Rechtsprechung
| OVG Sachsen, 06.03.1997 - 4 S 135/97 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- Justiz Sachsen
SächsJAPO § 25 Abs. 1 und Abs. 2, § 26 Abs. 1 Nr. 1; SächsVwVfG § 1; VwVfG § 32 Abs. 5
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz frei)
Zulassung zu Prüfungen - Versäumung der Meldefrist - Wiedereinsetzung
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz)
Juristische Staatsprüfung; Materiellrechtliche Ausschlußfrist; Wiedereinsetzung in den vorherigen Stand; Härtefall; Meldefrist; Verschulden
Besprechungen u.ä.
- zimmerling.de (Aufsatz mit Bezug zur Entscheidung)
Der vorläufige Rechtsschutz im Prüfungsrecht (Dr. Wolfgang Zimmerling, Dr. Robert Brehm)
Wird zitiert von ... (8) Zitiert selbst (10)
- BVerwG, 22.06.1994 - 6 C 37.92
Prüfungsrecht - Prüfling - Obliegenheiten - Ausschlußfrist - Geltendmachung von …
Auszug aus OVG Sachsen, 06.03.1997 - 4 S 135/97
Unter materiellrechtlichen Ausschlußfristen werden vom materiellen Recht gesetzte Fristen, deren Nichteinhaltung den Verlust einer materiellrechtlichen Rechtsposition zur Folge hat, verstanden (vgl. BVerwG, Urt. v. 22.10.1993 - 6 C 10.92 -, NVwZ 1994, 575, vgl. auch zu materiellrechtlichen Ausschlußfristen in Ausbildungs- und Prüfungsordnungen: BVerwG, Urt. v. 22.06.1994 - 6 C 37/92, Buchholz 421.0 Prüfungswesen Nr. 333 zu § 19 Abs. 2 Satz 3 (Bay) JAPO; BVerwG, Beschl. v. 20.12.1990 - 7 B 167.90 -, Buchholz 421.2.Der Antragsteller hätte sich nämlich nach dem auch im Prüfungsrecht geltenden Grundsatz von Treu und Glauben (st. Rspr., vgl. BVerwG, Urt. v. 22.06.1994, a.a.O.) rechtzeitig über die für das Prüfungsverhältnis geltenden Vorschriften und die entsprechende Verwaltungspraxis informieren müssen.
- BVerwG, 22.10.1993 - 6 C 10.92
Schulbeförderungskosten - Art. 20 Abs. 3 GG, zur Vereinbarkeit von …
Auszug aus OVG Sachsen, 06.03.1997 - 4 S 135/97
Unter materiellrechtlichen Ausschlußfristen werden vom materiellen Recht gesetzte Fristen, deren Nichteinhaltung den Verlust einer materiellrechtlichen Rechtsposition zur Folge hat, verstanden (vgl. BVerwG, Urt. v. 22.10.1993 - 6 C 10.92 -, NVwZ 1994, 575, vgl. auch zu materiellrechtlichen Ausschlußfristen in Ausbildungs- und Prüfungsordnungen: BVerwG, Urt. v. 22.06.1994 - 6 C 37/92, Buchholz 421.0 Prüfungswesen Nr. 333 zu § 19 Abs. 2 Satz 3 (Bay) JAPO; BVerwG, Beschl. v. 20.12.1990 - 7 B 167.90 -, Buchholz 421.2.Aus der Rechtsnatur der materiellrechtlichen Ausschlußfrist folgt weiter, daß diese Frist nicht zur Disposition der Verwaltung oder Gerichte steht (vgl. BVerwG, Urt. v. 22.10.1993 - 6 C 10.92 -, NJW 1994, 2779), so daß die Wiedereinsetzung in den vorigen Stand nach § 1 SächsVwVfG i. V. m. § 32 Abs. 5 VwVfG unzulässig ist (vgl. zur Unzulässigkeit der Wiedereinsetzung in diesem Zusammenhang, BVerwG, Beschl. v. 22.12.1990, a.a.O.).
- BVerfG, 10.10.1978 - 2 BvL 10/77
Ortszuschlag bei Geschiedenen
Auszug aus OVG Sachsen, 06.03.1997 - 4 S 135/97
Es ist dem Gesetzgeber durch Art. 3 Abs. 1 GG nicht verwehrt, zur Regelung bestimmter Lebenssachverhalte Stichtage einzuführen, auch wenn dies unvermeidlich gewisse Härten mit sich bringt (vgl. BVerfGE, Beschl. v. 10.10.1978 - 2 BvL 10/77 -, 49, 260 [275] m. w. N.; BVerwG, Beschl. v. 02.04.1996 - 7 B 48.96, VIZ 1996, 390 [391]).Die Tatsache, daß der Antragsteller die Meldefrist nur kurzfristig überschritten hat, da sein Zulassungsantrag vom 16.01.1997 am 20.01.1997 beim Antragsgegner eingegangen ist, führt nicht zur Annahme eines besonderen Härtefalles, weil Stichtagsregelungen unvermeidlich gewisse Härten mit sich bringen (st. Rspr. d. BVerfG, vgl. Beschl. v. 10.10.1978, a.a.O.;… BVerwG, Urt. v. 28.03.1996, a.a.O. zu § 30 a VermG).
- BVerwG, 20.12.1990 - 7 B 167.90
Nachgraduierung - Wiedereinsetzung in vorigen Stand
Auszug aus OVG Sachsen, 06.03.1997 - 4 S 135/97
Unter materiellrechtlichen Ausschlußfristen werden vom materiellen Recht gesetzte Fristen, deren Nichteinhaltung den Verlust einer materiellrechtlichen Rechtsposition zur Folge hat, verstanden (…vgl. BVerwG, Urt. v. 22.10.1993 - 6 C 10.92 -, NVwZ 1994, 575, vgl. auch zu materiellrechtlichen Ausschlußfristen in Ausbildungs- und Prüfungsordnungen: BVerwG, Urt. v. 22.06.1994 - 6 C 37/92, Buchholz 421.0 Prüfungswesen Nr. 333 zu § 19 Abs. 2 Satz 3 (Bay) JAPO; BVerwG, Beschl. v. 20.12.1990 - 7 B 167.90 -, Buchholz 421.2.Es reicht aus, wenn Sinn und Zweck der Stichtagsregelung ist, einen Antragsteller, der die Frist nicht einhält, von der Anspruchsberechtigung materiellrechtlich auszuschließen (vgl. BVerwG, Beschl. v. 20.12.1990, a.a.O.).
- BVerwG, 28.03.1996 - 7 C 28.95
Offene Vermögensfragen: Rechtsnatur der Anmeldefrist des § 30a VermG, …
Auszug aus OVG Sachsen, 06.03.1997 - 4 S 135/97
Es ist dem Gesetzgeber durch Art. 3 Abs. 1 GG nicht verwehrt, zur Regelung bestimmter Lebenssachverhalte Stichtage einzuführen, auch wenn dies unvermeidlich gewisse Härten mit sich bringt (vgl. BVerfGE, Beschl. v. 10.10.1978 - 2 BvL 10/77 -, 49, 260 [275] m. w. N.; BVerwG, Beschl. v. 02.04.1996 - 7 B 48.96, VIZ 1996, 390 [391]). - BVerwG, 14.05.1969 - V C 167.67
Annahme einer besonderen Härte hinsichtlich der Gewährung von Blindenhilfe - …
Auszug aus OVG Sachsen, 06.03.1997 - 4 S 135/97
Nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts kommt es bei der Anwendung von Härtefallregelungen wesentlich auf die Umstände des Einzelfalles an (BVerwG, Urt. v. 14.05.1969 - V C 167.67 -, BVerwGE 32, 89 zu § 88 Abs. 3 BSGH). - BVerwG, 22.03.1984 - 6 C 33.83
Erlöschen reisekostenrechtlicher Ansprüche - Reisekostenvergütung
Auszug aus OVG Sachsen, 06.03.1997 - 4 S 135/97
Dieser kommt nur dann in Betracht, wenn der Antragsteller außerstande gewesen sei, sich auf die Ausschlußfrist einzurichten oder wenn er aus Gründen, die der Antragsgegner zu berücksichtigen hat, gehindert war, die Frist einzuhalten; mangelnde Rechtskenntnis geht dabei allerdings grundsätzlich zu seinen Lasten (vgl. BVerwG, Urt. v. 22.03.1984 - 6 C 33.83 - Buchholz 238.90 Nr. 105). - BVerwG, 02.04.1996 - 7 B 48.96
Verwaltungsprozeßrecht: Klageabweisung durch das BVerwG im Beschlußwege
Auszug aus OVG Sachsen, 06.03.1997 - 4 S 135/97
Es ist dem Gesetzgeber durch Art. 3 Abs. 1 GG nicht verwehrt, zur Regelung bestimmter Lebenssachverhalte Stichtage einzuführen, auch wenn dies unvermeidlich gewisse Härten mit sich bringt (vgl. BVerfGE, Beschl. v. 10.10.1978 - 2 BvL 10/77 -, 49, 260 [275] m. w. N.; BVerwG, Beschl. v. 02.04.1996 - 7 B 48.96, VIZ 1996, 390 [391]). - BVerwG, 22.06.1984 - 8 C 115.82
Wehrpflicht - Einberufung - Übernahme - Gewerbebetrieb - Unentbehrlichkeit - …
Auszug aus OVG Sachsen, 06.03.1997 - 4 S 135/97
Eine besondere Härte wird nur in ganz speziellen Ausnahmefällen angenommen, um z. B. schwerwiegende Nachteile abzuwenden (vgl. BVerwG, Urt. v. 22.06.1984 - 8 C 115.82 -, Buchholz 448.0 § 24 WPflG Nr. 6, unter Hinweis auf seine st. Rspr.). - OVG Rheinland-Pfalz, 20.10.1988 - 2 B 26/88
Auszug aus OVG Sachsen, 06.03.1997 - 4 S 135/97
Hochschulrecht Nr. 33 zu Art. IV Nr. 2 des Gesetzes zur Änderung des Gesetzes zur Änderung hochschulrechtlicher Bestimmungen vom 13.07.1982 (NW); BayVGH, Urt. v. 26.11.1976 Nr. 280 III 76, BayVBl. 1977, 213 zu § 19 Abs. 2 Satz 2 (Bay) JAPO; OVG Koblenz, Beschl. v. 20.10.1988 - 2 B 26/88 -, NVwZ 1989, 381 zu § 4 Abs. 1 der Fachhochschul-Eignungsprüfungsordnung).
- VG Dresden, 02.02.2012 - 5 L 1563/11
Die Raumtemperatur im Klassenzimmer
Dazu sind gem. § 123 Abs. 3 VwGO i.V.m. § 920 Abs. 2 ZPO der durch die einstweilige Anordnung zu schützende Anspruch (Anordnungsanspruch) und die Dringlichkeit der einstweiligen Regelung (Anordnungsgrund) glaubhaft zu machen, d.h. mit einer überwiegenden Wahrscheinlichkeit darzutun (SächsOVG, Beschl. v. 6.3.1997, SächsVBl 1997, 217 ff. [218]). - VG Dresden, 07.05.2009 - 5 L 42/09
Verwaltungsgericht Dresden verpflichtet Sächsische Staatskanzlei zur Erteilung …
Dazu sind gemäß § 123 Abs. 3 VwGO i.V.m. § 920 Abs. 2, § 294 ZPO der durch die einstweilige Anordnung zu schützende Anspruch (Anordnungsanspruch) und die Dringlichkeit der einstweiligen Regelung (Anordnungsgrund) glaubhaft zu machen, d.h. mit einer überwiegenden Wahrscheinlichkeit darzutun (SächsOVG, Beschl. v. 6.3.1997 - 4 S 135/97, SächsVwBl.Die in diesem Rahmen gegebenenfalls vorzunehmende Interessenabwägung wird ebenfalls von der Erfolgsaussicht des Rechtsmittels und der Wahrscheinlichkeit eines Obsiegens in der Hauptsache beeinflusst (vgl. SächsOVG, Beschl. v. 6.3.1997 - 4 S 135/97, SächsVwBl.
Auch im Falle einer derartigen Folgenabwägung müssen grundsätzlich gewichtige Gründe dafür sprechen, dass das Rechtsmittel in der Hauptsache aller Voraussicht nach erfolgreich sein wird (BVerfG, Beschl. v. 25.10.1988, 2 BvR 745/88, [...], BVerfGE 79, 69 ff, 74 ; SächsOVG, Beschl. v. 6.3.1997, 4 S 135/97).
- VG Dresden, 17.11.2005 - 5 K 2002/05 Dazu sind gemäß § 123 Abs. 3 VwGO i.V.m. § 920 Abs. 2, § 294 ZPO der durch die einstweilige Anordnung zu schützende Anspruch (Anordnungsanspruch) und die Dringlichkeit der einstweiligen Regelung (Anordnungsgrund) glaubhaft zu machen, d.h. mit einer überwiegenden Wahrscheinlichkeit darzutun ( Sächs. OVG, Beschl.v. 6.3.1997 - 4 S 135/97, DtZ 1997, 235).
Die in diesem Rahmen gegebenenfalls vorzunehmende Interessenabwägung wird ebenfalls von der Erfolgsaussicht des Rechtsmittels und der Wahrscheinlichkeit eines Obsiegens in der Hauptsache beeinflusst (vgl. Sächs. OVG, Beschl.v. 6.3.1997 - 4 S 135/97, DtZ 1997, 235, 236).
Auch im Falle einer Interessenabwägung müssen grundsätzlich gewichtige Gründe dafür sprechen, dass das Rechtsmittel in der Hauptsache aller Voraussicht nach erfolgreich sein wird ( BVerfGE 79, 69 ff [BVerfG 25.10.1988 - 2 BvR 745/88]; SächsOVG, Beschl.v. 6.03.1997, 4 S 135/97).
Auf Grund des hohen Eingriffsgehalts materiell-rechtlicher Ausschlussfristen in das Schutzgut des Art. 12 GG haben derartige Ausschlussfristen im Prüfungsrecht unter Beachtung des rechtsstaatlichen Bestimmtheitsgebotes und des Grundsatzes des Vorbehalts des Gesetzes zur Voraussetzung, dass eine eindeutige Festlegung dieser Fristen in einer auf einer gesetzlichen Grundlage beruhenden Rechtsnorm erfolgt (vgl.z.B. § 20 Abs. 1 Satz 2 SächsJAPO, SächsGVBl. 2003, 501 ff), dass die Fristen nicht der Disposition durch die Beteiligten unterliegen und dass sich entweder ausdrücklich aus dem Wortlaut der den Eingriff rechtfertigenden Rechtsnorm (z.B. § 21 Abs. 1 Nr. 1 SächsJAPO) oder eindeutig aus dem Sinn und Zweck der auf einer gesetzlichen Grundlage beruhenden Regelungen der Prüfungsordnung ergibt, dass im Fall der Versäumung der Anmeldefrist eine Zulassung zur Prüfung nur unter den eng begrenzten Voraussetzungen des Ausnahmefalles der Nachsichtgewährung möglich sein soll (vgl.a. SächsOVG, Beschl.v. 6.3.1997, 4 S 135/97, …
- OVG Sachsen-Anhalt, 12.12.2018 - 3 M 424/18
Vorläufige Zulassung zum Dritten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung; Versäumung der …
Denn anderenfalls würden im Fall einer Fristversäumnis die (allgemeinen) Wiedereinsetzungsgründe des § 1 Abs. 1 Satz 1 VwVfG LSA i. V. m. § 32 VwVfG gelten, so dass es der gesonderten Aufnahme eines "wichtigen Grundes" nicht bedürfte (ebenso für die Meldefrist zur Zulassung zur Ersten Juristischen Staatsprüfung: Sächs. OVG, Beschluss vom 6. März 1997 - 4 S 135/97 -, DtZ 1997, 235, abgerufen über beck-online;… zur Qualifikation von prüfungsrechtlichen Meldefristen als materielle Ausschlussfristen auch Niehues/Fischer/Jeremias, a. a. O., Rn. 140).Daher ist für die Annahme eines wichtigen Grundes i. S. d. § 11 Nr. 1 Halbs. 2 ÄApprO im Falle der Versäumung der Meldefrist erst recht Unverschulden zu fordern (vgl. auch insoweit Sächs. OVG, Beschluss vom 6. März 1997, a. a. O.).
- VG Dresden, 20.05.2008 - 7 L 259/08
Gericht lehnt vorläufige Zulassung des Bürgerbegehrens für einen Elbtunnel am …
Dazu sind gemäß § 123 Abs. 3 VwGO i.V.m. § 920 Abs. 2 ZPO der durch die einstweilige Anordnung zu schützende Anspruch (Anordnungsanspruch) und die Dringlichkeit der einstweiligen Regelung (Anordnungsgrund) glaubhaft zu machen, d.h. mit einer überwiegenden Wahrscheinlichkeit darzutun (SächsOVG, Beschl. v. 6.3.1997, SächsVBl. 1997, 217 ff.).Aber auch dabei müssen gewichtige Anhaltspunkte dafür sprechen, dass das Rechtsmittel in der Hauptsache erfolgreich sein könnte (vgl. SächsOVG, Beschl. v. 6.3.1997, SächsVBl. 1997, 217 ff.).
- VG Dresden, 08.08.2001 - 5 K 1571/01
Anspruch auf Ausstellung eines vorläufigen Abiturzeugnisses; Ergebnis der …
Dazu sind gemäß § 123 Abs. 3 VwGO i.V.m. § 920 Abs. 2 ZPO der durch die einstweilige Anordnung zu schützende Anspruch (Anordnungsanspruch) und die Dringlichkeit der einstweiligen Regelung (Anordnungsgrund) glaubhaft zu machen, d.h. mit einer überwiegenden Wahrscheinlichkeit darzutun (SächsOVG, Beschl. v. 06.03.1997, 4 S 135/97, DtZ 1997, 235 ff. = SächsVBl 1997, 217 ff.).Aber auch dabei müssen gewichtige Anhaltspunkte dafür sprechen, dass das Rechtsmittel in der Hauptsache erfolgreich sein könnte (vgl. SächsOVG, Beschl. v. 06.03.1997, 4 S 135/97, DtZ 1997, 235 ff. = SächsVBl 1997, 217 ff.).
- VerfGH Sachsen, 20.08.1997 - 17-IV-97 Der Beschwerdeführer wendet sich gegen den Beschluß des Sächsischen Oberverwaltungsgerichts vom 6. März 1997 - 4 S 135/97 -, durch den sein Antrag, vorläufig zur Ersten Juristischen Staatsprüfung 1997/1 zugelassen zu werden, abgelehnt wurde.
- VG Gießen, 15.08.2007 - 5 G 1711/07
Wiederholung der ersten juristischen Staatsprüfung zur Notenverbesserung
Vielmehr gehört es grundsätzlich zu den Obliegenheiten der Prüflinge, sich rechtzeitig über die für das Prüfungsverfahren geltenden Vorschriften zu informieren (Sächsisches OVG, Beschluss vom 06.03.1997 - 4 S 135/97 -, Juris: Leitsätze).
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Rechtsprechung
| OVG Sachsen-Anhalt, 06.03.1997 - 4 S 135/97 |
Volltextveröffentlichung
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Bildungswesen; Prüfungen; sonstiges Verwaltungsverfahren, Wiedereinsetzung - Gesetzliche Ausschlußfrist; Stichtagsregelung; Wiedereinsetzung in den vorigen Stand; Härtefallregelung
Wird zitiert von ... (0) Zitiert selbst (15)
- BVerwG, 22.06.1994 - 6 C 37.92
Prüfungsrecht - Prüfling - Obliegenheiten - Ausschlußfrist - Geltendmachung von …
Auszug aus OVG Sachsen-Anhalt, 06.03.1997 - 4 S 135/97
Unter materiellrechtlichen Ausschlußfristen werden vom materiellen Recht gesetzte Fristen, deren Nichteinhaltung den Verlust einer materiellrechtlichen Rechtsposition zur Folge hat, verstanden (…vgl. BVerwG, Urt. v. 22.10.1993 - 6 C 10.92 -, NVwZ 1994, 575; vgl. auch zu materiellrechtlichen Ausschlußfristen in Ausbildungs- und Prüfungsordnungen BVerwG, Urt. v. 22.6.1994 - 6 C 37.92 -, Buchholz 421.0 Prüfungswesen Nr. 333 zu § 19 Abs. 2 Satz 3 (Bay) JAPO ; BVerwG, Beschl. v. 20.12.1990 - 7 B 167.90 -, Buchholz 421.2.Der Antragsteller hätte sich nämlich nach dem auch im Prüfungsrecht geltenden Grundsatz von Treu und Glauben (st. Rspr., vgl. BVerwG, Urt. v. 22.6.1994, aaO) rechtzeitig über die für das Prüfungsverhältnis geltenden Vorschriften und die entsprechende Verwaltungspraxis informieren müssen.
- BVerwG, 22.10.1993 - 6 C 10.92
Schulbeförderungskosten - Art. 20 Abs. 3 GG, zur Vereinbarkeit von …
Auszug aus OVG Sachsen-Anhalt, 06.03.1997 - 4 S 135/97
Unter materiellrechtlichen Ausschlußfristen werden vom materiellen Recht gesetzte Fristen, deren Nichteinhaltung den Verlust einer materiellrechtlichen Rechtsposition zur Folge hat, verstanden (vgl. BVerwG, Urt. v. 22.10.1993 - 6 C 10.92 -, NVwZ 1994, 575;… vgl. auch zu materiellrechtlichen Ausschlußfristen in Ausbildungs- und Prüfungsordnungen BVerwG, Urt. v. 22.6.1994 - 6 C 37.92 -, Buchholz 421.0 Prüfungswesen Nr. 333 zu § 19 Abs. 2 Satz 3 (Bay) JAPO ; BVerwG, Beschl. v. 20.12.1990 - 7 B 167.90 -, Buchholz 421.2.Aus der Rechtsnatur der materiellrechtlichen Ausschlußfrist folgt weiter, daß diese Frist nicht zur Disposition der Verwaltung oder Gerichte steht (vgl. BVerwG, Urt. v. 22.10.1993 - 6 C 10.92 -, NJW 1994, 2779 ), so daß die Wiedereinsetzung in den vorigen Stand nach § 1 SächsVwVfG i. V. m. § 32 Abs. 5 VwVfG unzulässig ist (vgl. zur Unzulässigkeit der Wiedereinsetzung in diesem Zusammenhang BVerwG, Beschl. v. 22.12.1990, aaO).
- BVerfG, 10.10.1978 - 2 BvL 10/77
Ortszuschlag bei Geschiedenen
Auszug aus OVG Sachsen-Anhalt, 06.03.1997 - 4 S 135/97
Es ist dem Gesetzgeber durch Art. 3 Abs. 1 GG nicht verwehrt, zur Regelung bestimmter Lebenssachverhalte Stichtage einzuführen, auch wenn dies unvermeidlich gewisse Härten mit sich bringt (vgl. BVerfGE, Beschl. v. 10.10.1978 - 2 BvL 10/77 -, 49, 260 [275] m. w. N.; BVerwG, Beschl. v. 2.4.1996 - 7 B 48.96, VIZ 1996, 390 [391]).Die Tatsache, daß der Antragsteller die Meldefrist "nur" kurzfristig überschritten hat, da sein Zulassungsantrag vom 16.1.1997 am 20.1.1997 beim Antragsgegner eingegangen ist, führt nicht zur Annahme eines besonderen Härtefalles, weil Stichtagsregelungen unvermeidlich gewisse Härten mit sich bringen (st. Rspr. d. BVerfG, vgl. Beschl. v. 10.10.1978, aaO;… BVerwG, Urt. v. 28.3.1996, aaO zu § 30 a VermG ).
- BVerwG, 20.12.1990 - 7 B 167.90
Nachgraduierung - Wiedereinsetzung in vorigen Stand
Auszug aus OVG Sachsen-Anhalt, 06.03.1997 - 4 S 135/97
Unter materiellrechtlichen Ausschlußfristen werden vom materiellen Recht gesetzte Fristen, deren Nichteinhaltung den Verlust einer materiellrechtlichen Rechtsposition zur Folge hat, verstanden (…vgl. BVerwG, Urt. v. 22.10.1993 - 6 C 10.92 -, NVwZ 1994, 575;… vgl. auch zu materiellrechtlichen Ausschlußfristen in Ausbildungs- und Prüfungsordnungen BVerwG, Urt. v. 22.6.1994 - 6 C 37.92 -, Buchholz 421.0 Prüfungswesen Nr. 333 zu § 19 Abs. 2 Satz 3 (Bay) JAPO ; BVerwG, Beschl. v. 20.12.1990 - 7 B 167.90 -, Buchholz 421.2.Es reicht aus, wenn Sinn und Zweck der Stichtagsregelung ist, einen Antragsteller, der die Frist nicht einhält, von der Anspruchsberechtigung materiellrechtlich auszuschließen (vgl. BVerwG, Beschl. v. 20.12.1990, aaO).
- BVerfG, 25.10.1988 - 2 BvR 745/88
Eidespflicht
Auszug aus OVG Sachsen-Anhalt, 06.03.1997 - 4 S 135/97
Aber auch dabei müssen gewichtige Anhaltspunkte dafür sprechen, daß das Rechtsmittel in der Hauptsache - aller Voraussicht nach - erfolgreich sein wird (vgl. BVerfG, Beschl. v. 25.10.1988 - 2 BvR 745/88 -, NJW 1989, 827 ). - BVerwG, 28.03.1996 - 7 C 28.95
Offene Vermögensfragen: Rechtsnatur der Anmeldefrist des § 30a VermG, …
Auszug aus OVG Sachsen-Anhalt, 06.03.1997 - 4 S 135/97
Es ist dem Gesetzgeber durch Art. 3 Abs. 1 GG nicht verwehrt, zur Regelung bestimmter Lebenssachverhalte Stichtage einzuführen, auch wenn dies unvermeidlich gewisse Härten mit sich bringt (vgl. BVerfGE, Beschl. v. 10.10.1978 - 2 BvL 10/77 -, 49, 260 [275] m. w. N.; BVerwG, Beschl. v. 2.4.1996 - 7 B 48.96, VIZ 1996, 390 [391]). - BVerfG, 25.07.1996 - 1 BvR 638/96
Verfassungsbeschwerde gegen die Versagung vorläufigen Rechtsschutzes gegen die …
- BVerwG, 14.05.1969 - V C 167.67
Annahme einer besonderen Härte hinsichtlich der Gewährung von Blindenhilfe - …
Auszug aus OVG Sachsen-Anhalt, 06.03.1997 - 4 S 135/97
Nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts kommt es bei der Anwendung von Härtefallregelungen wesentlich auf die Umstände des Einzelfalles an (BVerwG, Urt. v. 14.5.1969 - V C 167.67 -, BVerwGE 32, 89 zu § 88 Abs. 3 BSHG ). - BVerwG, 22.03.1984 - 6 C 33.83
Erlöschen reisekostenrechtlicher Ansprüche - Reisekostenvergütung
Auszug aus OVG Sachsen-Anhalt, 06.03.1997 - 4 S 135/97
Dieser kommt nur dann in Betracht, wenn der Antragsteller außerstande gewesen ist, sich auf die Ausschlußfrist einzurichten oder wenn er aus Gründen, die der Antragsgegner zu berücksichtigen hat, gehindert war, die Frist einzuhalten; mangelnde Rechtskenntnis geht dabei allerdings grundsätzlich zu seinen Lasten (vgl. BVerwG, Urt. v. 22.3.1984 - 6 C 33.83 -, Buchholz 238.90 Nr. 105). - BVerwG, 02.04.1996 - 7 B 48.96
Verwaltungsprozeßrecht: Klageabweisung durch das BVerwG im Beschlußwege
Auszug aus OVG Sachsen-Anhalt, 06.03.1997 - 4 S 135/97
Es ist dem Gesetzgeber durch Art. 3 Abs. 1 GG nicht verwehrt, zur Regelung bestimmter Lebenssachverhalte Stichtage einzuführen, auch wenn dies unvermeidlich gewisse Härten mit sich bringt (vgl. BVerfGE, Beschl. v. 10.10.1978 - 2 BvL 10/77 -, 49, 260 [275] m. w. N.; BVerwG, Beschl. v. 2.4.1996 - 7 B 48.96, VIZ 1996, 390 [391]). - BVerwG, 22.06.1984 - 8 C 115.82
Wehrpflicht - Einberufung - Übernahme - Gewerbebetrieb - Unentbehrlichkeit - …
- OVG Schleswig-Holstein, 20.08.1992 - 3 M 36/92
Vorläufiger Rechtsschutz; Abiturprüfung; Prüfungsentscheidung; Mündliche Prüfung
- OVG Rheinland-Pfalz, 20.10.1988 - 2 B 26/88
- VGH Bayern, 06.06.1986 - 7 CE 86.00729
- OVG Sachsen, 04.08.1994 - 2 S 231/94
Der vorläufige Rechtsschutz im Prüfungsrecht
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