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   BGH, 04.04.2007 - VIII ZR 223/06   

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https://dejure.org/2007,494
BGH, 04.04.2007 - VIII ZR 223/06 (https://dejure.org/2007,494)
BGH, Entscheidung vom 04.04.2007 - VIII ZR 223/06 (https://dejure.org/2007,494)
BGH, Entscheidung vom 04. April 2007 - VIII ZR 223/06 (https://dejure.org/2007,494)
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Volltextveröffentlichungen (14)

  • bundesgerichtshof.de PDF
  • JLaw (App) | www.prinz.law PDF
  • Wolters Kluwer

    Erforderlichkeit der Schriftform im Falle des Verzichts des Vermieters auf die Kündigung eines Mietvertrages wegen Eigenbedarfs; Aufnahme wesentlicher Bestandteile des Mietvertrags in andere Schriftstücke als die Vertragsurkunde

  • Berliner Mieterverein (Volltext/Auszüge/Inhaltsangabe)

    Schriftform bei Kündigungsverzicht

  • grundeigentum-verlag.de(Abodienst, Leitsatz frei)

    Kündigungsverzicht wegen Eigenbedarfs bedarf der Schriftform

  • Judicialis

    BGB § 126; ; BGB § 550; ; BGB § 573 Abs. 2 Nr. 2

  • RA Kotz

    Eigenbedarfskündigung - Verzicht des Vermieters - Schriftformerfordernis

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    BGB § 126 § 550 § 573 Abs. 2 Nr. 2
    Anforderungen an die Form eines Verzichts auf die Kündigung eines Wohnraummietverhältnisses

  • datenbank.nwb.de
  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)

    Verzicht auf Recht zur Eigenbedarfskündigung

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse (9)

  • haus-und-grund-bonn.de (Kurzinformation)

    Kündigungsverzicht wegen Eigenbedarfs bedarf der Schriftform

  • vermieter-ratgeber.de (Kurzinformation/Auszüge)

    Kündigungsausschluss

  • streifler.de (Kurzinformation)

    Eigenbedarf: Kündigungsverzicht muss schriftlich erfolgen

  • mietrechtsinfo.de (Leitsatz)

    Schriftform für Eigenbedarfsausschluss

  • anwalt-suchservice.de (Kurzinformation)

    Eigenbedarfskündigung- Schriftform bei Kündigungsverzicht zwingend

  • kostenlose-urteile.de (Kurzmitteilung)

    Verzicht auf Recht zur Eigenbedarfskündigung muss schriftlich vereinbart werden - Gemäß § 550 Satz 1 BGB ist Schriftform einzuhalten

Besprechungen u.ä. (3)

  • Daryai & Kuo - Rechtsanwälte (Kurzinformation/Entscheidungsbesprechung)

    Schriftform bei Kündigungsverzicht auch im Wohnraummietrecht

  • hosteurope.de (Entscheidungsbesprechung)

    Böse Überraschung für langjährigen Mieter

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Entscheidungsbesprechung)

    Verzicht auf Eigenbedarfskündigung schriftlich niederlegen! (IMR 2007, 173)

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Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • NJW 2007, 1742
  • NJW 2007, 1742 Nr. 24
  • MDR 2007, 943
  • DNotZ 2007, 932
  • DNotZ 2007, 932 Nr. 12
  • NZM 2007, 399
  • ZMR 2007, 531
 
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Wird zitiert von ... (27)

  • BGH, 12.03.2008 - VIII ZR 71/07

    Kündigungsfrist eines am 1.9.2001 bestehenden, auf unbestimmte Zeit eingegangenen

    Auch für einen möglichen Grundstückserwerber, dessen Informationsbedürfnis das Schriftformerfordernis des § 550 BGB vor allem dient (Senatsurteil vom 4. April 2007 - VIII ZR 223/06, NJW 2007, 1742, Tz. 17; BGH, Urteil vom 19. September 2007 - XII ZR 121/05, WM 2007, 2167, Tz. 13, jeweils m.w.N.), ist eine Vereinbarung dieser Art in der Regel nicht wesentlich.
  • BAG, 14.07.2010 - 10 AZR 291/09

    Wettbewerbsverbot - Vorvertrag

    Entscheidend sei, dass die Zusammengehörigkeit der einzelnen Schriftstücke in geeigneter Weise zweifelsfrei kenntlich gemacht worden sei (BGH 4. April 2007 - VIII ZR 223/06 - zu II 2 der Gründe, NJW 2007, 1742).
  • OLG Hamburg, 05.10.2015 - 4 U 54/15

    Geschäftsraummiete: Formbedürftigkeit eines einseitigen Kündigungsverzichts

    Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes bedarf es der Einhaltung der Schriftform des § 550 Satz 1 BGB bereits dann, wenn lediglich bestimmte Kündigungsgründe, etwa wegen Eigenbedarfs, ausgeschlossen werden (BGH, Urteil vom 04. April 2007 - VIII ZR 223/06 -, Rn. 16, juris).

    Im Hinblick auf den Sinn und Zweck der Regelung des § 550 BGB ist die Schriftform auch für den eingeschränkten, einseitigen Kündigungsverzicht erforderlich (BGH, Urteil vom 04. April 2007 - VIII ZR 223/06 -, Rn. 16, juris).

    Die andere Ansicht, die eine Formbedürftigkeit der vertraglichen Regelung dann verneint, wenn (1.) bloß das Kündigungsrecht einer Partei ausgeschlossen wird oder sich (2.) der erklärte Verzicht des Vermieters nicht generell unmittelbar auf die Dauer des Mietverhältnisses auswirkt, sondern nur bestimmte Kündigungsgründe erfasst (LG Mannheim, Urteil vom 10. Juni 1977 - 4 S 39/77 -, juris), ist hingegen mit dem Sinn und Zweck der Regelung des § 550 BGB unvereinbar (BGH, Urteil vom 04. April 2007 - VIII ZR 223/06 -, Rn. 17, juris).

    Das Schriftformerfordernis des § 550 BGB dient nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes in erster Linie dazu, das Informationsinteresse eines künftigen potentiellen Grundstückserwerbers, der nach § 566 BGB kraft Gesetzes in ein auf mehr als ein Jahr abgeschlossenes Mietverhältnis eintritt, hinsichtlich des Umfangs und Inhalts der auf ihn übergehenden Rechte und Pflichten zu schützen und zu sichern (BGH, Urteil vom 22. Januar 2014 - XII ZR 68/10 -, BGHZ 200, 98-110, Rn. 26; BGH, Urteil vom 24. September 1997 - XII ZR 234/95 -, BGHZ 136, 357-373; BGH, Urteil vom 04. April 2007 - VIII ZR 223/06 -, Rn. 17, juris).

    Obwohl für die Klägerin und Erwerberin nicht nur ein genereller Kündigungsausschluss, sondern auch eine wesentliche Kündigungsbeschränkung von entscheidender Bedeutung ist (BGH, Urteil vom 04. April 2007 - VIII ZR 223/06 -, Rn.18, juris), bestand für sie keine Möglichkeit sich anhand des bestehenden Mietvertrages über die auf sie gemäß § 566 BGB übergehende Bindung zu informieren.

    Die vermeintliche Kündigungsverzichtserklärung ist formunwirksam, so dass auch die Klägerin als Erwerberin der Gewerbefläche gemäß § 566 BGB keiner Beschränkung der Kündigung bis zum 30.04.2017 unterliegt (BGH, Urteil vom 04. April 2007 - VIII ZR 223/06 -, Rn. 12, juris).

    Denn das Mietverhältnis wäre auch im Falle einer existierenden, jedoch formunwirksamen Kündigungsausschlussvereinbarung von Anfang April 2012 gemäß § 550 Satz 2 BGB frühestens zum Ablauf eines Jahres nach der vermeintlichen Änderung (OLG Düsseldorf, Urteil vom 05. November 2002 - I-24 U 21/02, 24 U 21/02 -, Rn. 1, juris; BGH, Urteil vom 04. April 2007 - VIII ZR 223/06 -, Rn. 13, juris) und somit frühestens Anfang April 2013 kündbar gewesen.

  • BGH, 12.10.2011 - VIII ZR 50/11

    Nießbrauch: Sonderkündigungsrecht des Grundstückseigentümers als Alleinerbe des

    Träfe dies zu, würde der Mietvertrag gemäß § 550 Satz 1 BGB als auf unbestimmte Zeit geschlossen gelten und wäre - unabhängig von einem Sonderkündigungsrecht nach § 1056 Abs. 2 BGB - eine ordentliche Kündigung gemäß § 573 BGB zulässig, frühestens zum Ablauf eines Jahres seit der Zusatzvereinbarung (vgl. Senatsurteile vom 29. Oktober 1986 - VIII ZR 253/85, BGHZ 99, 54, 58 ff. und vom 4. April 2007 - VIII ZR 223/06, NJW 2007, 1742, Rn. 14 ff.).
  • OLG Düsseldorf, 29.11.2012 - 10 U 34/12

    Anforderungen an die Schriftform eines Mietvertrages

    § 550 BGB dient neben einer Sicherstellung der Beweisbarkeit langfristiger Abreden und einer Warnung der Vertragsparteien vor der unbedachten Eingehung langfristiger Bindungen in erster Linie dazu, einem künftigen potenziellen Grundstückserwerber allein aus der Vertragsurkunde heraus die Möglichkeit einzuräumen, sich über Umfang und Inhalt der auf ihn übergehenden Rechte und Pflichten zuverlässig zu unterrichten (BGH, Beschl. v. 24.1.2012, VIII ZR 235/11; BGH Urt. v. 24.02.2010, XII ZR 120/06; BGH, Urt. v. 4.04.2007,VIII ZR 223/06).

    Weder hieraus noch aus dem Grundrissplan noch aus dem von dem Beklagten als Anlage VI 2 vorgelegten Mietflächenplan erschließt sich einem potenziellen Erwerber, dessen Schutz die Bestimmung dient (vgl. BGH, Beschl. v. 24.1.2012, VIII ZR 235/11; BGH Urt. v. 24.02.2010, XII ZR 120/06; Urt. v. 4.04.2007,VIII ZR 223/06; Urt. v. 20.5.1992, XII ZR 77/91, NJW 1992, 3041), welche konkreten Teile der Gemeinflächen von der mietvertraglichen Flächenregelung erfasst sein sollten.

  • BGH, 24.01.2012 - VIII ZR 235/11

    Wohnraummiete: Schriftformerfordernis bei Auswechslung des Mietgegenstandes unter

    Soweit es vereinbarte Kündigungsausschlüsse anbelangt, hat der Senat entschieden, dass bereits der Ausschluss lediglich bestimmter Kündigungsgründe genügt, um eine Formbedürftigkeit der mietvertraglichen Vereinbarung gemäß § 550 BGB zu bejahen, welche darauf abzielt, es einem in einen bestehenden Mietvertrag eintretenden Grundstückserwerber zu erleichtern, sich über den Umfang der auf ihn übergehenden Bindungen, insbesondere auch über dauerhafte Beschränkungen eines Sonderkündigungsrechts wegen Eigenbedarfs, zu unterrichten (Senatsurteil vom 4. April 2007 - VIII ZR 223/06, WuM 2007, 272 Rn. 17 f.).

    Dieser besteht neben einer Sicherstellung der Beweisbarkeit langfristiger Abreden und einer Warnung der Vertragsparteien vor der unbedachten Eingehung langfristiger Bindungen in erster Linie darin, einem künftigen potenziellen Grundstückserwerber allein aus der Vertragsurkunde heraus die Möglichkeit einzuräumen, sich über Umfang und Inhalt der auf ihn übergehenden Rechte und Pflichten zuverlässig zu unterrichten (BGH, Urteile vom 4. April 2007 - VIII ZR 223/06, aaO Rn. 17; vom 24. Februar 2010 - XII ZR 120/06, aaO Rn. 14, 25, 27 mwN).

  • AG Dortmund, 02.06.2020 - 425 C 3346/19

    Kündigungsverzicht "bis zum Tod des Mieters" bedarf der Schriftform!

    Der Bundesgerichtshof hat schon 2007 entscheiden, dass ein Verzicht des Vermieters auf das Recht, das Wohnraummietverhältnis wegen Eigenbedarfs zu kündigen, wie der gesamte Mietvertrag gemäß § 550 Satz 1 BGB der Schriftform bedarf, wenn der Verzicht für mehr als ein Jahr gelten soll (BGH NJW 2007, 1742 = WuM 2007, 272 = NZM 2007, 399 = ZMR 2007, 531 = MDR 2007, 943).
  • OLG Köln, 19.05.2017 - 1 U 25/16

    Außerordentliche Kündigung des Mietverhältnisses über Gebäuderäume zum Betrieb

    Auch für einen möglichen Grundstückserwerber, dessen Informationsbedürfnis das Schriftformerfordernis des § 550 BGB vor allem dient (BGH, Urteil vom 4. April 2007 - VIII ZR 223/06 -, NJW 2007, 1742, Rn. 17; Urteil vom 19. September 2007 - XII ZR 121/05 -, WM 2007, 2167, Rn. 13, jeweils m.w.N.), ist eine Vereinbarung dieser Art in der Regel nicht wesentlich (BGH, Urteil vom 12. März 2008 - VIII ZR 71/07 -, Rn. 22, juris, zur Wohnraummiete).
  • KG, 11.03.2021 - 8 U 1106/20

    Corona-bedingte Schließung: Muss Mieter seine finanziellen Reserven einsetzen?

    Auch der Entscheidung des BGH in NZM 2007, 399 = NJW 2007, 1742 ist nicht zu entnehmen, dass das Fehlen einer in Bezug genommenen Anlage per se einen Formmangel begründet.
  • LG Berlin, 15.10.2015 - 67 S 187/15

    Gewerberaummietvertrag: Konkludente Vereinbarung der Anwendung der gesetzlichen

    26 Zwar stellt die vereinbarte Anwendung der Vorschriften des Wohnraummietrechts auf ein Gewerberaummietverhältnis gleichzeitig einen dauerhaften Kündigungsausschluss der gewerberaummietrechtlichen Kündigungsmöglichkeiten dar, der gemäß § 550 Satz 1 BGB formbedürftig ist (vgl. BGH, Urt. v. 4. April 2007 - VIII ZR 223/06, NJW 2007, 1742 Tz. 17).
  • LG Berlin, 24.10.2013 - 67 S 100/13

    Erhöhte Anforderungen an die Eigenbedarfskündigung!

  • LG Berlin, 28.03.2019 - 67 S 22/19

    Verzicht auf Recht der Eigenbedarfskündigung bedarf keiner Schriftform!

  • AG Dortmund, 15.06.2010 - 425 C 142/10

    Schranken des einseitigen Kündigungsverzichts

  • KG, 08.12.2014 - 8 U 117/14

    Gewerberaummiete: Mieterschutz bei Abmietung durch einen sozialen Träger zwecks

  • KG, 09.11.2017 - 8 U 105/17

    Mietvertrag für längere Zeit als ein Jahr: Wahrung der Schriftform durch eine

  • AG Berlin-Schöneberg, 24.06.2020 - 104 C 37/20

    Wohnraummiete: Eigenbedarfskündigung durch den Erwerber einer in Wohnungseigentum

  • LG Berlin, 08.01.2020 - 65 S 165/19

    Eigenbedarfsausschluss in einer Anlage und Schriftformerfordernis

  • VerfGH Berlin, 29.11.2011 - VerfGH 8/10

    Verfassungsbeschwerde: Verletzung des Willkürverbots iSv Art 10 Abs 1 Verf BE

  • LG Berlin, 06.05.2011 - 63 S 439/10

    Erforderliche Form für Verzicht des Vermieters auf eine Eigenbedarfskündigung

  • OLG Düsseldorf, 25.02.2010 - 10 U 40/09

    Anforderungen an die Einhaltung der Schriftform bei einem Mietvertrag

  • OLG Saarbrücken, 01.07.2020 - 2 U 248/19

    Im Falle einer Klage des Vermieters auf Zahlung rückständiger Miete und auf

  • AG Berlin-Charlottenburg, 10.09.2018 - 211 C 85/18

    Wirksamer Verzicht auf das Recht zur Eigenbedarfskündigung durch den Vermieter

  • AG Berlin-Charlottenburg, 19.07.2016 - 203 C 11/16

    Wohnraummiete: Kündigung wegen unerlaubter Untervermietung

  • LG Berlin, 13.03.2019 - 65 S 204/18
  • LG Marburg, 25.03.2019 - 5 S 98/18

    Allgemeine Geschäftsbedingungen des Vermieters als Bumerang?!

  • LG Karlsruhe, 24.02.2017 - 9 S 214/16

    Anmietung zur Weitervermietung: Kein Wohnraummietverhältnis!

  • AG Marburg, 28.09.2018 - 9 C 350/18

    Allgemeine Geschäftsbedingungen des Vermieters als Bumerang?!

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