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Weitere Entscheidung unten: VG Cottbus, 01.11.2024

Rechtsprechung
   VG Aachen, 05.01.2023 - 6 L 2/23   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2023,14
VG Aachen, 05.01.2023 - 6 L 2/23 (https://dejure.org/2023,14)
VG Aachen, Entscheidung vom 05.01.2023 - 6 L 2/23 (https://dejure.org/2023,14)
VG Aachen, Entscheidung vom 05. Januar 2023 - 6 L 2/23 (https://dejure.org/2023,14)
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Volltextveröffentlichungen (3)

  • openjur.de
  • NRWE (Rechtsprechungsdatenbank NRW)

    PolG NRW § 34 Abs. 1 Satz 1; PolG NRW § 1 Abs. 2; OBG NRW § 14 Abs. 1
    Allgemeinverfügung; Lützerath; Platzverweis; zeitlicher und räumlicher Umfang eines Platzverweises; Schutz privater Rechte; Abgrenzung zwischen Platzverweis und Generalklausel

  • RA Kotz

    Rechtmäßigkeit eines längerfristigen Platzverweises gemäß

Kurzfassungen/Presse (2)

  • nrw.de (Pressemitteilung)

    Eilantrag abgelehnt - Allgemeinverfügung betreffend Lützerath bestätigt

  • lto.de (Kurzinformation)

    Eilantrag abgewiesen: Aufenthalts- und Betretensverbot von Lützerath bestätigt

Besprechungen u.ä.

Verfahrensgang

 
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Wird zitiert von ... (4)Zitiert selbst (33)

  • OVG Sachsen-Anhalt, 23.04.2018 - 3 L 85/16

    Zur Reichweite des (einfachen) Platzverweises nach § 36 Abs. 1 Satz 1 SOG LSA

    Auszug aus VG Aachen, 05.01.2023 - 6 L 2/23
    Rn. 22 Vgl. OVG Sachsen-Anhalt, Beschluss vom 23. April 2018 - 3 L 85/16 -, juris Rn. 65.

    Rn. 31 Vgl. OVG Sachsen-Anhalt, Beschluss vom 23. April 2018 - 3 L 85/16 -, juris Rn. 65 f.; VG Augsburg, Beschluss vom 28. Oktober 2005 - Au 5 S 05.1581 -, juris Rn. 12; Graulich, in: Lisken/Denninger PolR-HdB, Kapitel E, Rn. 437 f.; Ogorek, in: BeckOK PolR NRW, 23.

    Rn. 52 So im Ergebnis auch Götz/Geis, Allgemeines Polizei- und Ordnungsrecht, 17. Aufl. 2022, § 17 Rn. 22; offen gelassen von OVG Sachsen-Anhalt, Beschluss vom 23. April 2018 - 3 L 85/16 -, juris Rn. 60.

    Rn. 54 Vgl. OVG Sachsen-Anhalt, Beschluss vom 23. April 2018 - 3 L 85/16 -, juris Rn. 60; OVG Bremen, Urteil vom 24. März 1998 - 1 BA 27/97 -, juris Rn. 27.

    Rn. 105 Vgl. zur insoweit gleichlautenden Vorschrift des § 38 BPolG: Schenke, in: Schenke/Graulich/Ruthig, Sicherheitsrecht des Bundes, 2. Aufl. 2019, § 38 BPolG, Rn. 10; vgl. weiterhin: OVG Sachsen-Anhalt, Beschluss vom 23. April 2018 - 3 L 85/16 -, juris Rn. 58; VG Hannover, Urteil vom 7. Juli 1997 - 10 A 5589/96 -,juris.

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 27.09.2021 - 5 A 2807/19

    Fortsetzungsfeststellungsinteresse bei Platzverweisen in Zusammenhang mit einer …

    Auszug aus VG Aachen, 05.01.2023 - 6 L 2/23
    Rn. 107 Vgl. OVG NRW, Urteil vom 27. September 2021 - 5 A 2807/19 -, juris Rn. 71 f. m.w.N.

    Rn. 111 Vgl. OVG NRW, Urteil vom 27. September 2021 - 5 A 2807/19 -, juris Rn. 75, 80 m.w.N.

    Rn. 113 Vgl. OVG NRW, Urteil vom 27. September 2021 - 5 A 2807/19 -,juris.

  • BGH, 13.07.2017 - I ZB 103/16

    Räumungsvollstreckung: Erfordernis der eindeutigen Bezeichnung des Schuldners im …

    Auszug aus VG Aachen, 05.01.2023 - 6 L 2/23
    Rn. 80 Vgl. BGH, Beschluss vom 13. Juli 2017 - I ZB 103/16 -, juris Rn. 9 ff.

    Rn. 99 Vgl. BGH, Beschluss vom 13. Juli 2017 - I ZB 103/16 -, juris Rn. 10 f., der insoweit "ein gesetzliches Defizit bei der Durchsetzung zivilrechtlicher Räumungsansprüche" erkennt (…Rn. 21); siehe auch Foerste, in: Musielak/Voit, ZPO, 19. Auflage 2022, § 253 Rn. 18: "Abhilfe de lege ferenda ist überfällig"; zur (erheblichen) Kritik an der Entscheidung des BGH siehe nur Bruns, NZM 2018, 164, 167: "verfassungsrechtlich nicht haltbar"; Vollkommer, MDR 2018, 1104, 1106: "Justizverweigerung".

  • VG Aachen, 25.10.2023 - 6 K 58/23

    Ordnungsbehördliches Einschreiten zur Räumung eines besetzten Grundstücks zwecks …

    Rn. 34 Vgl. VG Aachen, Beschluss vom 5. Januar 2023 - 6 L 2/23 -, juris Rn. 91 f. m.w.N.; ausführlich Skiba, Die Befugnis der Polizei zum Schutz privater Rechte, 2022, S. 323 ff. Pauschal gegen eine Zulässigkeit endgültiger Rechtsdurchsetzung durch Ordnungsbehörden gar: VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 22. Februar 1995 - 1 S 3184/94 -, juris Rn. 22.

    Rn. 48 Vgl. VG Aachen, Beschluss vom 5. Januar 2023 - 6 L 2/23 -, juris Rn. 91 f. m.w.N.; ausführlich Skiba, Die Befugnis der Polizei zum Schutz privater Rechte, 2022, S. 323 ff. Eine endgültige Rechtsdurchsetzung daher sogar stets als unzulässig ansehend: VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 22. Februar 1995 - 1 S 3184/94 -, juris Rn. 22.

  • VG Frankfurt/Main, 11.06.2026 - 5 K 2387/23

    Zum Wohnungs- und Versammlungsbegriff bei Gebäudebesetzungen

    Der Subsidiaritätsgrundsatz greift dann nicht und die beigeladene Universität hätte nicht zunächst einen zivilrechtlichen Räumungstitel gegen die im Einzelnen nicht bekannten Besetzer erstreiten müssen (…so zutreffend BeckOK PolR Hessen/Mühl/Fischer, 38. Ed. 1.4.2026, HSOG § 1 Rn. 123.1; vgl. weitergehend auch VG Mainz…, Urteil vom 8. Juni 2017 - 1 K 4/14.MZ -, Rn. 59 ff., juris; VG Aachen, Beschluss vom 5. Januar 2023 - 6 L 2/23 -, Rn. 72 ff., juris, Schlink, NVwZ 1982, 529 ).
  • VG Aachen, 12.01.2023 - 6 L 25/23

    Lützerath - Verlegung der Mahnwachen voraussichtlich rechtmäßig

    Im Übrigen bestehen aber, wie sich aus den Beschlüssen des erkennenden Gerichts vom 5. und 10. Januar 2023, Az. 6 L 2/23, 6 L 16/23 und 6 L 17/23, sowie des OVG NRW vom 9. Januar 2023, Az. 5 B 14/23, ergibt, keine durchgreifenden Bedenken hinsichtlich der Rechtmäßigkeit der Allgemeinverfügung.
  • VG Aachen, 12.01.2023 - 6 L 26/23

    Lützerath - Verlegung der Mahnwachen voraussichtlich rechtmäßig

    Im Übrigen bestehen aber, wie sich aus den Beschlüssen des erkennenden Gerichts vom 5. und 10. Januar 2023, Az. 6 L 2/23, 6 L 16/23 und 6 L 17/23, sowie des OVG NRW vom 9. Januar 2023, Az. 5 B 14/23, ergibt, keine durchgreifenden Bedenken hinsichtlich der Rechtmäßigkeit der Allgemeinverfügung.
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Rechtsprechung
   VG Cottbus, 01.11.2024 - 6 L 2/23   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2024,47122
VG Cottbus, 01.11.2024 - 6 L 2/23 (https://dejure.org/2024,47122)
VG Cottbus, Entscheidung vom 01.11.2024 - 6 L 2/23 (https://dejure.org/2024,47122)
VG Cottbus, Entscheidung vom 01. November 2024 - 6 L 2/23 (https://dejure.org/2024,47122)
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Volltextveröffentlichung

  • Entscheidungsdatenbank Brandenburg

    123 VwGO §, 79 BVerfGG §, 80 Abs. 5 VwGO §
    Vollstreckung unzulässig wegen § 79 AGZ BVerfGG, Vollziehung von bestandskräftigen Schmutzwasserbeitragsbescheiden

 
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Wird zitiert von ...Zitiert selbst (38)

  • BVerfG, 12.04.2022 - 1 BvR 798/19

    Verfassungsbeschwerden gegen Heranziehung zu Anschlussbeiträgen nach erfolgtem …

    Auszug aus VG Cottbus, 01.11.2024 - 6 L 2/23
    Die durch den Antragsgegner betriebene Vollstreckung der in Rede stehenden Schmutzwasserbeitragsbescheide jeweils in der Gestalt der entsprechenden Widerspruchsbescheide ist mit den Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts vom 12. April 2022 (BVerfG, Stattgebender Kammerbeschluss vom 12. April 2022 - 1 BvR 798/19 -, juris) sowie vom 12. November 2015 (BVerfG, Stattgebender Kammerbeschluss vom 12. November 2015 - 1 BvR 2961/14 -, juris) nicht in Einklang zu bringen und stellt sich somit als rechtswidrig und letztlich unzulässig dar.

    Gleiches gilt sinngemäß für den Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 12. April 2022 (BVerfG, Stattgebender Kammerbeschluss vom 12. April 2022 - 1 BvR 798/19 -, juris), wonach eine Verletzung von Art. 2 Abs. 1GG i.V.m. Art. 20 Abs. 3 GG durch die Anwendung von § 8 Abs. 7 S. 2 KAG und ein Verstoß gegen die Bindungswirkung des Beschlusses vom 12. November 2015 (BVerfG - 1 BvR 2961/14, 1 BvR 3051/14 -, juris) auch dann vorliegt, wenn es zwischenzeitlich zu einem Wechsel des Aufgaben- bzw. Einrichtungsträgers gekommen ist (vgl. BVerfG, Stattgebender Kammerbeschluss vom 12. April 2022 - 1 BvR 798/19 -, Rn. 8 - 9, juris).

    Denn nur bei solchen Grundstücken kann infolge der vierjährigen Festsetzungsfrist nach § 12 Abs. 1 Nr. 4 lit. b. KAG i. V. m. §§ 169 Abs. 2 Satz 1, 170 Abs. 1 AO im Zeitpunkt der Änderung von § 8 Abs. 7 Satz 2 KAG (1. Februar 2004) die Lage einer Vertrauensschutz schaffenden hypothetischen Festsetzungsverjährung eingetreten sein (vgl. zu den Einzelheiten der hypothetischen Festsetzungsverjährung OVG Berlin-Brandenburg…, Urteil vom 11. Februar 2016 - 9 B 1.16 -, juris Rn. 29 ff.;… Beschluss vom 4. September 2019 - 9 S 18.18 -, juris Rn. 11; dem entgegen: BVerwG Urteil vom 6. Oktober 2021 - 9 C 9/20 - juris; BVerfG, Beschluss vom 12. April 2022 - 1 BvR 798/19 - juris).

    Darüber hinaus hat das Bundesverfassungsgericht in seinem stattgebenden Kammerbeschluss vom 12. April 2022 - 1 BvR 798/19 -, juris Rn. 15 ff., bezogen auf die sogenannte hypothetische Festsetzungsverjährung der bisherigen Auslegungspraxis der Verwaltungsgerichte (vgl. bspw. OVG Berlin-Brandenburg…, Beschluss vom 17. April 2018 - OVG 9 N 89.16 -, juris Rn. 20 m. w. N.), wonach der Eintritt der hypothetischen Festsetzungsverjährung wegen der Anlagenbezogenheit des Herstellungsbeitrags nicht die Entstehung einer neuen, sich auf eine andere Anlage beziehenden Herstellungsbeitragspflicht hindere und der Vertrauensschutz wegen hypothetischer Festsetzungsverjährung daher nicht mehr greife, wenn Beiträge auf der Grundlage von § 8 Abs. 1 Satz 1 und § 8 Abs. 2 Satz 1 und 2 KAG für eine rechtlich andere Anlage erhoben würden, eine Absage erteilt (vgl. VG Cottbus…, Urteil vom 30. November 2022 - 4 K 944/19 -, Rn. 27 - 28, juris).

    Die Leistung der (früheren) Kommune, hier der Anschluss an die Wasser- und Abwasseranlage, hat sich durch das Aufgehen in ein größeres Verbandsgebiet nicht verändert (vgl. BVerfG, Stattgebender Kammerbeschluss vom 12. April 2022 - 1 BvR 798/19 -, juris).

    Das wäre mit den Grundsätzen der Rechtssicherheit und Rechtsbeständigkeit der Rechtsordnung als Garanten einer freiheitlichen Wirtschaftsordnung nicht zu vereinbaren (vgl. BVerfG, Stattgebender Kammerbeschluss vom 12. April 2022 - 1 BvR 798/19 -, juris).

    Mit Blick auf die Bebaubarkeit der Grundstücke waren diese durch die dauerhafte Inanspruchnahmemöglichkeit der leitungsgebundenen Einrichtung auch grundsätzlich wirtschaftlich bevorteilt im Sinne des § 8 Abs. 2 Satz 2 KAG, da der Begriff der Vorteilslage nach § 19 Abs. 1 KAG in Ansehung des stattgebenden Kammerbeschlusses des Bundesverfassungsgerichts vom 12. April 2022 - 1 BvR 798/19 -, juris, nur noch grundstücks-, nicht jedoch auch einrichtungsbezogen verstanden werden kann (vgl. VG Cottbus, Urteil vom 30. November 2022 - 4 K 944/19 -, juris).

    Anderenfalls würden Beitragspflichtige wegen eines immer weiter in die Vergangenheit rückenden Vorgangs letztlich doch dauerhaft im Unklaren gelassen, ob sie noch mit Belastungen rechnen müssen (vgl. BVerfG, Stattgebender Kammerbeschluss vom 12. April 2022 - 1 BvR 798/19 -, Rn. 15 - 16, juris).

  • VG Cottbus, 30.11.2022 - 4 K 944/19
    Auszug aus VG Cottbus, 01.11.2024 - 6 L 2/23
    Darüber hinaus hat das Bundesverfassungsgericht in seinem stattgebenden Kammerbeschluss vom 12. April 2022 - 1 BvR 798/19 -, juris Rn. 15 ff., bezogen auf die sogenannte hypothetische Festsetzungsverjährung der bisherigen Auslegungspraxis der Verwaltungsgerichte (vgl. bspw. OVG Berlin-Brandenburg…, Beschluss vom 17. April 2018 - OVG 9 N 89.16 -, juris Rn. 20 m. w. N.), wonach der Eintritt der hypothetischen Festsetzungsverjährung wegen der Anlagenbezogenheit des Herstellungsbeitrags nicht die Entstehung einer neuen, sich auf eine andere Anlage beziehenden Herstellungsbeitragspflicht hindere und der Vertrauensschutz wegen hypothetischer Festsetzungsverjährung daher nicht mehr greife, wenn Beiträge auf der Grundlage von § 8 Abs. 1 Satz 1 und § 8 Abs. 2 Satz 1 und 2 KAG für eine rechtlich andere Anlage erhoben würden, eine Absage erteilt (vgl. VG Cottbus, Urteil vom 30. November 2022 - 4 K 944/19 -, Rn. 27 - 28, juris).

    Den Wechsel des Aufgabenträgers solchermaßen als unbeachtlich anzusehen, sei weder mit dem im Rechtsstaatsprinzip des Art. 20 Abs. 3 GG verankerten Grundsatz des Vertrauensschutzes noch mit den gleichfalls darin verankerten Grundsätzen der Rechtssicherheit und Rechtsbeständigkeit vereinbar (zitiert nach VG Cottbus, Urteil vom 30. November 2022 - 4 K 944/19 -, Rn. 27 - 28, juris).

    Mit Blick auf die Bebaubarkeit der Grundstücke waren diese durch die dauerhafte Inanspruchnahmemöglichkeit der leitungsgebundenen Einrichtung auch grundsätzlich wirtschaftlich bevorteilt im Sinne des § 8 Abs. 2 Satz 2 KAG, da der Begriff der Vorteilslage nach § 19 Abs. 1 KAG in Ansehung des stattgebenden Kammerbeschlusses des Bundesverfassungsgerichts vom 12. April 2022 - 1 BvR 798/19 -, juris, nur noch grundstücks-, nicht jedoch auch einrichtungsbezogen verstanden werden kann (vgl. VG Cottbus, Urteil vom 30. November 2022 - 4 K 944/19 -, juris).

    Mit Blick auf die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 12. April 2022 führt letztlich auch der Beitritt der Gemeinde H----_ im Jahr 2006 entgegen der früheren Rechtsprechung der Kammer nicht zum Untergang der Anlage, sodass auch die 15-Jahresfrist des § 19 Abs. 1 KAG dadurch nicht neu zu laufen begonnen hat (vgl. VG Cottbus, Urteil vom 30. November 2022 - 4 K 944/19 -, Rn. 26, juris).

  • BVerfG, 12.11.2015 - 1 BvR 2961/14

    Erfolgreiche Verfassungsbeschwerden gegen die rückwirkende Festsetzung von …

    Auszug aus VG Cottbus, 01.11.2024 - 6 L 2/23
    Die durch den Antragsgegner betriebene Vollstreckung der in Rede stehenden Schmutzwasserbeitragsbescheide jeweils in der Gestalt der entsprechenden Widerspruchsbescheide ist mit den Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts vom 12. April 2022 (BVerfG, Stattgebender Kammerbeschluss vom 12. April 2022 - 1 BvR 798/19 -, juris) sowie vom 12. November 2015 (BVerfG, Stattgebender Kammerbeschluss vom 12. November 2015 - 1 BvR 2961/14 -, juris) nicht in Einklang zu bringen und stellt sich somit als rechtswidrig und letztlich unzulässig dar.

    Ob Letzteres mit Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 12. November 2015 (BVerfG - 1 BvR 2961/14, 1 BvR 3051/14 -, juris) erfolgt ist oder doch eine verfassungskonforme Auslegung, kann hier dahingestellt bleiben.

    Gleiches gilt sinngemäß für den Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 12. April 2022 (BVerfG, Stattgebender Kammerbeschluss vom 12. April 2022 - 1 BvR 798/19 -, juris), wonach eine Verletzung von Art. 2 Abs. 1GG i.V.m. Art. 20 Abs. 3 GG durch die Anwendung von § 8 Abs. 7 S. 2 KAG und ein Verstoß gegen die Bindungswirkung des Beschlusses vom 12. November 2015 (BVerfG - 1 BvR 2961/14, 1 BvR 3051/14 -, juris) auch dann vorliegt, wenn es zwischenzeitlich zu einem Wechsel des Aufgaben- bzw. Einrichtungsträgers gekommen ist (…vgl. BVerfG, Stattgebender Kammerbeschluss vom 12. April 2022 - 1 BvR 798/19 -, Rn. 8 - 9, juris).

    Hier liegt zum einen ein Fall vor, in dem § 8 Abs. 7 Satz 2 KAG keine Anwendung finden kann, weil dies nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts (vgl. BVerfG, Beschlüsse vom 12. November 2015 - 1 BvR 2961/14, 1 BvR 3051/14 -, juris) gegen das rechtsstaatliche Rückwirkungsverbot verstoßen und insoweit das Grundrecht aus Art. 2 Abs. 1 GG i. V. m. dem verfassungsrechtlichen Grundsatz des Vertrauensschutzes verletzen würde.

  • BVerfG, 03.11.2021 - 1 BvL 1/19

    Zeitlich unbegrenzte Erhebung von Erschließungsbeiträgen nach Eintritt der …

    Auszug aus VG Cottbus, 01.11.2024 - 6 L 2/23
    Je weiter dieser Zeitpunkt zurückliegt, desto mehr verflüchtigt sich allerdings die Legitimation zur Erhebung von Beiträgen für diese Vorteilslage (vgl. BVerfG, Beschluss des Ersten Senats vom 3. November 2021 - 1 BvL 1/19 -, Rn. 62, juris).

    Je weiter dieser Zeitpunkt zurückliegt, desto mehr verflüchtigt sich allerdings die Legitimation zur Erhebung von Beiträgen für diese Vorteilslage (vgl. BVerfG, Beschluss des Ersten Senats vom 3. November 2021 - 1 BvL 1/19 -, Rn. 62).

  • BVerwG, 11.07.2018 - 1 C 18.17

    Asylbewerber kann Bundesamt auf Bescheidung seines Asylantrages verklagen

    Auszug aus VG Cottbus, 01.11.2024 - 6 L 2/23
    Das Rechtsschutzbedürfnis erfordert für die Inanspruchnahme gerichtlichen Rechtsschutzes nach Art und Umfang ein berechtigtes Interesse, um die Inanspruchnahme gerichtlichen Rechtsschutzes auf das zur Durchsetzung subjektiver Rechte erforderliche Maß zu beschränken und einem Missbrauch prozessualer Rechte vorzubeugen (vgl. BVerwG, Urteil vom 11. Juli 2018 - 1 C 18/17 -, Rn. 24, juris).

    Mit dem Erfordernis des Vorliegens eines allgemeinen Rechtsschutzinteresses soll demzufolge vermieden werden, dass die Gerichte in eine Rechtmäßigkeitsprüfung eintreten müssen, deren Ergebnis für den Antragsteller wertlos ist (vgl. zum Normkontrollverfahren BVerwG…, Urteil vom 23. April 2002 - 4 CN 3/01 -, Rn. 10, juris) oder das auf einfacherem und schnellerem Wege ohne Inanspruchnahme der Gerichte realisiert werden kann (vgl. BVerwG, Urteil vom 11. Juli 2018 - 1 C 18/17 -, Rn. 24, juris; Schleswig-Holsteinisches VG…, Beschluss vom 29. März 2019 - 4 B 5/19 -, Rn. 4, juris).

  • BVerwG, 07.05.1987 - 3 C 53.85

    Lebensmittelimporteur - § 40 VwGO, Verwaltungsrechtsweg für die Klage auf …

    Auszug aus VG Cottbus, 01.11.2024 - 6 L 2/23
    Vorbeugende Klagen sowie vorbeugender vorläufiger Rechtsschutz sind daher nur zulässig, wenn ein besonderes schützenswertes Interesse gerade an der Inanspruchnahme vorbeugenden Rechtsschutzes besteht, wenn mit anderen Worten der Verweis auf den nachgängigen Rechtsschutz - einschließlich des einstweiligen Rechtsschutzes - mit für den Antragsteller unzumutbaren Nachteilen verbunden wäre (…vgl. BVerwG, Urteile vom 25. September 2008 - 3 C 35/07 -, BVerwGE 132, 64-79, juris, Rn. 26; vom 12. Januar 1967 - BVerwG 3 C 58.65 - BVerwGE 26, 23, vom 8. September 1972 - BVerwG 4 C 17.71 - BVerwGE 40, 323 , vom 29. Juli 1977 - BVerwG 4 C 51.75 - BVerwGE 54, 211 und vom 7. Mai 1987 - BVerwG 3 C 53.85 - BVerwGE 77, 207 ).

    Für einen vorbeugenden Rechtsschutz ist somit kein Raum, wenn es dem Betroffenen zuzumuten ist, die befürchteten Maßnahmen der Verwaltung abzuwarten und er auf einen als ausreichend anzusehenden nachträglichen Rechtsschutz verwiesen werden kann (vgl. BVerwG, Urteil vom 7. Mai 1987 - BVerwG 3 C 53.85 - BVerwGE 77, 207 ).

  • OVG Berlin-Brandenburg, 04.09.2019 - 9 S 18.18

    Bestehen eines Vollstreckungshindernisses nach § 79 Abs. 2 Satz 2 BVerfGG bei der …

    Auszug aus VG Cottbus, 01.11.2024 - 6 L 2/23
    Diese Analogie gilt auch dann, wenn durch einen stattgebenden Kammerbeschluss nach § 93c Abs. 1 Satz 1 BVerfGG eine verfassungskonforme Auslegung einer Norm vorgenommen wird (vgl. BVerwG…, Urteil vom 23.01.2019 - 9 C 2/18 -, juris, Rn. 33; OVG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 04.09.2019 - OVG 9 S 18.18 -, juris, Rn. 13; OVG Berlin-Brandenburg…, Beschluss vom 11.Septmber 2018 - OVG 9 S 10.18 -, juris, Rn. 9) oder die Anwendung einer Norm auf eine bestimmte, aber eine Vielzahl von Fällen betreffende Konstellation für verfassungswidrig erklärt wird (vgl. VG Cottbus…, Urteil vom 29.10.2019 - VG 6 K 707/18 -, juris, Rn. 21).

    Denn nur bei solchen Grundstücken kann infolge der vierjährigen Festsetzungsfrist nach § 12 Abs. 1 Nr. 4 lit. b. KAG i. V. m. §§ 169 Abs. 2 Satz 1, 170 Abs. 1 AO im Zeitpunkt der Änderung von § 8 Abs. 7 Satz 2 KAG (1. Februar 2004) die Lage einer Vertrauensschutz schaffenden hypothetischen Festsetzungsverjährung eingetreten sein (vgl. zu den Einzelheiten der hypothetischen Festsetzungsverjährung OVG Berlin-Brandenburg…, Urteil vom 11. Februar 2016 - 9 B 1.16 -, juris Rn. 29 ff.; Beschluss vom 4. September 2019 - 9 S 18.18 -, juris Rn. 11; dem entgegen: BVerwG Urteil vom 6. Oktober 2021 - 9 C 9/20 - juris; BVerfG, Beschluss vom 12. April 2022 - 1 BvR 798/19 - juris).

  • BVerwG, 25.09.2008 - 3 C 35.07

    Klagebefugnis; Rechtsschutzbedürfnis; Rechtsschutzinteresse; Konkurrentenklage; …

    Auszug aus VG Cottbus, 01.11.2024 - 6 L 2/23
    Vorbeugende Klagen sowie vorbeugender vorläufiger Rechtsschutz sind daher nur zulässig, wenn ein besonderes schützenswertes Interesse gerade an der Inanspruchnahme vorbeugenden Rechtsschutzes besteht, wenn mit anderen Worten der Verweis auf den nachgängigen Rechtsschutz - einschließlich des einstweiligen Rechtsschutzes - mit für den Antragsteller unzumutbaren Nachteilen verbunden wäre (vgl. BVerwG, Urteile vom 25. September 2008 - 3 C 35/07 -, BVerwGE 132, 64-79, juris, Rn. 26; vom 12. Januar 1967 - BVerwG 3 C 58.65 - BVerwGE 26, 23, vom 8. September 1972 - BVerwG 4 C 17.71 - BVerwGE 40, 323 , vom 29. Juli 1977 - BVerwG 4 C 51.75 - BVerwGE 54, 211 und vom 7. Mai 1987 - BVerwG 3 C 53.85 - BVerwGE 77, 207 ).
  • BVerwG, 08.09.1972 - IV C 17.71

    Verletzung der Planungshoheit einer Gemeinde durch Nichtberücksichtigung des …

    Auszug aus VG Cottbus, 01.11.2024 - 6 L 2/23
    Vorbeugende Klagen sowie vorbeugender vorläufiger Rechtsschutz sind daher nur zulässig, wenn ein besonderes schützenswertes Interesse gerade an der Inanspruchnahme vorbeugenden Rechtsschutzes besteht, wenn mit anderen Worten der Verweis auf den nachgängigen Rechtsschutz - einschließlich des einstweiligen Rechtsschutzes - mit für den Antragsteller unzumutbaren Nachteilen verbunden wäre (…vgl. BVerwG, Urteile vom 25. September 2008 - 3 C 35/07 -, BVerwGE 132, 64-79, juris, Rn. 26; vom 12. Januar 1967 - BVerwG 3 C 58.65 - BVerwGE 26, 23, vom 8. September 1972 - BVerwG 4 C 17.71 - BVerwGE 40, 323 , vom 29. Juli 1977 - BVerwG 4 C 51.75 - BVerwGE 54, 211 und vom 7. Mai 1987 - BVerwG 3 C 53.85 - BVerwGE 77, 207 ).
  • VGH Baden-Württemberg, 17.05.2017 - 2 S 894/17

    Beitreibung kommunalabgabenrechtlicher Ansprüche; Pfändungsschutz; vorläufiger …

    Auszug aus VG Cottbus, 01.11.2024 - 6 L 2/23
    Dies ist etwa dann der Fall, wenn der Antragsgegner bereits Vollstreckungsmaßnahmen, die selbst Verwaltungsakte sind - wie hier mit der in Streit stehenden Pfändungs- und Einziehungsverfügung - ergriffen hat, sodass ein Antrag auf Anordnung der aufschiebenden Wirkung des Widerspruchs gegen die Vollstreckungsmaßnahme nach § 80 Abs. 5 Satz 1 1. Alt. i.V.m. § 80 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 VwGO statthaft ist (vgl. VGH Baden-Württemberg, Beschluss vom 17. Mai 2017 - 2 S 894/17 -, juris; VG Neustadt (Weinstraße)…, Beschluss vom 16. Oktober 2017 - 5 L 1140/17.NW -, Rn. 2, juris, VG Gießen…, Beschluss vom 30. September 2010 - 8 L 2069/10.GI -, Rn. 5, juris).
  • BVerwG, 29.07.1977 - 4 C 51.75

    Vorbeugender Rechtsschutz gegen Maßnahmen kommunaler Rechtsetzung; Bekanntmachung …

  • BVerwG, 23.04.2002 - 4 CN 3.01

    Normenkontrolle; Bebauungsplan; Rechtsschutzinteresse; tatsächlicher Vorteil.

  • BVerwG, 12.01.1967 - III C 58.65

    Herabsetzung einer Schadensfeststellung wegen Vertreibung - Vertreibungsschaden …

  • VG Schleswig, 29.03.2019 - 4 B 5/19

    Anordnungsanspruch bei eingeleiteter Zwangsvollstreckung von Rundfunkbeiträgen …

  • VG Cottbus, 01.07.2020 - 6 L 39/19
  • VGH Baden-Württemberg, 24.05.1994 - 10 S 451/94

    Kein vorbeugender vorläufiger Rechtsschutz eines Rundfunkunternehmens gegen …

  • VG Neustadt, 16.10.2017 - 5 L 1140/17

    Verwaltungsprozessrecht: Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung; …

  • VG Cottbus, 29.11.2011 - 6 L 131/11

    Vollstreckung eines Schmutzwasseranschlussbeitrags

  • VG Cottbus, 13.08.2021 - 6 L 266/20
  • VG Frankfurt/Oder, 02.07.2019 - 3 L 76/19

    Antrag auf vorbeugenden Rechtsschutz gegen die Vollstreckung von …

  • VG Gießen, 30.09.2010 - 8 L 2069/10

    Rechtsschutz gegen eine Pfändungsverfügung

  • BVerfG, 06.12.2005 - 1 BvR 1905/02

    Analoge Anwendung des § 79 Abs. 2 Satz 3 BVerfGG

  • OVG Berlin-Brandenburg, 11.02.2016 - 9 B 1.16

    Heranziehung zu einem Schmutzwasseranschlussbeitrag; Beginn der …

  • BVerwG, 23.01.2019 - 9 C 2.18

    Heranziehung zu verjährten Anschlussbeiträgen auch bei kommunalen …

  • BVerwG, 06.10.2021 - 9 C 9.20

    Grundsatz des Vertrauensschutzes gilt auch gegenüber dem neuen Träger einer …

  • VG Freiburg, 09.05.2018 - 6 K 2172/18

    Beachtung von Pfändungsschutzvorschriften bei der Vollstreckung von …

  • OVG Berlin-Brandenburg, 11.09.2018 - 9 S 10.18

    Beitreibung verfassungswidrig erhobener Beiträge; Auswirkungen der in einem …

  • OVG Berlin-Brandenburg, 17.04.2018 - 9 N 89.16

    Auswirkungen des Stabilisierungsgesetzes (juris: WasZwVerbG BB); Wegfall des …

  • OVG Saarland, 12.10.2007 - 1 B 340/07

    Duldungsbescheide gem AO 1977 § 191 Abs 1 sind sofort vollziehbar; Erlass eines …

  • VG Cottbus, 11.06.2009 - 6 L 323/08

    Einstweiliger Rechtsschutz gegen Pfändung von Sozialleistungen (Altersrente) - …

  • VG Cottbus, 29.05.2020 - 6 L 586/17
  • VG Cottbus, 29.10.2019 - 6 K 707/18

    Trinkwasserbeitrag

  • VG Cottbus, 03.09.2020 - 6 L 630/19
  • OVG Berlin-Brandenburg, 14.03.2008 - 9 S 41.07

    Maßstab für Erhebung von Vergnügungssteuer auf Glückspielautomaten

  • VG Frankfurt/Oder, 16.01.2009 - 5 L 201/08

    Einstweiliger Rechtsschutz gegen Forderungspfändung in der …

  • FG Saarland, 20.03.2001 - 1 V 315/00

    Verdeckte Gewinnausschüttung durch Darstellung von Fremdleistungen; …

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 17.12.1969 - IV B 586/69
  • VG Cottbus, 27.04.2001 - 6 L 169/00
  • VG Cottbus, 14.08.2026 - 3 L 317/26

    Antrag auf vorläufige Rückzahlung, einstweiliger Rechtschutz, Erledigung, kein …

    Zwar wäre ein solcher Antrag im Grundsatz statthaft, da sowohl Pfändungs- als auch Einziehungsverfügungen Verwaltungsakte sind, die mit Widerspruch und Anfechtungsklage in der Hauptsache angegriffen werden können (vgl. Beschluss der Kammer vom 2. April 2026 - VG 3 L 617/25 -, n. v., S. 2 BA; VG Cottbus, Beschluss vom 1. November 2024 - VG 6 L 2/23 -, juris Rn. 7…, Beschluss vom 28. März 2023 - VG 6 L 103/22 -, juris Rn. 6…, Beschluss vom 13. August 2021 - VG 6 L 266/20 -, juris Rn. 5) und die mit dem Widerspruch des Antragstellers verbundene aufschiebende Wirkung nach § 80 Abs. 1 VwGO entfallen ist, da es sich um eine Maßnahme der Vollstreckung handelt, § 80 Abs. 2 S. 1 Nr. 3 VwGO i. V. m. § 16 des Verwaltungsvollstreckungsgesetzes für das Land Brandenburg (VwVGBbg).
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