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Rechtsprechung
   BAG, 19.01.1956 - 2 AZR 123/54   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/1956,1063
BAG, 19.01.1956 - 2 AZR 123/54 (https://dejure.org/1956,1063)
BAG, Entscheidung vom 19.01.1956 - 2 AZR 123/54 (https://dejure.org/1956,1063)
BAG, Entscheidung vom 19. Januar 1956 - 2 AZR 123/54 (https://dejure.org/1956,1063)
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Volltextveröffentlichungen (2)

Kurzfassungen/Presse (2)

  • Wolters Kluwer (Leitsatz)

    Vertragsklausel - Wettbewerbsverbot - Schuldhafte Zuwiderhandlung - Karenzentschädigung - Fehlerhafte Auslegung

  • EVERS.OK(Abodienst) (Leitsatz)

    Wettbewerbsverbot, Wirksamwerden, schuldhafte Zuwiderhandlung

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Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • BAGE 2, 258
  • NJW 1956, 606
  • DB 1956, 234
 
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Wird zitiert von ... (11)

  • BAG, 20.04.1964 - 5 AZR 278/63

    Wettbewerbsverbot mit minderjährigen Handelsvertretern - Rechtsstellung eines …

    Der Verstoß gegen ein Wettbewerbsverbot führt auch bei einem Handelsvertreter zum Verlust des Anspruchs auf Karenzentschädigung für die Dauer des Verstoßes und seiner Auswirkungen (vgl. BAG 2, 258 [261] = AP Nr. 1 zu § 75 a HGB; BAG AP Nr. 16 zu § 74 HGB).

    Soweit das Bundesarbeitsgericht (BAG 2, 258 [261] = AP Nr. 1 zu § 75 a HGB; AP Nr. 16 zu § 74 HGB) ausgeführt hat, der gegen das Wettbewerbsverbot verstoßende Arbeitnehmer oder Handelsvertreter habe für die Dauer des Verstoßes und seiner Auswirkungen keinen Anspruch auf Karenzentschädigung, wird man zwar wegen der Vorleistungspflicht desjenigen, der durch das Wettbewerbsverbot gebunden ist, nicht ohne weiteres sagen können, derjenige Unternehmer, der nicht zahle, habe keinen Anspruch auf Unterlassung des Wettbewerbes, Das braucht hier aber nicht vertieft zu werden.

    Das Landesarbeitsgericht wird jedoch beachten müssen, daß die von der Beklagten für die Zeit vom 20. Oktober 1961 bis zum 20. März 1962 im Wege der Aufrechnung geltend gemachte Entschädigung (Bl. 15 VA) nach ihrem eigenen Vortrag insoweit unbegründet ist, als sie zugestanden hat, bereits im Februar 1962 eine Wettbewerbstätigkeit aufgenommen zu haben (Bl. 67 VA), weil nach der entsprechend anzuwendenden Entscheidung BAG AP Nr. 16 zu § 74 HGB (vgl. auch BAG 2, 258 [261] = AP Nr. 1 zu § 75 a HGB) von diesem Zeitpunkt ab ein Anspruch auf Entschädigung nicht bestanden hat.

  • BAG, 19.01.1978 - 3 AZR 573/77

    Rechtswirkungen eines bedingten Wettbewerbsverbots

    Das hat das Bundesarbeitsgericht in einer mehr als zwanzigjährigen Rechtsprechung an genommen (vgl. für viele: BAG 2, 258 [259] = AP Nr. 1 zu § 75 a HGB [zu 2 der Gründe] und BAG 22, 324 [327 ff.] - AP Nr. 26 zu § 7 HGB [zu II und III der Gründe]).

    Das Bundesarbeitsgericht fand die Lösung ursprünglich in § 75 a HGB; es wurde angenommen, daß der Arbeitgeber, der ein bedingtes Wettbewerbsverbot nicht in Anspruch nimmt, dennoch wenigstens für die Dauer eines Jahres Karenzentschädigung zahlen muß (BAG 2, 258 [259] = AP Nr. 1 zu § 75 a HGB [zu 2 der Gründe] und BAG 20, 162 [166 f.] = AP Nr. 21 zu § 74 HGB [zu II 2 b und c der Gründe]).

  • BAG, 02.05.1970 - 3 AZR 134/69

    Wettbewerbsverbot - Wettbewerbsabrede - Karenzentschädigung - Konkurrenzklausel

    Es ist deshalb nach § 75 d Satz 2 HGB wegen Umgehung des § 74 Abs. 2 HGB für den Arbeitnehmer unverbindlich (BAGE 2, 258 = AP Nr. 1 zu § 75 a HGB ; BAGE 20, 162 ff. = AP 21 zu § 74 HGB ; vgl. auch Urteil vom 18. April 1969 - 3 AZR 154/68 - AP Nr. 22 zu § 133 f GewO ).

    In zwei früheren Urteilen hat das Bundesarbeitsgericht allerdings ausgesprochen - wenngleich in beiden Fällen nur in einer Hilfserwägung -, im Fall eines bedingten Wettbewerbsverbotes könne der Arbeitnehmer, der eine Konkurrenztätigkeit meidet, die nur bedingt zugesagte Karenzentschädigung verlangen (Urteil des Zweiten Senats vom 19. Januar 1956, BAGE 2, 258 [259 f.] = AP Nr. 1 zu § 75 a HGB [zu 2 der Gründe] und Urteil des Dritten Senats vom 18. November 1967, BAGE 20, 162 [166 ff.] = AP Nr. 21 zu § 74 HGB [zu II 2 b und 2 c der Gründe]).

    Soweit den beiden Urteilen BAGE 2, 258 und BAGE 20, 162 etwas anderes zu entnehmen ist, hält der Senat daran nicht fest.

  • BAG, 18.11.1967 - 3 AZR 471/66

    Karenzentschädigung - Wettbewerbsabrede - Wettbewerbsbeschränkung - …

    1o Der Anspruch des kaufmännischen Angestellten auf KarenzentSchädi gung (§ 74 Abs, 2 HGB) entfällt nicht deshalb, weil in der Wett bewerbsabrede die Übernahme einer Konkurrenztätigkeit von der Zu stimmung des Arbeitgebers abhängig gemacht worden ist und der Arbeitgeber die Zustimmung erteilt (Bestätigung Von BAG 2, 258 " AP Nr, 1 zu § 75 a HGB), 2, Aus der Regelung des § 74 c HGB über die Anrechnung anderweiten Einkommens auf die Karenzentschädigung kann nicht entnommen werden , daß der Angestellte sich eine Minderung der Entschädigung gefallen lassen müsse, wenn die Wettbewerbsbeschränkung nur geringfügig ist, 3, Die Karenzentschädigung ist vertragsmäßiges Entgelt für die Wettbewerbsenthaltung und keine Schadenersatzleistung.

    D ies e n t s p r i c h t auch d e r b is h e r i g e n R e c h ts p re chung d es B u n d e s a r b e its g e r ic h ts (BAG 2, 258 - AP N r. 1 zu § 75 a HGB = SAE 1956, 148 N r. 65 m. a ü s t . Anm. v . Haußmenn).

  • BAG, 13.08.1980 - 5 AZR 588/78

    Fristlose Kündigung - Zahlungsunfähigkeit - Schadensersatzanspruch - Konkurs - …

    Der Arbeitnehmer schuldet Unterlassung von Wettbewerb und erhält als Gegenleistung die Karenzentschädigung (BAG AP Nr. 16 zu § 74- HGB; BAG 2, 258 [261] = AP Nr. 1 zu § 75 a HGB [zu 4 der Gründel).
  • BAG, 18.04.1969 - 3 AZR 154/68

    Vorvertrag - Wettbewerbsvereinbarung - Karenzentschädigung - Fortkommensbeschwer

    S ie s i n n t dem B e k la g te n a l s ihrem A rb eitn eh m er a n , e r möge z u n ä c h st s e in e neue A rb e its p la tz w a h l t r e f f e n und i h r b ek a n n t geben, und dann werde s i e e n ts c h e id e n , ob s i e a u f d as hach dem V o rv e rtra g m ögliche W ettb e w e rb sv erb o t e n ts c h ä d ig u n g s lo s dann v e r z i c h t e , f a l l s d e r B e k la g te i h r ohn eh in k e in e Kon k u rre n z mache ( U r t e i l vom 2 . Dezember 1968 - 3 AZR 402/6 7 - [d em n äch st] AP N r. 5 zu § 74 a HGB [zu 3 d e r G ründe]; f e r n e r BAG 2, 258 [ 259] - AP N r. 1 zu § 75 a HGB [z u 2 d e r G rü n d e ]).
  • OLG München, 04.06.1993 - 23 U 3476/93

    Wirksamkeit eines nachvertraglichen Wettbewerbsverbots für einen Handelsvertreter

    Im übrigen weist die Verfügungsklägerin zutreffend darauf hin, daß dem Verfügungsbeklagten so lange ein Anspruch auf Karenzentschädigung nicht zusteht, wie er seiner Verpflichtung zur Unterlassung von nachvertraglichem Wettbewerb nicht nachkommt, was für die Vergangenheit zu einer vom Verfügungsbeklagten zu vertretenden Unmöglichkeit der Erfüllung seiner Verpflichtung führt mit der Rechtsfolge der Vorschriften §§ 325 Abs. 1 Satz 3, 323 Abs. 1 BGB (vgl. BGH VersR 1960, 398; BAG 2, 258, 261).
  • BGH, 09.05.1974 - VII ZR 34/72

    Vorliegen einer Umsatzminderung aufgrund einer verbotenen Konkurrenztätigkeit im …

    Allerdings hat der Kläger diesen Anspruch dann dadurch verloren, daß er in der Folgezeit dem vertraglichen Wettbewerbsverbot zuwidergehandelt hat (BGH, Urteil vom 4. Februar 1960 - II ZR 19/59 - = VersR 1960, 398; BAGE 2, 258, 261 [BAG 19.01.1956 - 2 AZR 123/54] ; 15, 335, 347) [BAG 20.04.1964 - 5 AZR 278/63] .
  • BAG, 30.09.1958 - 2 AZR 356/56

    Typische Wettbewerbsklausel - Uneingeschränkt revisible Vertragsklausel - …

    der Firma Stator GmbH der ihn auch noch für die Monate April bis Juni 1953 hinsich' lieh der Bezirke Köln, Hilden, Wülfrath und Düsseldorf bindenden Wettbevverbsabrede zuwidergehandelt habe" Der Kläger ist demgegenüber der Ansicht, daß er, nachdem er diese Bezirke am 31" März 1952 abgegeben habe, vom l"Apr: 1953 ab insoweit an die im übrigen fortbestehende Wettbewerbsabrede nicht mehr gebunden sei" Während das Arbeitsgericht der Klage entsprach, wie: das Landesarbeitsgericht diese au rch Urteil vom 14"Janua: 1954 ab, weil der Kläger dem auch für die Bezirke Köln, Hilden, Wülfrath und Düsseldorf auf die Dauer von einem Jahr seit Beendigung des Arbeitsverhältnisses (31.0ktobe: 1952) fortbestehenden Wettbewerbsverbot durch die Übernahi der Tätigkeit bei der Firma Stator in den erwähnten Bezirken zuwidergehandelt habe" Dieses Urteil des Landesarbeitsgerichts ist von dem Senat durch Urteil vom 19" Jam 1956 - 2 AZR 123/54 - aufgehoben worden" Der Rechtsstrei' wurde zur anderweiten Verhandlung und Entscheidung an da.£ Landesarbeitsgericht zurückverwiesen" Nach den Entscheidungsgründen des Urteils vom 19"Januar 1956 sollte das Landesarbeitsgericht weiterhin nachprüfen, a) ob das Wettbewerbsverbot auch für den Fall einer ein verständlichen Auflösung des Anstellungsverhältnisses, nicht nur für den Fall einer Kündigung durch den Klag« zum Tragen kommen sollte,.
  • BAG, 20.10.1960 - 5 AZR 470/59

    Wettbewerbsverbot - Karenzentschädigung

    1 S a t z 3 BGB j e d e n f a l l s f ü r d i e D a u e r d e r V e r l e t z u n g s h a n d l u n g und i h r e r A u s w i r k u n g e n a u c h n i c h t d i e K a r e n z e n t s c h ä d i g u n g a l s G e g e n l e i s t u n g f o r d e r n kann (vgl. BAG 2, 258 £261J = AP Nr . 1 z u § 75 a BGB; S c h l e g e l b e r g c - r , HGB, 3" A u f l . , B d " 1, 1955, § 74 Anm. 16, der, obwohl e r a u f § 273 BGB a b s t e l l t , wohl ä h n l i c h zu v e r s t e h e n s e i n d ü r f t e ; wi e h i e r a u c h : S t a u b , HGB, 1 2 , / 1 3 " A u f l . , B d 1, 1926, § 75 c Anm. 2 c ; W ü r d i n g e r i n RGRK - HGB, 2. A u f l , , B d . 1, 1953, § 74 b Anm. 2; Ba umb a c h - Du d e n , HGB, 1 3 . A u f l " , 1959, §§ 74 - 74 c Anm. 1 P ) .
  • BAG, 30.04.1970 - 3 AZR 134/69
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