVerf-LSA Art. 79 I; ; GG A... rt. 20 III; ; GG Art. 80; ; VwVfG § 35; ; SGB X §§ 45 ff; ; SGB X § 50

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
  • juris (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse

  • Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz)

    Wirksamkeit des § 7 S. 1 Kinderbetreuungsverordnung von 1997 (KiBeVO) ; Rückforderung von Zuwendungen eines Land an den Einrichtungsträger einer Kindertagesstätte; Rückforderung bei nicht ordnungsgemäßer Mittelverwendung; Auslegung einer Ermächtigungsnorm; Gebote der ...

Hinweis zu den Links:
Zu grauen Einträgen liegen derzeit keine weiteren Informationen vor. Sie können diese Links aber nutzen, um die Einträge beispielsweise in Ihre Merkliste aufzunehmen.

Verfahrensgang

 
Sortierung



Kontextvorschau





Hinweis: Klicken Sie auf das Sprechblasensymbol, um eine Kontextvorschau im Fließtext zu sehen. Um alle zu sehen, genügt ein Doppelklick.

Wird zitiert von ... (7)Zitiert selbst (17)

  • BSG, 24.07.2001 - B 4 RA 102/00 R

    Sozialrechtliches Verwaltungsverfahren - zu Unrecht erbrachte Sozialleistung - …

    Auszug aus OVG Sachsen-Anhalt, 06.10.2004 - 3 L 96/02
    Mit dem Tatbestandsmerkmal der "zu Unrecht erbrachten Leistung" enthält § 50 Abs. 2 Satz 1 SGB X, obgleich es sich um eine rechtsdogmatisch eigenständige Vorschrift handelt, Elemente der Leistungskondiktion des Zivilrechts (vgl. BSG, Urt. v. 24.7.2001 - B 4 RA 102/00 R -, JURIS m.w.N.).

    Durch diese Bezugnahme soll sichergestellt werden, dass bei Leistungen, die zu Unrecht ohne Verwaltungsakt erbracht worden sind, derselbe Vertrauensschutz und Ermessensgebrauch gilt, wie bei einer Leistung aufgrund eines Verwaltungsakts (BSG, Urt. v. 24.7.2001, a.a.O.;… Freischmidt, in: Hauck, SGB X/1,2, Kommentar, Stand: 2003, K § 50 Rn. 15).

    Zwar wird die in § 50 Abs. 2 Satz 2 SGB X genannte Verweisung auf die §§ 45 und 48 SGB X nur dann für anwendbar gehalten, wenn dem Zahlungsempfänger das Recht bzw. die Zuwendung überhaupt wirksam durch Verwaltungsakt zuerkannt werden kann (BSG, Urt. v. 24.7.2001, a.a.O.).

  • BVerfG, 20.10.1981 - 1 BvR 640/80

    Schulentlassung

    Auszug aus OVG Sachsen-Anhalt, 06.10.2004 - 3 L 96/02
    Welche Bestimmtheitsanforderungen im Einzelnen erfüllt sein müssen, hängt von den Besonderheiten des jeweiligen Regelungsgegenstandes sowie der Intensität der Maßnahme, namentlich der Grundrechtsrelevanz der Regelung ab (vgl. BVerfG, Beschl. v. 20.10.1981 - 1 BvR 640/80 -, BVerfGE 58, 257 [277 f.); BVerwG, Urt. v. 5.1.2000 - 6 P 1.99 -, BVerwGE 110, 253 [255 f.]; Beschl. v. 20.8.2003 - 6 CN 4/02 -, juris).

    Allerdings sind die Anforderungen um so strenger, je intensiver der Eingriff ist (vgl. BVerfG, Beschl. v. 20.10.1981 - 1 BvR 640/80 -, BVerfGE 58, 257 [277 f.); Beschl. v. 9.8.1995 - 1 BvR 2263/94 u.a. -, BVerfGE 93, 213 [238 m.w.N.]).

  • BVerfG, 16.12.1981 - 1 BvR 898/79

    Bekenntnis zum deutschen Volkstum

    Auszug aus OVG Sachsen-Anhalt, 06.10.2004 - 3 L 96/02
    Dieser aus dem Rechtsstaatsprinzip resultierende Grundsatz (vgl. BVerfG, Beschl. v. 14.5.1986 - 2 BvL 2/83 -, BVerfGE 72, 200 [242]) hat auch Bedeutung für die Aufhebung von Verwaltungsakten (BVerfG, Beschl. v. 16.12.1981 - 1 BvR 898/79 u.a. -, BVerfGE 59, 128 [164 ff.];… Jarass, in: Jarass/Pieroth, a.a.O., Art. 20 Rn. 55) und die daran anknüpfende Rückforderung von Leistungen.

    Die einfachgesetzlichen Regelungen, die den Vertrauensschutz im Falle der Aufhebung von Verwaltungsakten und der daran geknüpften Rückforderung konkretisieren (§§ 48 f. VwVfG; §§ 45 ff. SGB X), besitzen eine verfassungsrechtliche Fundierung (BVerfG, Beschl. v. 16.12.1981, a.a.O., BVerfGE 59, 128 [169 ff.];… BVerwG, Urt. v. 16.12.1992 - 11 C 6.92 -, BVerwGE 91, 306 [312 f.]).

  • BVerwG, 26.06.1987 - 8 C 21.86

    Anfechtungsklage - Rechnung - Widerspruchsbescheid - Verwaltungsakt - …

    Auszug aus OVG Sachsen-Anhalt, 06.10.2004 - 3 L 96/02
    Bei objektiver Würdigung spricht aber ein Fehlen dieser Bezeichnung wie auch der Rechtsbehelfsbelehrung dafür, dass eine (die Bestandskraft nach sich ziehende) Regelung nicht getroffen werden sollte (vgl. BVerwG, Urt. v. 26.6.1987 - 8 C 21.86 -, BVerwGE 78, 3 [4]).
  • BVerfG, 14.03.1989 - 1 BvR 1033/82

    Approbation

    Auszug aus OVG Sachsen-Anhalt, 06.10.2004 - 3 L 96/02
    Zwar müssen sich die gesetzlichen Vorgaben nicht unmittelbar aus dem Wortlaut der Ermächtigungsnorm ergeben; es genügt, dass sie sich mit Hilfe allgemeiner Auslegungsgrundsätze erschließen lassen, insbesondere aus dem Zweck, dem Sinnzusammenhang und der Vorgeschichte des Gesetzes (BVerfG, Beschl. vom 3.11.1982 - 2 BvL 28/81 -, BVerfGE 62, 203 [209 f.]; Beschl. vom 1.7.1987 - 1 BvL 21/82 -, BVerfGE 76, 130 [142]; Beschl. vom 8.6.1988 - 2 BvL 9/85 u.a. -, BVerfGE 78, 249 [272]; Beschl. vom 14.3.1989 - 2 BvR 1033/82 u.a. -, BVerfGE 80, 1 [20 f.]).
  • BVerfG, 12.01.1967 - 1 BvR 169/63

    Grundstücksverkehrsgesetz

    Auszug aus OVG Sachsen-Anhalt, 06.10.2004 - 3 L 96/02
    Sie muss in ihren Voraussetzungen und in ihrem Inhalt so formuliert sein, dass die von ihr Betroffenen die Rechtslage erkennen und ihr Verhalten danach einrichten können (BVerfG, Beschl. v. 12.1.1967 - 1 BvR 169/63 -, BVerfGE 21, 73 [78 f.];… Jarass, in: Jarass/Pieroth, a.a.O., Art. 20 Rn. 39 m.w.N.).
  • BVerfG, 14.05.1986 - 2 BvL 2/83

    Einkommensteuerrecht

    Auszug aus OVG Sachsen-Anhalt, 06.10.2004 - 3 L 96/02
    Dieser aus dem Rechtsstaatsprinzip resultierende Grundsatz (vgl. BVerfG, Beschl. v. 14.5.1986 - 2 BvL 2/83 -, BVerfGE 72, 200 [242]) hat auch Bedeutung für die Aufhebung von Verwaltungsakten (BVerfG, Beschl. v. 16.12.1981 - 1 BvR 898/79 u.a. -, BVerfGE 59, 128 [164 ff.];… Jarass, in: Jarass/Pieroth, a.a.O., Art. 20 Rn. 55) und die daran anknüpfende Rückforderung von Leistungen.
  • BVerfG, 08.06.1988 - 2 BvL 9/85

    Fehlbelegungsabgabe

    Auszug aus OVG Sachsen-Anhalt, 06.10.2004 - 3 L 96/02
    Zwar müssen sich die gesetzlichen Vorgaben nicht unmittelbar aus dem Wortlaut der Ermächtigungsnorm ergeben; es genügt, dass sie sich mit Hilfe allgemeiner Auslegungsgrundsätze erschließen lassen, insbesondere aus dem Zweck, dem Sinnzusammenhang und der Vorgeschichte des Gesetzes (BVerfG, Beschl. vom 3.11.1982 - 2 BvL 28/81 -, BVerfGE 62, 203 [209 f.]; Beschl. vom 1.7.1987 - 1 BvL 21/82 -, BVerfGE 76, 130 [142]; Beschl. vom 8.6.1988 - 2 BvL 9/85 u.a. -, BVerfGE 78, 249 [272]; Beschl. vom 14.3.1989 - 2 BvR 1033/82 u.a. -, BVerfGE 80, 1 [20 f.]).
  • BVerfG, 09.08.1995 - 1 BvR 2263/94

    DDR-Rechtsanwälte

    Auszug aus OVG Sachsen-Anhalt, 06.10.2004 - 3 L 96/02
    Allerdings sind die Anforderungen um so strenger, je intensiver der Eingriff ist (vgl. BVerfG, Beschl. v. 20.10.1981 - 1 BvR 640/80 -, BVerfGE 58, 257 [277 f.); Beschl. v. 9.8.1995 - 1 BvR 2263/94 u.a. -, BVerfGE 93, 213 [238 m.w.N.]).
  • BVerfG, 09.05.1989 - 1 BvL 35/86

    Verfassungsmäßigkeit der Berücksichtigung der Vermögens- und …

    Auszug aus OVG Sachsen-Anhalt, 06.10.2004 - 3 L 96/02
    Ein Element des Rechtsstaatsgebots (Art. 20 Abs. 3 GG, Art. 2 Abs. 1 LVerf-LSA) bildet - als Ausprägung des Gebots der Rechtssicherheit - das Gebot der ausreichenden Bestimmtheit von Rechtsvorschriften (BVerfG, Urt. v. 9.5.1989 - 1 BvL 35/86 -, BVerfGE 80, 103 [107 f.];… Jarass, in: Jarass/Pieroth, GG, Kommentar, 5. Aufl., Art. 20 Rn. 38 m.w.N.).
  • BVerfG, 01.07.1987 - 1 BvL 21/82

    Verfassungsmäßigkeit der Pauschgebührenregelung nach § 184 SGG

  • BVerwG, 15.02.2001 - 3 C 9.00

    Tötungsanordnung im Tierseuchenrecht; BSE; generelle Tötungsanordnung für …

  • BVerfG, 03.11.1982 - 2 BvL 28/81

    Verfassungsmäßigkeit des § 158 Nr. 1 StBerG

  • BVerwG, 05.01.2000 - 6 P 1.99

    Bestimmtheit der gesetzlichen Verordnungsermächtigung; Anteil von Frauen und …

  • BVerwG, 16.12.1992 - 11 C 6.92

    BAföG - Ausbildungsförderung - Unterhaltsbetrag - Kinderfreibetrag

  • BVerwG, 20.08.2003 - 6 CN 4.02

    Hundehalterverordnung des Landes Brandenburg teilweise ungültig

  • BVerwG, 05.05.2004 - 5 KSt 1.04
  • VG Frankfurt/Oder, 12.03.2013 - 6 KE 12/13

    Kindergartenrecht; Heimrecht

    26 b) Zum Sachgebiet der Jugendhilfe im Sinne des § 188 Satz 1 VwGO gehören danach grundsätzlich alle Streitigkeiten nach dem Achten Buch Sozialgesetzbuch und den hierzu ergangenen Landesausführungsgesetzen (vgl. Bayerischer Verwaltungsgerichtshof…, Beschluss vom 16. Juni 2006 - 12 C 06.881 - zitiert nach Juris, Rdnr. 3; Oberverwaltungsgericht Berlin, Beschluss vom 01. April 2003 - 6 L 6/03 - NVwZ-RR 2003, 702; SächsOVG…, Beschluss vom 02. November 2007- 5 BS 380/07 - a. a. O., S. 87 f.;… Kopp/Schenke, a. a. O., § 188 VwGO Rdnr. 3, S. 1948;… Eyermann, a. a. O., § 188 VwGO Rdnr. 7;… Schoch/Schneider/Bier, Verwaltungsgerichtsordnung, Kommentar, Band II, § 188 VwGO Rdnr. 7 [EL 14/Februar 2007]) und damit auch die Zuschussgewährung und finanzielle Förderung von Kindertagesstätteneinrichtungen, die auf der Grundlage dieser Vorschriften geleistet werden (vgl. SächsOVG…, Beschluss vom 02. November 2007 - 5 BS 380/07 - a. a. O., S. 87 f.; Oberverwaltungsgericht für das Land Sachsen-Anhalt [OVG LSA], Urteile vom 06. November 2004 - 3 L 96/02 - LKV 2005, 462, [465] und vom 24. November 2004 - 3 L 356/03 - LKV 2005, 459, [462];… Eyermann, a. a. O., § 188 VwGO Rdnr. 7;… Schoch/Schneider/Bier, a. a. O., § 188 VwGO Rdnr. 7; a. A.: ThürOVG…, Urteil vom 23. Februar 2006 - 3 KO 237/05 - ZFSH/SGB 2006, 665, [673] unter Bezugnahme auf dessen Urteil vom 30. September 2004 - 2 KO 385/03 - a. a. O., S. 475, dem wiederum aus den unter I. 3 a) cc) dargelegten Gründen nicht zu folgen ist).

    Rn. 32 b) Ausgehend hiervon ist es in der Rechtsprechung allgemein anerkannt, dass vor allem Erstattungsansprüche nach den §§ 102 ff. des Sozialgesetzbuches - Zehntes Buch - (SGB X) dem Anwendungsbereich des § 188 Satz 2 Halbsatz 2 VwGO unterfallen (vgl. VGHBW…, Beschluss vom 07. Februar 2006 - 7 S 2426/05 - a. a. O., S. 191; OVG LSA, Urteile vom 06. Oktober 2004 - 3 L 96/02 - a. a. O., S. 465 f. …und vom 24. November 2004 - 3 L 356/03 - a. a. O., S. 461/462).

    Entsprechendes gilt für die in den übrigen Büchern des Sozialgesetzbuches geregelten Erstattungsansprüche zwischen Sozialleistungsträgern, wie zum Beispiel für Erstattungsansprüche zwischen Jugendhilfeträgern nach den §§ 89 ff. SGB VIII. Allerdings spricht nur wenig dafür, dass vom Anwendungsbereich des Ausnahmetatbestandes des § 188 Satz 2 Halbsatz 2 VwGO ausschließlich solche gesetzlich normierten Erstattungsstreitigkeiten in einem so genannten Dreiecksverhältnis erfasst werden, bei denen ein Sozialleistungsträger von einem anderen Sozialleistungsträger unter anderem nach den §§ 102 ff. SGB X die Erstattung der Kosten für die Gewährung von Sozialleistungen an einen Leistungsberechtigten bzw. Hilfeempfänger verlangt (vgl. OVG LSA, Urteil vom 06. November 2004 - 3 L 96/02 - a. a. O., S. 465 f.) und Rechtsstreitigkeiten zwischen Sozialleistungsträgern zu weiteren Erstattungsansprüchen außerhalb des Sozialgesetzbuches nicht hiervon erfasst werden.

    Rn. 37 a) Bereits die Bezeichnung der finanziellen Förderung in § 16 Abs. 2 Satz 1 BbgKitaG als Zuschuss zeigt, dass es sich nicht um eine Kostenerstattung im Sinne eines Ausgleichs für eine Leistung handelt, die vom nicht vorrangig zuständigen Träger erbracht wird (vgl. in diesem Sinne zum sachsen-anhaltinischen Landesrecht: OVG LSA, Urteile vom 06. Oktober 2004 - 3 L 96/02 - a. a. O., S. 465 f. …und vom 24. November 2004 - 3 L 356/03 - a. a. O., S. 461/462).

    Unbeschadet der Frage, ob sich diese Vorschrift ausschließlich auf Sozialleistungsträger im Sinne des Sozialgesetzbuches bezieht (in diesem Sinne wohl: OVG LSA, Urteil vom 06. Oktober 2004 - 3 L 96/02 - a. a. O., S. 465), ist das kennzeichnende Element der Trägerschaft das rechtliche Einstehen nach außen und die juristische Verantwortung im Außenverhältnis (vgl. hierzu: Verfassungsgericht für das Land Brandenburg, Urteil vom 20. März 2003 - VfGBbg 54/01 - LKV 2003, 372, [375] m. w. Nw.).

  • OVG Sachsen-Anhalt, 10.08.2017 - 4 L 219/16

    Kindertageseinrichtung; Rückforderung überzahlter Betriebskostenabschläge; …

    Während bei § 50 Abs. 1 SGB X die Ermessensprüfung dort, wo das Gesetz Ermessen einräumt, schon bei der Aufhebung des Verwaltungsakts zu erfolgen hat, so dass für ein Ermessen beim nachfolgenden Rückforderungsanspruch kein Raum mehr ist, wird bei § 50 Abs. 2 SGB X die Prüfung mitsamt der Ermessensprüfung in die dort allein zu treffende Entscheidung über die Rückforderung verlagert (OVG Sachsen-Anhalt, Urt. v. 6. Oktober 2004 - 3 L 96/02 -, zit. nach JURIS; VG Stade, Urteil vom 18. Januar 2010 - 4 A 504/08 -, zit. nach JURIS;… Kasseler Kommentar zum Sozialversicherungsrecht, SGB X, § 50 Rdnr. 29f. Hauck/Noftz, SGB X, § 50 Rdnr. 48, 69, m.w.N.;… vgl. auch BSG, Urt. v. 24. Juli 2001 - B 4 RA 102/00 R -, zit. nach JURIS).

    Ein gestellter Antrag setzt damit ein Verwaltungsverfahren in Gang und ist grundsätzlich auch förmlich zu bescheiden (so auch OVG Sachsen-Anhalt, Urt. v. 6. Oktober 2004, a.a.O. zu § 17 Abs. 1 Satz 1 KiBeG LSA).

    Soweit das Verwaltungsgericht eine entsprechende Heranziehung des § 45 SGB X ablehnt, weil die Rückabwicklung von Abschlagszahlungen nach dem KiFöG LSA a.F. mit den dieser Regelung zugrunde liegenden Fallgestaltungen nicht vergleichbar sei, sondern eher mit den § 42 SGB I zugrunde liegenden Fallgestaltungen (…so auch LSG Hessen, Urt. v. 26. Juni 2013 - L 4 KA 4/12 -, zit. nach JURIS), ist dem nicht zu folgen (so i.E. auch OVG Sachsen-Anhalt, Urt. v. 6. Oktober 2004, a.a.O. zu § 17 Abs. 1 Satz 1 KiBeG LSA).

    Denn die Pflicht zur Ermessensausübung steht neben der Anwendung der Regelungen zum Vertrauensschutz (vgl. auch OVG Sachsen-Anhalt, Urt. v. 6. Oktober 2004, a.a.O.;… LSG Nordrhein-Westfalen, Urt. v. 15. März 2017 - L 10 U 682/16 -, zit. nach JURIS; OVG Berlin-Brandenburg, Beschl. v. 3. April 2013 - OVG 6 M 28.13 -, zit. nach JURIS).

  • OVG Sachsen-Anhalt, 04.11.2015 - 3 L 315/13

    Kosten der Schülerbeförderung

    Rn. 41 Der Kläger rügt eine Divergenz der angefochtenen Entscheidung des Verwaltungsgerichts zu den Urteilen des Oberverwaltungsgerichts Sachsen-Anhalt vom 6. Oktober 2004 - 3 L 96/02 - und vom 22. Juni 2010 - 4 L 14/09 -.

    Im Urteil des Senats vom 6. Oktober 2004 - 3 L 96/02 - wird u. a. ausdrücklich festgestellt, dass eine Vorschrift im Hinblick auf die rechtsstaatlichen Grundsätze der Normenklarheit und Justiziabilität inhaltlich so formuliert sein muss, dass die von ihr Betroffenen die Rechtslage erkennen und ihr Verhalten danach einrichten können.

  • OVG Sachsen, 11.12.2015 - 1 A 276/14

    Freier Träger der Jugendhilfe; Kindertageseinrichtung; Betriebskosten; …

    Eine Erstattungsstreitigkeit zwischen Sozialleistungsträgern, für die § 188 Satz 2 Halbsatz 2 VwGO die Gerichtskostenfreiheit ausschließt, liegt nach Auffassung des Senats gleichwohl nicht vor, da Streitgegenstand vorliegend keine Kostenerstattung i. S. d. Dritten Abschnitts des Achten Buches Sozialgesetzbuch (§ 89 bis § 89h) ist, bei der es um Leistungen geht, die ein Sozialleistungsträger gegenüber einem Leistungsempfänger erbracht hat und deren Erstattung er von einem anderen Sozialleistungsträger begehrt, sondern eine Streitigkeit im Rahmen der Betriebskostenfinanzierung eines freien Trägers der Jugendhilfe durch den Träger der öffentlichen Jugendhilfe (vgl. OVG LSA, Urt. v. 6. Oktober 2004 - 3 L 96/02 -, juris Leitsatz 4 und Rn. 43;… OVG Rh.-Pf., Urt. v. 24. September 2015 - 7 A 11121/14 -, juris Rn. 28;… a. A. OVG Saarland, Urt. v. 18. Juni 2008 - 1 A 21/08 -, juris Rn. 59).
  • VG Stuttgart, 11.11.2009 - 12 K 1587/09

    Zum Beihilfeanspruch für Beamte ohne zusätzliche private Krankenversicherung

    Rn. 26 Jede Rechtsverordnung muss sich, um dem Vorrang des Gesetzes zu genügen, im Rahmen, den die Verordnungsermächtigung (vgl. Art. 61 Abs. 1 LVerf) absteckt, halten (vgl. OVG Sachsen-Anhalt, Urt. v. 6.10.2004 - 3 L 96/02 - ).
  • OVG Sachsen-Anhalt, 24.11.2004 - 3 L 356/03

    Förderung von Kindertageseinrichtungen, Rückforderung von Pauschalen

    Während es nämlich bei den gesetzlich normierten Erstattungsstreitigkeiten zwischen Sozialleistungsträgern nach §§ 102 ff. SGB X darum geht, ob ein Sozialleistungsträger Kosten, die er gegenüber einem Leistungsempfänger erbracht hat, ganz oder teilweise von einem anderen Sozialleistungsträger erstattet verlangen kann (und damit gewissermaßen um ein Dreiecksverhältnis), handelt es sich hier um die Rückforderung von Zuwendungen in einem zweipoligen Rechtsverhältnis, in dem die Klägerin nicht als Sozialleistungsträgerin, sondern als Zuwendungs- bzw. Leistungsempfängerin aufgetreten ist (vgl. bereits OVG LSA, Urteil vom 6.10.2004 - 3 L 96/02).
  • OVG Sachsen-Anhalt, 02.05.2023 - 4 P 103/23

    Streitigkeit über die Förderung von freien Trägern der Jugendhilfe als …

    Dies kann beispielsweise im Bereich der Zuwendungen zur Finanzierung von Tageseinrichtungen für Kinder der Fall sein, weil das der Jugendhilfe zuzuordnende Landesrecht die Zuwendungsbedingungen selbst festlegt (vgl. OVG Sachsen-Anhalt, Urteil vom 6. Oktober 2004 - 3 L 96/02 -, juris zu §§ 17 Abs. 1, 20 Abs. 3 KiBeG).
Haben Sie eine Ergänzung? Oder haben Sie einen Fehler gefunden? Schreiben Sie uns.
dejure.org Übersicht OVG Sachsen-Anhalt
dejure.org nutzen ohne Ablenkung
Werbung abschalten. Jetzt buchen! Keine automatische Verlängerung.
Info zum PUR-Angebot
Sie können auswählen (Maus oder Pfeiltasten):
(Liste aufgrund Ihrer bisherigen Eingabe)
Komplette Übersicht