Rechtsprechung
| BayObLG, 11.03.2003 - 4St RR 7/2003, 4St RR 7/03 |
Volltextveröffentlichungen (5)
- Judicialis
GG Art. 3 Abs. 1; ; GG Art. 100 ... Abs. 1; ; AO § 370 Abs. 1 Nr. 1; ; AO § 396; ; EStG 1990 § 20 Abs. 1 Nr. 1; ; EStG 1990 § 20 Abs. 1 Nr. 7; ; EStG 1990 § 20 Abs. 2 Satz 1 Nr. 4; ; EStG 1997 § 23 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 lit b); ; Gesetz zur Bekämpfung des Missbrauchs u. zur Bereinigung des Steuerrechts Art. 1; ; Gesetz zur Fortsetzung der Unternehmenssteuerreform Art. 1
- IWW
- Owlit(Abodienst, Leitsatz frei)
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Zur Strafbarkeit von Steuerhinteziehungen durch Nichtangabe von Einkünften aus der Veräußerung von Zero-Bonds sowie durch Nichtangabe von Spekulationsgewinnen
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz)
Steuerhinterziehung bei verfassungswidrigem Besteuerungstatbestand; Besteuerung von Kapitalerträgen aus dem Verkauf von Zero-Bonds und aus Spekulationsgewinnen; Verletzung des Gebots der Steuergerechtigkeit; Einholung einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts; ...
Verfahrensgang
- AG Nürnberg, 10.04.2002 - 46 Cs 501 Js 7/01
- LG Nürnberg-Fürth, 07.10.2002 - 2 Ns 501 Js 7/01
- BayObLG, 11.03.2003 - 4St RR 7/2003, 4St RR 7/03
- BVerfG, 08.11.2006 - 2 BvR 620/03
Papierfundstellen
- NStZ-RR 2003, 243
- BayObLGSt 2003, 24
Wird zitiert von ... (3) Zitiert selbst (35)
- BVerfG, 27.06.1991 - 2 BvR 1493/89
Kapitalertragssteuer
Auszug aus BayObLG, 11.03.2003 - 4St RR 7/03
Dementsprechend hat das Bundesverfassungsgericht in seinem Urteil vom 27.1.1991 zur Besteuerung der Einkünfte aus Kapitalvermögen (BVerfGE 84, 239) die Verfassungsbeschwerden zurückgewiesen. - BVerfG, 27.11.1990 - 1 BvR 402/87
Josephine Mutzenbacher
Auszug aus BayObLG, 11.03.2003 - 4St RR 7/03
Die Nichtigkeit als Regelfolge der Verfassungswidrigkeit (vgl. dazu etwa BVerfGE 99, 88; 57, 294; 55, 100) tritt nicht ein, wenn der durch die Nichtigkeit der Norm herbeigeführte Zustand dem Grundgesetz noch ferner stünde als der bisherige (vgl. z.B. BVerfGE 101, 106/131; 90, 60/104; 85, 386/401; 83, 130/154; 37, 217/262). - BVerfG, 27.10.1999 - 1 BvR 385/90
Akteneinsichtsrecht
Auszug aus BayObLG, 11.03.2003 - 4St RR 7/03
Die Nichtigkeit als Regelfolge der Verfassungswidrigkeit (vgl. dazu etwa BVerfGE 99, 88; 57, 294; 55, 100) tritt nicht ein, wenn der durch die Nichtigkeit der Norm herbeigeführte Zustand dem Grundgesetz noch ferner stünde als der bisherige (vgl. z.B. BVerfGE 101, 106/131; 90, 60/104; 85, 386/401; 83, 130/154; 37, 217/262).
- BVerfG, 10.11.1998 - 2 BvR 1057/91
Familienlastenausgleich II
Auszug aus BayObLG, 11.03.2003 - 4St RR 7/03
Hier hält das Bundesverfassungsgericht eine bloße Erklärung der Verfassungswidrigkeit der Norm für geboten, wenn etwa Gründe des Gemeinwohls bzw. der Rechtssicherheit einen schonenden Übergang erfordern oder eine Nichtigerklärung mit dem Grundgesetz noch weniger zu vreinbaren wäre als eine vorübergehende Fortgeltung der verfassungswidrigen Norm [vgl. hierzu z.B. BVerfGE 99, 216/244 (Kinderbetreuungskosten); 91, 186/207 (Kohlepfennig); 87, 152/178 (Existenzminimum); 61, 319/356 (Besteuerung Alleinstehender mit Kindern)]. - BVerfG, 21.05.1974 - 1 BvL 22/71
Staatsangehörigkeit von Abkömmlingen
Auszug aus BayObLG, 11.03.2003 - 4St RR 7/03
Die Nichtigkeit als Regelfolge der Verfassungswidrigkeit (vgl. dazu etwa BVerfGE 99, 88; 57, 294; 55, 100) tritt nicht ein, wenn der durch die Nichtigkeit der Norm herbeigeführte Zustand dem Grundgesetz noch ferner stünde als der bisherige (vgl. z.B. BVerfGE 101, 106/131; 90, 60/104; 85, 386/401; 83, 130/154; 37, 217/262). - BVerfG, 22.02.1994 - 1 BvL 30/88
8. Rundfunkentscheidung
Auszug aus BayObLG, 11.03.2003 - 4St RR 7/03
Die Nichtigkeit als Regelfolge der Verfassungswidrigkeit (vgl. dazu etwa BVerfGE 99, 88; 57, 294; 55, 100) tritt nicht ein, wenn der durch die Nichtigkeit der Norm herbeigeführte Zustand dem Grundgesetz noch ferner stünde als der bisherige (vgl. z.B. BVerfGE 101, 106/131; 90, 60/104; 85, 386/401; 83, 130/154; 37, 217/262). - BVerfG, 30.09.1998 - 2 BvR 1818/91
Verlustabzug
Auszug aus BayObLG, 11.03.2003 - 4St RR 7/03
Die Nichtigkeit als Regelfolge der Verfassungswidrigkeit (vgl. dazu etwa BVerfGE 99, 88; 57, 294; 55, 100) tritt nicht ein, wenn der durch die Nichtigkeit der Norm herbeigeführte Zustand dem Grundgesetz noch ferner stünde als der bisherige (vgl. z.B. BVerfGE 101, 106/131; 90, 60/104; 85, 386/401; 83, 130/154; 37, 217/262). - BVerfG, 12.03.1996 - 1 BvR 609/90
Kindererziehungszeiten
Auszug aus BayObLG, 11.03.2003 - 4St RR 7/03
Ebenso wenig ist die Nichtigkeit dann die Folge, wenn der Gesetzgeber die Verfassungswidrigkeit auf verschiedene Weise beseitigen kann; gerade auch bei Verstößen gegen den Gleichheitssatz des Art. 3 Abs. 1 GG ist dies der Fall (vgl. zum Ganzen etwa BVerfGE 101, 54/104; 99, 202/215; 96, 1/7, 260/264; 94, 241/265; 93, 386/402, 37/84; 61, 43/68). - BVerfG, 14.07.1999 - 1 BvR 995/95
Schuldrechtsanpassungsgesetz
Auszug aus BayObLG, 11.03.2003 - 4St RR 7/03
Ebenso wenig ist die Nichtigkeit dann die Folge, wenn der Gesetzgeber die Verfassungswidrigkeit auf verschiedene Weise beseitigen kann; gerade auch bei Verstößen gegen den Gleichheitssatz des Art. 3 Abs. 1 GG ist dies der Fall (vgl. zum Ganzen etwa BVerfGE 101, 54/104; 99, 202/215; 96, 1/7, 260/264; 94, 241/265; 93, 386/402, 37/84; 61, 43/68). - BVerfG, 10.11.1998 - 1 BvR 2296/96
Arbeitslosigkeit ohne Wettbewerb
Auszug aus BayObLG, 11.03.2003 - 4St RR 7/03
Ebenso wenig ist die Nichtigkeit dann die Folge, wenn der Gesetzgeber die Verfassungswidrigkeit auf verschiedene Weise beseitigen kann; gerade auch bei Verstößen gegen den Gleichheitssatz des Art. 3 Abs. 1 GG ist dies der Fall (vgl. zum Ganzen etwa BVerfGE 101, 54/104; 99, 202/215; 96, 1/7, 260/264; 94, 241/265; 93, 386/402, 37/84; 61, 43/68). - BVerfG, 25.03.1992 - 1 BvR 1430/88
Fangschaltungen
- BGH, 19.12.1990 - 3 StR 90/90
Steuerhinterziehung bei mittelbarer Parteienfinanzierung durch Wirtschaftsverband
- BVerfG, 10.04.1997 - 2 BvL 77/92
Weihnachtsfreibetrag
- BVerfG, 11.11.1998 - 2 BvL 10/95
Aufwandsentschädigung Ost
- BGH, 07.11.2001 - 5 StR 395/01
Hinterziehung von Vermögensteuer; Beginn der Verfolgungsverjährung einer …
- BVerfG, 10.02.1987 - 1 BvL 18/81
Einheitswerte I
- BGH, 28.01.1987 - 3 StR 373/86
Steuerliche Folgen verdeckter Parteispenden
- BFH, 18.02.1997 - VIII R 33/95
Voraussetzungen einer zulässigen steuerlichen Erfassung von Zinseinkünften - …
- BVerfG, 08.10.1980 - 1 BvL 122/78
Kinderzuschuß für Enkel
- BVerfG, 07.07.1982 - 2 BvL 14/78
Beamtenversorgungsgesetz
- BVerfG, 15.10.1990 - 2 BvR 385/87
Steuerhinterziehung im Zusammenhang mit verdeckter Parteienfinanzierung
- BVerfG, 31.01.1996 - 2 BvL 39/93
Auslandszuschlag
- BVerfG, 10.01.1984 - 1 BvL 5/83
Unterhalt III
- BGH, 17.03.1988 - 1 StR 361/87
Überprüfung der Anrechnung von Bewährungsleistungen im Revisionsverfahren
- BVerfG, 19.10.1982 - 1 BvL 39/80
Verfassungsmäßigkeit des § 34 Abs. 2 AFG
- BFH, 15.12.2000 - IX B 128/99
Überperiodischer Verlustabzug bei Spekulationsgeschäften
- BVerfG, 11.10.1983 - 1 BvL 73/78
Anforderungen an eine Richtervorlage nach Art. 100 Abs. 1 GG
- BVerfG, 07.12.1988 - 1 BvL 27/88
Unzulässigkeit einer Richtervorlage mangels Darlegung der …
- BVerfG, 11.11.1964 - 1 BvR 488/62
Rückstellung für Pensionszusagen
- BVerfG, 24.01.1984 - 1 BvL 7/82
Anforderungen an die Zuläsigkeit einer Richtervorlage
- BVerfG, 17.05.1994 - 2 BvL 12/94
Anforderungen an die Zulässigkeit eines Normenkontrollantrages
- FG Schleswig-Holstein, 23.09.1999 - V 7/99
Besteuerung von Spekulationsgeschäften verfassungsgemäß
- FG Münster, 18.11.1999 - 1 K 4685/96
Bewertung der verdeckten Einlage einer Beteiligung an einer Kapitalgesellschaft …
- BGH, 15.10.1981 - 4 StR 538/81
Abgrenzung eines Beweisantrages von der bloßen Beweisanregung - Anforderungen an …
- FG Düsseldorf, 13.09.1999 - 17 V 4480/99
Verluste aus Spekulationsgeschäften vor 1999
- BVerfG, 08.11.2006 - 2 BvR 620/03
Kapitalanlagen - Zinsbesteuerung verfassungswidrig?
gegen a) den Beschluss des Bayerischen Obersten Landesgerichts vom 11. März 2003 - 4St RR 7/2003 -, b) das Urteil des Landgerichts Nürnberg-Fürth vom 7. Oktober 2002 - 2 Ns 501 Js 7/2001 -,.Der Beschluss des Bayerischen Obersten Landesgerichts vom 11. März 2003 - 4St RR 7/2003 - und das Urteil des Landgerichts Nürnberg-Fürth vom 7. Oktober 2002 - 2 Ns 501 Js 7/2001 - verletzen den Beschwerdeführer in seinem Grundrecht aus Artikel 2 Absatz 1 des Grundgesetzes in Verbindung mit Artikel 20 Absatz 3 des Grundgesetzes, soweit der Beschwerdeführer wegen der Hinterziehung von Einkommensteuer im Veranlagungszeitraum 1997 verurteilt worden ist.
Rn. 4 3. Die Revision des Beschwerdeführers hat das Bayerische Oberste Landesgericht mit Beschluss vom 11. März 2003 verworfen (veröffentlicht BayObLGSt 2003, S. 24; NStZ-RR 2003, S. 243; wistra 2003, S. 315).
- BFH, 28.03.2007 - VIII B 50/06
NZB: Kapitalvermögen, Verfassungsmäßigkeit der Besteuerung
Das Verfassungsbeschwerdeverfahren 2 BvR 620/03 gegen den Beschluss des Bayerischen Obersten Landesgerichts vom 11. März 2003 4 St RR 7/2003 betrifft zwar auch die Besteuerung von Kapitaleinkünften im Veranlagungszeitraum 1993, war indes, wie das BVerfG mit Kammerbeschluss vom 8. November 2006 2 BvR 620/03 (Höchstrichterliche Finanzrechtsprechung --HFR-- 2007, 276) zwischenzeitlich bestätigt hat, bereits deshalb insoweit von vornherein unzulässig, weil der Beschwerdeführer in jenem Verfahren den Rechtsweg nicht erschöpft und es versäumt hatte, im Verfahren vor den Fachgerichten alle zumutbaren prozessualen Möglichkeiten zu ergreifen, um die vermeintliche Grundrechtsverletzung abzuwehren. - BFH, 10.01.2007 - VIII B 221/05
Besteuerung von Kapitalvermögen; Verfassungsmäßigkeit
Der Kläger stützt seine Nichtzulassungsbeschwerde in diesem Punkt auf eine gegenläufige Rechtsprechung des FG Köln (Vorlagebeschluss in EFG 2005, 1878 ff.) und des Bayerischen Obersten Landesgerichts (Beschluss vom 11. März 2003 4St RR 7/03, Deutsches Steuerrecht/ Entscheidungsdienst --DStRE-- 2003, 1300) sowie auf eine Stimme aus der Literatur (Klein, Deutsches Steuerrecht --DStR-- 2005, 1833 ff., 1837), welche jedoch das Urteil des beschließenden Senats vom 7. September 2005 noch nicht berücksichtigten.
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