Rechtsprechung
| BFH, 29.01.1960 - VI 168/59 U |
Volltextveröffentlichungen (3)
- Wolters Kluwer
Verfassungsmäßigkeit der Regelung der Einkommensbesteuerung dauernd getrennt lebender Ehegatten - Festsetzung von Pauschbeträgen zur Abgeltung bestimmter Lasten im Interesse der Vereinfachung des Steuerrechts - Tarifsystem des Splittings für nicht dauernd getrennt ...
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- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- BFHE 70, 277
- NJW 1960, 791
- BStBl III 1960, 103
Wird zitiert von ... (10) Zitiert selbst (2)
- BFH, 28.02.1958 - VI 20/58 U
Abgrenzung der Aufgaben von Gesetzgebung und Rechtsprechung bei Durchführung des …
Auszug aus BFH, 29.01.1960 - VI 168/59 U
Hier geht es um steuerpolitische Zweckmäßigkeitsentscheidungen, die im Rahmen des Grundsatzes der Dreiteilung der Staatsgewalt (Art. 20 Abs. 3 GG) der Gesetzgebung vorbehalten sind (Urteil des Senats VI 20/58 U vom 28. Februar 1958, BStBl 1958 III S. 196, Slg. Bd. 66 S. 512 mit weiteren Angaben). - BFH, 03.12.1957 - I 231/56 S
Steuerrechtliche Behandlung des "Gehalts" der Ehefrau, die im Betrieb des Mannes …
Auszug aus BFH, 29.01.1960 - VI 168/59 U
Art. 6 Abs. 1 GG schützt die Ehe vor allem wegen der Bedeutung, die sie als Keimzelle des Lebens für die menschliche Gesellschaft hat (vgl. Urteil des Bundesfinanzhofs I 231/56 S vom 3. Dezember 1957 - unter III 2 -, BStBl 1958 III S. 27, Slg. Bd. 66 S. 66).
- BFH, 05.10.1966 - VI 42/65
Wahlrecht der Ehegatten zwischen Zusammenveranlagung und getennter Veranlagung
Wie der Senat bereits in den Urteilen VI 168/59 U vom 29. Januar 1960 (BFH 70, 277, BStBl III 1960, 103) und VI 154/64 U vom 23. Juli 1965 (BFH 83, 320, BStBl III 1965, 616) ausgeführt hat, entspricht diese Regelung in etwa dem geltenden gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft (§§ 1363 ff. BGB). - BFH, 30.07.1971 - VI R 142/68
Vereinbarkeit mit GG - Besonderer Freibetrag - Versagung - Verheirateter …
Der Senat vermag dieser Ansicht nicht zu folgen, wie er schon im Urteil VI 168/59 U vom 29. Januar 1960 (BFH 70, 277, BStBl III 1960, 103) entschieden hat.Für erstere gilt die Ehegattenbesteuerung, die, wie der BFH mehrfach ausgesprochen hat, dem Gebot der steuerlichen Begünstigung der Ehe Rechnung trägt und für die Ehegatten im großen und ganzen nur Vorteile bringt (vgl. insbesondere die Urteile des erkennenden Senats VI 168/59 U vom 29. Januar 1960, a. a. O.; VI 188/61 U vom 6. Oktober 1961, BFH 73, 775, BStBl III 1961, 548, und VI 82/64 U vom 22. Januar 1965, BFH 81, 488, BStBl III 1965, 176).
- BFH, 02.08.1974 - VI R 148/71
Zur Anrechnung von Unterhaltsbeträgen des Sozialamts als "andere Bezüge" der …
Nach der Rechtsprechung des Senats (vgl. Urteil vom 29. Januar 1960 VI 168/59 U, BFHE 70, 277, BStBl III 1960, 103) verletzten Einkommensteuergesetze, die Pausch- oder Durchschnittsätze zur Erreichung des notwendigen Zieles der Vereinfachung und der Gleichmäßigkeit einführen, nicht den Gleichheitssatz des Art. 3 Abs. 1 des Grundgesetzes, auch wenn solche Sätze in Grenzfällen sich bei vereinzelten Gruppen von Steuerpflichtigen steuerlich ungünstig auswirken.
- BFH, 17.07.1970 - VI 337/64
Verfassungsmäßigkeit der Möglichkeit des Splitting-Verfahrens für nicht dauernd …
Es gibt keinen sachlich vertretbaren Grund, den besonderen Schutz der staatlichen Ordnung auch solchen Bürgern angedeihen zu lassen, die zwar an der äußeren juristischen Form der Ehe festhalten, jedoch das dem Wesen der Ehe entsprechende Zusammenleben ablehnen (vgl. BFH-Entscheidung VI 168/59 U vom 29. Januar 1960, Sammlung der Entscheidungen des Bundesfinanzhofs Bd. 70 S. 277 - BFH 70, 277 -, BStBl III 1960, 103). - BFH, 14.12.1965 - VI 235/65 U
Verstoß gegen den Schutz von Ehe und Familie durch steuerrechtliche Vorschriften …
Nach dem Grundsatz der Dreiteilung der Staatsgewalt, wie er in Art. 20 GG festgelegt ist, haben die Steuergerichte nicht die politischen Entscheidungen des Gesetzgebers zu überwachen, sondern nur, ob der Gesetzgeber die Grenzen, die das Grundrecht des Art. 6 Abs. 1 GG setzt, ohne vernünftigen Grund und willkürlich verletzt hat (vgl. Urteile des Senats VI 20/58 U vom 28. Februar 1958, BStBl 1958 III S. 196, Slg. Bd. 66 S. 512; VI 168/59 U vom 29. Januar 1960, BStBl 1960 III S. 103, Slg. Bd. 70 S. 277; VI 23/65 S vom 9. April 1965, BStBl 1965 III S. 441, Slg. Bd. 82 S. 535). - BFH, 02.12.1960 - VI 148/59 U
Abschliessende Regelung der steuerlichen Berücksichtigung von Aufwendungen eines …
An diese gesetzliche Anordnung ist der Senat gebunden, so daß für eine Prüfung, ob der Höchstbetrag der Höhe nach angemessen ist, kein Raum ist (Urteil des Senats VI 168/59 U vom 29. Januar 1960, BStBl 1960 III S. 103, Slg. Bd. 70 S. 277). - BFH, 23.07.1965 - VI 154/64 U
Verfassungsmäßigkeit der unterschiedlichen Behandlung von gemeinsam lebenden und …
Der Senat hält an der in dem Urteil VI 168/59 U vom 29. Januar 1960 (BStBl 1960 III S. 103, Slg. Bd. 70 S. 277) niedergelegten Rechtsauffassung fest, daß die unterschiedliche einkommensteuerliche Belastung zusammen lebender und dauernd getrennt lebender Ehegatten in §§ 26 Abs. 1, 26 b, 32, 32 a EStG 1958 die Grundrechte aus Art. 6 Abs. 1 und Art. 3 Abs. 1 GG nicht verletzt. - BFH, 11.01.1963 - VI 97/61 U
Steuerliche Behandlung von Unterhaltszahlungen an eine geschiedene Ehefrau und …
Unterhaltszahlungen eines Steuerpflichtigen an eine gesetzlich unterhaltsberechtigte geschiedene frühere Ehefrau werden seit 1955 nach § 33 a EStG 1955 bei der Einkommensteuer berücksichtigt (Urteile des Senats VI 168/59 U vom 29. Januar 1960, BStBl 1960 III S. 103, Slg. Bd. 70 S. 277; VI 148/59 U vom 2. Dezember 1960, BStBl 1961 III S. 76, Slg. Bd. 72 S. 200; VI 203/60 vom 18. November 1960, "Der Betrieb" 1961 S. 154). - BFH, 06.10.1961 - VI 188/61 U
Verfassungswidrigkeit des § 32 Abs. 3 Ziff. 1 Buchst. a Einkommenssteuergesetz …
Die Regelung der Ehegattenbesteuerung bringt aber für die Ehegatten im großen und ganzen nur Vorteile (vgl. hierzu auch das Urteil des erkennenden Senats VI 168/59 U vom 29. Januar 1960, BStBl 1960 III S. 103, Slg. Bd. 70 S. 277). - BFH, 26.06.1964 - VI 171/63 U
Voraussetzungen der Gewährung eines Kinderfreibetrages
Der Senat hat indessen bereits in dem Urteil VI 168/59 U vom 29. Januar 1960 (BStBl 1960 III S. 103, Slg. Bd. 70 S. 277) darauf hingewiesen, daß das Grundrecht des Schutzes von Ehe und Familie nur für Eheleute gilt, die in ehelicher Gemeinschaft leben.
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