Rechtsprechung
| OVG Berlin-Brandenburg, 08.10.2018 - 5 S 52.17 |
Volltextveröffentlichungen (4)
- openjur.de
- Entscheidungsdatenbank Berlin
Art 2 GG, Art 12 GG, Art 14 GG, Art 20a GG, § 146 Abs 4 S 6 VwGO
Haltungsbedingungen bezüglich Rinder; Vertrauen in Amtstierärzte - Entscheidungsdatenbank Brandenburg
Art 2 GG, Art 12 GG, Art 14 GG, Art 20a GG, § 146 Abs 4 S 6 VwGO, § 2 TierSchG, § 2a TierSchG, § 15 Abs 2 TierSchG, § 16a Abs 1 S 2 Nr 3 TierSchG, § 2 Nr 4 TierGesG
Rinder; Schweine; Ziegen; Schafe; Geflügel; Kaninchen; sofort vollziehbares Haltungs- und Betreuungsverbot; Zwangsgeldandrohung; grobe und anhaltende tierschutzrechtliche Verstöße; amtstierärztliche Feststellungen; vorrangige Beurteilungskompetenz; Gefahrenprognose; ... - juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- VG Potsdam, 14.09.2017 - 3 L 869/17
- OVG Berlin-Brandenburg, 08.10.2018 - 5 S 52.17
Wird zitiert von ... (18) Zitiert selbst (4)
- OVG Berlin-Brandenburg, 14.03.2018 - 5 S 16.17
Artgerechte Haltung von Tieren
Auszug aus OVG Berlin-Brandenburg, 08.10.2018 - 5 S 52.17
Denn ein solches Wohlverhalten wäre auf den Druck des laufenden tierschutzrechtlichen Verfahrens zurückzuführen und damit grundsätzlich nicht geeignet, die Gefahrenprognose zu erschüttern (vgl. Senatsbeschluss vom 14. März 2018 - OVG 5 S 16.17 -, juris Rn. 23 m.w.N.).Soweit die Beschwerde konkrete Ausführungen dazu vermisst, wann eine artgerechte Haltung erfüllt sei, welche Voraussetzungen an diese zu stellen seien, und auf welche Normen dies gestützt werde, setzt sie sich zum einen nicht mit den eingehenden, an den Vorschriften des § 2 TierSchG orientierten amtstierärztlichen Feststellungen auseinander und überspannt zum anderen die Anforderungen an das in Rede stehende Tatbestandsmerkmal des § 16a Abs. 1 Satz 2 Nr. 3 TierSchG (vgl. Senatsbeschluss vom 14. März 2018 - OVG 5 S 16.17 -, juris Rn. m.w.N.).
- OVG Berlin-Brandenburg, 23.11.2017 - 5 B 2.17
Kangals; Wachhunde auf einem Betriebsgelände; Fortnahme und anderweitige …
Auszug aus OVG Berlin-Brandenburg, 08.10.2018 - 5 S 52.17
Angesichts dessen liegt es auf der Hand, dass ein schlichtes Bestreiten eine amtstierärztliche Beurteilung nicht zu entkräften vermag (vgl. Senatsbeschluss vom 4. Juni 2013 - OVG 5 S 3.13 -, juris Rn. 8, und Senatsurteil vom 23. November 2017 - OVG 5 B 2.17 -, juris Rn. 38 m.w.N.). - OVG Berlin-Brandenburg, 04.06.2013 - 5 S 3.13
Untersagung des Haltens und Betreuens von Pferden; vorrangige …
Auszug aus OVG Berlin-Brandenburg, 08.10.2018 - 5 S 52.17
Angesichts dessen liegt es auf der Hand, dass ein schlichtes Bestreiten eine amtstierärztliche Beurteilung nicht zu entkräften vermag (vgl. Senatsbeschluss vom 4. Juni 2013 - OVG 5 S 3.13 -, juris Rn. 8, und Senatsurteil vom 23. November 2017 - OVG 5 B 2.17 -, juris Rn. 38 m.w.N.). - OVG Berlin-Brandenburg, 11.06.2012 - 5 S 2.12
Auszug aus OVG Berlin-Brandenburg, 08.10.2018 - 5 S 52.17
Damit vermag die Beschwerde angesichts der vorrangigen amtstierärztlichen Beurteilungskompetenz in einem - wie hier - exakten Nachweisen nur begrenzt zugänglichen Bereich einzelfallbezogener Wertungen nicht durchzudringen (vgl. Senatsbeschluss vom 11. Juni 2012 - OVG 5 S 2.12 -, juris Rn. 3).
- VG Würzburg, 06.02.2020 - W 8 S 19.1689
Erfolgloser Eilantrag gegen tierschutzrechtliches Einschreiten
Die Antragstellerin müsste einen individuellen Lernprozess belegen, der bei ihr zu einer Reifung und Läuterung in ihrem Verhalten gegenüber potenziell zu haltenden Tieren geführt hat und der über ein bloßes zeitweiliges oder situationsbedingtes Unterlassen der früheren tierschutzwidrigen Handlungsweise hinausgeht (…vgl. Hirt/Maisack/Moritz, Tierschutzgesetz, 3. Aufl. 2016, § 16a Rn. 55; OVG SH, B.v. 5.6.2019 - 4 MB 42/19 - juris; BayVGH, B.v. 8.5.2019 - 23 ZB 18.756 - juris und B.v. 8.5.2019 - 23 ZB 17.1908 - KommunalPraxis BY 2019, 270; B.v. 30.4.2019 - 23 CS 19.662 - juris; B.v. 23.11.2018 - 9 ZB 16.2467 - juris; OVG Berlin-Bbg, B.v. 8.10.2018 - OVG 5 S 52.17 - RdL 2019, 221). - OVG Schleswig-Holstein, 12.10.2021 - 4 MB 39/21
Tierschutzwidrige Haltung von Rindern
Ein unter dem Druck eines laufenden Verfahrens gezeigtes Wohlverhalten ist - worauf auch das Verwaltungsgericht in der angegriffenen Entscheidung hingewiesen hat - grundsätzlich nicht geeignet, die Gefahrenprognose im Rahmen des § 16a Abs. 1 Satz 2 TierSchG zu erschüttern (vgl. Beschluss des Senats vom 27. August 2021 - 4 MB 41/21 -, zur Veröffentlichung vorgesehen; Bay. VGH…, Beschluss vom 8. Mai 2019 - 23 ZB 18.756 -, Rn. 8, juris;… VGH Bad.-Württ., Beschluss vom 17. März 2005 - 1 S 381/05 -, Rn. 4, juris; OVG Berlin- BBg., Beschluss vom 8. Oktober 2018 - OVG 5 S 52.17 -, Rn. 7, juris). - OVG Sachsen, 11.06.2020 - 3 B 124/20
Untersagung der Schweinehaltung
- VG Würzburg, 26.11.2020 - W 8 S 20.1619
Untersagung des Haltens und Betreuens von Tieren (auch durch Dritte); …
Der Antragsteller müsste einen individuellen Lernprozess belegen, der bei ihm zu einer Reifung und Läuterung in seinem Verhalten gegenüber potenziell zu haltenden Tieren geführt hat und der über ein bloßes zeitweiliges oder situationsbedingtes Unterlassen der früheren tierschutzwidrigen Handlungsweise hinausgeht (…vgl. Hirt/Maisack/Moritz, Tierschutzgesetz, 3. Aufl. 2016, § 16a Rn. 55; OVG SH, B.v. 5.6.2019 - 4 MB 42/19 - juris; BayVGH, B.v. 8.5.2019 - 23 ZB 18.756 - juris und B.v. 8.5.2019 - 23 ZB 17.1908 - KommunalPraxis BY 2019, 270; B.v. 30.4.2019 - 23 CS 19.662 - juris; B.v. 23.11.2018 - 9 ZB 16.2467 - juris; OVG Berlin-Bbg, B.v. 8.10.2018 - OVG 5 S 52.17 - RdL 2019, 221). - VG Würzburg, 23.09.2019 - W 8 K 19.648
Tierschutzrechtliche Maßnahmen: Auflösung des Bestandes und Untersagung des …
Der Kläger müsste einen individuellen Lernprozess belegen, der bei ihm zu einer Reifung und Läuterung in seinem Verhalten gegenüber potenziell zu haltenden Tieren geführt hat und der über ein bloßes zeitweiliges oder situationsbedingtes Unterlassen der früheren tierschutzwidrigen Handlungsweise hinausgeht (…vgl. Hirt/Maisack/Moritz, Tierschutzgesetz, 3. Aufl. 2016, § 16a Rn. 55; OVG SH, B.v. 5.6.2019 - 4 MB 42/19 - juris; BayVGH, B.v. 8.5.2019 - 23 ZB 18.756 - juris und B.v. 8.5.2019 - 23 ZB 17.1908 - KommunalPraxis BY 2019, 270; B.v. 30.4.2019 - 23 CS 19.662 - juris; B.v. 23.11.2018 - 9 ZB 16.2467 - juris; OVG Berlin-Bbg, B.v. 8.10.2018 - OVG 5 S 52.17 - RdL 2019, 221). - VG Gießen, 06.12.2024 - 4 L 4471/24
Einzelhaltung eines Kongo-Graupapageis
Bei der Frage, ob die Anforderungen des § 2 TierSchG erfüllt sind, ist den Amtstierärzten durch das Gesetz eine vorrangige Beurteilungskompetenz eingeräumt (vgl. Bay. VGH…, Beschluss vom 4. Juli 2019 - 23 CS 19.754 -, juris, Rdnr. 7; OVG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 8.Oktober 2018 - 5 S 52.17 -, juris, Rdnr. 7; VG Gießen, Beschlüsse vom 5. September 2022 - 4 L 1676/22.GI - und vom 13. Juni 2019 - 4 L 2394/19.GI -). - VG Würzburg, 29.01.2020 - W 8 S 20.160
Untersagung der Schweinehaltung wegen Tierschutzverstößen
Der Antragsteller müsste einen individuellen Lernprozess belegen, der bei ihm zu einer Reifung und Läuterung in seinem Verhalten gegenüber potenziell zu haltenden Tieren geführt hat und der über ein bloßes zeitweiliges oder situationsbedingtes Unterlassen der früheren tierschutzwidrigen Handlungsweise hinausgeht (…vgl. Hirt/Maisack/Moritz, Tierschutzgesetz, 3. Aufl. 2016, § 16a Rn. 55; OVG SH, B.v. 5.6.2019 - 4 MB 42/19 - juris; BayVGH, B.v. 8.5.2019 - 23 ZB 18.756 - juris und B.v. 8.5.2019 - 23 ZB 17.1908 - KommunalPraxis BY 2019, 270; B.v. 30.4.2019 - 23 CS 19.662 - juris; B.v. 23.11.2018 - 9 ZB 16.2467 - juris; OVG Berlin-Bbg, B.v. 8.10.2018 - OVG 5 S 52.17 - RdL 2019, 221). - VG Potsdam, 04.05.2022 - 3 L 237/22 Bei der Frage, ob die Anforderungen des § 2 TierSchG erfüllt sind, kommt dem beamteten Tierarzt eine vorrangige Beurteilungskompetenz zu (ständige Rechtsprechung, vgl. statt aller: OVG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 8. Oktober 2018 - OVG 5 S 52.17 -, juris, Rn. 7).
- OVG Berlin-Brandenburg, 20.07.2020 - 5 S 31.19
Tierschutzrecht: Sofort vollziehbarer Widerruf der Erlaubnis zum Handel mit …
Der Vorhalt der Beschwerde, das Verwaltungsgericht hätte zu Gunsten des Antragstellers berücksichtigen müssen, dass er sich seit Erlass der Ordnungsverfügung vom 10. Oktober 2018 wohlverhalten habe, verkennt, dass der Hinweis auf ein Wohlverhalten unter dem Druck des laufenden Verfahrens nicht geeignet ist, die Gefahrenprognose zu erschüttern (vgl. Senatsbeschluss vom 8. Oktober 2018 - OVG 5 S 52.17 -, juris Rn. 7, zur Gefahrenprognose im Rahmen des § 16a Abs. 1 Satz 2 Nr. 3 TierSchG). - VG Aachen, 12.04.2024 - 7 K 1230/23
LandwR
Rn. 41 Vgl. OVG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 8. Oktober 2018 - OVG 5 S 52.17 -, juris Rn. 9. - VG Cottbus, 11.06.2025 - 1 L 261/24
- VG Würzburg, 27.02.2025 - W 9 S 25.245
Sofortverfahren, Tierschutzrecht, Tierhaltungsverbot, schriftliche Bestätigung …
- OVG Schleswig-Holstein, 27.08.2021 - 4 MB 41/21
Maßgeblicher gerichtlicher Beurteilungszeitpunkt im vorläufigen …
- VG Arnsberg, 02.02.2023 - 8 L 1330/22
- VG Potsdam, 25.11.2019 - 3 L 760/19
- OVG Mecklenburg-Vorpommern, 14.07.2020 - 1 LZ 191/19
Verwaltungsgebührenrechtliche Veranlassung einer veterinärmedizinischen …
- OVG Berlin-Brandenburg, 08.10.2018 - 5 S 53.17
Vorläufiger Rechtsschutz gegen eine Zwangsgeld- und Gebührenfestsetzung in Fällen …
- VG Schleswig, 04.04.2025 - 1 A 50/20
Landwirtschaftsrechtliche Rückforderung von Subventionen wegen …
Bitte loggen Sie sich ein, um diese Funktion zu nutzen. Falls Sie noch kein Benutzerkonto haben, können Sie sich in weniger als einer Minute eines kostenlos anlegen "Registrieren".