Rechtsprechung
| LG Saarbrücken, 09.10.2007 - 4 O 194/07 |
Volltextveröffentlichungen (2)
- captain-huk.de
Sachverständigenhonorar
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei)
Kurzfassungen/Presse
- kfz-expert.de (Zusammenfassung)
Keine Pflicht zum Sparen bei Beauftragung eines Sachverständigen zur Feststellung der Schadenshöhe nach Verkehrsunfall
Wird zitiert von ... (12) Zitiert selbst (4)
- BGH, 07.05.1996 - VI ZR 138/95
Ersatzfähigkeit von Mietwagenkosten
Auszug aus LG Saarbrücken, 09.10.2007 - 4 O 194/07
Aus dem Grundanliegen des § 249 BGB, den Geschädigten bei voller Haftung des Schädigers einen möglichst vollständigen Schadensausgleich zukommen zu lassen folgt für die Prüfung, ob der Geschädigte den Aufwand zur Schadensbeseitigung in vernünftigem Rahmen gehalten hat, dass eine objektsbezogene Schadensbetrachtung anzustellen ist, d.h. Rücksicht auf die spezielle Situation des Geschädigten, insbesondere auf seine individuellen Erkenntnis- und Einflussmöglichkeiten sowie auf die möglicherweise gerade für ihn bestehenden Schwierigkeiten zu nehmen ist (BGHZ 132, 373, 376). - BGH, 10.02.1999 - VIII ZR 70/98
Voraussetzungen und Folgen eines selbständigen Garantieversprechens
Auszug aus LG Saarbrücken, 09.10.2007 - 4 O 194/07
Denn soweit dem Kläger anfangs nur ein Freistellungsanspruch zugestanden hat, hat sich dieser gemäß § 250 S. 2 BGB auch ohne Fristsetzung durch die endgültige Zahlungsverweigerung des Beklagten und seiner dahinter stehenden Haftpflichtversicherung in einen Zahlungsanspruch umgewandelt (BGH NJW-RR 1996, 700; NJW 1999, 1542, 1544). - BGH, 31.01.1996 - VIII ZR 243/94
Ausklammerung einzelner zum Grund des Anspruchs gehörender Fragen in einem …
Auszug aus LG Saarbrücken, 09.10.2007 - 4 O 194/07
Denn soweit dem Kläger anfangs nur ein Freistellungsanspruch zugestanden hat, hat sich dieser gemäß § 250 S. 2 BGB auch ohne Fristsetzung durch die endgültige Zahlungsverweigerung des Beklagten und seiner dahinter stehenden Haftpflichtversicherung in einen Zahlungsanspruch umgewandelt (BGH NJW-RR 1996, 700; NJW 1999, 1542, 1544). - LG Saarbrücken, 22.12.2005 - 2 S 2/05
Auszug aus LG Saarbrücken, 09.10.2007 - 4 O 194/07
Das Gericht schließt sich der - u.a. von den Zivilkammern 13 A S, 11 S und 2 S des Landgerichts Saarbrücken vertretenen Auffassung an - dass ein Geschädigter zunächst von der Erforderlichkeit der anfallenden Sachverständigenkosten ausgehen darf (Landgericht Saarbrücken, Urteile vom 20.10.2006 13 A S 12/06, 61.126 if. d.A., vom 17.11.2005- 11 S70/05, BI. 132 if d.A.; vom 22.12.2005 2 S 2/05, 81.139 if. d.A.).
- AG Völklingen, 19.01.2009 - 5B C 658/08 Voraussetzung für ihre Erstattungsfähigkeit als Folgekosten ist allein, dass sie -wie vorliegend- kausal auf das Unfallereignis zurückzuführen sind, § 249 1 BGB (s. Landgericht Saarbrücken, Urteil vom 09.10.2007, Az.: 4 0 194/07 ).
Dabei ist umstritten, ob ein Geschädigter grundsätzlich von dar Erforderlichkeit dar anfallenden Sachverständigengebühren ausgehen darf oder ob er zunächst verpflichtet ist, sich über die übliche oder durchschnittliche Vergütung von Sachverständigen zu informieren (s. Landgericht Saarbrücken, Urteil vom 09.10.2007, Az.: 4 0 194/07 ).
Dabei schließt sich das Gericht der Auffassung des Landgerichtes Saarbücken an, dass ein Geschädigter zunächst von der Erforderlichkeit der anfallenden Sachverständigenkosten ausgehen darf (s. Landgericht Saarbrücken, Urteil von 09.10.2007, Az.: 4 0 194/07 m.w.N.).
- OLG Naumburg, 08.03.2018 - 9 U 73/17
Erforderlichkeit der Kosten einer Selbstvornahme
In den Gründen des Urteils ist aufgeführt, dass die Klägerin nach Erledigung der Sanierung eine Abrechnung gem. § 637 Abs. 3 BGB analog (vgl. Urteil des LG Dessau-Roßlau vom 07.03.2011 zu 4 O 194/07 Seite 10) vorzunehmen habe. - AG Saarbrücken, 04.07.2008 - 37 C 1116/06 Hierbei folgt das AG Saarbrücken der Auffassung des Bundesgerichtshofs aus dem Urteil vom 23.01.2007 (VersR 2007, 560) sowie der Auffassung des Landgerichts Saarbrücken (vgl. Urteil vom 19.06.2008, Az: 11 S 225/07; Urteil vom 30.05.2008, Az: 13 S 20/08; Urteil vom 08.05.2008, Az: 11 S 231/07; Urteil vom 21.02.2008, Az: 11 S 130/07; Urteil vom 9.10 2007, Az: 4 O 194/07; Urteil vom 19.04.2007, Az: 11 S 201/06; Urteil vom 20.10.2006, Az: 13 A S 12/06).
Solange daher für den Geschädigten als Laie nicht erkennbar ist, dass das vom Sachverständigen erhobene Honorar die Grenze der Willkür überschreitet oder den Geschädigten ein Verschulden bei der Auswahl des Sachverständigen oder bei Zustandekommen von groben und offensichtlichen Unrichtigkeiten bei der Begutachtung oder Vergütungsabrechnung trifft, hat der Schädiger selbst die Kosten für unbrauchbare Gutachten zu bezahlen (vgl. auch LG Saarbrücken, Urteil vom 9.10.2007, 4 O 194/07).
- AG Saarbrücken, 20.05.2008 - 37 C 635/07 Hierbei folgt das Gericht der Auffassung des Bundesgerichtshofs (vgl. Urteil vom 23.01.2007 VersR 2007 Seite 560) sowie der Auffassung des LG Saarbrücken (vgl. Urteil vom 21.02.2008, AZ: 11 S 130/07; Urteil vom 09.10.2007, AZ: 4 O 194/07; Urteil vom 19.04.2007, AZ: 11 S 201/06; Urteil vom 20.10.2006, AZ: 13 AS 12/06).
So lange daher für den Geschädigten als Laien nicht erkennbar ist, dass das vom SV berechnete Honorar die Grenze der Willkür überschreitet, oder dem Geschädigten ein Verschulden bei der Auswahl des SV oder bei zustande kommen von groben und offensichtlichen Unrichtigkeiten bei der Begutachtung oder Vergütungsberechnung trifft, hat der Schädiger selbst die Kosten für unbrauchbare Gutachten zu bezahlen (vgl. auch LG Saarbrücken, Urteil vom 09.10.2007, AZ: 4 O 194/07).
- AG Tirschenreuth, 30.06.2021 - 1 C 347/20 12.03.2015 - 10 U 579/15, LG Saarbrücken, Urteil vom 9.10.2007 - 4 O 194/07).
- AG Kaiserslautern, 13.05.2013 - 2 C 1664/12
- AG Saarbrücken, 28.05.2009 - 37 C 325/08 Die grundsätzliche Berechnung der Gutachterkosten, insbesondere die Orientierung an der Schadenshöhe, die Einbeziehung der BVSK-Honorarbefragung, insbesondere die Bedeutung des Honorarbereichs III Im Rahmen des § 249 Abs. 2 BGB, der Grundsatz, dass ein Geschädigter grundsätzlich von der Erforderlichkeit der anfallenden Sachverständigenkosten ausgehen kann, ist durch die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (insbesondere mit Blick auf die Orientierung an der Schadenshöhe) bzw. des Landgerichts Saarbrücken in der Sache anerkannt (vgl. z.B. LG Saarbrücken, U.v 27.10.2008, 13 S 85/08; LG Saarbrücken, 13 S 20/08; LG Saarbrücken, U.v 09.10.2007, 4 O 194/07; LG Saarbrücken, U.v 21.02.2008, 11 S 130/07; LG Saarbrücken, U.v 20.11.2008, 2 O 119/07).
- AG Saarbrücken, 02.01.2009 - 36 C 334/08 Hierbei folgt das Gericht der Auffassung des BGH (Urteil vom 23.01 2007 in VersR 2007, 560) sowie der Auffassung des LG Saarbrücken (Urteil vom 21.02.2008, -11 S 130/07-; Urteil vom 09.10.2007 -4 0 194/07-; Urteil vom 19.04,2007 -11 S 201/06-; Urteil vom 13.06.2008 -13 S 39/08- und Urteil vom 30.05.2008 -13 S 20/08-).
- AG Saarbrücken, 29.10.2008 - 4 C 377/08 Das Gericht folgt der Rechtsauffassung des BGH (Urteil vom 23.01.07 = VersR 2007, 560) sowie der Auffassung des LG Saarbrücken (Urteil vom 21.02.08 - 11 S 130/07 - Urteil vom 09.10.07 - 4 0 194/07 - Urteil vom 19.04.07 -11 S 201/06-; Urteil vom 20.10.06 -13 AS 12/06).
- AG Saarlouis, 31.07.2008 - 28 C 585/08 (Vergl. AG Saarlouis 28 C 1681/07 m. w. N. sowie LG Saarbrücken vom 09.10.2007 -4 O 194/07-).
- AG Köln, 02.12.2014 - 272 C 156/14
- AG Gardelegen, 10.04.2008 - 31 C 391/07
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