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| OVG Berlin-Brandenburg, 15.06.2010 - 3 N 107.08 |
Volltextveröffentlichungen (6)
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Art 3 Abs 1 GG, Art 21 GG, § 23 Abs 4 S 1 PartG 1994, § 48 VwVfG, § 49a VwVfG
Rücknahme von Leistungsbescheiden der staatlichen Teilfinanzierung der Parteien
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Art 3 Abs 1 GG, Art 21 GG, § 23 Abs 4 S 1 PartG, § 48 VwVfG, § 49a VwVfG, § 124 Abs 2 VwGO, § 124a Abs 4 S 4 VwGO, § 295 ZPO
Parteienfinanzierung; staatliche Teilfinanzierung; Rechenschaftsbericht; unrichtig; wesentlich; Spenden; Rückforderung; Ermessen; intendiert; Antrag auf Zulassung der Berufung; Zulassungsgründe; Darlegung; Darlegungserfordernisse (nicht erfüllt); ernstliche ... - Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei)
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- VG Berlin, 20.05.2008 - 2 A 28.07
- OVG Berlin-Brandenburg, 15.06.2010 - 3 N 107.08
Wird zitiert von ... (4) Zitiert selbst (13)
- BVerwG, 26.07.2006 - 6 C 20.05
Anonyme Spende, Leistungsbescheid, Partei, Parteienfinanzierung, politische …
Auszug aus OVG Berlin-Brandenburg, 15.06.2010 - 3 N 107.08
Rn. 27 Das Verwaltungsgericht hat weiter angenommen, das für den Landesverband Thüringen der Klägerin erfolgte Handeln des G. sei der Gesamtpartei zuzurechnen, und sich dabei auf das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 26. Juli 2006 (- 6 C 20.05 -, BVerwGE 126, 254, 272, Rn. 92) gestützt (Urteilsabschrift S. 20).Dem ist bei der Rücknahmeentscheidung Rechnung zu tragen (vgl. BVerwG, Urteil vom 26. Juli 2006, a.a.O., S. 278, Rn. 105, zur Berücksichtigung des zwingenden Charakters des § 23 a Abs. 1 PartG 1994 bei der Rücknahmeentscheidung, dort ausdrücklich gegen Morlok [a.a.O., S. 768]).
Damit werden die erstinstanzlichen Ausführungen, die im Einklang mit der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (Urteil vom 26. Juli 2006, a.a.O.) stehen, nicht ernstlich in Frage gestellt.
Rn. 45 Die Bezugnahme auf Äußerungen des Bundesverwaltungsgerichts im Urteil vom 26. Juli 2006 (a.a.O., S. 279 f., Rn. 110) geht ins Leere.
Im dortigen Fall wurden wegen unzulässiger Annahme von Bar- und Sachspenden Bescheide über staatliche Teilfinanzierung in dem sich aus § 23 a Abs. 1 Satz 1 PartG 1994 (zwingend, vgl. BVerwG, Urteil vom 26. Juli 2006, a.a.O., S. 277 f., Rn. 105) ergebenden Umfang zurückgenommen.
- BVerwG, 09.03.2001 - 3 B 12.01
Verfahrenseinstellung nach Rücknahme einer Nichtzulassungsbeschwerde
Auszug aus OVG Berlin-Brandenburg, 15.06.2010 - 3 N 107.08
Diese Auffassung verkennt, dass nur ein materiell richtiger Rechenschaftsbericht Grundlage der Festsetzung staatlicher Mittel nach § 23 Abs. 4 Satz 1 PartG 1994 sein kann (vgl. BVerfG…, Beschluss vom 17. Juni 2004, a.a.O., S. 86; OVG Berlin, Urteil vom 12. Juni 2002 - OVG 3 B 12.01 -, DVBl. 2002, 1426, 1427).Abzustellen ist daher auf eine Beurteilung im Einzelfall unter Berücksichtigung von Sinn und Zweck der Rechenschaftspflicht (…vgl. BVerfG, a.a.O., S. 96; OVG Berlin, Urteil vom 12. Juni 2002, a.a.O., S. 1429).
- BVerfG, 17.06.2004 - 2 BvR 383/03
Rechenschaftsbericht
Auszug aus OVG Berlin-Brandenburg, 15.06.2010 - 3 N 107.08
Es ist daher auch mit seinen ergänzenden Hinweisen auf die Feststellungen des Bundesverfassungsgerichts in der den Fall der Beigeladenen zu 2. betreffenden Entscheidung vom 17. Juni 2004 (- 2 BvR 383/03 -, BVerfGE 111, 54) zur Darlegung des in Betracht kommenden Zulassungsgrundes nach § 124 Abs. 2 Nr. 1 VwGO ungeeignet.Diese Auffassung verkennt, dass nur ein materiell richtiger Rechenschaftsbericht Grundlage der Festsetzung staatlicher Mittel nach § 23 Abs. 4 Satz 1 PartG 1994 sein kann (vgl. BVerfG, Beschluss vom 17. Juni 2004, a.a.O., S. 86; OVG Berlin, Urteil vom 12. Juni 2002 - OVG 3 B 12.01 -, DVBl. 2002, 1426, 1427).
- VG Berlin, 08.12.2009 - 2 K 126.09
FDP muss Strafzahlungen wegen Möllemann-Spenden leisten
Auszug aus OVG Berlin-Brandenburg, 15.06.2010 - 3 N 107.08
Rn. 46 Soweit die Klägerin schließlich unter Bezugnahme auf das Urteil des Verwaltungsgerichts Berlin vom 8. Dezember 2009 (- VG 2 K 126.09 -, juris) eine Ungleichbehandlung gegenüber der Beigeladenen zu 17. erblickt, der wegen Verstoßes gegen das Parteiengesetz "nur etwa 4, 3 Millionen EUR statt etwa 11 Millionen EUR abverlangt" worden seien, ist dieses neue Vorbringen schon aus Gründen der Fristüberschreitung unbeachtlich und auch ungeachtet dessen unergiebig. - OVG Berlin, 12.06.2002 - 3 B 2.01
Parteienfinanzierung/CDU
Auszug aus OVG Berlin-Brandenburg, 15.06.2010 - 3 N 107.08
Diese Auffassung verkennt, dass nur ein materiell richtiger Rechenschaftsbericht Grundlage der Festsetzung staatlicher Mittel nach § 23 Abs. 4 Satz 1 PartG 1994 sein kann (vgl. BVerfG…, Beschluss vom 17. Juni 2004, a.a.O., S. 86; OVG Berlin, Urteil vom 12. Juni 2002 - OVG 3 B 12.01 -, DVBl. 2002, 1426, 1427). - BVerwG, 20.09.2001 - 7 C 6.01
Restitutionsbescheid; Rücknahme; Rücknahmefrist; Anhörung; Entscheidungsfrist; …
Auszug aus OVG Berlin-Brandenburg, 15.06.2010 - 3 N 107.08
Die hiergegen gerichtete Einwendung, eine Anhörung hätte schon früher erfolgen können, die Beklagte könne die Jahresfrist durch eine späte Anhörung beliebig hinausschieben, setzt sich nicht mit dem vom Verwaltungsgericht angeführten Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 20. September 2001 (- 7 C 6.01 -,Buchholz 316 § 48 VwVfG Nr. 103) auseinander, wonach zur Herstellung der Entscheidungsreife, nach deren Eintritt die Jahresfrist erst beginne, regelmäßig das Anhörungsverfahren gehört. - BVerwG, 14.08.1986 - 3 C 9.85
Magermilch
Auszug aus OVG Berlin-Brandenburg, 15.06.2010 - 3 N 107.08
Das richtet sich offenbar gegen die Überlegungen des Verwaltungsgerichts zu § 48 Abs. 2 Satz 3 Nr. 2 VwVfG (Urteilsabschrift S. 19 f.), das unter Bezugnahme auf das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 14. August 1986 (- 3 C 9.85 -, BVerwGE 74, 357, 363 f.) ausgeführt hat, maßgeblich sei allein die objektive Unrichtigkeit der Angaben, auf die die Rechtswidrigkeit des zurückgenommenen Bescheides zurückgehe; auf ein Verschulden komme es nicht an. - BVerwG, 26.11.2007 - 4 BN 46.07
Normenkontrolle; Bebauungsplan; FFH-Gebiet; erhebliche Beeinträchtigung; …
Auszug aus OVG Berlin-Brandenburg, 15.06.2010 - 3 N 107.08
Einen dahingehenden Beweisantrag hat die Klägerin in der mündlichen Verhandlung vor dem Verwaltungsgericht nicht gestellt und sie legt auch nicht dar, dass sich dem Verwaltungsgericht vor dem Hintergrund seiner Rechtsauffassung die von ihr vermisste Aufklärung hätte aufdrängen müssen (vgl. BVerwG, Beschluss vom 26. November 2007 - 4 BN 46/07 -, NVwZ 2008, 210, 211, Rz. 11). - BVerwG, 25.02.1993 - 2 C 14.91
Soldatengesetz - Rauchverbot - Fürsorgepflicht
Auszug aus OVG Berlin-Brandenburg, 15.06.2010 - 3 N 107.08
Sie legt auch nicht dar, inwiefern das Urteil des Verwaltungsgerichts auf der unterbliebenen Vernehmung beruht oder beruhen kann (vgl. BVerwG, Urteil vom 25. Februar 1993 - 2 C 14.91 -, DVBl. 1993, 955). - BFH, 09.05.2007 - XI R 23/06
Aufwandsspenden an politische Partei
Auszug aus OVG Berlin-Brandenburg, 15.06.2010 - 3 N 107.08
Im Übrigen sind laut dem im Zulassungsantrag angeführten Urteil des Bundesfinanzhofs vom 9. Mai 2007 (- XI R 23/06 -, juris, Rn. 9 f.) Aufwandsspenden nur dann steuerrechtlich berücksichtigungsfähig, wenn der einzelne Anspruch auf Erstattung von Aufwendungen zum Zeitpunkt der Erstattungszusage sowie zum Zeitpunkt des Verzichts auf die Erstattung werthaltig war. - OVG Sachsen-Anhalt, 22.10.2008 - 1 L 122/08
Zur Anforderung des § 124a Abs. 4 Satz 4 VwGO an die Bezeichnung und Darlegung …
- OVG Saarland, 14.02.2007 - 3 Q 163/06
Anforderungen an die Darlegung von Berufungszulassungsgründen
- OVG Berlin, 03.09.2004 - 1 N 41.03
Formelle Anforderungen an die Darlegung von Zulassungsgründen im Rahmen einer …
- OVG Berlin-Brandenburg, 28.11.2011 - 3a B 2.11
Parteienfinanzierung - rechtswidrig erlangte Spenden wegen fehlender …
Diese Regelung beruht auf der Erwägung, dass die auf unrichtige oder unvollständige Angaben des Begünstigten zurückzuführende Rechtswidrigkeit eines Verwaltungsakts ihre Ursache nicht in dem Verantwortungsbereich der Behörde, sondern in dem Verantwortungsbereich des Begünstigten hat, so dass dessen Vertrauen nicht schutzwürdig ist (…BVerwGE 74, 357, Rdnr. 29, OVG Bln-Bbg, Beschluss vom 15. Juni 2010 - 3 N 107.08 - veröffentlicht in Juris) . - OVG Berlin-Brandenburg, 26.07.2010 - 1 K 60.09
Kostenfestsetzung; Rechtsanwaltskosten des Beigeladenen; Geltendmachung von …
Rn. 4 Durch zwischenzeitlich ergangenen Beschluss vom 15. Juni 2010 hat das Oberverwaltungsgericht den vorerwähnten Antrag auf Zulassung der Berufung gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts vom 20. Mai 2008 abgelehnt (OVG 3 N 107.08).Soweit sich die Beschwerde im Übrigen gegen die Beiladung als solche richtet, ist diese gem. § 65 Abs. 4 Satz 3 VwGO unanfechtbar und hier im Übrigen auch in der Rechtsmittelinstanz (OVG 3 N 107.08) nicht beanstandet worden.
- BGH, 21.11.2011 - NotZ(Brfg) 6/11
Zulassung der Berufung in Notarsachen: Anforderung an die hinreichende Darlegung …
Das bloße Benennen eines Zulassungsgrundes genügt dem Darlegungserfordernis aber ebenso wenig wie eine bloße Wiederholung des erstinstanzlichen Vorbringens oder eine Bezugnahme hierauf (VGH München…, Beschluss vom 19. April 2011 - 8 ZB 10.129, juris Rn. 18; OVG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 15. Juni 2010 - OVG 3 N 107.08, juris Rn. 40; OVG Lüneburg, NVwZ-RR 2009, 360; VGH Mannheim NVwZ-RR 2002, 472; VGH München…, Beschluss vom 28. September 2009 - 7 B 09.1468, juris Rn. 5). - VG Berlin, 20.09.2018 - 2 K 284.16
Rückforderung staatlicher Parteienfinanzierung
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